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Affentheater war das- auch ohne Affe!

BÄRWEILER. Stammgäste und Zuschauer warten alle zwei Jahre sehnsüchtig darauf, wenn sich im Bärweiler Bürgerhaus der Vorhang hebt. Die Komödie „Ein Affe kommt selten allein“ entpuppte sich bei der Premierenveranstaltung im ausverkauften Bürgerhaus als „Glücksgriff“. Leidenschaftlich spielfreudig, niemals unter der Gürtellinie, agierte und begeisterte die Laienspielschar. Zuschauer hielten sich den Bauch vor Lachen und hatten Tränen in den Augen.

Bild 2275: Der Aff is üwwerfahr´ wor- Heidernei, da ging die Post ab.... Bild 2276: Davor ist man in einer Metzgerei nie gefeit- Blut fließt.... Bild 2277: Die freie Bärweiler Theatergruppe ist ein starkes Team!

 Lust auf das Spektakel wecken Laura Bier und Sarah Gehm mit einem einleitenden Sketch. Kinder machen es sich wie in einer großen Familie auf Teppichen vor der Bühne bequem. Die Handlung haut niemand wirklich vom Hocker. Umso mehr hauchen alle Akteure dem „Affentheater“ Leben ein, dass sich die Balken biegen und das Publikum geradezu von Lachorgien durchgeschüttelt wird. Textsicher und ohne Lampenfieber überzeugten sie von der ersten Minute an: Es geht um den ganz alltäglichen Wahnsinn in der Bärweiler Vordergasse, wo der Gemischtwarenladen samt Metzgerei aufgrund Wirtschaftsflaute mehr schlecht als recht über die Runden kommt. Deren Betreiberfamilie Hartz wird vom „Macho“ Michael Bier, Silke Hartmann und Nathalie Fuhr gespielt. Letztere ist als Metzgerlehrling völlig fehl am Platz. Der lässt nämlich die Schlachttiere alle wieder laufen und brüllt wie von einer Tarantel gestochen, weil das Kälbchen mit den „großen treuen Augen“ plötzlich nicht mehr da ist. Durch diesen Schreck schneidet sich die trutschige Verkäuferin (Laura Bier) in den Finger. Carola Bier ist zwar „Hansdampf“ in allen Gassen in durchgängiger Paraderolle, sie mimt als absolute Trantüte und einfältige Magd Bärbel das krasse Gegenteil. Als stotternder Nachbar wird Hans Gehm von seiner als Dorftratsche bekannten Frau (Liane Goldschmidt) wegen jeder fehlenden Kleinigkeit zum Einkaufen geschickt. Im munteren Reigen also leidet Bärweilers tatsächlicher „Ob“ Hans Gehm nicht nur an einem extremen Sprachfehler, sondern an der Boshaftigkeit seiner Alten, was idealer Nährboden für die Lachmuskeln ist. Mitten ins turbulente Bühnenbild radelt mit dem Dienstrad die mitteilsame Postbotin Ilona Heib und bringt meist Hiobsbotschaften vom „Sowwerumer“ Amtsgericht. Absender ist Gerichtsvollzieher Daniel Gehm, der im Verlauf des Stückes fleißig den Kuckuck als Pfandsiegel klebt, und eher so beliebt wie die lästige Sch…-hausfliege ist. Mit Voliere und dem unsichtbaren Papagei „Fridolin“ belebt Thomas Franzmann ebenso das muntere Treiben wie Marcus Fries. Dieser gilt als armer Irrer, der mit seinem unsichtbaren Affen Charly reist. In Mundart ist derbes und schnörkelloses „bärwäller Platt“ angesagt. Fantasie und Vorstellungskraft waren gefragt: Es hat schon etwas ganz Besonderes und war ganz große klasse, wie sich Marcus Fries in Mimik und Gestik mit einem visuellen Nichts unterhält. Ein Affe, der gar nicht da ist! Und als dieser Ende des zweiten Aktes von der radelnden Postbotin überfahren wird, da sind die Puppen am tanzen, da geht so richtig die Post ab, laufen die Akteure zur Höchstform auf. Letztlich gibt’s aber ein Happyend. „Der Gemeinderat tagt“ hieß im Mai 1992 zur Einweihung des Bärweiler Bürgerhauses ein aufgeführter Schwank. Dies gilt als die Geburtsstunde der freien Theatergruppe. Marion Fuhr kümmert sich und organisiert hinter den Kulissen. Dank galt Günter Theobald (Film und Ton), den Bühnenbauer Hans Joachim Thrun und Waldemar Zietek sowie der Souffleuse Elke Gehm.



Bündelchestag 2009 - viel los in der Region!

„Feuerwehrhaus heute geöffnet“ lud an der Hauptstraße eine große grüne Schultafel ein:

BÄRWEILER./ VG BAD SOBERNHEIM.  „Alles Männersache, da lassen wir keine Weibsleut ´ran“, schmunzelten die Chefköche Frank Greulach, Rainer Matzke und Harald Skär an der heißen Erbsensuppe und nahmen Komplimente entgegen. Lauschieder Gruppen um Dieter Schönheim, oder Eric Hasemann und Ralf Schneberger waren schon ganz früh die ersten und füllten das Feuerwehrgerätehaus. Sie pilgerten weiter nach Kirschroth. Eine Meddersheimer Clique um Freimut Hexamer und Burkhard Hilt schlug nach dem schmackhaften Erbseneintopf die Route über das Freilichtmuseum nach Bad Sobernheim ein. Kaum ein Grüppchen, Clübchen oder Verein in der VG-Bad Sobernheim, das gestern nicht den Rucksack packte und oft mit Kind und Kegel die Wanderschuhe schnürte, um zu Fuß einen Verdauungsspaziergang an der frischen Luft zu unternehmen. Nach den Festtagen wurde teils ein beachtliches Pensum absolviert. Schon zum zwölften Male in Folge war das Bärweiler Feuerwehrhaus eine gute Einkehr-Adresse.

Bild 2048: Die Bärweiler Küchen Crew Bild 2049: Monzinger + Meddersheimer Bild 2050: Lauschieder beim Frühschoppen

Von Alters her kennt man die die kalte Jahreszeit  nach Weihnachten als Raunächte und profan als die Zeit „zwischen den Jahren“, die zum Feiern genutzt wurde. Dienstbote, Knechte und Mägde schnürten ihr Bündel und wechselten ihre Stellung, wanderten zu einem anderen Hof; -  der „Bündelchestag“ hat eine lange Tradition. Im ausgeräumten Bärweiler Feuerwehrhaus ging es zu wie in einem Taubenschlag, es war bis gestern am späten Abend ein Kommen und Gehen. Viel Jugend war unterwegs auf Schusters Rappen: „Die Bärweilerer haben einen guten Ruf, ihre Gastfreundschaft ist super, Suppe und Würstchen sind lecker“, lobten die Limbacher Gerhard („Mecki“) und Frau Maria Preßnick nach der Einkehr auf ihrer Tour Richtung Hundsbach. Viele Bärweilerer ließen zu Hause die Küche kalt und sich von der traditionellen Erbsensuppe und Würstchen, Glühwein oder Frischgezapftem Pils verwöhnen. Feuerwehrmänner und Mitglieder des 132 Mitglieder zählenden Fördervereins, übrigens mehr als die Hälfte der Einwohner, hatten im 1981 erbauten Feuerwehrgerätehaus das Sagen und waren gute Gastgeber. Dreimal (1993, 1994 und 1997) war die 260-Seelen-Gemeinde Sieger im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft…“. Die Bärweilerer werden deshalb so gerne frequentiert, weil „wir auch überall hingehen und uns übers Jahr blicken lassen!“, erläuterte Jürgen Maurer das Erfolgskonzept, und so kamen viele aus Nachbarorten und anderen Verbandsgemeinden.  Zudem kümmere sich der Förderverein und die Feuerwehr um den Zusammenhalt und die Kameradschaft im Ort, und dies sei enorm wichtig. Am 26. April wurde das neue „Iveco“-Tragkraftspritzen- Fahrzeug mit 750 Liter Wasser (TSF-W) feierlich in Dienst gestellt. Dies sei nur möglich gewesen, weil die Förderer einen „dicken Batzen“, wie dies Wehrführer Rainer Matzke formulierte, zuschossen. Auch ein Lichtmast wurde angebaut. Glücklicherweise habe man bisher keine Einsätze gehabt, trotzdem: Ein „Glasmaster“ und eine Motor-Kettensäge stehen auf der Prioritäten-Wunschliste ganz oben. Weiterer Helfer waren Bernd Wahl, Thomas Neig, Andreas Jache, Markus Lenhard, Horst Blum, Manfred Hoffmann und Michael Bier. Nächster Termin: Am 16. Januar 2010 ab 9 Uhr holen die Bärweiler Wehrmänner die ausgedienten Weihnachtsbäume ab. 



BÄRWEILER. Halb Bärweiler war auf den Beinen und guter Gastgeber, als eine Jury im Rahmen des Gebietsentscheides der Region Koblenz im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ den Ort in Augenschein nahm. Bärweiler ging im Mai im Kreisentscheid in der Sonderklasse als Siegergemeinde hervor.

VG-Bürgermeister Rolf Kehl, Hans Gehm + Alt-Ob Günter Germann standen Rede + Antwort- die Kommission kennt Bärweiler! Foto 1524-1525-1526-06-2009 Bärweilerer gingen mit durchs Dorf - hier am Hause von Hans-Joachim Thrun >>Die ADD gibt am Montag, 20.Juli 2009, die Preisträger bekannt, der  Landesentscheid wäre nächste Hürde!

Als eine der ersten Gemeinden in der Sonderklasse im Gebietsentscheid in der Region Koblenz wurden diese Woche Bärweiler und Hennweiler bewertet, am 29. Juni wird in Kirn-Land Meckenbach und tags darauf Weinsheim in der VG Rüdesheim in der Hauptklasse unter die Lupe genommen.  Er sei schon einmal vor zwölf Jahren da gewesen und angenehm über die Weiterentwicklung überrascht, sagte Diplom-Ingenieur Hubert Müllen von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Koblenz in Bärweiler. Kompakt hatte Ortsbürgermeister Hans Gehm gut zwei Jahrzehnte Dorfentwicklung, dörfliche Aktivitäten, ortsbildprägende Bauten aber auch Zukunftsperspektiven anschaulich präsentiert. Urkunden, Dokumente und errungene Preise, Sonderpreise und Plaketten lagen aus. Bei einer ersten Bestandsaufnahme im Jahre 1987, als der Ort als „sterbendes Dorf“ tituliert wurde, habe „die Bevölkerung dies so nicht hinnehmen wollen!“. Seitdem wurden 36 gemeindliche und vier private Maßnahmen, ökologische Projekte oder Infrastrukturverbesserungen mit einem Volumen von über 1.023 Millionen Euro realisiert. Gehm nannte in dieser Zeit über 5.600 geleistete Arbeitsstunden, 318.500 Euro an Zuschüssen, weitere 195.000 D-Mark an Spenden und privaten Zuwendungen, sowie fast ein Dutzend Vereine und Institutionen als Antriebsfedern, wenn es wieder einmal hieß: „Die Mainzelmännchen waren da!“. Als jüngste Projekte wurde die ausschließlich durch Spenden finanzierte Kühlanlage auf dem Friedhof für 11.000 Euro, der multifunktionale Spiel- und Jugendtreff  (54.000 Euro), die Getränkekühlung im Bürgerhaus (9.000 Euro), der Ausbau der Mietwohnung im Bürgerhaus (12.000 Euro), die Beteiligung am neuen Feuerwehrfahrzeug in Höhe von 18.000 Euro oder der neue Dorfinfopfad mit seinen acht Stationen vorgestellt. „Gold wert“ sei der DSL-16MB-Ausbau, wo sich 62 der 90 Familien angeschlossen haben. Neben der Weiterentwicklung der Dorferneuerung mit Erhaltung von Lebensraum und Lebensqualität habe man ein Leitbild mit Zukunftsvisionen bis 2030 entwickelt, was bei der sechsköpfigen Jury besonders gut ankam. Über 50 Einwohner und Gäste gingen beim Rundgang mit, Altbürgermeister Günter Germann führte Jurymitglieder zu markanten Sehenswürdigkeiten. Nach dem Feuerwehrhaus und dem Jugend-Bauwagenprojekt waren die vorbildliche Gestaltung des Anwesens von Hans-Joachim Thrun oder die Umgestaltung des Tanzsaales Greulach /Schwedt zum Atelier von Rinaldo Greco weitere Stationen: „Hie hon mer früher gedoonzt“ erinnerten sich Bärweilerer beim Anblick großformatiger Kunstwerke. Den Backes hatten Hilde Matzke und Werner Hoffmann angefeuert und erklärten die Backfolge. Zahlreiche weitere Plätze wie das „kleine Bürgerhaus“, der Dorfplatz mit dem Spielplatz in der Vordergasse wurden im „Schnelldurchlauf“ besichtigt.



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BÄRWEILER: IM KREISENTSCHEID IN DER SONDERKLASSE im Mai 2009 1. SIEGER UND WEITER!  

- Ein landesweit prämierter Ort voller Hoffnung und Zuversicht! 

Bild 316: Das kann sich aber sehen lassen! Backes-Grumbiere und leckere Kuchen! Bild 317: Rundgang zu acht Stationen mit den "OB´s" Hans Gehm und G.Germann Bild 318: ... während Dorfplanerin Nathalie Franzen alles im Bild festhält!

   BÄRWEILER.  Das 16. „Backesgrumbeerefescht“ der Bärweilerer Landfrauen mit einem bunten Rahmenprogramm übertraf einmal mehr alle Erwartungen. Es war viel los im beschaulichen Ort und rund ums Bürgerhaus. Ortsbürgermeister Hans Gehm stellte mit dem neuen und einzigartigen Dorfinfopfad mit acht Stationen im zentralen Ortskern ein weiteres ehrgeiziges Projekt zur touristischen Erschließung vor. Hier darf die Gemeinde auf Zuschüsse hoffen. Neben Alt-OB Günter Germann und Beigeordnetem Horst Scherer nahm auch Dorfplanerin Nathalie Franzen am Rundgang teil, stand Gästen und Einheimische Rede und Antwort. Die Beteiligung der Kinder und Jugendliche und deren aktive Mitwirkung ist ein Hauptanliegen der seit 1986 währenden Dorferneuerung, erläuterte die Expertin. In über zwei Jahrzehnten hätte sich der 267 Seelen-Ort von einem sterbenden in ein blühendes und lebendiges Dorf mit reger Vereinstätigkeit und Ortsbilderhaltender Substanz gewandelt. Eigenverantwortung, Mitbestimmung und Mitsprache seien elementare Grundlagen, den Nachwuchs frühzeitig in seine Umgebung und ihre Lebenswelt einzubinden, um unter dem Aspekt der Wohnwertsteigerung den jungen Menschen eine attraktive Zukunft zu ermöglichen. Beim Dorffest am Sonntag suchte der Nachwuchs in einem Maskottchenwettbewerb ein Emblem, was die Infotafeln bei Kindern attraktiver machen soll. Das von Ida Germann (12) kreierte Motiv des „Langensteini“ siegte unter fünf Teilnehmern. „Das Besondere ist, dass alle Bürger mitziehen!“, lobte Ortschef Hans Gehm und Nathalie Franzen untermauerte, das der Ort landesweit im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft...“ ganz vorne anzusiedeln sei. Der Dorfinfopfad soll Auskunft über die ortshistorische Bedeutung mit geschichtlichem Einblick früherer und heutiger Nutzung sowie die Umwandlung zahlreicher privater und gemeindlicher Maßnahmen geben, und er enthält kurz und knapp ökologische Hinweise sowie dörfliche Anekdoten. Die Route führte am Kriegerdenkmal vorbei durch die Vordergasse, wo neben dem ältesten Gebäude deutlich sichtbar prachtvoll restaurierte Sandstein-Anwesen herausgeputzt wurden und es viel dörfliches Flair zu Entdecken gab. „Zwingend Investoren mit viel Kapital, Idealismus und Ideen gesucht“, warb Gehm an Station 6 in der Vordergasse 8-10, wo eine ehemalige Schmiede, mehrere landwirtschaftliche Gehöfte mit historischer Bausubstanz wie Kreuzgewölbe, Gewölbekeller und früherem Tanzsaal nur auf eine Reaktivierung und Renaissance warten. Gut 300.000 D-Mark kostete der zentrale Platz, wo zwischen 1991 bis zur Einweihung 1996 drei Häuser und eine Schmiede zum historischen Dorfplatz mit Sitzungssaal umgewandelt wurden. Ein weiteres Kleinod gibt’s rund um die beiden Kirchen: Küsterin Waltraud Ellrich sperrte die 1770 erbaute Katholische Kirche auf, die um den 24. Juni, dem Johannistag, nur ein Mal im Jahr von der Lauschieder Kirchengemeinde zur Eucharistiefeier ihre Pforten öffnet. Dorfbackes, früheres Pfarrhaus oder einstige Poststation mit Pferdetränke in der Vordergasse sind weitere der acht Stationen. Sehr beliebt und angenommen werde auch der 3,5 Kilometer lange Rundweg ums Dorf. Das Bürgerhaus war gut besetzt, das Feuerwehrhaus geöffnet. Zahlreiche Verkaufstände mit handwerklichen Erzeugnissen lockten, Irene Hahn ließ das Spinnrädchen surren. Der Spiel- und Bolzplatz war rege frequentiert, das Team um Jürgen Bromann betreute die Kinder. Landfrauenvorsitzende Isolde Hofmann wollte sich über die vielen Torten und Kuchen und die fleißigen Helfer nicht beklagen, im Gegenteil: An die 50 waren im Einsatz, feuerten in mehreren Teams den vor dem Abriss bewahrten Dorfbackes an zwei Tagen an. Neben leckeren „Backesgrumbeere“ wurden auch Zwetschgenkuchen und Plätzchen gebacken und feilgeboten.    



BÄRWEILER. (2006) Es geht um die Zukunft: DSL-mäßig ist kreisweit die Gemeinde ein einziger weißer Fleck, nur über ISDN mit dem Netz verbunden, obwohl hochleistungsfähiges Glasfaserkabel am Ortseingang liegt. Alternative Möglichkeiten zum schnellen Breitbandzugang gehen in alle Richtungen, Bärweiler will mit aller Macht auf die Datenautobahn.

Bild 780: Ortseingang von Bärweiler 2009 Bild 986: Dorfplanerin Nathalie Franzen Bild 987: Die Jugend zieht voll mit!

Seit 1986 ist der Ort im Dorferneuerungsprogramm und kann zahlreiche Erfolge und Preise aufweisen. Nun sollen die Entwicklungen und Planungen fortgeschrieben werden. 2002 war der Nachwuchs in der Sparte „Kinder- und jugendfreundliche Dorferneuerung“ erfolgreich, nahm 2005 teil und bewirbt sich dieses Jahr erneut. Ende des Monats ist Annahmenschluss, am 23. April wird der Antrag ausgefüllt und festgezurrt, persönlich in Mainz abgegeben. Die Beteiligung der Kinder und Jugendliche und deren aktive Mitwirkung ist ein Hauptanliegen. Eigenverantwortung, Mitbestimmung und Mitsprache sind elementare Grundlagen, den Nachwuchs frühzeitig in seine Umgebung und ihre Lebenswelt einzubinden, um unter dem Aspekt der Wohnwertsteigerung den jungen Menschen eine attraktive Zukunft zu ermöglichen. Was ist der Jugend wichtig? Wie sieht Bärweiler im Jahr 2030 aus? Dies wurde als so genanntes „Brainstorming“, als Gedankensammlung, gemeinsam mit Eltern und der Dorfplanerin Nathalie Franzen erörtert. Als ein ganz wichtiger Baustein dieses Antrages haben die Bärweilerer um den Telekommunikationsexperten und Ortschef Hans Gehm den fehlenden DSL Anschluss als das Nonplusultra der virtuellen Datenautobahn zu ihrem ganz speziellen Anliegen gemacht, zumal das Glasfaserkabel wenige Meter vor dem Ort nur darauf wartet, angeschlossen zu werden. Bei gut 80 Haushalten und 275 Einwohnern haben über 30 Haushalte ihr Interesse bekundet. „Zu wenig, zu teuer!“ sagen die Anbieter und konzentrieren sich auf Ballungszentren wie Mainz oder Wiesbaden. In Gewerbe- und Industriegebieten, wo das Wirtschaftsministerium zuständig ist, sei eine optimale Vernetzung ebenfalls kein Thema und keine Geldfrage, weiß Hans Gehm. Die Dorferneuerung ist jedoch beim Ministerium des Innern und für Sport angesiedelt und da versprechen sich die Bärweilerer eine ganze Menge und haben gute Erfahrungen gemacht. Schließlich stehen sie als Anschauungsgemeinde eines „Aussterbenden Ortes“ in Universitäts-, Lehr- und Geschichtsbüchern, nachdem Professoren der Uni Mainz 1986 dem Ort diesen ungeliebten Stempel aufdrückten. „Aber gerade dadurch mit solchen Aussage wurde etwas angestoßen, das Dorf zukunftsfähig gemacht und belebt!“, resümierte Horst Blum. „DSL-Anschluss ist Grundausstattung wie Strom und Wasser, unverzichtbar für die Bildung und Entwicklung der Schüler und Studenten“, plädierte Marlene Theobald und Konstanze Zietek sah Internet Vorzüge: „Ich kann alles Einkaufen und bekomme die Ware direkt an die Haustür!“. Die Meinungen der Jugendlichen über Visionen „Bärweiler 2030- Wie sieht die Zukunft aus?“ gingen weit auseinander. „Ohne Einsatz gibt es Stillstand“, war Tenor. Während einige einen „aussterbenden Ort und eine Wüstung“ sahen, sah die Mehrzahl dies genau gegenteilig. Wohnen und Arbeiten mit dem Internet bei Heimarbeitsplätzen im Ort liege voll im Trend, Dienstleister und Logistikfirmen seien auf dem Vormarsch, Gesundheitsanbieter und Pfleger kämen aufs Land. Die Jugendlichen sprachen auch Klartext, sahen Generationskonflikte: Auch hier gibt es gute Ansätze: Anwesende trugen sich in eine Liste ein und so soll demnächst Jung und Alt ins Bürgerhaus bei Kaffee und Kuchen zu einem Internetportal mit Infoveranstaltung und „surfen“ im Netz eingeladen werden. Weiter wurde das geplante Dorffest im Juni besprochen. Auch hier gab’s viele Ideen und eine breite Mitmach-Resonanz.



 

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