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Fröhliche Menschen beim Bad Sobernheimer Innenstadtfest:

...vorbildliche Haltung!

Bilder 2617-2620- September 2010: Der Mainzer Entertainer Tobias Mann (oben li.) gastierte im Kaisersaal, beim HSV schnippelten gleich Dutzende Mitglieder spanische Schinken, darunter auch Bürgermeisterkandidat Michael Greiner (SPD, 2.ter von links).



"Pförtnerhäuschen" soll touristische Attraktion werden!

Viele ehrenamtliche Handwerker spucken n die Hände und wollen das Pförtnerhäuschen zur touristischen Attraktion machen. Hier sind Jörg und Florian Groß aus Meddersheim tätig und kümmern sich um die Ortgänge und das Dach.

 Am 13.September 2010 überreichte der Sohn von Rudolf Desch dem Sobernheimer Wolfgang Heimer 1000 Euro: Hier im Pförtnerhaus sollen einmal wertvolle Erinnerungen des bekannten Komponisten ausgestellt werden, der 2011 100 Jahre alt geworden wäre! 

Bilder 2624 -2625- September 2010

Bad Sobernheim. In vollem Gange ist derzeit die Renovierung des früheren Pförtnerhäuschens in der Wilhelmstraße, Ecke Ringstraße. Das kleine Gebäude erweckt allergrößtes öffentliches Interesse, Fernsehkameras filmen ständig den Fortgang der Arbeiten. Am Wochenende war aus Meddersheim die Zimmerei von Jörg Groß mit Sohn Florian damit beschäftigt, die Ortgänge zu erneuern und mit Naturschiefer wetterfest zu machen. Ehrenamtlich natürlich. Der Erhalt des historischen Gebäudes aus dem späten 16. Jahrhundert in seinem Ursprung hat für den nimmermüden Wolfgang Heimer (69) höchste Priorität. Es soll versucht werden, soviel Fachwerk wie möglich optisch herauszuarbeiten. Das Untergeschoß ist mit Sandsteinen gemauert. Das kleine Pförtnerhäuschen soll zu einer touristischen Attraktion der Felkestadt, und schon im Frühjahr eingeweiht werden. Auf der Rückseite ist die einstige massive Stadtmauer angebaut. Neben dem Obertor und dem Untertor war hier in Sobernheims Norden ein kleinerer Zugang offen, daher stammt der Name „Pförtnerhäuschen“. Nach dem Krieg haben hier drei Familien gewohnt. Vor Jahrzehnten wurde ein Wirtschaftsgebäude abgerissen, und bis ins Frühjahr war das Pförtnerhäuschen noch von Frau Küstner bewohnt. Als diese auszog, haben die beiden Eigentümer das Gebäude Wolfgang Heimer geschenkt. Der sieht es fortan als Teil des Priorhofes und bindet es als eine Art Museum ein. All diese momentanen Sanierungsarbeiten werden ausschließlich über Sponsorengelder finanziert und durch ehrenamtliche Tätigkeit erledigt, und wären ohne den unermüdlichen Wolfgang Heimer nicht möglich, schwärmt Heinz Lörsch, der ebenfalls im Heimatmuseum Priorhof ehrenamtlich tätig ist und mit anpackt. 


KULISSENSCHIEBER: ....probierten`s mit Gemütlichkeit mit Ruhe und Gemütlichkeit,-  und führten "Das Dschungelbuch" auf ! 

 BAD SOBERNHEIM. Die „Kulissenschieber“ führten am katholischen Kindergarten in der Herrenstraße „Das Dschungelbuch“ auf. Wer kennt nicht die herzzerreißende Story des kleinen Dschungelfaulpelzes Mogli aus Walt Disneys mehrteiligen Meisterwerkerzählungen „Das Dschungelbuch“. Vor allem die Lieder, etwa des Bären Balu, „Probier´s mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit..“, hat längst Kultstatus und durfte als Ohrwurm live gespielt und gesungen als besonderes Highlight nicht fehlen. Denn letztlich wird allein dadurch das Glück übertragen. Neben dem Titelsong sind es vor allem die Charaktere, denen die felkestädtischen „Kulissenschieber“ mit Spezialeffekten in toller Mimik und Gestik und in aufwändig geschneiderten  Kostümen mit viel Liebe zum Detail Leben einhauchten. Ob das Menschenkind Mogli, Bär Balu, der Panther Baghira, oder der depperte Affenkönig King Lui und die hinterhältige Schlage Kaa mit ihren hypnotischen Fähigkeiten, das kindgerechte Spektakel war professionell inszeniert und sorgte für strahlende Kinderaugen. Die „Kulissenschieber“ und Dutzende Helfer vom Förderverein und Elternbeirat des katholischen Kindergartens waren gute Gastgeber und sind bekannt dafür, dass sie nichts dem Zufall überlassen. So warben sie über die Woche in Originalkostümen in der Stadt. Es war nach dem „Zauberer von Oz“ 2008 und im vergangenen Jahr „Gut gebrüllt Löwe“ die neunte Aufführung in Folge. Die große Freilichtbühne und der leichte Hang ist ein ideal-einsehbares Terrain und bildet eine großartige Kulisse für derlei theatralisches Schauspiel. Einzig die Premierenveranstaltung am Freitag fiel wegen heftigem Schauer buchstäblich ins Wasser, umso dichter besetzt waren die Ränge am Samstag und gestern.

Bild 2596: Atemberaubende Kulisse...

Nr.2597: Baghira, Balu, Mogli, und alle

Bild 2598: Ein Affenkampfgeschrei...!

   Die Geschichte ist genauso einfach wie spannend: Der schwarze Panther Baghira hat im Dschungel das Menschenbaby Mogli großgezogen. Nun muss es das Rudel verlassen und in die Menschensiedlung. Aber Mogli will bei seinen Freunden bleiben. Das Abenteuer beginnt: Mogli findet in Balu einen tollpatschigen Freund und marschiert in der Elefantenkompanie von Oberst Hathi mit. Der Spaß nimmt eine unheilvolle Wende, als die Affenbande von King Lui Mogli „in die Ruinen von Staurum“ verschleppt. Auch die betörende Schlange Kaa führt nichts Gutes im Schilde. Und als Mogli von seinen Freunden verlassen ist, beginnt mit seinem Erzfeind Shir Khan ein packender Kampf auf Leben und Tod…  Geier helfen, und letztlich findet die Geschichte natürlich ein Happyend: Mogli kommt dort hin, wo er hingehört. Bereits zum dritten Male besuchten die beiden Lauschieder I-Dötzchen Jlayda Akbay und Viktoria Mathis Aufführungen der „Kulissenschieber“. Am Beifall gemessen waren die beiden sechsjährigen Mädels ebenfalls wie hunderte anderer Kinder und Zuschauer von den toll geschminkten Darstellern in ihren aufwändigen Kostümen total fasziniert und begeistert und fanden das Dschungelbuch „traumhaft schön“.

Mogli mimte in einer Paraderolle Babette Peters-Groh, Balu war Elke Barth und Claudia Reiff spielte Baghira. Weitere Mitwirkende: Ina Wallau-Schütt (Kaa), Silke Wagner (Shir Khan), und Astrid Mann (Mädchen). Elefanten waren Roland Epple (Oberst Hathi), SabineWebler (Winifred),  Manuela Schantz, Steffi Frick und Julia Winneknecht-Scheid. Britta Kappes spielte King Lui, weitere Affen: Conny Schmitt, Petra Scheidtweiler, Saskia Jachmann, Daniela Herbert, Jonas Scheidtweiler, Anton Hasemann, Lara Jachmann, Laura Jahnke, Michel Kappes, Dominik Müller, Annika Nienhaus, Michelle Schantz, Mareike Schantz, Felix Winneknecht. Wölfe: Saskia Jachmann, Petra Scheidtweiler und Silke Wagner, Geier: Conny Schmitt, Petra Scheidtweiler, Britta Kappes, Saskia Jachmann. Musik: Carolin Müller. Kulisse: Babette Peeters-Groh. Technik: Roman Reiff, Thomas Weyand, Boris Scheidtweiler und Duane Homokay. Regie führte Dorothea Weyand und die Organisation hatte KiTa-Leiterin Sabine Hasemann.



Letzte Ratssitzungen mit Dr. Felix Welker: Aus für Haus des Gastes?

BAD SOBERNHEIM. Mit einem Ortstermin am Feldwirtschaftsweg zum Steinhardter Anwesen Tullius in der Oberstreiter Straße begann eine der letzten   Bauausschusssitzungen des Stadtrates unter Dr.Felix Welker. 

Bild 2604: Das Pavillon rechts im Vordergrund wird repariert...

Bild 2605: Das Haus des Gastes links im Hintergrund hört das Sterbeglöcklein!

August 2010.

Grund der Infoveranstaltung: Im hinteren Bereich soll ein Feldwirtschaftsweg für den Betrieb genutzt werden, was eine Widmung für den Öffentlichen Verkehr notwendig macht. Es gibt bezüglich der Straßenbreite und der Lärmbelästigung Einsprüche der Anlieger. Schon einmal hat das Kreisbauamt einen entsprechenden Antrag abgelehnt. Beim Ortstermin trug der Eigentümer nach Worten von Ausschussmitgliedern keine gravierenden Änderungsvorschläge für eine Widmung vor. Im Rathaus stand ein Sachstandsbericht über das „Haus des Gastes“ und die weitere Vorgehensweise des teils maroden und sanierungsbedürftigen Gebäudekomplexes im Marumpark auf der Tagesordnung. Der Stadtrat beschloss, diese Sanierung nicht voranzutreiben und weiter zu verfolgen, und stattdessen den räumlichen Bedarf über andere städtische Liegenschaften, etwa das Haus Bernardi oder das Paul-Schneider-Haus abzudecken. Beigeordneter Alois Bruckmeier informierte den Ausschuss über den Ist-Zustand des Marumparks und den in die Jahre gekommenen Musikpavillon im hinteren Bereich. Hier haben Treppe, Dach und Holzkonstruktion gelitten und weisen heftige Schäden auf. Der Ausschuss beschloss, die nötigen Kosten zu ermitteln und in den Haushalt 2011 einzustellen. Grundstücksangelegenheiten und Sachstände mehrerer Straßen und gerichtsanhängiger Verfahren standen bei der abendfüllenden Sitzung im nichtöffentlichen Teil auf der Tagesordnung. Ein fehlender Beschluss zur Widmung für den öffentlichen Verkehr wurde im Bereich des neuen Fachmarktzentrums zugestimmt und auf den Weg gebracht. Persönlich verabschiedete sich Stadtbürgermeister Dr. Felix Welker bei seiner letzten Bauausschusssitzung im Rathaus von diesen Mitgliedern, am kommenden Mittwoch leitet der Stadtchef seine letzte, nichtöffentliche Hauptausschusssitzung.



Awo Ferienspaß litt unter Regen- Trotzdem: Kids zufrieden!

Die 37. Awo Stadtranderholung erfreute sich größter Beliebtheit. Die Bedingungen wqren nicht die Besten. In der ersten Stunde wurden mehrere Kinder Im Staaren von Wespen gestochen und es regnete viel. Dennoch verstanden es die vielen Helfer und Betreuer um Alois Strehl immer wieder aufs Neue, die Kinder zu motivieren und zum mitmachen zu begeistern. Schwimmbad und Barfußpfad konnten aufgrund der Witterung weniger genutzt werden als sonst. Fast alle Parteien und weinige Gruppierungen trugen ihr Scherflein bei. Die Kinder führten beim Grillabend toll kostümiert mehrere Stücke, Sketche und Tänze auf, und die Abschlussfahrt ging in einen hessischen Freizeitpark. Bilder sind vom Juli /August 2010- Nr. 2569-2570-2571-2572



BAD SOB: WM-Fieber hat Felkestadt erreicht: 

Bild Nr.2435: 13.6.: voller Marktplatz

Bild 2436: Torjubel, 7. Min. 1:0 Poldi  Nr 2437: Tolle Fete, super Party

Feiern im Kollektiv war angesagt.  Fröhliche Fans und nette Zuschauer strömten in Scharen: Es dürften weit über 600 gewesen sein, die schon frühzeitig und vielfach im Nationalmannschaftstrikot zum Marktplatz pilgerten. Die Veranstalter um Andy Haarhaus und Timo Weingarth strahlten, ihr Engagement wurde belohnt und angenommen. Bei freiem Eintritt waren wegen Einhaltung des Jugendschutzgesetzes Bändchen in drei Farben ausgegeben worden.Über VG-Grenzen hinaus kamen die Fans zum „Public-Viewing“: Für die Jugendlichen Christian Fußmann aus Meddersheim, Daniel Franzmann (Waldböckelheim), Tobias Müller aus Odernheim oder Fred-Eric Lauf aus Bad Sobernheim gibt es nicht schöneres, als Freunde zu treffen, Stimmung und gute Laune zu haben und „dieses tolle Erlebnis gemeinsam abfeiern“. Ihr Tipp von 3:1 wurde sogar noch übertroffen, und beim 4:0 brachen auf dem Marktplatz in punkto Euphorie und Begeisterung zum Auftakt des „Sommermärchen“ 2010 alle Dämme. Auch der eher südländischen Marotte eines Autokorsos waren die Jugendlichen nicht völlig abgeneigt, aber dann bitte ohne Promille, war ihre klare Ansage. Alles blieb friedlich. Gut eine halbe Stunde war gespielt, als plötzlich ein gutes Dutzend drahtiger junger Leute wie von einer Tarantel gestochen blitzschnell in alle Himmelsrichtungen davon flitzten: Der Piepser der Feuerwehrmänner schlug Alarm, glücklicherweise entpuppte sich der angenommene „Kabelbrand“ in einer Seniorenresidenz eher als Vorsichtsmaßnahme. Jedenfalls ernteten die Wehrleute von allen Seiten ein ganz dickes Kompliment!  Nur vereinzelt waren Vuvuzelas zu hören. Die Sobernheimer kamen und feierten auf dem Marktplatz den Auftakt der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft.



BAD SOBERNHEIM. 425 Jahre alt und kein bisschen leise: Drei Salven Ehrensalut am Heimatmuseum Prior-Hof bildeten den Auftakt einer Feierstunde anlässlich des 425. Geburtstages der Schützengesellschaft zu Sobernheim. Museumsleiter Wolfgang Heimer und seine Frau Gudrun waren gute Gastgeber.

   „Es liegt an uns, dass Waffen nur für Vergleiche sportlicher Geschicklichkeit genutzt werden“, unterstrich Vorsitzender und Schützenmeister Lothar Wild aus der umfassenden Chronik. Diese Passage zog sich wie ein roter Faden durch alle Grußworte. „Nach Winnenden brauche man populistische Äußerungen am wenigsten“, führte der Präsident des Rheinischen Schützenbundes Harry Hachenberg aus und lobte: „Mut, Leistungs- und Spendenbereitschaft eurer Mitglieder verdienen Respekt und höchste Anerkennung“. Er zeichnete den Meddersheimer Wolfgang Weber mit dem Ehrenkreuz in Bronze des Deutschen Schützenbundes aus. Stadtbürgermeister Dr. Felix Welker sagte der Schützengemeinschaft Disziplin und Präzision nach. Schützen hätten einst die Stadt verteidigt, lobte er und überreichte „Zielwasser“. Möglicherweise habe es schon vor 1585 Büchsenschützen gegeben, blickte der VG-Beigeordnete Robert Nikolay zurück und überbrachte deren Glückwünsche. Er hob die gesellschaftliche Bedeutung und den sportlichen Aspekt der 104 Mitglieder als eine der stärksten ihrer Art in der Region hervor. Zudem unterhalte man eine aktive französische Freundschaft. Monzingens Ortsbürgermeister Norbert Alt gratulierte: Bekanntlich hat die Schützengesellschaft zu Sobernheim dort ihr Domizil. Alt überreichte das Wappen der Weinbaugemeinde und versprach unter lautem Applaus seitens der Ortsgemeinde eine bessere Zuwegung. Für den Schützenkreis 14 / 2 Bad Kreuznach sprach Kurt Lauterwasser ein Grußwort,  für den Bezirk dessen Vorsitzender Heinz Werner Assmann. Sportkreisvorsitzender Wolfgang Scheib beleuchtete Werdegang und Wandel des ältesten Vereins im Sportkreis KH: Früher seien die Schützen die Wehr des Ortes, die Beschützer der Stadt gewesen. Er verlieh die Ehrenurkunde mit Umschlag des Sportbundes Rheinland sowie die begehrte Plakette des Landessportbundes und stellte das Ehrenamt in den Fokus seiner Ehrungen.

2474: Ehrenspalier aller Honoratioren

Bild 2475: Geehrte Schützenbrüder

Bild 2476: Ehrensalut am Priorhof

 Was war das damals für eine Zeit? Aus dem Stehgreif beleuchtete Professor Dr. Wolfgang Stribrny die geschichtliche Entwicklung um 1585. Der Laudator lobte Frau Dr. Helge Hermberg-Dhonau für geschichtliche Klarheit und spannte den Bogen ins 19.Jahrhundert. Stribrny nannte das „Sowerumer Intelligenzblatt“ und den Öffentlichen Anzeiger, der in jüngster Zeit die schwierige Situation der Vereine aufzeige. Kritisch ging er mit dem Wandel und der Haltung im Vereinsleben ein: Selbstverwirklichung habe man früher Egoismus genannt. Hart ging er mit dem Ostereierschießen als erfolgreichste Veranstaltung ins Gericht: „Für Christen eine schwierige Situation, wenn gerade an Karfreitag aus einem stillen Tag ein fröhliches Volksfest wird, dann zeigt das die Bindungslosigkeit und das Zurückgehen des kirchlichen Einflusses in unserem Land aufs Allerdeutlichste“. Die Schützen hätten in guter Tradition stets die Sache vor die Person gestellt und wollten immer mehr sein als scheinen. Dies sei gute preußische Tradition. Stribrny bekannte sich dazu und zitierte die Passage aus dem Deutschlandlied. Der Historiker wünschte „Gottes Geleit für den weiteren Weg“ und empfahl nicht nur der Schützengesellschaft von 1585, stets die Sache vor die Person zu stellen. Geehrt wurde der aktivste Schütze der Gesellschaft, Roland Jung. Er schießt in 12 Disziplinen, erhielt höchste Vereinsehrungen sowie die Silberne Verdienstnadel des Rheinischen Schützenbundes. Sportkreisvorsitzender Wolfgang Scheib verlieh die Ehrennadel des Sportbundes Rheinland in Bronze an den Meddersheimer Wolfgang Weber. In Silber erhielten diese Ehrung Otto Lehnhäuser sowie der Vorsitzende und 1. Schützenmeister Lothar Wild. Letzterer begann als Jugendleiter und ist seit 40 Jahren aktiver Sportschütze. 



TAFEL: Gute Sache- aber Haussegen hängt schief - Massive Vorwürfe!

 Mai 2010: KIRN / BAD SOBERNHEIM. Es läuft nicht reibungslos in der Tafel: Mit ihrer „Filiale“ in Bad Sobernheim ist sie eine von 872 Tafeln bundesweit. 56 rheinlandpfälzische und elf saarländische Tafel haben sich jüngst in Kirn zu zusammengeschlossen. Vorsitzende Ellen Kriegel dankte Helfern und Spendern und erinnert an die besonderen Verdienste der jüngst verstorbenen Anita Bürkle, die als Sponsorin für alle Belange der Tafel und deren Aufbau in Kirn stets ein offenes Ohr hatte. Dienstags und freitags ist in der Kirner Langgase geöffnet.

Nr2416: Der neue Vorstand in Kirn muss unliebsame Fragen klären.

 Tafel-Vorsitzende Ellen Kriegel wurde mit 27 Jastimmen im Amt bestätigt.  32 Jastimmen erhielt Cornelia Dhonau als Zweite. Zu deren Stellvertretern wurden Hans Günter Hess und Jutta Webler gewählt. Beisitzer: Sieghilde Heinen, Werner Kamutzki, Ulla von der Marel, Werner Speh, Fritz Wagner, Hansi Kamutzki, Ilona Rathgeb, Britta Schöttler und Rosi Spindler 

Nr.2417: Die "aufmüpfige" Filiale in Bad Sobernheim sind auch treue Helfer! 

Die Rechenschaftsberichte zeigten eindeutig die zwingende Notwendigkeit dieser Einrichtung und die „schleichend zunehmende Verarmung der Gesellschaft“, sagte die neue zweite Vorsitzende mit dem Geschäftsbereich Steuern- und Finanzen, Cornelia Dhonau auf Nachfrage unserer Zeiung. Erstmals nach der Auslösung am 1. August 2008 aus dem DRK-Ortsverein als eigenständiger Verein „Tafel e.V.“ ist die Bilanz 2009 mit dem Kalenderjahr identisch. Damals startete der Verein mit 19 Mitgliedern, heute sind es 46. Mitgliedsbeiträge betragen 652 Euro, die VG-Bad Sobernheim spendete 3.000 Euro. Die Bilanzsumme liegt bei 72.900 Euro, das abschließende Vereinsergebnis beträgt  2.108 Euro. Je Ausgabe wird symbolisch ein Euro -1 €- erhoben: Dieses „Tütengeld“ belief sich 2009 auf 26.867 Euro, was genau der Anzahl der Kunden entspricht. Im gleichen Zeitraum beliefen sich die Personalkosten, Anschaffungen, Kosten und Abschreibungen auf 49.943 Euro. Der rechnerische Verlust im Zweckbetrieb beträgt so 23.075 Euro. Die Bilanz setzt sich aus dem ideellen Bereich, der Vermögensverwaltung und dem Zweckbetrieb zusammen. Weitere Zahlen: Zum 31. Dezember 2009 belief sich das Sachanlagevermögen auf 45.765 Euro. Darin enthalten sind mit 30.032 Euro die Kühlfahrzeuge, der Rest ist Betriebsausstattung wie etwa Kühltheken. Geld-, Lebensmittel- und Sachspenden schlugen mit 37.335 Euro zu Buche. 

 261  Bedarfsgemeinschaften -"B-G"- zählt die Tafel, was 382 Erwachsenen und 179 Kindern entspricht. Aus Kirn-Land kommen 69, in der Stadt inklusive der ganzen VG Bad Sobernheim kommen 65 "B-G" zur Tafel in der Felkestadt. Eine Nachfrage von Pfarrer Michael Zeh auf diese hohe Zahl der "B-G"  in der Stadt Kirn gegenüber dem Umland an Ellen Kriegel beantwortete Fritz Wagner mit dem „Niedergang der Lederwarenindustrie und dem Verlust von 4000 Arbeitsplätzen Anfang der 1980-er Jahre und den gewachsenen Strukturen“, Kirn sei soziologisch schon immer Niedriglohnsektor gewesen.

Nr. 2418+ 2419: Der Kirner Marktplatz 

KLARTEXT-

KOMMENTAR:

 

Lesen Sie Politik / Wirtschaft!

Wagner sprang Kriegel bei und antwortete, dies ist bezeichnend: Mit welchem  "Totschlagsargument" jedoch, das war schwach- mangelhaft! (siehe oben) So löst man 2010 keine Probleme. Niemand, kein Mensch, ist gegen die gute Sache der Tafel. Sie darf nicht zerredet werden. Muss aber die Anschaffung einer Aufschnittmaschine, Käsemesser, und der Kauf eines Aktenvernichters! sein? Müssen Kochkurse sein, gibt es bald noch ein Stehcafe? Gewiss gibt es nicht immer frisches Obst, Milchprodukte sind oft Mangelware. Tafel"kunden" können aber doch nicht mehr erwarten wie Bezahlkunden beim Fleischer! Wenn sich dann selbst Mitarbeiter im Dutzend über die Vielzahl an Aus- und Übersiedlern als Tafel"Kunden" wundern, die dicke Tragetaschen zum Mercedes schleppen, muss auch der Sinn der Kirner Tafel hinterfragt und neu geordnet werden. Da liegt die Crux. So kann es nicht weitergehen...

In einer öffentlichen Anfrage stand ein Antrag der Bad Sobernheimer Tafelmitarbeiter um Alois Bruckmeier auf der Tagesordnung. Dieser hinterfragte die „Zusammenarbeit im Vorstand“ ebenso wie „Perspektiven zur Vereinsführung“. Es ging um telefonisch gemachte diffamierende Äußerungen von Ellen Kriegel gegenüber „renitenten Bad Sobernheimer Vorstandsmitglieder“. Offenbar stimmt seit Tafelöffnung 2008 in der Bad Sobernheimer Großstraße „die Chemie“ mit Kirn nicht. "Wenn ihr weiter so meckert, müssen wir euch entsorgen, und das von Kirn aus machen", soll sie sinngemäß in einem Telefonat geäußert haben. Bruckmeier hakte nach: Man sei keine Altbatterie, die man "entsorgt". Die Sobernheimer waren empört. Kriegel bestritt das Telefonat nicht, wohl aber den Inhalt. Seit 1. April 2010 ist diese Tafel montags mit einem weiteren Ausgabetag zum Donnerstag geöffnet. Diese zusätzlich Öffnung habe Ellen Kriegel eigenmächtig verfügt. Man erhalte nicht Frisches, klagen die Felkestädter. Schon bei der letzten Hauptversammlung musste sie sich von Alois Bruckmeier sagen lassen, sie sei "keine Zarin, sondern Gleiche unter Gleichen".  Sowohl Fritz Wagner wie auch Werner Speh (Simmertal) verwiesen diese Dissonanzen in den Vorstand, um sie nicht nach Außen hochzuspielen:„Lehren ziehen, niemanden mundtot machen! Offen miteinander umgehen, und die Sache `Tafel` unterstützen", richtete Werner Speh seinen Appell an die Versammlung. Einstimmig wurde der Antrag in den neuen Vorstand verwiesen. 



33. Museumstag gewährt Einblicke hinter die Kulissen kulturpädagogischer Arbeit- Doris Ahnen auf dem Bagger!

 BAD SOBERNHEIM. Am 33. internationalen Museumstag besuchte Kultusministerin Doris Ahnen das Freilichtmuseum und nahm auf einem JCB-Bagger einen nicht alltäglichen Spatenstich vor: Die historische Töpferei Mecking zieht von Bockenau ins Nachtigallental um. „Das rheinland-pfälzische Freilichtmuseum ist ein besonderer Ort, der das Alltagsleben früherer Generationen anschaulich lebendig hält. Das diesjährige Motto `Museen für ein gesellschaftliches Miteinander' passt sehr gut zum heutigen Spatenstich an diesem Ort", so die Staatsministerin. Es übe einen ungeheuren Reiz aus, sich in dieser wunderschönen Landschaft zu bewegen und zu glauben, dass alles an Ort und Stelle gewachsen sei und schon immer hier gestanden habe. „Originalkulturgüter am Ort erhalten, bewahren und lebendig machen“ dieser Philosophie habe man Rechnung getragen. Über 100 Bockenauer, Besucher und geladene Gäste wie Weinprinzessin Christiane Koebernik wohnten der Zeremonie im Hunsrück-Nahe-Dorf direkt gegenüber dem alten Rathaus aus Hasselbach, wo die Museumsbäcker den Backofen anfeuerten, bei. Die Bockenauer Dorfmusikanten um Joachim Pauli umrahmten den Festakt. Unter ihnen auch Familie Mecking. Der fast 89-jährige Felix Mecking war stets dem Freilichtmuseum eng verbunden, seine Töpferscheibe drehte sich im Winterburger Tanzsaal. Sohn Thomas Mecking freute sich, dass dieses Denkmal bewahrt und der Nachwelt erhalten bleibt. Seitens der Museumsleitung ist geplant, einen Schaubetrieb einzurichten, in dem für die Besucher Gebrauchskeramik in traditioneller Form hergestellt wird. 

Bilder 2394-2395- Mai 2010: Doris Ahnen gab auf dem Bagger und im Museum ein gutes Bild ab. Namens der Kreisbevölkerung dankte Landrat Franz-Josef Diel der Ministerin für 70.000 Euro Landesförderung seitens der „Landesstiftung Rheinland-Pfalz für Kultur“ sowie für die Finanzierungshilfe durch weitere „institutionelle Förderung“: Im Etat des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur stehen weitere 170.000 Euro für den Aus- und Aufbau des Museums. Ministerin Doris Ahnen nahm lobend zur Kenntnis, dass über 800 Mitglieder des Freundeskreises hinter dem Museum stehen, so dass hier über 60.000 Menschen jährlich „lustwandeln könne“. Diel lobte das neue Besucherleitsystem. Er äußerte auch Wünsche und bat um Unterstützung: Mehrere 10.000 Gegenstände vom Mähdrescher über Möbel bis zur Werkstatteinrichtung seien auf Dachböden und in Kellern Klimaschwankungen und Schädlingsbefall ausgesetzt. Hier sei der von der Stiftung aufgrund finanzieller Zwänge zurückgestellte Bau eines Zentralmagazins sinnvoll, damit alle Objekte und Sammlungen der Nachwelt bewahrt, und nicht unwiederbringlich verloren gehen. 

Die Töpferei Mecking stelle ein herausragendes Zeugnis der traditionellen Keramikverarbeitung und Wirtschaftsgeschichte im Soonwald dar. Es handele es sich wohl um das letzterhalten gebliebene Exponat einer traditionellen Töpferei samt Interieur. Aufgrund der räumlich kleinen Dimension und der Tatsache, dass zweckgebundene Mittel in Höhe von 43.000 Euro aus dem Nachlass von Joachim Gruber (Münchwald) bestehen, sei die Töpferei dazu prädestiniert, typische rheinland-pfälzische Wirtschafts- und Kulturgeschichte zu veranschaulichen. In so genannter Ganzteil- Translozierung ist die Umsiedlung geplant. Nutzungsspuren an Wänden oder dem Brennofen könnten als Ganzes erhalten bleiben und authentisch historisches Zeugnis geben, sagte Landrat Franz-Josef Diel. 



BOLLANT´s im Park bauen 6 moderne "Hütten"

Mai 2006: BAD SOBERNHEIM. Die Bagger baggern, Erdarbeiten sind in vollem Gange: Anfang März war Spatenstich - am ersten August soll feierliche Eröffnung sein: „Am Berg“ oberhalb des weitläufigen Kurhaus-Areals „BollAnts im Park“ entsteht ein neues Boutique-Hotel-Ensemble: „Heimat-Lodges“ heißen die sechs exquisiten, vom optischen Eindruck her aber eher rustikal gehaltenen Neubauten.

Das mehrfach ausgezeichnete „BollAnt´s im Park“ feierte 2007 seinen 100. Geburtstag und beschäftigt knapp 100 Mitarbeiter.

 Als Gründungshaus der Felke-Therapie setzt das bei Einheimischen bekannte Kurhaus Dhonau  seit über 100 Jahren in vierter Generation auf die Heilkraft der Naturelemente nach Pfarrer Felke und hat sich als moderne Lifestyle-Variante eines Gesundheits- und Wellness-Hotel etabliert. Als erstes Hotel in Deutschland wurde vor zwölf Jahren die ganzheitliche Vinotherapie wiederbelebt und erfuhr eine Renaissance. Authentische fernöstliche Wellness-Anwendungen werden angeboten. 

BAUSTELLEN- Bilder 2390- 2391- Mai 2010

Darüber hinaus genießen das Jugendstil-Restaurant Villa, mediterranes Gewölberestaurant Hermannshof mit  Gourmetküche von Sterne-Koch Renato Manzi bei Gästen hohes Ansehen.

   Würde Pastor Emmanuel Felke heute so leben? „Richtig! Wir bauen keine bestimmte Zimmerkategorie, sondern eine moderne Weiterentwicklung der bekannten Felke Luft- und Bäderhütten“, sagte Jan Bolland bei der ersten Präsentation nach jahrelangen Planungen. Relaxen und „Entschleunigen“ nach Pastor Felke sind angesagt: Die sechs „Heimat-Lodges“ passen sich dem Charakter des benachbarten Freilichtmuseums im Nachtigallental an und sind Zweigeschossig. Dass der Begriff „Heimat“ in sichtweite zu Nahe und Soonwald eine besondere Bedeutung hat, verrät auch der landläufige Begriff „Geheischnis“. Jan Bolland gerät darüber ins Schwärmen: Dies beschreibe unnachahmlich die Geborgenheit und menschliche Nähe, die man empfindet, wenn man sich zufrieden in die eigenen vier Wände zurückzieht. Mit diesem außergewöhnlichen Wohnkonzept der neuen „Heimat Lodges“ werde den Gästen im stimmungsvollen Ambiente genau jenes „Geheischnis“ ermöglicht. Inspiriert wurden die neuen Refugien von den so genannten einstigen „Lufthütten“. Im Rahmen der traditionellen Felke-Therapie, die 1907 vom Urgroßvater der heutigen Inhaberfamilie nach der Heilmethode von Paster Felke angewandt wurden, übernachteten seinerzeit die Kurgäste in offenen Hütten mit Strohbetten für die „richtige Erdung“ mitten im Grünen, um reichlich Licht und Luft zu tanken. Eine solch originelle Lufthütte bleibt oberhalb der Neubauten erhalten. Frühstück und Abendessen mit regionalen Produkten werden in die sechs 80 Quadratmeter großen Neubauten gebracht. Die sind neben einer Zufahrt auch fußläufig über einen Kies-Bergweg oder einen Golfbuggy- Shuttleservice vom Haupthaus aus erreichbar. Druckfrische Hochglanzprojekte werben: „Erwachen bei Nachtigallengesang, Frühstück im Schlafanzug, Wellness im Private SPA und Geborgenheit wie in den eigenen vier Wänden. Ohne aufdringlichen Service ganz unter sich sein, jedoch auf nichts verzichten müssen!“, lautet die Firmenphilosophie. Jede „Öko-Lodge“ verfügt über ein Schlafzimmer mit Panoramablick über die Felkestadt und weite Nahe-Ebene. Eine freistehende Badewanne, Mini-Küche mit eigenem Weinschrank, ein Kamin, Privatgarten samt einem 34 Grad warmem „Hotpot“ sind ebenso integriert wie eine Massageliege und eine Kuschelecke. Die gesamte Anlage ist unter Verwendung natürlicher Baumaterialien wie Solnhofer Naturstein und historischem, sonnengebranntem Bauholz in ökologischer Bauweise errichtet. Nur wenige Meter von dem Ensemble entfernt ist im Hang die Bodenplatte für die neue Hubertus-Außensauna schon fertig betoniert.   



Mai 2010-BAD SOBERNHEIM. „Winzer Top Ten trifft regionale Sterneküche“, so war die elfte Bad Sobernheimer „Weinkost“ im Kaisersaal umschrieben. „Genießen sie den Abend mit allen Sinnen“ forderte VG-Bürgermeister Rolf Kehl die Gäste auf und rühmte Sponsoren und die Veranstalter, die mit neuen Ideen Akzente setzten. 

Nr2409: Schmecken, Riechen, Kosten- mit allen Sinnen genießen war angesagt

Bild 2410: Das Team um Jan Bolland (links) war top!

Bild 2411+2412 (unten) Erstmals wurde ein Sensorik-Seminar angeboten...

Namentlich dankte er Anja Brandenburg von der KTI und der VG-Wifög, die gemeinsam mit Udo Bamberger und Michael Engisch diese überaus erfolgreiche regionale Veranstaltung vor elf Jahren aus der Taufe hoben. Aus den einstigen Weinkompositionen wurde „WeinKost“: Nach zwei Jahren der Stagnation habe man die elfte Veranstaltung enorm bereichert und belebt und erfreue sich dank neuem Konzept größtem Zuspruch, freute sich Michael Engisch, der mit Dr. Dirk Haupt, Konrad Stauf und Klaus Conrad Gäste aus dem Wirtschaftsministerium begrüßte. Nicht nur der Name war neu: „Zielsetzung war, mit einem neuen Konzept auch regionale Produkte ins Boot zu nehmen und klar herauszustellen“, informierte Oenologe Udo Bamberger. Erstmals dabei war „SooNahe“ mit ihrer breiten Produktpalette und den beliebten Beziehungskisten. „Wo es gutes zu Trinken gibt, gehört auch gutes Essen dazu!“, freute sich Dr. Rainer Lauf als Vorsitzender der Regionalinitiative und ging mit der Kamera auf Entdeckungstour. Mehr als zwei Dutzend Gäste nahmen erstmals in der Bibliothek der angrenzenden Philipskirche an einem Sensorik-Seminar teil: Bei der Aromaschulung ging`s ums Erkennen von Rebsorten, wo die Teilnehmer ihre ganz persönlichen Geschmacksschwellen austesten konnten. Die Staffelungen in Restsüße, Säure und Alkoholgehalt wurden thematisiert. Der Experte erklärte, wie die Süße mit der Säure spielt und dass Riesling nicht trocken sein muss. Weine wurden nach Reifungsstadien vorgestellt, Rotweine waren nach Gerbstoffen geordnet, so, dass die Besucher die breite Palette der individuellen Charaktere der Weine kennen lernen konnten. 

Bamberger verblüffte geradezu mit jeder Menge Ingredienzien und Reagenzien.  Der Kreis der Gäste habe sich erweitert, der Kaisersaal mit seinem Ambiente sei geradezu prädestiniert für derlei Veranstaltungen. Neue EU-Weinmarktordnung kommt Ganz wichtig sei im Zuge der EU- Marktordnung, das Regionale herauszuarbeiten, sagte Udo Bamberger auf Nachfrage unserer Zeitung: „Die Regionalität an der Oberen Nahe muss die Besonderheit sein! Alle Betriebe, die hier im Kaisersaal waren, sind in den Weinführern bundesweit hervorgehoben. Die Qualität aller 88 renommierter Weine ist überdurchschnittlich gut, und das macht uns so leicht keiner nach“, sprach der Experte Klartext, das Anbaugebiet Nahe habe höchstes Niveau und bringe exquisite Top-Weine hervor.

Natürliches und ursprüngliches Fruchtaroma servierte ebenfalls erstmals Hans Messer vom Odernheimer Bioland-Betrieb Bannmühle mit 15 verschiedenen Säften. Geschulte Zungen habe er ausgemacht: Keck und witzig erklärte er augenzwinkernd, dass bei seinen 15 Säften kein Aromarad oder blumige Umschreibungen nötig sei. „Da schmeckt Johannisbeersaft nach purer Johannisbeere und Kirschsaft nach Kirsche!“. Zwischen den Weinverkostungen zogen die Goumets und „Leckerschmecker“ eher Quitten- oder Holundersaft den milden Mango- oder Traubensäften vor. SooNahe- Produkte wie heimischen Käsespezialitäten, Früchtebrot von der Bäckerei Andre oder ein „Wildschwein-Burger“ mit Mango-Chutney von der Meddersheimer Wildkammer Nieding servierte mit weiteren weintypischen Schmankerln das Team um „BollAnts im Park“ und kitzelte Genießer-Gaumenfreuden. Zum Abschluss spielte Oliver Schneiß beliebte Melodien. Dazu machten die Winzer zur Überraschung aller ein echtes Faß Kirner Bier auf. Längst gehöre ein Frischgezapftes zum Abschluss einer guten  Weinprobe. Dies sei kein Geheimnis. „Wein auf Bier- das rat´ ich dir. Bier auf Wein, das laß` sein“ gehöre als alter Spruch in die Mottenkiste. „Das stimmt nicht“, sagten Jürgen Speier aus Bärenbach und sein Schwager Klaus-Georg Köhler aus Merxheim, vom ersten Male an im Kaisersaal dabei. Sie fingen mit den trockenen Weinen an, genossen dann Rotweine und „arbeiteten“ sich zu edelsüßen Raritäten vor. Und danach freuten sie sich auf ein süffiges, zischendes „kühles Blondes“…. 



Wildcamper und Komasäufer als „Problemklientel“ unerwünscht.

BAD SOBERNHEIM. MAI 2010: Die Vorbereitungen zum 51. Felke- Handball-Turnier vom 3. bis 6. Juni im felkestädtische „Staaren“ unter Schirmherrschaft von Ministerpräsident Kurt Beck laufen auch Hochtouren. Nach Kontrollen im vergangenen Jahr durch das Kreisjugendamt wird künftig nichts mehr so sein, wie es einmal war: Prävention und Jugendschutz stehen an erster Stelle.  Das ist klare Ansage der Veranstalter.

Bild 2375: Voll krass: Jugend vom TuS 1878 Kirn mit Fäßchen, hipp-hipp... Bild 2376: Handballspielende Jugend  Bild 2377: und frohe Schleckermäuler Bild 2378 unten: Säufer unerwünscht!

 Stets sei beim HSV das Jugendschutzgesetz Grundlage allen Denkens gewesen. Die klassische Jugend-Freitagsdisco gebe es schon lange nicht mehr, erklärten Vorsitzender Friedrich Wilhelm und sein Vorgänger und Cheforganisator Michael Becker im Nachklang die Ergebnisse überaus konstruktiver Gespräche mit dem Kreisjugendamt. Mit zweifarbigen Bändchen für unter 18 und über 18-jährige wussten 2009 die Helfer im Ausschank sofort Bescheid. Dennoch wurden im Festzelt bei über 1200 Besuchern vereinzelt alkoholisierte Jugendliche angetroffen. Kurzum: „Das Kreisjugendamt hat die gesamte Situation auf dem Zeltplatz moniert und machte uns unmissverständlich und in aller Schärfe deutlich, dass wir auch als Hausherr Verantwortung tragen und in der Pflicht sind, wenn beispielsweise die Betreuer der angereisten Vereine ihre Aufsichts- und Sorgfaltspflicht Jugendlichen gegenüber vernachlässigen“, erklärte Wilhelm. Die Reichweite dieser Konsequenzen sei dem HSV bis dato nicht bewusst gewesen.

 Künftig werden erstmals alle Besucher, Kinder, Jugendliche und Erwachsene Bändchen in drei verschiedenen Farben tragen. „Das fordern wir allen Gästen unserer Zeltstadt während des gesamten Turniers ab“, unterstreicht Becker. Zudem werden alle Jugendlichen und Betreuer namentlich samt Handynummer erfasst und müssen eine Hausordnung gegenzeichnen. „Wir entlasten unsere Schultern und vergegenwärtigen allen Betreuern und Eltern ihre besondere Verantwortung“. Hauptkommissar Karl-Heinz Reinhard von der Drogen- und Suchtberatung berät und schult  HSV-Helfer und Personal. Das herrliche Ambiente in freier Natur an der Nahe mit idealen Freizeitbedingungen in Schwimmbadnähe, der Schul- und Saisonabschluss und meist schönes Wetter haben das Felketurnier so attraktiv und beliebt gemacht: „Wir stehen unter besonderer Beobachtung der Durchführungsbestimmungen und müssen in einer Vorreiterfunktion mit gutem Beispiel vorangehen“, wissen die HSV-Verantwortlichen. Der klassische Handballsportverein mit 650 Mitgliedern sei ein Familienverein mit 17 eigenen Jugendmannschaften. 

  „Harte und mitgebrachte Alkoholika, Wildcampen für Gruppierungen, die mit dem Handball nichts zu tun haben und uns Stress machen, wird es nicht mehr geben“. Das Hausrecht werde künftig konsequent umgesetzt. Sollten Mannschaften keinen Betreuer haben und rein gar nichts mit dem Handballspiel zu tun haben, wird diese Gruppe des Platzes verwiesen. Erneut werde auf HSV-Kosten Security eingesetzt. Mit deren deeskalierender Präsenz habe man gute Erfahrungen gemacht. Auch dem neuesten Trend, dass Eltern Aufsichtspflicht anhand von Internet-Ausdrucken an Dritte delegieren, soll ebenfalls ein Riegel vorgeschoben werden. Dem Kreisjugendamt missfällt, dass hier über die Stränge geschlagen wurde. Es gehe darum, als Veranstalter Zeichen zu setzen, und nicht das Saufen vorzuleben! Von den neuen Regelungen und Verhaltensformen werden alle partizipieren, sind sich die HSV-„Macher“ sicher. Eltern seien froh, wenn sie sorglos Kinder dem HSV anvertrauen können. Rund um die Felkestadt zählt das Turnier als Mega-Veranstaltung, bundesweit rangiert es unter den „Top-Ten“. Mehr als die Hälfte der über 200 Gastmannschaften nimmt an den zwölf Jugendturnieren teil. Insgesamt werden weit über 3000 Gäste erwartet. Weit über 300 Spiele werden auf Rasenplätzen auf der Staarenseite auf zwölf Handballfeldern absolviert, über 200 Helfer, sogar Schiris aus Luxemburg, sind im Einsatz. Sonntags spielt die Big-Band des Stadtmauergymnasium Bad Kreuznach zum Frühschoppen, am Nachmittag kommt Jo Deckarm zur Übergabe seines Pokals. Neu: Freitags am 4. Juni trägt der Förderverein unter Regie der „Grün-Weißen Panther“ die erste offene Boule-Stadtmeisterschaft aus.



5.Frühlingsmesse „Ganz besonders SooNahe“ mit den Erlebnistagen war Erfolg!

BAD SOBERNHEIM.  Der Marktplatz wurde zur Infobörse, weil Conferencier Carsten Dierks Stände vorstellte und Interviews führte. Als Soonwaldfee Daniela Groß und Naheweinprinzessin Christiane Koepernik mit Rainer Lauf das bunte Treiben eröffneten, richtete auch Klaus Nieding als Vorsitzender der Kreis-Jägerschaft Grußworte an Gäste und Aussteller: Wald und Wild zählten ebenso wie Felkekur und Wellnessangebot, Wein und Wandern, Tourismus und Gastronomie, zu den ganz besonderen Highlights der Region. Die Bläsergruppe Hellberg Kirn und Bad Kreuznach gab zum Auftakt vor dem Rathaus ein geschlossenes und gutes Bild ab.

Nr 2329: Die Kur-Apotheke bot Dienste rund um die Gesundheit an Bild 2330: Ebenso Petra Renner-Weber als qualifizierte Ernährungsexpertin! Bild 2331: Biene Summi war früh` im Jahr mit Roten Rosen unterwegs.

Geschäfte der Innenstadt trugen mit Preisrätseln, Mitmachaktionen oder findigen Ideen zum  Messeerfolg bei. Mitorganisator Dr. Rainer Lauf brachte es im Gespräch mit dem Moderator auf den Punkt: Die Gemeinschaftsveranstaltung als Leistungsschau sei rundum gelungen, daran ließ Lauf keinen Zweifel: „Alles verlief super. Es gibt eine Neuauflage“. Angenommen wurde das Angebot der Kurhäuser. Die Hängematte bei Menschels Vitalresort neben dem brandneuen Pavillon war stets von Kindern dicht umlagert. Gleich daneben ließen sich Alt und Jung gerne die Hände am Stand des Kurhauses Bollant massieren. Auch der „Maasberg“ durfte nicht fehlen: Golflehrer gaben auf einer Mini-Anlage beim „Schnuppergolfen“ Tipps, wie richtig eingeputtet wird. Mitte Mai ist auf dem Maasberg ein Erlebnistag angesagt. Vollzählig im Einsatz waren die Mitarbeiter der Kurapotheke um Dr Ekkehard Clauß, gaben beim Blutdruckmessen wertvolle Gesundheitstipps. Auch eine Vielzahl privater Experten wie etwa Michaela Haas und Tochter Caroline, die Kopfmassagegeräte gegen Stress, Verspannungen und Nervosität anboten, waren mit von der Partie. Ständig dicht umlagert war ein Gemeinschaftsstand, wo die TV-bekannte und gebürtige Kirschrother Ernährungsexpertin Dr. Petra Renner-Weber Bekannte traf und Infos gab, in wieweit gesunde Ernährung Krankenkassen bezuschussen. Jürgen Simon als „Kontakter“ der „SooNahe“- Produktpalette strahlte übers ganze Gesicht: Die Imagewerbung laufe optimal, sämtliche Produkte seien sowohl in der Schatzkammer wie auch im neuen Innenstadt-Zentrum erhältlich. Volle Einzelhandels- und Sportgeschäfte verzeichneten große Nachfrage nach Freizeit- und „Outdoor“- Ausstattung. Der Eine Welt Laden der Kirchengemeinde war dabei, die Tschernobylhilfe verkaufte an der Sparkasse Waffeln. Im Reisebüro freuten sich die Bromanns über großen Zuspruch, als Stelzenmann und Zauberer „Panturio“  auftauchte. Lediglich eine Reise musste aufgrund der Island-Aschewolke storniert werden, Kurzurlaub oder Kreuzfahrten liegen voll im Trend. „Die neue Marktmeisterin Monika Haudel macht einen guten Job“, dies hörte man in den sehr gut frequentierten Eisdielen und an voll besetzten Tischen im Freien öfters. Sowohl der „Bauspar-Fuchs“ wie auch die Biene Summi der Rhein-Zeitung waren unterwegs, die Biene überreichte an die Besucher Blumen. Der Rikscha-Shuttle-Service als originelle Idee und Verbindung zwischen dem bunten Treiben in der Innenstadt mit dem Messezelt auf dem Johannisplatz war in vollem Gange, geriet nur durch die menschenvolle Großstraße oder wegen Erschöpfung der Pedaltreter teils ins Stocken. Und das Fazit im Messezelt? Hier warb die VG- Bad Sobernheim mit dem Barfußpfad. 22 Aussteller legten den Schwerpunkt auf Haus, Hof und Garten, regenerative Energien, Heizen, Wohnen und Leben: „Alle können mit dem Besuch heut` zufrieden sein. Wir säen und säen, und vertrauen darauf, dass die Saat aufgeht“, strahlte am Sonntagabend Ingenieur Marcus Metzler von der Firma Albrecht. „Präsent sein, Mitmachen, Rede und Antwort stehen“ war auch das Resümee von Gewerbekundenberater Friedrich Kreuzer von der Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück eG, während der neue Bad Sobernheimer Geschäftsstellenleiter Jürgen Steuerwald in Kundengespräche vertieft war.



Generationswechsel in der Kupferkanne

BAD SOBERNHEIM. Nach monatelanger Umbauphase öffnet das Restaurant „Kupferkanne“ in der Berliner Straße 2 am 1. Mai wieder seine Pforten. Eine offizielle Einweihung soll Ende Mai nachgeholt werden. Über die Woche war die „Kupferkanne“ in der Berliner Straße noch eine große Baustelle: „Heller, freundlicher und zeitgemäß“ soll sie werden, Fußboden und Theke sind wie sanitäre Anlagen und das gesamte Inneninterieur neu, und auch ein neues Firmenlogo wird es geben.

Bilder 2308 / 2309 Mai 2010

Nach 34 Jahren im Gaststättengewerbe übergibt Gerhard Wahl und seine Frau an Sohn Patrick. Viele Jahre war Wahl Sprecher des örtlichen Hotel- und Gaststättenverbandes. Er betrieb fünfeinhalb Jahre die Monzinger Festhalle, bevor er 1981 die „Kupferkanne“ eröffnete. Am 1. Mai übernimmt nun Sohn Patrick (36) mit Lebensgefährtin Doreen Laabs nach 20 Wanderjahren und will hier sesshaft werden. Sohn Mika ist sechs Monate. In Freudenberg im Schwarzwald geboren, lernte Patrick Wahl in Frankfurt direkt am Main in Stadtmitte im Weinhaus „Brückenkeller“ Koch. Nach dem Wehrdienst im Offiziersheimkasino auf dem Bad Sobernheimer Dörndich zog es ihn für zwei Winter- und eine Sommersaison ins Hotel Post nach Lech am Arlberg. Dies ist die Winterresidenz der niederländischen Königin Beatrix, die er unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen bekochte: Security Personal schaute in die Kochtöpfe. Das „Fäßle“ in Stuttgart, Frankfurt und das Schloss Reinhartshausen in Eltville-Erbach im Rheingau waren weitere Stationen. 

Von dort ging es ins Wellness- und Golfhotel Schmallenberg ins Sauerland, wo er seine Partnerin Doreen Laabs kennen lernte. Sie hat einst im „KdW“ (Kaufhaus des Westens) gelernt. Als Köchin arbeitete sie in ersten Adressen in Husum, am Timmendorfer Strand, in Krefeld sowie mehrere Jahre in einem italienischen Gourmetrestaurant in Königstein im Taunus. Als eingespieltes Team arbeiten beide gemeinsam zuletzt im Nassauer Hof in Wiesbaden, im Hotel „Nägler“ in Oestrich-Winkel sowie im Schloßhotel „Monrepos“ in Ludwigsburg als Küchenchefs. Zwischendurch absolvierte Patrick Wahl in Wiesbanden die Prüfung zum Küchenmeister. In der Felkestadt wollen die beiden ihr erfolgreiches Wirken fortsetzen und sehen die Übernahme der Kupferkanne aus Herausforderung. Neben Weinen aus der Region wurde das Angebot mit internationalen Rotweinen ergänzt. Die Speisenkarte bietet deftig-regionale Küche mit mediterranem Einschlag. Es wird Schweinefilet am Spieß mit Gnocchi, vegetarische Leckereien, und als Besonderheit geschmorte Ochsenbäckchen geben. Sonntags-Brunch ist angesagt und natürlich bleibt auch das Oktoberfest im Programm. Besonders ruhig kann man im Biergarten sitzen, es gilt die gleiche große Karte und wird das volle Programm wie im Restaurant serviert. Jeweils 60 Plätze gibt es drinnen und draußen.


   BAD SOBERNHEIM. April 2010. Herzzerreißender deutscher Edelkitsch, himmlisch schön zum schluchzen und zum mitweinen gelesen und gesungen. So stand es auf der VHS-Einladung  mit Josephine Tibackx, die ihre Gäste im vollbesetzten Haus des Gastes im Marumpark auf eine literarisch-musikalische Zeitreise mitnahm. Taschentücher gabs gratis.  Aber ganz so schlimm war es dann doch nicht. Auch wenn das 1,34 Meter große, aus Funk und TV bekannte Temperamentbündel Josephine Tibackx, besser bekannt als die kleine Päpstin, mit ihrem Pianisten angenehm überraschte: „Wie werde ich richtig ohnmächtig? Wann ist ihr Liebster zuletzt mit einem Strauß Roter Rosen anbetend vor ihnen auf die Knie gefallen?“. Dies sei in Internetzeiten völlig abhanden gekommen, antwortete VHS-Gastgeberin Simone Kehl. Höchstens drei Buchstaben Hdl („Hab dich lieb“) oder LG für Liebe Grüße sei, wenn überhaupt, habe sich als Umgangsform etabliert. Der Vortragssaal war dank zahlreicher Sponsoren stilgemäß mit prächtigen (Kunst-) Rosengebinden im Stile der 1930-er Jahre dekoriert, und wurde für 90 Minuten zum kleinen aber feinen „Castel Gandolfo“.

 Das Einzige was echt war: Eine prächtige Rose, die Hilde Hößler der kleinen Päpstin überreichte. Begegnet man ihr in der Stadt mit Knollenselleriehütchen, schmückte eine rote Windel mit eingenähtem Glitzer von einer Türkeireise aus den 1960-er Jahren das Haupt der extrovertierten Künstlerin. Als Zugabe schmökerte sie aus ihrem Buch aus Kemal Atatürks Reich. Träumereien, Lust und Leidenschaft, Fantasien aus Liebes- und Groschenromanen zwischen 1816 und 1933 las sie. Man schrieb sich hingebungsvoll in pathetischem Wortschwall intimste Liebesbriefe. Schöngeistige Poesie klang zuweilen göttlich kitschig. Bekannteste Autorin: Hedwig Courths-Mahler. Bei „Mäcki war ein Seemann und kein Hafen war ihm fremd“ sang sie aus dem Film „Tanzende Sterne“ den Einsteigerboogie. Der Kölner Express sagte der Päpstin  einen strahlenden Sopran nach. Partituren aus dem Film „Ich und die Kaiserin“ von Friedrich Hollaender hat ihr felkestädtischer „Tastenlöwe“ am Flügel, Vitezslav Pokora, exklusiv umgeschrieben. 

Auch er ein exzellenter Virtuose seines Metiers, der schon viele Stars und Sternchen begleitete und mit einem Mix aus Operetten, Musicals und Filmmelodien begeisterte. Ganz stark „Carmen“: Ein Paso doble aus dem Film „Einbrecher“. Der Evergreen „Irgendwo auf der Welt“ im Foxtrott-Stil, wo sich die beiden Fensterputzer Willy I (Willy Fritsch) und Willy II (Willi Forst) in die von Hollywood träumende Zirkusartistin Jou-Jou verlieben, ist der Künstlerin in jeder Facette in lebendiger Erinnerung. Das ist ganz der Stoff, aus dem Träume und sentimentale Gefühlsduseleien, oder liebreizende Romanzen gesponnen werden. Selbst träumte die kleine Päpstin einst vom Zirkusleben, wuchs mit blühender Phantasie und viel Selbstbewusstsein in einem Drei-Mädel-Haushalt im Köln der Nachkriegszeit auf. Im Tango „Du bist nicht die erste“ aus dem Komödien- Spielfilmklassiker von 1930 „Ihre Majestät die Liebe“ schmolz sie in musischen Erinnerungen geradeso dahin, wie Butter in der Sonne. Wünsche und Ziele hat sie klar definiert: Von Thomas Gottschalk hätte sie gerne bei „Wetten dass“ den roten Teppich ausgerollt…  (Bilder 2297 + 2298- April 2010)



BAD SOBERNHEIM. Liederkranz wählte und ehrte!  Acht Jahre lang bis 2008 war Günter Hill Vorsitzender, 45 Jahre hat er im Vorstand aktiv mitgewirkt. Vor 57 Jahren als 15-jähriger Bub begann er mit dem Chorgesang bei der Monzinger Sängerlust. Mit einer Ehrenurkunde für 50-jährige Treue zum Liederkranz wurde Karlheinz Schneider geehrt. Vor 56 Jahren kam der Heddesheimer Bub in die Felkestadt. Er singe im Weinberg so laut, dass die „Rebläus` all Richtung Nußbaam fortlaafe“ war der 76-jährige humorvoll in seinem Element und erzählte Storys aus der Jugendzeit und eine Anekdote nach der anderen. Etwa als Altbürgermeister Janneck ihm zwei Rebläuse im Wingert totfuhr und der sich dafür entschuldigte. Oder wie sehr beliebt Komponist Rudolf Desch war, und besonders seine Weinlieder bei geselligen Anlässen in der Stadt ankamen. Übrigens sei der Urgroßvater seiner Frau im Gründungsjahr 1853  20 Jahre lang erster MGV-Liederkranz Vorsitzender gewesen. Dies sei ausdrücklich kein Scherz, manifestierte der Senior. Öfters singe er dankbar im Weinberg dem Herren ein Lied, was wiederum Liederkranz-Dirigent Gerhard Wöllstein auf den Plan rief, ihn einmal näher zu belauschen um ihn für den Chor zu reaktivieren. Schneider gab freiwillig eine Runde. 

Günter Hill wurde während der Jahreshauptversammlung des MGV Liederkranz zum Ehren-Vorsitzenden ernannt. Der 72-jährige zeigte sich „überrascht und sprachlos“. Vorsitzender Dieter Zimmermann hielt die Laudatio „für einen überaus beliebten Sänger“ und würdigte die außerordentlichen Verdienste seines Vorgängers in höchsten Tönen. Alle anwesenden Sangesbrüder erhoben sich und klatschten laut Beifall. Vorsitzender Dieter Zimmermann (von links) überreichte Karlheinz Schneider (mi.) für 50 Jahre Treue eine Ehrenurkunde und ernannte seinen Vorgänger Günter Hill zum Liederkranz Ehren-Vorsitzenden. (Bild 2296- April 2010)



8 Mill.€ bei Innenstadtprojekt bewegt- REWE-Neubau eröffnet

 Der Abriss der Melsbach-Brache, die Freilegung der Disibodenberg- Kapelle, der Neubau und die Eröffnung des Innenstadt-Zentrums mit feierlicher Schlüsselübergabe am Montagabend, 19. April 2010, fand damit seinen Abschluss, und war das beherrschende Thema über Jahre in der Felkestadt. Nur solch ein überdimensionierter Schlüssel passte ins Schloss des neuen „Kundenmagneten“ Innenstadt-Zentrum: Marktleiter Klaus Reinhard (von li.), Bauunternehmer Bruno Schneider, Investor Reinhard R.P. Milferstedt von der Immobilien Treuhand Mainz, Inhaber Mike Greuloch, REWE-Verkaufsleiter-West Joachim Bolz und Chefin Andrea Greuloch.

   BAD SOBERNHEIM. 300 geladene Gäste, Mitarbeiter, Geschäftspartner aus Industrie und Wirtschaft, Planer sowie kommunale Mandatsträger strahlten und kamen zur obligatorischen Schlüsselübergabe an den Rewe-Markt. Öffentliche Mittel eingerechnet, wurden hier acht Millionen Euro bewegt. Sowohl Bauunternehmer Bruno Schneider wie Investor Reinhard R.P. Milferstedt dankten für die unfallfreie Bauphase und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Alle hätten an einem Strang gezogen. Es habe zwar schlaflose Nächte gegeben, aber beide äußerten sich „Stolz und Happy“ darüber, ein Mammutprojekt zu einer punktgenauen Landung geführt verholfen zu haben. Jede andere Stadt wäre glücklich, solch ein fußläufig erreichbares Innenstadtzentrum mit attraktiven Angeboten, Cafes und Parkplätzen in neu erbauten, energieeffizienten Vorzeigeobjekten präsentieren zu können.

Bild Nr 2292 (ganz oben) + 2293 oben: Feierlaune im neuen REWE- Markt  Bild 2294: So sah einst der Platz aus, wo heute der Rewe-Markt steht Bild 2295: Für die Regionalmarke "Soo-Nahe" wirbt Mike Greuloch (re.)

 „Danke, dass ihr für mich gebaut habt!“, rief der 38-jährige Inhaber Mike Greuloch bewegt aus. Er dankte seinen 40 engagierten Mitarbeitern, die über sich hinausgewachsen seien. Der Unternehmer selbst habe viel investiert und sei nach seinem Lebensmotto „In der Ruhe liegt die Kraft“ stets Fels in der Brandung gewesen. Marktleiter ist das felkestädtische Urgestein Klaus Reinhard, der sein Metier einst bei „Top Markt“-Kaufmann Helmut Kochendörfer von der Pike auf gelernt hat. REWE- Konzern Verkaufsleiter Joachim Bolz erklärte, man halte am modernen vier Säulen-Konzept fest: Qualifizierte Mitarbeiter, Frischeorientierung, breites Sortiment bei niedrigem Preiseinstieg und inhabergeführte Erlebniseinkaufsmärkte. So wurde bei der Schlüsselübergabe von der Bäckerei „Die Lohners“ frisches Backwerk gebacken, während sich vor dem Markt der Spießbraten am offenen Feuer drehte. Dafür sorgten Helmut Hehner und Thomas Wolf vom Regionalbündnis: „SooNahe“ war mir noch nie so nahe, dankte Vorsitzender Dr. Rainer Lauf dafür, dass heimische Produkte in seiner Nachbarschaft kein Nischendasein fristen und an zentraler Stelle optimal präsentiert werden. Für die Stadt gratulierte Dr. Felix Welker. Unter die Vielzahl von Präsenten und Glückwünschen sowie Blumensträuße zur Eröffnung oder Spenden für die Bad Sobernheimer Jugendarbeit mischten sich auch Gisela Euler und Stefan Klußmeier, die namens der Werbegemeinschaft „So Aktuell“ Glück und Erfolg wünschten.



Freilichtmuseum hat viel zu bieten!

April 2010: JHV- Eröffnung - Umbau - Ostereiernestersuchen und Pflanzentag

BAD SOBERNHEIM. In der vollbesetzten Museumsgaststätte hielt der Freundeskreis Freilichtmuseum seine Mitgliederversammlung ab. Vorsitzender Rolf Kehl nannte bei der Vorstellung des Etats und der Jahresplanung 2010 den 817 Mitglieder zählenden Förderkreis als das Rückgrat des Museums und dankte für vorbildlich Geleistetes. 

Bild 2278: Leiter Dr.Michael Schimek zeigt neue Schilder...

Bild 2279: Die Kapelle Linz-Ockenfels am Wegkreuz in blühender Farbenpracht... Bild 2280: Thementage locken die Besucher in Scharen ins Nachtigallental

Kehl ließ die Aktivitäten Revue passieren, besonders gelungen dank Sponsoren sei dabei die Umsiedlung eines Trafoturms aus Zellertal/ Pfalz: Dieses Exponat stehe im Museum wie seit ewigen Zeiten und gebe eindrucksvoll Auskunft über die Elektrifizierung des ländlichen Raumes. Man habe zudem in eine Besucherleitsystem und die Kegelbahn investiert: „Zuweilen knirscht es, aber wir ziehen in eine Richtung und an einem Strang. Der Blick ist nach vorne gerichtet“ gab Kehl die Richtung vor. Die Versammlung gratulierte dem anwesenden Emil Lenhart zum 89. Geburtstag. Nach dem Besucherknick 2008 durch die Landesgartenschau in Bingen habe man im vergangenen Jahr mit 60.320 Besuchern diese „magische Hürde wieder genommen“. Dr. Michael Schimek nannte die ständigen Aktionen ebenso wie die neuen „Kinderaktivführungen“ vorbildlich und museumspädagogisch sehr wertvoll. Als „nachhaltige Verstärkung“ seien seit August Museumspädagogin Monika Ebers, die wissenschaftliche Volontärin Sabrina Mehler und Nicole Gaber (freiwilliges ökologisches Jahr) neue Mitarbeiterinnen. Der Eingangsbereich der einstigen Dreschtenne sei ab Januar umgestaltet, die Optik einladender geworden. Neu ist, dass der Museumsladen mit Blechspielzeug und nostalgisch-historischen Sachen von den Kassenleuten unter der Prämisse „soweit wie möglich“ mitbetrieben werden soll (wir berichteten). Ehrenamtliche Kassenhelfer werden gesucht, für diese „Anschubfinanzierung“ stellt der Freundeskreis 4000 Euro zur Verfügung. Die Mitgliederverwaltung sei effektiv optimiert und vernetzt worden. Schatzmeisterin Ursula Woschitz trug den um 17.000 auf  83.775 Euro gesunkenen Kassenbericht vor. Alles Geld sei sinnvoll investiert, die Projekte hätten eine gute Entwicklung genommen, bestätigte Revisor Andreas Steeg, der Vorstand wurde auf Antrag von Horst Barth einstimmig entlastet. 50.000 Euro bilden eine Investitionsrücklage für Unvorhergesehenes, 15.000 Euro aus dem Freundeskreisetat sollen in bauliche Maßnahmen fließen. Hierbei ist besonders an die Scheune aus Heiligenroth vis-a-vis der Museumsgaststätte gedacht, deren Wände in Lehm ausgebaut und das Dach mit Stroh eingedeckt werden soll. Exklusiv werde damit ein Zeitfenster noch vor dem eigentlichen Bau um1676 geöffnet, freute sich der Museumsleiter. Weitere Priorität 2010: Der „Willi Faber-Anbau“ als Lagerraum für die Küche an der Kegelbahn soll im Sommer Gäste zum Verweilen anlocken, sowie das Besucherleitsystem: Hier sind in einem ersten Schritt 35 Masten mit über 120 Schildern, teils viersprachig, sowie mit Piktogrammen geplant. Nach dem Erhalt des Landeszuschuss werden in einem weiteren Schritt die Häuser erklärt. Priorität hat im Sommer und Herbst eine so genannte Translokation, der Umzug und Aufbau der Töpferei Mecking aus Bockenau, deren Kosten mit 200.000 Euro zu Buche schlagen. Joachim Gruber aus Münchwald hat ein Erbe in Höhe von 43.000 Euro zweckgebunden dazu vermacht, die authentische Originalität soll gewahrt bleiben. 



 Am ersten Ostertag lockte das Osternestsuchen ins Nachtigallental!

Bild 2281: Hurra, fündig geworden... Bild 2282: Im Heilkräutergarten... Bild 2283: Eierfärben leichtgemacht...

BAD SOBERNHEIM. Die Parkplätze am Museumseingang waren proppenvoll, Im Winterburger Tanzsaal verwöhnte sozusagen eine Außenstelle der Gastwirtschaft Vida-Leister mit einer Kaffeetafel. Schon früh heizten die Bäcker den Museumsbackofen mit ofenfrischem Brot an und legten auch ein Schokobrötchen in die 250 Osternester. „Mehr geht nicht, organisatorisch stoßen wir an Grenzen. Wir müssen auch Helfer finden, die bereit sind, sich an den Ostern einzubringen“, sagte Museumsleiter Dr. Michael Schimek. Über ein Dutzend „Osterhasen“ und die Museumspraktikantinnen waren im Einsatz. Während Joachim Fritsch den Historischen Museumsbus steuerte, versah seine Frau Jutta Dienst im Museumslädchen am Eingang. Einen wahren Ansturm meisterten Birgit Weber und Inge Kappes an der Osternesterkasse. In mehreren Bereichen des Hunsrück-Nahe-Dorfes wie dem alten Posthaus von Rapperrath, dem Haus Bickenbach oder der Pferdsfelder Scheune waren die Nester versteckt, oder standen in der Schmiede auf dem Amboss, dem Schleifstein, auf Fensterbänken, der alten Postkutsche oder allen möglichen landwirtschaftlichen Utensilien. Dutzende waren rund ums Sägewerk versteckt. In den Gärten mit dem ersten Frühjahrstrieb und den Osterblumen gab es überall die schönsten Fotomotive zu entdecken. Michael Schimek und Nina Henning hatten alle Hände voll zu tun, und gaben auch vielen Einheimischen oder Felkestädtern bereitwillig Auskunft über die baulichen Maßnahmen und Veränderungen vor allem im Eingangsbereich. Handwerker demonstrierten ihre Künste. Erstmals boten die beiden Bad Kreuznacher Andrea Wagner und Jens Neumann im Haus Weinsheim kostenlos Ostereierfärben mit natürlichen Pflanzenfarben an. Zwiebelschalensud stand dazu auf dem alten Herd, für Motive auf den Eiern brachten die Kinder meist Kleeblätter oder andere interessante Dinge mit. Das Ingrediens der schwarzen Stockrose war eine weitere Tinktur, ebenso wie „Cochenille“. Grundstoff sind getrocknete weibliche rote Schildläuse, die überwiegend auf Kakteen in Mexiko oder Lanzarote vorkommen, und die eine einzigartig rote Farbe auf die Eierschalen zauberten. Hinterher konnten die Kinder ihre gefärbten Unikate noch mit einer Speckschwarte abreiben und so ihre exquisite Erinnerung zum Glänzen bringen. 


STEINHARDT: Zu einem geselligen Nachmittag der besonderen Art unter dem Motto „Freude am Gesang“ lud erstmals der Gemischte Chor Steinhardt ins Sängerheim ein. 

 

  „Vom Zusammen singen wir“ und die „Gedanken sind frei“ gaben musikalisch die Gastgeber die Tageslosung vor. Die Idee dazu hatte Dirigent Josef Stenzhorn. Bei Kaffee und Kuchen im angeregten Plausch in lockerer Atmosphäre war der Allzweckraum gut gefüllt, wurde der Nachmittag zu einer Werbung für den Chorgesang. Im Vorfeld dazu wurden jede Menge Lieder geprobt, aber am Ende des Tages resümierten Dirigent und 30 aktive Steinhardter gleichermaßen: „Aus Stress ist Freude geworden!“. In drei Blöcken präsentierte der 1926 gegründete Chor traditionelles Liedgut, fröhliche Weinlieder und zeitgenössische Musik, etwa von Reinhard Mey oder Toni Christi. Beim musikalischen Nachmittag heimsten Henrike Simon und Kathrin Klippel für ein vierhändig gespieltes Klavierstück viel Beifall ein. Sie hatten bei Carolin Müller und in der Musikschule fleißig geübt. Zu Klavierbegleitung musizierte Sophia Klippel „My Heart Will Go On“ auf der Klarinette. Zwischen den Gesangsbeiträgen spielten am Klavier die beiden Jeckenbacher Mädels Marie Greulach und Laura Gießler in Josef Stenzhorns Musikschule erlernte Stücke. Acht Kinder proben mittlerweile wieder im 211 Seelen zählenden Steinhardt unter den Fittichen des Gemischten Chores Stücke wie „Tabaluga“ oder Lieder von Abba ein. (Bild 2255- März 2010)



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BAD SOBERNHEIM. Zum Thema 20 Jahre friedliche Revolution gastierte auf Einladung der Konrad Adenauer Stiftung Rainer Eppelmann im Kurhaus Dhonau bei BollAnt´s im Park. Der unscheinbar wirkende Mann, Jahrgang 1943, ist hellwach, geistreich und spitzbübisch humorvoll, eben „voll auf Sendung“: 

Bild 2181: Rainer Eppelmann im Gespräch mit Alfred Peetres bei BollAnts im Park. 2182: Die KAS war guter Gastgeber im Desch-Saal Bild 2183: Eppelmann, Karl-Heinz B. van Lier, Marita Ellenbürger und Ex- RLP- Landtagspräsident Albrecht Martin (v.li.)

Dachdecker und Maurer war er, Bausoldat der Nationalen Volksarmee (NVA), bevor er nach Theologiestudium Kreis-Jugendpfarrer wurde. Eppelmann ist der bekannteste DDR-Bürgerrechtler. Als Volkes Stimme des demokratischen Aufbruchs avancierte er vom Staatsfeind zum Parlamentarier. Noch während seinem Vortrag „Von der Bevormundung zur Selbstbefreiung“ attestieren ihm in der Felkestadt Zuhörer bei aller Bescheidenheit Charisma: Trotz gefürchteter Repressalien sei er ein mutiger Kämpfer für Menschenrechte und Freiheit gewesen, der im Schutze der Evangelischen Kirche den Mund aufmachte! Fragt man heute Gymnasiasten, wer Erich Hohnecker war, antworten 18 Prozent „ein alter Bandleader“. 19 Prozent halten Wolf Biermann ebenso wie Willy Brandt für einen „langjährigen Generalsekretär der SED in der DDR“. 33 Prozent der Schüler hätten keine Antwort auf den Unterschied zwischen Diktatur und Demokratie gewusst. „Für viele hört Geschichte mit dem 8. Mai 1945 auf“, erklärte Rainer Eppelmann jüngste Studien in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur. Nach wie vor kämpft er gegen das Vergessen und für Demokratie. Sie sei etwas Kostbares, Bewahrenswertes, notfalls auch ein zu verteidigendes Gut. Mit Freya Klier und Mitstreitern würde er gern ein elftes Gebot manifestieren: „Du sollst nicht vergessen!“. Und wer könnte dies besser vermitteln, als einer, der Diktatur am eigenen Leib erfahren hat? Sein gepflegter Berliner Dialekt (Vorfahren stammen übrigens aus Rheinhessen) und ein gradliniger Duktus fesseln die Zuhörer, Erlebtes klingt authentisch.   

 Rückblick: Wären die Panzer schon am 17. Juni 1953 in den Kasernen geblieben, währe schon damals die friedliche Revolution geglückt, sinniert Eppelmann das traumatische Ereignis, als sich Menschen unterhakten, um Panzer aufzuhalten: „Aber sie stoppten nicht, fuhren weiter“. Mucksmäuschenstill ist es im Rudolf Desch-Saal. Mit der Niederschlagung durch die sowjetische Besatzungsmacht wurden die bürgerlichen Ehrenrechte abgeschafft. Rainer Eppelmanns Stimme hebt an. 95 Prozent der Kinder sind als Pioniere SED-Organisierte, auch 95 Prozent Jugendliche. 50 Prozent mehr Leistung für gleichen Lohn wird eingefordert. Die Kirche wird infrage gestellt, der Alltag fremdbestimmt. Als „Abschied für immer“ prägt sich der Mauerbau am 13. August 1961 tief in sein Seelenleben. Dennoch hätten den „heiß geliebten Arbeiter-und Bauernstaat“ von 1945 bis 1989 vier Millionen verlassen, 1000 den Versuch mit ihrem Leben bezahlt. Dies dürfe man nie vergessen: „Die haben nicht auf Kaninchen geschossen, sondern auf Kinder, Frauen, Unbewaffnete!“. Und wie geht man damit um? „Wir wurden zu `Flüsterern`. Werft uns nicht vor, dass wir 40 Jahre brauchten, um Schreien zu lernen“ versucht er SED-Diktatur aufzuarbeiten. Man habe dank ARD und ZDF erst schwarzweiß und dann in Farbe in die deutschen Wohnzimmer blicken können, habe mit am Tisch gesessen. „Mann, jeht denen det awwer juuht“ war man neidisch. „Wahrt ihr soviel besser, fleißiger, klüger oder fantasievoller als wir?“, fragt er provokant zynisch. „Nee. Ihr hattet nur bessere Rahmenbedingungen, det war allet!“. 70.000 kamen zu Montagsgebeten zur Leipziger Nicolai-Kirche. Immer wieder beschwört er, dass die friedliche Revolution und Selbstbefreiung im maroden System vom Volke ausging. Eppelmann nennt Details, erinnert sich ganz genau an die „Nacht der Nächte“. Als er mit „Konterrevolutionären“ Schlagbäume  auf der Bornholmer Straße öffnete, Menschen nur das Wort „Wahnsinn“ kannten, kopfschüttelnd mit Tränen in den Augen zu Salzsäulen erstarrten, oder Wildfremde sich in den Armen lagen. Gleichzeitig fürchtet der „Große Bruder“ um sowjetische Soldaten in Kasernen, eine heikle Situation, zumal die westliche Welt gespalten ist. Welche Rolle hat Manfred Stolpe in der DDR gespielt, wird Eppelmann gefragt: „Eine bessere als danach“ kommt die Antwort knallhart. Am 9. November 1989 wird im Bonner Bundestag die dritte Strophe des Deutschlandliedes gesungen, die Grünen ziehen aus. Nur im Nachhinein weiß Eppelmann „dankbar und stolz“, wie er bekennt, dass allein dieses kleine Zeitfenster blieb. Deshalb will er beim besten Willen nicht dem Meddersheimer Ex-Kommodore Hans-Peter Koch beipflichten, der zwei Jahre Aufschub zur „innerbetrieblichen DDR-Aufarbeitung“ für besser hielt: Denn da gab es schon die Sowjetunion, Gorbatschow, Glasnost und Perestroika nicht mehr…. 



 Die Bad Sobernheimer ließen auf ihren 13.Umzug nichts kommen, soviel steht fest: Tausende Zuschauer säumten gestern Nachmittag dicht gedrängt die Bahnhofstraße und feierten mit den Aktiven der 33 Zugnummern bei angenehmen Februar- Bedingungen ausgelassen Straßenfasenacht.

2186: Vorneweg marschierte OB Felix Welker und schenke reinen Wein ein! Bild 2187: Aber auch Häuptling ehl Schwarze Feder mit Stamm war da! Bild 2188: Merxheimer Schneider-Bau zogen als Wickinger ihr Schiff...

   „Dabei sein ist alles. Mitmachen eine treue Pflicht, ohnehin ist die 13 eine Glückszahl!“, gab der neue Vorsitzende des Fördervereins „Sowwerummer Rosenmontagszug“ Ralf Erbach die Devise aus, und schon auf dem Johannisplatz herrschte eine ausgelassen-fröhliche Stimmung. Stadtbürgermeister Dr. Felix Welker und seine holde Weiblichkeit Nadine führten den kunterbunten Lindwurm an. Zahlenmäßig stark präsentierte sich der Hunsrückverein und thematisierte die Schweinegrippe. „Hart aber herzliche“ Steinhar(d)ter Erbsen folgten, und die Staurummer Bachschnooge mit Livemusik und Mikro samt Animateur heizten die Stimmung am Straßenrand mächtig an. „Owwerverteler“ durften nicht fehlen, Kirschrother „Füchse“ grüßten als Wickinger ebenso wie das Merxheimer Schneider-Bau-Team in tollem Outfit mit Helmen den Rest der Welt: 50 Jahre HSV galt es zu feiern, und ein Frisurenteam aus der Großstraße firmierte „Hairstylistinnen“ einfach um in „Airstylistinnen“ und pilgerte frohgelaunt als „Lusthansa“-Stewardessen mit. Die Winterbacher Soonwaldschnuffler nahmen die Abwrackprämie aufs Korn: „Angie hat das Abwracken zum Fressen gern- aber der Aufschwung bleibt bis heute fern!“. Ganz klasse das mitfeiernde Publikum am Straßenrand: Über ein Dutzend Kulissenschieber stand als „König Kunde“ in wunderhübschen Königs-Kostümen in der Bahnhofstraße, gerne wäre Alfred Peeters ihr „Bodyguard“ gewesen, so hübsch anzusehen waren sie! Das gebürtige Kirschrother Urgestein Herbert Kistner stand mit Pappdeckel um den Hals „Bauer sucht Frau“ originell in Gummistiefel und mit Dreschflegel im Kuhweg: „Die Holzgabel ist 250 Jahre alt, und die habe ich selbst gezapft“, verriet er schmunzelnd augenzwinkernd allen betagten Damen, die sich für die Frohnatur interessierten! Als bekennender Fasenachter mittendrin Häuptling Rolf als „Schwarze Feder“. Dass er gut regiere, sehe jeder, stand in großen Lettern zu lesen: „Häuptling Rolf führt hier Regie – wir sind hoch motiviert wie nie!“ lautete die Botschaft der Schwarzfußindianer, dessen Häuptling  niemals zuvor so fest im Sattel saß: Am Marterpfahl war ein Pressevertreter gefesselt! Dass der Zug mit etwas „Hinterwasser“ begann, störte nicht wirklich jemand, niemand hatte es eilig: Sehenswert im Schneegestöber die ausschwärmenden Museumsbienchen mit dem alten, doppelbereiften Lanz-Bulldog mit Chauffeur Peter Rudl am Steuer, überhaupt gaben alle gruppen ein gutes Bild ab. Die Zuschauer ließen sich mitreißen von der netten und fröhlichen Atmosphäre. Nach dem Umzug ging die Party auf dem Marktplatz weiter, der neu gegründete Förderverein bewirtete die Gäste im Rathaus-Sitzungssaal und schuf so die Grundlage für den 14. Zug 2011.

Bild 2189: Den Zusachauern gefiels!  2190: Hairstylistinnen... zu Airstylistinnen Bild 2191: Peter Rudl mit Lanz Bulldog!

TEILNEHMER:  Mit von der Partie waren Stadt und VG mit Gruppen, Privatgruppe Eberwein, TSV Sweet Devils aus Staudernheim, ASV-Jugend, Fun-Company, Hunsrückverein, Funny Girls aus Winterbach, Gruppe Langguth, Kirschröther Füchse als Wickinger mit zwei Gruppen, Tullius, Blaue Jungs aus Merxheim, Toxic-Team (Wöllstein), HSV mit zwei Gruppen, Katjas Hexenkessel, Bäckerei Andre, die Winterbacher Soonwaldschnuffler, zwei Gruppen des Freilichtmuseums, Steinhardter Fußgruppe, Awo, Petras Haarstudio (Monzingen), Fußgruppe Köster und die Staudernheimer Bachschnooge, Colorado Express, Baufirma Schneider, eine Schinderhannesgruppe und der Pferdesportverein..



 BAD SOBERNHEIM. Die Deutung und die Erhaltung Sobernheimer Parzellen, Straßen- und Flurnamen ist seit Mitte der 1970-er Jahre erkannt worden. Gestern stellte ein Quintett im Bad Sobernheimer Rathaus die jahrelange Arbeit vor.

Die früheren Landwirte Karl Kurz und Herbert Kistner erinnerten an mehrere Flurbereinigungsverfahren, und dass in alten Kladden das heutige Bad Sobernheim als fruchtbares Agrarstädtchen mit Ackerbau-und Viehzucht, Wein- und Tabakanbau tituliert ist. Um 1900 gab es 200 Bauern. Die Senioren Heinz Schmitz und Werner Schneberger (hinten von links), sowie Karl Kurz, Historiker und Professor Wolfgang Stribrny und Herbert Kistner (vorne von links) stellten gestern im Rathaus ihre jahrelange Arbeit vor. (Bild 2180 - März 2010)

 Doch jene Flurbereinigungen mit zusammengelegten Parzellen sowie eine Marginalisierung der Landwirtschaft im öffentlichen Bewusstsein führten dazu, dass die alten Flurnamen zunehmend aus dem Sprachjargon verschwanden; - zudem erschwere „der schnelle Schwund des Dialektes zum Hochdeutschen hin“ jene Deutung vieler Namen. Gewässernamen sind die Ältesten Wegweiser auf der Landkarte, die überwiegende Zahl der Flurnamen ist mittelalterlich, stützte Professor Wolfgang Stribrny seine Aussagen auf die Grundlage rheinischer Flurnamenforschung. Der Leiter der Heimatwissenschaftlichen Zentralbibliothek in der ehemaligen St Wolfgang Kapelle in Bad Kreuznach, Jörg-Julius Reißig hat auf das Werk von Heinrich Dittmaier aus dem Jahre 1963 aufmerksam gemacht, die einen Blick in die Landschaft um das Jahr 1500 ermöglichte. Historiker erfahren einiges über die Nutzung des Waldes und der damaligen Landwirtschaft. Wassermühlen waren die ersten technischen Anlagen. Überraschend hoch der Anteil an Namen, die mit der mittelalterlichen katholischen Kirche zu tun haben und Aufschlüsse über die Frömmigkeit vor der Reformation ermöglichen. Nach intensiver jahrelanger Arbeit wurden auch alle Namen in den Unterlagen der Stadt erfasst: „Dass diese meist sehr alten Namen bis ins 20. Jahrhundert  gebraucht wurden, obgleich viele unverständlich waren, ist erstaunlich. Doch im 21. Jahrhundert werden sie in Kürze kaum noch benutzt, geschweige denn gedeutet und verstanden. Immerhin ist es uns gelungen sie zu Papier zu bringen und zu erhalten“, dies war Kernaufgabe der „älteren Semester Ü 70“, wie sich die fünf Senioren selbst nannten. Genau sind auf acht Din-A-4-Seiten Flurnamen, Gewässer, Landwirtschaft und Ackerbau, Mühlen und kirchliches Leben erfasst, auf acht weiteren Blättern werden über 70 Plätze und Wegenamen in der Felkestadt erklärt und gedeutet. Ursprünge liegen oft sehr tief in der Vergangenheit: So stammt beispielsweise der Bad Sobernheimer Hausberg nicht aus dem Keltischen, sondern ganz klar wurde der Domberg nach dem Mainzer Dom benannt. Das Mainzer Domkapitel und der Erzbischof war bis 1962 Stadtherr von Sobernheim und hat auch das Geld für die Matthiaskirche „zur Ehre Gottes und zum eigenen Ruhm“ bereitgestellt. Allein der Fronwingert („Fron“ bedeutet Herr) ist der einzig verbliebene Flurname des einst weit verbreiteten Weinanbaugebietes in der Felkestadt. Interessant auch „Im Wesentlich“: Wesen bedeutet Wiesen und „lich“ steht im Rheinland für Schilf. Es handelte sich also um verschilfte Wiesen an der Stelle, wo der vom Leinenborn kommende Hänerbach in einen alten Nahearm mündete. Die Nahe als „Die Wilde“ änderte mehrfach ihren Verlauf, der Grundwasserpegel war früher weitaus höher. „Stumbsrech“ ist kein amtlicher Straßenname, jedoch abgeleitet von einem alten Familiennamen und einem Grünstreifen. Die vornehme Wohnlage „Auf Mohren“ habe nichts gemein mit „Schwarzen Mohren“ oder Schuttabgängen (Muren) wie in den Alpen, vielmehr sei der Name von den Möhren und Gelbrüben abgeleitet. Spannend auch der „Torbach“, der in den 1820-er Jahren aufgrund preußischer Flur- und Katastervermessungen zum Dornbach wurde und bei der Stadtmühle, heute Papiermühle, verrohrt in den Mühlengraben fließt: Sein ursprünglicher Name („Thorbach“) leitet sich eigentlich vom Obertor ab. Der Staaren bedeutet in hiesiger Mundart dagegen noch immer „Am Gestade der Nahe“. Und da wo heute das Gebäude „Neues Leben“ entstehen soll, führte einst ein Weg zur „Sauhütte“, wusste Karl Kurz. Der städtische Beigeordnete Alois Bruckmeier dankte für das umfassende Werk, über das wir noch berichten und das gedruckt werden soll. Herbert Wenz regte bei dieser Gelegenheit an, die Stadtchronik fortzuschreiben.



Februar 2010: BAD SOBERNHEIM: „Aber bitte mit Sahne“: Nach gut zweimonatiger Zwangsrenovierung erfüllt das Cafe` Speh mitten im Herzen der Felkestadt im Arkadenhaus ab sofort wieder Kundenwünsche. „War das ein schöne Bescherung so kurz vor Weihnachten“ möchten Eigentümer Klaus Speh und seine überaus nette Verlobte Bettina Venter („Tina“) sowie die fünf Mitarbeiter gar nicht gerne zurückdenken: Ein Wasser-Rohrbruch in der darüber liegenden Wohnung im Arkadenhaus sorgte in der Nacht zum 15. Dezember 2009 für tiefes Entsetzen und verwandelte das Cafe am Musikantenbrunnen in ein Schwimmbad.

Bild 2170: Tina Venter und Besitzer Klaus Speh mit Ausstellungstorten.  Nr 2171:Zu Ostern gibt’s Präsent-Eier mit Pralinen gefüllt am Musikantenbrunnen Bild: 2172: Innenansicht mit großem Aquarium und einladendem Ambiente

 Wasser triefte von der Decke. Die komplette Einrichtung, Wände, Decke, Lampen, Teppichboden und Fließen, kurzum das gesamte Interieur, war in Mitleidenschaft gezogen, und musste komplett für rund 100.000 Euro erneuert werden. Bevor die Instandsetzungsarbeiten begannen, brummten erst einmal über die Weihnachtsfeiertag und Silvester wochenlang die Trocknungsgeräte. Konditormeister Klaus Speh und seine Eltern lobten in höchsten Tönen die zahlreichen und ausschließlich heimischen Handwerksbetriebe, die mit Hochdruck daran arbeiteten, dass am Mittwoch wieder eröffnet werden kann. Der Blick ist nach vorne gerichtet, die treuen Stammkunden, allen voran die aus Funk und TV bekannte „Kleine Päpstin“, Josephine Tibackx haben das beliebte Cafe` mit dem großen Aquarium sehr vermisst. Die Speh´s sind seit über vier Jahrzehnten in der Felkestadt in Sachen Konditorei und Cafe eine erste Adresse. Mitten in der Stadt am Musikantenbrunnen in Bahnhofsnähe ist das Cafe im Arkadenhaus über der Tiefgarage mit seinem einladenden und freundlichen Ambiente fußläufig sehr gut zu erreichen, weitere Parkplätze gibt es in unmittelbarer Nähe. Senior Horst Speh und seine Frau helfen an allen Ecken und Enden aus, wenn es wie in diesen Tagen notwendig ist. Der gebürtige Waldböckelheimer lernte im Bad Kreuznacher Cafe Kiefer die hohe Kunst des Konditorenhandwerks, bevor er 1968 in der Großstraße und dann in der Bahnhofstraße seine eigene Konditorei mit Cafe eröffnete. Auch Sohn Klaus hat das Metier von der Pike auf gelernt. Er übernahm den elterlichen Betrieb 1994 und zog 1997 in die Marumstraße 2. Höchsten Wert wird auf qualitativ hochwertige Rohstoffe gelegt, alle Produkte, Kuchen und Torten kommen aus eigener Herstellung. Das große Frühstücksangebot hat sich längst weit über die Grenzen der Felkestadt hinaus herumgesprochen und wird ganztags bereit behalten. 50 Plätze gibt es im Cafe, weitere 50 Plätze laden auf der Freiterrasse vor dem Musikantenbrunnen ein. >>>Öffnungszeiten: Montags bis freitags durchgehend von 8 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 7.30 bis 18 Uhr. An allen Feiertagen ist geöffnet, dienstags ist Ruhetag.  



FELKESTADT SPART SICH STEINREICH - NEUE LAMPEN  BIS 2015

BAD SOBERNHEIM. Energieeinsparungen und Effizienz bei ständig steigenden Kosten und das geflügelte Wort „Energieabzocke“ sind in aller Munde und das Gebot der Stunde. Dass auf diesem Sektor revolutionäre Erfolge und über 70 Prozent Einsparungen möglich sind, wurde Mitte der Woche dem Bauausschuss vor Augen geführt. In der Bad Sobernheimer Bahnhofstraße wurden vier alte Straßenlampen gegen neue „Hightech-LED“- Leuchten, jene Licht emittierende Dioden, ausgetauscht. Sozusagen als „Musterprojekt“ wurde vor Ort ein Langzeitversuch gestartet, bei dem Untersuchungen zu Energieverbrauch und Ausleuchtung gemessen werden. Aktiver Umweltschutz und Kostenreduzierung sind Hauptargumente für die neue Generation der Straßenbeleuchtung. Marcus Metzler von der Firma Albrecht und Bruno Schneider von der Merxheimer Baufirma Schneider haben gemeinsam mit dem Spanischen Hersteller „LidoLight“ ein neues Unternehmen gegründete das die LED Technik der Spanier sozusagen als Generalunternehmer in Deutschland vertreiben wird. Von hier aus sollen die Module ihren Siegeszug durch die ganze Republik antreten, ist erklärtes Ziel der Unternehmer. 

Hintergrund: Eine EU-Verordnung zwingt  Kommunen zur Kosteneinsparung! Für die Leuchtstofflampen T12, Natriumdampflampen (HPS) und Halogenmetalldampflampen, werden ab 2012 neue Grenzwerte festgesetzt. Bis 2015 geht es den Quecksilber- Dampflampen (HPM) und den Natrium- Dampfhochdruck-Plug-in (Retrofit-Lampen) zugunsten energieeffizienterer Leuchtmittel an den Kragen. Im Handel sind dann nur noch Leuchtmittel erhältlich, die vorgegebene Grenzwerte einhalten.

Spanische Delegation in der kalten und stürmischen Felkestadt: links Bürgermeister Dr. Felix Welker

Februar 2010: Bilder Nr. 2080- 2081

Marcus Metzler und Bruno Schneider erklären die  revolutionären Einsparungen der LED-Leuchttechnik

   Ein städtischer Ausschuss um Bürgermeister Dr. Felix Welker ließ sich bei Regenschauer und Sturmböen von Diplom-Ingenieur Marcus Metzler und einer dreiköpfigen spanischen Delegation aus Alicante informieren, sechs Jahre habe die Entwicklung gedauert. Die Hersteller machten Aussagen zur Robustheit des Kunststoffgehäuses, und weite Zugeständnisse bezüglich der Lebensdauer und Gewährleistung. Vor Ort wurde die Beleuchtungsstärke (Lux-Wert) gemessen, Leuchtkraft, Lichtkegel und Farbtreue in Augenschein genommen. Die Messphase läuft den ganzen Februar, Anfang März liegen die Ergebnisse vor. Werkseitig sind die Module vorprogrammiert. Besonderheit: Sie können so eingestellt werden, dass der Einstiegsverbrauch von 84 Watt nach vier Stunden kontinuierlich bis auf 33 Watt im Nachtbetrieb wie eine Art Dimmer reduziert und zurückgefahren wird. Zum Vergleich: Momentan verbraucht jede der 1126 städtischen Lampen 230 Watt, eine dauerhafte Einsparung von über 70 Prozent ist mit der neuen LED-Lampengeneration möglich. Erste Aussagen zu den Modalitäten wurden getroffen, sowohl Kauf wie Leasing mit Wartung sind möglich. „Eine überaus interessante Geschichte, damit wären wir auch nicht an einen Monopolisten als Anbieter gebunden“, resümierte Beigeordneter Alois Bruckmeier. Einziger Wermutstropfen: Die Bauausschussmitglieder hätten sich viel lieber die Leuchten im sonnigen spanischen Alicante nachts bei Flamenco und Pella, Sangria und Tequila angeschaut, als an einem nasskalten und stürmischen Abend in der Felkestadt.        



Gemütliche Winterwanderung der CDU von SOB nach Medd:

Wie in den vergangenen Jahren luden die CDU-Ortsverbände Meddersheim und Bad Sobernheim zur Neujahrswanderung in die Winzergenossenschaft Rheingrafenberg ein.  „Gutes winterliches Wetter ist bestellt“ stand auf der Einladung ganz gleich, an welche politische Couleur, aber die Christdemokraten blieben unter sich. Der Schneefall und unbestimmte Aussichten reduzierte die sonst teilnehmenden Hartgesottenen Läufer, und ließ die Wanderung zu einer Sternwanderung werden. Diese Gruppe um die Vorsitzenden Dr. Willi Grüntgens und Renate Weingarth-Schenk pilgerte zwei Stunden lang gemächlich ab dem Bad Sobernheimer Marktplatz am Mühlrad vorbei über den Radfahrweg nach Meddersheim, wo heiße Getränke, Weck und Würstchen warteten, und man vielfach „Prosit Neujahr“ hörte und alle guten Wünsche ausgetauscht wurden. 

Bild 2114- Januar 2010


BAD SOBERNHEIM. CDU wählte und ehrte! Der CDU-Stadtverband wählte während einer Mitgliederversammlung in der Kupferkanne Delegierte zur Nominierung der designierten Ministerpräsidentenkandidatin Julia Klöckner. In einer überaus harmonischen Versammlung wähnte sich der Vorstand euphorisch auf einem „sehr guten Weg“. Verdiente Mitglieder wurden geehrt und Weichen gestellt. Vorsitzender Dr. Willi Grüntgens strahlte: „Die Mitgliederzahl stieg um 12 auf 61, wir sind stärkste Fraktion im Stadtrat, was nie zuvor der Fall war!“, sagte er und nannte gewonnene Wahlen mit Kehl, Diel und Welker. Julia Klöckner habe erneut den Wahlkreis gewonnen und beste Chancen als Ministerpräsidentin. Dafür wolle man sich mit aller Kraft einsetzen und noch diese Woche eine Empfehlung schreiben. Schon in kürze seien zum Neujahrsempfang Anfang Januar Landeschef Christian Baldauf und Julia Klöckner in der Felkestadt zu Gast. Grüntgens wurde in durchgehend geheimer Wahl für eine dritte Amtszeit mit 30 Jastimmen als Vorsitzender des CDU- Stadtverbandes bestätigt, Stellvertreter sind Marita Ellenbürger und Dr. Jörg Maschtowski. Alle 34 Jastimmen erhielt der neue erste Schriftführer Ron Budschat, der das Amt von Christel Sax Schmitz übernahm, Versammlungsleiter war Helmut Blümel. Neue Kassiererin ist Stadträtin Anke Schumann. Zu Beisitzern sind Thomas Michel, Friedrich Wilhelm, Vera Willett, Klaus Schmidt, Axel Hill, Daniel Wolz und Rene` Bolhar gewählt, Kassenprüfer sind Hermann Seufert und Bernd Ahrend.

Geehrt für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Gerhard Schütte, Bernd Ahrend, Dr. Helga Hermberg-Dhonau und Peter Conrad. 40 Jahre ist Rolf Rothenberger Mitglied. Horst Barth wurde von Landrat Franz-Josef Diel die Goldene Ehrennadel ans Revers geheftet. Der 67-jährige gelernte Technische Zeichner ist echter „Sowerummer“, arbeitete vier Jahrzehnte lang in Mainz und war zuletzt Erster Beigeordneter der Stadt Bad Sobernheim.Wegen der bevorstehenden Landtagsnominierung wurden Delegierte gewählt: Dr.Willi Grüntgens, Marita Ellenbürger, Axel Hill, Friedrich Wilhelm und Ron Budschat, Ersatzdelegierte sind Thomas Michel, Daniel Wolz, Anke Schumann, Hannah Willett und Klaus Schmidt. (Bild 2051-Dezember 2009-rechts Horst Barth)

Mitglied Peter Conrad forderte stringent dazu auf, geplante Vorhaben der Landesregierung wie die Verantwortlichkeit des Waffenrechtes oder die Novellierung des Jagdgesetzes, die in Kommunen und VG-Gemeinden verlagert werden soll, zu unterbinden. Dieser „Unsinn“ müsse zum Wahlkampfthema werden: „Das treibt die Jäger zur Weißglut“. Für verbesserte Bildungschancen und Räumlichkeiten sprach sich Gymnasiast Daniel Wolz aus und nannte als Beispiel haarsträubende Mängel am „Stama“-Gymnasium in Bad Kreuznach, einziger Lichtblick sei das Konjunkturpaket II. Die desolaten Kreisfinanzen und der Kreishaushalt wurden zum Thema und sollen zu einem eigens anberaumten Bürgergespräch in der Felkestadt werden. Landrat Diel sprach von einem „Tal der Tränen“, einer nie da gewesenen Überschuldung: „Gänzlich aus dem Ruder“ liefen die Kosten für Hartz IV, die Sozialausgaben und Jugendhilfe. Steuereinahmen dagegen lägen exakt bei den Zahlen von 1999. Diel listete Mindereinahmen und Mehrausgaben (z.B. Realschule plus, Erhöhung Personalkosten Kindergärten) als Lücke und Fehlbetrag in zusätzlicher Höhe von 7,7 Millionen Euro Schulden ohne jede Gegenfinanzierungsmöglichkeit auf. Allein dies erfordere eine Erhöhung der Kreisumlage um 6,8 Prozentpunkte. Sein dringlicher Appell an die Stammtische: „Wir müssen uns rigoros von lieb gewonnenen Dingen verabschieden. Das geht bis hin zur kompletten Straßensperrung“, nannte er Beispiele.



BAD SOB. Im voll besetzten Kaisersaal präsentierte der Merxheimer Kinder-, Jugend-und Elternchor und die Geschwister Katharina und Matthias Bregenzer auf Einladung der Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück eG ein gut zweieinhalbstündiges Adventskonzert zugunsten der Aktion Benni & Co..Mit dem Liedtext „Ein Recht auf Leben“ begrüßte der Merxheimer Kinderchor im einladend und weihnachtlich dekorierten Kaisersaal. Nicht nur mit eigenen Kompositionen und lyrischen Texten wie etwa eingangs „Incomparable“ oder „The worst way“ wussten die überwiegend im Genre des akustischen Pops beheimateten Katharina und Matthias Bregenzer ihre Zuhörerschar von der ersten Minute an in ihren Bann zu ziehen, zu faszinieren und mitzunehmen.

    Auch weihnachtliche Gassenhauer wie etwa „Last Christmas“ oder „White Christmas“ von Bing Crosby scheinen den beiden wie auf den Leib und die Seele komponiert. Nicht nur gedanklich sangen alle Zuhörer bei „Leise rieselt der Schnee“ oder anderen Weisen mit. „Geschwisterliebe vom Feinsten“, Können und Hingabe zum Metier Gesang wurde einmal mehr als zauberhafte Symbiose musikalisch umgemünzt. Sechs Jahre lang bekam die Mediendesign studierende Katharina Bregenzer mit ihrer anpassungsfähigen, leicht verrauchten Altstimme bei Ramona Wöllstein Gesangsunterricht. Der Merxheimer Chorleiterin war es nach Babypause und intensiver Probenphase zweier Kinderkonzerte vorbehalten, im Duett mit ihrer einstigen Schülerin die Solistischen Passagen beim gemeinsamen Schlusslied „Breath of Heaven“ zu singen. Das Repertoire im ersten Teil mit beliebten Gospelmelodien wechselte nach der Pause zu vorweihnachtlichen Weisen. Kinderchor, Jugendchor und Elternchor brachten über 60 Stimmen auf die Bühne und standen teils ohne Notenblatt und keineswegs stocksteif um ihre Chorleiterin, die meist am Bühnen-Piano begleitete. Ausdrucksstark und feierlich sangen die Eltern im ersten Teil „Give glory to God“, fast schon meditativ wurde vom Elterchor das Lied „Laßt uns stille sein- es ist Advent“ geradezu zelebriert, und mit österreichischem Dialekt folgte eine gelungene Premiere:„Weit weit weg“.  Mimik und Gestik verrieten deutlich, dass schon die Kleinsten ebenso diszipliniert und voller Begeisterung mühelos dem fordernden Dirigat ihrer beliebten Chorleiterin folgten. Dazwischen blieb Zeit für von Kindern vorgetragenes Heiteres und Besinnliches. Am „Nikolaus“-Vorabend wünschten sich die „Jungs“ von Knecht Ruprecht in einem lustigen Lied einen „Schneidezahn“, Bravorufe und Sonderapplaus waren verdienter Lohn.  

Dezember 2009 Bilder oben 2036 und 2037 Die Volksbank war exzellenter Gastgeber Bild 2038: Kinder-Jugend-und Elternchor aus Merxheim boten ein feines Konzert 2039: Ein  Markt an der Westtangente schenkte den Kids Schoko-Nikoläuse.   

   Wie wichtig die Muskeldystrophie-Duchenne-Forschung ist, erläuterte Benni&Co- „Patin“ Cornelia Christmann-Faller aus Oberhausen/ Nahe. Ausschließlich Jungs sind von der seltenen und tödlich verlaufenden Muskel-Krankheit betroffen. „Jeder Schnupfen wird 1000mal mehr erforscht als diese Krankheit“, sagte sie resignierend und bedauerte eine fehlende Lobby. Sie appellierte daran, sich zu engagieren und Initiativen zu unterstützen, und zeigte sich „sehr gerührt und tief bewegt von der stimmlichen Präsenz dieses beeindruckenden Chores“. Ein betroffener Bub singt im Merxheimer Kinderchor, der kleine Sänger sei schon im Vorfeld total gerührt gewesen und habe sich riesig gefreut, dass alle für „Ihn“ spenden und singen wollten, berichteten Eltern. Aber dies sei selbstverständlich gewesen! Positiv zu erwähnen bleiben alle guten Geister vor und hinter den Kulissen, die Mitarbeiter des Sponsors und Gastgebers, die sich in der Pause als Servicepersonal im Verkauf von Getränken und Brezeln in den Dienst der guten Sache stellten, und auch Christoph Albrecht von der Musikschule Monzingen, der mit seinen Congas, Drums und Perkussionsinstrumenten das Konzert dezent begleitete und angenehm bereicherte. 



BAD SOB. DEZ 2009: Eine große 18-Punkte-Tagesordnung absolvierte der felkestädtische Stadtrat: Dies ist symptomatisch: Baustellen gibt es überall genug, Schulen, Mensa, neue Sporthalle am Gymnasium, Fachmarktzentrum, Straßen und Verkehr erhitzen die Gemüter und längerfristig stehen die Nordanbindung, Staaren II-Platz, der Felke-Vitalgarten und ein Dutzend weiterer Themen auf der Agenda.

Bild 2023: Disibodenbergkapelle 12-2009

Wir befinden uns mitten in einer umfassenden `Ist`- Bestandsaufnahme und Kartierung, Lösungsansätze wird es nicht sofort geben“, informierte Bürgermeister Dr. Felix Welker (CDU), und in diesem Punkte gab er der SPD um Michael Greiner Recht, das große Ganze zu sehen, Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten, Fördermöglichkeiten auszuloten, das Kurortentwicklungsgutachten im Rahmen der Bäderrichtlinien fortzuschreiben und klar Rahmenbedingungen abzustecken. Wider Erwarten sei das Luftgutachten sehr positiv ausgefallen, die Hände in den Schoß legen dürfe man indes nicht. So sei es wichtig, möglichst viele Leute in die Stadt zu bringen, von Freilichtmuseum, Barfußpfad mit 100.000 Besuchern jährlich, dem geplanten Felke-Vital-Garten und dem neuen Fachmarktzentrum mit seinen Parkmöglichkeiten müsse die Innenstadt verstärkt partizipieren.

„ Viel diskutiert, die Pfaffenstraße: Welker will hier keine Poller und Haltebuchten, sondern Verkehrsfluss ermöglichen, weil Parkplätze auf dem neuen „Melsbachareal“ genügend vorhanden seien. Überhaupt: Verkehrsfluss, deren Richtung und die Beschilderung müsse mit dem LBM explizit auf den Prüfstand: Weit vor den Toren auf der B 41 fange dies an. Der Schwerlastverkehr dürfe in der Stadt keine Schleifen fahren, und soll verbannt werden. So suchen schwere Lkws das Industriegebiet Pferdsfeld und fahren auf den Domberg. Dies sei peinlich und stressig für alle. Stichwort Raserei: Bei Messungen in der Eckweiler Straße fuhren von 2.600 Fahrzeugen genau die Hälfte zu schnell, einige hatten Tempo 110 drauf. Der neue Kreisel in der Poststraße führe zur Entschleunigung, an den städtischen Einfahrtsstraße müsse durch Kontrollen „der Fuß vom Gas“.

Bild 2026- Die Pfaffenstraße Dez. 2009

  An der gefährlichen Schwimmbadeinfahrt in der Staudernheimer Straße ist ebenfalls ein Kreisel in Planung. Wo heute das „Haus des Gastes“ im Marumpark als Flachbau steht, kann sich Welker einen Fahrradpark vorstellen. Jedenfalls müsse das „innerstädtische Raumkonzept auf den Prüfstand, auf Effizienz und Rentabilität überprüft werden, um Kosten einzusparen. „Tourismus ist wichtig, aber nicht das Einigste“, sagte der Bürgermeister klipp und klar, hier sei die Stadt eng mit KTI und VG vernetzt. Es gelte, auch im Winter mehr Kultur, Vernissagen, Vorträge und Angebote anzubieten- „da haben wir gar nix“. Hier soll die Nutzung des Kaisersaals als „gut Stubb`“ mit Inventar aufgewertet und deren Nutzung samt der sanitären Einrichtungen optimiert werden. Übrigens: Am 10. April 2010 tritt hier wieder die Theater AG der Kirner Kolpingfamilie um Monika Unrath auf und präsentiert Sketche und „The best of“. 

Dez.09: Bild 2027 Die Denkmal-Kapelle

Die freigelegte spätgotische Disibodenberg-Kapelle sei ein Vorzeige- Schmuckstück, hier habe sich eine Gruppe um Wolfgang Heimer gebildet und plane die Gründung eines Fördervereins, um das ganze Terrain aus dem Dornröschenschlaf wach zu küssen. Auch an der Burg Nohfels ist demnächst Ortstermin. „Es passiert richtig viel. Das Tagesgeschäft ist sehr intensiv“, freute sich Bürgermeister Welker und der Grüne Beigeordnete Ulrich Schug. Am 7. Januar wird es in Steinhardt eine Bürgerversammlung geben, auch plant die Stadtspitze, sich persönlich den Bürger vorzustellen und Fragen zu beantworten. Die Stadt sitzt auch im Planungsbeirat Konversionsfläche Pferdsfeld. Bei den vom Land privilegierten Windrädern werde man aus „wechselseitiger Rücksichtsnahme“ an einem Strang ziehen und nichts gegen die Gemeinden vor Ort unternehmen“, so die klare Ansage.Überhaupt erfreut sei die Stadtspitze über neues Bürgerengagement querbeet:

 So erklärten sich Firmen beim „Dreck-Weg-Tag“ bereit, ihre Betriebe vorzustellen und gingen sogar soweit, „Ausbildungspakte“ mit Jugendlichen auszuloten um Fachkräfte zu finden. Auf ausdrücklichen Wunsch der zahlreichen Engagierten wird schon im Frühjahr zu einer Neuauflage dieses „Bürgerinitiativtages“ eingeladen. Tenor deshalb: Die über Jahre groß anlegte „Bürgerwerkstatt“ sei in der „Sondierungsphase und längst nicht gestorben“, es gelte nach wie vor bei knapper Mittel, die Bürger und ihre Ideen einzubinden und mitzunehmen. Wegen Erbbaurechtsverträgen mit dem SC und Stagnation beim Insolvenzverwalter möchte die Stadtspitze wieder Ballsport etablieren, und im Staaren keinesfalls eine „Hängepartie auf Jahre hinaus. Es muss eine Lösung als Kompromiss her“.    



BAD SOB: TV - NIKOLAUSTURNEN seit Jahrzehnten sehr beliebt

Bild 1999-2009-Eltern+Kindturnen ist beim TV Bad Sobernheim sehr beliebt! Bild 2000: Mittendrin und  überall: Franz Koch (links) Bild 2001: Die "Mini-Motion" um Isabel Kurz standen den großen nix nach! 

BAD SOBERNHEIM. Das traditionelle Nikolausturnen des TV 1867 in der vollbesetzten Turnhalle an der Staudernheimer Straße erfreute sich größter Beliebtheit. Zu Jazz-, Rock-Pop- oder Weihnachtsklängen unterhielt auch die Akkordeongruppe Wagner. Eltern, Großeltern und Geschwister klatschten rhythmisch zu den Tanz- und Turnübungen ihrer Kinder mit, und spendeten viel Beifall für die breite Palette der Darbietungen aller Altersgruppen. Wegen Krankheit fielen kurzfristig einige geplante Vorführungen aus. Mit Sportakrobatik um Rima Rusnak begann das bunte Schauturnen, für das Kinderturnen verschiedener Jahrgänge zeichneten Margot Thimm und Tanja Jung verantwortlich. Wohl dem Verein, der einen Franz Koch in seinen Reihen hat: So waren Umbauten in der Halle überhaupt kein Problem, zudem betreute der Meddersheimer Turner beim mannigfachen Geräteturnen mehrere Altersriegen. Simone Deriko zeichnete für das Mädchenturnen mit akrobatischen Figuren und Einlagen verantwortlich, beim Eltern- und Kindturnen hatte Bärbel Schlarb Choreografie geführt. Sie betreute auch mit Helga Arnhold und Ramona Krischok das Kinderturnen. Dieses Nikolausturnen des 1150 Mitglieder zählenden TV 1867 mit seinen acht Hautabteilungen um Vorsitzenden Rolf Beilke war einst ein Schauturnen, und wird seit Jahrzehnten am ersten Sonntag im Dezember veranstaltet. Zum krönenden Abschluss kam taggenau am Nikolaustag mit Anja Remmel eine „Nikoläusin“ zur Bescherung der sportbegeisterten Kinder.   



Bad Sobernheim-November 2009: Kein Jagdglück: Von wegen „Dumme Sau“: Schwarzwild sucht keine Plätze „unter dem Wind“, wie dies im Jagdjargon heißt, sondern bevorzugt mit Vorliebe Plätze, wo es Trocken ist. Anscheinend haben im Freilichtmuseum auch die „Buschtrommeln“ unter den Rotten funktioniert, jedenfalls seien Wildschweine in der Nacht zuvor noch da gewesen, wussten Einheimische. 

BILD 1932: Hegeringleiter Klaus Nieding mit Frau Petra, einer Falknerin Bild 1933: Vorm Schul-und Backhaus im malerischen Freilichtmuseum Bad Sob! Bild 1934: Halali der Bläsergruppe signalisiert: "Jagd aus!".

Dennoch: Alles lamentieren und noch soviel Jägerlatein konnte nicht darüber hinwegtrösten, dass sich die Säue aus dem Staub gemacht hatten und die Jäger das Nachsehen hatten. Wild reagiert sensibel, auch die Kommunikation stimmt, und so war der Jagdgesellschaft um Hegeringleiter Klaus Nieding aus 85 Jägerinnen und Jägern, Treibern, Hundeführern und Jagdhornbläsern im Revier Bad Sobernheim I rund ums Freilichtmuseum im Nachtigallental wenig „waidmannsheil“ beschert. Lediglich Erich Heiser erlegte ein Bockkitz. „Das Wetter war lausig“, entschuldigte sich der Meddersheimer Klaus Nieding bei seiner Jagdgesellschaft noch vor dem imposanten Halali-Blasen „Jagd vorbei“ beim Strecke legen zwischen den Schwedenfeuern. Dafür ging es beim anschließenden „Schüsseltreiben“ in der Museumsgaststätte feucht fröhlicher zu, als hernach das hohe Jagdgericht tagte und augenzwinkernd „ganz schwere Jagdverfehlungen“ ahndete. Beispielsweise wurde der Erlegerbruch auf die falsche Hutseite gesteckt! So etwas zog natürlich zur Freude der Teilnehmer Konsequenzen nach sich. Nieding dankte ausdrücklich den Jagdaufsehern Oliver Dorn und Hans Nolden. Diese große Bewegungs-Treibjagd findet im Rahmen eines dreitägigen Bad Sobernheimer Jagdwochenendes statt, und so waren viele Gäste und Touristen aus der ganzen Bundesrepublik, aus dem westfälischen Aurich, aus Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und Brandenburg in der Naheregion zu Gast und bekamen ein volles Programm geboten. Die Damen erwartete ein Extraprogramm in Sekt-und Weingütern. Alle Teilnehmer seien begeistert gewesen, teilte sichtlich zufrieden Klaus Nieding mit. Am Sonntagmorgen lud Jägerin und Falknerin Petra Nieding gemeinsam mit Falkner Dieter Schiele zur Beizjagd auf Rabenkrähen und Elstern, den Abschluss bildete am Sonntagnachmittag die Hubertusmesse an der Kapelle Linz-Ockenfels. Am Freitag dem 13. November heißt es ab 15 Uhr „mit dem Jäger auf der Pirsch“, wo Wildschweinsuhlen besichtigt werden können, besonders schöne Naturflecken oder die Ökologie des Waldes von Experten erklärt werden. Anmeldungen über die KTI Bad Sobernheim.



Bilder Nr. 1858-1859-1860: Rückblick in 2004: Modenschauen des Bekleidungsspezialisten Hien in Bad Sobernheim waren ein Renner und Publikumsmagnet zugleich. Nun werden diese Präsentationen auf dem Catwalk in der Kirner Binger-Landstraße beim Handwerker- und Bauernmarkt oder beim Autofrühling durchgeführt, und dann stehen die Besucher bei Kaffee und Kuchen bis auf die Straße! Immer war das breite Angebot samt modischer Accessoires auch in Kindergrößen, Kommunions- und Konfirmationskonfektion weit über die Felkestadt hinaus bekannt. Rückblick 2004, Marktplatz Bad Sobernheim.



BAD SOBERNHEIM. (oktober 2009) 17 Kinder, darunter viele Meddersheimer, nahmen gestern im Freilichtmuseum im Rahmen des Herbstferienprogramms an einer historischen Schulstunde im Schul- und Backhaus Neuwied-Heddesdorf teil.

Bild 1819: Fräulein Lehrerin war aus Staudernheim, Studentin Marina Zahn Nr:1820: Emily Hey (7) aus Meddersheim grübelt vor Griffel und Laientafel Bild 1821: Der Rohrstock war immer griffbereit- aber die Schüler waren lieb

Eigentlich stand das Thema „Wasser, Wäsche waschen, und mit allen Wassern gewaschen“ im Stundenplan, doch aufgrund der kühlen Temperaturen musste der gesamte „Ferienfahrplan“ umdisponiert werden. Viele Jugendliche nahmen daher nicht zum ersten Mal an einer historischen Schulstunde teil und kannten bereits Zucht und Ordnung, die Gepflogenheiten, strenge Sitten und Bräuche vor gut 100 Jahren. Der alte gusseiserne Holzofen verbreitete in dem tiefen Klassenzimmer heimelige Wärme. „Fräulein Lehrerin“ war aus Staudernheim Marina Zahn (24), eine Geschichts-, Politik- und Buchwissenschaftsstudentin an der Mainzer Johannes-Gutenberg Universität.  Es war eher selten, dass früher (unverheiratete!) Lehrerinnen Unterricht hielten, auch, dass die Schüler Holzscheide zum Heizen selbst mitbringen mussten, erfuhren viele Kinder erstaunt. Meist stand der Lehrer neben dem Abakus, einem großen Rechenschieber, und hatte vom erhöhten Katheder (Stehpult) die ganze Klasse im Blickfeld. Dass die Schüler aufschauen mussten, hatte mehr noch eine symbolische Bedeutung. Zucht und Ordnung war angesagt: „Sprechen, Albern, Flüstern, Hin-und Herrücken“ waren nach der Schulordnung nicht erlaubt. Der Rohrstock lag immer griffbereit. Und was war früher noch anders als heute? In die zahlreichen Zurufe wie Schiefertafeln oder großformatige Erdkundekarten und ABC-Tafeln in Sütterlinschrift fielen den Kindern auch „viele Spinnweben“ oder „die unbequemen Sitzbänke“ auf. Lesen, Schreiben, Rechnen und Religion waren Hauptfächer, meist stand die Schule auch unter der „Fuchtel“ eines Pfarrers und so waren Kirchenlieder und Psalme aufsagen an der Tagesordnung. Berufsvorbereitungen wie heute gab es nicht. Der Weg sei vorprogrammiert gewesen: „Mädchen wurden Mütter und Hausfrauen, die Jungs halfen in der Landwirtschaft, in Feld und Wald mit und traten meist in die Fußstapfen und den Beruf des Vaters“, erklärte Marina Zahn. Die Schüler gestern im Freilichtmuseum machten sich einen Spaß daraus, mit Griffeln auf der Schiefertafel zu schreiben und bekamen schon nach einer Stunde ein ansehnliches Zeugnis dazu.Wie wird aus Korn Mehl? Wie viele Eimer Wasser wurden früher am Tag aus dem Brunnen geholt? Wie sah früher die Kindheit auf dem Lande aus und warum ist der Stall neben der Küche? - all diese Fragen werden über die Woche beantwortet. Die Kinder dürfen in gemeinsamen Führungen selbst dreschen und Waffeln backen, sie erfahren viel Wissenswertes darüber, wie sich der Tagesablauf in der Landwirtschaft und das Zusammenleben von Mensch und Tier in früherer Zeit gestalten. Museumstiere dürfen gefüttert und den Handwerkern beim Schmieden, Spinnen und Weben über die Schultern geschaut, und es darf auch viel selbst gewerkelt werden. Neue Museumspädagogin für die im Juli verabschiedete Patricia Altherr ist aus Hargesheim Monika Ebers, die noch in der Bad Kreuznacher Realschule An der Heidenmauer unterrichtet. „Interessant und sehr spannend seien die Ferientage“ freuten sich die Meddersheimer Erstklässler Yanik Fischer und Jule Hayer und dem könne sie sich nur anschließen, sagte Monika Ebers, die während ihrem Studium schon ins Museale hineinschnupperte. Nach der Hubertusmesse am 8.November schließt das Museum. Am 29. November und am 6. Dezember sind zwei Vorweihnachten (wir berichteten), mit etwas Glück könne in diesem Jahr noch an der magischen Besucherzahl von 60.000 „gekratzt“ werden. 2008 konnte diese Zahl wegen der Landesgartenschau in Bingen nicht erreicht werden. 



 Steffen Nagel ist ein echt Bad Sowwerummer Bub und streicht Felke-Tiefgarage 

Bild1974: Steffen Nagel bringt Farbe auf alle fertigen und kahle Betonbauten

Bild 1975: Firmen und Kollegen brachten Farbeimer und spendeten etliches!

Bild 1976: Die Tiefgarage wirkt wärmer...

Wer im "Podium" einen Schoppen trinkt, vor der Eisdiele "La Gondola" venezianische Impressionen bewundert oder bei "Pino" Pasta nascht und verträumt in mediterran-italienische Landschaften versinkt, kennt Steffen Nagel - zumindest aber seine Werke. Vielfach hat er schon mit großformatig-farblicher Gestaltung in der Felkestadt Spuren hinterlassen, das „In“ in der Kreuzstraße war sein erster Auftrag, und dennoch: Mit seiner Idee, die Tiefgarage als eigenes Referenzobjekt kostenlos neu zu gestalten, stieß er zunächst auf wenig Resonanz. Es bedurfte viel Überzeugungsarbeit, (der Maler musste eine 10 mal 20 Meter-Kostprobe seiner Idee präsentieren), bis der Rat schließlich sein Vorhaben mehrheitlich absegnete. Der gelernte Schilder-und Leuchtreklameexperte besuchte noch vor seiner Zivildienst -Zeit eine weiterführende Schule in Mainz zur Mediengestaltung, buchte Vorträge, Seminare und Praktika bei Farbdesigner Friedrich Ernst von Garnier, und hat sich dessen Philosophie „Farbe ist Licht, Licht ist Wärme, Wärme ist Energie, Energie ist Leben - also: Leben ist Farbe" zu eigen gemacht. Steffen Nagel ist als Maler freiberuflich aktiv, er legt nun seine ganze kreative Tätigkeit in diese neue Gestaltung der Tiefgarage als Vorzeigeprojekt. Die so genannte „vertraute Farbigkeit mit warmen Erdfarben“, so wie sie in der Natur vorkommen, soll dem weiß getünchten und eher kalt wirkenden Untergrund-Parkdeck nun mit einer Art Marmorstrukturierung Charme und Harmonie verleihen. Nicht automatisch könne dieser Anstrich alle Probleme der Welt lösen oder Jugendliche Randalierer zum Besseren bekehren, sinniert Steffen Nagel ganz klar. Aber Frauen fühlten sich in großen Parkhäusern „nun mal unsicher, aber diese natürliche Farblichkeit kann erwiesenermaßen ein Quäntchen an Geborgenheit vermitteln“, sagt der 31-Jährige voller Überzeugung. Außerdem sehe man den Schmutz nicht so, die Fußabdrücke, Auspuffdreck oder Wasserspritzer.


Bild 1796: So proppenvoll wie beim Traktortreff wünscht sich der Stiftungsrat die gepflasterten Gassen im FLM

14.oktober 09: Neuer STIFTUNGSRAT IM FREILICHTMUSEUM

VG-Bürgermeister Rolf Kehl hat nun den Vorsitz inne, Franz Josef Diel vertritt den Kreis, für die Felkestadt ist Bürgermeister Dr. Felix Welker präsent. Neu in dem Gremium sind Elke Ackermann, Carsten Dierks, Michael Greiner, Volker Kohrs, Wolfgang Schüssler und Franz Höling. Sie alle wurden vom Vorsitzenden per Handschlag verpflichtet.  Rechnungsprüfer sind Peter Öhler und Rudi Hill. Unvermindert schreiten die Arbeiten im FLM fort. So wird der Eingangsbereich umgebaut. Bis zum Beginn der Saison 2010 sollen die Fortschritte beim Aufbau eines Besucherleitsystems sichtbar sein. Auch eine zweite Gaststätte ist geplant. Gingen wegen der Landesgartenschau in Bingen die Besucher 2008 drastisch zurück, stiegen sie nun wieder leicht auf 55.000 an. 5933 Besucher kamen Ende September zum Museumsfest, das Schleppertreffen besuchten 2635 Zahlende. 1978 wollten die Nutz und Haustierrassen sehen, immerhin noch 600 Besucher pilgerten ins Nachtigallental zum Obst-+ Backtag.


DIE KLEINE PÄPSTIN- klein aber oho

BAD SOBERNHEIM. Klein, aber oho: In Bad Sobernheim lebt Josephine Tibackx, die „Kleine Päpstin“. Hübsch gemacht hat sie sich zum Date, chic herausgeputzt. Mit Leib und Seele Vollblutkünstlerin, scheut sie weder Teufel noch Weihwasser und will 2010 zur Talkshow „Wetten dass“. Das Genre ist ihr nicht fremd. Glitzerjäckchen, spitzbübisches lächeln, funkelnder Modeschmuck und das knallrote Pariser Knollenselleriehütchen sind ihre Markenzeichen. Zur Felkestadt und den Menschen hier habe sich eine große Liebe seit ihrer ersten Behandlung 1984 in der Katharina Schroth-Klinik im Leinenborner Weg entwickelt. „Zurück zu den Wurzeln: Das Leben ist mystisch“ sinniert sie, seit bekannt ist, dass eine Großmutter aus Roxheim stammt. 1935 im Kölner Severinsviertel geboren, wuchs sie „bei keinem Vater, dafür bei drei Müttern auf“: Wohlhabend seien sie gewesen, hätten sogar ein Dienstmädchen gehabt. Mehrfach ausgebombt konnten sie diesen Status nie wieder erreichen. Ihre Oma schimpfte ständig und ließ kein gutes Haar am Vatikan und dem Papst. „Der lebt in mehr als 1000 Zimmern, hat die Weltmacht zu tun, was er will“, bekam sie eingetrichtert. 

 (Bild oben: Nummer 1957- November 2009 am Musikantenbrunnen im Herzen Bad Sobernheims: 1.34 Meter Frauenpower) Selbst  berichtet sie von eigenen Eindrücken in einer Klosterschule, wo körperlich beeinträchtigte Mädchen als Akkord-Näherinnen ausgebeutet wurden: „Oma, ich will Päpstin werden, um all dies ändern“ hat Josephine der Großmutter versprochen. Fortan war sie „die Kleine Päpstin“, die von zu Hause fortlief, sich ihren Traum vom Zirkusleben zu erfüllen. Das Kriegskind stromerte als Glücksverkäuferin durchs Köln der Nachkriegszeit. Aktmalerei lernte sie und tingelte durch Nachtbars, selbst gemalte „Pin-Up-Girls“ zu verhökern. Ihre erlebten Abenteuer und bittersüße Anekdoten gehen unter die Haut. Die Kunst und Muse, das Klavier, war Therapiemedium anstelle psychischen Beistands. Elvis Presley mischte die Musikszene auf, Josephine Tibackx verliebte sich 1959 in einen Rock`n`-Roll- König, heiratete, und bekam Sohn Alphonse. Das junge Glück scheiterte am Alkoholkonsum ihres „Kings of Pop“, fortan suchte sie den Prinzen, den Scheich, Millionär oder Milliardär. Ihre Vita erzählt von herrlichen Amouren. „Die Kleine Päpstin“ war einst bei EMI Electrola in Köln und in der Werbe- und Schmuckbranche tätig. In Wirtschaftswunderjahren kann sie sich an gute Zeiten erinnern, wo das Gehalt in Lohntüten „bar auf die Hand“ ausgezahlt wurde, Leistung sich lohnte, und es immer etwas dazu gab. Nach ihrem 60.Geburtstag startete sie voll durch, fing wieder an, Theater zu spielen. Zudem malte sie in Hollywoodmanier Filmplakate, die sie für Kinos und einen Heiermann (5 DM) auslieh. Und sie sang wieder: Operette, Chanson, Jazz und Musical. In einer Art „Mischung aus Lotti Huber und Edith Piaf“ ist szenische Revue ihr Metier. Im Kölner Horizont- Theater feierte ihr Stück „Melomanie“ Premiere. TV erprobt ist sie. (siehe nachfolgende Autogrammkarte)

1996 entstand mit ihr als „Kleinen Päpstin“ aus Erzählungen eine „Autobiorevue“. Dass ihre Karriere erst spät im Lebenssommer beginnt, liegt an einem kleinen Schönheitsfehler: „Auf dem Rücken hat sie einen Buckel. Er ist längst zu ihrem Markenzeichen geworden“, steht auf Autogramm-Postkarten. Bei Alfred Biolek und Bettina Böttinger war sie zu Gast. 2000 trat sie im Kölner „Senftöpfchen“ auf, war im Zollstock, in der Bonner „Springmaus“ und gastierte im vornehmen Milieu bis nach Berlin. Auf „youtube“ gibt es unter ihrem Vornamen mit Rene Steinke Kurzfilme. TV-Sender geben sich seitdem die Türklinke in die Hand: Jüngst stand sie hier an der Nahe fürs Fernsehen für wenige Minuten sieben Stunden vor der Kamera. Sie alle loben die 134 Zentimeter große Persönlichkeit, die nostalgische, freche Chansons, Arien oder schwierige Partien aus Film und Oper verinnerlicht hat, und mit ihrem strahlenden Sopran (Kölner Express) und viel Charme noch immer bravourös interpretiert. Sie habe den Kopf voller nobelpreisverdächtiger Ideen. „Ich will alles und sofort!“, blitzen ihre Augen, 2010 sei Thomas Gottschalk „reif“, der „Kleinen Päpstin“ den roten Teppich auszurollen.   (Bild links aus einer szenischen Revue in Köln-nr.1958) 



BAD SOBERNHEIM. Drei Jahre nach Fertigstellung der Felkestraße  muss die Kuh „endlich vom Eis“, soll der Hauptausschuss am Donnerstag den Streit mit den Anliegern beilegen und den Gordischen Knoten zerschlagen. „Weitere Niederlagen können wir uns nicht leisten“, so Erster Beigeordneter Alois Bruckmeier auf Anfrage.

Bild 1822: So sah die Felkestraße im Jahr  2006 aus- eine riesige Baustelle. 1823: Anwohner klagten. Die, die klagten, haben das Recht auf ihrer Seite 1824: 2009- Oktober. Der Zubringer zum FLMuseum ist sehr schön geworden!

   Die Verwaltungsrichter in Koblenz haben der Stadt erneut eine Abfuhr erteilt. Im Streit um die Aufteilung der Ausbaukosten Felkestraße haben die Richter dem Antrag auf Zulassung der Berufung nicht stattgegeben. Dr. Felix Welker, in diesem Fall als beauftragter Anwalt der Stadt und nun als Stadtoberhaupt in Doppelfunktion, erklärte ausführlich im Stadtrat juristische Verfahrenswege und die Gerichtsentscheidung. Nach dem Urteil des Verwaltungsgerichtes am 16. September wurde keine Berufung zugelassen, was im Widerspruch des Bundesverwaltungsgerichtes stehe. Weder seine inhaltlichen Rügen, noch die Verfahrensrügen der Koblenzer Richter hätten ihn nicht überzeugt, sagte Dr. Felix Welker. Daraus  resultiere eine gewisse Unsicherheit seitens der Gewichtung der Stadt, die sich künftig bei jeder Maßnahme stelle, wie die Bewertungen bei Ausbaubeiträgen herangezogen werde. „Das Verwaltungsgericht hat uns nicht schlauer gemacht. Nun ist viel Hirnschmalz nötig“, sagte Welker im Stadtrat, klagende Anlieger partizipierten durch jeweilige Individualbetrachtung. Welkers Antragsbegründung „stellte das Urteil nicht mit schlüssigen Gegenargumenten in Frage", haben die Koblenzer Richter festgestellt. Im Gegenteil: Sie bestätigen noch einmal das Urteil, mit dem der Beitragsbescheid aufgehoben wurde, in seinem entscheidenden Punkt: Dass der Gemeindeanteil "deutlich höher als 50 Prozent" liegen müsse. Welker kann nicht verstehen, dass das Verwaltungsgericht keine klaren Vorgaben über die Aufteilung der Kosten zwischen Stadt und Anliegern gemacht habe, obwohl das Bundesverwaltungsgericht dies explizit in einem Urteil gefordert habe. Jetzt müsse die Stadt in eigener Regie festlegen, welchen Betrag sie von den Ausbaukosten in Höhe von knapp 400.000 Euro übernehmen und wie der Umlageschlüssel prozentual festgelegt werde. Der Hauptausschuss soll diese Woche entscheiden. Rückblende: Anlieger gingen auf die Barrikaden und beklagten 2006 bei Stadtbürgermeister Hans-Georg Janneck von Ausbaubeginn der Felkestraße an, dass das Rheinland-Pfälzische Freilichtmuseum, Kurhaus BollAnt´s im Park, die gut frequentierte Asklepios-Klinik und sämtliche Einrichtungen an der Nahe wie Campingplatz oder Nachtigallental in die Berechnung der Anliegerbeiträgen ebenfalls herangezogen werden müssten. Die Bewohner von der Poststraße bis zur Nahe hin sahen die ausgebaute Felkestraße als Zubringer und wollten als Anlieger allein nicht den Mammutanteil zahlen müssen. Im Stadtrat wurde lange über die „Lüneburger Tabelle“ debattiert, Janneck selbst empfahl den Anliegern, zu klagen. Dr. Felix Welker folgte der Argumentation seines Vorgängers in seiner Berufung und scheiterte nun. Die Stadt habe den Zulieferverkehr zu Asklepios ebenso wie das Besucheraufkommen aufgrund jugendlicher Langzeitpatienten zu wenig berücksichtigt. Keine Rolle spielten in diesem Zusammenhang laut Gericht die Besucher des Barfußpfades (105.000 in diesem Jahr). „Die Kuh muss vom Eis“, ist der Stadtspitze endgültig klar. Welker versprach und kündigte schon vor der Wahl an, er wolle die Bürger „künftig mehr einbeziehen und mehr beteiligen“.



"Fashion Award" geht nach Bad Sobernheim

Roberto Design International aus Bad Sobernheim wird zum zweiten Mal mit dem ILM Award für Best in Basics der Kollektion Marc O´Polo Accessories ausgezeichnet.

Bei der Internationalen Lederwaren Messe ("I.L.M") - Die Jury setzte sich aus namhaften Design- und Lifestyle- Sachverständigen zusammensetzen und präsentierte die nominierten Accessoires und die glücklichen Gewinner. Vergeben wird der Award in 5 Kategorien. Drei „Bests“ im Produktdesign, einen besten Newcomer und eine beste Messepräsentation. Die Firma Roberto Design International mit Sitz in Bad Sobernheim arbeitet seit 12 Jahren erfolgreich mit Marc O`Polo zusammen und ergänzt deren Sortiment durch hochwertige, innovative Accessoires. 

  Die ausgezeichnete Tasche ist ein Modell aus der kommenden Frühjahr/ Sommer Kollektion 2010 aus weichem, gewaschenem Ziegenleder als modisch, lässige Beutelform. Die I.L.M  ist ein MUSS für alle nationalen und internationalen Fachhändler und Lieferanten der Lederwarenbranche. Seit über 50 Jahren im Markt etabliert, schätzen die rund 5000-6000 Facheinkäufer aus dem In- und Ausland die ILM als Informations- und Orderplattform von hohem Qualitätsniveau und kommunikativem Wert. 

Bilder Privat Nr: Oktober 2009- 1782 +1783



Pünktlich am 2./3.Oktober 2009 war der neue Kreisel fertig!

Gewöhnungsbedürftig, weil sehr schräg - völlig neues Stadtbild - Millionen werden hier und an den Schulen mit Sportstätte verbaut - viele Gewerke und Bauaufträge für regionale Firmen 

BAD SOBERNHEIM-Oktober 2009: Schulkinder und Gymnasiasten haben den Baufortschritt täglich als erstes gesehen und gehört: Straßenbauer, Planer, Stadt und Investoren haben sichtbares geleistet und in weniger als vier Monaten Bauzeit Wort gehalten. Der Kreises ist fertig, das neue EKZ Gelände Melsbach liegt im Zeitplan, wenn nicht sogar im plus. Täglich gibts sichtbare Fortschritte. Ebenso wie dem frühere Staatlichen Beschäftigten und Planer Giloj, der einst für große Tanklager bei Fürfeld, beim Autobahnbau, oder auf dem Flugplatz Pferdsfeld samt Umsiedlung der drei Dörfer zuständig war und verantwortlich zeichnete, ging es vielen. Alle sind erstaunt über den Baufortschritt, über das völlig veränderte Stadtbild. Der Kreisel ist ein Schmuckstück geworden, jedoch sehr schräg und daher gewöhnungsbedürftig. Die alten Gebäude weichen. Es entstehen Parkplätze und Einkaufsstätten und auch die denkmalgeschützte Kapelle kann nun eingesehen werden.

Bild 1722: Blick gen Osten - Richtung Münchwiesen Gymnasium Bild 1723: Blich gen Norden Richtung EKZ und der Pfaffenstraße von der Post aus. Bild 1724: Genau umgekehrt: Blick nach Süden, li. oben am Kreisel die alte Post


31. Innenstadtfest in gediegenem Ambiente: Top-Adresse!

BAD SOBERNHEIM. Das Innenstadtfest ist weit bekannt für gutes Essen und Trinken. Am Wochenende wetteiferten im wahrsten Sinne des Wortes die zwölf Vereine wieder mit einem attraktiven Angebot und nicht alltäglichen Delikatessen um Publikumsgunst. Auch die Gastronomie rund um den Marktplatz partizipierte vom „31. Sowerummer Fest der Vereine“, das am späten Samstagabend und dank Wetterglück gestern in die Vollen ging und über Zuspruch nicht klagen konnte!

Bildnr.1683: 80 strahlende Helfer für zwei Tage im Schichtbetrieb? Kein Problem für den HSV + Frank Steines, wie man sieht!  Bild 1684:"Ozapft is" Stadtbürgermeister Dr. Felix Welker beim ersten Fassanstich. Na denn: Prosit!  re.: Alois Bruckmaier Bildnr.1685: Im Laufe der Jahre ist die Stadtkapelle für derlei Anlässe ideal und als feste Größe nicht mehr wegzudenken!

Was probier ich zuerst? Leckere Hähnchen-Nuggets? Elsässer Flammkuchen bei der DLRG?, oder doch lieber Malteser-Schweinerückenspieß, oder gebratener Lachs auf Bandnudeln, oder entscheide ich mich bei Cinc Ponerts Katholiken -(wie sie sich selbst nannten)- für geschmorte Barbarie- Flugenten oder Rinder Consomme` mit Kräuterflädle nebst Fleischeinlage? Die Kirchengemeinde ist eine tragende Säule des Festes und hatte den halben Marktplatz in Beschlag. Deren Tageslosung war klar: „Genießen Sie hier und jetzt- Fasten können sie woanders!“ Gestern nach dem Kirchgang stand traditionell Tafelspitz vom Rind mit Meerrettichsoße, Schwenkkartoffeln und Rosenkohl mit Möhrchen auf dem Speiseplan von Pfarrgemeinderat und Katholischen Frauen. Die warben für die Kirchen-Renovierung: „Der Fest-Erlös uns allen nutzt, Matthäus wird herausgeputzt“ oder „Genüsse gibt es hier für jeden- so lecker wie im Garten Eden!“. Die Gäste kamen zahlreich, probierten jene gut aussehenden gefüllten Hackfleischbällchen in Tomaten-Zwiebelsoße, Abondigas, aus der spanischen Küche am HSV-Stand. Reicht da der Hunger noch aus für die beliebten „Herzdrigger“, die prallgefüllten Klöße mit Specksoße im einladenden Pagodenzelt des MGV „Liederkranz“?

Bild 1686: Herzdrigger- gefillte Kleeß am Stand des Liederkranz dufteten köstlich Bild 1687: Iris Wenz samt Clique feierten ausgelassen und tanzten vor der Bühne Bild 1688: Katholik "Cinc" Horst Ponert umsorgt als Kundin Frau Maletzke! 

Oder tendiere ich zu halben Hähnchen beim Geflügelzuchtverein, wo tatsächlich Gelbbrust Aras oder Papageien mit den Kunden ins Gespräch kamen!. Diese Fragen musste jeder für sich beantworten, auch das 31. Innenstadtfest der Vereine hielt ein reichhaltiges kulinarisches Angebot für alle Geschmäcker bereit. Beim Motor-Sportclub gabs Bratwürste, bei den Fasenachtsjecken um Ralf Erbach und Ernst Endres Steaks und beim mit über 1100 Mitglieder stärkstem felkestädtischen Verein, TV 1876 um Vorsitzenden Rolf Beilke, ging es wieder Weiß/Blau-bajuwarisch zu: Traditionell gestern Morgen: Weißwurst, süßer Senf und frisch gezapftes Weiß- oder Weizenbier. Bekanntlich geht Liebe durch den Magen und bei all den Delikatessen und Snacks, ob Wingertsknorze oder Graupensuppe, Salzgebäck mit Obadza oder Spundekäs` war es für die Besucher traditionelle Pflicht, über den Tellerrand ins Nachbarland zu schauen und den Freundeskreis Louvres zu beehren: Dort gab es Tarte Flambe`, jenen beliebten Flammkuchen, Crepes, kleine Salami oder Käsespieße und –canape`s zum Aperitif für zwischendurch: „Amouse Gueul“ oder „Saltimbocca“, jene vom Küchenchef empfohlenen Appetithäppchen, die, wörtlich übersetzt, „selbst in den Mund springen“.

Bild 1689: Uli Grübel schneidet  am  zwei Jahre lang gereiften iberischen luftgetrockneten „Schwarzfußschinken“  1690: Tatsächlich kam zur DLRG + dem Flammkuchen die Wehr mit tatütata....  Bild 1691 Staudernheimer Charmeure waren sonntags Ia Stimmungsgaranten und sangen einen Hit nach dem anderen

 Kaffee und Kuchen gabs, Mousse au Chocolat mit Vanilleeis und verdursten musste auch niemand: beim Louvres-Freundeskreis hatten die französischen Gäste Champagner mitgebracht. Deutsche, Französische und südländische Weine mit viel Temperament standen zur Auswahl, gezapftes Pils, Sekt oder Selters. Der DLRG bot Secco mit Himbeeren und erstmals auch „Fassbrause“, alkoholfrei, oder mit „Schuss“ an. DLRG-Chef Bernd Kappes dazu: „Das traditionelle DDR-Getränk hat Kultstatus und ging gestern ab wie das berühmt Rot-Mopedche!“Fazit: Das kulinarische Angebot mitten auf dem Marktplatz war exquisit, vom Feinsten, und auch optisch im einheitlich- adretten Outfit waren etwa die „Katholiken“, der HSV, DLRG, Louvresfreunde und MGV-„Liederkranz“-Team und Geflügelzüchter gute exzellente Gastgeber. Jederzeit auf „Augenhöhe mit den Gästen“ und so gab es beim 31. Fest der Vereine „lange Abende und gute und nette Gespräche“, wie sich dies Bürgermeister Dr. Felix Welker beim Fassanstich mit musikalischer Umrahmung der Stadtkapelle sich wünschte. Probleme und Unmut gab es erneut im Vorfeld, weil der „Stadtsheriff“ offenbar mehrere Helferautos mit Standaufbauutensilien gebührenpflichtig notierte: „Wir machen das Fest seit 31 Jahren, beleben die Innenstadt und dann sollen ehrenamtliche Helfer Knöllchen zahlen? Die Autos hinderten niemand!“, hat Peter van der Maesen schon  Stadtbürgermeister Welker eingeschaltet, der Abhilfe versprach. Tatsächlich gab`s Feuerwehralarm, weil vermutlich DLRG-Flammkuchen-Dämpfe seinem Namen ausgerechnet im Rathaus alle Ehre machte. Security war da, anders als in Vorjahren gab es keine Einbrüche. Bei der folgenden Manöverkritik muss 2010 besser auf das optische Erscheinungsbild geachtet werden.


Was soll mit dem Kino werden? Seit Juni ist das Rex Kino in Bad Sobernheim geschlossen. Versuche, einen neuen Betreiber zu finden, das Kino zu verkaufen, zu vermieten, scheiterten. Stimmen in VG und Felkestadt werden laut, Bad Sobernheim als Kinostandort zu erhalten. Bürgermeister Dr. Felix Welker reagierte und hatte zu einer Bürgerversammlung einladen. Das Engagement mit 30 erschienen Bürger und Kinoliebhaber war groß. Bislang hat sich noch kein Interessent bei Besitzerin Margot Weitzel gemeldet. Sich mit Herzblut für ein Kino zu engagieren, sei gefragt: Um einen genauen Eindruck zu gewinnen, auf was man sich einlässt, ist am Montag, 5. Oktober, um 19 Uhr Ortstermin. Margot Weitzel will die Gruppe dann durch alle Räume führen. Was mit einem Verein im Pro-Winzkino Simmern schon seit 25 Jahren möglich ist, sollte doch auch in BAD SOB gelingen. Mit 1500 Euro an fixen Kosten pro Monat (560 Euro Miete+Öl+NK) müsse gerechnet werden, war zu hören. Und damit sei noch kein einziger Film im Kino auf der Rolle.

 

Goldener Oktober 2009, Herbsttristesse pur macht sich am alten REX- Kino breit, das mit Sicherheit schon bessere Tage gesehen hat- Bild 1721-oktober 2009. 


September 2009: DAS 24.GOLDENE HERZ an die Awo

Das 24. „goldene Herz“ der Helmut Kochendörfer Stiftung, der Kulturpreis der Stadt Bad Sobernheim, erhielt während einer Feierstunde die Arbeiterwohlfahrt („AWO“). 

Nr. 1677+1678:  Aus den Händen von Hans-Gert Dhonau erhielt der sechste Vorsitzende seit Gründung der Awo im Jahre 1971, Alois Strehl, den begehrten felkestädtischen Kulturpreis !

   BAD SOBERNHEIM. Kuratoriums-Vorsitzender Hans-Gert Dhonau erinnerte im Beisein der Familie von Helmut Kochendörfer um Witwe Hilde Kochendörfer und über 50 Gästen, darunter Weggefährte und Förderern wie etwa dem früheren Staatsminister a.D. Udo Reichenbecher, AWO-Mitgliedern und Ehrenamtlichen Helfern, Stadtratsmitgliedern und zahlreichen ehemaligen Preisträgern, kurzum der „Creme de la Creme Bad Sobernheimer Kulturschaffender“, wie Dhonau es nannte, an den hohen Stellenwert dieses seit 1986 verliehenen Kulturpreis der Stadt. Die AWO sei einer der aktiveren Vereine in der Felkestadt und mit den zahlreichen ehrenamtlichen Kräften „dienend“ tätig. Hans-Gert Dhonau sprach von „Herzenswärme“: Zum Logo mit dem roten Herz erhalte die AWO nun ein „goldenes Herz“ hinzu, ganz eng verbunden sei der Name Helmut Kochendörfer als Gönner und Förderer mit dem Betrieb dieser Einrichtung.  Die Akkordeongruppe Wagner, mehrfach als AWO-„Hausorchester“ hoch gelobt, umrahmte mit einem Akkordeon-Quartett, Walzerklängen ebenso wie heiteren italienischen Musikbeiträgen die Feierstunde. Deren Gründer Herbert Wagner selbst war 1987 zweiter Preisträger des goldenen Herzens. Landtagsabgeordneter Peter Wilhelm Dröscher, in Kirn zweiter AWO-Vorsitzender, erinnerte in seiner Laudation an die Ideale der 1919 gegründeten Organisation besonderer Prägung und deren Selbsthilfe zur Bewältigung sozialer Probleme. Als die Nationalsozialisten der Arbeiterwohlfahrt zu vereinnahmen versuchten, habe sie in den 1930-er Jahren aufgehört zu existieren. Nach dem Krieg parteiübergreifend neu ins Leben gerufen, sei die AWO ihren Grundsätzen aus der deutschen Arbeiterbewegung „Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit“ treu geblieben und die sozialen Bedürfnisse der Menschen auch in einer lebendigen Demokratie in den Fokus ihrer Arbeit gestellt. Nach wie vor übernehme die AWO Verantwortung im Gemeinwesen, baue auf gegenseitige Hilfe. Bei der Umsetzung dieser Ideen und hehren Ideale leiste die am 1. April 1971 in der Hohen Burg mit 40 Anwesenden gegründete felkestädtische Ortsgruppe vorbildliche Dienste. Dröscher erinnerte an die täglich geöffnete erste Altentagessstätte im Deutschen Haus in der Unteren Großstraße mit 40 Plätzen, wo auf niedrigem Preisniveau ein Programm mit Bingo, Preisskat und Damenkränzchen geboten wurde und zu einem beliebten Seniorentreff avancierte. Chronisten unserer Zeitung vermerkten, der „Ortsverein sei prägendes Element in der Festkultur“ geworden. Seit 1972 kam die Stadtranderholung hinzu. Förderer sei die Bundeswehr am Standort, und im Laufe der Jahre zahllose ehrenamtliche Helfer gewesen. 1990 zog man ins heutige Domizil Ringstraße 1, der ehemaligen Grundschule. Dröscher erinnerte im Beisein des letztjährigen Preisträgers Paul Bregenzer an dessen unvergessliche Plattenpartys und nannte 130 Mitglieder als Mitstreiter, deren ehrenamtliche Arbeit ein Bindeglied der Gesellschaft sei und sagte der AWO in Bad Sobernheim noch eine große Zukunft voraus. „Machen Sie nur weiter so!“, blies Erster Beigeordneter Alois Bruckmaier ins gleiche Horn und gratulierte namens der Stadt. Gäbe es die AWO nicht, müsste man sie erfinden, dies sei ausdrücklich keine Floskel. Erster  Kreisbeigeordneter und AWO-Kreisvorsitzender Hans Dirk Nies freute sich, dass in „unserer  großen AWO-Familie ein Mitglied als würdiger Preisträger diese hohe Ehre verdient“ habe. Nies war vom Kuratoriumsvorsitzenden Dr. Hans-Gert Dhonau zuvor als Landrat begrüßt worden, umso herzlicher und spontaner fiel der Applaus aus.


RÜCKBLICK:  WEIHNACHTSMARKT BadSob 2004

1878: 2004 hieß der Stadtbürgermeister li. Klaus Schick (FWG) re. Gerd Kühner Bild 1879: Im Rathaus ist die Krippen-und Weihnachtsausstellung untergebracht 1880: Natürlich singen und musizieren  Kinderchöre um Kantor Hendrik Ritter


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BAD SOB. Am 10. August, feierte der langjährige „Stadtförster im Staatsdienst“, Franz Josef Fischer, bei bester Gesundheit seinen 80. Geburtstag. 

  Gefeiert wird in Oberstreit. Der Forstamtmann i.R. ist Mitbegründer der Berufsvertretung „Bundes Deutscher Forstleute“ und wurde am 25. April 2009 für 60-jährige Mitgliedschaft im Landesjagdverband besonders geehrt. Ein ganzes Arbeitsleben lang war die Waldwirtschaft und das „Waidwerk“ sein Metier. Die Hege und Pflege der Natur bestimmt noch immer seinen Alltag, jüngst wurden  Nistkästen für Fledermäuse aufgehängt, im Stadtgebiet gibt es jetzt insgesamt 500 Nistkästen. Ehrungen und Erinnerungen an ein abwechselungsreiches Arbeitsleben und an Weggefährte füllen Bände: Geboren 1929 in Briedel an der Mosel ist Fischer seit 1947 im Forstberuf tätig. 1953 besuchte er zudem die Landespolizeischule, Förster sind Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft. Nach der Forstschule in Hachenburg wurde er am 21. Mai 1954 zum Revierförsteranwärter ernannt. Lehr- und Ausbildungsjahre in zahlreichen Stationen auf dem Hunsrück führten über die Forstämter Zell und Herrstein bis in die Naheregion und nach Kirn. Bereits 1954 übernahm Franz Josef Fischer für zwei Jahre in der Felkestadt, im Staatswald Gauchsberg, in Meddersheim und Hundsbach, Vertretungen. Der alte Fritz Pusch habe ihn in die Gesellschaft, in die Region und „auch in die Wirtshäuser eingeführt“, sagt er verschmitzt.  Den Moselaner zog es immer ans Wasser und ins Weinanbaugebiet, er liebe den Nahewein, sei kein Kostverächter. Vor seinem Hausbau 1967 in Münchwiesen wohnte er bei Heimers in der felkestädtischen Ringstraße. Jagdgelegenheiten ergaben sich bei Jagdpächter Dr. Ewald und in den Staatswäldern Gauchsberg und Münchwald.

Bilder 1791 /1792

Franz Josef Fischer: ERINNERUNGEN in vergilbten Blättern. Die Nachbarschaft in Münchwiesen ist intakt und wird täglich gepflegt. Hier kommt der siebenjährige Labradorrüde von Nachbarin Hildegard Köhler zum „Leckerchen“ holen vorbei. Tochter Eva ist in Kassel, Tochter Christiane in Bad Kreuznach verheiratet.  

Während seiner 36-jährigen Bad Sobernheimer Tätigkeit bis 1994 wurden über 250 Hektar geringwüchsiger Eichen-Niederwald, alternde und vom Borkenkäfer befallene sowie durch Windwurf beschädigte Douglasien, Fichten- und Kieferbestände umgewandelt und neu aufgeforstet. Die Sturmkatastrophe Wiebke 1990 fällte allein in einer Nacht 30.000 Festmeter Fichten und 5000 Festmeter Eichen und Buchen wie Streichhölzer. Deren Aufarbeitung auf 75 Hektar Kahlfläche, die folgende Borkenkäferplage und Wiederbepflanzung waren gewaltige Herausforderungen. Waren diese bewältig, kamen die Nahehochwasser.... Als Revierleiter des Stadtwaldes Bad Sobernheim mit einer Waldfläche von 850 Hektar nördlich und südlich der Nahe wurden rund 70 Kilometer Waldwander- und Holzabfuhrwege ausgebaut. „Manches Stückchen Grün und manchen Farbtupfer“ habe er im engeren Stadtbereich wie beispielsweise in Münchwiesen mit der Bepflanzung um die Schule und der Brücke zum Nachtigallental hinterlassen, die Wege- und Parkplatzbepflanzung am Freilichtmuseum, das Kurt-Eimer-Tempelchen oder der Wanderparkplatz „Am Zollstock“ bei Nußbaum wurden angelegt, unter seiner Regie entstand die Anlage „Gottesbrünnlein“. Der Jubilar ist Vater des kreisweit ersten Waldlehrpfades am Maasberg, der am 12. September 1970 mit viel Prominenz von Landrat Hans Schumm eingeweiht wurde. Das 1893 von einer Sobernheimer Jagdgesellschaft und einem bekannten Bierbrauer („Wicküler-Pils“) aus dem Ruhrgebiet als Jagdpächter gebaute Jagdhaus „Hubertuslust“ neben dem Kurhaus „Neues Leben“ wurde in den neuen Lehrpfad unter Franz Josef Fischer integriert und zu einer Jagd- und Schutzhütte umgebaut. Beim Blick in alte Kladden wird der hiesige Waldreichtum überdeutlich: Vor genau 100 Jahren sollen bei einer dreitägigen Treibjagd bis 800 Hasen, 120 bis 150 Rehe geschossen und im Fackelzug in die Stadt gebracht worden sein, wo auf dem Schulhof mit Feuerwerk und Freibier zum Tanz eingeladen wurde. In seinem Geburtsjahr beherrschte Europa eine Kältewelle, 40 Grad minus werden im Riesengebirge gemessen. Schwere Pferdefuhrwerke fuhren über Rhein und Mosel. Der „Schwarze Freitag“ 1929  in New York besiegelte die Weltwirtschaftskrise, 80 Jahre später überschattet die Finanzkrise den Globus: „Alles wiederholt sich“, sinniert der Förster. Gute Jahre dank verlässlicher Mitarbeiter und einem „sehr waldverbundenen Stadtrat“ habe er erleben dürfen. Einmal unter Stadtbürgermeister Dr.Werner Dümmler kostete ein Minus von 26.000 D-Mark ihn eine Beförderung, obwohl im Nachhinein12.000 D-Mark Manöverschäden und 8.000 D-Mark Holzverkauf das Defizit minderten. Um die 500.000 D-Mark belief sich der jährliche Etat. Bis 3.200 Festmeter (entspricht dem jährlichen Zuwachs) wurden eingeschlagen. Man habe geschafft und gefeiert wie Brunneputzer, die Geselligkeit sei belebendes Element gewesen: Für Waldbegehungen habe man mit vier Meter Buchenholz morgens um fünf Uhr Glut für den Aschenbraten gemacht. „So etwas leckeres habe ich seitdem nie wieder  gegessen!“, schwärmt einer, der sich immer selbst die Kochschürze umband. Der Förster strahlt und plaudert eine Anekdote nach der anderen aus dem Nähkästchen, wenn er von geselligen, großen Treibjagden mit einheimischen Jägern um Pächter Dr. Erwin Ewald ins schwärmen gerät. „Wenn wir drei Sauen geschossen haben, haben wir fünf verzehrt. Ich könnte Bücher schreiben, es war eine tolle Zeit“ sagt Franz Josef Fischer. Über 45 Jahre ist er Mitglied im SC 03, er geht noch in Waldböckelheim zur Jagd und zum ASV und in die Anglergemeinschaft Felke-Stadt e.V. zum Angeln. 2008 feierte der dreifache Opa mit Ehefrau Gisela Goldene Hochzeit.

Aug/Sept 2009: GUT GEBRÜLLT haben die KULISSENSCHIEBER der FELKESTADT

 BAD SOBERNHEIM. Hunderte begeisterte Kinder und Zuschauer verfolgten bei drei Vorstellungen die achte Aufführung der felkestädtischen „Kulissenschieber“ auf der großen Freilichtbühne am katholischen Kindergarten. „Gut gebrüllt, Löwe“ hieß das seit März einstudierte Abenteuer aus einem Kinderbuch von Max Kruse und der Augsburger Puppenkiste.Im vergangenen Jahr verbreiteten die „Kulissenschieber“ über der Felkestadt den „Zauber von Oz“. Nun bahnten sich einige Hauptdarsteller auf einem fliegenden Teppich als dicke Freunde den Weg mitten durch die Zuschauerreihen auf die große Freilichtbühne. Der leichte Hang ist ein ideal-einsehbares Terrain für ganz großes Theaterschauspiel, drei Tage lang partizipierten die begeistert agierenden und textsicheren „Kulissenschieber“ sowie der starke Förderverein mit Dutzenden Helfern im Service vom Wetterglück.

Bild 1674: Wirklich gut gebrüllt, Löwe!!! Bild 1675: Das Gute + das Böse im Clinch Bild 1676: Ein Teil der Mitwirkenden....

    Echte Freunde auf dem fliegenden Teppich sind Sultan, Löwe und Kamel. Sie steuern auf eine Anhöhe zur Rechten zu, wo in einem märchenhaften Ambiente wie aus Tausendundeiner Nacht der Sultanspalast Firifallo mit Prinz Panja liegt. Direkt gegenüber thront die Burg Machatofel, wo Schwarz gekleidet und dunkel geschminkt das Böse regiert: Graf Rao schmiedet gemeinsam mit seinem affigen Vasallen finstere Pläne, wie sie den Prinzen vernichten können und droht allen Freunden Panjas mit dem Tod. Sultan, Löwe und Kamel treffen mit dem rosa gefiederten Flamingo beim Prinzen ein und erzählen ihm von der Bedrohung. Doch Prinz Panja glaubt an das Gute, will die drohende Gefahr nicht wahrnehmen. Rao und dessen Affe Gibbon hecken gefährliche Pläne aus, sie fordern den Löwen zum Kampf mit dem Blechbüchsengeneral auf. Jedoch erscheint General Blech nicht beim Zweikampf, er ist aus Angst geflohen. Während der Löwe den General sucht, wird Prinz Panja von Gibbon geraubt und auf die Burg Raos gebracht. Die Lage der Freunde scheint verzweifelt. Und so gut der zahnlose Löwe auch brüllt oder gar als Gespenst umhergeistert, spitzen sich die Ereignisse dramatisch zu. Zwei Lager stehen sich von Anfang an gegenüber. Handlung und Szenerie bereichern Fabelwesen, auch Stadtbewohner, oder die vom Teppichfliegen träumende Schildkröte Kolossalis, Teppichweber Sassamar sowie eine ruhmreiche Blechbüchsenarmee: Mehrfach kullert diese zur Freude des begeistert mitgehenden Publikums auf das Kommando „Soldaten in die Büchsen, Blechbüchse, roll, roll!“ den Hang hinunter, droht jeden platt zu walzen wie einen Pfannekuchen. Zum guten Schluss und Happyend heißt es dann doch noch: „...gut gebrüllt, Löwe!“. 13 Kinder und 20 Erwachsene sowie weitere „Kulissenschieber“ wirkten mit viel Enthusiasmus und Liebe zum Detail in dem kindgerecht perfekt inszenierten Spektakel, vor, und hinter jenen Kulissen mit. Beifallsstürme war verdienter Lohn.

KulissenschieberHauptrollen: Conny Schmitt spielte den Sultan, Sabine Härter war Prinz Panja. Elke Barth schlüpfte ins Kamelkostüm und Sandra Jahnke mimte den Löwen. Saskia Jachmann war der rosa gefiederte Flamingo, Manuela Schantz die Schildkröte. Silke Wagner (Graf Rao) und Britta Kappes (Gibbon) waren als finstere Mächte auf der Burg Gegenpart. Babette Peeters-Groh war General Blech, den Korporal mimte Petra Scheidtweiler. Den Professor spielte Roland Epple, Teppichweber Sassamar verkörperte Claudia Reiff und den Condor spielte perfekt Ina Wallau-Schütt. Carolin Müller am Keyboard spielte die Live Musik, für Organisation und Regie zeichneten Sabine Hasemann und Dorothea Weyand verantwortlich.


Herz, was will man mehr?

Zander, Scampi-Spieß oder Fischplatte mit Obstler zu Bratkartoffeln präsentieren hier die ASV-Köche Sascha Ellrich, Peer Wille, Sabine Gerhart, Peter Beyer und Kurt Gebhardt (v.li.)

Zahlreiche Radfahrer und Spaziergänger pilgerten am Sonntag aufs Vereinsgelände des Bad Sobernheimer ASV „Auf dem Klaffstein / Am Gefach“ zwischen Nahe und den Ewald-Weihern, wo seit 1984 nun das 26. Fischerfest gefeiert wurde. Die Resonanz bezeichneten Vorsitzender Josef „Seppel“ Stauch und sein Vize Jürgen Loch wie immer als „sehr gut. Die Sowerummer kommen und lassen sich verwöhnen!“. Auch Freunde und Gönner, der komplette Vorstand, reihten sich in die 60-köpfige Helferschar ein und sorgten im Service dafür, dass sich die Gäste wohl fühlten. Jürgen Loch verwies im Gespräch auf „frisch gebratene oder gedünstete Spitzenqualität“ und erntete schon vor Festbeginn am Samstagnachmittag viele Komplimente für die einladend gedeckten Tische. Liebe geht bekanntlich durch den Magen: Einmal mehr war Zander als beliebter Süßwasserspeisefisch mit wenig Gräten der Renner, dicht gefolgt von der ASV- Fischplatte mit gebeiztem und geräuchertem Lachs, Aal, Forelle und Forellenmousse` und einem Obstler. Bei Rotbarschfilet, Scampi-Spießen, aber auch Spießbraten und reichhaltigem Kuchenbüfett blieben keine Wünsche offen, alle Tische waren am Samstag voll besetzt. Das Fischerfest als das wichtigste Fest der fast 200 ASV-Mitglieder wurde am Sonntag zum Familientag, auf dem weitläufigen Areal fühlten sich die Kinder sichtlich wohl. (Bild 1619 August 2009)



BAD SOBERNHEIM. Sept.2009: Das 5. Trecker- + Schleppertreffen im Freilichtmuseum erfreute sich dank Wetterglück erneut größtem Zuspruch und war mit über 100 Oldtimern eines der größten Treffen der Region. Alle zwei Stunden führte eine Schlepperparade quer durchs Museum, wo die Schlepperbesitzer ihr Gefährt im Pfalz-Rheinhessen-Dorf unterhalb der Metzgerei Wöllstein dem Publikum wie auch dem interessierten Laien vorstellen. Dabei erfuhren die Besucher viel Wissenswertes und Historisches sowie den täglichen Einsatz der Marken Lanz, Deutz, Eicher, MAN, Hanomag oder die schweren Ursus-Bulldoge. Die nostalgischen Oldtimer hatten Jahrzehnte auf dem Buckel und heißen nicht umsonst Nutzfahrzeuge, Erntehelfer oder Schlepper. Ob mit Allrad oder Winkelgetriebe, An- und manigfachen Umbauten, viel Arbeit und Liebe zum Detail wurde in der ganzen Bandbreite sichtbar  (Rechts das Eicher-Rad Nr: 1620)

   Manche blitzten wie aus der Schachtel, schienen Fabrikneu, andere zeigten voll Stolz ihre Gebrauchsspuren und ihre Halter wurden nicht müde, jahrzehntelange Zuverlässigkeit und Stärke zu loben. Vom kleinen Einachs-Holder für den Garten bis zum Achtzylinder-Reihenmotor Ungetüm Schlüter mit 9.800 Kubik und 200 PS war alles vertreten. Eine besondere Rolle als vielseitige Allrounder nahmen dabei die Unimogs ein. Das Rheinhessische Eicherrad von Christoph Neuberger aus Engelstadt lief rund. Die „Schlepperchaoten“ aus Limbach und der hiesigen Naheregion hatten „Heimspiel“ und kamen mit gut einem Dutzend Raritäten angetuckert, aber auch Erhard Dorn aus Meddersheim oder Jürgen Hexamer aus Monzingen beispielsweise zeigten, welche Schätze über die Woche im Verborgenen und in der heimischen Garage schlummern. Schlepperfreunde aus dem Alsenztal, die Deutzfreunde aus Butzbach-Griedel, Schlepperfreunde aus dem Saarland, Hessen, der Südeifel bis zur Luxemburgischen Grenze oder aus Rheinhessen präsentierten als eine wahre Augenweide gleich ganze Baureihen einer langen Industrieepoche: „Betriebssicherheit und Lebensdauer des Motors hängen von der Wartung ab“ war auf Typenschildern zu lesen. Oft haben die Schlepperfreunde trotz RAL-Zertifizierung Probleme damit, die Originalfarbe zu bekommen: „Was es früher gab, wird heute oft als Grundierung verkauft“, hat der Meckenbacher Frank Barth seine Erfahrungen gemacht. Wie viele Prunkstücke führte auch ein 1938-er Lanz seinen Lebenslauf mit sich, berichtete als Munitionsschlepper vom Fronteinsatz bei Kavallerie und Artillerie. Museumsdirektor Michael Schimek und seine Frau Dr. Nina Hening strahlten, über 100 Nummern hatten sie verteilt. Das von Künstler Peter Rudl entworfene Schlepperportrait durfte der Halter des vom Publikum gewählten schönsten Gefährtes als Trophäe für ein Jahr mit nach Hause nehmen.

(Bildernr.: 1621-1622-1623) Ein Geschicklichkeitsparcours wartete, alle Museumstüren standen offen. Die historische Metzgerei mit original-Interieur hatte geöffnet und wurde von den Monzingern Kaufmanns betrieben. Backwaren aus der Museumsbäckerei im Haus Hasselbach zogen ebenfalls magisch an, vom Nachtigallenbrot bis zum „Muckefuck“ wurde alles Mögliche feilgeboten. Im Eingangsbereich waren Stände aufgebaut, Höhepunkt war die Inbetriebnahme des museumseigenen Dampflokomobils der Firma Lanz. Im Dreschschuppen liefen die Transmissionsriemen der Dreschmaschinen und surrten wie eh und je: „Ganz toll gemacht und sehr informativ“ lobte Landwirt Klaus Konrad aus Limbach beim Anblick eines ersten Claas-Columbus-Mähdreschers, der teilweise im Querschnitt zerlegt war und Besucher genau den Weg des Getreides vom Mähbalken über die Schnecken bis in den Korntank verfolgen konnten. Hans-Dieter Groß kam zum fünften Mal mit dem Fahrrad aus Bergen: „Damit sind wir aufgewachsen. So eine Schau bleibt ein Zugmagnet, viel Arbeit wird sichtbar!“. Im Museum war viel Publikum mit Sach- und Fachverstand allgegenwärtig, es wurde in lockerer Atmosphäre gefachsimpelt und viele Neuigkeiten erzählt. Eine Gruppe etwa reiste mit der Bahn aus dem südpfälzischen Landau und Herxheim an. Beim Anblick der eingedörrten Tabakpflanzen vis-a-vis des Hauses Dierbach wussten sie genau über die Sorten Bescheid und erklärten den  Besuchern, dass in Deutschlands Anbauhochburg aufgrund von Subventions- und Nachfragerückgang Fenchel und Petersilie den Tabakanbau ersetzen.       



BAD SOBERNHEIM. Sommer 2009 „Guten Morgen Frau Patricia Altherr“ – lautstark und im Chor begrüßten die Kinder ihre Museumspädagogin als Lehrerin und hatten sie nach einer Woche Ferienfreizeit im Freilichtmuseum „so richtig lieb gewonnen. Es war alles super und wir hatten überhaupt keine Langeweile!“ brachte es die zehnjährige Luisa Lersch- Kessel aus Langenthal auf den Punkt. Alles sei spannend gewesen und habe den Kindern gefallen, sagten sie im Chor. Im alten Schul- und Backhaus Neuwied Heddesdorf konnten sie im authentisch-historischen Klassenzimmer praxisnah Sitten und Bräuche vergangener Schultage erleben, als noch mit Feder und Tinte geschrieben wurde, und erfahren, was ein Rohrstock war und wie martialisch oft noch die Strafen vor 100 Jahren  ausfielen. Mit typischem Spielzeug wie Tretroller und Puppenwagen beschäftigten sich die Teilnehmer mit dem Kindsein ihrer Omas und Opas. In zwei Gruppen hatten sich gut drei Dutzend Kinder angemeldet. Wie bei Stadtranderholung oder Ferienfreizeiten war auch dieses „Angebotskontingent“ des Freilichtmuseums ruckzuck ausgebucht. Am Donnerstag wurde Butter gemacht und Waffeln gebacken. 

Bild 1752 Weizen wird gedroschen und der Spelz weggeblasen. Die Kinder freuts.

Zum Abschluss gestern kamen die Handwerker, feuerte Norbert Dieter droben im Hunsrück- Nahe- Dorf die Schmiedeesse an, das Tischler-Handwerk brachte Helmut Karst den Kindern näher, die mit der Laubsäge arbeiteten. Handwerkstechniken wie Besen binden oder Körbe flechten wurde demonstriert. Nach einem zweieinhalbjährigen Intermezzo als Abgesandte im Bad Sobernheimer Freilichtmuseum wechselt Patricia Altherr (43) nun wieder auf ihre freigehaltene, alte Planstelle nach Glan-Münchweiler. Die dortige Grund- und Regionalschule wird umstrukturiert, erfahrene Lehrkräfte händeringend gesucht. Die 30-Stunden-Woche an der Nahe habe ihr allergrößte Freude bereitet, nicht nur bei der abschließenden Aktionswoche im Freilichtmuseum sei pädagogisches Wirken auf fruchtbaren Boden gefallen. „Es war sehr angenehm zu sehen, wie die Kinder sich einander gegenseitig helfen“, freute sich die selbst kinderlos gebliebene Erzieherin und strahlte. Eine weitere Erkenntnis sei, dass „Museen ja mit noch weniger Geld als Schulen auskommen müssen!“, was Patricia Altherr doch sehr bedauerte.

62.Johanniskerb hallt nach! Fassanstich klappte nicht- Janneck fehlte überall!

   BAD SOBERNHEIM. Begrüßungsworte gestern Morgen beim kommunalen Frühschoppen gab es keine: „Janneck ist verreist und die Stadtspitze blieb sprachlos!“ bedauerten einige eingeladene Bürgermeister, Gäste und Mitarbeiter der Verwaltung, die auch teils Gaudi-und Geschicklichkeitsspiele wie in vergangenen Jahren vermissten. Jedenfalls waren Vereine und Betriebe in großer Zahl anwesend. Zelte Jost hat keine solche Unterstützung erfahren, wie jetzt die Frankenthaler Festwirtbrüder Nickel, denen Geld hinterher geworfen wird.

Bild 1586: „Es Sowerummer Amt“, die Mitarbeiter der Verwaltung waren alle in orangefarbenen Polo-Shirts anwesend. Bild 1587: Die Mitarbeiter von BollAnts im Park kamen in einheitlichem Outfit, zum Verwechseln ähnlich- prosit! Bild 1588: Der Stammtisch der Ehemaligen mit MdL Bettina Dickes + Manni Petzhold mittendrin statt nur dabei!

„Durch die beiden guten Kapellen am Sonntagabend und zum Frühschoppen am Montag konnte die Kerweresonanz enorm belebt werden. Diese beiden Kapellen „Mike-Nail Band“ mit Abba-Hits und die „Sugar-beat-Partyband“ hat die Stadt arrangiert“, stellte Kirmesmeister Werner Weingarth in einem ersten Resümee gestern Abend klar. Es habe alles reibungslos geklappt, sagte Werner Weingarth, dessen Ära am 8. Juli endet. „Das Dorf“ mit seinem rustikalen Ambiente und aufwändiger Dekoration lud zum flanieren und verweilen ein, Schattenplätze und Schirme waren gefragt. Eine Kerb neben der Kerb zu Lasten der Johanniskirmes dürfe es künftig nicht mehr geben, sagte Weingarth in Übereinstimmung mit den Standbetreibern. Hier hätten gerade die kleineren Betriebe „zu kroxen und arge Probleme“ meinten mehrere Sprecher der Schausteller. Vier Beschicker sagten im Vorfeld ab, zwei neue konnten kurzfristig gewonnen werden und damit das Vorjahresniveau von über 36 Karussellen und Ständen gehalten werden. Witterungsbedingt sah es drei Tage lang sah es bedrohlich aus, „wir haben vom Wetterglück profitiert“ zeigte sich auch Willi Nickel, einer der drei Brüder der Betreiberfamilie, gestern Morgen sehr zufrieden.  Die Gestaltung der 62. Johanniskirmes sei sehr schön gewesen und ausbaufähig, es „wird künftig wieder einen Marktmeister geben“, gab gestern der künftige Stadtbürgermeister Dr. Felix Welker (CDU) die Marschrichtung vor. Insgeheim begrüßte Michael Greiner für die SPD diese Klarstellung und sprach sich für „geregelte und geordnete Verhältnisse“ übers ganze Jahr aus. „Hau-Ruck-Aktionen kurz vor der Kerb sind nicht mehr gefragt!“, so Greiner. Ab 13 Uhr montags gabs Ermäßigung auf alle Getränke, den ganzen Tag über lockten auch die Fahrgeschäfte mit Rabatten. Die alte Cortina-Bahn kostete nur 80 Cent- 7 Fahrten 5.- Euro!   



BAD SOBERNHEIM. Juni 2009:„Meine Güte, dauert das immer so lange? Und warum diese Geheimniskrämerei?“ fragten mehrere Zuhörer wie etwa Ursel und Hartmut Fülber beim Nachhausegehen. Sie hatten Nachfragen über den geplanten Busbahnhof am Schulzentrum Münchwiesen und unverhofftes Glück, dass Hans-Georg Janneck und der Bauausschuss nach über dreieinhalb Stunden diesen Punkt ebenfalls als öffentlich deklarierte. Damit wurden zehn der zwölf geplanten nichtöffentlichen Punkte öffentlich behandelt, ein einzigartiges Novum bei Jannecks letzter Bauausschusssitzung. Für die geplante Umgestaltung des Busbahnhofes muss die Stadt die Erschließung tragen. Fülbers erinnerten daran, dass seinerzeit Anlieger Grund und Boden abgeben und die Kosten tragen mussten. Planer Dongus erläuterte sechs Varianten und erklärte klare Vorgaben über Schulhof und dortige Legende. A und O sei, vorhandene Infrastruktur zu nutzen, dass sechs Busse gleichzeitig, auch ziehharmonikaartige Gelenkbusse, Schüler problemlos bringen und abholen könnten. Bis zu fünf Kurzzeitplätze für Schüler bringende Eltern sind zu integrieren.

Bild 1575: Es wurde eine Fülle von Themen öffentlich erörtert und debattiert!

Bild 1576: Grundstücksmodalitäten, die Vor- und Nachteile des neuen Busbahnhof Münchwiesen erregten die Gemüter 

Bild 1577: H.-G.Jannecks letzte Bauausschusssitzung im Haus des Gastes

    Ebenfalls gewöhnungsbedürftig: Nachbarn und Anwohner des geplanten Bauvorhabens „Lebensgarten Nahetal“ auf Erno Brinkmanns früherem Gärtnereigelände wurden zum Ratstisch gebeten und durften ihre Bedenken bezüglich fehlender „Besonnung“ und „Beschattung“ vor der Betreiberin Yvonne Roth und drei Ansprechpartnern vortragen. Dortige Eigentümer und Häuslebauer mussten sich einst an Kniestockhöhe und eingeschossige „Umgebungsbebauung“ halten, und jetzt soll ein solcher dreigeschossige „Bauklotz“ mit zehn Wohneinheiten Schatten auf ihre Solaranlagen werfen und diese beeinträchtigen? Wie ist das mit dem Lkw-Zulieferverkehr und dem geplanten öffentlichen Cafe? Sind die Wohneinheiten verkauft?, waren weitere Fragen. Während die Antragsteller dort bauseits einen mächtigen Nußbaum mit erheblichen Kosten integrieren und schützen wollen,  kamen den felkestädtischen Anliegern in der Felke-, Nahe-und Dammstraße genau jene negativen Bausünden aus der Vergangenheit in der Stadt wie „Am Nussbaum/ Feuerwehrhaus“ und in der Königsberger Straße in den Sinn und auch davor habe man „Angst und Bedenken“. Willi Scheer machte für den Bauausschuss deutlich, dass dieses private Projekt in Bad Sobernheim gerne gesehen sei, Nachbesserungen und die Darstellung anhand eines Modells die „Anliegerängste gegen null reduzieren könne“. Als „vorsorglichen Grundsatzbeschluss“ stimmte der Bauausschuss der geplanten „Park& Ride“ Anlage  am Bahngelände zu. 220.000 Euro Kosten für Grunderwerb und Bau werden zu 85 Prozent bezuschusst. Die restlichen 33.000 Euro städtischer Anteil sollen durch Vermietung /Verpachtung der 71 geplanten Stellplätze refinanziert werden. Vertagt und keine Einigung auch über die Parkplätze am Gymnasium: Während nach der Neuordnung 34 Parkplätze bereit stünden, rechnete Karl-Hermann Palm 44 bestehende vor. Ohne den Ankauf des Kinos könne hier langfristig keine Verbesserung erzielt werden, meinten Zuhörer oder Dr. Jörg Maschtowski, die Problematik ging später nichtöffentlich weiter. Mit einem Außentermin auf Steinhardter Höhen begann Hans-Georg Jannecks letzte Bauausschusssitzung. Es ging um die Nordanbindung des Neubaugebietes Leinenborn II. Über bestehende Wirtschaftswege und Mautfinanziert wollte die Baufirma Thomas hier für die Anlieger unter Ausschluss des Durchgangs- oder Schwerlastverkehr mittels Schranke oder Kartensystem eine Anbindung über Steinhardt und die B 41 ermöglichen. Ausschussmitglied Gerhard Zwaan-Standfuß und anwesende Jagdgenossen meinten, der Unterbau des Feldweges sei dazu nicht geeignet, „es bleibt ein Provisorium!“. Als „Maut“ nannte der Vertreter der Baufirma 100 Euro im Jahr. Die Gefährlichkeit beim Begegnungsverkehr, der Winterdienst, Mäh- und Pflegearbeiten und eine Vielzahl Bedenken wurden erörtert, nach über 40 Minuten stellte Dr.Jörg Maschtowski den Antrag auf Ende der Debatte. Nun soll die überschaubare Zahl der Anlieger von Leinenborn I und II befragt werden. Einstimmig votierte der Ausschuss für den Antrag der Jagdgenossen, das 200 Meter lange Reststück eines Wirtschaftsweges aus Richtung Waldböckelheim auf städtischer Gemarkung zwischen Steinhardt zum Marienpforter Hof auszubauen. Ebenfalls einstimmig wurde die Aufhebung der Sanierungssatzung für die Innenstadt als Kerngebiet, Bahnhofsvorplatz und die Erweiterung der Priorhofstraße beschlossen.



BAD SOBERNHEIM.Juni 2009 Auf dem Marktplatz spielte am Samstagabend die Musik: Die Auftaktveranstaltung als erste von vier außergewöhnlichen Konzerten zur Belebung der felkestädtischen Innenstadt unter dem Motto „SooNahe Live“ mit Katharina und Matthias Bregenzer vor vollbesetzten Reihen war dank Wetterglück vom Erfolg gekrönt. „Liebe Mitbürger und Gäste, lassen sie sich von den Genüssen verwöhnen!“, begrüßte VG-Bürgermeister Rolf Kehl: Seine beiden größten Wünsche, Wetterglück und ein gut gefüllter Marktplatz, seien in Erfüllung gegangen. Kräfte bündeln, den Bürgern und Gästen etwas besonderes bieten, die Innenstadt und VG nach vorne bringen, so sei vor Monaten diese Idee gemeinsam mit der Wifög, der Werbegemeinschaft „So-aktuell“, der KTI und der Mattheiser Sommerakadie als Veranstalter geboren worden. Mit im Boot auch die Regionalinitiative „SooNahe“. Erlebnisgastronomie sei ein Mosaikstein, touristische Akzente zu setzen.  Klar, dass Winzer und Gastronomen eingebunden waren, es gab Winzerteller und Spundekäs`. Der Weinstand von Kai Bamberger war richtig dicht umlagert, und auch die Gastronomie an der innerstädtischen Peripherie partizipierte von diesem Sommerabendereignis, am Ratshof waren alle Tische besetzt.

Bild:1572 Tischdecken wurden keine nass, dank Wetterglück blieb`s trocken Bild 1573: Gute Musik lockte auf den Marktplatz zu den Bregenzers Bild 1574: Vor dem Rathaussaal

   Nicht erst seit dem Abiball vor zwei Jahren in Bockenau zeigt die Karriereleiter der beiden einheimischen Katharina und Matthias Bregenzer steil nach oben. Musiklehrer und Experten wie etwa Oliver Schneiß attestierten den 21- und 25 Jahre alten Nachwuchskünstlern höchste Professionalität und virtuose stimmliche Brillanz: „Ganz leichte, mediterrane Abendstimmung ist angesagt, bei der die Gäste tolle Musik an allen Tischen hören, und trotzdem im angeregten Gespräch bleiben können“, philosophierten andere, und so sah man auch Freie, Rote, Grüne und Schwarze (Politiker) schiedlich-friedlich im Plausch nebeneinander. Harmonie und der Hang zum absoluten Miteinander der beiden ist inspirativ-sichtbar und deutlich hörbar: „Geschwisterliebe vom Feinsten“ bringt Katharina Bregenzer, die in Köln Mediendesign studiert, auf gezielte Nachfrage selbst diese ausgewogene und beflügelnde Souveränität auf den Punkt. Ihr Repertoire- Mix aus gecoverten Titeln und eigenen Kompositionen kommen dank ihrer brillant geschulten Altstimme allesamt an. Überwiegend das Genre „Akustischer Pop“ liegt den Geschwistern im Blut. Die Stilrichtung erinnert auch an einfühlsame Chansons oder Balladen und trifft damit punktgenau das Motto des Abends „SooNahe Live“. Zwei gecoverte Lieder aus Shottland, die italienisch klingen, zählen ebenso dazu. „Unplugged“ sind die hörenswerten Lieder, eingangs am E-Piano im dominanten Klavierklang und mit akustischer Gitarre überwiegend als verjazzte Kompositionen. Damit spielt sich das Duo von Anfang an in die Herzen der Zuhörer, die an den Stehtischen mitgingen. Musikalische Eigenkreationen mit lyrischen Texten wie etwa „One of Us“ oder der Titel "Incomparable" werden vom Publikum gewünscht und zu Highlights, Bregenzers haben längst ihre Fangemeinde. Neben dem Spektrum der Eigenwerke waren auch Klassiker wie von Sting „Fields Of Gold“ oder beliebte Hits aus den aktuellen Charts zu hören und ernteten Beifallsstürme. Christopher Müller aus Meddersheim spielte als Perkussionsinstrument das Cajun. Diese Art der jahrhundertealten, traditionellen Musik der frankophonen Einwanderer im US-Bundesstaat Louisiana ist nicht erst durch die Backgroundmusik von Gerhard Engbarth mit der Blueslegende und Altmeister „Louisiana Red“ in der Felkestadt sehr beliebt und bekannt geworden. Aber auch spontanen Gesangseinlagen  wurde das Podium bereitet, das Publikum ließ sich begeistern und mitnehmen: „Alles passt heute Abend: Toll, dass sich die Bad Sobernheimer das nicht entgehen lassen!“, freute sich sichtlich zufrieden Renate Scheffold von der KTI, für die Geschäftswelt „So-aktuell“ begrüßte Stefan Klussmeier..>>>Weiter geht die erste Bad Sobernheimer „SooNahe Live“- Veranstaltungsreihe am Sonntag, 14. Juni, mit Markt und verkaufsoffenen Geschäften und dem Blasorchester Staudernheim. Am 12. Juli spielt die Glan-River-Band. Am 22. August ist im Rahmen der Mattheiser Sommerakademie eine Musikalische Reise als Openair-Konzert geplant und soll eine lange Verkaufsnacht von „So-aktuell“ der Veranstaltungsreigen gekrönt werden.



 Vollsperrung Poststraße seit 17. Juni - Abriss voll im Gange

   BAD SOBERNHEIM. Die Bad Sobernheimer Poststraße für die beginnenden Kreiselbauarbeiten mit 22 Metern Durchmesser als Zufahrt zum neuen Einkaufszentrum auf dem Melsbach´schen Gelände voll gesperrt. Täglich 7000 Autos sind nach Auszählungen davon betroffen. Aus verkehrssicherungstechnischen Gründen wird in der kommenden Woche auch die Pfaffenstraße komplett für die Dauer der Abrissarbeiten der Häuserzeile gesperrt. Dies haben die beteiligten Firmen und Straßenverkehrsbehörden in polizeilichem Einvernehmen und mit dem Straßenbaulastträger so entschieden. Der Städtische Beigeordneter Horst Barth ist mit den „professionell und umsichtig agierenden Firmen und deren Know-How sehr zufrieden“.

Bild 1546: Bagger beginnen Mitte Mai mit dem Abriss des alten Unternehmens Bild 1547:Drei Wohnhäuser verschwinden und werden getrennt entsorgt. Bild 1548: Das riesige Areal wird komplett dem Erdboden gleichgemacht...
    Wie von Geisterhand fassen die fast 20 Meter langen Ausleger mit ihrer Greifzange massive Holz- und Deckenbalken und tragen ganze Fußböden ab. Zimmer um Zimmer verschwindet. Von den beiden ältesten Melsbach`schen Wohngebäuden I und II im Eingangsbereich Kirchstraße bleibt kein Stein auf dem anderen. Alles geht jetzt mit mehreren Baggern rasend  schnell. Auch das lange majestätische Fabrikgebäude parallel zur Pfaffenstraße ist vollständig entkernt. Während frühere Mitarbeiter und Passanten vom Ausmaß der Gesamtfläche beeindruckt und überrascht sind und das Schauspiel genau verfolgen, sind die beiden Ingenieure Holger Zoubek als Bauleiter der Firma Terra- Umweltservice und Markus Piroth von der Bauprojektleitung der Investorengruppe Schneider voller Zuversicht: „Hier entsteht ein städtebauliches Vorzeigeprojekt und ein innerstädtischer Publikumsmagnet. Man muss froh sein, dass in heutiger Zeit solche private Investitionen getätigt werden“, erklärten beide. Die Arbeiten liegen im Zeitplan, in der ersten Juliwoche sei der Abriss komplett beendet. Sortierarbeiten sind das A und O, der selektive Rückbau läuft auf Hochtouren. Penibel müssen Holz, Styropor oder etwa brisante KMF- Schadstoffe (Künstliche Mineralfasern) vom restlichen Bauschutt getrennt und teils aufwändig in großen Säcken („Big-Packs“) entsorgt werden. Holz geht in die „thermische Verwertung“, sprich es wird zur Wärme- und Energienutzung in einem Blockheizkraftwerk bei Worms verbrannt. Keine Probleme gebe es bei der Eisen- und Stahlentsorgung, jedoch sei der Erlös schon viel besser gewesen. Meterhoch liegen die Betonhalden. Diese werden mit Maschinen zerkleinert und zum Teil das sortenreine Material auf dem gesamten Areal mit einem durchgängigen Gefälle von weniger als zwei Prozent von der Pfaffenstraße bis hin zur Poststraße eingebaut.

Pfingsten 2009: Mühlentag im Freilichtmuseum 

   BAD SOBERNHEIM. Am Wochenende war Mühlentag im Freilichtmuseum und erstaunlich viele Gäste nutzten das herrliche Pfingstwetter, spazierten und flanierten durch die vier Museumsdörfer im Nachtigallental. In der Mühle erklärte der Bad Sobernheimer Kai-Uwe Schäfer den Besuchern die Funktionsweise der Mühle aus Alterkülz, die dort 1996 abgebaut und 2006 im Bad Sobernheimer Freilichtmuseum als sehr gut erhaltene klassische Bauernmühle aufgebaut wurde. Es war einst so eine Art genossenschaftliche Mühle, die von mehrere Familien betrieben wurde: „Wir haben hier nicht genügend Wasser, um damit ständig die Mühle zu betreiben“, erklärte Schäfer, der nebenbei als Maurer im Museum werkelt. Stattdessen trieben beim Deutschen Mühlentag die Transmissionsriemen Elektromotoren an. Es herrschte ein Kommen und Gehen. Weizenkörner wurden geschrotet, etwas grober wie Mehl gemahlen, was jetzt als Viehfutter verwendet wird.

Bild 1549: Familie Nienhaus aus Bad Sobernheim hatte nicht weit und besuchte an Pfingsten „Hobbymüller“ Kai-Uwe Schäfer (li.) Bild1550: Emily Hey aus Meddersheim guckte sich das Mühlrad genau an! 1551: Auch das Sägegatter droben im Hunsrück/ Nahedorf ratterte und surrte

Der technische Leiter des Museum, Udo Kleindienst aus Hennweiler, und Zimmermann Dirk Schöttler aus Hochstetten hatten oben im Hunsrück-Nahe-Dorf zu jeder vollen Stunde die Sägegatter laufen und standen den Besuchern mit Kameras und Fotoapparaten Rede und Antwort. Auch hier heiligte der Zweck die Mittel, werden die gesägten Bohlen und Bretter  verwendet und dringend gebraucht für den Aufbau der Scheune Heiligenroth, deren Fertigstellung oberste Priorität hat. Für das älteste mittelalterliche Haus Zell-Merl neben dem Haus Enkirch wurden ebenfalls Eichenbretter und Dielen für den Lehmschlagfußboden gesägt.



BAD SOBERNHEIM. Im Haus des Gastes wurde der Städtebauliche Vertrag über den Abriss des Melsbachareals hin zu einem Einkaufspark unterzeichnet, am  Montag, 25. Mai rollten Bagger an!

Bild 1507: Vertragsunterzeichnung in Haus des Gastes: Denn es war sonst keine Raum in der Herberge.... (Rathaus)  Bild 1508: Peter Heddesheimer, Investor Bruno Schneider, H.-G.Janneck,Reinhard Milferstedt vor den Plänen (von re.) Bild 1509: Pläne der Bauten und Ansichten aus allen Himmelsrichtungen lagen aus.

Dann wird auch der Parkplatz an der Volksbank gegenüber „Peanuts“ in der Saarstraße gesperrt. Mit dem Abriss des langen Backsteingebäudes für den neuen Rewe-Verbrauchermarkt entlang der Pfaffenstraße wird begonnen. Im Endausbau soll das ganze Gelände von hier bis zur Poststraße wegen der Parkplätze und den Einkaufswagen durchgängig als fußläufige Verbindung weniger als zwei Prozent Gefälle haben. Neuralgischer Punkt und zugleich Herzstück mit vielen Telekom- Verteilerkabel im Untergrund dürfte der neue Kreisel und die viermonatige Sperrung der Poststraße sein. Die Schulferien sollen verstärkt für die Hauptbauaktivitäten genutzt werden. Im unteren Bereich hat die Kirn-Kallenfelser Bäckerei Friedrichs 130 Quadratmeter und Schlecker 400 Quadratmeter angemietet. Der Discounter Netto kommt ebenfalls in die Felkestadt. Investoren und Betreiber werden derzeit noch für das geplante Cafe gesucht. Im Rathaus waren keine Räume frei. Nur Beigeordneter Horst Barth und vom Bauhof Kurt Titze von der Stadt waren zugegen. Bürgermeister Hans-Georg Janneck erinnerte bei der Vertragsunterzeichnung an anderthalbjährige Planungsarbeiten und gut ein halbes Dutzend überarbeiteter Verträge. Bei der geplanten Übergabe im März und nach der Eröffnung wolle er nur noch einen privaten Kalender führen und dort als Privatmann einkaufen. Bauherr Bruno Schneider sowie der Geschäftsführer der Immobilien Treuhand Mainz GmbH, Reinhard R.P.Milferstedt dankten der Verwaltung und namentlich Peter Heddesheimer. Man habe vertrauensvoll offen, kooperativ und zielorientiert viele Hürden gemeinsam gemeistert und Probleme gelöst. Schließlich seien bei allen Hoffnungen für die Stadt mit solch einem Projekt auch „Ängste der Bevölkerung verbunden. Ich bin froh, dass es einheimische Investoren sind und dass es eine Perspektive gibt. Schließlich wachsen die Bäume bei uns nicht in den Himmel!“, sagte Janneck. Jede andere Stadt wäre froh, wenn sie mit solch zusammenhängender innerstädtischer Fläche eine wirtschaftliche Belebung und Konzentrierung erfahren könne, sagte Bauunternehmer Bruno Schneider und erinnerte daran, dass der Stadtrat mit überzeugender Mehrheit dafür gestimmt habe. Zugleich widersprach er laut gewordenen Äußerungen der Denkmalpflege, hier „eine Chance vertan zu haben? - im Gegenteil!“: Man habe das im Verborgenen schlummernde Objekt aus seinem Dornröschenschlaf geweckt und entferne Efeu, weil dadurch das Mauerwerk zersetzt werde. Das Objekt sei ohne Anmeldung für die Öffentlichkeit zuvor kaum zugänglich gewesen.



OSTERN 2009 im Freilichtmuseum - ein Blütenmeer!

Celine +Jasmin Stenzhorn (v.l.) aus Jeckenbach  strahlten  mit der Sonne um die Wette. Bilder 1435-1436-1437: Überall waren prall gefüllte Osternester versteckt Pascal Kiehl aus Meisenheim war mit seinem Staudernheimer Opa Gustav auch da und wurde fündig!

BAD SOBERNHEIM. Hunderte Besucher flanierten beim Ostereiersuchen im Freilichtmuseum vorbei an blühenden Tulpen in erwachender Natur, an frischen Blumenbeeten und akkurat sauberen Gehöften. Dies war auffallend und die Stimmung war überall heiter-fröhlich. Man traf Gott und die Welt und nahm sich Zeit zum Schwätzchen.. Und auch solche Zeitgenossen wie der Staudernheimer Gustav Dietz, der gerade am Wochenende mehr seinen Blick auf „seinen“ Verein, aufs Sportliche oder den FC Bayern München konzentriert, lobte in höchsten Tönen: „Alles liebevoll gestaltet und tadellos gepflegt. Hut ab: Ich weiß, was das für Arbeit ist!“, sagte Opa Gustav, der mit seinem fünfjährigen Enkelkind Pascal Kiehl aus Meisenheim zur Osternestsuche kam und diese originelle Idee unterstützte. Die Parkplätze standen voller Autos mit Kennzeichen aus allen Himmelsrichtungen. Michelle und Victoria Kamann kamen zum Ostereiersuchen mit Eltern und Patentanten sogar mit dem Zug aus Ockenheim angereist, auch sie lobten wie die Jeckenbacher Familie Stenzhorn mit ihren Kindern Celine (7) und Jasmin (4) das gepflegte Ambiente beim Osterspaziergang: „Wir sind sehr oft hier wir, die Kinder können sich kaum satt sehen und fragen uns Löcher in den Bauch, wie das früher war“. Und wenn dann noch knuspriges Backwerk und heiße Schokobrötchen aus dem Museumsofen kommen, sei der Ostersonntag gerettet, war allgemeiner Tenor, während beim Erzählen Eltern und Großeltern zu den Kindern in Erinnerungen schwelgten. Über 280 Nester waren in der Baugruppe Hunsrück-Nahe versteckt. Vor der Schmiede aus Alterkülz wurden die Kinder am schnellsten fündig, hier gaben Peter Rudl und der Staudernheimer Museumshelfer Theo Seis genau Obacht auf die schmucken und prall gefüllten Nester, passten auf, dass es keine Verwechselungen gab, wenn die Eltern diätetische Lebensmittel oder besondere Wünsche orderten. Vor dem Haus Bickenbach am alten Lanz-Bulldog versah Dr. Nina Hennig ihren Dienst und lobte ein fleißiges Helferteam: „Ich bin froh, dass es etwas bedeckt ist und uns dieses Jahr die Hasen nicht davon laufen. Heute sieht man nur in strahlende Gesichter, so was steckt an“, freute sie sich. Im alten Posthaus Rapperath, im Schusterhaus aus Wallhausen oder rund ums Sägewerk, überall auf alten handwerklichen Utensilien und landwirtschaftlichem Gerät entdeckte man liebevoll gestaltete Osternester. Am Winterburger Tanzsaal stärkten sich die Gäste mit Kaffee und Kuchen, oder saßen im Sonnenschein auf der Wiese. Museumsleiter Dr. Michael Schimek machte schon unentwegt Reklame fürs nächste Wochenende am 26.April, wenn es um Pflanzen und rund um den Garten geht. Er gab am Steuer des Museumsbusses vom Eingang bis ins Hunsrück-Nahedorf und Retour den Chauffeur und kutschierte die Besucher mehr, als er fuhr: „Besser schlecht gefahren, als gut gegangen“ riefen sich am späten Nachmittag erschöpfte Felkestädter zu und fuhren bei der letzten Fahrt doch lieber mit...




Spatenstich am EFG noch vor den Sommerferien oder alles Wahlkampfgetöse?

MAI 2009. BAD SOBERNHEIM. Klar ist in jedem Falle, dass gebaut wird. Beim geplanten Sporthallenneubau am Bad Sobernheimer Gymnasium soll noch vor den Ferien Spatenstich sein. Vorrausgesetzt alles läuft nach Plan und übergroße Bedenken der Anwohner können ausgeräumt werden, bzw. finden erst gar nicht statt. So sehen es jedenfalls alle Beteiligten. Am 19. Mai werden Schulträger und Bauausschuss die aktuellen Pläne des gesamten Umbaus vorgelegt und danach will der Schuldezernent und Erste Kreisbeigeordnete Hans-Dirk Nies zu einer Anliegerversammlung einladen und hofft, alle Bedenken zu zerstreuen. In erster Linie geht es um die Höhe, aber "Teile der Sporthalle sollen im Boden verschwinden", wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautete. Die Stadt muss dem Gymnasium für die Erweiterung notwendige Flächen kostenlos zur Verfügung stellen. Da wo derzeit das rote Kleinspielfeld im rückwärtigen Teil in Sichtweite der Staudernheimer Straße ist soll der Neubau entstehen, nördlich des Gymnasium zum Kreisel zu muss die Stadt die Gärten ankaufen.   



  Melsbach-Areal: Abrissbagger warten- Vollsperrung

MAI 2009: BAD SOBERNHEIM. Die Abrissbirne pendelt schon, die Planungen sind in vollem Gange: Derzeit beißen sich schwere Bagger fast die Zähne an dickem Wurzelwerk aus und schieben das im Frühjahr gerodete Areal plan. Am 7.Mai 2009 um 10 Uhr ist Submission für die Abrissarbeiten, am 18.Mai soll die Stadt beschließen und spätestens am 25. Mai wird mit dem Abriss der ehemaligen Hallen zum neuen Einkaufszentrum begonnen. Bauherr Bruno Schneider stand einer CDU-Runde um Vorsitzenden Dr. Willi Grüntgens und dem Bürgermeisterkandidaten Dr. Felix Welker Rede und Antwort. 

Bild oben: 1304: Die Bagger kommen!    Bild unten 1307: Die geschützte Kapelle. Bild 1305: Detaillierte Pläne, unten der geplante 22-m-Kreisel Bild 1306: Der Merxheimer Bauherr + Investor Bruno Schneider -im Hintergrund die Kapelle
 Dabei wurde deutlich, dass der Zeitplan gut zwei Monate im Verzug ist, aber aufgrund in Aussicht gestellter Fördermittel der Verfahrensweg genau eingehalten werden muss.Anhand von Plänen erläuterte der Bauherr den aktuellen Stand, absolut Tabu bleibt dabei die ehemalige Disibodenbergkapelle. Sie wurde aus den Planungen gänzlich ausgespart, obwohl aufgrund mehrerer baulicher Veränderungen und Anbauten nichts mehr mit dem Eingangsportal gemein haben und dieser Bereich nur durch enorme finanzielle Mittel herzustellen sei, war sich Bruno Schneider mit dem anwesenden Architekt Axel Hill einig. Er hat schon einmal im Rahmen einer Ausbildung das ganze Areal und die Grundfeste vermessen.

    „Abriss ist eine Wissenschaft für sich“ erklärte Bruno Schneider gesetzliche Vorgaben. Der stabile Stahlbeton der Gebäude werde vor Ort recycelt und in den Unterbau eingebaut. Voraussichtliche Dauer: Sechs Wochen. Ende Juni könne mit dem Bau des Rewe-Marktes begonnen werden, parallel dazu verlaufen Erd-Straßen und Tiefbauarbeiten für den geplanten Kreisel in der Poststraße mit „ausreichendem Durchmesser von 22 Metern, kein Minikreisel“, informierte Bruno Schneider. Der städtische Beigeordnete Horst Barth bestätigte Gespräche auf allen Ebenen über eine Vollsperrung der Poststraße ab Mitte Juni. Nach Verkehrszählungen passieren hier täglich 7000 Fahrzeuge die Poststraße, Umleitungen seien über die Steinhardter Straße oder Ringstraße, auf der anderen Seite über die Felkestraße und Mühlenteich, Nahe- und Dammstraße möglich. Eine andere Möglichkeit wie Totalsperrung gäbe es nicht, wenn Mitte Juni die VG-Werke mit Wasser und Kanalarbeiten beginnen: „Hier ist ein Nadelöhr, verläuft ein Großteil der Stadtentwässerung und unter der Erde ist jede Menge Leben“, meinte Bruno Schneider über ganze Kabelpakete der Telekom und alle möglichen Versorgungsstränge. Mit dem anschließendem Straßenbau dürfte die Poststraße frühestens Mitte Oktober wieder für den Verkehr freigegeben werden. Maximal 2 Prozent wird das gleichmäßige Gefälle von der Poststraße über das gesamte Parkplatzareal mit 147 Stellplätzen durchgehend bis zur Pfaffenstraße betragen. Die Fahrbahnbreite der Pfaffenstraße bleibt erhalten, Park- und Haltebuchten sind hier vorgesehen. In „trockenen Tüchern“ seien Verträge mit Rewe, Schlecker und der Bäckerei Friedrichs aus Kirn-Kallenfels. In jedem Fall sollen die Bauten und Außenarbeiten vor Winter fertig sein, der Trockenausbau sei danach kein Thema mehr. Vertraglich fixiert sei bisher eine Übergabe der Fertigstellung Ende März 2010.  



SC 03: Vorstand oder Insolvenz? -22. Mai bei MV ist "Highnoon"

 BAD SOBERNHEIM. Die jüngste außerordentliche Mitgliederversammlung des SC 03  wurde kurzfristig als „nichtöffentlich“ deklariert,  Nichtmitglieder mussten das Clubheim im Staaren verlassen. Dass die Versammlung harmonisch verlief, wollte die vom Landgericht Bad Kreuznach bestellte Bad Sobernheimer Rechtsanwältin Anke Schumann nicht bestätigen, vielmehr wisse jeder, wo es langgeht, und sei „gegenseitiger Respekt“ angesagt gewesen. Einzig und allein sei es zum letzten Mal darum gegangen, die Ernsthaftigkeit der Lage den Mitgliedern aufzuzeigen. Knapp 60 kamen. Insolvenzverwalter Jörg Lieser (Koblenz) teilte den Mitgliedern die finanzielle Schieflage mit. Es sei keine Überschuldung da, wenn man das Aktivvermögen den Gläubigerforderungen (über 300.000 Euro) entgegenstellt. Gleichwohl befindet sich der Verein momentan in einer Zahlungsunfähigkeit und aufgrund der Liquiditätsprobleme in einem schwebenden Insolvenzverfahren. Die Mitgliedsbeiträge sind noch nicht eingezogen worden. Der ehrenamtlich geführte Verein mit gemeinnützigem Auftrag muss Verträge erfüllen und hat dafür Sorge zu tragen, dass kein Dritter Schaden erleidet. 

Nr.1428: "Notvorstand" istJuristin Anke Schumann 

INSOLVENZANTRAG: Was wird aus Clubheim und Rasen? "Notvorstand" Anke Schumann untermauerte bei der Suche nach einem Vorstand mehrfach, dass das neue Gremiium nicht für die Verfehlungen der Vergangenheit haften.

   Der Rasenplatz würde nach dem endgültigen Aus an die Stadt fallen. Wird der Verein aufgelöst, steht das Clubheim zur Zwangsversteigerung. Die Stadt hat ein Vorkaufsrecht.Sollte sie es zum aktuellen Schätzwert kaufen, muss die Stadt dann auch die Schulden übernehmen.

Nun müsse darüber geredet werden wie Darlehensverbindlichkeiten und bestehende Gläubigerforderungen befriedigt werden. In einem sehr engen Zeitfenster soll geklärt werden, ob Gläubiger teilweise bereit sind, auf Forderungen zu verzichten, Umzuschulden, neue Kredite anzubieten oder auf Zinsen zu verzichten. Erfahrungsgemäß lassen sich Gläubiger in dieser „Goodwill“-Phase darauf ein, denn im  Rahmen einer Insolvenzverwertung würden keinesfalls die tatsächlichen Werte erzielt. Von Anke Schumann und Jörg Lieser wurde eine klare Sprache gewählt: „Wird der Verein aufgelöst, werden alle Privatbürgen zur Kasse gebeten. Eine Liquidation wäre der Super-Gau“.

So sah es auch Jörg Maschtowski, der im Gespräch mit unserer Zeitung zwar von einer emotionalen, aber überaus nachdenklich-sachlichen Versammlung berichtete, bei der Tacheles geredet aber nicht „nachgekartet“ wurde. Für den HSV-Mann sei es für die Felkestadt und die Naheregion ganz wichtig, neben dem TV auch einen ganz starken fußballsporttreibenden SC 03 im Boot zu haben. Jörg Maschtowski bildet mit Peter Hartmann, Michael Greiner, Achim Giloy und Herbert Wenz ein neues Quintett, das auf allen Ebenen Gespräche führen, ein Finanzierungsplan und den Fortbestand mit Lösungen und individuellen Konzepten zeitnah in die Wege leiten soll. Nur wenn es gelingt, ganz schnell (bis Juni) einen Vorstand zu finden, ist Insolvenzverwalter Jörg Lieser, der schon einmal ganz in der Nähe auf dem Hunsrück erfolgreich war und in Insiderkreisen als Spezialist im Vereinsrecht gilt, guter Dinge, dass der Antrag auf Insolvenz zurückgenommen werden kann. Die Zeit des Zuwartens sei endgültig vorbei, es sei Punkt 12 Uhr! Ganz wichtig: „Der neue Vorstand ist nicht mit einem finanziellen Haftungsrisiko der Vergangenheit belastet, das ist gleich null!“, untermauerte Anke Schumann mehrfach. Ein neuer Vorstand signalisiere mit Lösungen und einem Finanzkonzept den Gläubigern den Fortbestand und sei „das A und O. Wir brauchen schnell einen ganz starken Vorsitzenden der anpackt, keinen Beckenbauer als Präsidenten“, sagte sie um die „Kompetenzschwierigkeiten und kontroverse Diskussionen aus der Vergangenheit ad acta zu legen“. Voller Hochachtung erwähnte die Anwältin 150 Helfer bei HSV-Turnieren und fragte in die Runde, wer denn im Sportclub ehrenamtlich helfend mitarbeiten würde. Dass sich über 30 bereit erklärten, wertete sie als Erfolg: „Wir sind ein Stück weiter gekommen, die nötige Transparenz ist da. Nun muss definitiv jedes Mitglied in Vorleistung treten und aus sich heraus fragen `was kann ich für meinen Verein tun?´“. Karl-Ernst Pfeffer wurde im Vorfeld bis auf weiteres offiziell beauftragt, den laufenden Jugend- und Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten. 

Übrigens: Die vom scheidenden Trainer Axel Pfeffer gecoachte B-Jugend wurde vorzeitig Meister. 



Helau am Rathaus in Bad Sobernheim- HEELLAAUU!!

1387: Webersch aus Meraschum Bild 1388: Sowwerummer Weiwer: wehe wenn sie losgelassen werden.... ojeminee Bild 1389:Peter Rudl mit seinem Lanz Töfftöff, beide aus dem Freilichtmuseum


BAD SOBERNHEIM.(Bilder981-982-983- Rund um den Musikantenbrunnen- Febr.2009Mitarbeiter der Stadt um Friedhelm Schlarb waren über die Woche damit beschäftigt, Teile des Pflasters am Musikantenbrunnen in der Marumstraße, Ecke Neugasse abzutragen. Bekanntlich bleibt wegen Baufehler- und Mängel das Oberflächenwasser über der Tiefgarage stehen und bereitet Probleme auf breiter Front. „Janneck hat dies zur Chefsache erklärt“, war dazu mehrfach aus dem Rathaus zu hören. Beim Bürgermeister nachgefragt erklärt dieser, man könne ihm „dort nicht vorwerfen, untätig zu sein, obwohl wir einen Stadtrat haben. Aber keiner geht an die Sache `ran. Das Wichtigste ist, das Wasser dort schleunigst wegzubekommen!“, setzte Hans-Georg Janneck oberste Priorität. Durch Mitarbeiter der Stadt wolle er die Kosten im Rahmen halten, die Gewährleistung sei ein weites Feld und werde auch den kommenden Rat noch lange beschäftigen. Das Statikbüro Dr. Verheyen habe nun festgestellt, dass für die vier zu setzenden Rohre Löcher mit 28 Zentimeter Durchmesser durch die Decke gebohrt werden müssten, um dort Gullys mit diesem Querschnitt zu setzen. Dazu müsse die Statik erneut überprüft werden, so der aktuelle Sachstand.  

Umbau der Sparkasse Rhein /Nahe dauert bis Sommer 2009

Bild 866: Da soll für die Dauer der Umbauarbeiten die Automaten hin. Bild 867: Geschäftstellenleiter Kai Wilhelm: Drei Mal größer soll dieser Bereich werden! 

BAD SOBERNHEIM. (Febr 2009) Ende Januar begannen die umfangreichen Bauarbeiten der Sparkassengeschäftsstelle Rhein-Nahe am Marktplatz. Hinter der Sparkasse wird in der ersten Februarwoche ein Container abgestellt und ab Montag, dem 16. Februar, werden sich die 22 Mitarbeiter komplett in der „Übergangsgeschäftsstelle“ einrichten. Der Eingang dieses Provisoriums erfolgt über den Innenhof, der für die Dauer der Bauarbeiten nicht wie bisher als Kundenparklatz der Sparkasse genutzt werden kann. Darauf weist der Leiter der Geschäftsstelle, Kai Wilhelm, hin und bietet die Anlieger und Kunden um Verständnis. Der Kundenverkehr geht ganz normal weiter. In der Garage, wo die fahrbare Zweigstelle normalerweise parkt, werden dann Geldautomaten und Auszugsdrucker stehen. „Wir bekennen uns ganz klar und investieren in den Standort Bad Sobernheim“, erläuterte der 28-Jährige Geschäftstellenleiter. Kai Wilhelm wuchs in Waldböckelheim auf und wohnt in Duchroth, er ist seit Juni 2008 Nachfolger von Andreas Steeg, der nun Vertriebsleiter an der Mittleren Nahe in der Region Kirn/ Bad Sobernheim ist. Das Erdgeschoss wird komplett entkernt und neu gestaltet, die äußere Fassade bleibt unverändert. „Für den gesamten Geldverkehr nutzen wir nur sieben Prozent der Fläche“, erläuterte Kai Wilhelm und das soll sich ändern. Nach dem Umbau wird der derzeitige Eingangsbereich, wo die Geldautomaten und der Auszugsdrucker stehen, drei Mal so groß, kundenfreundlicher, moderner und mit den neuesten SB-Geräten ausgestattet werden. An starken Tagen werde dieser Bereich von bis zu 5000 Kunden frequentiert, „hier platzen wir aus den Nähten und besteht Handlungsbedarf“. Die voraussichtliche Dauer des Umbaus ist etwa sechs Monate. Sinn und Zweck ist die räumliche Zusammenlegung von Kassen- und Servicebereich. Für das Bargeldgeschäft bleibt nach wie vor die Servicekasse erhalten, auch sollen nach dem Umbau mehr Büros für die Kundenberatung bereitstehen. Seit 1993 wurde das Bankgeschäft kontinuierlich durch Pflege- und Altersvorsorge viel Beratungsintensiver. Daran habe die Bankenkrise nichts geändert, im Gegenteil: „Wir haben viele Kunden gewonnen und können garantieren, dass bei uns die Einlagen sicher sind. Das ist es, was derzeit die Leute bewegt“, sagte Wilhelm. Vor 175 Jahren sei die Sparkasse in der Felkestadt gegründet  worden, dies habe ihm Heimathistoriker Heimer bestätigt. Der Umbau wird komplett von Handwerkern aus der Region und den umliegenden Ortschaften durchgeführt.



8. Hochzeitsmesse 2009 in TV Halle mit Festtagsmesse 

Bild 743: London, Paris, Rom, Moskau, die Frisur sitzt! - dank Hair Styling "Suzan" Bild 744:Ein herrliches Bild mit den vielen tollen Brautpaaren und Hochzeitskleidern. Bild 745: Trauringe und Schmuck, modische Accessoires faszinieren seit ewigen Zeiten

Es war die 8.te Brautmodenschau von "So Aktuell", und die machte ihrem Namen alle Ehre. Erstmals in der TV-Halle war Platz genug und auch "Messeparkplätze" waren ausgeschildert. Von A wie Accessoires über J wie Jaguar, P wie Pferdekutsche bis zum R wie Reisebüro, T wie Traumhaus oder Z wie Zeitung war alles präsent. Gisela Euler, Gisela Theis und Christine Bromann strahlten mit den Ausstellern und den zahlreichen Besuchern um die Wette- erstmals ging die Messe zwei Tage und erstmals gabs Festtagskleider extra. Allgemein präsentierten sich alle Stände auf einem ganz hohen und exquisiten Niveau mit allen neuzeitlich-modernen Raffinessen, vom anregenden Dufterlebnis für alle Sinne bis zur Videopräsentation. Carsten Dierks moderierte gekonnt charmant und informativ. Einzig die dunkle und tiefe Bühne ist verbesserungswürdig, meinten einige. Aber dies negativ zu werten, täte den Veranstaltern und dem enorm vergrößerten Rahmen Unrecht. "Der Kaisersaal war halt eben für solches Ambiente traumhaft", sagte Jürgen Maurer aus Limbach/ Merxheim und war ebenfalls als Aussteller von "Pusteblume" zufrieden. Für alle die wollten, gab es viel zu entdecken für einen der schönsten Tage im Leben.    

Bild 746: Wohlfühlen mit allen Sinnen, wie es schon die Alten Römer vormachten....  Bild 747: Im Filmspot stellte Salli Tedesco seine Nudel-und Grillköstlichkeiten vor... Bild 748: Sowwerumer Mäd` gaben als "Wedding-Divas" Kostproben und Balladen


BAD SOBERNHEIM. Drangvolle Enge herrschte unter dem Kranich-Geschwaderwappen im Haus Dierbach, wohin die „Ehemaligen“ zum Neujahrsempfang 2009 einluden. 

Bilder 734-735-736: Prosit: Hoch die Gläser! Die Pflege der Kameradschaft und die monatliche Treffen im Haus „Dierbach“, oft auch „Shelter 13“ genannt, sowie das ehrenamtliche Engagement der „Ehemaligen“ seien auch 2009 im Terminplan fest verankert: „Bauhof und Verwaltung können sich auf uns verlassen, und wir wirken auch gerne im Freundeskreis mit“, sagte Peter Öhler für die 270 Mitglieder starke Kameradschaft. Heringsessen, Sommerfest, der Hüttenaufenthalt am Schluchsee mit Dampflokfahrt der historischen Sauschwänzlebahn, das Museumsfest sowie das traditionelle Haxenessen mit über 300 Teilnehmern seien Jahreshöhepunkte gewesen. Mit einer größeren Delegation werde man in diesem Jahr nach Laage reisen und dort das 50-jährige Bestehen des JG 73 „Steinhoff“ feiern. Gerne erläuterte Peter Öhler den Gästen, wie die Kameradschaft entstanden ist, und wie Mitte der 1990-er Jahre nach einjährigem Abbau im südpfälzischen Bad Bergzabern das Haus „Dierbach“ ins Freilichtmuseum transportiert, dort aufgebaut wurde, und seither als Domizil der „Ehemaligen“ genutzt werde. Die Kameradschaft sei von Grund auf „Selbstversorger mit engagierten Handwerkern“, und davon konnten sich die Gäste im Keller, der als Traditionsraum mit vielen Bildern und Erinnerungsstücken genutzt wird, überzeugen. Museumsdirektor Dr Michael Schimek dankte den „Ehemaligen“ als eine treue und verlässliche Stütze des Museums, bei denen man sich stets wohl fühlen könne. Schimek sprach von „kurzen Wegen“, das Verhältnis sei sehr gut. Die Veranstaltungstermine 2009 stehen fest, auch soll die Scheune Heiligenroth aus dem Westerwald an der Schule und am Schulhof am Fußweg in die Museumsgaststätte aufgebaut werden.  



BAD SOBERNHEIM. In ein neues Jahr 2009 und mit voller Zuversicht geht das rheinland-pfälzische Freilichtmuseum  im felkestädtischen Nachtigallental.

Bild 605: Es gibt jede Menge Mitmach-  Angebote, eine Weihnachts- Plätzchen- Bäckerei. Hier ein Blick in die Bärenstube Bild 606: Ganz klare Ansage: Land + Kreis stehen voll hinter dem "FL"-Museum, auch weil hier viel ehrenamtlich geleistet wird Bild 607: Große Kinderaugen nicht nur in der Vorweihnachtszeit. Auch übers Jahr gibt es ein volles Programm und Ausstellungen! 

  2008 kamen 55.600 Besucher, etwa zehn Prozent weniger als im Vorjahr. Publikumsmagnet und schärfster Konkurrent war die sehr erfolgreiche Landesgartenschau in Bingen, die über 1,3 Millionen Menschen angelockt hatte. Zum Jahresabschluss am 2.Adventssonntag kamen noch einmal knapp 2000 Besucher, darunter die beworbene Zielgruppe „Familie mit Kind“ , die sehr stark vertreten war. Dennoch wurde zum Jahresende Kritik laut. Vielfach wurde das frühe Ende der Vorweihnacht kritisiert. Zwar könne man Museumsdirektor Dr. Michael Schimek oder Monika Theobald nicht dafür verantwortlich machen, dass Besucher direkt nach dem Nikolausbesuch das Gelände in Scharen verlassen. Auf Tafeln habe „Erwachsene 2 Euro Eintritt“ gestanden, dies hätte "Spende" heißen sollen. Und dass für die Vorweihnacht spät nachmittags Eintritt erhoben wurde, sei nicht okay gewesen und habe auch vielen Ratsmitgliedern nicht gefallen: „Der einzige Weihnachtsmarkt, der Eintritt kostet“, hätten sich etwa bei Peter Öhler viele Besucher beschwert. Andererseits müsse man kostendeckend arbeiten und so will sich das Gremium Gedanken machen, wie man 2009 die Gäste länger hält, damit man in diesem herrlichen Ambiente noch in aller Ruhe bei schöner Beleuchtung einen Glühwein genießen trinken kann.   



Tagelang lag märchenhafter "Zauber von Oz" über Felkestadt - Viel Liebe im Detail !

BAD SOBERNHEIM. Kaiserwetter belohnte und beflügelte drei Mal die Aufführung der felkestädtischen „Kulissenschieber“ vor vollbesetzten Reihen im Katholischen Kindergarten, wo mit dem „Zauberer von Oz“ ein perfekt inszeniertes Spektakel über die Freilichtbühne ging. „Mit Herz, Mut und Verstand haben wir es dank tadellosem Teamgeist wieder gemeistert“, die Regisseurinnen Sabine Hasemann und Dorothea Weyand strahlten und waren überglücklich. Dank vieler Helfer war alles perfekt organisiert!

Bild 484: Die Freilichtbühne bietet ideale Bedingungen für derlei Spektakel. Bild 485: Alle Mitwirkenden beim verdienten Schlußapplaus. Bild 486: Liebevoll bis ins kleinste Detail waren die Spielszenen einstudiert!

Wie der sprichwörtliche „Rote Faden“ zogen sich diese Tugenden durchs zweieinhalbstündige Programm. Der Zauber aus dem Lande Oz ist in der prächtigen Kulisse und dem Flair auf der großen Spielwiese allgegenwärtig. Die Aufmachung  fesselt die begeistert anwesende Kinderschar und spricht auch Erwachsene an, entführt in eine traumhafte Welt der Fantasie: Die Hauptdarsteller trotten über das große Terrain von einem Abenteuer ins nächste und kosten zur Freude des begeistert mitfiebernden Publikum die Charaktere dieser sonderbaren Gestalten voll aus, begeistern vollends: Textsicherheit und liebevolle Kostüme bis ins kleinste Detail werden nach monatlangen Proben und dank eines eingespielten Technikteams sicht- und hörbar. Carolin Müller begleitete musikalisch. Bravourös und voller Spielfreude wird ein Wirbelsturm in Szene gesetzt, das Repertoire mit allen möglichen Utensilien sowie ganz professionell geschminkte Akteure, wie beispielsweise die kleinen Feldmäuse, beeindruckten das Publikum, das nicht mit herzlichem Szenenapplaus sparte. Tadellos Britta Kappes in der Hauptrolle der Dorothee,  dazu ohne Verstand aber voller List und zündender Ideen „Vogelscheuche“ Conny Schmitt. Als silberner Blechmann kommt Sandra Jahnke nicht ohne ihr Ölkännchen (Sabine Härter) aus. In einer traumwandlerisch sicher inszenierten Paraderolle blüht Elke Barth auf, dem ängstlichen König der Tiere ist die Löwenmähne und das Herz in die Hose gerutscht, sein ganzer Mut hat ihn „ver-ver-ver-verlassen!“. Und so bahnt sich das Quintett auf einem gelb-gepflasterten Pfad mit Hilfe der Kinder den steinigen Weg in die Smaragdenstadt, wo sie vom Zauberer (Manuela Schantz) im Lande Oz, jeder für sich, entweder ein Herz, viel Mut, Verstand und natürlich den Weg zurück ins geliebte Naheland zu Tante Emma (Daniela Herbert) und Onkel Heinrich (Ina Wallau-Schütt) erbitten. Schwierige Prüfungen sind zu bestehen. Silke Wagner kreuzt als böse und hinterlistige Westhexe mehrfach die Route des eher sonderbaren Quintetts, das sich zunehmend in die Herzen der begeisterten Zuschauer spielt. Den Gegenpart zur bösen Hexe spielt Saskia Jachmann als strahlendschöne und gute Nordhexe Glinda mit ihrem Gefolge. Es kommt zu einem wahrhaftig- herzzerreißenden Happyend, als sich des Magiers geheimnisvoller Zauber als reiner „Humbug“ entlarvt. Die Hauptdarsteller finden selbst ihren Mut oder ihren Verstand. Auch ein Herz, das so ähnlich und lauthörbar wie eine Uhr tickt und natürlich kommt Dorothee mit ihrem Hund Toto und dank ihrer roten Schuhe ins über alles geliebte Naheland. Über 40 Akteure wirkten in diesem ursprünglichen US-amerikanischen Kinderbuchklassiker mit, der eigens umgeschrieben wurde und eine Huldigung fürs Naheland und viel lokalen Charme versprühte  Dutzende „Kulissenschieber“ waren auf, vor und hinter der Bühne im Einsatz. Eltern, Erzieherinnen, der Förderverein und Elternbeirat des Katholischen Kindergartens und der Pfarrgemeinde St Matthäus waren gute Gastgeber. Der Erlös kommt dem viergruppigen Kindergarten zugute.



Robuste Rastmöglichkeit an der Dicken Eiche  eingeweiht

Bild 341- August 2008

   Frohgelaunt weihten die FWG´ler an der Dicken Eiche zwischen Meddersheim und dem Freilichtmuseum mit gekühlten Getränken und Broten ihre neue Sitzbankgruppe ein und übernahmen gleich deren Pflege und Patenschaft. Nicht nur bei älteren Bürgern sei dieser Standort als Rast- und Erholungsplatz „gespeichert“, sagte Klaus Schick. Das Holz dazu stammt aus dem Stadtwald, informierten die beiden Förster Gernot Albrecht und Frank Steines. Beim Setzen der Garnitur an der Dicken Eiche in der vergangenen Woche bei Gewitter mussten sich die Mitglieder mehrfach in ihre Autos in Sicherheit bringen. Umso mehr freuten sich Rudi Hill und Klaus Schick über Kaiserwetter bei der Einweihung, die FWG´ler seien „zu einer weiteren Steigerung fähig“. Schließlich soll Steinhardt besser an die Stadt angebunden werden und auch dort eine Rastmöglichkeit entstehen. „Wir haben in unseren Reihen eine handwerklich begabte Rentnerriege und alle Berufsbereiche“, lobte Hill namentlich Helfer um Karl-Heinz Kindgen, Arthur Kramb sowie die Förster. Renate Scheffold dankte namens VG-Bürgermeister Rolf Kehl und der KTI dafür, dass sich ehrenamtliche Bürger engagierten. Dies sei für eine Kurstadt sehr wichtig. Der Rundwanderweg S 5 sei sehr gut frequentiert, sagte sie, er führt ab der Meddersheimer Nahebrücke Richtung Freilichtmuseum an der Dicken Eiche und 200 Meter weiter nahe des „Kurt Eimer Tempelchen“ vorbei, bevor die anspruchsvolle Route am Kurhaus Dhonau ins Nachtigallental mündet. 


BAD SOBERNHEIM:  Kann "EKZ" -Melsbach mit Cafe` die Innenstadt neu beleben? 

Bild 193: Was wird aus der Großstraße? 194: einst stolzes Familienunternehmen  Bild 195: Es bleibt keine Industriebrache!

BAD SOBERNHEIM. –heylive- Grünes Licht für Melsbachbau: Die Baugenehmigung durch den Kreis steht zwar noch aus, aber der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung am 29. Oktober unüberwindbare Hürden wie die bestehende Veränderungssperre aufgehoben. Bei der Präsentation der Melsbach-Einkaufsmärkte im Stadtrat war noch monatelangen Zerreden und Diskussionen von Kritik nichts mehr zu hören: „Wenn sich Offenheit und Fairness so treffen wie in diesem Fall, dann wird es etwas Gutes werden!“, sagte Bürgermeister Hans-Georg Janneck. Die Investoren Bruno Schneider aus Merxheim und Planer Reinhard Milferstedt haben die Eckpunkte mit der Behörde schon abgestimmt, mit Überraschungen aus Bad Kreuznach ist deshalb wohl nicht mehr zu rechnen und sei standen erneut im Stadtrat Rede und Antwort. Das überwältigende Stadtratsvotum für drei Märkte in unmittelbarer Nähe der Innenstadt hat den Investoren richtig gut getan, das merkte man ihnen an. Am planerischen Konzept wurde in der Sitzung wenig herumgemäkelt. Thomas Neumann (SPD) zeigte sich „enttäuscht“ von der architektonischen Umsetzung, er hätte sich eine bessere Einbindung der Gebäude ins Umfeld gewünscht. Und für Herbert Schuff (Grüne) sei Einzelhandel in der Innenstadt wichtig, er hätte indes lieber eine Kombination mit Wohnbebauung gesehen. Letztlich wurde auch die Veränderungssperre für das Melsbach-Gelände aufgehoben. Was war nicht alles im Vorfeld geredet und zerredet worden, nachdem zu Jahresbeginn die Investorengruppe ihre Pläne vorstellte. Bei der ersten Präsentation, die das Betreiberkonsortium in Merxheim vorstellte blieb es, obwohl in der Felkestadt jeder Mitreden wollte und sich zu Wort meldete und wegen kolportierter Falschmeldungen über ein großes Einkaufszentrum mit Tankstelle im Zuge des Hay-Ausbaus nördlich der B 41 sogar „Aldi“ sich zurückzog und absprang. Eine Aufstockung quasi als stadtnahe Wohnbebauung auf den Einkaufstempel wie nahe beim Felkecenter sei zu teuer, Leinenborn II und Wohnungen in der Stadt stehen leer. Die Parkplätze seien zu groß, dem Areal als Kurstadtpark werde nicht Rechnung getragen, meinten einige. Reicht ein verwüsteter Marumpark, oder weitere demolierte Schandflecke in der Stadt nicht? Andere wollten Übernachtungsmöglichkeiten und Hotels schaffen. Wie sich dies rechnet, wussten dieselben Parkbefürworter nicht. Was ist mit tollem Park, mit attraktiven Geschäften oder Hotel, wenn keiner hingeht, die Nachfrage und Kaufkraft gleich null und nicht vorhanden ist? Andere Probante wollten in der unter Denkmalschutz stehenden Disibodenberg-Kapelle eine „Longe-Bar“, ähnlich wie bei der Heilig-Geist-Kirche in Mainz einrichten. Von daher muss man den visionären Investoren seitens der Felkestadt danken. Sie hielten ihren Tanker im Fahrwasser, stellten Kosten-Nutzen gegenüber. Was wäre aus der einst quirligen Vorzeigefirma als verfallene Industriebrache geworden? Dicke Bretter mussten gebohrt und Überzeugungsarbeit, Planänderungen geleistet und Fragen beantwortet werden. Für Abriss, Umbau und die nachhaltige Ansiedlung von Einzelhandel bringen die Investoren drei Millionen Euro auf. Auch nach Ablauf der Pachtzeiten zwischen zehn und 15 Jahren bleibe man flexibel. Von Anfang an seien die Bürger mitgenommen worden: Nun bleibt zu hoffen, dass man sich öfters in der Felkestadt, in den Geschäften, zum Bummeln und Einkaufen sieht, und im neuen „Melsbach- Cafe“ trifft und nicht nur den Weg in Supermärkte auf der „Grünen Wiese“ kennt.



BAD SOB: -pb- Paul Bregenzer erhält in seiner geliebten Felkestadt "Das Goldene Herz" 

Bild 172:  "Das Goldene Herz" der Stadt an -pb- Bild 173: Das Kuratorium der Kochendörfer Stiftung

  BAD SOBERNHEIM. Ehre, wem Ehre gebührt: Dies wird seit 1986 in der Felkestadt mit der Verleihung des Kulturpreises „Das Goldene Herz“ der Helmut-Kochendörfer-Stiftung besonders gewürdigt. Paul Bregenzer wurde in der Malteserkapelle während einer warmherzigen und würdevollen Feierstunde, die ihrem Namen alle Ehre machte, dieses begehrte „Goldene Herz“ verliehen. Schulfreunde und Vereinsmenschen ebenso wie Weggefährte oder Bekannte; -und derer gab es gar viele, kamen reichlich zum gratulieren, wollten teilhaben und freuten sich gemeinsam mit dem Preisträger:„Lieber Paul, die Zeit war reif für dich!“, kurz und prägnant charakterisierte Dr. Hans-Gert Dhonau vom Kuratorium der Helmut Kochendörfer Stiftung im Beisein von dessen Frau Hilde Kochendörfer den diesjährigen Preisträger. Der Sobernheimer Bub Paul Bregenzer sei ein „Mann des Wortes und des Wortspiels, voller Witz und Ideen, zuversichtlich fröhlich, hilfsbereit und völlig unkompliziert“. Als Journalist habe er es vorbildlich verstanden, in nicht zu verletzender Art und Weise klar und deutlich die Dinge auszudrücken, und dafür hagelte es laut und lange herzlichen Beifall. Laudator Werner Bohn hatte in bekannt professioneller Manier, teils in Prosa oder Reimvers, den charismatischen und tief verwurzelten Werdegang des „echt Sowerumer Käsje´s in einem Radius von einer Meile rund um Sankt Matthäus“ in sieben Stationen skizziert: Paul der Sowerumer, der Jünger Gutenbergs, der Kreative, der Christ, der Linke, Dichter und Spaßmacher und Paul- de Paul, eben, wie er leibt und lebt. Dabei blieben Pauls Platten-Partys, APO-Zeiten oder kreativer „Owwerverteler“ Erfindungsgeist keinesfalls nur „Randnotizen“. Beifallsstürme gabs für den Pferdsfelder Schullehrer Bohn, Mitgenosse, Freund und Wegbegleiter, der humorvoll Einblicke in sechs Jahrzehnte segensreichen Schaffens als bibelfester Christ des Paul Erich Bregenzer seit seiner Geburt am Montag, dem 4. 10.1948, um 15.30 Uhr im Krankenhaus auf dem Hüttenberg gewährte. Großformatige Bilder hingen noch vom 60. Geburtstag, zeigten den Sowerumer Paul mit Kamera, als DJ am Plattenteller, als smarter Hochzeiter oder „Owwerverteler“ in der Narrenbütt, wo er Land und Leute mit spitzer Feder, stets wie er selbst zwar bodenständig, aber weit über Kirchturmdenken hinaus seriös und mit viel Liebe porträtierte. Journalistisch trat er als freier Mitarbeiter einst in die Fußstapfen des früh verstorbenen Otzweiler Volksschullehrers Erwin Mielke. Tochter Katharina mit Gitarre und brillant-geschulten Altstimme sang herzergreifend eine Liebeserklärung an „seine über alles geliebte Stadt“ und „für den besten Papa und Menschen auf dieser Welt, dem keiner das Wasser reichen kann“, Sohn Matthias begleitete am Keyboard. Paul Bregenzer schämte sich seiner Freudentränen nicht, dankte der „Frau meines Herzens und meiner Muse“, den beiden Kindern und dem „heimatlichen Mini-Universum Bad Sobernheim!“ Danach verlas er humorvoll ein Gedicht, als in „Sowerum“ noch genussvolle „Kässjer“ gemacht wurden und diese nach Mainz abwanderten, den Sobernheimern nur noch der Spitzname lieb. Mit feinem Spott und einem breit-knorrigen Schlusssatz „...ich nähme den Preis entgägen!“ dankte der Geehrte artig und humorvoll und erntete dafür viel mehr charmanten Applaus wie der glänzend imitierte Marcel Reich-Ranicki. Bürgermeister Hans-Georg Janneck wollte dem nichts hinzufügen, dankte Paul Bregenzer und allen engagierten Kunst- und Kulturschaffenden Preisträgern. Viele Bürger, Stadtratsmitglieder (wie Alfred Peeters) oder früherer Preisträger sprachen offen aus, was noch mehr dachten: „Solch gelebtes Wir-Gefühl, Stolz und familiären Zusammenhalt“ brauche die Stadt dringend. Lobgesang („Ich danke meinem Gott“) oder „Ich küsse ihre Hand, Madame“ sang sehr voluminös und ausdrucksstark der vor einem Jahr gebildete Projektchor um Markus-Maximilian Jungert von der Empore aus, in deren Reihen auch Paul nebst Gattin Mechthild mitsang. Guter Gastgeber war der Förderverein Pfarrkirche St. Matthäus.


Es läuft wieder, das felkestädtische Wahrzeichen an der Wehrfritz´schen Mühle: Das Wasserrad ist funkelnagelneu, die 24 Speichen und 24 Bogen sind größer und massiver geworden. Dadurch wurde das Mühlrad 75 Zentimeter im Durchmesser größer und dreht sich nun auch bei Niedrigwasser. Dies war mit ein Grund dafür, warum das alte Mühlrad verrottete und der Zahn der Zeit sichtbar nagte, notdürftige Reparaturen aussichtslos erschienen. „Da half alles nix! Von Grund auf neu, dann hat man Ruhe“, entschied der (noch) 72Jährige Meddersheimer Schreinermeister Josef Munzlinger, schließlich wolle er nicht noch einmal solch ein Unikum auf seine „alten Tage“ bauen, schmunzelte er. Während des Meddersheimer Weinfestes, übers Innenstadtfest, sonn-und feiertags, („man darf es gar nicht sagen!“) war er ehrenamtlich und unentgeltlich bei der Arbeit und baute ein völlig neues Mühlrad. 100 Jahre soll es halten! Die Welle hat kostenlos die Firma Hay geliefert und nun dreht sich das Rad wieder. 48 Schaufeln, die in ihrer Breite von 80 Zentimeter auf einen Meter wuchsen, müssen noch angebracht werden. Stabsfeldwebel a.D. Albrecht Müller ging dem Schreinermeister zur Hand. Stadtratsmitglieder und Anlieger wie etwa Emil Hößler verteilten dicke Komplimente, Radfahrer und Passanten blieben stehen, staunten nicht schlecht und fachsimpelten. (2008)

Neues Mühlrad

458: Die Meddersheimer Albrecht Müller (mit Prinz-Heinrich-Mütze) und Josef Munzlinger montierten ein  völlig neues felkestädtisches Wahrzeichen an der Wehrfritz`schen Mühle.



HSV  SOB befragt Mitglieder- "Notopfer" Dörndichhalle notwendig? - Geschäftstelle wird geschlossen!

Bild108: Zwei treue HSV- Seelen 109: Gäste beim 49. Felke-Turnier Bild 110: Geschäftsstelle schließt

BAD SOBERNHEIM. Der HSV sorgt sich acht Tage vor Weihnachten 2008 um seine Zukunft und will mit der unwirtschaftlichen Dörndichhalle nicht sehenden Auges in eine „Schuldenfalle tappen“. Über 50 kamen zu einer Mitgliederversammlung in die Malteserkapelle, um „ihren“ HSV zu unterstützen. Daran ließ niemand den geringsten Zweifel. Die Versammlung gedachte Hilde Freiberg, dem jüngst verstorbenen und verdienten Gründungsmitglied. „Wir haben in den letzten Wochen einige Sponsoren verloren, die aktuelle Mitgliederzahl liegt bei 635“, so Dr. Jörg Maschtowski vom HSV-Vorstand auf Nachfrage zu diesem außerordentlichen Treff. So fehlten während der Sanierung der Dr. Werner Dümmler-Halle die Eintrittsgelder von 300 Zuschauern pro Heimspiel. Das werfe zwar den Verein nicht um, sei aber für die Vereinsführung Anlass genug, das Gespräch mit den Mitgliedern zu suchen. Ausdrücklich betonte Ex-Vorsitzender Michael Becker, dass dieser Prozess, steigende Kosten und sinkende Einnahmen, seit Jahren anhält und nichts mit der neuen Vereinsführung, die seit 30 Mai im Amt sei, zu tun habe, im Gegenteil: Man müsse sondieren und informieren, frühzeitig wissen, wo die Reise hingehe. Klare Ansage vom Vorsitzenden Friedrich Wilhelm: Der Verein stehe nicht am Abgrund, habe keine Not, erwarte jedoch aus der Mitgliederversammlung Ideen und Vorschläge, wie es mit der maroden Halle im Konversionsgebiet der ehemaligen Kaserne auf dem Dörndich bei anhaltend negativen Trend weitergehen könne. Die sehr gute Jugendarbeit sei eine enorme Aufgabe, Steuerlast in fünfstelliger Höhe und bis zu 9.000 Euro allein an Schirikosten beispielsweise seien auf der Kostenseite bei wegfallenden Spenden enorme Belastungen. Der Leiter des Spielbetriebes, Dirk Schäfer, erläuterte mit Beamer die Hallenbelegungen. Der HSV hat 21 Trainingsgruppen und 17 Mannschaften im Spielbetrieb mit weit über 50 Stunden wöchentlichem Trainingsbedarf.  Man müsse die nächsten 18 Monate überbrücken, bis die neue Schulsporthalle am Gymnasium Entlastung bringe. Seit über zehn Jahren werde die Dörndichhalle für den Spiel- und Trainingsbetrieb und darüber hinaus als Material-Lagerstätte genutzt. Dennoch: Dort oben sei der HSV völlig auf sich allein gestellt, habe in der ganzen Zeit noch nicht einen Cent Zuschuss gesehen. Das Hallendach sei mittlerweile notdürftig repariert, die Halle nach wie vor in einem bedenklichen Zustand und für Jugendliche „suboptimal. Wir können unseren Mitgliedern nicht mehr länger zumuten, ihre Beiträge durch den Schornstein zu jagen", sei die einhellige Meinung des Vorstandes. „Wir werden auch in der neuen Halle kein alleiniges Anrecht haben“, soviel sei klar, sagte Friedrich Wilhelm. Man habe in der Nachbarschaft (Merxheim, Bockenau, Lauschied, Paul-Schneider-Gymnasium, Alfred-Delp-Schule) nachgefragt und sei teils auf Unverständnis gestoßen. „Wenn die Baustellen Ballsporthalle am Gymnasium Variante III, und der zweite Sportplatz im Staaren fertig sind und genutzt werden können, dann schweben wir auf Wolke 7 und einer Woge der Glückseligkeit“, sagte Maschtowski. Die Frage von Michel Schneider, „warum keine neue eigene Halle bauen?“ sei in den 1990er Jahren verschlafen worden, als es noch bedeutend mehr Zuschüsse gab. Alle konstruktiven Wortmeldungen von HSV-Urgestein Rudi Teuscher über Rolf Arzt, Hermann Helling, Olaf Spahn oder Kassierer Jens Faber gingen in die gleiche Richtung: Nach zehn Jahren erstmals wieder die Mitgliedsbeiträge moderat anheben, zielgerichtet Förderer suchen oder selbst einmal tief in die Tasche greifen, sowie „die sehr gute Idee der HSV Spielfeld-Patenschaft“ unterstützen, war einhelliger Tenor. Ein „Notopfer Dörndich“ sei noch nicht nötig, meinte schmunzelnd Gerhard Zwaan-Standfuß, er warb für die aktuellen Infos und den Sachstand auf der HSV-Homepage. Vorsitzender Wilhelm kündigte an, schnellstmöglich die HSV-Geschäftsstelle zu schließen. Sie sei in Internet- und E-Mail-Zeiten überholt und nicht mehr zeitgemäß. 2009 wird der HSV sein 50. Jubiläums-Felke-Turnier ausrichten, ein Jahr später, 2010, seinen 50.Geburtstag feiern. 



   Zufriedenes Museumsfest- 2008 Besucher zur LGS Bingen abgewandert!   

Bild 773: Kirschrother um Otmar Renner in einem eleganten Hochzeitszug anno 1900 Bild 774: Großer Bahnhof mit Besichtigung zum weiteren Fortgang /Baumaßnahmen 775: Wurst wie im Schlaraffenland: Beim Museumsfest sind die KH Metzger dabei!

BAD SOBERNHEIM. Beim traditionellen Museumsfest am letzten Septembersonntag 2008 wurden 6651 Besucher gezählt. Damit liegt dieser Besuch mit gut zehn Prozent Rückgang im Jahrestrend: Bedingt durch die Landesgartenschau in Bingen und durchwachsenes Wetter wird das Freilichtmuseum zum Ende der Saison etwa 8000 Besucher weniger haben als im Vorjahr, berichtete Museumsleiter Dr. Michael Schimek vorab dem Stiftungsrat. Der Stiftungsrat sieht diese Entwicklung nicht als dramatisch an: „Man muss nicht immer neue Rekorde brechen, das Museum verkraftet nicht mehr", meinte etwa Grüne-Urgestein Dr. Rainer Lauf. Das Museumsfest habe sich vor allem wegen seiner Lage, den Aktivitäten und der besonderen Qualität einen Namen gemacht. „Die Leute empfehlen uns weiter", hat auch Schimek beobachtet und diesem Tenor schloss sich das Gremium an. Für Hans-Peter Koch war es „ein sehr entspanntes Fest mit einem pflegeleichten und zufriedenen Publikum: Es wird auch immer weniger Alkohol getrunken“, habe er beobachtet. Dem Organisationschef ist aufgefallen, dass Jahr für Jahr mehr Familien mit kleinen Kindern ins Museum kommen und genau dies sei erstrebenswert. Aufgrund kalter Nächte habe der Zustrom an Besuchern erst später begonnen, aber danach sei man „zum richtigen Zeitpunkt und sehr schnell ausverkauft“ gewesen. Neu im Angebot und Renner waren Gefüllte Klöße. Koch hat während des Festes keinerlei Kritik gehört, er lobte den Bauhof, Helfer und die Firma NGS Stoffel, die „Unmengen an Material" herbeigeschafft hätten. 17 Merxheimer Feuerwehrleute mit Unterstützung einer Hauptschulklasse um Wolfgang Neumayer hätten an die 1600 Pkw auf die Parkplätze gelotst. Der 26.000 Euro teure Bedarfsparkplatz mit 250 Stellplätzen habe sich als sehr förderlich bewährt. Koch lobte die Helferschar mit 330 Personen, die sonntags anpackten; - doch wer samstags und montags bei Auf- und Abbau dabei war, konnte er „an zwei Händen abzählen“. Und das gehe auf Dauer nicht.  Museumsleiter Michael Schimek ließ die Saison Revue passieren: Er nannte erfolgreiche Themensonntage: Zu den alten Haus- und Nutztierrassen waren 2008 immerhin 2310 Besucher gekommen, zum Töpfermarkt 1822. Gut 20 weitere Veranstaltungen vom Ostereiersuchen über den Tag des Holzes, Wein-und Winzertag, Tag der Imkerei oder die Vorweihnacht lockten, oft gab es Backtage.  Mit dem Veranstaltungstermin „Eröffnung der Naheweinstraße“ habe sich das Freilichtmuseum als „ernst zu nehmender Partner für die Weinwirtschaft" bestätigt, schmunzelte der Museumsleiter. Dazu gehört nun auch die Suche nach einem Planungsbüro, das aus dem Haus Enkirch wie vorgesehen das „Haus der rheinland-pfälzischen Weinkultur" macht. Noch in 2008 wurden 170.600 Euro Landeszuschuss aus dem Kultusministerium bewilligt. Abgeschlossen wurde die Einrichtung der Blechspielzeugsammlung im Haus Dierbach. Demnächst soll eine Ortsbegehung zum geplanten Museumsdepot, das zur Erweiterung von Lagerkapazitäten benötigt wird, durchgeführt werden. Tierisch gut ging es vor allem den beiden neu eingekauften Weideschweine mit ihrem eigenen Gatter am Haus Ürzig. Die haben es mittlerweile den Besuchern angetan, beobachtete Schimek. Auch den Museumsleiter habe indes überrascht, wie schnell die beiden Borstentiere ihren Pferch umgegraben hatten, bald tief im Schlamm standen und auch den entsprechenden Geruch verströmten. Am Schweinegatter könne man eben das Freilichtmuseum mit allen Sinnen erleben, zudem werde mit fünf Coburger Fuchsschafen zur Arterhaltung seltener Haustierrassen beigetragen. BMHey



BAD SOB: Beim 12. Haxenessen neuester Zeitrechnung Geschwader-Marsch wachgeküsst!

Bild 102: na, das sieht doch gut aus Bild 103: 2.v.li. Chef Peter Öhler Bild 104: vollbesetzte Tischreihen !

BAD SOBERNHEIM. Über 300 Gäste von nah und fern, 26 Helfer, Kellner und 22 „Brunkensteiner“ im feschen Lederoutfit ließen sich beim 12. Haxenessen in der Leinenbornhalle die kross-gebratenen vollfleischigen Hinter-„Eisbeine“ mit Kraut bei Weizen- oder Wiesenbier schmecken. Erstmals wurde die Nationalhymne zur Begrüßung gespielt. „Dem traditionellen Anlass und dem hohen Stellenwert unserer Kameradschaft angemessen“, begrüßte Vorsitzender Peter Öhler als Nachfolger von Horst Glatz, der seit Gründung 1994 die „Ehemaligen“ über 12 Jahre prägte und zusammenhielt. Mit einem Feuerwerk beliebter Melodien und musikalischen Überraschungen in ihrem 20.Jubilämsjahr spielten erstmals die Simmertaler „Brunkensteiner“ auf und begeisterten ihr Publikum. Deren Vorsitzender Jochen Dellweg war sechs Jahre in der Staffel und 29 Jahre in der Technischen Prüfgruppe, Sohn Timo Dellweg ist musikalischer Leiter. Ein Bonbon gab´s vorneweg: Uraufgeführt und mit dem „Sound“ einer startenden F-4F Phantom unterlegt wurde der Geschwader- Traditionsmarsch, der von Oberstleutnant Knütter und dem Heeres-Musikcorps IV eigens für das Pferdsfelder „Jabog 35“ komponiert wurde. Dellweg hat die Partitur im Stile Egerländer Blasmusik umgeschrieben, nach Jahrzehnten im Dornröschenschlaf mit Pauken und Trompeten „wachgeküsst“ und die Originalpartitur nebst  Wappenteller dem Vorsitzenden Peter Öhler überreicht. Neben VG Bürgermeister Rolf Kehl begrüßte der Vorsitzende der 248 Mitglieder zählenden Kameradschaft zahlreiche weitere kommunale Mandatsträger, und mit Hans-Peter Koch und Willi Scheer zwei ehemalige Pferdsfelder Kommodore und mit Jürgen Reinhard gleich drei Oberst a.D. Von Anfang an mit von der Partie Walter Gibic im 87.Lebensjahr, als stärkste Gruppe nahmen die „Jedermänner“ des TV 1867 mit 19 Gästen teil. Weiter kamen zum Haxenessen von der Technischen Schule 1 der Luftwaffe aus Kaufbeuren ehemalige Hydrauliker, die einst in Pferdsfeld ihren Dienst versahen, und auch der Kommodore des Jagdgeschwaders 73 aus Laage, Andreas Schick, übersandte eine „Feldpost“. Bekanntlich flog im Juli 1997 das Geschwader Richtung Nord-Nordost in die Nähe von Rostock („Fly-out“). Das Haxenessen hat seinen Ursprung in Oktoberfesten, seit 1961der Militärstandort noch vor den Zeiten des „Kalten Krieges“ auf Soonwaldhöhen etabliert wurde. Als 1975 das leichte Kampfgeschwader (LeKG) aus dem bayrischen Leipheim zur Umrüstung und Umschulung auf die Phantom nach Pferdsfeld kam, gabs erstmals jenes Haxenessen, das bis heute in der Region nichts von seinem hohen kameradschaftlichen Stellenwert verloren hat, dessen waren sich alle in der Leinenbornhalle sicher. „Perfekte Planung, Superstimmung, Herz was will man mehr“, lobten beispielsweise Meddersheims Wehrführer und Neumitglied Roland Blatz, Beisitzer Toni Zentgraf oder an der Eintrittskasse Simmertals neuer FWG-Bürgermeisterkandidat Günter Walber, Schriftführer der „Ehemaligen“. Die „Ehemaligen“ halten auf sich, engagieren sich und haben ihr Domizil im „Haus Dierbach“ im Bad Sobernheimer Freilichtmuseum, wo sie sich treffen.



60. Johanniskerb `07 war die Letzte im großen Festzelt - Festwirtin wurde verärgert !

Bild 371:...als die Hanne  mit  "OB" noch anstieß..! Bild 372: ...und der Kurz noch die Quetschkommod`spielte... Bild 373:  ...das gabs noch Gaudi pur, frenetisches anfeuern... Bild 374:...und jede Menge Frühschoppenstimmung im Festzelt!

   BAD SOBERNHEIM. 60. Johanniskerb 2007. So mancher Betrieb und manche felkestädtische Amtsstube blieb gestern morgen geschlossen: Pünktlich um elf Uhr sangen im fast vollbesetzten Bad Sobernheimer Festzelt die „Plätschkappe“ um Hans-Jürgen Kurz, Martin Brühl und Jörg Wilhelmy in feschen Lederhosen von „Blue Hawaii“,  von Liebe, Strand und Sonnenschein. Es war die 60. Sobernheimer Johanniskerb neuester Zeitrechnung und da sind seit eh und je Regenschauer und heftige Sommergewitter abonniert. Dennoch: Die Stimmung war super, nicht zuletzt auch, weil „Frontsänger“ Hans-Jürgen Kurz showmäßig mit umgeschnallter Quetschkommod` in den Besucherreihen für Stimmung zum Mitsingen und Mitschunkeln sorgte und zum Anstoßen animierte. Marktmeister Gert Kühner freute sich über einen gelungen Kirmesauftakt und volles Festzelt am Freitag und über eine prächtige Kulisse beim Kirmes-Frühschoppen gestern Morgen. Zwischen „Rosamunde“ oder Liedern der Herz-Schmerz-Polka, den Flippers, den Kastelruther Spatzen oder den Schürzenjägern trat auch mit Roberto Gonzales ein von VG-Bürgermeister Rolf Kehl gesponserter Künstler aus Paraguay auf, und besang mit Gitarre die „Quantanamera“ oder mittelamerikanische Paloma-Klassiker und beliebte Ohrwürmer. Stadtchef Hans Georg Janneck begrüßte zahlreiche Repräsentanten aus der Verwaltung, benachbarten Kommunen, aus Firmen und Seniorenheimen und dankte Festzeltwirtin Hanne Jost, der seit Jahrzehnten die Johanniskirmes „eine ganz besondere Herzensangelegenheit ist!“.  Jedes Jahr wartet Marktmeister Gert Kühner mit einem Frühschoppen- Gaudi auf: Im vergangenen Jahr war Torwandschießen angesagt, vor zwei Jahren „sägten Hans Georg Janneck mit Hilfe von Ralf Schneberger kräftig am Thron des damaligen Stadtbürgermeisters Klaus Schick“, so Gert Kühners humorvolle Version. Heuer war Maßkrugstemmen angesagt, als Jury fungierten die Hauptschulrektorin Jutta Allebrand, Stadtbeigeordneter Horst Barth und aus Meisenheim der dortige Brunnenmeister Eugen Arnold. Vier Damen traten auf der Bühne in den Wettstreit, am Ende rettete Christine Ellrich aus Raumbach Teuschers Firmenehre und hielt den Liter Gerstensaft mit zwei  Minuten und elf Sekunden am längsten. Es folgte ganz knapp auf den Plätzen  Monika Schmidt aus Monzingen, Angela Schweig (Merxheim) und Marion Eckes (Kirn). Im Männerquartett konnte Markus Teuscher seinen Heimvorteil nicht nutzen, auch Stefan Kaufmann (Kempfeld) und Tobias Buch (Nußbaum) landeten auf den Plätzen und hätte besser einmal abtrinken sollen! Axel Buch siegte und zeigte seinem Sohn, wo der „Barthel den Most holt“; - er wurde frenetisch von einem begeistert mitgehenden Publikum angefeuert.



"NAHETALENTE" machten ihrem Namen alle Ehre!

425: Die Nahetalente luden zu einem ganz exquisiten Höhepunkt in den Park Bild 426: Das Ambiente stimmte! 427: "Absolut traumhaft und nur schwer zu toppen", lobten die Gäste!

   BAD SOBERNHEIM. Anlässlich zum 100-Jährigen Bestehens wollte das Bad Sobernheimer Kurhaus Dhonau seinen Gästen und den Besuchern aus der Region etwas ganz Besonderes bieten und lud unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Kurt Beck erstmals als Jubiläumshöhepunkt unter dem Motto „Wein und Kulinarisches im Park“ ein. Flanieren und mit allen Sinnen Genießen war angesagt.Mit 800 Besuchern wurde im Vorfeld gerechnet. 1000 sei ein frommer Wunsch gewesen und dass am Ende über 1300 Gäste kamen und man frühzeitig „Ausverkauft“ war, sei enormer Ansporn und Verpflichtung gewesen, waren gestern die „Nahetalente“, acht bundesweit nachweislich zu den besten von der Nahe zählenden Nachwuchswinzer noch total überrascht. Von leckeren Winzersekten über trockene Riesling- und weiße Burgunderweine, Rotweine, bis zur fruchtigen Spätlese reichte die Angebotspalette.  Die Gäste konnten genüsslich im weiten Rund des Parks flanieren. Sehen und Gesehen werden, fachsimpeln unter Freunden oder „smalltalk“ waren angesagt. Kurhaus-Kollegen wurden gesichtet, der Kirner Bereichsleiter der Brauerei für Marketing und Absatz, Günter Molderings, ging „fremd“ und entpuppte sich als exzellenter Weinkenner. Sternekoch Renato Manzi, sein Bad Kreuznacher Kollege Frank Hilgert und Jan Treutle mit Team boten Exquisites: Ob in Orangen gebeizter Lachs auf Salat von Spargelspitzen und Kaviarcreme, Kalbstartar mit mediterranem Kartoffelsalat oder Gratinierte Trüffelbrie mit Balsamico Kirschen und Früchtebrot, die Gästen konnten aus zehn Speisen wählen. 20 Köche und 40 Servicekräfte waren zusätzlich von Bollands im Park im Einsatz.  

 „Alle regionalen Geschäftspartner zogen voll mit“, freute sich Jan Bolland, der mit seiner Schwester Janine als Gastgeber das Romantik-Hotel seit Jahresfrist betreibt und strahlte.  Schon am Eingang wartete freundliches Personal mit verlockenden Düften und Erfrischungen. Die Türen der Wellness-Oase standen sperrangelweit offen. Nichts wurde im Vorfeld dem Zufall überlassen. Dutzende Mitarbeiter zahlreicher Firmen wie Auto- und Blumenhäuser, felkestädtische Metallbauer, Raumausstatter- und Sanitärbetriebe arrangierten und präsentierten sich. Das ganze Ambiente war einladend, nichts wurde dem Zufall überlassen. Aufwändig kreierte Blumendekors in Weinflaschen und große Brokatschlaufen schmückten ganz individuell die Tische und vermittelten mediterranes Flair. Nichts wies am Abend darauf hin, dass Stunden zuvor ein heftiger Gewittersturm wütete und ein Platzregen niederging. Gute Geister bauten flugs ein weiteres, großes Festzelt auf. Hier sorgte die Frankfurter Band „Mick Woll & Friends“ aus dem „King Kameha“-Club mit moderner Tanzmusik, Soul, Funk und Swing für Stimmung und heizte mächtig ein. Neben der neu asphaltierten Zufahrt stand auch der Parkplatz des Freilichtmuseums zu Verfügung, ein Shuttle Service mit Luxuslimousinen war eingerichtet. Kostenlos gabs Zigarren und als Überraschung stiegen „Skylights“ in den Nachthimmel über Bad Sobernheim. „Etwas versnobt, aber regionaltypisch und unaufdringlich wie Wine on the Water in Bad Kreuznach. Ideal für herrliche Sommerabende!“, freute sich Beate Will aus Meddersheim, die sich mit einer Freundin verabredet hatte. „Absolut traumhaft und nicht mehr zu Toppen“ meinten die ebenfalls zufällig angetroffenen Meddersheimer Heiko Bamberger oder Markus Hexamer, die auch das Preis-Leistungs-Verhältnis lobten.


DLRG nach 50 Jahren wichtiger denn je! BAD SOBERNHEIM. (Rückblick 2006:) Rund ums felkestädtische Freizeit- und Erlebnisbad am Rosenberg, da wo die Wurzeln der DLRG lagen und wo die fast 300 Mitglieder starke Ortsgruppe hingehört, feierte der Verein mit Ehrungen, sehenswerten Wettkämpfen, vielen Gästen und Gratulanten und einem buntem Rahmenprogramm seinen 50 Geburtstag. Vorsitzender Bernd Kappes ließ im Beisein des Ehrenvorsitzenden Richard Steffen fünf Jahrzehnte  Revue passieren und erinnerte an die „fetten 70-er Jahre“ unter den Trainern Edgar Grohs, Karl Jung, Horst Henrichs oder Gert Kühner. Der Bürgermeister der VG, Rolf Kehl, konnte sich an die Anfänge 1956 als städtisches Solebad und die Beliebtheit des späteren Felkebades sowie dem Werdegang der DLRG, bei der die Bad Kreuznacher Ortsgruppe Pate stand, gut erinnern.  

Bild 966: Ehrungen nach 50 Jahren DLRG Bild 967: Na klar, Daumen hoch.... 968:...die DLRG ist stolz auf Nachwuchs

„Die Wettkampfleistungen im Rettungsschwimmen und tolle Erfolge bei Deutschen Meisterschaften fünf Jahre in Folge inspirierten und beflügelten ihre Mitglieder“. Kehl stellte den gesundheitlichen und sportlichen Aspekt in den Mittelpunkt seiner Laudatio und dankte für exzellente Jugendarbeit mit hohem Freizeitangebot. Auch heute bestehe die Hälfte der 300 Mitgliedern aus Kinder und Jugendlichen. Nichtschwimmer zu Schimmer und Schwimmer zu Rettungsschwimmer machen, dies sei ein hehres Ziel. Quicklebendig wie am ersten Tag seien die 50 Jahre mit Leistung ausgefüllt gewesen und habe die DRLG ein Allzeithoch erleben dürfen. „Ihre persönliche Beständigkeit hat uns oft genervt“, sprach Stadtbürgermeister Hans-Georg Janneck den quirligen Vorsitzenden Bernd Kappes direkt an. „Sie haben für den Fortbestand gekämpft, die Weichen gestellt und sind mit dem Verein verwachsen“, sagte Janneck. Die Clubheimfrage sei nie öffentlich zerredet worden: „Wände einreißen, Dinge hinter sich lassen und mit Mut etwas Neues beginnen“; - die DLRG habe ihre Ziele erreicht und könne sich der Unterstützung von Stadt und VG sicher sein, versprach Janneck. Vorsitzender Bernd Kappes konterte direkt und plauderte aus dem Nähkästchen: „Wir konnten sie Genervt in unser Boot holen:  Ich will mich nicht mehr sträuben und kämpfe jetzt für euch!“, habe Janneck die Segel gestrichen und sei zur  DLRG übergelaufen. Mit mehreren  eigens getexteten Liedern erfreuten Sabine Schossig Roevenich und Oliver Schneiß. Als Vizepräsident des Sportbundes Rheinland gratulierte Walter Desch, der mit dem Sportkreisvorsitzenden Wolfgang Scheib Ehrungen vornahm. Hohe Ehre erfuhr Astrid Berger aus den Händen von Achim Haag, dem Präsidenten des DLRG Landesverbandes Rheinland Pfalz: Die Goldene Ehrennadel des Landesverbandes für 25-Jähriges Engagement im Ehrenamt. Die Sicherheit im, am, auf und unter Wasser seien Charaktermerkmale der DLRG-Arbeit, Achim Haag lobte das ehrenamtliche Engagement neben Training, Wachdienst und Nachwuchsarbeit in „der eigenen Freizeit die Bereitschaft, für andere den Kopf hinzuhalten“ und wünschte allzeit eine handbreit Wasser unterm Boot, das sich DLRG nennt. 606 Menschen seien bundesweit ertrunken, 27 Prozent die Kinder unter elf Jahren könnten nicht Schwimmen: Für Bezirksleiter Erwin Zimmermann sei es „Freude und Genugtuung zugleich, die rührige DLRG Ortsgruppe Bad Sobernheim für ihre aufopferungsvolle und von großem, idealistischem Bürgersinn getragene Arbeit“ zu beglückwünschen. Hartmut Fülber aus Bad Kreuznach sprach Grußworte und überreichte einen Wappenteller, aus Kastellaun gratulierte Peter Hirth. Bruno Rhein vom Flugsportverein Domberg überreichte Fluggutscheine, HSV Chef Michael Becker meinte „Bargeld lacht“ und TV-Chef Rolf Beilke stellte die TV-Halle für die Ü 30 Mega-Party kostenlos zur Verfügung. Sie alle lobten und sprachen offen aus, dass ein vorbildliches Miteinander und gutnachbarschaftliche Vereinsbeziehungen untereinander als grundsolide Eckpfeiler gepflegt werden. Zahlreiche Ortsgruppen und viel Jugend kamen zu Wettkämpfen und machten deutlich, dass die DLRG auch überregional eine große Familie ist. 



BAD SOBERNHEIM. (2006: 5.Tag des Holzes) Aktionstage liegen im Freilichtmuseum voll im Trend und lockten zahlreiche Besucher ins Bad Sobernheimer Freilichtmuseum. Mehr als 35 Anbieter und Aussteller gaben Tipps und Anregungen, standen Rede und Antwort rund ums Holz. Das große idyllische Areal ist geradezu als Anschauungsort für diesen facettenreichen und vielfältigen Werkstoff prädestiniert.

Bild 981:Die Sägegatter ratterten, der 5.Holztag war Publikumsmagnet 982:Jan + Lea Karschuck guckten Udo Kleindienst zu Bild 983: warben fürs Museumsfest: Peter Koch, Dr.M.Schimek +J. Stenzhorn (v.li.)

   Nach fünfmonatiger Winterpause hat das größte Freilichtmuseum des Landes schon seit drei Wochen seine Toren geöffnet und fast schien es so, als wenn Groß und Klein nach der Eröffnung und dem beliebten Ostereiersuchen auch beim fünften Tag des Holzes auf eine Entdeckungsreise gingen, um alle Neuerungen in Augenschein zu nehmen, denn im Winterschlaf schlummerte das Freilichtmuseum wahrlich nicht. Baufortschritte an der Kegelbahn aus Wittlich oder die große Flurküche mit offener Feuerstelle des Hauses aus Zell-Merl wurden genau begutachtet, Bilderausstellungen angeschaut, während draußen der Besucherstrom zusehends immer größer wurde und für zufriedene Minen bei Paul Leurer und Karl Kappes sowie den Standbetreibern sorgte. Museumsleiter Dr. Michael Schimek strahlte und war sichtlich zufrieden: „Hier lässt sich ideal das Historische mit der Gegenwart verbinden und das macht einen ganz besonderen Reiz aus“, meinte er angesichts zahlreicher Menschentrauben, die überall zusammen standen und fachsimpelten. Zuschauermagnet waren nicht nur die Demonstrationen des Historischen Horizontal- Sägegatters, die fahrbaren Bandsägen oder die Holzrückepferde im Museumswald gestern Nachmittag. Schon in aller früh` liefen die Transmissionen und trieben hoch oben im Hunsrück-Nahe-Dorf surrend die Sägegatter an, die mit den Motorsägen um die Wette durchs Nachtigallental schallten und den Takt des Tages vorgaben. Direkt daneben verrichteten Zimmermänner um die Heimweilerer Bruno Merscher schweißtreibend von Hand genau dieselbe Arbeit und waren wahrlich nicht zu beneiden.  Ebenfalls in aller Herrgottsfrüh` begann der Lauschieder Fridolin Rupp auf dem Napoleonplatz zwischen dem Treppengiebelhaus Medard mit der Uhrmacherwerkstatt und dem Haus Dierbach mit seiner Arbeit, dem Birken- Reiserbesenbinden. Großflächig wurde auf die bundesweite Aktion „Woche der Sonne“ vom 28. April bis 6. Mai hingewiesen, kreisweit für Infoabende über Pellets oder Solarenergie geworben. „Im Moment sind Holz und Pellets trendy und treiben ungerechterweise die Preise in die Höhe“, informierten sich Kunden aus Abtweiler kritisch an Ständen mit Wärmetauschern für kombinierte Holz-Ölfeuerungen. „Wir erhalten die Lebensräume der Kleintiere: Anbieter warben für Fledermauskasten, Gartenmöbel, holzgearbeitete Tier- Pflanzen oder Pilzmotive, Flechtarbeiten oder Geschenkartikel. Das Forstamt Bad Sobernheim war mit Kettensägekünstler Boris Beuscher vertreten und bot eine Bildschirmpräsentation über die Brennholzbereitstellung im Forstamt und hatte optisch sehenswerte Exemplare mit Schadensbefall oder Granatsplitter des Meddersheimer Bruno Venter ausgestellt. „Kaiserwetter für derartige Aktionstage“ strahlten zweiter Vorsitzender Hans- Peter Koch und Karl-Heinz Kindgen mit der Sonne um die Wette. „Wir bieten heute das volle Kinderprogramm“, rührte die für Öffentlichkeitsarbeit zuständige Monika Theobald die Werbetrommel. Holz als nachwachsender Rohstoff, Bau- oder Brennstoff, als Pellets Kinderspielzeug oder handgearbeitete Schmuckstücke. Kinder durften mit der Laubsäge arbeiten, Wettsägen oder Wettnageln, Stelzenlauf und Reifenschlagen anno dazumal standen ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Eine Spezial- Führung „Auf dem Holzweg- die Kulturgeschichte des Werkstoffes“ wurde angeboten. Im Eingangsbereich lockten Verkaufsstände, konnten die schönsten Holzspielsachen, Gebrauchsgegenstände, Bastel-und Laubsägearbeiten und kindgerechte Spielsachen erworben werden: „Alles sehenswert und sehr freundlich arrangiert, verkaufsstrategisch nicht minder clever eingerichtet und durchdacht“, lobten Besucher aus  Gutenberg am Meckenbacher Stand von Thomas und Brumm. Klar, dass die Kinder zu ihren neuen Spielsachen oder einem Holzschwert kamen........



Etappensieg Sieg 2006: Aber der Kampf gegen Marta geht weiter! 

STEINHARDT. Es war die große Stunde der Sieger. Mitstreiter, Freunde und Bekannte lagen sich auf dem Steinhardter Festplatz in den Armen und feierten ausgelassen den vom Koblenzer Verwaltungsgericht gestoppten Steinbruch Marta. Da war vom Sieg David gegen Goliath die Rede oder von jenem kleinen, unbeugsamen Gallischen Dorf an der bretonischen Küste.... BI-Vorsitzende Heidi Thres, ihr Mann Wolfgang Berg und Christa Hülsmann waren in Koblenz und übermittelten schon um 9.20 Uhr die Botschaft nach Steinhardt, wo dann umgehend die Glocke geläutet wurde: Alle sollten die frohe Kunde wissen, dass das Verwaltungsgericht Koblenz „unserer vernünftigen Argumentation seit Jahren gefolgt ist und Steinbruch Marta gestoppt hat. Wir sind überglücklich. Wir haben heute alle gewonnen“, rief Heidi Thres in der vollbesetzten Festhalle aus, was frenetisch bejubelt wurde. 

Bild 984: So feiern Sieger: 3. v. l. hinten: BUND-Chef Dr.Erwin  Manz Bild 985: Im Sängerheim wurde ein wichtiger Etappensieg gefeiert, Glocken läuteten!

 Ruckzuck war eine Feier organisiert, Helfer deckten die Tische und die Bürger richteten ein Büfett her. „Es lohnt sich immer, für Mensch, Natur und Umwelt einzustehen!!“ hatte das Kulturschaffende und selbst„zarte Pflänzchen“ Sabine Schossig-Roevenich auf einen Laken geschrieben und sang lauthals nach Abba- Manier mit ihrem Chor jene Orts-Hymne „Steinhar(d)t aber herzlich“ aus dem Musical, das vor genau einem Jahr für Furore sorgte. Vorzeigedorf eines Radiosenders sind sie geworden, haben jüngst in viel Eigenleistung den Festplatz hergerichtet und jetzt solch ein grandioser Erfolg! „Es geht zu nach Recht und Gesetz!“ habe der Landrat einst argumentiert. „Recht hat er heute bekommen“, können sich die „Sieger“ um Heidi Thres Seitenhiebe dann doch nicht verkneifen, weil er auf der anderen Seite stand. Zunächst gelte es, den Triumph zu feiern. Sektkorken knallten, man habe mehr als einen Etappensieg errungen. Und wie geht es weiter? „Der Widerstand wird nicht aufhören. Es war schon immer schwierig, uns abzubügeln!“, sagte die Vorsitzende und redete ohne Umschweife schnell Tacheles, nannte Zahlen: 30.000 Euro habe es bisher gekostet. Klar sei, „dass Faber nicht aufgibt auch wenn es für ihn noch schwieriger wird, zu gewinnen. Das bedeutet für uns Geld“, rief sie aus und will die Kriegskasse weiter auffüllen. BI-Mitglieder hatten errechnet, dass jeder Steinhardter vom Baby bis zum Greis erneut 125 Euro aufbringen müsste und dies sei „allemal eine Zukunftsinvestition für gesunden Wald und intakte Natur vor der Haustür anstelle Steinbruchstaub wert“, waren die Argumente klar.  BUND- Landesgeschäftsführer Dr. Erwin Manz und Ludger Nuphaus würdigten diese intakte Gemeinschaft in höchsten Tönen, das „großartige Engagement für Flora, Fauna und Habitat in dem ökologisch so bedeutsamen Waldgebiet“ zu dessen Wahrung sich die Bürger mit aller Kraft eingesetzt hätten. „Das Planfeststellungsverfahren ist rechtswidrig!“, dies müsse man sich ohne weiteren Kommentar einmal auf der Zunge zergehen lassen, meinte Willi Scheid unisono mit Joerg Schuenke, vom Vorstand der 280 Mitglieder zählenden benachbarten Bockenauer BI „Für eine lebenswerte Heimat ohne Steinbruch Marta“: Dessen Vorsitzender Markus Berger gratulierte und sagte volle Unterstützung zu. Bürgermeister Volker Schöffling gestellte sich zu den strahlenden Siegern. „Ich habe eine persönliche Freude daran, dass der Kollege in Waldböckelheim seine Grenzen aufgezeigt bekam. So darf man mit Nachbargemeinden nicht umgehen!“, sagte Schöffling unserer Zeitung im Gespräch. Anfänglich sei „von zwei Hektar Steinbruchgröße, so wie in Bockenau“ die Rede gewesen, dann wurden daraus 15 Hektar plus Beton- und Bitumenproduktion. Auch Bürgermeister Hans-Georg Janneck kam nach Steinhardt und wollte ebenfalls nur jene drei Worte sagen, die jeder äußerte: „Ich bin glücklich!“. Dann legte er viel sagend und wohl wissend über die enorme wirtschaftliche Tragweite seine Stirn in Falten: „Wir müssen auch weiterhin viele Mitstreiter haben!“ Einfacher werde es für die Firma Faber nach diesem Urteil keinesfalls, war einhelliger Tenor. Viele scheuten den Ausspruch „Der Kampf geht weiter!“ nicht.




 

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