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Becherbach bei Kirn / Nahe 



Kerb war freitags schon gewonnen!

Bild 2629: Zusammenhalt und die Geselligkeit werden gepflegt

Bild 2630: Natürlich feiert viel Jugend ab und lässt auf die Kerb nix kommen!

Bild 2631: Mit der "Tenne" haben die Becherbacher einen idealen Ort 

BECHERBACH. „Unsere Kerb für dieses Jahr ist gerettet: Wir haben die beste Kerb seit `Starlights`-Zeiten“, so triumphierte in der Nacht zum Samstag Gerhard Barth für die ausrichtende Becherbacher Vereinsgemeinschaft MGV, TuS und Feuerwehr. Grund: 500 Eintritt zahlende Fans, darunter viel Jugend, lockte „LTP“ (Long Tall Peter) in die Tenne und dies sei in heutiger Zeit „absolut gegen den Trend“, legte der MGV-Chef nach. Die Tenne sei für derlei Veranstaltungen ein absoluter Glücksfall. Nach 35 Jahren war es Gerhard Barths letzte Kerb. „Nach einem ungeschriebenen Gesetz scheiden in Becherbach über 60-Jährige aus der Organisation aus“, meinte er Augenzwinkernd und macht Platz für Jüngere. Auch bei der ersten Tennenparty mit „DJ“ Achim Engel und dem Equipment von Andreas Leupold setzte sich der starke Besuchertrend bei der viertägigen Kerb am Samstag fort. Gestern Morgen zum Frühschoppen heizten traditionell die Kirner „Hellberger“ um Frontmann Klaus Kreitzer ein, am Nachmittag verwöhnten die Becherbacher Landfrauen mit Kaffee und Kuchen und hatten die Tafel reich gedeckt. Montags spielte bei freiem Eintritt das Duo „Marengo“ aus Sienhachenbach. 



Tolle Karikaturen von Armin Engel bei 100. TuS Jubiläum

Jahrzehnte hat der allzu früh verstorbene BecherbacherArmin Engel das Vereinsleben und insbesondere den TuS Becherbach zu allen besonderen Vorkommnissen und Tabellenständen karikiert. Über 100 exzellente Unikate hingen nun in der Tenne und erfreuten sich größter Beliebtheit. Bei der Jubiläumsfeier im Juni 2010 wurde der langjährige TuS-Vorsitzende Karl Otto Selzer zum Ehrenmitglied ernannt und weitere elf Mitglieder geehrt! -Siehe gesonderten Bericht!   

100 Jahre im Rückspiegel:

Viele Becherbacher sahen Aufnahmen des  Schwimmbades aus den 1930-er Jahren zum ersten Mal. Die Fotodokumentation war vom Feinsten und wurde rege frequentiert. „Weißt du noch,…damals?“ 1953 in Reichhardts Saal hatte man 20 Mark „Lustbarkeitssteuer“ und 6 Mark Verwaltungsgebühr für die erste TuS Veranstaltung zu zahlen. Tabellen kündeten von einer Toreflut, als der TuS ein Torverhältnis von 139:28 aufweisen konnte. 

Bilder 2509/ 2510/ 2511/ 2512

Alte Fußballtreter mit dem klangvollen Namen „Pele“ hingen aus, Bilder an Stellwänden und in Alben über Theater und Tanzshows, Fußball, Tennis, Gymnastik dokumentierten kulturelles Vereinsleben und urbane, dörfliche Gemeinschaft wie aus dem Bilderbuch. Hingucker und absolut klasse: Dutzende Karikaturen von Armin Engel, der über Jahrzehnte brillant und trefflich das TuS-Leben glossierte und bei „Bache Mina“ in den Schaukasten hing.   


LIMBACH:-2003- Feuerwehr probt im Wald bei den Jägern vor viel Publikum!

Bild 2463: Mit Spreitzer und Schere befreien Wehrmänner Verunfallte! 

2464: Ex Ob Peter Steffens (Limbach, v. li.), Ex VG-OB Günter Schwenk und Werner Barth, Ex-Ob aus Becherbach

Nr-2465: klasse-Foto. Die Feuerwehren im Rückspiegel bei der Radeinweihung des Weges Becherbach-Limbach



Gemeindehaussanierung in vollem Gange!

BECHERBACH. Ab diese Woche ist das Becherbacher Gemeindehaus für die nächsten Monate eine Baustelle. Ob das MGV-Konzert am 12. Juni hier stattfindet, ist fraglich. Der Gesangverein müsste dann in die Tenne ausweichen. Fest steht nur, dass das Gemeindehaus zum 150. MGV- Jubiläum 2013 fertig sein wird.

„Luxus war die Sanierung nicht. Wir haben auch aus dem Investitionsstock des Landes schnell eine Zuschusszusage erhalten“, freute sich Ortsbürgermeister Frank Schätzel. Seit vier Jahren laufen die Beratungen, mit Helmut Heß haben die Becherbacher einen Planer in ihren eigenen Reihen, der sich kümmert. So waren Trockenlegungs- und Kanalisationsarbeiten notwendig, die Sanitären Anlagen  wurden von Grund auf erneuert. (Links Bild 2328 Ob Frank Schätzel im Mai 2010)

Seit Frühjahr 2009 werkelt hier eine Elektrofirma. Die E 27 Strahlerlampen seien museumsreif, jedoch zerbröselt das alte Glas beim Anfassen  „Stets kamen neue Herausforderungen auf uns zu, am Schieferdach erkannte man Schäden nicht sofort“, erläuterte Schätzel. Das Dach war undicht und wurde komplett erneuert, nachdem Regenwasser die Decke schädigte und im Saal an den Wänden sichtbare Spuren hinterließ. Probleme stecken im Detail und werden erst nach und nach sichtbar. Alle Holzverkleidungen am Treppenaufgang oder im Saal werden entfernt und durch Trockenbau ersetzt, um neueste Brandschutzbestimmungen zu erfüllen. Alte Dämmung wurde entfernt, nun wird die Saaldecke ebenfalls komplett erneuert und mittig im „Segel“ akustikgedämpft. Wie die Bühne und der Ausschank mit Teeküche optimal gestaltet werden, steht noch nicht fest. Gesamtkosten: 210.000 Euro. Damit wurde die Sanierung 2010 doppelt so teuer, wie1956 der umfangreiche Umbau vom Amtsgebäude zum Gemeindehaus mit Wasch- Dusch- und Kühlräumen gekostet hat, nämlich weniger als 200.000 D-Mark. Das Becherbacher Gemeindehaus wird als Proben- und Veranstaltungsraum sehr gut frequentiert und von allen Vereinen genutzt. Im Keller befindet sich der Jugendraum, im Erdgeschoss sind der kleine Saal, Sanitäre Anlagen, sowie das Feuerwehrgerätehaus mit Fahrzeug untergebracht. 



Pfarrer Grothes letzte Predigt - tschüss horst, machet jut`!

BECHERBACH. Die Kirche voll besetzt wie an Heiligabend, das Gemeindehaus im Anschluss zur Abschiedsfeier proppenvoll: Weggefährte, Bürger aus Otzweiler, Becherbach und Heimweiler kamen zum letzten Gottesdienst von Pfarrer Horst Grothe. Das Kyrie eleison des Kirchenchores klang wehmütig, klagend und nachdenklich. „Bleib bei uns, Herr“ so hatte Wolfgang Schneider vom Becherbacher Presbyterium die Verabschiedung in der Kirche überschrieben. Nach fast achtjähriger Amtszeit geht Grothe ab 1. Mai nach Jülich ins Rheinland zurück und tritt eine 100 Prozentstelle an. Schneider würdigte Grothe. 

Er habe Brücken und menschliche Bindungen gebaut, Vertrauen ausgestrahlt und sei „Seelsorger“ gewesen. „Es fällt mir nicht leicht, ihnen diese Last zuzumuten. Es mag vielleicht sein, dass ich der letzte bin, aber ich bin nicht der Letzte, der das Licht ausmacht!“, sagte Grothe zuvor selbstkritisch. Superintendent Marcus Harke erklärte das Experiment der Dreiviertel-Pfarrstelle in Becherbach als gescheitert.  Aber: „Die Maßstäbe gerade an Ostern sind verrückt!“, monierte der Hundsbacher kritisch- nicht verständnisvoll, dass sich die Becherbacher sorgen. 

Bild 2259 (ganz oben) + oben 2260:  Die KiTa-Kinder vom "Regenbogen"

Nr 2261: Die "Kinderkirche" nimmt Abschied, die Kleinsten sagen Adieu...

Bild 2262: Ganz starke Symbolik - ein herzlicher Abschied in der Kirche

Pfarrer seien Glieder in einer sehr langen Kette, es gelte gespannt nach vorne zu schauen. Immer wenn sie einen Regenbogen sehen, sollen Grothes an Becherbach und die „Regenbogen“- KiTa zurückdenken, sagte Leiterin Maria Görner in der Kirche und spannte einen Regenbogen auf, an den die „Racker“ alle guten Wünsche hängten. Mit „Messzahlen“ könnten die Kinder nun wirklich nichts anfangen, vielmehr sei Tatsache, dass Becherbach ohne Pfarrer sei, lautete deren Botschaft. Im Gemeindehaus eröffnete der MGV Becherbach mit dem Lied „Wohlauf in Gottes schöne Welt“ die Nachfeier. Vorsitzender Gerhard Barth hatte im Internet gestöbert und zitierte aus dem Pfarrbrief in Jülich. Barth schenkte Rotwein von der Nahe. VG-Bürgermeister Werner Müller hob die Verdienste Grothes hervor und sprach Klartext: „Die Menschen haben gemischte Gefühle und gewünscht, dass Sie ihre 100 Prozent-Stelle hier erhalten. Ich bezweifele, dass diese Lücke von Laien und Ehrenamtlichen geschlossen werden kann. Es darf nicht zu einem Ausbluten der ländlichen Gemeinden kommen“, appellierte Müller. Die „Ob´s“ Wilfried Schlarb (Heimweiler), Frank Müller (Otzweiler) und Frank Schätzel (Becherbach) dankten persönlich. Letzterer habe nicht nur den Pfarrer verloren, sondern auch den guten Freund und Nachbarn, der bei der Geburt der Kälber mithalf. Grothe sei ein „Glücksgriff“ gewesen. Fünf Bürger verlassen die Gemeinde, sagte Frank Schätzel sehr emotional, und dabei flossen unter den Älteren auch Tränen. Die Kinderkirche verabschiedete sich, die Konfirmanden, der Brückenchor schenkte Glockenlang und Erinnerungen aus dem Pfarrhaus, und auch eine prächtige Weihnachtskrippe mit handgeschnitzten Figuren lag im Abschieds-Osternest. Der Otzweiler Frauenchor sang, und weit über ein Dutzend  Vereinsvertreter wie Feuerwehr, Jugend, „KVB“ oder Alt-OB Werner Barth standen in der Warteschlange. Sie alle hätten Grothes lieb gewonnen, sagten sie. Pfarrer Thomas Lehr sagte Servus, Pfarrer Volker Dressel sang kölsch von BAP, seine Frau Silke von den Beatles. Das Musikcorps Otzweiler spielte mit Pfarrer Horst Grothe als Posaunist....



Solarförderung wird erneut drastisch gekürzt- Stand: 10 Jahre "EEG"

Ab 1. Juli 2010  soll die Solarförderung drastisch gekürzt werden. Sie ist politisch umstritten, aber die Herstellung der Module sei billiger geworden, argumentieren Befürworter. Bereits zum 1. Januar 2010 wurden die Einspeisungsentgelte um neun Prozent auf maximal 39 Cent gekürzt. Neu im Plan: Verbraucht der Erzeuger selbst seinen Strom vom Dach, würde er künftig einen Bonus von 8 anstatt nur 3,5 Cent pro KW-Stunde bekommen. Falls er eine neue Anlage betreibt bekommt er ab sofort 25 Prozent weniger als 2009 vergütet. 

Bilder Nr: 2204- 2205- Im Jahre 2001 wird in Becherbach als einer der ersten Dächer  "Caesar/ Im Rödel" Fotovoltaik installiert!

Regenerative Energien liegen voll im Trend, haben seit 2000 revolutionär zugelegt. Gesetzliche Grundlage: Stromeinspeisungsgesetz von 1991 und das Erneuerbare Energiengesetz -EEG- der Rot/Grünen Bundesregierung in der Fassung vom 29.März 2000.-ff- Heizkraftwerke, Windräder (WEA=Windenergieanlagen), Solar- und Fotovoltaikanlagen zählen als privilegierte Maßnahmen dazu. Der Kreis Bad Kreuznach ist im Jahr 2010 mit weit weniger als 5 Prozent mit von der Partie, erklärtes Ziel von Land und Bund: Bis 2020 sollen 30 Prozent regenerative Energie ins Stromnetz fließen. Weiter haben die von der EU-in Brüssel bis 2015 geforderten LED- Leuchtdioden beispielsweise für Straßenlampen ebenso eine revolutionäre Entwicklung genommen, Einsparungen über 80 Prozent sind möglich und werden nun eingefordert. Diese Technik ist lange bekannt. Ebenso wie bei japanischen Autoherstellern. Hier hatte die Grünen Umweltministerin bereits 2004 werbewirksam in der "Süddeutschen"-Zeitung mit ihrer Forderung "kauft Toyota" die heimische Autoindustrie brüskiert. Längst sind in Kombination Hybrid/ Sprit/ und Batterie Energieeinsparungen über 70 Prozent möglich. Allein in Berlin haben sich über 800 Taxis mehr als bewährt! 



 BECHERBACH. Am Ostermontag verabschiedet sich Pfarrer Horst Grothe von seiner Kirchengemeinde. Ab 1. Mai tritt er eine 100-Prozent-Stelle in Jülich an, es zieht ihn ins Rheinland zurück. „Umbruchzeiten“ wie diese machen den Pfarrer nachdenklich. Selten nahm Horst Grothe ein Blatt vor den Mund. Er „konnte“ mit der Jugend. 

Bild 2263: Taggenau nach 492 Jahren spielte er in Dominikanermönchskutte den papstreuen Ablassprediger Joh. Tetzel, Martin Luthers Widersacher. 

Bild 2264: Bei seiner Amtseinführung herrschte strahlender Sonnenschein am 29. September 2002 im Kirchgarten in Becherbach. 

Bild 2264: Alle waren 2002 da: Pfr. Elfi Decker-Huppert, Pfr. M. Zeh, Hansjörg Biegel (Meddersheim) Pfr. Marcus Harke, Pfr. Thomas Lehr, usw.

Dass die Tischtennis-Abteilung im Sportverein Otzweiler reaktiviert wurde und floriert, ist allein sein Verdienst. Im Musikcorps Otzweiler bläst er die Posaune. Pfarrer Horst Grothe stand in der Bütt und als singender Cowboy auf der Becherbacher Bühne. Er spielte zwei Mal bei Reformationsfesten der Jugend Martin Luthers papsttreuen Gegenspieler und Ablassprediger Johannes Tetzel. Seine Frau Britta hat vor Jahren in der „Brücke“ eine Krabbelgruppe gegründet und dort etablierte sie eine große Kinder- und Jugendbücherei. Grothes haben drei Kinder, Klara, Jan und Justus. In ihrer jetzigen Struktur könne die Kirchengemeinde mit den Orten Becherbach, Heimweiler und Otzweiler nicht einmal mehr die Hälfte einer Pfarrstelle finanzieren, schreibt Horst Grothe im Kirchenblatt „Turmhahn“. Bei seinem Amtsantritt vor fast acht Jahren als Nachfolger für Friedrich Mayer suchte man eine Person mit eingeschränktem Dienstverhältnis. Auf die 75 Prozent-Stelle meldeten sich 13 Bewerber, einstimmig votierte das Presbyterium für Horst Grothe. Seitdem wurden die Kriterien für die Bemessung einer vollen Pfarrstelle geändert, sie liegt bei 2000 Gemeindegliedern. Becherbach zählt 800. Nicht förderlich ist, das sie von der Steuerkraft her im Kreis so ziemlich das Schlusslicht bildet, sprichwörtlich arm wie die Kirchenmaus ist. Wie Puzzlesteine oder in einem Patchworkteppich wird seit Jahren versucht, effektiv personelle Synergien zu nutzen. Becherbach gehört innerhalb des Kirchenkreises an Nahe und Glan zu der „Nachbarschaftsregion Obere Nahe“ mit Kirn, Hennweiler-Oberhausen, St. Johannisberg und Simmern unter Dhaun. Sie grenzt außerdem an Hundsbach und an die beiden Kirchengemeinden Sien und Schmidthachenbach, die zum Nachbarkirchenkreis gehören. Nun gilt es also auszuloten, wer mit wem kooperieren kann, welche Puzzlesteine passen, und in welcher Struktur „Gemeinde“ in Zukunft ihrem Auftrag gerecht wird. Dies ist gar nicht so einfach. Becherbachs Nachbardorf Schmidthachenbach kooperiert beispielsweise mit Reichenbach bei Baumholder, weil Pfarrer Thomas Lehr dorthin wechselte. „Trotz Abschied liegt auch in diesem Wandel die Chance für ein neues Miteinander und Lebendigkeit“, sinniert der scheidende Pfarrer. Wohlwissend, dass jener Funke Hoffnung zuletzt stirbt: Mit dem Weggang von Pfarrerin Elfi Decker-Huppert nach Bad Kreuznach und jetzt Horst Grothe nach Jülich kommen vier Pfarrstellen auf fünf Kirchengemeinden in einer ländlich geprägten Region, rechnet Presbyteriums-Vize Wolfgang Schneider vor. Daher stimme der Anlass am kommenden Ostermontag traurig: Gewiss werde der Chor nicht wie bei der Amtseinführung der jungen und sympathischen Familie am 29. September 2002 „Jauchzet dem Herrn, alle Welt!“ singen, sagte Schneider. Niemand wirklich neidet Familie Grothe die Perspektive auf eine 100 Prozentstelle in Jülich, im Gegenteil: „Alle guten Wünsche und Gottes reichen Segen begleiten die Pfarrerfamilie auf ihrem Weg!“. Die Laudatio für einen beliebten Seelsorger, der menschliche Bindungen schätzt, der Freundlichkeit, Verständnis und Offenheit lebt, ist längst vom Becherbacher Presbyterium geschrieben. Am 10 März 2002 war Horst Grothe erstmals im Ort, als Mechthild Mayer das junge Paar zu einer Tasse Tee mit ins Pfarrheim und zu Esel Moritz nahm. Beim Vorstellungsgottesdienst am 28. April war  Marius Huck Grothe`s erster Täufling: Freude und Trauer lagen eng beisammen. Grothe wird nie den Unfalltod eines beliebten Becherbacher Motorradfahrers noch vor seiner eigentlichen Amtseinführung vergessen können. In Becherbach habe er Zusammenhalt und Glauben als tragende Kraft erfahren dürfen: „Wir kamen zu dritt und werden nun zu fünft wieder aufbrechen“. Nachdenklicher, wie wirklich Zerbrechlich das Leben ist, sei er reifer und reicher geworden. Er habe hier Menschen kennen und schätzen gelernt, die ihre Zeit verschenken und Gemeinschaft leben. Solche Menschen „machen die Welt heller und wärmer, und dies alles nehme ich als beflügelnde Erinnerung mit“. Abschied nehmen habe er sich irgendwie leichter vorgestellt…



Becherbacher feierten ausgelassen 33. Session!  Nach einem Jahr Fastnachts-Abstinenz wegen Umbauarbeiten im Gemeindehaus litten die Becherbacher an Entzugserscheinungen: Als erneut die 33.traditionelle Jubiläumssitzung zu scheitern drohte, übernahm die Kirchengemeinde kurzerhand das närrische Zepter und zeigte dem MGV am Valentinstag, wo der Hammer hängt, und wo der Barthel den Most holt. (Siehe auch Leute Nebenan)

Nr 2152: Alle kamen zu den Becherbacher Schrotthändlern derer von "Ludolfs"   Bild 2153: Hey! Yes, we can! hieß der Slogan der 33. JubiläumsKappensitzung! Bild 2154: Pfarrer Horst Grothe (li.) bei seinem letzten Auftritt als Matt Dilon..

„Yes, we can“ war Motto: Tatsächlich hatte Alt-OB Werner Barth dem US Präsidenten Barack Obama via Äther und Worldwideweb seine Hilfe beim Regieren angeboten: „Meich kann er froohe!“, bot der Mundartdichter Dienste an. Elegant und humorvoll charmant führte die tatsächliche neue Becherbacher „First-Lady“, Silke Reidenbach, als „Schokos Liebling“ durchs Programm.Bekanntlich wird „Ob“ Frank Schätzel „Schoko“ genannt. Die Männer um Thomas Setz eröffneten närrisch mit „Ole, ole Fiesta“ und wünschten „Es lebe hoch die Narretei!“, - dennoch: Warum der MGV im 147. Jahr seines Bestehens die Segel strich und den Schwanz einklemmte, das hätte jeder gerne gewusst: „Die Renovierung letzt` Johr war ein Segen- und die kam dem MGV grad´ gelegen“, spottete Heiko Barth im Zwiegespräch spitzbübisch mit seiner LAP (Lebensabschnittspartnerin) Elke Altmaier aus Tiefenbach, und betrieb Ursachenforschung par exzellent. Alles war so wie immer: Die Büttenreden waren brandaktuell mit Lokalkolorit feurig gepfeffert, das Dorfgeschehen wurde ins Rampenlicht gekehrt, und jede Silbe eigens geschrieben: Singend kamen mehrfach bei seinem „letzten“ Büttenauftritt in Becherbach Pfarrer Horst Grothe, Andreas Wöllstein, Achim Engel und Erich Barth (mit Gitarre) auf die Bühne: Sie nahmen als „Die weißen Cousins von Hot Chocolat“ Wahlen und Lokales ins Visier: „Von Seesbach wolle mir keener me, das war der größte Flop“. Die Countrysänger waren stolz auf ihren „größeren und jüngeren OB, wie der in der VG von de ebsch Seit`“, auf ihren Nachbarschaftsladen im Ort und gelebte Kultur. Gassenhauer wie „Ja, das ist Becherbach“ von Horst Barth lebten auf und wurden frenetisch gefeiert.

Als Dietmar Hopp träumte Heiko Barth vom DFB-Pokalsieg und spinnte Visionen: „Auf Katzköpp“, dort wo heute Schmidthachenbach liegt, soll ein Mega-Stadion für den TuS Becherbach entstehen. Bekanntlich beherrscht fußballerische Tristesse den Jubelverein kurz vor seiner 100-Jahrfete: Von 16 Spielen vier nicht verloren, 50 Tore kassiert….Heiko Barth, Bruder Manfred Barth als „Fred“ und Bob der Baumeister sowie Steffi Pieroth (musikalisch mit Rainer Hüsch) ernteten Beifallsstürme für ihren Kokolores und zogen brillant alle Register ihres Könnens. Erstmals in der Bütt: Chiara und Alix, zwei Mädels, die ihre Familien bloßstellten und den Saal zum Toben brachten! Ebenfalls einen Knaller landete Andy Wöllstein bei seiner Premiere: „Yes we can“ wurde für den beliebten Papa mitten im Leben oft zu einer Tortour, die er mit dem närrischen Auditorium genüsslich auskostete. 16 Kinder tobten und tanzten auf der Bühne als Cowboy und Indianer, die Gruppe „Mania“ kam mit einem sehenswerten Chearleader-Tanz. Auf der Bühne nahmen die Becherbacher Schrottbrüder derer von „Ludolf´s “ Platz, das Publikum hatte Tränen in den Augen und hielt sich den Bauch vor Lachen beim Generalangriff aufs Zwerchfell. Kurz vor Mitternacht heizte das Männerballett noch einmal ein. Das die Becherbacher Fasenacht ein Knüller bleibt und nicht zu Grabe getragen wird, ist Frank und Marika Huck, Silke Reidenbach, Karin Barth-Dröscher, Eva Schneeberger, Sabine und Andy Wöllstein, Steffi Pieroth und Pfarrer Horst Grothe zu verdanken! 



BECHERBACH. Der ganz persönliche „Countdown“ für Alexandra Barth (20) aus Becherbach läuft: Infiziert von einem „hautnah und live“ erlebten WM-Sommermärchen 2006 auf „Fanmeilen“ hierzulande, will sie bei den Olympischen Spielen im kanadischen Vancouver Freunde treffen und ein Wintermärchen erleben. Am 5. Febraur geht’s los.

XXI. WINTEROLYMPIADE 2010 in Vancouver und Whistler in British Columbia an der kanadischen Westküste: Die Qualifikationen zu den einzelnen Sportarten in den Disziplinen Biathlon, Bob, Curling, Eishockey, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Freestyle-Skiing, Rennrodeln, Shorttrack, Skeleton, Ski Alpin, Ski Nordisch oder Snowboard laufen bereits seit September 2008. Vom 12. bis 28. Februar 2010 starten die Teilnehmer in 86 Wettbewerben um Olympische Medaillen. Zuletzt fanden die Winterspiele 1988 in Kanada statt, damals war Calgary in der Provinz Alberta der Ausrichter. 1976 war Montreal Schauplatz der Olympischen Sommerspiele.Schon einmal besuchte sie 2006 im kanadischen Montreal eine vierwöchige Sprachschule. „Alex“, wie sie in ihrer Clique genannt wird, geriet danach ins Schwärmen und dachte oft zurück an die Niagara-Fälle und Toronto, an das weite nordamerikanische Land zwischen Pazifik und Atlantik mit dem roten Ahornblatt im Wappen, an Bären und Elche und jede Menge Sehenswürdigkeiten.   Febr. 2010 Bild:2106

Nach ihrem Abi in Kirn im März 2009 absolvierte Alexandra Barth 13 Wochen lang ein Praktikum im kanadischen Vancouver, bevor sie am 3. August 2009 bei der Kur-und Touristinformation (KTI) in Bad Sobernheim ihre dreijährige Ausbildung zur „Kauffrau für Tourismus und Freizeit“, einem neuen Ausbildungsgang, begann. Via Internet lief ihre Praktika-Bewerbung 2009, in Vancouver konnte sie bei einer Reiseagentur, die Exkursionen für Studenten aus aller Welt anbietet, diese begleiten, Land und Leute kennen lernen. Was blieb ihr diesmal in Erinnerung? „Nette Gastfamilien. Aufgeschlossene, lockere und gastfreundliche Menschen. In Coffee-Shop bei „Starbucks“ trifft man sich sehr oft nach der Arbeit und pflegt Teamwork“, und das fasziniert sie. Am 5. Februar geht der vierwöchige Trip los: Ab Frankfurt mit Lufthansa nach New York. Dort besucht sie ihre in Kirn wohnende gleichaltrige Abi-Freundin Hanna Wöllstein. Sie ist in Stanford, eine Autostunde von New York, seit Mai dort in Au pair-Diensten. Am 10. Februar geht’s mir AirCanada von der amerikanischen Ostküste zur kanadischen Westküste nach Vancouver, wo sie von ihrer früheren Gastfamilie Keith Curtis in Burnaby erwartet wird und dort wohnen kann. Hier hat sie sich mit Timo Dambach aus Berschweiler verabredet, der ein Jahr als „Work und Travel“ den Kontinent erkundet. Karten hat sie für das Eishockeyspiel Deutschland gegen Weißrussland. Weitere Wettkämpfe will sie mit Freunden live erleben, einen Skikurs belegen und natürlich das Olympische Flair rund um „Public-Viewing“ mit Menschen aus der ganzen Welt feiern und genießen. Bei ihrem Besuch im Sommer hat Alexandra Barth die Kanadier in euphorischer Vorfreude auf „ihre“ Olympiade erlebt und wurde davon „wie bei uns 2006 angesteckt und infiziert“. Bauarbeiten waren in vollem Gange, nun will sie sehen, was daraus geworden ist: „Da muss ich hin! Am Tag meiner Abreise 2009 wurde der „Sky-Train“, eine weitere neue Schwebebahn zur `Expo-Line` oder `Millennium-Line` eingeweiht“, sinniert „Alex“. Jetzt will sie im „Skytrain“ mitfahren und ihre Augen strahlen- Vancouver ich komme! Kanadas drittgrößte Metropole sei weltweit zur beliebtesten und lebenswertesten Stadt gewählt: Hier ist in einem Urlaubsparadies Wassersport am Pazifikstrand und ein Skiparadies in den Coast Mountains, einem Ableger der Rocky Mountains, an einem Nachmittag möglich. Heimweh hat sie dank dem Internet nicht und will ihr Hobby, Land und Leute, Kulturen und Kontinente kennen zu lernen, zum Beruf machen. Frühere Reisen seien „wie im Flug viel zu schnell“ vergangen…  



  BECHERBACH. Nachbarschaftsladen hat zu kämpfen

In einer harmonischen Versammlung wurde der Vorstand des wirtschaftlichen Trägervereins des Becherbacher Dorfladens entlastet und für weitere zwei Jahre in die Pflicht genommen. Der Dorfladen steht in hartem Wettbewerb. Dennoch: Viele Kunden auch aus Nachbarorten möchten den Dorfladen in der Hauptstraße 31 nicht missen, er ist Kommunikations-und Dorfmittelpunkt. Es ist sogar eine kleine Sitzecke eingerichtet.

Bilder Febr.2010: 2104 /2105 Frank Huck, Tochter Fenia + Verkäuferin Brigitte Fuchs 

 Von Anfang an beliefert die Kallenfelser Bäckerei Wolfgang Friedrichs und der Siener Metzger Kunibert Stenkamp den Laden, rund 250 Frischwaren und ein Trockensortiment mit fast 1300 Artikeln sind gelistet. Nachdem 1997 „Schlarbe Renate“ als Inhaberin des „Tante-Emma-Ladens“ in der Hauptstraße aufhörte, sprang ein Verein mit den Einlagen von 40 Mitgliedern unter Federführung des damaligen Ortsbürgermeisters Walter Schätzel in die Bresche. 2007 wurde zum Zehnjährigen sogar eine kleine „Dividende“ in Form eines Einkaufsgutscheines „ausgeschüttet“, heute zählt der Becherbacher Dorfladen als „WiV“ konstant 54 Mitglieder. Im kleinen Saal des Dorfgemeinschaftshauses wurde nach den Berichten Erster Vorsitzender und „Ex-Ob“ Werner Barth, Stellvertreter Udo Barth, Schriftführer Manfred Schneider, und die Beisitzer Ursula und Manfred Frenger, Christel Schwandt und Martin Ritter von 25 Anwesenden entlastet und für weitere zwei Jahre gewählt. Zweiter Vorsitzender Udo Barth informierte über den Abschluss und trug die Gewinn-und Verlustrechnung vor. Die Bilanz 2008 weist bei über 200.000 Euro Umsatz und 27.000 Euro Warenbestand einen geringen Verlust aus: „Steigende Energiekosten, bei zurückgehenden Margen mit moderatem Umsatzrückgang führten zum Fehlkapital“, sagte Udo Barth aber man sei zufrieden und von „gravierenden Einbrüchen“ verschont geblieben. Auch 2009 habe man ein zufrieden stellendes Ergebnis erzielt. Ein Kühlregal aus Berglangenbach wurde angeschafft. Vorsitzender Werner Barth betonte, dass die Gemeinde voll hinter dem Dorfladen steht und er appellierte an Mitglieder, Einwohner und Ortsvereine, im Dorfladen „deshalb einzukaufen, weil wir einen Preis-Leistungsvergleich nicht scheuen brauchen“. Das Weihnachtsgeschäft 2009 sei sehr gut gewesen, erklärtes Ziel: „Wir müssen mehr Reklame mit attraktiven Angeboten und Handzetteln machen, unsere positiven Seiten herausstellen und um jung gebliebene Mitglieder werben!“, erläuterte Manfred Schneider, die künftige Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr positiv zu beeinflussen. „Der Konkurrenzdruck in der Lebensmittelbranche wird zunehmend schwieriger. Garantie gibt`s keine und für nichts!“, sagte Werner Barth, der sich auch weiterhin als Vorsitzender in die Pflicht nehmen lies und stets Ansprechpartner seines Personals bleibt. Sein größter Wunsch sei nach wie vor, den Dorfladen zu erhalten, sagte er im Gespräch.



KEINE Weiherpartie in Sicht

 

Die Becherbacher Jugend des „EHC-Traktor“ steht in den Startlöchern und kann es kaum erwarten, dass der einstige Brandweiher Richtung Schmidthachenbach zufriert und packende Eishockeyspiele oder ausgedehnte Schlittschuhläufe mit Pirouetten gedreht werden können. Täglich wird mit einem 10-er Bohrer und Akkuschrauber die Eisdicke gemessen, noch zu oft „knirscht“ das auf dem Wasser liegende dünne Eis und will einfach nicht frieren. Der Schnee ist dem ganzen Unterfangen nicht förderlich und muss abgeräumt werden. Nur ein Drittel der Fläche kann genutzt werden, wo derzeit Schüler ihre Bahnen ziehen und mit dem Puck auf kleine Tore zielen. Neben dem großen Weiher gibt es angrenzend noch zwei kleinere, und die sorgen dafür, dass das Becherbacher Oberdorf  selbst bei Flutlicht zu einem echten Wintersportparadies wird. Aber es muss Kälter werden… Bild 2103- Januar/ Februar 2010 


 BECHERBACH/KIRN-SULZBACH. 20 Jahre Mauerfall: Wolfgang Stiller hat gleich nach dem Mauerfall bei der Kirner Simona als Außendienstler in Queis Arbeit gefunden, wo er später Niederlassungsleiter war. Im 20.ten Jahr arbeitet er nun bei der Simona AG, seit 2004 im Kirner Stammhaus. Er wohnte jahrelang in Becherbach und nun im Stadtteil Sulzbach und ist Pendler. Fast jedes Wochenende macht er „´rüber“ in den Harz nach Bad Suderode bei Quedlinburg.

Bild 2089: Florian Regitz, Becherbach  (links) ist begeisterter Trabi-Fan  Bild 2090: Viele "N-Ostalgiker" kommen zu den beliebten Treffs:  DDR-forever! Bild 2091: Das ganze VoPo-Outfit, Flagge etc. zählt natürlich dazu.

   Als die Mauer fiel, hat er im Familienkreis Geburtstag gefeiert. Seine Frau wird am 9. November 2009 ebenfalls 55 Jahre und ist seit 30 Jahren Kinderkrankenschwester auf einer Frühchenstation Die damals drei- und vierjährigen Kinder studieren heute und kennen keine Stasi oder Grenze mit Mauer und Stacheldraht. Dafür ist Wolfgang Stiller heute dankbar. Im  Nachhinein sei die friedliche Einheit und der Umbruch die größte Errungenschaft der Deutschen überhaupt und „das größte Glück, dass wir alle erfahren durften“, gewesen. Tags darauf sei die Familie aus Neugierde nach Braunlage gefahren und vom westlichen Angebot und der Vielfalt überwältigt gewesen, habe „Bauklötze“ gestaunt: „Es musste so kommen, weil es wirtschaftlich dramatisch bergab ging, und die Unzufriedenheit auf dem Lande immer größer wurde“, sagt Wolfgang Stiller. Durch die Lage an der Grenze hatte man guten Fernsehempfang, verfolgte in den großen Städten die Montagsdemos. Schon im Vorfeld reisten Bürger über Ungarn aus. Aber Heimat und Freundeskreis verlassen? Niemals könnte er sich dies vorstellen, man kenne ja seine „Pappenheimer“. Mit der Einheit kamen aber auch „nie gekannte Enttäuschungen in punkto sozialer Absicherung“, wie Wolfgang Stiller Arbeitslosigkeit bezeichnet. Das habe es in der DDR nie gegeben: „Nicht alles war schlecht!“, sagt er, obwohl er auf seinen Trabant 13 ½  Jahre wartete. Mit 18 bestellt, mit 30 bekommen- zwischenzeitlich Gebrauchte gefahren. In Becherbach wohnte der „sehr beliebte und umgängliche“ Wolfgang Stiller bei Renate Regitz, dessen Sohn Florian schon das dritte Trabitreffen mit über 50 „Plastebombern“ und nostalgischen Gefährten der „Ostalgiefreunde - Blaue Wolke Becherbach“ auf  dem Sportplatz organisierte. Auch Wolfgang Stiller war Ansprechpartner, half mit Infos und Material aus, und freute sich über soviel Interesse.    



BECHERBACHer MGV ehrt! Dez. 2009: Feiertag in Becherbach, wo nach einem Advents-Festgottesdienst im Anschluss in der „Brücke“ der 1863 gegründete MGV verdiente Sänger ehrte. Freundschaft, die sich aus Treue und tiefer Verlässlichkeit ableitet, stellte Vorsitzender Gerhard Barth in den Mittelpunkt seiner Laudatio und erinnerte in einer humorvollen Anekdote an jene „Nacht- und Nebelaktion“ wie er vor 25 Jahren ins Amt kam. Weil der Chor in diesem Jahr kein Konzert veranstaltete, sollten diese Ehrungen „zeitnah und in einem würdigen Rahmen vorgenommen werden“ und nicht erst in drei Jahren, wenn der MGV 150. Geburtstag feiert. „Ihr alle habt viel geleistet. Ihr habt den Verein am Leben gehalten, kulturelles Liedgut und die Geselligkeit gepflegt und singt auch in der Kirche. Ich bin stolz auf den MGV Becherbach“, sagte der Bockenauer Vorsitzende des Chorverbandes im Kreis, Gerhard Bachmann. Sehr voluminös umrahmte der MGV die Feierstunde mit mehreren Liedern wie „Machet die Tore weit“ oder „Güte und Liebe“. Pfarrer Horst Grothe zitierte aus dem Paulus-Brief: „Wir sind Haushalter und Hüter über Gottes Geheimnisse- niemand habe über dem Anderen einen Stab zu brechen!“, sprach er bildlich und würdigte die Toleranz, die offenen Worte und das gegenseitige Miteinander. Die Kirchengemeinde selbst befindet sich in einer Visitation, das Selbstkritische prüfen und mit der Zeit gehen sei sehr wichtig und funktioniere im Ort. Es dürfe nicht soweit kommen, dass man „betriebsblind wird und den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht“, meinte Grothe: „Droht dem MGV ein Gemischter Chor? Oder muss er sich bald Jüngeren öffnen und Hip-Hop singen?“. 

Nein, dies sei nur scherzhaft gemeint, denn bei allen positiven Veränderungen befinde sich der Chor auf einem sehr guten Weg, habe Vertrauen und Ziele wie der 150. Geburtstag 2013. Der Vorsitzende des Kreis-Chorverbandes Gerhard Bachmann (von links vorne) ehrte Gerhard Barth, der seit 25 Jahren singt und genau so lange MGV-Vorsitzender ist. Friedhelm Borger, Berthold Barth-Dröscher, Otto Dieges, Adolf Klein und Richard Borger wurden für 60 Jahre Singen geehrt. Friedrich Dröscher (hintere Reihe von links) und Rüdiger Zahn wurden für 25 Jahre mit der Silbernen, Helmut Wöllstein für fünf Jahrzehnte, und Joachim Leupold für 40-jährige Treue zum Chorgesang geehrt. (Bild 2044- Dezember 2009)



Novembertristesse und Alltagsgrau sind allgegenwärtig. Wenn da nicht die vielen St. Martinslichter wären, könnte der November noch melancholischer und trostloser sein. Mit dem Totensonntag endet das Kirchenjahr, der Ewigkeitssonntag ist in der evangelischen Kirche ein Gedenktag für die Verstorbenen. Zur Chormusik lud der Chor der evangelischen Kirchengemeinde Becherbach mit Kirchenmusikerin Mechthild Mayer ein. 

 Der frühere Becherbacher Pfarrer Friedrich Mayer rezitierte zwischen Orgelspiel und dem Gesang des Becherbacher Kirchenchores im Wechsel mit der Gemeinde an seiner alten Wirkungsstätte: „Das Leben währet 70 Jahr, und wenn´s hochkommt 80, und wenn es köstlich war, ist´s Müh und Arbeit gewesen“ aus dem 90. Psalm. Nach dem Paul Gerhardt Text „Befiehl du deine Wege“ war das Kirchenkonzert benannt. Werke von Andreas Barner (Eingangslied: „Morgenglanz der Ewigkeit“), Gottfried August Homilius, Johann Pachelbel, Johann Gottfried Walther und auch zeitgenössischen Komponisten wie Alfred Stier und Johannes Pöld kamen zu Gehör. Zwei brillant vorgetragene Motetten von Albert Becker und von Hans Leo Hassler („Herzlich lieb hab ich dich o Herr“), wo vier starke Gesangssolisten von der Empore aus im Wechsel mit dem Kirchenchor sangen, wurden voluminös und kraftvoll vorgetragen und hallten nach. Protestanten nennen den letzten Sonntag vor dem Advent Ewigkeitssonntag im Vertrauen darauf, dass die Toten in Gottes Ewigkeit geborgen sind. „Die schweren Wege werden allein gegangen. Stehen bleiben und alles umdrehen hilft nichts, es muss gegangen sein!“, sagte Pfarrer Mayer bei seinen Gedanken zum Tag. Wenn man lange gegangen ist, zeige das Licht einer Kerze in tiefster Finsternis den Weg zurück ins Leben zu den „verlierbaren Lebenden und unverlierbaren Toten“. Für die Trauernden und Lebenden ist diese Zeit des Innehaltens und der Rückbesinnung wichtig. Sie muss aber letztlich dem Zauber der Adventszeit auf das Kommende ihren Tribut zollen. Das Bachsche Meisterwerk „Gloria sei dir gesungen mit Menschen- und mit Engelzungen, mit Harfen und mit Zimbeln schön….“ sowie „Wachet auf ruft uns die Stimme“ von Johann Gottfried Walther waren bei aller Trauer schon vorwärtsgerichtet. Mit dem Schlusslied von Johann Sebastian Bach „Meinem Jesum lass ich nicht“ wurden die zahlreichen Besucher im Gedenken an die Verstorbenen und die Trauernden jedoch zunächst einmal wortlos in die Stille der Nacht verabschiedet, die Kollekte diente der Orgelreparatur. (Bild 1980- Totensonntag, nov. 2009)



REFORMATIONSTAG in Becherbach- Taggenau 492 Jahre Zeit zurückgedreht

Okt. 2009.  Um 492 Jahre drehte die Becherbacher Laienspielschar die Zeit zurück und führte in Kirche und Kirchgarten rund um die „Brücke“ in authentischen Gewändern mit Hermelinüberwurf, Roben und Kappen ein Reformationsfest auf. Sprengelburger Ritter aus dem Glantal führten ein scharfes Schwert. Streit und Wortscharmützel,  Laute und Leier dominierten, und fast schien in herrlichem Ambiente die Zeit stehen geblieben.

Frederik Fisher ( im Bild links) als Martin Luther und sein Gegenpart, der papsttreue Ablassprediger Tetzel (Pfarrer Horst Grothe) im Streitgespräch in der Kirche. Im Hintergrund Kaiser Karl V. mit Gefolge im prächtigen Gewand. Später ging die Chose im Kirchgarten weiter.  Im Gottesdienst begrüßte Pfarrer Horst Grothe in Dominikanermönchskutte als papsttreuer Ablassprediger Johannes Tetzel unter dem Klerus „hochwohlgeborenen Herrschaften und stattliche Frauenzimmer“ an deren Spitze der heiligste Kaiser Karl V., und lieferte sich ein Wortgefecht mit Martin Luther. Dieser warf mit dem Anschlag seiner 95 Thesen an der Schlosskirche zu Wittenberg eine brennende Lunte ins Pulverfass, das die abendländische Kirche zerriss und Reformationsfeldzüge nach sich zog.

Ist deshalb der Reformationstag ein Grund zum feiern? Reißen wir nicht uralte Gräben auf? fragte Horst Grothe provokativ, und verneinte. Luther wollte die römisch-katholische Kirche reformieren, nicht spalten. Sein Aufbegehren war eher harmlos: „Man soll die Christen lehren, den Armen zu geben. Dem Bedürftigen zu leihen ist besser, als einen Ablass zu kaufen“ hieß damals seine zentrale Botschaft. „Gerade heute braucht unsere Kirche wieder Reformen, Veränderungen und Impulse“. Sie sei schwerfällig und unbeweglich, eingebettet in starre Formen und nicht auf der Höhe seiner Zeit. Gemessen am Zuspruch, könne man „den Eindruck gewinnen, sie predige vorbei an 95 Prozent der Bevölkerung“, ging der Pfarrer hart ins Gericht und hofft auf Inspirationen.      

Reformation sei ein Stück christlicher Erneuerung. Es sei schön, dass Christen diesen Tag feierten, lobte Landrat Franz-Josef Diel in einer Laudatio die Aufführungen. Als studierte Katholikin dankte Julia Klöckner für die herzliche Aufnahme in Becherbach. Nicht die Bewahrung der Asche, sondern das Weitertragen der Glut sei wichtig. Auch der designierte VG-Bürgermeister Werner Müller aus Hennweiler verfolgte das Schauspiel. Ein sehenswerter Schwertkampf wurde aufgeführt, neben dem Thesenanschlag wurden Verhandlungen 1521 vor dem Reichstag in Worms und Luthers Begegnung mit dem Teufel inszeniert. Dank des zuvor erfundenen Buchdrucks übersetzte der Reformator auf der Wartburg als „Junker Jörg“ die Bibel, dass sie vom „gemeinen Volk“ gelesen, ausgelegt und verstanden wurde. Steffen Barth war Kaiser Karl V., den Kanzler und „Chefankläger“ Johannes von der Ecken verkörperte Markus Ullmann. Mit Laute und Leier musizierte das „Trio Cum Laute“ um Stefan und Martina Eschrich aus Ginsweiler und Achim Engel (Becherbach).  

Bild Nr. 1892: "Kaisers" Sippe hält Hof!   Bilder oben Nummer 1890-1891. Bild 1893 links Achim Engel: Mit- Urheber, Sänger, Ansager + Sprengelburger Ritter  Bild 1894: Eine super Performance: Steffen Barth mimte Kaiser Karl V:

   Nebelschwaden schufen im Kerzen- und Fackelschein zwischen den hohen Kastanien-, Birken- und Lindenbäumen im Kirchgarten ein tolles Ambiente, aufwärmen konnte man sich in der nahen „Brücke“, wo alle Stationen Martin Luthers auf Bildtafeln ausdrucksstark aufgezeigt waren. Ausrichter waren die Fördervereine von Jugendgruppe und Feuerwehr und die Kirchengemeinde mit Pfarrer Horst Grothe an der Spitze. Garküche und Schankwirt luden ein: „Liebäugelt nicht mit dem Geize, seid freimütig“, animierte Achim Engel als Caspar Sturm, Herold des Reiches, die Münzen auszugeben. Als ein Mikrofon, vermutlich wegen des großartig geführten Disputes zwischen Martin Luther (Frederik Fisher) und Kaiser und Reich, pfiff, verteufelte er spontan-redegewandt diesen „neumodischen seelen-und geistlosen Schnickschnack der schwarzen Kästen“.  Auch Ablassbriefe wurden verhökert und noch einer sammelte: Wolfgang Schneider. Der Hobbykünstler hatte kleine Glocken aus Holz kreiert und bat um einen Obolus für die Anschaffung eines neuen  Motors der drei Kirchenglocken: „Hört ihr Leut´ und lasst euch sagen, unsere Glock` wollt nicht mehr schlagen. Soll ihr schlagen nimmer enden, so müsst ihr nur eines: Spenden!“ hatte er flugs gereimt. Die älteste Marienglocke stammt aus dem Jahre 1484. Unter Thomas Setz sangen die Mannen des MGV Becherbach „Im Dorf da geht die Glocke schon…“ und „Schneiders Höllenfahrt“. Die Kinder konnten am Nachmittag Armbänder oder Lederbeutel mit Perlen herstellen, der Martin-Luther-Film wurde gezeigt.      



HEYLIVE KOMMENTAR

Kommentar Woche Nr. 47-48 - 2009 Regional

ZWISCHENRUF lesen

 

daZWISCHEN-geRUFt / NAHAUFNAHME- NACHGEDACHT: Ob bei obigen Bildern eines sehr seltenen und außergewöhnlichen Reformationsgottesdienst mit Gewändern wie Hermelinüberwurf in der Becherbacher Kirche oder einer ÖFFENTLICHEN! Theateraufführung im Gemeindesaal Meddersheim. Ob bei Begge Peder, bei Events oder Aufführungen von Künstlern, ja selbst bei "Schauübungen" der Feuerwehr steht der Fotograf oft zwischen den Fronten in der Schusslinie und doch meist im Abseits. Generell gilt, jedem anderen sein Anderssein zu gestatten, Wünsche zu respektieren. Je weltoffener der Anlass, desto beliebter die Kamera: Dutzende posieren auf Kerwe, in Discos, bei Fastnachtsumzügen für "Bachus-Kirn", werfen sich sogar zu Füßen. Je brillanter Handlung, je geistig-frischer der Star auf der Bühne und auf der Höhe seiner Zeit, desto lieber posiert er, spielt er geradezu mit den Kameras des noch so kleinen Provinzreporters, ist das "Blitzlichtgewitter" Lob und Applaus zugleich. Und: Die, die am meisten meckern und maulen, fragen als die Ersten Bilder nach. Paradox. Ohnehin werden kaum bis nie spektakuläre Fotos, die Menschen in misslichen Lagen zeigen, veröffentlicht. Und die Pfarrer, die das Fotografieren bei besonderen Anlässen verbieten, müssen sich doch auch komisch oder sonstwie vorkommen, wenn der "Zeitungsfritze" ein Verbot bekommt und Dutzende in den ersten Reihen ihr Handy zücken und freiweg Bilder "schießen". Paradox. Verkehrte Welt. Nur als ein Beispiel! "Gemessen am Zuspruch beim Gottesdienstbesuch kommt es mir vor, als ob die Kirche an 95 % der Bevölkerung vorbeiredet und nicht auf der Höhe der Zeit, starr und unbeweglich ist", offene Worte sagte Pfarrer Horst Grothe in Becherbach bei der Predigt und dem Wortscharmützel des Reformator Martin Luther kontra Tetzel. Der Pressefotograf, der Kolumnist, der Chronist, sie alle gehören dazu. Wie der Pfarrer, der Laudator, Pianist oder Solist, Ersthelfer, Handlanger oder Maschinist versucht auch der Fotograf, seine Arbeit ordentlich und bestens zu machen; - machen zu müssen. Nur die Besten sind auch in diesem Metier "heute noch zu gebrauchen, oder sie werden ausgetauscht". Nahe ´rangehen, Auswahl und etwas in der Hinterhand haben, ist nötig und wird gefordert. Zu hell, zu dunkel, überblitzt, unterbelichtet, unscharf. Wer kennt nicht selbst solche Tücken? Ein Querformat kann ich nicht brauchen, ich muss ein hohes Bild haben..... Ich habe es mir abgewöhnt, immer nur auf andere Rücksicht zu nehmen....


BECHERBACH. „Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer in den Himmel springt“: Wer hat nicht in der Schule jenen barbarisch-satanischen Ablasshandel des Dominikanermönchs Johann Tetzel im Zwist mit dem größten Kirchenreformator Martin Luther vernommen?. Im Calvinjahr 2009 führt die Becherbacher Jugendgruppe mit der Kirchengemeinde am Reformationstag dieses Schauspiel erneut auf und richtet dabei auch ein spezielles Augenmerk auf den Reformator Johannes Calvin.

RÜCKBLICK nach 2005-Bild 1825: Einzug in kostbaren Hermelin- Überwürfen... 1826: Tetzel + Luther Streiten! (F.Fisher +Pfarrer H.Grothe  Bild 1827: Die Truppe /Das Team 

Die Proben dazu laufen. Wie schon 2005 (Fotos oben!)haben neben viel Prominenz auch die Abgeordneten des Deutschen Bundestages Julia Klöckner und Fritz Rudolf Körper ebenso wie Landrat Franz-Josef Diel ihr Kommen fest zugesagt, und darauf sind die Becherbacher sehr stolz. Um 14 Uhr wird der Luther Film vorgeführt, um 18 Uhr wird im Stile des Reformationszeitalters ein halbstündiger Gottesdienst abgehalten, bei deren Predigt es sich um eine Originalüberlieferung des marktschreierischen Ablasspredigers Tetzel im Wortscharmützel mit Luther handelt. Im Anschluss werden die Besucher rund um die Kirche, im Kirchgarten, in Brücke und im Winkel mit Speis´ und Trank beköstigt. Hier werden auch in stilechten Kostümen nacheinander vier Luther´sche Szenen aufgeführt. Dieses außergewöhnliche Spektakel beginnt mit dem Thesenanschlag 1517 an der Schlosskirche zu Wittenberg. Es folgt der erste und der zweite Tag des Reichstages zu Worms und danach die Begegnung Luthers auf der Wartburg mit dem Teufel. Zwischen den einzelnen Szenen, die vom Reichsherold Kaspar Sturm theatralisch angekündigt werden, wird eine kurze Pause sein. Im Anschluss beginnt das musikalische Programm, wo zu Flöten, Lauten und Leiern der Gruppe „Trio cum Laute“ die Hofgesellschaft sich im fröhlichen Tanze wiegt. Ablassprediger ziehen umher, die Ablässe und Reliquien an die Besucher zu verkaufen. Gaukler und Feuerspucker treten auf, Schaufechteinlagen sollen auch diesen Aspekt mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Lebens authentisch nahe bringen. Sowohl die kulturelle Darstellung mit ihren Frömmigkeitsformen, dem religiösen Denkmuster und Vorstellungen dieser Epoche liegen ebenso wie die Lebensweltliche Darstellung, wie sie zu Zeiten Martin Luthers üblich war, den zahlreichen Darstellern um Steffen Barth, Pfarrer Horst Grothe und Frederik Fisher am Herzen. Weiterhin soll, abweichend vom Theaterstück, die Kostümierung versuchen, die gemeine Frau und den gemeinen Mann aus dem Volke darzustellen- der Adel rückt dabei etwas in den Hintergrund und ist trotzdem im güldenen Kleid und Hermelin-Überzug allgegenwärtig. Weitere Infos unter www.jugendgruppe-becherbach.de



BECHERBACH. 27.09.2009: Mit 75 Prozent wurde Frank Schätzel (39) zum neuen Becherbacher Ortsbürgermeister gewählt. Die Buschtrommeln waren intakt: „De Schoko hot´s geschafft!“ verkündeten um 19.15 Uhr Zählkommission und Gemeinderat im Dorf und vor dem kleinen Gemeindesaal die Entscheidung. „Sehr eindeutig, das war abzusehen“, was Philipp Schmidt aussprach war einhellige Meinung der zahlreich anwesenden Bürger.

Bild1653: Karl-Otto Selzer, Frank Schätzel und Andreas Römer stellten sich zur Wahl 1654: Es wurde ausgezählt, es konnte nur einer neuer Ortsbürgermeister werden 1655: Werner Barth (72) gratuliert dem Nachfolger-re Alt-Ob Walter Schätzel(84)

 „De Schoko“ ist Frank Schätzel, Wunschkandidat und  einer der Ihren. Im TuS Becherbach  einst ballverliebter Mittelfeldregisseur, im MGV singt er im ersten Bass und ist in der örtlichen Feuerwehr aktiv. Der 39-Jährige ist seit 221 Monaten mit Silke Reidenbach aus Deimberg liiert, einer Hauswirtschafts-Fachpraxislehrerin an den BBS in Trier. Im „Ein-Mann-Betrieb“ bewirtschaftet Landwirtschaftsmeister Frank Schätzel über 200 Hektar und hält 25 Milchkühe im Stall, hat zu Beginn der 1990-er Jahre den elterlichen Hof übernommen. Es war letztendlich eine klare Entscheidung: Nachdem Einzelbewerber Andreas Römer bei den Kommunalwahlen am 7. Juni mit 64-Ja und 165-Neinstimmen nicht gewählt wurde, kandidierte Karl-Otto Selzer. Andreas Römer kandidierte ebenfalls erneut, um eine Entscheidung herbeizuführen. Zum Schluss warf der amtierende Erste Beigeordnete Frank Schätzel seinen Hut in den Ring. Wahlkampf mit Hauen und Stechen blieb in der 446-Seelen-Gemeinde aus. Gestern sorgten die Becherbacher an der Wahlurne für klare Verhältnisse. Die Ortsbürgermeisterwahl sorgte für stolze 82 Prozent Wahlbeteiligung und lockte 267 der 325 Wahlberechtigten, (davon 58 Briefwähler =18 Prozent), an die Urne. Abzüglich der ungültigen Stimmen bekam Frank Schätzel 75 Prozent (194). 36 Wähler votierten für Andreas Römer (14 Prozent), 28 wollten Karl-Otto Selzer (11 Prozent). „Ich bin froh, dass es nicht zu einer Stichwahl in 14 Tagen kam, dann haben wir das schon mal aus dem Kreuz!“, sagte Wahlleiter Werner Barth erleichtert und sein Nachfolger hätte „im Traume nicht mit diesem überwältigen Resultat gerechnet“. Die Wahlurne stand im keinen Saal der „Baustelle“ Gemeindesaal: Aufgrund Rücklagen haben die Becherbacher zur Sanierung des Gemeindehauses problemlos 40 Prozent Zuschüsse (88.000 Euro) aus dem I-Stock des Landes erhalten, über 120.000 Euro bleiben am eigenen Etat hängen. Von Grund auf wurden Kanalisation und Sanitäre Anlagen erneuert, bis zum neuen Schieferdach waren fast alle Gewerke betroffen. Damit ist die Sanierung 2009 in Euro teurer, als 1956 der Bau in D-Mark. Ein Radweg nach Schmidthachenbach wurde geteert, keinesfalls sei man untätig gewesen, zog der bisherige Erste Beigeordnete Frank Schätzel gestern Abend stolz Resümee. Zwingend müssen in der Hauptstraße Ortsausgang Richtung Heimweiler die Bürgersteige repariert und auf dem Friedhof ein Urnengrabfeld angelegt werden. Nie gab es im Ort so viele leer stehende Immobilien. 2004 schon hatte er die meisten Stimmen im Ort bekommen. Aber viel zu lange zierte sich Frank Schätzel, das „Ob“-Amt zu übernehmen, und machte sich dadurch nicht unbedingt bei jedermann im Ort beliebt. Schätzel fordert auch viel: „Alles geht rückwärts: Helfer fehlen in Vereinen, die Gemeinschaft leidet. Mehr Initiative, Engagement und Freiwilligkeit im Einsatz für die Gemeinde“ seien zwingend notwendig. Der neue Gemeinderat sei „gut gemischt und ideal besetzt“. Jedoch war aus dem Gremium niemand bereit, nach dem 7. Juni den Posten des Ortsbürgermeisters anzunehmen, was Schätzels Kandidatur letztendlich förderte, sagt er. Die Beigeordnetenwahl vor Wochen wurde vertagt und soll mit der Amtseinführung sein. Mit der Wahl von Frank Schätzel gestern wird Mitbewerber Karl-Otto Selzer in den Rat nachrücken und hat seine Bereitschaft signalisiert.



 2010 wird TUS Becherbach 100 -Völliger Neuanfang mit Mannschaft 

   BECHERBACH.Juli 2009 Der TuS Becherbach strotzt voller Selbstvertrauen und ist stark genug, mit einer eigenen Ersten Mannschaft einen Neubeginn in der untersten Kreisklasse Nahe Ost III zu starten, so einhelliges Fazit beim sehr gut besuchten Sportfestwochenende.

 „Die zehnjährige SG mit Schmidthachenbach wurde in bester Freundschaft beendet, wer etwas anderes sagt, weiß nix!“, stellte Vorsitzender Joachim Kuhn klar, und auch mehrere Fusionsangebote und SG´s mit attraktiven Vereinen habe man abgelehnt. Man habe einen guten Kader und setze auf ganz starke A-Jugendspieler. Der TuS Becherbach startet allein mit einem großen Kader in der Kreisklasse Nahe Ost einen Neubeginn und stapelt noch tief: Dennoch: „Schnell aus der untersten Klasse ´raus“,  ist erklärtes Ziel von Trainer Karl Otto Selzer (links). Klappt dies rechtzeitig, wo doch ausgerechnet jetzt Leistungsträger den TuS verließen und im kommenden Jahr der 100. Geburtstag groß gefeiert werden soll? Roland Veek, Christian Selzer und Patrick Klein coachen die A-Jugend. (Bild 1727- 2009)

  Die werden zwar noch in der SG mit Schmidthachenbach und Bärenbach geführt, aber die meisten seien Becherbacher. „Ganz schnell raus aus der untersten Klasse“ gab Trainer Karl Otto Selzer die Marschrichtung vor und hofft, dass gute Spieler zurückkehren. Bekanntlich wechselte Sohnemann und Torjäger Christian Selzer zum VfL Simmertal. TuS-Vorsitzender Joachim Kuhn sieht Perspektiven, gibt sich aber bedeckt: „Klar, vorne mitmischen, aber wir starten einen absoluten Neubeginn“ stapelt er tief. 2010 wird im TuS Becherbach das 100-Jährige am 5.und 6. Juni mit Kommers in der Tenne gefeiert, fünf Wochen später ist schon jetzt das Sportfest terminiert. Im 250 Mitglieder zählenden TuS betreiben 70 Jugendliche Sport, einer der beiden Tennisplätze wurde hergerichtet, die Abteilung ist so etwas wie das „Sorgenkind“. Das Sportfest am Wochenende war gut besucht. Im Spitzenspiel am Sonntagabend besiegte der TuS als Gastgeber die ganz stark aufspielende SG aus Oberreidenbach /Sien mit 2:1 durch Tore von Sven Borger und Manuel Nagel. Im Kreispokal haben die Becherbacher ein Freilos, am 24. Juli müssen sie zum Sportfest in den Dieler Wald nach Limbach, wo mit dem dortigen SV, dem FC Bärenbach und dem TuS Becherbach im Rahmen des Sportfestes in einem Blitzturnier die VG-Vorrunde ausgespielt wird. Übrigens unterlagen am Sonntag in Becherbach die Bärenbacher gegen die SG Hundsbach/ Limbach in einer ruppigen Partie 2:4. Die zahlreichen Zuschauer schüttelten öfters die Köpfe, Schiedsrichter Heinz Keller zückte mehrfach in der Partie Rot. Nach dem Gottesdienst am Sonntagmorgen unterlagen die Bambinis gegen Göttschied 1:5, die eigene F-Jugend dominierte beim 9:2 die Schüler des SV Mittelreidenbach. Die Gäste unterlagen auch der E-Jugend mit 1:3. Klar mit 8:0 gewannen die Aktiven der SG Soonwald/ Simmern gegen eine Mannschaft des VfL Simmertal. Am Samstag unterlag die Becherbacher B-Jugend dem VfL Simmertal 2:3, die eigene A-Jugend siegte gegen die JSG Perlbachtal 3:2. Ende Mai sicherte sich dieses eigene Team als B-Jugend unter Ottmar Venter die Meisterschaft im Kreis BIR und ist größter Hoffnungsträger. Die Freitagsspiele: Die Auftaktpartie der AH SG Schmidthachenbach/ Becherbach/ Bärenbach gegen FC Hennweiler endete 2:5, Firma Hevert siegte gegen Firma Hay 3:0 und die Jugendgruppe Heimweiler siegte gegen eine Kirschrother Freizeitmannschaft in einem ganz starken Spiel nur knapp 3.2.



RÜCKBLICK 2002: 3. Tanzshow in der Becherbacher Tenne 2002

Es gab schöne Tänze mit sehenswerten Choreografien voller Einfallsreichtum und neuen Ideen in der prächtig dekorierten Becherbacher "Tenne" zu sehen, Line-Dance wurde von der Becherbach/ Otzweilerer Formation geboten und vieles mehr! Es ging bis in die frühen Morgenstunden. (Bilder 2002: 1837-1838-1839) 



BECHERBACH. Der einzigste Bürgermeisterkandidat erhielt bei den Kommunalwahlen am 7. Juni nicht die Mehrheit. Nun stehen mit Karl-Otto Selzer, Andreas Römer und Frank Schätzel in Becherbach drei Bewerber bereit, für Spannung ist gesorgt. Angetreten war Andreas Römer als Einzelbewerber. Er machte aus seiner klaren Wahlniederlage im Juni keinen Hehl. Nachdem Karl-Otto Selzer danach seine Bewerbung für den erneuten Urnengang am kommenden Sonntag bekannt gab, trat auch Römer erneut an. Andreas Römer (47) ist studierter Diplom-Verwaltungswirt, verheiratet, Polizeibeamter und Vater eines 17-Jährigen Sohnes. Römer will dafür sorgen, dass die Gemeinde vorankommt, und zukünftigen Aufgaben gewachsen ist: Deshalb müssten bestehende Strukturen „mit neuen Aspekten, wie etwa Tourismusförderung, enger verknüpft werden". Er hofft, dass „die Wählerinnen und Wähler auf neue Konzepte setzen, die das Alte mit dem Neuen verbinden, und damit die Möglichkeit nutzen, die Gemeinde „zukunftsfähig zu gestalten". Kommende Generationen gelte es, zu unterstützen, indem man Altbewährtes mit Neuem verbinde: „Es bringt nichts, beharrlich auf die Vergangenheit zu setzen, um damit die Zukunft zu gestalten", auch soll mit Nachbargemeinden besser kooperiert werden.  Mitbewerber Karl-Otto Selzer ist ein „Becherbacher Bub“, der 56-Jährige Familienvater war 23 Jahre erster Vorsitzender des TuS Becherbach, ist heute dort Trainer, ASV Mitglied und in der Feuerwehr Gruppenführer im Range eines Brandmeisters. Er sprühte ebenfalls voller Ideen und Verbesserungsvorschläge, fordert mehr Unterstützung für Vereine. Diese seien gegenüber städtischen Vereinen klar benachteiligt. Ein Urnengrabfeld für den Friedhof soll her, das hintere Gelände am Brandweiher von der Gemeinde erworben und zu einem Freizeit- und Erholungsgelände gemacht werden, damit das Weiherfest nicht mehr auf der Straße stattfinden müsse. Ein großes Erntedankfest wie in Limbach oder Dorffeste schweben ihm vor. Selzer setzt sich für einen Grünschnitt-Lagerplatz und die Aufstellung eines Bauschuttcontainers ein, will Infrastruktur und Wohnqualität in der Gemeinde verbessern. Das „Wir-Gefühl“ gelte es unbedingt zu stärken, Sätze wie „Ich wohne ja nur in Becherbach" sollen der Vergangenheit angehören. Letzteres liegt auch Frank Schätzel am Herzen: „Alles geht rückwärts: Helfer fehlen in Vereinen, wodurch die Gemeinschaft leidet“. Höchste Priorität habe die Fertigstellung der Sanierung Gemeindehaus, die fast so viel koste, wie dessen Bau 1956. Er sitzt seit zehn Jahren im Gemeinderat, war in der vergangenen Legislaturperiode Erster Beigeordneter. Schätzel will keine großen Versprechen an die Becherbacher machen: "Man sieht ja erst nach der Wahl, welche Möglichkeiten gegeben sind". Der 39-Jährige ledige Landwirtschaftsmeister führt seit 1990 den elterlichen Hof. Er sei bereit, sich nach der Wahl mit seinen jetzigen Konkurrenten und allen Becherbachern zusammenzusetzen und er wünscht sich „mehr Initiative, mehr Engagement und Freiwilligkeit im Einsatz für die Gemeinde". Erklärtes Ziel aller dreier Kandidaten: Bürgermeister für alle Bürger zu sein. Bei den Kommunalwahlen 2004 traten ebenfalls Andreas Römer und Karl-Otto Selzer gegen Amtsinhaber Werner Barth an, der mit fast Zweidrittel-Mehrheit bestätigt wurde. Absolut die meisten Stimmen erhielt 2004 Frank Schätzel. Sein Vater Walter Schätzel (83) leitete 25 Jahre lang bis 1999, als Werner Barth übernahm, das Becherbacher Bürgermeisteramt. Nun werden die Karten neu gemischt: Karl-Otto Selzer, Andreas Römer und zuletzt Frank Schätzel warfen ihren Hut in den Ring. Wie Pokalspiele im Fußball schreiben auch Wahlen ihre ganz eigenen Storys. Das weiß auch der örtliche Wahlleiter Werner Barth und stellte sich in jedem Falle auf eine Stichwahl um den VG-Bürgermeister und vielleicht auch zu seinem Nachfolger im Ort 14 Tage später ein...



Bilder Nummer 1563-1564-1565- im Juli 2009 -- Fotograf: Lothar Nagel vom KVB

Becherbach. Weiherfeste des KVB (Kultur-und Verschönerungsverein Becherbach) mit zwei eigenen Booten erfreuen sich größter Beliebtheit und sind seit Anfang der 1990-er Jahre im Ortsgeschehen nicht mehr wegzudenken. Das große Areal um die Weiher wird tiptop von Friedhelm Borger "in schuss" gehalten. Er war es auch, der den mediengerecht verkabelten Pfarrer Horst Grothe am letzten Juni-Wochenende 2009 im Tretboot mit Muskelkraft über den Weiher chauffierte, auch eine Kindtaufe stand wie schon öfters an gleicher Stätte an. Einmal mehr war die "OD" im Oberdorf gesperrt, Zelte und Verpflegungsstände, Kaffee und Kuchen lockte. "Astrein!" lobten Alt-OB Walter Schätzel und der amtierende Werner Barth und machten über 150 Gäste und Besucher aus. Mit dem Erlös soll eine Info-Wandertafel angeschafft werden, sagte Vorsitzender Manfred Schneider Weitere Infos: www.Becherbach.eu   



BECHERBACH. Freudetrunkener Siegestaumel- Mai 2009: Vor fast 200 begeisterten Zuschauern feierte die B-JSG Schmidthachenbach in der Kreisliga Birkenfeld auf dem Becherbacher Sportplatz mit einem verdienten 3:0 Sieg gegen den TuS Tiefenstein ihre Meisterschaft.

Bild 1538: Die Gastgeber feierten auf dem Sportplatz durch und machten die Nacht zum Tage!  Bier floss in Strömen.  Bild Nr.1539 Tooor! 2:0! Gästekeeper Jonas Lutz hatte gegen Becherbachs M. Klein mit der Nr. 10 null Chance Bild 1540: Coach Ottmar Venter geht! Siehe auch Rubrik Leute Nebenan-  An die 200 Zuschauer kamen zur Siegesfete! 

 „Wir sind der Dorfverein“ steht auf den Trikots der Fans. Acht Becherbacher, zwei Otzweiler Buben, ein Schmidthachenbacher ein Bärenbacher und vier aus Heimweiler wollen auch als SG in der A-Jugend fest zusammenbleiben, das haben sie sich geschworen. Dem VfR Kirn haben die Jugendlichen schon vor der Meisterschaft eine klare Absage erteilt. Trainer Ottmar Venter hört auf, aber Roland Veek und Christian Selzer wollen in der neuen Saison die A-Junioren übernehmen. Endgültig Schluss dagegen und am Ende ist die SG Schmidthachenbach /Becherbach.  Schmidthachenbach ist personell viel zu schwach, die Becherbacher wollen im Kreis Bad Kreuznach mit einer Ersten neu in die kommende Saison starten. Ungeachtet dessen kannte der Jubel bei  Fans und Kickern auf dem Becherbacher Sportplatz keine Grenzen. Bis zum Schluss blieb es spannend. Maximilian Schneider gelang nach 15 Minuten das 1:0, aus der Pause kamen die Tiefensteiner gestärkt und boten bei einer klasse Partie Paroli. Der Becherbacher Michael Klein mit der Nummer 10 hämmerte kurz vor Schluss das Leder aus einer Spielertraube heraus unhaltbar für den sehr guten Tiefensteiner Torwart Jonas Lutz ein, Fabio Sutor markierte mit dem Abpfiff das 3:0. „Die Rückrunde war geprägt von größter Anspannung, die Jungs haben dem Druck standgehalten!“, freute sich Becherbachs Betreuer Erich Klein. Stets war der TuS Rhaunen als unmittelbarer Konkurrent ein Punkt voraus, erst beim direkten Aufeinandertreffen wurden jüngst mit einem Sieg klare Verhältnisse geschaffen. Und mit dem Sieg im Endspiel brachen alle Dämme, wurde vor einer begeisterten Zuschauerkulisse der Sack zugemacht; - der Ausgang des zeitgleichen Spiels TuS Rhaunen gegen die JSG Bergen interessierte niemanden mehr


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  BECHERBACH. Als 1969 mit Willy Brandt erstmals ein Sozialdemokrat Bundeskanzler wurde, schlug im Oktober 1969 die Geburtsstunde des  SPD Ortsvereins. Mehr Demokratie wagen“ ging damals wie ein Fanal durchs Land. An jene Zeit der 68-er, an den Prager Frühling und an Bundespräsident Gustav Heinemann, der den politischen Machtwechsel einläutete und in den Niederlanden 25 Jahre nach dem Krieg den ersten Staatsbesuch im Werben um Versöhnung unternahm, erinnerte die große Schar der Redner und Gratulanten. Unter ihnen Fritz Rudolf Körper (MdB), SPD-Fraktionsvorsitzender der Landtagsfraktion, Jochen Hartloff aus Kusel, Peter Wilhelm Dröscher (MdL), VG-Beigeordneter Heinz Herrmann, VAG- Vorsitzender Werner Müller und der amtierende SPD-Ortsvereinsvorsitzende Günther Gerhardt. 1949, 1959, 1969, 1989 und 2009 seien ereignisreiche Jahre gewesen, jedoch müsse „aktives, politisches Wirken und Gestalten von unten, von der Basis her, erfolgen. Was wäre die SPD ohne ihre 12.500 Ortsvereine?“, fragte Gerhardt und nannte Namen und Mandatsträger, mit denen man vor Ort „sehr gut aufgestellt“ sei. Künftig müssten Fragen der Infrastruktur, Leerstände in den Ortskernen, und im Zuge der Fusion Richtlinien der Kommunalpolitik entschieden und mit Leben erfüllt werden. Es sei heute sehr schön, dass man in Becherbach und in Kirn-Land über Parteigrenzen hinweg gemeinsam feiern könne, rief Kirn-Lands Beigeordneter Heinz Herrmann den Gästen anderem politischen Couloir zu. Die Kommunalreform sei nichts anderes als „politisches Tagesgeschäft“ vor der zwingenden Frage, wie man Kommune und Verwaltungen nach 40 Jahren unter den heutigen Veränderungen weiter entwickele, erläuterte Jochen Hartloff und berichtete aus dem Landtag über die Großprojekte Nürburgring, den Flugplatz Hahn und Konversion. Kurt Lobien wählten 1969 elf Gründungsmitglieder des SPD-Ortsvereins zu ihrem ersten Vorsitzenden. Edwin Stein, Manfred Frenger, Hartmut Lobien und Rigo Henrich hießen die weiteren Nachfolger im Amt für den heute 30 Genossen zählenden Verein aus den Orten Becherbach, Heimweiler, Limbach, Otzweiler und Bärenbach. (Bild 1395 -im April 2009)

„Urgesteine“ Ursula Zeschnigk-Chillot und Manfred Schneider waren bei der Feierstunde im Becherbacher Dorfgemeinschaftshaus anwesend. Sie wurden besonders geehrt. Ebenso Heinz Herrmann und Manfred Frenger (alle aus Becherbach), deren sozialdemokratische Wurzeln vor 40 Jahren noch in der VG Meisenheim lagen. Silbernes SPD-Jubiläum feierten Vorsitzender Günther Gerhardt (Heimweiler) und Friedhelm Drusenheimer (Limbach). Die Feierstunde begann mit einem Gottesdienst und Pfarrer Horst Grothe, das Rahmenprogramm und gemütliche Beisammensein bereicherte Entertainer Rainer Hüsch. Namens der Ortsgemeinde gratulierte und dankte Werner Barth als Hausherr: „Politische Parteien, die soziale und demokratische Werte vertreten, sind notwendig“, sagte Barth. Jedoch eine Opposition der Opposition willen, sei unangebracht: „Will man im Dorf etwas erreichen, müssen alle Bürger, Vereine und Gruppierungen zusammenstehen“, sagte Barth.



BECHERBACH. Ganze Zimmertüren, Teppichbeläge, Autoreifen mit Felgen und Fahrradgestellte wurden die Becherbacher beim Umwelttag der VG Kirn-Land fündig: „Es ist weniger geworden, unsere jährliche Arbeit wird sichtbar“, war allgemeiner Tenor. Sie wunderten sich über bereits gesammelten Müll und entsorgten die großen Säcke, die zuvor von 15 Otzweiler Naturschützer am Großbach entlang eingesammelt wurden. „Wir haben den Müll nicht gewogen und wollen auch dafür nichts haben“, meinte Otzweilers Bürgermeister Frank Müller augenzwinkernd scherzhaft, man arbeitet eben Hand in Hand.

 Bild Nummer 1376 -  April 2009: GESCHAFFT: An der Tenne gab es einen Imbiß, hatte Udo Barth seinen fahrbaren Edelstahlrost im Einsatz und grillte pikante Würstchen und Fleischkäse.  

 Vor der Umweltaktion waren sieben Mitglieder des Becherbacher Kultur-und Verschönerungsvereins („KVB“) mit dem Herrichten des 3,5 Kilometer langen Wanderwege, insbesondere des „Heimericher“ Pfades beschäftigt. Bei der Generalversammlung am Abend zuvor wurde Rückblick und Ausschau gehalten. Der 1978 erstellte Dorfentwicklungsplan wurde 1993 und 2008 fortgeschrieben und kann im Internet unter www.Becherbach.eu nachgelesen werden. Für die topaktuelle Präsentation zeichnet zweiter Vorsitzender Lothar Nagel verantwortlich. Erstaunlich: „Fast alles was wir 1993 planten, wurde umgesetzt“ freute sich Vorsitzender Manfred Schneider. Erneut begleitet der „KVB“ dieses 63-seitige Leitlinienwerk und erodierte zusammen mit der Gemeinde bei Einwohnerversammlungen im Vorfeld mittels Fragebogen, was die Bürger „interessiert und was alles unter den Nägeln brennt“. Einwohnerrückgang und Gebäudeleerstände sind Hauptprobleme. Info-Pläne des Konzeptes wurden vom „KVB“ jetzt abgelichtet und kommen von Haus zu Haus in Umlauf, damit sich die Bürger am Gesamtwerk orientieren können.Einsammeln der Weihnachtsbäume, die Teilnahme am Umweltschutztag und Weiherfeste sowie das Aufstellen der 21 Blumenkästen im Ort und ein Blumenschmuck- und Vorgartenwettbewerb sind Aufgaben des 1993 gegründeten und 39 Mitglieder zählenden „KVB“, Das Durchschnittsalter liegt bei 61, aber klagen wollte der Vorstand um Manfred Schneider nicht: 31 Helfer und viel Jugend beteiligte sich am Umwelttag und sammelte mit vier Traktoren und einem Unimog Müll aus allen Himmelsrichtungen ein. Aber der Vorsitzende beklagte sich über mutwillige Zerstörung und Vandalismus. So wurde an der massiv gezimmerten Schutzhütte am Ortsausgang am Fahrradweg Richtung Heimweiler die aufwändige Verschieferung beschädigt. Das Schild der „Hunsrück-Schiefer und Burgenstraße“ soll einen neuen Platz bekommen. Am 28. Juni ist ein Weiherfest mit den zwei eigenen Booten im Oberdorf geplant. Dann wird auf der Straße gefeiert, soll der MGV ein Ständchen singen, und dann darf Fisch auf dem Speiseplan nicht fehlen. Die Becherbacher sind schließlich keine Kostverächter: Der „KVB“ lud 2008 zu Rehgulasch und „Wutz aus der Kiste“ ein, die Jugend liebt köstliche „Dippesupp“, die Floriansbrüder haben sich auf „Schwein am Spieß und aus der Kiste“ spezialisiert und die Landfrauen verwöhnen Leckerschmecker mit Torten, Erdbeerkreationen und spontanem Eiscafe.



Becherbacher Jugend total verjüngt!

Enorm verjüngt wurde der Vorstand, sogar von einem „Generationswechsel“ sprach „Ex-Vorsitzender“ Steffen Barth: Matthias Henrich (von links), die neue Vorsitzende Janine Paulus, Patrick Klein, Vize Daniel Siegel, Rebecca Paulus und Ann-Catrin Paulus (von links).

BECHERBACH.  Eine enorme Verjüngung fand kurz vor dem 1. Mai 2009 bei  der Becherbacher Jugend statt. Mit der bisherigen Schriftführerin Janine Paulus wurde eine neue Vorsitzende gewählt. 22 Gründungsmitglieder hoben vor zehn Jahren die Jugendgruppe als eigenständig geführter Verein aus der Taufe, Heiko Barth hieß der erste Vorsitzende. Ebenfalls vier Jahre war Eva Müller Vorsitzende, bis Steffen Barth vor zwei Jahren übernahm. Verantwortung für das Tun und Handeln ist gefordert, und so distanzierte sich die Becherbacher Jugend vom Anzünden und ausufernden Maifeuer auf Schmidthachenbacher Höhen und stellt stattdessen mitten im Ort am früheren Gasthaus „Landfrieden“ den Maibaum auf und feiert auch dort. Die Becherbacher Jugendgruppe ist bekannt dafür, dass sie ohne Umschweife Dinge klar auf den Punkt bringt und den Finger in die Wunde legt. „Keine Probleme, nach wie vor alles im grünen Bereich“, konstatierte daher der neue Vorstand und dankte ausdrücklich dem scheidenden Vorsitzenden Steffen Barth und Kassierer Achim Engel. Der runde Geburtstag wird mit Lifemusik von „Fairground“ am 23. Mai in der Tenne gefeiert. Weiter geplant sind ein Kleinfeld-Turnier und Gaudi-Dorfmeisterschaften. Aktuell zählt die Jugendgruppe  über 130 Mitglieder und beteiligt sich bei vielen Aktivitäten, z.B. beim Umwelttag der VG mit der Ortsgemeinde und dem "KVB" oder beim Gullyreinigen im Dorfgeschehen. Unter Versammlungsleiter Mike Ettling war in Windeseile der Vorstand komplett: Vorsitzende wurde Janine Paulus, Vize ist Daniel Siegel. Kassierer sind Patrick Klein und Matthias Henrich, als Schriftführerinnen wurden Rebecca Paulus und Ann-Catrin Paulus gewählt. Beisitzer sind Michael Klein, Sven Borger, Christopher Klein, Christian Selzer, Peter Schmidt und Andreas Borger. Kassenprüfer sind Achim Engel und Michael Pieroth. (Bild 1293- April 2009)



Becherbacher Amtsgebäude wurde zur „Gut Stubb“

  2006 / 2007 dachten die Becherbacher zurück und feierten das Jubiläum „50 Jahre Dorfgemeinschaftshaus“. 1995 wurde der Treppenaufgang mit einem 210.000 D-Mark teuren Vorbau überdacht. Die Jugend hat sich mit einem Jugendraum im Keller wohnlich eingerichtet und Toiletten aufwändig renoviert. Mit Familienfeiern, Festen, Gymnastik-, Turn- und Tanzgruppen ist der große Saal gut ausgelastet, im kleinen Saal probt der MGV für das 150. Jubiläum im Jahre 2013 und auch die Feuerwehr hat hier im Dorfgemeinschaftshaus ihr Domizil. Umfangreiche Wasser- und Kanalarbeiten mit Erneuerungen der Sanitären Anlagen sind für 2009 / 2010 geplant und sollen über 150.000 Euro kosten. Am selben Platz stand ehemals das im Krieg zerstörte wichtige Amtsgebäude. Sowohl Bürgermeister Werner Barth (ab 2004) in seinem Buch „Im Dorf dehäm“ wie auch der gebürtige Becherbacher und bis zu seinem Tode in Koblenz lebende Chronist Rudolf Franzmann in seinem zweiten Buch „Durchgangsstationen“ erinnerten sich. Auszüge von Rudolf Franzmann: „Mit ihrer ganzen Sprengkraft traf eine Fliegerbombe am 4.11.1944 das Amtsgebäude. Der angerichtete Totalschaden traf allein den Eigentümer des majestätischen Gebäudes, die Gemeinde, und das in doppeltem Sinne: Neben dem entstandenen materiellen Schaden sank mit dem Amtsgebäude ein Wahrzeichen des Dorfes und ein Merkmal seiner in der Vergangenheit herausgehobenen Stellung dahin. Mit der Auflösung der Amtsbürgermeisterei Becherbach drei Jahre zuvor, war das Gebäude inhaltlich entleert und nur noch ein Gegenstand der Erinnerung. Es war fast so, als ob das Amtsgebäude, das in der Vergangenheit wichtige öffentliche Aufgaben zu erfüllen hatte, erst den seelischen und dann den physischen Tod erlitten habe. Wer hätte in Becherbach, wo man sich im Kriege so sicher wie in Abrahams Schoß fühlte, an diesen Verlust durch Kriegseinwirkung gedacht? Mit dem architektonisch-gefälligen Aussehen hätte es auch nach dem Krieg der Gemeinde gut gestanden. 1956 wurde ein zweckmäßiger Neubau auf dem damals neuesten Stand der Entwicklung. eingeweiht. Neben einem Versammlungsraum für Feste und Feiern gab es zeitgemäße Neuerungen. Ein Glanzlicht erster Güte stellte die Gemeinschafts-Gefrieranlage dar, es wurden Toiletten, eine Waschmaschine und ein Bad sowie vier Duschkabinen installiert“.



Jubiläums-Gala "3x11" geht erst 2010 ab - 2009 fällt aus!

BECHERBACH. Um die Becherbacher Fasenacht ist niemand bang, aber 2009 fällt die große Jubiläumsgala  „Drei mal Elf Jahre“ wegen Sanierungsarbeiten im Gemeindehaus aus. Wir lassen 2008 Revue passieren, als „Mania“-Tanzgruppen in allen Altersstufen und die starke Jugendgruppe Garanten echter Dorffasenacht par Exzellent waren: Erstmals begeisterten Kinder ab drei Jahren als großer „Flohzirkus“, als „Melody-Mania“ und bereicherten die 32. MGV- Kappensitzung 2008 auf Großwildjagd.

Bild 827: "Melody Mania" verzückten ihr Publikum- Dreijährige waren große klasse! 828: Hautnah weiß sofort das Auditorium, was und wer und wie gemeint ist!

Bild 829: Dorffasenacht in Perfektion, kostümiert, pointenreich, Instrumental-  Musik + Gesang 

   Deutschland sucht den Superstar, Dschungelcamp, Schönheitswahn oder Popcouch, „Boygroup oder Girlsfriend“; - Becherbachs Fasenacht stellt alles in den Schatten, sprüht vor Lokalkolorit, lebt von Mitmachen, ist optischer Hochgenuss, Hingucker und musikalischer Ohrenschmaus zugleich, gab Moderatorin Steffi Pieroth die Marschrichtung vor. Die Kleinsten waren die Größten, nachdem der MGV unter Thomas Setz die Bühne freigab: In tollen Kostümen versprühten die Kleinsten viel Esprit und Eimerweise Konfetti bei der diesjährigen „Dschungelfasenacht“. Viele Kinder wie Annabell Barth, die Zwillinge Lotta und Taina Hüsch, die Drillinge Fenia, Alessa und Stella Huck, Angelyz Convertier, Liv Zahn, Clara Grothe, Nina Baum, Joann Fisher, Ronja Pieroth aus Schmidthachenbach, Hannah Neu aus Otzweiler, Nele Stauch aus Heimweiler, Celine und Lisa Marie Haag vom Welschröther Hof sorgten für ein wahres Blitzlichtgewinner und Finale gleich zu Beginn. Gekonnt sang ein MGV- Quintett um Wolfgang Schneider, Erich Klein mit Gitarre, Rainer Hüsch am Piano, Andy Wöllstein und Andreas Huck nach dem Motto „Nimm doch alles net` so schwer- irgendwo kommt eine Lösung her“ nach eigenen Worten „humorvoller Blödsinn, voll gespickt mit Lebensweisheiten“. Frau sucht Bauer: Was Outfit, Mimik und Gestik betrifft, erntete die Jugendgruppe um Steffen Barth, Sebastian Müller, Patrick Klein, Tobias Böttcher, Torsten Borger und Denis Baus tosenden Applaus, sie nahmen das halbe Dorf auf die Schippe. Auch wenn bei den lokalen Kalamitäten manchmal der Faden verloren ging und sie auf Brautschau „mächtig in den Sack molken“, um in ihrem eigenen Wortjargon zu bleiben. Bevor es zum großen Tohuwabohu kam, dankte MGV- Chef Gerhard Barth Tausendsassa Diana Schneider für die Betreuung mehrerer Tanzgruppen mit sehenswerten Choreografien, gescheite Orden, das aufwändige Bühnenbild nebst prächtiger Kulisse sowie Steffi Pieroth, die zum zweiten Male als Hansdampf durchs bunte Programm führte. Mit dem Pegasusorden unserer Zeitung ehrte der MGV- Chef Karin Barth- Dröscher für jahrzehntelanges kulturelles Engagement. Barthe Buwe Manfred und Heiko nahmen in einer ganz starken Parodie das Nichtraucherschutzgesetz auf die Schippe und zündeten sich als Zigarette selbst an. Das roch nach Tatü-Tata: Klarer Fall für die Becherbacher Feuerwehr: In einem „Sketch der Alten“ glossierten die „Floriansbrüder“ das starke Für und Wider ihres „neuen, abgetakelten“ Feuerwehrautos als „olle Kamelle“ aus dem Kellenbachtal und deckten mit feinem Spott schonungslos die desolate Finanzmisere in Kirn- Lands Feuerwehrwesen auf. Zufriedenheit hört sich anders an, was wäre die Kommune ohne Ehrenamt und Fördervereine? „Barth G.“ fragte voller Ironie, ob man dafür noch dankbar sein sollte, weil das Auto doch niemand haben wollte. Nun habe man das Historische Unikum „mit stolzgeschwellter Brust genommen  und will es als Zweitwagen für Fehlalarme einsetzen“, die Männer ernteten nach heftigem Streiten Beifallsstürme wie alle Tanzgruppen und das Männerballett. Rainer Hüsch sorgte für die Musik, auch Lena Gawletta und Lisa Gerhard reihten sich im Vorfeld beim Nachwuchs in die Proben- und Betreuerschar. ( 2008)

1208: Rückblick ins Jahr 2003, als die Frauen toll kostümiert auf die Männer... Bild 1209 Hingucker war "Moulin Rouge" (2003) 1210: Ein ganz verdienter "alter Kämpfer" Helmut Wöllstein mit Pegasus-Orden


Im Januar 2009 pilgerten Hunderte begeisterte Familien mit Kind und Kegel zum Weihergelände, das zu einem wahren Erlebnis- und Wintersportparadies wurde.

BECHERBACH. Klirrende Kälte ließ den Becherbacher Brandweiher im Oberdorf Richtung Schmidthachenbach mit einer dicken Eisschicht gefrieren. 2008 war der Weiher nicht zugefroren, konnten keine Pirouetten gedreht werden, und dafür war es auch am Wochenende zu voll. Vielmehr waren Eislaufen und packende, spannende Spiele angesagt: Es war schon klasse anzusehen, mit welcher Spielfreude und Tempo die Mitglieder des „EHC-Traktor-Becherbach“ übers Eis dem Puck nachjagten und sich bei packenden Spielen nichts schenkten. Da durfte man nicht zimperlich und pingelig sein. Mehrere Trikotsätze und eine komplette Ausrüstung besitzt die Becherbacher Jugend, die übers Jahr auch in die Eishalle nach Trier oder nach Mitterteich an die tschechische Grenze fährt. Vor fast 20 Jahren hat die Becherbacher Jugend dem „Glasnost und „Perestroika-Chef“ Michail Gorbatschow aufgrund seiner Verdienste um die Deutsche Einheit sogar die Ehrenmitgliedschaft angeboten. Auch wenn diese Geste im politischen Weltgeschehen „flach gehalten“ wurde und unterging, kam sie an und wurde auf höchster Ebene verstanden, wie Fotos und Bildberichte im Jugendraum daran erinnern.Am Samstagabend wurde die Eisstock-Dorfmeisterschaft ausgetragen. In Windeseile hatte Achim Engel 16 Zweierteams zusammen, die im direkten K.O. System bis ins Finale den Dorfmeister ermittelten. Hunderte pilgerten zum Weiher, es hatte sich die Woche über herumgesprochen, dass der Brandweiher am Ortsausgang Richtung Schmidthachenbach im Becherbacher Oberdorf zu einem großen Volksfest mit „Apres Ski“ und Flutlichtbeleuchtung samt Feuerwerk werden sollte. Da wurden schon die Listen für die Gemeinderatswahlen aufgestellt und perfekt gemacht und sogar Bürgermeisterkandidatinnen gekürt. Der Spaß und das gesellige Treiben standen dabei im Vordergrund. Neben der großen Eisfläche gibt es nebenan auch einen kleineren für die Anfänger. Heißer Kakao wurde kostenlos ausgeschenkt und der Grill lag immer voll.

Bilder 737-738-739-(2009) links: Volksfeststimmung pur, auch für Kinder: Eislaufen, Eishockey und die Dorfmeisterschaften im Eisstockschießen wurden ausgetragen!

Bild 740: Zwei EHC-Traktor-Teams auf dem Eis!  Bild 741: "Skihäs-chen" beim Apres-Ski - früh übt sich...  Bild 742: Curling war sehr beliebt!


Frauenchor Otzweiler lud zum  Benefizkonzert in eigener Sache  

Das Musikcorps auf der Empore !

Bilder 648-649-650(2009): Nachweihnachtliches Konzert in der Kirche mit Gesang und Trompetenklang!  

   BECHERBACH. Zu einem nachweihnachtlichen Konzert mit drei Themenkomplexen „Wir öffnen die Tür“, Wir gehen zur Krippe“ und „Wir folgen dem Staren“ hatte der Otzweiler Frauenchor in die Becherbacher Kirche und zum Anschluss zu Kaffee und Kuchen und zum geselligen Beisammensein in die Brücke eingeladen. Die Flötengruppe, der Flötenkreis und die Altflötengruppe sowie der Otzweiler Frauenchor unter Mechthild Mayer gestalteten das Programm, ebenso mit Trompeten das reaktivierte Otzweiler Musikcorps unter Leitung von Roland Neu sowie der Chor der Evangelischen Kirchengemeinde Becherbach, der von Kirsten Arnswald dirigiert wurde. „Nun verfließt die Traurigkeit, euer Stern ist aufgegangen!“, las Tanja Müller vom Otzweiler Frauenchor zum Schluss und spannte nach weihnachtlichen Klängen und beliebten Melodien schon den Bogen von der Krippe übers Kreuz bis zum Ostermorgen. Seine Feuertaufe an der Orgel, am „himmlischen“ Instrument, bestand Timo Zische mit Bravour. Wie eine Klammer würden der Heilige Abend und der Gedenktag Epiphanias am 6.Januar als das Fest der Erscheinung des Herren die Woche zwischen den Jahren und die erste Woche im neuen Jahr zusammen halten, dankte Pfarrer Horst Grothe allen Mitwirkenden. Epiphanias gilt als das Älteste Fest in der Kirche. Im Laufe der Jahrhunderte verlagerte sich bei uns der Schwerpunkt auf die Weisen aus dem Morgenland, früher galt der 6. Januar als Jahresbeginn und markierte das Ende des tiefen Winters. Der Erlös war ausschließlich für den Otzweiler Frauenchor bestimmt, damit „dieser Chor auch weiterhin noch lange bestehen bleiben möge“, war vielfach ausgesprochener Wunsch. Als das Otzweiler Dorfgemeinschaftshaus 1971 eingeweiht wurde, da sang erstmals der heute zwölf Stimmen zählende Frauenchor.    



Bild 378: Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht:  

Bild 379: Beide arbeiten und haben "Schaffklamotten" an!

 380: Kinder dankten öfter mit Rosen und Blumen (2007)

Bild 381: Auch sangen sie Friedhelm B. ein Ständchen!

 „Wer will fleißige Handwerker sehn?“, sangen die Becherbacher Kindergartenkinder, als Friedhelm Borger (Becherbach) und Marcus Kaucher aus Otzweiler direkt am Kindergarten die Stützmauer Richtung Sachsenhausen erneuerten. Marcus Kaucher hat einen Ein-Euro-Job über die VG Kirn- Land und packt fleißig mit an, Friedhelm Borger ist seit Jahren der sprichwörtliche „Zaun ums Haus“ und ein Mann für alle Fälle, immer da, wenn im Kindergarten Reparaturen oder in der Gemeinde Arbeiten ohne Bezahlung anstehen: „So zwei wie wir kann man überall gebrauchen!“, meinte augenzwinkernd der frühere Mitarbeiter von Kirn-Land. „Wir haben Arbeit ohne Ende!“, klagte Ortsbürgermeister Werner Barth und sprach den beiden ein dickes Lob aus. Mäharbeiten stehen an, in der „Tenne“ wurde gearbeitet und sanitäre Anlagen installiert und zu Jahresbeginn 2009 steht die Großsanierung Gemeindehaus an. Zu allem Überfluss musste Barth vor Jahresfrist den gemeindeeigenen Spielplatz am Kindergarten schließen. Grund: Das Holz der Spielgeräte im Boden war morsch, der Spielplatz „verworfen“, Barth und dem Gemeinderat war das Risiko, dass etwas passiert, zu groß! Mittlerweile wurde der gut frequentierte Spielplatz mit der RWE-Aktion „Mitarbeiter vor Ort" eingeweiht, freute sich Werner Barth. Übrigens: Die Becherbacher KiGa- Kinder sangen "ihrem" Friedhelm Borger im Oberdorf zum Geburtstag im Dezember 2008 ein Ständchen.....



Bild 859: Ein kleines und kindgerechtes Konzert boten alle Formationen, die bei Frau Mechthild Mayer üben. Bild 860 Eltern und Musikschüler kommen aus vielen Orten von Nahe und Glan und machten 2008 ganz  begeistert mit.

  Fröhliches Musizieren und gemeinsames Vorspielen von drei Flötengruppen und dem Flötenkreis sowie solistische Beiträge der Musikschüler von Mechthild Mayer waren in der evangelischen Kirche in Becherbach am Sonntag zu hören. Wegen Studium vorerst verabschiedet aus diesem Kreis wurde Katharina Büttner, die eine Kostprobe ihres Könnens mit einem Präludium in D-Dur von J.S. Bach auf der Orgel gab. Wie ein Werk in B-Dur des großen Meisters dagegen klingt, präsentierte Benedikt Huck aus Heimweiler: „Das ist wie wenn bei einer Olympiade einer Dauerlauf macht“, erläuterte Mechthild Mayer zeitliche Dimensionen der Notenlehre. Und wenn man ständig hinterher spielt und sich nicht einholt, dies nennt man einen Canon, auch das wussten die Kinder natürlich. Bei Paul Gerhardts Lied „Geh aus mein Herz“ saß David Gehres an der Orgel und Clara Grothe bediente den Zimbelstern. Weitere gemeinsam gesungene Lieder waren „Kuckuck, rufts aus dem Wald“, „Miau“ oder „Komm, Herr, segne uns“, zudem wurden zahlreiche beliebte Stücke wie „Bella Bimba“, „Polly wolly doodle“ oder Altniederländische Tänze und Schottische Volksweisen gespielt, kamen Menuette, Balladen, Praeludien oder unterschiedlich schnelle und verschiedene Stücke (Andante, Allegro oder Polka und Trio) von Anton Diabelli oder Frederike Chopins Regentropfen Prélude zu Gehör. Ihren ersten Auftritt hatte die seit Januar probende Flötengruppe 1 und meisterte ihren Part vor dem begeisterten Publikum mit Bravour. Der Obolus war für die kirchenmusikalische Arbeit in der Gemeinde, anschließend war in der Brücke zum kostenlosen Kaffeetrinken eingeladen.


DORFLADEN wartet aufs Christkind - Weihnachtsgeschäft soll Kassen klingen lassen!

Bild 131: Blick zurück zum 10. Geburtstag Bild 132: 2007 wurde kräftig gefeiert! Bild 133:Damals gabs Kindermalwettbewerb

  BECHERBACH. November ´08. Die Mitgliederzahl des Becherbacher Dorfladens „WiV“ ist im vergangenen Jahr auf 57 gestiegen, trotzdem kamen „nur“ 18 zur Jahreshauptversammlung in den kleinen Gemeindesaal. Erster Vorsitzender und Ortsbürgermeister Werner Barth äußerte sich sehr enttäuscht über das Interesse an dieser Info-Veranstaltung. Die Bilanz 2007 weist einen leicht rückläufigen Umsatz mit Verlustabschluss aus. Zweiter Vorsitzender Udo Barth informierte über den Abschluss und trug die Gewinn-und Verlustrechnung vor. „Steigende Kosten, zurückgehende Margen und ein eher stagnierender Umsatz führten zum Fehlkapital im letzten Jahr“, sagte Udo Barth. Von Anfang an beliefert die Kallenfelser Bäckerei Wolfgang Friedrichs und der Siener Metzger Kunibert Stenkamp den Laden, rund 250 Frischwaren und ein Trockensortiment mit über 1100 Artikeln sind gelistet. Jahrelang lag der Umsatz kontinuierlich um die 250.000 Euro. Vor einem Jahr wurde groß der 10.Geburtstag gefeiert und es gab es sogar in früheren Zeiten eine kleine „Dividende“ in Form eines Einkaufsgutscheines. Vorsitzender Werner Barth erläuterte die Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr: „Wir bauen auf ein gutes Weihnachtsgeschäft und dann haben wir den 2007-er Umsatzrückgang wieder wettgemacht“, hofft er. „Der Konkurrenzdruck in der Lebensmittelbranche wird zunehmend schwieriger. Garantie gibt`s keine und für nichts!“. Sein größter Wunsch sei nach wie vor, den Dorfladen zu erhalten, sagte er uns im Gespräch.


Bild 330 -2008 

Der "KVB" lud ein!

Grenzwanderungen in Becherbach sind beliebt: Schon zweimal gingen und einmal fuhren zahlreiche Bürger die 20 Kilometer lange Gemarkungsgrenze ab. Aufgrund großer Nachfrage führte nun das vierte Becherbacher Grenzfest des Kultur- und Verschönerungsvereins um Vorsitzenden Manfred Schneider ganztägig sowohl auf „Schusters Rappen“ wie auch (stündlich) mit Traktor und Ladewagen in die südwestliche Gemarkung Richtung Römerstraße und Kirchenheck. Hier ist 2009 unter Beteiligung zweier Kreise Baubeginn eines gut 1,2 Kilometer langen neuen Fahrradweges geplant, gut 200 Meter liegen auf Schmidthachenbacher Seite. Am Becherbacher Sportplatz war Ausgangsziel, hier hatte Grillmeister Udo Barth am Rost Dienst. Jagdgenossen sponserten das von „Chefkoch“ Burkhard Bortscher zubereitete Festmahl, es gab Rehgulasch mit Klößen. Manfred Schneider freute sich, dass dieses Grenzfest mit Unterstützung des TuS Becherbach und dank zahlreicher Helfer sowie Besucher des Trabitreffens doch noch zu einem Erfolg wurde. Der Erlös ist für die Schieferüberdachung des Rastplatzes an der „Steinischen Brücke“ am Ortsausgang Richtung Heimweiler gedacht.  

Trabitreffen genießt Kultstatus - Nostalgie pur

Bild 327: Florian Regitz (li.) organisierte  Bild 328: Am Sportplatz war Treffpunkt Bild 329: Wahre "Schätzchen" fuhren vor....

   BECHERBACH. Das dritte Trabitreffen auf dem Becherbacher Sportplatz war bestens besucht und sorgte für „Ostalgie“-pur. Aber nicht nur Ossiwitze über Planwirtschaft und „Plastebomber“ trieben auf dem Becherbacher Sportplatz das ausgelassene Stimmungsbarometer humorvoll in die Höhe: Auch „Wessi-Oldtimer“ wie etwa ein 1957-er Lloyd von Paul Schneider aus Sien-Hoppstädten, Hartmut Schwandts Schätzchen Opel Olympia oder Piaggio Roller mit Beiwagen und unverwüstliche VW-Busse reihten sich in die Parade ein. Aufgemotzte Raritäten wie etwa das knallgelbe Trike des Becherbacher Lothar Nagel mit viel extravagantem Zubehör waren Blickfang und zogen die Besucher zum Fachsimpeln magisch an. Organisator Florian Regitz verbrachte die Nacht in dem aufgebauten Dachzelt auf seinem Trabant 501 mit Original-Kennzeichen (YV-49-84) am Sportplatz und gewährte dem illusteren Publikum Einblick in sein nicht alltägliches Schlafgemach in luftiger Höhe. Die DDR-Fahne mit Hammer und Zirkel wehte neben dem FDJ-Banner im Wind, die gut drei Dutzend angereisten Nostalgiker wurden beim dritten Treffen von der IFA-Clique (Industrieverband für Fahrzeugbau der DDR) „Blaue Wolke Becherbach“ freudig begrüßt und eingewiesen. Es gab viel zu sehen und kaum angekommen, war auch bei stilechter Musik schon die Motorhaube offen: Gepflegte und majestätische Wartburg`s als Limousine oder Kombi, jene Deviseneinbringende und verchromten Vorzeigemodelle aus dem einstigen Volkseigenen Betrieb (VEB) Eisenach stehen nach wie vor ganz hoch im Kurs. In Neunkirchen trafen sich die IFA-Freunde Saar-Pfalz und kamen im Konvoi mit elf Raritäten und allen möglichen Kennzeichen von Pirmasens über St. Ingbert, Homburg, Merzig oder Saarlouis. Viele Mainzer waren da, auch Freunde von der Loreley. Liebevoll gepflegte Details waren überall sichtbar, in Ehren gehalten und präsentiert. Banner und Embleme, Sticker, Kameras, Uniforme oder „VoPo“-Mützen sowie Hunde mit Wackelköpfen oder die stilechte Klopapierrolle auf der Hutablage mit handgehäkeltem Überzug durften wie die Blumenvase natürlich nicht fehlen. „Ich hätte nicht gedacht, dass hier soviel los ist!“, war Norbert Fey aus Hennweiler mit seinem Motorrad aus dem Maschinenbau Zschoppau (MZ) mit Gespann-Lastenboot samt seiner treuen Seele, Hund Woody, überrascht. Mit viel Geknatter und Getöse und den „Blauen Wolken“ aus dem Zwei- oder Viertaktgemisch ging es am Nachmittag zur gemächlichen Ausfahrt über die Dörfer.


Christel und Dieter Maas feierten Goldene Hochzeit.

Hier in ihrem großen Garten am Großbach, so wie man das Paar kennt.

Bild 326:  Die drei Kinder Marion, Norbert und Andreas mit ihren Familien, zwei Schwiegertöchter und vier Enkelkinder zählen zu den ersten Gratulanten, HEYLIVE.de  schließt sich den Glückwünschen an.

BECHERBACH. Sieben Jahre saßen sie gemeinsam im gleichen Schulsaal: Von Kindesbeinen an kennen sich die Becherbacher Eheleute Christel und Dieter Maas und feiern am kommenden Samstag im Becherbacher Gemeindesaal das Fest ihrer Goldenen Hochzeit. Christel Maas (70), geborene Wilhelm, ist Becherbacher Urgestein. Ihr Vater Jakob Wilhelm war selbstständiger Schmiedemeister, betrieb eine kleine Schmiede direkt am Großbach an der Straße „Auf Sachsenhausen“ und verstarb bereits 1945. Ab 1951 arbeitete die einzige Tochter in einer Lederfabrik und später in der Kirner Weberei und wohnte daheim im Elternhaus mit ihrer Mutter Auguste Wilhelm. Dieter Maas ist gebürtiger Kirner, er kam mit der Familie 1941 nach Becherbach. Hier saß er mit seiner späteren Frau Christel sieben Jahre lang im gleichen Schulsaal. Nach seiner Lehre zum Herrenschneider fand er in der Region keine Arbeit: „Arme Zeiten für beide von uns“, fasst der 72-jährige Jubilar jene Zeiten und Nachkriegsjahre zusammen. Dieter Maas zog nach Köln zu den Deutz-Motorenwerken, er war nach betrieblicher Weiterbildung in der mechanischen Fertigungskontrolle beschäftigt. Vor 50 Jahren heiratete er am 9. August 1958 „seine“ Christel und kehrte in deren Elternhaus nach Becherbach zurück. Das Paar wurde von Pfarrer Müller getraut. Ab April 1962 war Dieter Maas bei der Bundeswehr in Pferdsfeld als Flugausrüstungsspezialist beschäftig. Vom Fallschirm über die Bord- und personelle Pilotenausrüstung war die funktionelle Sicherheit sein Metier. Dabei kam er viel in der Welt herum, war in Kanada/Labrador oder auf Sardinien tätig und ging nach 32 Dienstjahren 1994 in den Vorruhestand. Dieter Maas gehörte über 25 Jahre dem  Geschwaderchor an. Am 9.Juli 2001 konnte die Familie noch den 100. Geburtstag von Auguste Wilhelm feiern. Im September 2002 verunglückte der damals 42-jährige älteste Sohn Bernd mit dem Motorrad, „ein untröstlicher Verlust für die ganze Familie“, konstatierte Dieter Maas. Das Ehepaar sang gemeinsam bis 2002 über 25 Jahre lang im Becherbacher Kirchenchor, die Haus- und Gartenarbeit sind größtes Hobby, Südtirol oder der Pfälzer Wald beliebtes Urlaubsdomizil. Handarbeiten schätzt Christel Maas, sie ist bei den Landfrauen und den Turnerfrauen aktiv sowie im Vorstand beim Kultur- und Verschönerungsverein. Übrigens wurde durch eine Jury dem Engagement des Ehepaares, beispielsweise für die Pflege der Blumenkästen entlang des Großbachs sowie ihr gepflegter, 850 Quadratmeter großer Garten jüngst mit einem Präsent gedankt. Dieter Maas war 1953 Spieler und Mitbegründer des nach dem Krieg reaktivierten TuS Becherbach. Er singt Zweiter Tenor seit 1952 im MGV Becherbach und verstärkt seit Jahren den MGV Krebsweiler-Heimberg. Beide Chöre wollen nach dem Gottesdienst am Abend ein Ständchen singen. 


Sonja Ollech gewinnt VWFox beim Kirner Autofrühling von"Kirn-aktiv" Bild 320: Sonja Ollech, (mi., vorn)

im Mai 2008 bei der Übergabe

 KIRN. Beim Autofrühling sonntagnachmittags kaufte sich die 38-jährige Sonja Ollech am roten Magirus der KÜS- Prüfstelle am Eingang zum Steinweg ein einziges Los mit der Nummer 4941 und zog den Hauptpreis. Der VW Fox ging nach Becherbach und trägt das Kennzeichen KH- SO 458. Die Freude bei Sonja Ollech war schon riesengroß, ihre Mutter Helga Studt fuhr die gelernte Wirtschaftsleiterin zur feierlichen Übergabe ins Kirner Lokal „Costa Verde“. Ihr 3-er Golf war doch schon in die Jahre gekommen und so kam der Neue gerade recht. Bahadir Durmus und Martin Bach vom Autohaus Nahetal und Hans Jürgen Dinig von Kirn-aktiv und Organisator des Kirner „Autofrühlings“ am ersten Maiwochenende überreichten im Beisein von Herbert Wirzius die Fahrzeugschlüssel und sprachen von einer „Superrendite“. Dank Wetterglück und attraktivem Rahmenprogramm sei dies der beste Autofrühling gewesen, der Einzelhandel habe rundum Zufriedenheit signalisiert. Schon der Samstag mit verlängerten Öffnungszeiten bis 16 Uhr sei im „Kaufhaus Kirn“ sehr gut angenommen worden: „Alle waren angenehm überrascht und begeistert, der Autofrühling hat sich etabliert“, freute sich Dinig. Nun gelte es, den Samstag mit Aktionen und Attraktionen auszubauen. Herbert Wirzius von der Soonwaldstiftung „Kinder in Not“ dankte den Autohäusern dafür, dass die KMT Klinik Idar- Oberstein in diesem Jahr zweckgebunden für die Klinikausstattung profitiere. Es sei landesweit die einzige Klinik, wo Knochenmarktransplantationen durchgeführt werden. Aktuell dreht ein Fernsehsender mehrere Filme über die KMT. 13.500 Lose wurden dieses Jahr verkauft und seit 1989 mit dem 1,2 Liter und 55 PS starken VW Fox in Anthrazit / Uranograu das 20. Jubiläumsauto verlost. 1988 noch war der Hauptgewinn ein Mofa, im Laufe der Jahre waren Musikvereine, Alten- und Seniorenheime, das Rote Kreuz, der Jugendtreff, KISS, die Feuerwehr, die Jugendfeuerwehr, Pfadfinder oder das Tierheim sowie weitere Institutionen Partner und Nutznießer des Kirner Autofrühlings.

Bild 293: Sonntag ist Familientag, freitags hat die starke Jugend das Sagen! -2008-  Bild 294: Die Landfrauen und ihre große Kuchentheke sind ein süßer Geheimtipp Bild 295: Was wäre eine Kerb ohne die Jugend? Die Mischung machts und stimmt!

 Die Becherbacher feierten vier Tage lang in der „Tenne“ ihre Kirmes: „Wir können zufrieden sein, von rückläufigen Besucherzahlen keine Spur“, freute sich der Sprecher der Vereinsgemeinschaft, Gerhard Barth, der seit 1973 zum 35. Male die Kerb organisiert. 1949 fand nach dem Krieg an gleicher Stelle auf „Schlarbe Platz`“ im damaligen Dreschschuppen die Kerb statt, wusste Alt-OB Walter Schätzel. Zwischenzeitlich wurde an der Alten Schule auf Sachsenhausen gefeiert, seit 13 Jahren ist der umgebaute Dreschschuppen, die „Tenne“, Domizil der Kerb. Hier waren auch Fliegerkarussell, Schießbude und Süßwarenstände aufgebaut. Über 300 zahlende Gäste kamen am Freitag zum absoluten "Auftaktkracher" zur sechsköpfigen Partyband „LTP“ (Long Tall Peter and the Shakers), die mit aktuellen Hits aus den Charts ebenso ihr Publikum begeisterten, wie mit Oldies von den Queens oder Pink Floyd. Damit habe man einen „Glücksgriff“ gelandet, waren sich die Becherbacher sicher und verpflichteten die Musiker um Bandleader Peter Krebs, Frontmann Frank Voigt oder Gitarrist Kai Schatto erneut. Am Samstag und zum Frühschoppen am Sonntagmorgen spielten ebenfalls erstmals „Die Filsbacher“ um Stefan Persch. Viel Jugend feierte ausgelassen auf Bänken und Tischen. Rainer Hüsch spielte anschließend und die Landfrauen sorgten für ein attraktives Kuchenbufett. Gut zwei Dutzend der Landfrauen ließen es sich am Montagmittag in der Tenne gut gehen, als sie zum Kaffeeklatsch und „Platten putzen“ einluden, am Abend sorgten zum Kehraus die Lauschieder „Besembinner“ noch einmal so richtig für Stimmung und animierten zum Tanz.


Bild Nummer 286:

Mitte Mai 2008 war es Else & Kurt Lobien vergönnt, das Fest der Diamantenen Hochzeit zu feiern! Drei Kinder, sieben Enkel und drei Urenkel und die Angehörige zählen zu den ersten Gratulanten. Ganz wichtig: Heute sind Lobiens verreist. Erst am kommenden Samstag ab 10 Uhr in der Becherbacher „Brücke“ sind Gäste, Freunde und Gratulanten oder der MGV zum Ständchen herzlich willkommen.

  BECHERBACH. Heute vor 60 Jahren wurden in Becherbach Else und Kurt Lobien getraut. Gratulanten erreichen das beliebte Becherbacher Jubelpaar erst am kommenden Samstag in der „Brücke“.  Die viel verbreitete Floskel, wann es denn „erstmals gefunkt“ hat, mag Else Lobien gar nicht gerne hören, als Mundartdichterin kennt sie sicherlich schönere poetischere Attribute. Die Mundartautorin erinnerte sich und schreibt: „Im Kriegsjahr 1944 stand es beim ersten Blickkontakt für beide fest: Wenn wir den Krieg überleben, wollen wir heiraten!“. Das war 1944. Kurt Lobien war bei „Übel-Jobs“ in Becherbach einquartiert, half Elses Schwester Emma tagsüber bei den Äpfeln pflücken, bis er abends dann „seine“ Else erstmals sah und ebenfalls sofort wusste: „Das ist Sie...! Kurt Lobien musste in den Krieg. „Alles lag danieder“ erinnern sich beide. Seine Heimat Ostpreußen „war verloren und leider auch Familienangehörige zu beklagen“. 1947 kam Kurt Lobien aus Gefangenschaft zurück. „Er hat Wort gehalten! Alles ist supergut gelaufen!“ stehen die beiden wie Pech und Schwefel zusammen. 1948 wurde geheiratet, das Dorfleben prägte und wurde für die 1927 in Göttschied gebürtige und 1935 nach Becherbach gekommene Jubilarin und den in Insterburg geborenen Kurt Lobien zu einer neuen Heimat. Bis heute ist das Paar zentraler Familienmittelpunkt. Mehr als 50 Jahre sang Kurt Lobien Bass im MGV, er spielte einst Fußball im TuS Becherbach, war im Ortsgemeinderat, Mitglied im VG-Rat und wirkte im Kreistag. Beruflich arbeitete er im Krieg in Zahnstationen, danach in Wuppertal, in Bad Sobernheim, von 1948 bis 1974 bei Zahnarzt Walter Braun in Kirn und später in Meisenheim.  Nach höherer Handelsschule war Else Lobien jahrelang bei der Otzweiler Straßenbaufirma Rodenbusch und widmete sich danach ganz der Familie und den drei Kindern Christina, Hiltrud und Hartmut. Als Mundartdichterin seit Kindertagen wirkte sie ständig bei zahlreichen Anlässen im Ort oder bei VG- Autorenlesungen mit, schreibt noch immer vorwiegend Natur- oder Heimatgedichte für das kirchliche Verkündigungsorgan „Turmhahn“ oder von der „Guten alten Zeit“: Heute sei bei „aller Gewinnmaximierung die Menschlichkeit verloren gegangen“, bedauerte der Jubilar und er blicke gerne zurück. Die Eheleute sind sehr naturverbunden, Hand-, Haus- und Gartenarbeiten und die Muße zählen zu den Hobbys, das gepflegte Weiheridyll im Becherbacher Oberdorf stets im Blickfeld. „Der Tag der Diamanthochzeit wird mit größter Freude und Dankbarkeit in guter Verfassung begangen“, freute sich das Jubelpaar. 


BECHERBACH. Am Samstag eröffneten Ratsmitglieder, einige Helfer, Bürger und Kindergartenkinder im Beisein von Kindergartenleiterin Maria Görner feierlich mit Sekt und Selters den neuen Kinderspielplatz der Gemeinde neben dem Becherbacher Kindergarten. Bürgermeister Werner Barth wünschte, dass er „von Vandalismus verschont bleiben und den Kindern stets viel Freude“ bereiten möge. Er dankte neben „Allrounder“ Friedhelm Borger allen Helfern und den anwesenden Arbeitern der VG-Kirn- Land sowie dem RWE, die den maximalen Förderbeitrag in Höhe von 2000 Euro im Rahmen ihrer Aktion „Aktiv vor Ort- Mitarbeiter für Mitmenschen“ spendierten. Deren Repräsentant Oliver Weid aus Kirn hat ein Patenkind im Becherbacher Kindergarten. Wegen erheblicher Mängel musste der Spielplatz der Gemeinde vor Jahresfrist geschlossen werden. Nun wurden  Spielgeräte ersetzt, marode Teile ausgewechselt, hölzerne Spielgeräte mit Metallschuhen versehen und auch die bei Kindern beliebte hölzerne Seilbahn durch eine neue ersetzt. 

2000.- Euro durch RWE -Aktion "Mitarbeiter vor Ort" für neuen Spielplatz in Becherbach / Kirn.  (Bild 560-Mitte Juni 2008): 



 Das Gemeindehaus wurde beim 2.Becherbacher Spieltag der über 110 Mitglieder starken Jugendgruppe zu einem wahren Spielparadies für Groß und Klein. Dabei wurde deutlich: Familien und Gesellschaftsspiele konnten sich trotz TV, Computer und Internet behaupten, und haben an ihrer Faszination nichts eingebüßt.

823: Familie Hüsch und die Kinder lassen sich von Achim Engel (r.)Spiele erklären!  824: Größter Beliebtheit erfreuten sich die Spiele wie man hier sehen kann!  825: Markus Scheich (links) war ständig dicht umlagert + mischte fleißig mit.

Mitmachen und Mitspielen war angesagt: Die Ausrichter prägten als Motto: „Keine Spiele-Messe, sondern Spielmitmachmesse“. Oft saßen vier Generationen an den Tischen zusammen, nicht nur beim „Mensch-Ärgere-Dich-nicht“- Marathon am Nachmittag, wo 24 Teilnehmer das von der Fachwelt hoch gelobte und brandaktuelle Spiel des Jahres 2007, „Zooloretto“, ein tierisch gutes Legespiel für zwei bis fünf Zoodirektoren ab acht Jahren als Hauptpreis ausspielten. Groß und Klein, Jung und Alt schmökerte in monatlich erscheinenden Fachzeitschriften, Spielanleitungen, Regelbüchern und erklärten den Kindern Sinn und Zweck. Ausrichter war der knapp 40 Mitglieder starke Förderverein der Jugendgruppe um Achim Engel, der auf der Bühne Strategiespiele, so genannte „Tabletop“- Spiele mit Heerscharen von einzeln angemalten Miniaturfiguren in einem genauen Abstand aufbaute. Diese martialisch anmutenden Spielfiguren, meist aus dem Angelsächsischen (englischen) Raum werden (im Zollabstand) genau mit System  positioniert und dieses drum herum zog die Kinder magisch an. Diese machten sich Schlau: „Kann man die nicht aufstellen wie man will?“, „Warum müssen Helden, Musiker und Standartenträger immer ganz nach vorne?“ und „Warum müssen Maschinisten an die Kanonen?“. Achim Engel war zufrieden: „So soll es sein, die Kinder müssen einem ein Loch in den Bauch fragen!“. Für Wissensquize war Dirk Müller zuständig, Mittelalterliche- und Strategiespiele betreute Vorsitzender Steffen Barth, das Mensch Ärgere Dich Nicht-Turnier war bei Klaus-Dieter Tandler in guten Händen. Erstmals betreute Markus Scheich über 20 Spiele für die Vorschulkinder, sogar Einjährige konnten mitspielen. Teilnehmer erhielten eine Urkunde, wurden zum Feuerwehrmann, zum König oder Burgherr erklärt. Spieltische waren vorbereitet, Tamara Dahlke und Diana Schneider sorgten mit großformatigen Symbolen, Figuren, Hütchen und Würfel, für eine einladende Optik und Dekoration im Gemeindesaal.  Über 500 Spiele besitzt die Becherbacher Jugendgruppe. 300 waren aufgebaut, darunter zumeist pädagogisch sehr wertvolle und prämierte „Spiele des Jahres“ lückenlos aus drei Jahrzehnten seit Einführung 1979 sowie die Kinderspiele des Jahres ab 2001. Mit einem mehrtägigen Spielmarathon schafften es die Becherbacher Jugendlichen vor Jahren fast ins Guinness-Buch der Rekorde. Nur weil die Aufnahmeregeln geändert wurden, klappte dies nicht, der Erlös von mehreren Tausend Euro aus diesem Spektakel wurde jedoch wohltätigen Zwecken gespendet. „Wir freuen uns, dass wir so großen Zuspruch haben, Generationen von Eltern und Kinder begeistert sind“, sagte Frederik Fisher vom Vorstand und daher wird der Spieltag auch künftig das kulturelle Dorfgeschehen bereichern.



"...alle Jahre wieder..!"

(Bild 814-2008)

 Seit Bestehen Mitte der 90erJahre sammelt der Kultur- und Verschönerungsverein Becherbach (KVB) um Vorsitzenden Manfred Schneider die Weihnachtsbäume ein, der Erlös ist für die aufwändige Schiefereindeckung der Sitzecke am Ortseingang aus Richtung Heimweiler geplant. Andreas Huck (2.ter von li.)  war mit seinem Unimog unterwegs, Vorstandsmitglieder packten fleißig mit an und zum Kaffeetrinken und zur Stärkung wurde dieses Jahr bei Anita Roy eingekehrt. Freitags, am 4. April 2008, findet die Jahreshauptversammlung statt, tags darauf beteiligt sich der „KVB“ beim VG-Umweltschutztag und schwärmt mit mehreren Traktoren in alle Richtungen aus. Mitte Juni findet die Prämierung des Blumenschmuck- und Vorgärten- Wettbewerbes im Dorf statt, für den 31. August planen Gerhard Horbach und der „KVB“ die 4. Grenzwanderung rund um Becherbach. Auch darüber berichtet "Heylive" im Net. Im Flurweg bei Annchen Leupold (li). luden „KVB“-Mitglieder Tannenbäume auf. Leupolds  waren vom KVB um Manfred Schneider (2.v.r) 2007 geehrt worden.



BECHERBACH. Im Jahresbericht von Andreas Wöllstein fand der Gottesdienst für alle Feuerwehrmänner des Brandschutzbereichs I am 18. März 2008 in der Becherbacher Kirche mit anschließendem Beisammensein in der „Brücke“ und den beiden Pfarrern Thomas Lehr (Schmidthachenbach) und Horst Grothe (Becherbach) große Bedeutung.  Nach alt bewährter Manier und sehr professionell sei dabei ebenso wie bei der Hochzeit des aktiven Kameraden Bernd Selzer im Wonnemonat Mai die Feuerwehrlieder „Die Katrin“ und „Des Nachts wenn die Siren’ ertönt“ gesungen und vorgetragen worden. Zwei Dutzend Mal war zu monatlichen Übungen, Grundausbildung am Sportplatz, Waldbrandübung am Anwesen Kurz, Löschübung am Gemeindehaus auch erstmals am 7. Oktober eine Gemeinschaftsübung mit den Schmidthachenbacher Nachbarn angesagt. Ein Scheunenbrand wurde simuliert, Atemschutzgeräteträger kamen zum Einsatz, die Übung als sehr erfolgreich bewertet.  Am 6.November2007  wurden die Becherbacher tatsächlich zu einem Scheunenbrand nach Bärenbach alarmiert. Über Renovierungsarbeiten der Kameradschaftsräume im Gemeindehaus, die Begleitung des St. Martinszuges, Überprüfung der Hydranten im Ort und ein zweites Einsatzfahrzeug wurde informiert. Mit Kind und Kegel, Hund und Walking- Stöcken ging es jüngst zur stark frequentierten Familienwanderung auf dem Radweg Richtung Limbach oder in die Kirchenheck. In zwei Gruppen um Brandmeister Rainer Riebesell wurde dabei die erste  Funkübung durchgeführt, während am TuS Sportlerheim Spanferkel für alle gebrutzelt wurden. Bei geselligen Terminen wird die Kameradschaftspflege groß geschrieben, stellen die Wehrmänner auch ihre Kochkünste unter Beweis: Spezialität der Becherbacher Floriansjünger im weiten Umkreis: Schwein am Spieß oder Schwein in der Kiste.

 (Bild 813- 2008) Rastpause am „Limbacher Stein“ nach einem Orientierungsmarsch beim Feuerwehr-Familientag, die mit einer Funkübung verbunden ist. Schließlich wollen die Teilnehmer wissen, wann am Sportplatz des Essen, „Schwein in der Kiste“, fertig ist....Die Becherbacher Feuerwehrförderer zählen 162 Mitglieder. Wehrführer Helmut Borger ist Vorsitzender, zum neuen Vize wurde Lutz Dahlke gewählt. Schriftführer ist Andreas Wöllstein, Kassierer Norbert Schuck. Beisitzer sind Friedhelm Borger und der frühere Wehrführer Helmut Wöllstein. Polohemden und Feuerwehrhandschuhe wurden angeschafft, 2008 wird die Ausrüstung und Kleidung (Westen) komplettiert werden.



Ki-Ga- "Regenbogen" feierte 30. Geburtstag - Buntes Programm - Starker Förderverein!

 561: Zirkus hieß das aktuelle Programm, danach ging es im Sandkasten rund...  Bild 562: Liederbuchautor Wolfgang Hering musste ins Gemeindehaus umziehen.... Bild 563: Ki-Ga-Kinder und "Ehemalige" begeisterten die zahlreichen Zuschauer!

BECHERBACH.  (Juni 2008) Der Becherbacher Kindergarten „Regenbogen“ feierte mit großem Programm und kleinen Stars in der Manege sein 30-jähriges Jubiläum und machte seinem Namen alle Ehre. Sandkasten, Schaukeln und Spielgeräte waren dicht umlagert, die große Wiese hinter dem Becherbacher Kindergarten „Regenbogen“ verwandelte sich erneut zu einer großen Zirkusmanege mit allen möglichen Tieren, Artisten, Clowns und Akrobaten. Anlässlich des 30. Geburtstages war das ganze Gelände mit Bändern und Luftballons geschmückt, ein buntes Rahmenprogramm und eine große Tombola waren vom KiGa-Team um Maria Görner und dem sehr starken Förderverein um Vorsitzende Beate Jakoby (Heimweiler) vorbereitet. Dutzende Kuchen lockten in die Cafeteria und luden zum Verweilen ein. Diana Schneider und Steffi Pieroth hatten mit drei Schulkindern, "Ehemaligen" und den Kindergartenkindern einen sehenswerten Dschungeltanz einstudiert. Just vor der Aufführung setzte Regen und Gewitter ein. Erst später tanzten die „Melodie-Mania“-Kinder unter den großen Linden und Platanen vor dem Kindergarten. Die Zuschauerreihen waren dicht gesäumt und die Kinder hatten ihre Pläsier. Zwischenzeitlich wurde der Auftritt des Kinderliederautors Wolfgang Hering als Hauptprogrammpunkt in den Gemeindesaal verlegt und dank fleißiger Hände die Musikanlage dorthin transportiert. Auch hier war das Gemeindehaus voll besetzt, in Altersgruppen und –klassen durften die Kinder auf die Bühne und sich am Geschehen und den Mitmachliedern beteiligen. Alt-Ortsbürgermeister Walter Schätzel konnte sich noch gut an den Start des Kinderhorts in der 1910 erbauten Alten Schule neben dem Wasserschutzgebiet „Auf Sachsenhausen“ erinnern. Zwei Jahrzehnte zeichnete er verantwortlich. Von 1972 bis 1977 stand das Schulhaus leer. Die Bürgermeister der vier Zuordnungsgemeinden aus Otzweiler, Heimweiler, Limbach und Becherbach setzten sich mit der VG Kirn-Land zusammen und eröffneten am 2. Januar 1978 einen eingruppigen Ganztagskindergarten. Anfänglich warf der Hort für nur eine Gruppe „im Haushaltsetat ein sattes Minus ab“, so Walter Schätzel und es wurde nachgebessert. Erste Leiterinnen waren Petra Nisius und Christel Gebert. Diese Anfänge ließ auch Bürgermeister Werner Barth in einem Grußwort Revue passieren und dankte dem sehr starken Kindergarten-Förderverein, dem Elternbeirat, dem Kindergartenpersonal, freiwilligen Helfern und namentlich Friedhelm Borger. 1992 wurde ein fehlender Gymnastikraum angebaut und dieser Raum mit Sondergenehmigung als dritte Gruppe genutzt, im Gemeindehaus bis ins Jahr 2000 ein Ersatzgymnastikraum etabliert. Danach ging die Kinderzahl zurück. Mit Sondergenehmigung werden seitdem zwei Gruppen betreut. 2008 läuft ein Antrag auf Ganztagsbetreuung und "auch die Betreuung von zwei- oder einjährigen Kindern muss künftig im Rahmen der räumlichen Möglichkeiten ins Auge gefasst werden“, so Werner Barth.



BECHERBACH. Bei einem sommerlichen Chorkonzert des MGV Becherbach überzeugten die Gastchöre und sangen beliebte Melodien mit höchsten Schwierigkeitsgraden.

Bilder 582 /583 -2008  Der Gastgeber MGV

 Weiter mit von der Partie: Der Meisterchor aus Fohren-Linden unter Dirigent Gerd Sackenheim, der Grub´sche Männergesangverein 1843 Idar-Oberstein und die Sängervereinigung Nahbollenbach, beide unter dem begleitenden Pianisten und Solisten, Chordirektor  Peter Nerschbach. Beim MGV Becherbach werden im 145. Jahr seines Bestehens schon jetzt die Weichen für das große Jubiläum 2013 gestellt, freier Gesang ohne Noten, Kontinuität im Vorstand und Geselligkeitspflege sind angesagt. Mit „Were you there“ von Rudolf Desch und dem afrikanischen „Uyingcwele baba“ von Lorenz Maierhofer eröffnete der Gastgeber den Melodienreigen. Als Premiere wurde das Stück „Swinging Anna Magdalena“ ein ursprüngliches Menuett mit so genannten „Scat“-Silben, das textlich ausschließlich aus „Dubadubadu“ bestand und trotz hoher Schwierigkeitsgrade vom MGV Becherbach gemeistert wurde. Schön gesungene Duette mit Soubrettengesang und solistische Einlagen waren oft zu hören, das Repertoire sehr ausgewogen. Mehrere Nerschbach-Sätze „Vater unser“ oder „Träume sind stärker“ kamen zu Gehör. Hochmodern und mit träumerischen Sequenzen war schon im ersten Teil das schwungvolle und eher selten gehörte Lied „Weit weit weg“ von Hubert von Goissen gefeierte Zugabe des Gemischten Meisterchores aus Fohren-Linden, der seinem vorauseilenden Ruf alle Ehre machte. Bei „The Rose“ und den Spirituals „Shenandoah“ oder Elijah Rock“ in piano-klangfarben hörte man sprichwörtlich die berühmte Nadel fallen, „The drunken sailor“ wurde beschwingt-heiter und mit „Hicks“, einem leicht angedeuteten Schwipps, tadellos vorgetragen. Obwohl die Mannen des MGV Becherbach unter Dirigent Thomas Setz überwiegend bei Stimmungs-und Trinkliedern wie „Du mein Schnäpslein“ oder „Humulus Lupulus“ (Hopfen zu Malz: Gott erhalt´s) von Hans Heun Bravo- und Zugaberufe einheimsten und spontan dieser Aufforderung nachkamen, bekannte deren Vorsitzender Gerhard Barth bei der obligatorischen Dankescour an die Gäste freimütig: „Ohne eine sportliche Bewertung vornehmen zu wollen: Aber wir kamen trotz Heimrecht auf eigenem Terrain unter vier Chören nicht aufs Siegertreppchen und in die Medaillenränge. Ihr ward einfach klasse!“....


BECHERBACH. (2007) Die Eheleute Liesel Klein, geborene Barth, und Oswald Klein in der Hauptstraße 13 in Becherbach, feierten das Fest der Goldenen Hochzeit: Der MGV Hochstädten kommt zum Gratulieren und singt ein Ständchen, nachmittags wird der MGV Krebsweiler-Heimberg ab 17 Uhr den Gottesdienst mit Pfarrer Horst Grothe in der Evangelischen Kirche umrahmen. Vor 50 Jahren sei es schwül-heiß und gewittrig wie nun 2007 gewesen, als Pfarrer Johannes Müller das Paar in Becherbach traute. „Die Sahne für die Torten wurde im kühlen Keller geschlagen“, erinnert sich die Jubilarin, die zu den örtlichen Landfrauen zählt. Heute lässt es das Paar im tiptop gepflegten Areal und großen Garten ruhiger angehen. Liesel Klein fühlt sich bei den Gymnastikdamen um Elise Franzmann sehr wohl. Bereits 1999 wurde Oswald Klein für 50Jähriges aktives Singen im Ersten Tenor geehrt. Der Jubilar wurde in „Heckespatze“ Hochstädten geboren, wuchs in der elterlichen Landwirtschaft auf und arbeitete im Wald. Auf der Kerb im Dreschschuppen im benachbarten Krebsweiler lernte Liesel ihren Oswald kennen, das junge Paar hatte sich damals Briefe geschrieben, ließ sich nicht wieder los: „Gemeinsam sind wir stark; - wir haben immer alles zusammen gemacht!“, strahlen sie zufrieden. 

Mitte der 1960er Jahre übernahm das Ehepaar Liesels elterlichen Hof mit Ackerbau und Viehzucht in Becherbach. Die 68Jährige konnte mit allen landwirtschaftlichen Geräten und den drei schweren Schleppern umgehen. 1995 wurde das Vieh abgeschafft, 2005 die landwirtschaftlichen Flächen Stillgelegt. Ab 1969 bis zu seiner Rente 1992 arbeitete Oswald Klein bei der Kirner Simona. Die beiden Kinder Gudrun und Matthias mit Familien sowie die drei Enkelkinder Daniela, Jens und Laura werden zu den ersten Gratulanten zählen.

Bild 962- 2007


Barbara Gabriel ist durch  gewinnendes Wesen beliebt

Bild 878- Di. 17. Jan 2006- KiGa Becherbach

Na, denn Prost!  Ortsbürgermeister Werner Barth und das Team des Kindergartens "Regenbogen" nahmen Barbara Gabriel in ihre Mitte und ehrten 2006 die damals 54Jährige für ihr 25-jähriges Wirken in Becherbach. "Liebe Frau Gabriel" begann der "OB" seine Laudatio, lobte ihre Freundlichkeit und ihr "gewinnendes Wesen, was bei Kindern, Eltern und Trägergemeinde beliebt ist und ankommt!". Barth wünschte sich, dass Barbara Gabriel bis zu ihrem Ruhestand in Becherbach bleiben möge. Die Mutter zweier verheirateter Kinder und junge, zweifache Oma wurde von der Ehrung überrascht: "Ihr habt ja besser dicht gehalten, als die Kinder", meinte sie. Im schweizerischen Kottwiel geboren, wohnt die Familie seit 1957 in Hahnenbach. Vor ihrem Dienstantritt in Becherbach war Frau Gabriel zwei Jahre im Oberhausener Kindergarten tätig.



Silberne Jubilare in Becherbach: Zum Einzug der Silbernen Jubilare 2006 in der Becherbacher Kirche erklang Bläsermusik, der Kirchenchor unter Mechthild Mayer sang, und auch sonst waren die Tische im Kirchgarten bei strahlendem Sonnenschein festlich gedeckt. Sowohl Pfarrer Horst Grothe wie auch sein Vorgänger Friedrich Mayer, dessen Tochter Heilswint zu den Jubilaren zählte, predigten beide von der Kanzel und gestalteten die Feierstunde mit. Jörg Baus, Tobias Bingold, Heilswint Hausmann, Frank Huck, Elke Huck, Claudia Müller, Guido Kleyer, Gerold Lang, Heiko Paulus, Petra Schmidt, Arnd Weichel, Ingo Weinz, Annette Wöllstein und Anja Würze wurden vor 25 Jahren konfirmiert und natürlich erinnerte nicht nur das Konfirmandenlied Nr.170 von 1982, sondern weitere viele schöne Anekdoten an die Jugendzeit zurück.  Bildnummer 1104-1105-1106 -2007


 


Schwenkbrunnen und Taubenschlag-Attraktion macht viel Wirbel!

 Mit dem Kanalbau durch die Gärten entlang des Großbaches am Gasser Weg ist Becherbach zweifellos um die Attraktion eines riesigen „Schwenkbrunnens“ reicher geworden: „Einmalig aufgrund seiner Größe“,  meinen jedenfalls Anwohner und treffen sich „Im Rödel“  beim Plausch über den Gartenzaun.

Bild 1045:macht mordsmäßig etwas daher Bild 1046: mächtig.... Bild 1047:...nördlich der Alpen einmalig!

   Johann Ams türmte 1979 „schwarz“ über mehrere Grenzen, er stammt aus einem fruchtbaren Dreiländereck, dem östlichsten rumänischen Gebiet Banat rund um Temeschburg nördlich dem jugoslawischen Novisad und Belgrad und südlich dem ungarischen Szeged. „Ich bin doch Deutscher, Banater-Schwoab`“, schmunzelt der 68-jährige, gelernte Maschinen- und Bauschlosser, der einst in Heimweiler bei der Firma Horst Rothenberger und später in Simmertal arbeitete. Gemeinsam mit Tochter und Schwiegersohn baute er in Becherbach und wurde hier sesshaft: „Ein himmliches Fleckchen Erde“ habe er hier vorgefunden, ein wahres Kleinod mit allem möglichen Getier, auf einer kleinen Farm mit großem Garten: „Hans Ams Kleintierfarm“ haben ihm Freunde symbolhaft wie bei der TV- bekannten Shiloh-Ranch ein großes, hölzernes Einfahrtsschild gezimmert. Becherbacher Pflegen seit Jahrzehnten gute Kontakte in Richtung Balkan, Fußballspiele gab es und in jüngerer Vergangenheit ist eine Busfahrt jährliches „Highlight“. In direkter Nachbarschaft zu Hans Ams hält der Becherbacher Unternehmer Edwin Stein auf gut einem Hektar Terrain zwischen den Gärten und der L 182 Kamerun- Schafe. Und als bei den jüngsten Bauarbeiten vom Regenüberlaufbecken in die Ortslage Grundwasser sprudelte, war es für Hans Ams ein leichtes, solch einen großen „Schwenkbrunnen“ zu errichten. Grundwasser sickert durch artesischen Auftrieb in 70 Zentimeter breite und zwei Meter tiefe Betonrohre. Eine im Durchmesser 40 cm dicke Eiche mit einer starken Astgabel in gut acht Meter Höhe wurde in die Erde gerammt, auf der, sozusagen als Pendel, ein weiterer langer Stamm aufliegt: „Ist massive Deutsche Eiche, hält fast für die Ewigkeit, 50 Jahre mindestens!“, sagt Hans Ams schmunzelnd und mit rumänischem Akzent. Der Ledereimer als passendes Accessoire wurde sogar im Internet gesucht und gesteigert. Ein besonderer Blickfang ist der neue Taubenschlag in luftiger Höhe. „Jeder wollte bei uns immer einen Taubenschlag haben, das hat Tradition, und je höher, desto besser“, sinniert er zu seinen Ambitionen. Fünf solcher Brunnen hat Hans Ams schon auf dem Balkan gebaut, auf dieses Werk in Becherbach ist er besonders stolz und betont den hohen Symbolcharakter. Jedes Bauernhaus, Schaf- oder Pferdezüchter hatte in Ungarn oder Rumänien einen eigenen Brunnen. Natürlich ist das weitläufige Areal mit einem Tellerteich schon mit Grassamen eingesät, das Areal wird sicherheitshalber für den Auslauf der Kamerunschafe noch eingezäunt. Wer aber Johann Ams und Edwin Stein kennen, wissen, dass dort alle Türen sperrangelweit offen stehen.....



 Becherbacher Landfrauen um Vorsitzende Christel Schwandt stellen 2004 den ersten Osterbaum im Kirner Land auf. 

Gut zehn Meter ragt das Teil  im Ortsmittelpunkt an der gleichen Stelle vor dem verwaisten Landgasthaus „Landfrieden“ in die Höhe, wo in der Mainacht der Maibaum aufgestellt wird. Die Idee brachten wandernde Ehemänner der Landfrauen aus dem fränkischen mit, wo in Bieberbach ein Osterbrunnen mit großen Figuren, einer Hasenfamilie und mit weit mehr als 10.000 bunt bemalten Ostereiern an deren Osterbaum im Jahre 2000 und 2002 den Sprung ins Guinness- Buch der Rekorde schaffte. Der erste Becherbacher Osterbaum fiel dagegen bescheidener aus, an den 15 Drähten in der First sind fast 250 Eierhüllen befestigt. Bunte Bänder und Girlanden wurden gebunden, ein Osterhase blinzelt von der Spitze herab. Schon vor Weihnachten begannen die Landfrauen zu sammeln und bliesen die Eier aus: Vor Ostern wurden die Fruchtbarkeitssymbole von fast zwei Dutzend Frauen bemalt und gleich ein ganzer Weidenkorb voller „echter“ Ostereier, die die Frauen neben Glühwein bei ihrer Aktion an die gut zwei Dutzend Zaungäste verteilten. 

Bild 1048-1049- März 2004  „Ohne“  Männer geht es dann doch nicht: Jedenfalls waren die Frauen froh, dass fleißige „Landmänner“ beim aufstellen halfen und sich wenigstens da nützlich machten.... 



Rückblick 2003: Pfarrer Horst Grothe und sein  erster Konfirmations- Jahrgang in der Becherbacher "Brücke" . Damals gab es zahlenmäßig noch viele Konfirmanden im Festtagskleid. Man beachte die Mimik und Gestik in den Bildern! Bilder 1234-1235


2002 wird Pfarrer Horst Grothe in Becherbach herzlich willkommen geheißen

 

 

Bild 705: Weggefährte und Freunde, alle wünschten  einen guten Start Bild 706: Annchen Speier  aus Otzweiler freut sich!  Bild 707: Auch die Kinder bereicherten`s Programm 708: Pfarrer Horst Grothe nahm alle guten Wünsche gerne entgegen!


Starke Jugendgruppe will ins Guinness-Buch - 2.600 € gespendet !

890: Zwei Spendenschecks zu je 1.300 Euro wurden 2002 feierlich überreicht

 891: Die Dankplakette der Idar-O. Transplantationsklinik f.Leukämiekranke Bild 892: Für die Jugend freuten sich: Achim Engel, Heiko Barth+Dirk Müller


 

 

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