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Becherbach bei Kirn / Nahe Kerb war freitags schon gewonnen!
BECHERBACH. „Unsere Kerb für dieses Jahr ist gerettet: Wir haben die beste Kerb seit `Starlights`-Zeiten“, so triumphierte in der Nacht zum Samstag Gerhard Barth für die ausrichtende Becherbacher Vereinsgemeinschaft MGV, TuS und Feuerwehr. Grund: 500 Eintritt zahlende Fans, darunter viel Jugend, lockte „LTP“ (Long Tall Peter) in die Tenne und dies sei in heutiger Zeit „absolut gegen den Trend“, legte der MGV-Chef nach. Die Tenne sei für derlei Veranstaltungen ein absoluter Glücksfall. Nach 35 Jahren war es Gerhard Barths letzte Kerb. „Nach einem ungeschriebenen Gesetz scheiden in Becherbach über 60-Jährige aus der Organisation aus“, meinte er Augenzwinkernd und macht Platz für Jüngere. Auch bei der ersten Tennenparty mit „DJ“ Achim Engel und dem Equipment von Andreas Leupold setzte sich der starke Besuchertrend bei der viertägigen Kerb am Samstag fort. Gestern Morgen zum Frühschoppen heizten traditionell die Kirner „Hellberger“ um Frontmann Klaus Kreitzer ein, am Nachmittag verwöhnten die Becherbacher Landfrauen mit Kaffee und Kuchen und hatten die Tafel reich gedeckt. Montags spielte bei freiem Eintritt das Duo „Marengo“ aus Sienhachenbach. Tolle Karikaturen von Armin Engel bei 100. TuS Jubiläum Jahrzehnte hat der allzu früh verstorbene BecherbacherArmin Engel das Vereinsleben und insbesondere den TuS Becherbach zu allen besonderen Vorkommnissen und Tabellenständen karikiert. Über 100 exzellente Unikate hingen nun in der Tenne und erfreuten sich größter Beliebtheit. Bei der Jubiläumsfeier im Juni 2010 wurde der langjährige TuS-Vorsitzende Karl Otto Selzer zum Ehrenmitglied ernannt und weitere elf Mitglieder geehrt! -Siehe gesonderten Bericht!
LIMBACH:-2003- Feuerwehr probt im Wald bei den Jägern vor viel Publikum!
Gemeindehaussanierung in vollem Gange! BECHERBACH. Ab diese Woche ist das Becherbacher Gemeindehaus für die nächsten Monate eine Baustelle. Ob das MGV-Konzert am 12. Juni hier stattfindet, ist fraglich. Der Gesangverein müsste dann in die Tenne ausweichen. Fest steht nur, dass das Gemeindehaus zum 150. MGV- Jubiläum 2013 fertig sein wird.
Seit Frühjahr 2009 werkelt hier eine Elektrofirma. Die E 27 Strahlerlampen seien museumsreif, jedoch zerbröselt das alte Glas beim Anfassen „Stets kamen neue Herausforderungen auf uns zu, am Schieferdach erkannte man Schäden nicht sofort“, erläuterte Schätzel. Das Dach war undicht und wurde komplett erneuert, nachdem Regenwasser die Decke schädigte und im Saal an den Wänden sichtbare Spuren hinterließ. Probleme stecken im Detail und werden erst nach und nach sichtbar. Alle Holzverkleidungen am Treppenaufgang oder im Saal werden entfernt und durch Trockenbau ersetzt, um neueste Brandschutzbestimmungen zu erfüllen. Alte Dämmung wurde entfernt, nun wird die Saaldecke ebenfalls komplett erneuert und mittig im „Segel“ akustikgedämpft. Wie die Bühne und der Ausschank mit Teeküche optimal gestaltet werden, steht noch nicht fest. Gesamtkosten: 210.000 Euro. Damit wurde die Sanierung 2010 doppelt so teuer, wie1956 der umfangreiche Umbau vom Amtsgebäude zum Gemeindehaus mit Wasch- Dusch- und Kühlräumen gekostet hat, nämlich weniger als 200.000 D-Mark. Das Becherbacher Gemeindehaus wird als Proben- und Veranstaltungsraum sehr gut frequentiert und von allen Vereinen genutzt. Im Keller befindet sich der Jugendraum, im Erdgeschoss sind der kleine Saal, Sanitäre Anlagen, sowie das Feuerwehrgerätehaus mit Fahrzeug untergebracht. Pfarrer Grothes letzte Predigt - tschüss horst, machet jut`!
Er habe Brücken und menschliche Bindungen gebaut, Vertrauen ausgestrahlt und sei „Seelsorger“ gewesen. „Es fällt mir nicht leicht, ihnen diese Last zuzumuten. Es mag vielleicht sein, dass ich der letzte bin, aber ich bin nicht der Letzte, der das Licht ausmacht!“, sagte Grothe zuvor selbstkritisch. Superintendent Marcus Harke erklärte das Experiment der Dreiviertel-Pfarrstelle in Becherbach als gescheitert. Aber: „Die Maßstäbe gerade an Ostern sind verrückt!“, monierte der Hundsbacher kritisch- nicht verständnisvoll, dass sich die Becherbacher sorgen.
Pfarrer seien Glieder in einer sehr langen Kette, es gelte gespannt nach vorne zu schauen. Immer wenn sie einen Regenbogen sehen, sollen Grothes an Becherbach und die „Regenbogen“- KiTa zurückdenken, sagte Leiterin Maria Görner in der Kirche und spannte einen Regenbogen auf, an den die „Racker“ alle guten Wünsche hängten. Mit „Messzahlen“ könnten die Kinder nun wirklich nichts anfangen, vielmehr sei Tatsache, dass Becherbach ohne Pfarrer sei, lautete deren Botschaft. Im Gemeindehaus eröffnete der MGV Becherbach mit dem Lied „Wohlauf in Gottes schöne Welt“ die Nachfeier. Vorsitzender Gerhard Barth hatte im Internet gestöbert und zitierte aus dem Pfarrbrief in Jülich. Barth schenkte Rotwein von der Nahe. VG-Bürgermeister Werner Müller hob die Verdienste Grothes hervor und sprach Klartext: „Die Menschen haben gemischte Gefühle und gewünscht, dass Sie ihre 100 Prozent-Stelle hier erhalten. Ich bezweifele, dass diese Lücke von Laien und Ehrenamtlichen geschlossen werden kann. Es darf nicht zu einem Ausbluten der ländlichen Gemeinden kommen“, appellierte Müller. Die „Ob´s“ Wilfried Schlarb (Heimweiler), Frank Müller (Otzweiler) und Frank Schätzel (Becherbach) dankten persönlich. Letzterer habe nicht nur den Pfarrer verloren, sondern auch den guten Freund und Nachbarn, der bei der Geburt der Kälber mithalf. Grothe sei ein „Glücksgriff“ gewesen. Fünf Bürger verlassen die Gemeinde, sagte Frank Schätzel sehr emotional, und dabei flossen unter den Älteren auch Tränen. Die Kinderkirche verabschiedete sich, die Konfirmanden, der Brückenchor schenkte Glockenlang und Erinnerungen aus dem Pfarrhaus, und auch eine prächtige Weihnachtskrippe mit handgeschnitzten Figuren lag im Abschieds-Osternest. Der Otzweiler Frauenchor sang, und weit über ein Dutzend Vereinsvertreter wie Feuerwehr, Jugend, „KVB“ oder Alt-OB Werner Barth standen in der Warteschlange. Sie alle hätten Grothes lieb gewonnen, sagten sie. Pfarrer Thomas Lehr sagte Servus, Pfarrer Volker Dressel sang kölsch von BAP, seine Frau Silke von den Beatles. Das Musikcorps Otzweiler spielte mit Pfarrer Horst Grothe als Posaunist.... Solarförderung wird erneut drastisch gekürzt- Stand: 10 Jahre "EEG"
BECHERBACH. Am Ostermontag verabschiedet sich Pfarrer Horst Grothe von seiner Kirchengemeinde. Ab 1. Mai tritt er eine 100-Prozent-Stelle in Jülich an, es zieht ihn ins Rheinland zurück. „Umbruchzeiten“ wie diese machen den Pfarrer nachdenklich. Selten nahm Horst Grothe ein Blatt vor den Mund. Er „konnte“ mit der Jugend.
Dass die Tischtennis-Abteilung im Sportverein Otzweiler reaktiviert wurde und floriert, ist allein sein Verdienst. Im Musikcorps Otzweiler bläst er die Posaune. Pfarrer Horst Grothe stand in der Bütt und als singender Cowboy auf der Becherbacher Bühne. Er spielte zwei Mal bei Reformationsfesten der Jugend Martin Luthers papsttreuen Gegenspieler und Ablassprediger Johannes Tetzel. Seine Frau Britta hat vor Jahren in der „Brücke“ eine Krabbelgruppe gegründet und dort etablierte sie eine große Kinder- und Jugendbücherei. Grothes haben drei Kinder, Klara, Jan und Justus. In ihrer jetzigen Struktur könne die Kirchengemeinde mit den Orten Becherbach, Heimweiler und Otzweiler nicht einmal mehr die Hälfte einer Pfarrstelle finanzieren, schreibt Horst Grothe im Kirchenblatt „Turmhahn“. Bei seinem Amtsantritt vor fast acht Jahren als Nachfolger für Friedrich Mayer suchte man eine Person mit eingeschränktem Dienstverhältnis. Auf die 75 Prozent-Stelle meldeten sich 13 Bewerber, einstimmig votierte das Presbyterium für Horst Grothe. Seitdem wurden die Kriterien für die Bemessung einer vollen Pfarrstelle geändert, sie liegt bei 2000 Gemeindegliedern. Becherbach zählt 800. Nicht förderlich ist, das sie von der Steuerkraft her im Kreis so ziemlich das Schlusslicht bildet, sprichwörtlich arm wie die Kirchenmaus ist. Wie Puzzlesteine oder in einem Patchworkteppich wird seit Jahren versucht, effektiv personelle Synergien zu nutzen. Becherbach gehört innerhalb des Kirchenkreises an Nahe und Glan zu der „Nachbarschaftsregion Obere Nahe“ mit Kirn, Hennweiler-Oberhausen, St. Johannisberg und Simmern unter Dhaun. Sie grenzt außerdem an Hundsbach und an die beiden Kirchengemeinden Sien und Schmidthachenbach, die zum Nachbarkirchenkreis gehören. Nun gilt es also auszuloten, wer mit wem kooperieren kann, welche Puzzlesteine passen, und in welcher Struktur „Gemeinde“ in Zukunft ihrem Auftrag gerecht wird. Dies ist gar nicht so einfach. Becherbachs Nachbardorf Schmidthachenbach kooperiert beispielsweise mit Reichenbach bei Baumholder, weil Pfarrer Thomas Lehr dorthin wechselte. „Trotz Abschied liegt auch in diesem Wandel die Chance für ein neues Miteinander und Lebendigkeit“, sinniert der scheidende Pfarrer. Wohlwissend, dass jener Funke Hoffnung zuletzt stirbt: Mit dem Weggang von Pfarrerin Elfi Decker-Huppert nach Bad Kreuznach und jetzt Horst Grothe nach Jülich kommen vier Pfarrstellen auf fünf Kirchengemeinden in einer ländlich geprägten Region, rechnet Presbyteriums-Vize Wolfgang Schneider vor. Daher stimme der Anlass am kommenden Ostermontag traurig: Gewiss werde der Chor nicht wie bei der Amtseinführung der jungen und sympathischen Familie am 29. September 2002 „Jauchzet dem Herrn, alle Welt!“ singen, sagte Schneider. Niemand wirklich neidet Familie Grothe die Perspektive auf eine 100 Prozentstelle in Jülich, im Gegenteil: „Alle guten Wünsche und Gottes reichen Segen begleiten die Pfarrerfamilie auf ihrem Weg!“. Die Laudatio für einen beliebten Seelsorger, der menschliche Bindungen schätzt, der Freundlichkeit, Verständnis und Offenheit lebt, ist längst vom Becherbacher Presbyterium geschrieben. Am 10 März 2002 war Horst Grothe erstmals im Ort, als Mechthild Mayer das junge Paar zu einer Tasse Tee mit ins Pfarrheim und zu Esel Moritz nahm. Beim Vorstellungsgottesdienst am 28. April war Marius Huck Grothe`s erster Täufling: Freude und Trauer lagen eng beisammen. Grothe wird nie den Unfalltod eines beliebten Becherbacher Motorradfahrers noch vor seiner eigentlichen Amtseinführung vergessen können. In Becherbach habe er Zusammenhalt und Glauben als tragende Kraft erfahren dürfen: „Wir kamen zu dritt und werden nun zu fünft wieder aufbrechen“. Nachdenklicher, wie wirklich Zerbrechlich das Leben ist, sei er reifer und reicher geworden. Er habe hier Menschen kennen und schätzen gelernt, die ihre Zeit verschenken und Gemeinschaft leben. Solche Menschen „machen die Welt heller und wärmer, und dies alles nehme ich als beflügelnde Erinnerung mit“. Abschied nehmen habe er sich irgendwie leichter vorgestellt… Becherbacher feierten ausgelassen 33. Session! Nach einem Jahr Fastnachts-Abstinenz wegen Umbauarbeiten im Gemeindehaus litten die Becherbacher an Entzugserscheinungen: Als erneut die 33.traditionelle Jubiläumssitzung zu scheitern drohte, übernahm die Kirchengemeinde kurzerhand das närrische Zepter und zeigte dem MGV am Valentinstag, wo der Hammer hängt, und wo der Barthel den Most holt. (Siehe auch Leute Nebenan)
„Yes, we can“ war Motto: Tatsächlich hatte Alt-OB Werner Barth dem US Präsidenten Barack Obama via Äther und Worldwideweb seine Hilfe beim Regieren angeboten: „Meich kann er froohe!“, bot der Mundartdichter Dienste an. Elegant und humorvoll charmant führte die tatsächliche neue Becherbacher „First-Lady“, Silke Reidenbach, als „Schokos Liebling“ durchs Programm.Bekanntlich wird „Ob“ Frank Schätzel „Schoko“ genannt. Die Männer um Thomas Setz eröffneten närrisch mit „Ole, ole Fiesta“ und wünschten „Es lebe hoch die Narretei!“, - dennoch: Warum der MGV im 147. Jahr seines Bestehens die Segel strich und den Schwanz einklemmte, das hätte jeder gerne gewusst: „Die Renovierung letzt` Johr war ein Segen- und die kam dem MGV grad´ gelegen“, spottete Heiko Barth im Zwiegespräch spitzbübisch mit seiner LAP (Lebensabschnittspartnerin) Elke Altmaier aus Tiefenbach, und betrieb Ursachenforschung par exzellent. Alles war so wie immer: Die Büttenreden waren brandaktuell mit Lokalkolorit feurig gepfeffert, das Dorfgeschehen wurde ins Rampenlicht gekehrt, und jede Silbe eigens geschrieben: Singend kamen mehrfach bei seinem „letzten“ Büttenauftritt in Becherbach Pfarrer Horst Grothe, Andreas Wöllstein, Achim Engel und Erich Barth (mit Gitarre) auf die Bühne: Sie nahmen als „Die weißen Cousins von Hot Chocolat“ Wahlen und Lokales ins Visier: „Von Seesbach wolle mir keener me, das war der größte Flop“. Die Countrysänger waren stolz auf ihren „größeren und jüngeren OB, wie der in der VG von de ebsch Seit`“, auf ihren Nachbarschaftsladen im Ort und gelebte Kultur. Gassenhauer wie „Ja, das ist Becherbach“ von Horst Barth lebten auf und wurden frenetisch gefeiert. Als Dietmar Hopp träumte Heiko Barth vom DFB-Pokalsieg und spinnte Visionen: „Auf Katzköpp“, dort wo heute Schmidthachenbach liegt, soll ein Mega-Stadion für den TuS Becherbach entstehen. Bekanntlich beherrscht fußballerische Tristesse den Jubelverein kurz vor seiner 100-Jahrfete: Von 16 Spielen vier nicht verloren, 50 Tore kassiert….Heiko Barth, Bruder Manfred Barth als „Fred“ und Bob der Baumeister sowie Steffi Pieroth (musikalisch mit Rainer Hüsch) ernteten Beifallsstürme für ihren Kokolores und zogen brillant alle Register ihres Könnens. Erstmals in der Bütt: Chiara und Alix, zwei Mädels, die ihre Familien bloßstellten und den Saal zum Toben brachten! Ebenfalls einen Knaller landete Andy Wöllstein bei seiner Premiere: „Yes we can“ wurde für den beliebten Papa mitten im Leben oft zu einer Tortour, die er mit dem närrischen Auditorium genüsslich auskostete. 16 Kinder tobten und tanzten auf der Bühne als Cowboy und Indianer, die Gruppe „Mania“ kam mit einem sehenswerten Chearleader-Tanz. Auf der Bühne nahmen die Becherbacher Schrottbrüder derer von „Ludolf´s “ Platz, das Publikum hatte Tränen in den Augen und hielt sich den Bauch vor Lachen beim Generalangriff aufs Zwerchfell. Kurz vor Mitternacht heizte das Männerballett noch einmal ein. Das die Becherbacher Fasenacht ein Knüller bleibt und nicht zu Grabe getragen wird, ist Frank und Marika Huck, Silke Reidenbach, Karin Barth-Dröscher, Eva Schneeberger, Sabine und Andy Wöllstein, Steffi Pieroth und Pfarrer Horst Grothe zu verdanken! BECHERBACH. Der ganz persönliche „Countdown“ für Alexandra Barth (20) aus Becherbach läuft: Infiziert von einem „hautnah und live“ erlebten WM-Sommermärchen 2006 auf „Fanmeilen“ hierzulande, will sie bei den Olympischen Spielen im kanadischen Vancouver Freunde treffen und ein Wintermärchen erleben. Am 5. Febraur geht’s los.
Nach ihrem Abi in Kirn im März 2009
absolvierte Alexandra Barth 13 Wochen lang ein Praktikum im kanadischen
Vancouver, bevor sie am 3. August 2009 bei der Kur-und Touristinformation (KTI)
in Bad Sobernheim ihre dreijährige Ausbildung zur „Kauffrau für Tourismus
und Freizeit“, einem neuen Ausbildungsgang, begann. Via Internet lief ihre
Praktika-Bewerbung 2009, in Vancouver konnte sie bei einer Reiseagentur, die
Exkursionen für Studenten aus aller Welt anbietet, diese begleiten, Land und
Leute kennen lernen. Was blieb ihr diesmal in Erinnerung? „Nette Gastfamilien.
Aufgeschlossene, lockere und gastfreundliche Menschen. In Coffee-Shop bei „Starbucks“
trifft man sich sehr oft nach der Arbeit und pflegt Teamwork“, und das
fasziniert sie. Am 5. Februar geht der vierwöchige
Trip los: Ab Frankfurt mit Lufthansa nach New York. Dort besucht sie ihre in
Kirn wohnende gleichaltrige Abi-Freundin Hanna Wöllstein. Sie ist in Stanford,
eine Autostunde von New York, seit Mai dort in Au pair-Diensten. Am 10. Februar
geht’s mir AirCanada von der amerikanischen Ostküste zur kanadischen Westküste
nach Vancouver, wo sie von ihrer früheren Gastfamilie Keith Curtis in Burnaby
erwartet wird und dort wohnen kann. Hier hat sie sich mit Timo Dambach aus
Berschweiler verabredet, der ein Jahr als „Work und Travel“ den Kontinent
erkundet. Karten hat sie für das Eishockeyspiel Deutschland gegen Weißrussland.
Weitere Wettkämpfe will sie mit Freunden live erleben, einen Skikurs belegen
und natürlich das Olympische Flair rund um „Public-Viewing“ mit Menschen
aus der ganzen Welt feiern und genießen. Bei ihrem Besuch im Sommer hat
Alexandra Barth die Kanadier in euphorischer Vorfreude auf „ihre“ Olympiade
erlebt und wurde davon „wie bei uns 2006 angesteckt und infiziert“.
Bauarbeiten waren in vollem Gange, nun will sie sehen, was daraus geworden ist:
„Da muss ich hin! Am Tag meiner Abreise 2009 wurde der „Sky-Train“, eine
weitere neue Schwebebahn zur `Expo-Line` oder `Millennium-Line` eingeweiht“,
sinniert „Alex“. Jetzt will sie im „Skytrain“ mitfahren und ihre Augen
strahlen- Vancouver ich komme! Kanadas drittgrößte Metropole sei weltweit zur
beliebtesten und lebenswertesten Stadt gewählt: Hier ist in einem
Urlaubsparadies Wassersport am Pazifikstrand und ein Skiparadies in den Coast
Mountains, einem Ableger der Rocky Mountains, an einem Nachmittag möglich.
Heimweh hat sie dank dem Internet nicht und will ihr Hobby, Land und Leute,
Kulturen und Kontinente kennen zu lernen, zum Beruf machen. Frühere Reisen
seien „wie im Flug viel zu schnell“ vergangen… BECHERBACH. Nachbarschaftsladen hat zu kämpfen
Von Anfang an beliefert die Kallenfelser Bäckerei Wolfgang Friedrichs und der Siener Metzger Kunibert Stenkamp den Laden, rund 250 Frischwaren und ein Trockensortiment mit fast 1300 Artikeln sind gelistet. Nachdem 1997 „Schlarbe Renate“ als Inhaberin des „Tante-Emma-Ladens“ in der Hauptstraße aufhörte, sprang ein Verein mit den Einlagen von 40 Mitgliedern unter Federführung des damaligen Ortsbürgermeisters Walter Schätzel in die Bresche. 2007 wurde zum Zehnjährigen sogar eine kleine „Dividende“ in Form eines Einkaufsgutscheines „ausgeschüttet“, heute zählt der Becherbacher Dorfladen als „WiV“ konstant 54 Mitglieder. Im kleinen Saal des Dorfgemeinschaftshauses wurde nach den Berichten Erster Vorsitzender und „Ex-Ob“ Werner Barth, Stellvertreter Udo Barth, Schriftführer Manfred Schneider, und die Beisitzer Ursula und Manfred Frenger, Christel Schwandt und Martin Ritter von 25 Anwesenden entlastet und für weitere zwei Jahre gewählt. Zweiter Vorsitzender Udo Barth informierte über den Abschluss und trug die Gewinn-und Verlustrechnung vor. Die Bilanz 2008 weist bei über 200.000 Euro Umsatz und 27.000 Euro Warenbestand einen geringen Verlust aus: „Steigende Energiekosten, bei zurückgehenden Margen mit moderatem Umsatzrückgang führten zum Fehlkapital“, sagte Udo Barth aber man sei zufrieden und von „gravierenden Einbrüchen“ verschont geblieben. Auch 2009 habe man ein zufrieden stellendes Ergebnis erzielt. Ein Kühlregal aus Berglangenbach wurde angeschafft. Vorsitzender Werner Barth betonte, dass die Gemeinde voll hinter dem Dorfladen steht und er appellierte an Mitglieder, Einwohner und Ortsvereine, im Dorfladen „deshalb einzukaufen, weil wir einen Preis-Leistungsvergleich nicht scheuen brauchen“. Das Weihnachtsgeschäft 2009 sei sehr gut gewesen, erklärtes Ziel: „Wir müssen mehr Reklame mit attraktiven Angeboten und Handzetteln machen, unsere positiven Seiten herausstellen und um jung gebliebene Mitglieder werben!“, erläuterte Manfred Schneider, die künftige Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr positiv zu beeinflussen. „Der Konkurrenzdruck in der Lebensmittelbranche wird zunehmend schwieriger. Garantie gibt`s keine und für nichts!“, sagte Werner Barth, der sich auch weiterhin als Vorsitzender in die Pflicht nehmen lies und stets Ansprechpartner seines Personals bleibt. Sein größter Wunsch sei nach wie vor, den Dorfladen zu erhalten, sagte er im Gespräch.
BECHERBACH/KIRN-SULZBACH.
20 Jahre Mauerfall: Wolfgang Stiller hat gleich nach dem Mauerfall bei der
Kirner Simona als Außendienstler in Queis Arbeit gefunden, wo er später
Niederlassungsleiter war. Im 20.ten Jahr arbeitet er nun bei der Simona AG, seit
2004 im Kirner Stammhaus. Er wohnte jahrelang in Becherbach und nun im Stadtteil
Sulzbach und ist Pendler. Fast jedes Wochenende macht er „´rüber“ in den
Harz nach Bad Suderode bei Quedlinburg.
Als die Mauer fiel, hat er im Familienkreis Geburtstag gefeiert. Seine Frau wird am 9. November 2009 ebenfalls 55 Jahre und ist seit 30 Jahren Kinderkrankenschwester auf einer Frühchenstation Die damals drei- und vierjährigen Kinder studieren heute und kennen keine Stasi oder Grenze mit Mauer und Stacheldraht. Dafür ist Wolfgang Stiller heute dankbar. Im Nachhinein sei die friedliche Einheit und der Umbruch die größte Errungenschaft der Deutschen überhaupt und „das größte Glück, dass wir alle erfahren durften“, gewesen. Tags darauf sei die Familie aus Neugierde nach Braunlage gefahren und vom westlichen Angebot und der Vielfalt überwältigt gewesen, habe „Bauklötze“ gestaunt: „Es musste so kommen, weil es wirtschaftlich dramatisch bergab ging, und die Unzufriedenheit auf dem Lande immer größer wurde“, sagt Wolfgang Stiller. Durch die Lage an der Grenze hatte man guten Fernsehempfang, verfolgte in den großen Städten die Montagsdemos. Schon im Vorfeld reisten Bürger über Ungarn aus. Aber Heimat und Freundeskreis verlassen? Niemals könnte er sich dies vorstellen, man kenne ja seine „Pappenheimer“. Mit der Einheit kamen aber auch „nie gekannte Enttäuschungen in punkto sozialer Absicherung“, wie Wolfgang Stiller Arbeitslosigkeit bezeichnet. Das habe es in der DDR nie gegeben: „Nicht alles war schlecht!“, sagt er, obwohl er auf seinen Trabant 13 ½ Jahre wartete. Mit 18 bestellt, mit 30 bekommen- zwischenzeitlich Gebrauchte gefahren. In Becherbach wohnte der „sehr beliebte und umgängliche“ Wolfgang Stiller bei Renate Regitz, dessen Sohn Florian schon das dritte Trabitreffen mit über 50 „Plastebombern“ und nostalgischen Gefährten der „Ostalgiefreunde - Blaue Wolke Becherbach“ auf dem Sportplatz organisierte. Auch Wolfgang Stiller war Ansprechpartner, half mit Infos und Material aus, und freute sich über soviel Interesse. BECHERBACHer MGV ehrt! Dez. 2009: Feiertag in Becherbach, wo nach einem Advents-Festgottesdienst im Anschluss in der „Brücke“ der 1863 gegründete MGV verdiente Sänger ehrte. Freundschaft, die sich aus Treue und tiefer Verlässlichkeit ableitet, stellte Vorsitzender Gerhard Barth in den Mittelpunkt seiner Laudatio und erinnerte in einer humorvollen Anekdote an jene „Nacht- und Nebelaktion“ wie er vor 25 Jahren ins Amt kam. Weil der Chor in diesem Jahr kein Konzert veranstaltete, sollten diese Ehrungen „zeitnah und in einem würdigen Rahmen vorgenommen werden“ und nicht erst in drei Jahren, wenn der MGV 150. Geburtstag feiert. „Ihr alle habt viel geleistet. Ihr habt den Verein am Leben gehalten, kulturelles Liedgut und die Geselligkeit gepflegt und singt auch in der Kirche. Ich bin stolz auf den MGV Becherbach“, sagte der Bockenauer Vorsitzende des Chorverbandes im Kreis, Gerhard Bachmann. Sehr voluminös umrahmte der MGV die Feierstunde mit mehreren Liedern wie „Machet die Tore weit“ oder „Güte und Liebe“. Pfarrer Horst Grothe zitierte aus dem Paulus-Brief: „Wir sind Haushalter und Hüter über Gottes Geheimnisse- niemand habe über dem Anderen einen Stab zu brechen!“, sprach er bildlich und würdigte die Toleranz, die offenen Worte und das gegenseitige Miteinander. Die Kirchengemeinde selbst befindet sich in einer Visitation, das Selbstkritische prüfen und mit der Zeit gehen sei sehr wichtig und funktioniere im Ort. Es dürfe nicht soweit kommen, dass man „betriebsblind wird und den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht“, meinte Grothe: „Droht dem MGV ein Gemischter Chor? Oder muss er sich bald Jüngeren öffnen und Hip-Hop singen?“.
REFORMATIONSTAG in Becherbach- Taggenau 492 Jahre Zeit zurückgedreht Okt. 2009. Um 492 Jahre drehte die Becherbacher Laienspielschar die Zeit zurück und führte in Kirche und Kirchgarten rund um die „Brücke“ in authentischen Gewändern mit Hermelinüberwurf, Roben und Kappen ein Reformationsfest auf. Sprengelburger Ritter aus dem Glantal führten ein scharfes Schwert. Streit und Wortscharmützel, Laute und Leier dominierten, und fast schien in herrlichem Ambiente die Zeit stehen geblieben.
Reformation sei ein Stück christlicher Erneuerung. Es sei schön, dass Christen diesen Tag feierten, lobte Landrat Franz-Josef Diel in einer Laudatio die Aufführungen. Als studierte Katholikin dankte Julia Klöckner für die herzliche Aufnahme in Becherbach. Nicht die Bewahrung der Asche, sondern das Weitertragen der Glut sei wichtig. Auch der designierte VG-Bürgermeister Werner Müller aus Hennweiler verfolgte das Schauspiel. Ein sehenswerter Schwertkampf wurde aufgeführt, neben dem Thesenanschlag wurden Verhandlungen 1521 vor dem Reichstag in Worms und Luthers Begegnung mit dem Teufel inszeniert. Dank des zuvor erfundenen Buchdrucks übersetzte der Reformator auf der Wartburg als „Junker Jörg“ die Bibel, dass sie vom „gemeinen Volk“ gelesen, ausgelegt und verstanden wurde. Steffen Barth war Kaiser Karl V., den Kanzler und „Chefankläger“ Johannes von der Ecken verkörperte Markus Ullmann. Mit Laute und Leier musizierte das „Trio Cum Laute“ um Stefan und Martina Eschrich aus Ginsweiler und Achim Engel (Becherbach).
Nebelschwaden schufen im Kerzen- und Fackelschein zwischen den hohen Kastanien-, Birken- und Lindenbäumen im Kirchgarten ein tolles Ambiente, aufwärmen konnte man sich in der nahen „Brücke“, wo alle Stationen Martin Luthers auf Bildtafeln ausdrucksstark aufgezeigt waren. Ausrichter waren die Fördervereine von Jugendgruppe und Feuerwehr und die Kirchengemeinde mit Pfarrer Horst Grothe an der Spitze. Garküche und Schankwirt luden ein: „Liebäugelt nicht mit dem Geize, seid freimütig“, animierte Achim Engel als Caspar Sturm, Herold des Reiches, die Münzen auszugeben. Als ein Mikrofon, vermutlich wegen des großartig geführten Disputes zwischen Martin Luther (Frederik Fisher) und Kaiser und Reich, pfiff, verteufelte er spontan-redegewandt diesen „neumodischen seelen-und geistlosen Schnickschnack der schwarzen Kästen“. Auch Ablassbriefe wurden verhökert und noch einer sammelte: Wolfgang Schneider. Der Hobbykünstler hatte kleine Glocken aus Holz kreiert und bat um einen Obolus für die Anschaffung eines neuen Motors der drei Kirchenglocken: „Hört ihr Leut´ und lasst euch sagen, unsere Glock` wollt nicht mehr schlagen. Soll ihr schlagen nimmer enden, so müsst ihr nur eines: Spenden!“ hatte er flugs gereimt. Die älteste Marienglocke stammt aus dem Jahre 1484. Unter Thomas Setz sangen die Mannen des MGV Becherbach „Im Dorf da geht die Glocke schon…“ und „Schneiders Höllenfahrt“. Die Kinder konnten am Nachmittag Armbänder oder Lederbeutel mit Perlen herstellen, der Martin-Luther-Film wurde gezeigt.
BECHERBACH. „Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer in den Himmel springt“: Wer hat nicht in der Schule jenen barbarisch-satanischen Ablasshandel des Dominikanermönchs Johann Tetzel im Zwist mit dem größten Kirchenreformator Martin Luther vernommen?. Im Calvinjahr 2009 führt die Becherbacher Jugendgruppe mit der Kirchengemeinde am Reformationstag dieses Schauspiel erneut auf und richtet dabei auch ein spezielles Augenmerk auf den Reformator Johannes Calvin.
Die Proben dazu laufen. Wie schon 2005 (Fotos oben!)haben neben viel Prominenz auch die Abgeordneten des Deutschen Bundestages Julia Klöckner und Fritz Rudolf Körper ebenso wie Landrat Franz-Josef Diel ihr Kommen fest zugesagt, und darauf sind die Becherbacher sehr stolz. Um 14 Uhr wird der Luther Film vorgeführt, um 18 Uhr wird im Stile des Reformationszeitalters ein halbstündiger Gottesdienst abgehalten, bei deren Predigt es sich um eine Originalüberlieferung des marktschreierischen Ablasspredigers Tetzel im Wortscharmützel mit Luther handelt. Im Anschluss werden die Besucher rund um die Kirche, im Kirchgarten, in Brücke und im Winkel mit Speis´ und Trank beköstigt. Hier werden auch in stilechten Kostümen nacheinander vier Luther´sche Szenen aufgeführt. Dieses außergewöhnliche Spektakel beginnt mit dem Thesenanschlag 1517 an der Schlosskirche zu Wittenberg. Es folgt der erste und der zweite Tag des Reichstages zu Worms und danach die Begegnung Luthers auf der Wartburg mit dem Teufel. Zwischen den einzelnen Szenen, die vom Reichsherold Kaspar Sturm theatralisch angekündigt werden, wird eine kurze Pause sein. Im Anschluss beginnt das musikalische Programm, wo zu Flöten, Lauten und Leiern der Gruppe „Trio cum Laute“ die Hofgesellschaft sich im fröhlichen Tanze wiegt. Ablassprediger ziehen umher, die Ablässe und Reliquien an die Besucher zu verkaufen. Gaukler und Feuerspucker treten auf, Schaufechteinlagen sollen auch diesen Aspekt mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Lebens authentisch nahe bringen. Sowohl die kulturelle Darstellung mit ihren Frömmigkeitsformen, dem religiösen Denkmuster und Vorstellungen dieser Epoche liegen ebenso wie die Lebensweltliche Darstellung, wie sie zu Zeiten Martin Luthers üblich war, den zahlreichen Darstellern um Steffen Barth, Pfarrer Horst Grothe und Frederik Fisher am Herzen. Weiterhin soll, abweichend vom Theaterstück, die Kostümierung versuchen, die gemeine Frau und den gemeinen Mann aus dem Volke darzustellen- der Adel rückt dabei etwas in den Hintergrund und ist trotzdem im güldenen Kleid und Hermelin-Überzug allgegenwärtig. Weitere Infos unter www.jugendgruppe-becherbach.de BECHERBACH. 27.09.2009: Mit 75 Prozent wurde Frank Schätzel (39) zum neuen Becherbacher Ortsbürgermeister gewählt. Die Buschtrommeln waren intakt: „De Schoko hot´s geschafft!“ verkündeten um 19.15 Uhr Zählkommission und Gemeinderat im Dorf und vor dem kleinen Gemeindesaal die Entscheidung. „Sehr eindeutig, das war abzusehen“, was Philipp Schmidt aussprach war einhellige Meinung der zahlreich anwesenden Bürger.
„De Schoko“ ist Frank Schätzel, Wunschkandidat und einer der Ihren. Im TuS Becherbach einst ballverliebter Mittelfeldregisseur, im MGV singt er im ersten Bass und ist in der örtlichen Feuerwehr aktiv. Der 39-Jährige ist seit 221 Monaten mit Silke Reidenbach aus Deimberg liiert, einer Hauswirtschafts-Fachpraxislehrerin an den BBS in Trier. Im „Ein-Mann-Betrieb“ bewirtschaftet Landwirtschaftsmeister Frank Schätzel über 200 Hektar und hält 25 Milchkühe im Stall, hat zu Beginn der 1990-er Jahre den elterlichen Hof übernommen. Es war letztendlich eine klare Entscheidung: Nachdem Einzelbewerber Andreas Römer bei den Kommunalwahlen am 7. Juni mit 64-Ja und 165-Neinstimmen nicht gewählt wurde, kandidierte Karl-Otto Selzer. Andreas Römer kandidierte ebenfalls erneut, um eine Entscheidung herbeizuführen. Zum Schluss warf der amtierende Erste Beigeordnete Frank Schätzel seinen Hut in den Ring. Wahlkampf mit Hauen und Stechen blieb in der 446-Seelen-Gemeinde aus. Gestern sorgten die Becherbacher an der Wahlurne für klare Verhältnisse. Die Ortsbürgermeisterwahl sorgte für stolze 82 Prozent Wahlbeteiligung und lockte 267 der 325 Wahlberechtigten, (davon 58 Briefwähler =18 Prozent), an die Urne. Abzüglich der ungültigen Stimmen bekam Frank Schätzel 75 Prozent (194). 36 Wähler votierten für Andreas Römer (14 Prozent), 28 wollten Karl-Otto Selzer (11 Prozent). „Ich bin froh, dass es nicht zu einer Stichwahl in 14 Tagen kam, dann haben wir das schon mal aus dem Kreuz!“, sagte Wahlleiter Werner Barth erleichtert und sein Nachfolger hätte „im Traume nicht mit diesem überwältigen Resultat gerechnet“. Die Wahlurne stand im keinen Saal der „Baustelle“ Gemeindesaal: Aufgrund Rücklagen haben die Becherbacher zur Sanierung des Gemeindehauses problemlos 40 Prozent Zuschüsse (88.000 Euro) aus dem I-Stock des Landes erhalten, über 120.000 Euro bleiben am eigenen Etat hängen. Von Grund auf wurden Kanalisation und Sanitäre Anlagen erneuert, bis zum neuen Schieferdach waren fast alle Gewerke betroffen. Damit ist die Sanierung 2009 in Euro teurer, als 1956 der Bau in D-Mark. Ein Radweg nach Schmidthachenbach wurde geteert, keinesfalls sei man untätig gewesen, zog der bisherige Erste Beigeordnete Frank Schätzel gestern Abend stolz Resümee. Zwingend müssen in der Hauptstraße Ortsausgang Richtung Heimweiler die Bürgersteige repariert und auf dem Friedhof ein Urnengrabfeld angelegt werden. Nie gab es im Ort so viele leer stehende Immobilien. 2004 schon hatte er die meisten Stimmen im Ort bekommen. Aber viel zu lange zierte sich Frank Schätzel, das „Ob“-Amt zu übernehmen, und machte sich dadurch nicht unbedingt bei jedermann im Ort beliebt. Schätzel fordert auch viel: „Alles geht rückwärts: Helfer fehlen in Vereinen, die Gemeinschaft leidet. Mehr Initiative, Engagement und Freiwilligkeit im Einsatz für die Gemeinde“ seien zwingend notwendig. Der neue Gemeinderat sei „gut gemischt und ideal besetzt“. Jedoch war aus dem Gremium niemand bereit, nach dem 7. Juni den Posten des Ortsbürgermeisters anzunehmen, was Schätzels Kandidatur letztendlich förderte, sagt er. Die Beigeordnetenwahl vor Wochen wurde vertagt und soll mit der Amtseinführung sein. Mit der Wahl von Frank Schätzel gestern wird Mitbewerber Karl-Otto Selzer in den Rat nachrücken und hat seine Bereitschaft signalisiert. 2010
wird TUS Becherbach 100 -Völliger Neuanfang mit Mannschaft BECHERBACH.Juli 2009 Der TuS Becherbach strotzt voller Selbstvertrauen und ist stark genug, mit einer eigenen Ersten Mannschaft einen Neubeginn in der untersten Kreisklasse Nahe Ost III zu starten, so einhelliges Fazit beim sehr gut besuchten Sportfestwochenende.
Die werden zwar noch in der SG mit Schmidthachenbach und Bärenbach geführt, aber die meisten seien Becherbacher. „Ganz schnell raus aus der untersten Klasse“ gab Trainer Karl Otto Selzer die Marschrichtung vor und hofft, dass gute Spieler zurückkehren. Bekanntlich wechselte Sohnemann und Torjäger Christian Selzer zum VfL Simmertal. TuS-Vorsitzender Joachim Kuhn sieht Perspektiven, gibt sich aber bedeckt: „Klar, vorne mitmischen, aber wir starten einen absoluten Neubeginn“ stapelt er tief. 2010 wird im TuS Becherbach das 100-Jährige am 5.und 6. Juni mit Kommers in der Tenne gefeiert, fünf Wochen später ist schon jetzt das Sportfest terminiert. Im 250 Mitglieder zählenden TuS betreiben 70 Jugendliche Sport, einer der beiden Tennisplätze wurde hergerichtet, die Abteilung ist so etwas wie das „Sorgenkind“. Das Sportfest am Wochenende war gut besucht. Im Spitzenspiel am Sonntagabend besiegte der TuS als Gastgeber die ganz stark aufspielende SG aus Oberreidenbach /Sien mit 2:1 durch Tore von Sven Borger und Manuel Nagel. Im Kreispokal haben die Becherbacher ein Freilos, am 24. Juli müssen sie zum Sportfest in den Dieler Wald nach Limbach, wo mit dem dortigen SV, dem FC Bärenbach und dem TuS Becherbach im Rahmen des Sportfestes in einem Blitzturnier die VG-Vorrunde ausgespielt wird. Übrigens unterlagen am Sonntag in Becherbach die Bärenbacher gegen die SG Hundsbach/ Limbach in einer ruppigen Partie 2:4. Die zahlreichen Zuschauer schüttelten öfters die Köpfe, Schiedsrichter Heinz Keller zückte mehrfach in der Partie Rot. Nach dem Gottesdienst am Sonntagmorgen unterlagen die Bambinis gegen Göttschied 1:5, die eigene F-Jugend dominierte beim 9:2 die Schüler des SV Mittelreidenbach. Die Gäste unterlagen auch der E-Jugend mit 1:3. Klar mit 8:0 gewannen die Aktiven der SG Soonwald/ Simmern gegen eine Mannschaft des VfL Simmertal. Am Samstag unterlag die Becherbacher B-Jugend dem VfL Simmertal 2:3, die eigene A-Jugend siegte gegen die JSG Perlbachtal 3:2. Ende Mai sicherte sich dieses eigene Team als B-Jugend unter Ottmar Venter die Meisterschaft im Kreis BIR und ist größter Hoffnungsträger. Die Freitagsspiele: Die Auftaktpartie der AH SG Schmidthachenbach/ Becherbach/ Bärenbach gegen FC Hennweiler endete 2:5, Firma Hevert siegte gegen Firma Hay 3:0 und die Jugendgruppe Heimweiler siegte gegen eine Kirschrother Freizeitmannschaft in einem ganz starken Spiel nur knapp 3.2. RÜCKBLICK 2002: 3. Tanzshow in der Becherbacher Tenne 2002 Es gab schöne Tänze mit sehenswerten Choreografien voller Einfallsreichtum und neuen Ideen in der prächtig dekorierten Becherbacher "Tenne" zu sehen, Line-Dance wurde von der Becherbach/ Otzweilerer Formation geboten und vieles mehr! Es ging bis in die frühen Morgenstunden. (Bilder 2002: 1837-1838-1839)
BECHERBACH. Der einzigste Bürgermeisterkandidat erhielt bei den Kommunalwahlen am 7. Juni nicht die Mehrheit. Nun stehen mit Karl-Otto Selzer, Andreas Römer und Frank Schätzel in Becherbach drei Bewerber bereit, für Spannung ist gesorgt. Angetreten war Andreas Römer als Einzelbewerber. Er machte aus seiner klaren Wahlniederlage im Juni keinen Hehl. Nachdem Karl-Otto Selzer danach seine Bewerbung für den erneuten Urnengang am kommenden Sonntag bekannt gab, trat auch Römer erneut an. Andreas Römer (47) ist studierter Diplom-Verwaltungswirt, verheiratet, Polizeibeamter und Vater eines 17-Jährigen Sohnes. Römer will dafür sorgen, dass die Gemeinde vorankommt, und zukünftigen Aufgaben gewachsen ist: Deshalb müssten bestehende Strukturen „mit neuen Aspekten, wie etwa Tourismusförderung, enger verknüpft werden". Er hofft, dass „die Wählerinnen und Wähler auf neue Konzepte setzen, die das Alte mit dem Neuen verbinden, und damit die Möglichkeit nutzen, die Gemeinde „zukunftsfähig zu gestalten". Kommende Generationen gelte es, zu unterstützen, indem man Altbewährtes mit Neuem verbinde: „Es bringt nichts, beharrlich auf die Vergangenheit zu setzen, um damit die Zukunft zu gestalten", auch soll mit Nachbargemeinden besser kooperiert werden. Mitbewerber Karl-Otto Selzer ist ein „Becherbacher Bub“, der 56-Jährige Familienvater war 23 Jahre erster Vorsitzender des TuS Becherbach, ist heute dort Trainer, ASV Mitglied und in der Feuerwehr Gruppenführer im Range eines Brandmeisters. Er sprühte ebenfalls voller Ideen und Verbesserungsvorschläge, fordert mehr Unterstützung für Vereine. Diese seien gegenüber städtischen Vereinen klar benachteiligt. Ein Urnengrabfeld für den Friedhof soll her, das hintere Gelände am Brandweiher von der Gemeinde erworben und zu einem Freizeit- und Erholungsgelände gemacht werden, damit das Weiherfest nicht mehr auf der Straße stattfinden müsse. Ein großes Erntedankfest wie in Limbach oder Dorffeste schweben ihm vor. Selzer setzt sich für einen Grünschnitt-Lagerplatz und die Aufstellung eines Bauschuttcontainers ein, will Infrastruktur und Wohnqualität in der Gemeinde verbessern. Das „Wir-Gefühl“ gelte es unbedingt zu stärken, Sätze wie „Ich wohne ja nur in Becherbach" sollen der Vergangenheit angehören. Letzteres liegt auch Frank Schätzel am Herzen: „Alles geht rückwärts: Helfer fehlen in Vereinen, wodurch die Gemeinschaft leidet“. Höchste Priorität habe die Fertigstellung der Sanierung Gemeindehaus, die fast so viel koste, wie dessen Bau 1956. Er sitzt seit zehn Jahren im Gemeinderat, war in der vergangenen Legislaturperiode Erster Beigeordneter. Schätzel will keine großen Versprechen an die Becherbacher machen: "Man sieht ja erst nach der Wahl, welche Möglichkeiten gegeben sind". Der 39-Jährige ledige Landwirtschaftsmeister führt seit 1990 den elterlichen Hof. Er sei bereit, sich nach der Wahl mit seinen jetzigen Konkurrenten und allen Becherbachern zusammenzusetzen und er wünscht sich „mehr Initiative, mehr Engagement und Freiwilligkeit im Einsatz für die Gemeinde". Erklärtes Ziel aller dreier Kandidaten: Bürgermeister für alle Bürger zu sein. Bei den Kommunalwahlen 2004 traten ebenfalls Andreas Römer und Karl-Otto Selzer gegen Amtsinhaber Werner Barth an, der mit fast Zweidrittel-Mehrheit bestätigt wurde. Absolut die meisten Stimmen erhielt 2004 Frank Schätzel. Sein Vater Walter Schätzel (83) leitete 25 Jahre lang bis 1999, als Werner Barth übernahm, das Becherbacher Bürgermeisteramt. Nun werden die Karten neu gemischt: Karl-Otto Selzer, Andreas Römer und zuletzt Frank Schätzel warfen ihren Hut in den Ring. Wie Pokalspiele im Fußball schreiben auch Wahlen ihre ganz eigenen Storys. Das weiß auch der örtliche Wahlleiter Werner Barth und stellte sich in jedem Falle auf eine Stichwahl um den VG-Bürgermeister und vielleicht auch zu seinem Nachfolger im Ort 14 Tage später ein...
Bilder Nummer 1563-1564-1565- im Juli 2009 -- Fotograf: Lothar Nagel vom KVB Becherbach. Weiherfeste des KVB (Kultur-und Verschönerungsverein Becherbach) mit zwei eigenen Booten erfreuen sich größter Beliebtheit und sind seit Anfang der 1990-er Jahre im Ortsgeschehen nicht mehr wegzudenken. Das große Areal um die Weiher wird tiptop von Friedhelm Borger "in schuss" gehalten. Er war es auch, der den mediengerecht verkabelten Pfarrer Horst Grothe am letzten Juni-Wochenende 2009 im Tretboot mit Muskelkraft über den Weiher chauffierte, auch eine Kindtaufe stand wie schon öfters an gleicher Stätte an. Einmal mehr war die "OD" im Oberdorf gesperrt, Zelte und Verpflegungsstände, Kaffee und Kuchen lockte. "Astrein!" lobten Alt-OB Walter Schätzel und der amtierende Werner Barth und machten über 150 Gäste und Besucher aus. Mit dem Erlös soll eine Info-Wandertafel angeschafft werden, sagte Vorsitzender Manfred Schneider Weitere Infos: www.Becherbach.eu BECHERBACH. Freudetrunkener Siegestaumel- Mai 2009: Vor fast 200 begeisterten Zuschauern feierte die B-JSG Schmidthachenbach in der Kreisliga Birkenfeld auf dem Becherbacher Sportplatz mit einem verdienten 3:0 Sieg gegen den TuS Tiefenstein ihre Meisterschaft.
„Wir sind der Dorfverein“ steht auf den Trikots der Fans. Acht Becherbacher, zwei Otzweiler Buben, ein Schmidthachenbacher ein Bärenbacher und vier aus Heimweiler wollen auch als SG in der A-Jugend fest zusammenbleiben, das haben sie sich geschworen. Dem VfR Kirn haben die Jugendlichen schon vor der Meisterschaft eine klare Absage erteilt. Trainer Ottmar Venter hört auf, aber Roland Veek und Christian Selzer wollen in der neuen Saison die A-Junioren übernehmen. Endgültig Schluss dagegen und am Ende ist die SG Schmidthachenbach /Becherbach. Schmidthachenbach ist personell viel zu schwach, die Becherbacher wollen im Kreis Bad Kreuznach mit einer Ersten neu in die kommende Saison starten. Ungeachtet dessen kannte der Jubel bei Fans und Kickern auf dem Becherbacher Sportplatz keine Grenzen. Bis zum Schluss blieb es spannend. Maximilian Schneider gelang nach 15 Minuten das 1:0, aus der Pause kamen die Tiefensteiner gestärkt und boten bei einer klasse Partie Paroli. Der Becherbacher Michael Klein mit der Nummer 10 hämmerte kurz vor Schluss das Leder aus einer Spielertraube heraus unhaltbar für den sehr guten Tiefensteiner Torwart Jonas Lutz ein, Fabio Sutor markierte mit dem Abpfiff das 3:0. „Die Rückrunde war geprägt von größter Anspannung, die Jungs haben dem Druck standgehalten!“, freute sich Becherbachs Betreuer Erich Klein. Stets war der TuS Rhaunen als unmittelbarer Konkurrent ein Punkt voraus, erst beim direkten Aufeinandertreffen wurden jüngst mit einem Sieg klare Verhältnisse geschaffen. Und mit dem Sieg im Endspiel brachen alle Dämme, wurde vor einer begeisterten Zuschauerkulisse der Sack zugemacht; - der Ausgang des zeitgleichen Spiels TuS Rhaunen gegen die JSG Bergen interessierte niemanden mehr KLICKEN SIE LINKS LEUTE NEBENAN ODER WEITERE THEMEN UND ARCHIVSEITEN AN
Becherbacher Amtsgebäude wurde zur „Gut Stubb“ Jubiläums-Gala "3x11" geht erst 2010 ab - 2009 fällt aus! BECHERBACH. Um die Becherbacher Fasenacht ist niemand bang, aber 2009 fällt die große Jubiläumsgala „Drei mal Elf Jahre“ wegen Sanierungsarbeiten im Gemeindehaus aus. Wir lassen 2008 Revue passieren, als „Mania“-Tanzgruppen in allen Altersstufen und die starke Jugendgruppe Garanten echter Dorffasenacht par Exzellent waren: Erstmals begeisterten Kinder ab drei Jahren als großer „Flohzirkus“, als „Melody-Mania“ und bereicherten die 32. MGV- Kappensitzung 2008 auf Großwildjagd.
Deutschland sucht den Superstar, Dschungelcamp, Schönheitswahn oder Popcouch, „Boygroup oder Girlsfriend“; - Becherbachs Fasenacht stellt alles in den Schatten, sprüht vor Lokalkolorit, lebt von Mitmachen, ist optischer Hochgenuss, Hingucker und musikalischer Ohrenschmaus zugleich, gab Moderatorin Steffi Pieroth die Marschrichtung vor. Die Kleinsten waren die Größten, nachdem der MGV unter Thomas Setz die Bühne freigab: In tollen Kostümen versprühten die Kleinsten viel Esprit und Eimerweise Konfetti bei der diesjährigen „Dschungelfasenacht“. Viele Kinder wie Annabell Barth, die Zwillinge Lotta und Taina Hüsch, die Drillinge Fenia, Alessa und Stella Huck, Angelyz Convertier, Liv Zahn, Clara Grothe, Nina Baum, Joann Fisher, Ronja Pieroth aus Schmidthachenbach, Hannah Neu aus Otzweiler, Nele Stauch aus Heimweiler, Celine und Lisa Marie Haag vom Welschröther Hof sorgten für ein wahres Blitzlichtgewinner und Finale gleich zu Beginn. Gekonnt sang ein MGV- Quintett um Wolfgang Schneider, Erich Klein mit Gitarre, Rainer Hüsch am Piano, Andy Wöllstein und Andreas Huck nach dem Motto „Nimm doch alles net` so schwer- irgendwo kommt eine Lösung her“ nach eigenen Worten „humorvoller Blödsinn, voll gespickt mit Lebensweisheiten“. Frau sucht Bauer: Was Outfit, Mimik und Gestik betrifft, erntete die Jugendgruppe um Steffen Barth, Sebastian Müller, Patrick Klein, Tobias Böttcher, Torsten Borger und Denis Baus tosenden Applaus, sie nahmen das halbe Dorf auf die Schippe. Auch wenn bei den lokalen Kalamitäten manchmal der Faden verloren ging und sie auf Brautschau „mächtig in den Sack molken“, um in ihrem eigenen Wortjargon zu bleiben. Bevor es zum großen Tohuwabohu kam, dankte MGV- Chef Gerhard Barth Tausendsassa Diana Schneider für die Betreuung mehrerer Tanzgruppen mit sehenswerten Choreografien, gescheite Orden, das aufwändige Bühnenbild nebst prächtiger Kulisse sowie Steffi Pieroth, die zum zweiten Male als Hansdampf durchs bunte Programm führte. Mit dem Pegasusorden unserer Zeitung ehrte der MGV- Chef Karin Barth- Dröscher für jahrzehntelanges kulturelles Engagement. Barthe Buwe Manfred und Heiko nahmen in einer ganz starken Parodie das Nichtraucherschutzgesetz auf die Schippe und zündeten sich als Zigarette selbst an. Das roch nach Tatü-Tata: Klarer Fall für die Becherbacher Feuerwehr: In einem „Sketch der Alten“ glossierten die „Floriansbrüder“ das starke Für und Wider ihres „neuen, abgetakelten“ Feuerwehrautos als „olle Kamelle“ aus dem Kellenbachtal und deckten mit feinem Spott schonungslos die desolate Finanzmisere in Kirn- Lands Feuerwehrwesen auf. Zufriedenheit hört sich anders an, was wäre die Kommune ohne Ehrenamt und Fördervereine? „Barth G.“ fragte voller Ironie, ob man dafür noch dankbar sein sollte, weil das Auto doch niemand haben wollte. Nun habe man das Historische Unikum „mit stolzgeschwellter Brust genommen und will es als Zweitwagen für Fehlalarme einsetzen“, die Männer ernteten nach heftigem Streiten Beifallsstürme wie alle Tanzgruppen und das Männerballett. Rainer Hüsch sorgte für die Musik, auch Lena Gawletta und Lisa Gerhard reihten sich im Vorfeld beim Nachwuchs in die Proben- und Betreuerschar. ( 2008)
Frauenchor Otzweiler lud zum Benefizkonzert in eigener Sache
Bilder 648-649-650(2009): Nachweihnachtliches Konzert in der Kirche mit Gesang und Trompetenklang! BECHERBACH. Zu einem nachweihnachtlichen Konzert mit drei Themenkomplexen „Wir öffnen die Tür“, Wir gehen zur Krippe“ und „Wir folgen dem Staren“ hatte der Otzweiler Frauenchor in die Becherbacher Kirche und zum Anschluss zu Kaffee und Kuchen und zum geselligen Beisammensein in die Brücke eingeladen. Die Flötengruppe, der Flötenkreis und die Altflötengruppe sowie der Otzweiler Frauenchor unter Mechthild Mayer gestalteten das Programm, ebenso mit Trompeten das reaktivierte Otzweiler Musikcorps unter Leitung von Roland Neu sowie der Chor der Evangelischen Kirchengemeinde Becherbach, der von Kirsten Arnswald dirigiert wurde. „Nun verfließt die Traurigkeit, euer Stern ist aufgegangen!“, las Tanja Müller vom Otzweiler Frauenchor zum Schluss und spannte nach weihnachtlichen Klängen und beliebten Melodien schon den Bogen von der Krippe übers Kreuz bis zum Ostermorgen. Seine Feuertaufe an der Orgel, am „himmlischen“ Instrument, bestand Timo Zische mit Bravour. Wie eine Klammer würden der Heilige Abend und der Gedenktag Epiphanias am 6.Januar als das Fest der Erscheinung des Herren die Woche zwischen den Jahren und die erste Woche im neuen Jahr zusammen halten, dankte Pfarrer Horst Grothe allen Mitwirkenden. Epiphanias gilt als das Älteste Fest in der Kirche. Im Laufe der Jahrhunderte verlagerte sich bei uns der Schwerpunkt auf die Weisen aus dem Morgenland, früher galt der 6. Januar als Jahresbeginn und markierte das Ende des tiefen Winters. Der Erlös war ausschließlich für den Otzweiler Frauenchor bestimmt, damit „dieser Chor auch weiterhin noch lange bestehen bleiben möge“, war vielfach ausgesprochener Wunsch. Als das Otzweiler Dorfgemeinschaftshaus 1971 eingeweiht wurde, da sang erstmals der heute zwölf Stimmen zählende Frauenchor.
„Wer will fleißige Handwerker sehn?“, sangen die Becherbacher Kindergartenkinder, als Friedhelm Borger (Becherbach) und Marcus Kaucher aus Otzweiler direkt am Kindergarten die Stützmauer Richtung Sachsenhausen erneuerten. Marcus Kaucher hat einen Ein-Euro-Job über die VG Kirn- Land und packt fleißig mit an, Friedhelm Borger ist seit Jahren der sprichwörtliche „Zaun ums Haus“ und ein Mann für alle Fälle, immer da, wenn im Kindergarten Reparaturen oder in der Gemeinde Arbeiten ohne Bezahlung anstehen: „So zwei wie wir kann man überall gebrauchen!“, meinte augenzwinkernd der frühere Mitarbeiter von Kirn-Land. „Wir haben Arbeit ohne Ende!“, klagte Ortsbürgermeister Werner Barth und sprach den beiden ein dickes Lob aus. Mäharbeiten stehen an, in der „Tenne“ wurde gearbeitet und sanitäre Anlagen installiert und zu Jahresbeginn 2009 steht die Großsanierung Gemeindehaus an. Zu allem Überfluss musste Barth vor Jahresfrist den gemeindeeigenen Spielplatz am Kindergarten schließen. Grund: Das Holz der Spielgeräte im Boden war morsch, der Spielplatz „verworfen“, Barth und dem Gemeinderat war das Risiko, dass etwas passiert, zu groß! Mittlerweile wurde der gut frequentierte Spielplatz mit der RWE-Aktion „Mitarbeiter vor Ort" eingeweiht, freute sich Werner Barth. Übrigens: Die Becherbacher KiGa- Kinder sangen "ihrem" Friedhelm Borger im Oberdorf zum Geburtstag im Dezember 2008 ein Ständchen.....
Fröhliches Musizieren und gemeinsames Vorspielen von drei Flötengruppen und dem Flötenkreis sowie solistische Beiträge der Musikschüler von Mechthild Mayer waren in der evangelischen Kirche in Becherbach am Sonntag zu hören. Wegen Studium vorerst verabschiedet aus diesem Kreis wurde Katharina Büttner, die eine Kostprobe ihres Könnens mit einem Präludium in D-Dur von J.S. Bach auf der Orgel gab. Wie ein Werk in B-Dur des großen Meisters dagegen klingt, präsentierte Benedikt Huck aus Heimweiler: „Das ist wie wenn bei einer Olympiade einer Dauerlauf macht“, erläuterte Mechthild Mayer zeitliche Dimensionen der Notenlehre. Und wenn man ständig hinterher spielt und sich nicht einholt, dies nennt man einen Canon, auch das wussten die Kinder natürlich. Bei Paul Gerhardts Lied „Geh aus mein Herz“ saß David Gehres an der Orgel und Clara Grothe bediente den Zimbelstern. Weitere gemeinsam gesungene Lieder waren „Kuckuck, rufts aus dem Wald“, „Miau“ oder „Komm, Herr, segne uns“, zudem wurden zahlreiche beliebte Stücke wie „Bella Bimba“, „Polly wolly doodle“ oder Altniederländische Tänze und Schottische Volksweisen gespielt, kamen Menuette, Balladen, Praeludien oder unterschiedlich schnelle und verschiedene Stücke (Andante, Allegro oder Polka und Trio) von Anton Diabelli oder Frederike Chopins Regentropfen Prélude zu Gehör. Ihren ersten Auftritt hatte die seit Januar probende Flötengruppe 1 und meisterte ihren Part vor dem begeisterten Publikum mit Bravour. Der Obolus war für die kirchenmusikalische Arbeit in der Gemeinde, anschließend war in der Brücke zum kostenlosen Kaffeetrinken eingeladen. DORFLADEN wartet aufs Christkind - Weihnachtsgeschäft soll Kassen klingen lassen!
BECHERBACH. November ´08. Die Mitgliederzahl des Becherbacher Dorfladens „WiV“ ist im vergangenen Jahr auf 57 gestiegen, trotzdem kamen „nur“ 18 zur Jahreshauptversammlung in den kleinen Gemeindesaal. Erster Vorsitzender und Ortsbürgermeister Werner Barth äußerte sich sehr enttäuscht über das Interesse an dieser Info-Veranstaltung. Die Bilanz 2007 weist einen leicht rückläufigen Umsatz mit Verlustabschluss aus. Zweiter Vorsitzender Udo Barth informierte über den Abschluss und trug die Gewinn-und Verlustrechnung vor. „Steigende Kosten, zurückgehende Margen und ein eher stagnierender Umsatz führten zum Fehlkapital im letzten Jahr“, sagte Udo Barth. Von Anfang an beliefert die Kallenfelser Bäckerei Wolfgang Friedrichs und der Siener Metzger Kunibert Stenkamp den Laden, rund 250 Frischwaren und ein Trockensortiment mit über 1100 Artikeln sind gelistet. Jahrelang lag der Umsatz kontinuierlich um die 250.000 Euro. Vor einem Jahr wurde groß der 10.Geburtstag gefeiert und es gab es sogar in früheren Zeiten eine kleine „Dividende“ in Form eines Einkaufsgutscheines. Vorsitzender Werner Barth erläuterte die Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr: „Wir bauen auf ein gutes Weihnachtsgeschäft und dann haben wir den 2007-er Umsatzrückgang wieder wettgemacht“, hofft er. „Der Konkurrenzdruck in der Lebensmittelbranche wird zunehmend schwieriger. Garantie gibt`s keine und für nichts!“. Sein größter Wunsch sei nach wie vor, den Dorfladen zu erhalten, sagte er uns im Gespräch.
Trabitreffen genießt Kultstatus - Nostalgie pur
BECHERBACH. Das dritte Trabitreffen auf dem Becherbacher Sportplatz war bestens besucht und sorgte für „Ostalgie“-pur. Aber nicht nur Ossiwitze über Planwirtschaft und „Plastebomber“ trieben auf dem Becherbacher Sportplatz das ausgelassene Stimmungsbarometer humorvoll in die Höhe: Auch „Wessi-Oldtimer“ wie etwa ein 1957-er Lloyd von Paul Schneider aus Sien-Hoppstädten, Hartmut Schwandts Schätzchen Opel Olympia oder Piaggio Roller mit Beiwagen und unverwüstliche VW-Busse reihten sich in die Parade ein. Aufgemotzte Raritäten wie etwa das knallgelbe Trike des Becherbacher Lothar Nagel mit viel extravagantem Zubehör waren Blickfang und zogen die Besucher zum Fachsimpeln magisch an. Organisator Florian Regitz verbrachte die Nacht in dem aufgebauten Dachzelt auf seinem Trabant 501 mit Original-Kennzeichen (YV-49-84) am Sportplatz und gewährte dem illusteren Publikum Einblick in sein nicht alltägliches Schlafgemach in luftiger Höhe. Die DDR-Fahne mit Hammer und Zirkel wehte neben dem FDJ-Banner im Wind, die gut drei Dutzend angereisten Nostalgiker wurden beim dritten Treffen von der IFA-Clique (Industrieverband für Fahrzeugbau der DDR) „Blaue Wolke Becherbach“ freudig begrüßt und eingewiesen. Es gab viel zu sehen und kaum angekommen, war auch bei stilechter Musik schon die Motorhaube offen: Gepflegte und majestätische Wartburg`s als Limousine oder Kombi, jene Deviseneinbringende und verchromten Vorzeigemodelle aus dem einstigen Volkseigenen Betrieb (VEB) Eisenach stehen nach wie vor ganz hoch im Kurs. In Neunkirchen trafen sich die IFA-Freunde Saar-Pfalz und kamen im Konvoi mit elf Raritäten und allen möglichen Kennzeichen von Pirmasens über St. Ingbert, Homburg, Merzig oder Saarlouis. Viele Mainzer waren da, auch Freunde von der Loreley. Liebevoll gepflegte Details waren überall sichtbar, in Ehren gehalten und präsentiert. Banner und Embleme, Sticker, Kameras, Uniforme oder „VoPo“-Mützen sowie Hunde mit Wackelköpfen oder die stilechte Klopapierrolle auf der Hutablage mit handgehäkeltem Überzug durften wie die Blumenvase natürlich nicht fehlen. „Ich hätte nicht gedacht, dass hier soviel los ist!“, war Norbert Fey aus Hennweiler mit seinem Motorrad aus dem Maschinenbau Zschoppau (MZ) mit Gespann-Lastenboot samt seiner treuen Seele, Hund Woody, überrascht. Mit viel Geknatter und Getöse und den „Blauen Wolken“ aus dem Zwei- oder Viertaktgemisch ging es am Nachmittag zur gemächlichen Ausfahrt über die Dörfer.
Die Becherbacher feierten vier Tage lang in der „Tenne“ ihre Kirmes: „Wir können zufrieden sein, von rückläufigen Besucherzahlen keine Spur“, freute sich der Sprecher der Vereinsgemeinschaft, Gerhard Barth, der seit 1973 zum 35. Male die Kerb organisiert. 1949 fand nach dem Krieg an gleicher Stelle auf „Schlarbe Platz`“ im damaligen Dreschschuppen die Kerb statt, wusste Alt-OB Walter Schätzel. Zwischenzeitlich wurde an der Alten Schule auf Sachsenhausen gefeiert, seit 13 Jahren ist der umgebaute Dreschschuppen, die „Tenne“, Domizil der Kerb. Hier waren auch Fliegerkarussell, Schießbude und Süßwarenstände aufgebaut. Über 300 zahlende Gäste kamen am Freitag zum absoluten "Auftaktkracher" zur sechsköpfigen Partyband „LTP“ (Long Tall Peter and the Shakers), die mit aktuellen Hits aus den Charts ebenso ihr Publikum begeisterten, wie mit Oldies von den Queens oder Pink Floyd. Damit habe man einen „Glücksgriff“ gelandet, waren sich die Becherbacher sicher und verpflichteten die Musiker um Bandleader Peter Krebs, Frontmann Frank Voigt oder Gitarrist Kai Schatto erneut. Am Samstag und zum Frühschoppen am Sonntagmorgen spielten ebenfalls erstmals „Die Filsbacher“ um Stefan Persch. Viel Jugend feierte ausgelassen auf Bänken und Tischen. Rainer Hüsch spielte anschließend und die Landfrauen sorgten für ein attraktives Kuchenbufett. Gut zwei Dutzend der Landfrauen ließen es sich am Montagmittag in der Tenne gut gehen, als sie zum Kaffeeklatsch und „Platten putzen“ einluden, am Abend sorgten zum Kehraus die Lauschieder „Besembinner“ noch einmal so richtig für Stimmung und animierten zum Tanz.
Das Gemeindehaus wurde beim 2.Becherbacher Spieltag der über 110 Mitglieder starken Jugendgruppe zu einem wahren Spielparadies für Groß und Klein. Dabei wurde deutlich: Familien und Gesellschaftsspiele konnten sich trotz TV, Computer und Internet behaupten, und haben an ihrer Faszination nichts eingebüßt.
Mitmachen und Mitspielen war angesagt: Die Ausrichter prägten als Motto: „Keine Spiele-Messe, sondern Spielmitmachmesse“. Oft saßen vier Generationen an den Tischen zusammen, nicht nur beim „Mensch-Ärgere-Dich-nicht“- Marathon am Nachmittag, wo 24 Teilnehmer das von der Fachwelt hoch gelobte und brandaktuelle Spiel des Jahres 2007, „Zooloretto“, ein tierisch gutes Legespiel für zwei bis fünf Zoodirektoren ab acht Jahren als Hauptpreis ausspielten. Groß und Klein, Jung und Alt schmökerte in monatlich erscheinenden Fachzeitschriften, Spielanleitungen, Regelbüchern und erklärten den Kindern Sinn und Zweck. Ausrichter war der knapp 40 Mitglieder starke Förderverein der Jugendgruppe um Achim Engel, der auf der Bühne Strategiespiele, so genannte „Tabletop“- Spiele mit Heerscharen von einzeln angemalten Miniaturfiguren in einem genauen Abstand aufbaute. Diese martialisch anmutenden Spielfiguren, meist aus dem Angelsächsischen (englischen) Raum werden (im Zollabstand) genau mit System positioniert und dieses drum herum zog die Kinder magisch an. Diese machten sich Schlau: „Kann man die nicht aufstellen wie man will?“, „Warum müssen Helden, Musiker und Standartenträger immer ganz nach vorne?“ und „Warum müssen Maschinisten an die Kanonen?“. Achim Engel war zufrieden: „So soll es sein, die Kinder müssen einem ein Loch in den Bauch fragen!“. Für Wissensquize war Dirk Müller zuständig, Mittelalterliche- und Strategiespiele betreute Vorsitzender Steffen Barth, das Mensch Ärgere Dich Nicht-Turnier war bei Klaus-Dieter Tandler in guten Händen. Erstmals betreute Markus Scheich über 20 Spiele für die Vorschulkinder, sogar Einjährige konnten mitspielen. Teilnehmer erhielten eine Urkunde, wurden zum Feuerwehrmann, zum König oder Burgherr erklärt. Spieltische waren vorbereitet, Tamara Dahlke und Diana Schneider sorgten mit großformatigen Symbolen, Figuren, Hütchen und Würfel, für eine einladende Optik und Dekoration im Gemeindesaal. Über 500 Spiele besitzt die Becherbacher Jugendgruppe. 300 waren aufgebaut, darunter zumeist pädagogisch sehr wertvolle und prämierte „Spiele des Jahres“ lückenlos aus drei Jahrzehnten seit Einführung 1979 sowie die Kinderspiele des Jahres ab 2001. Mit einem mehrtägigen Spielmarathon schafften es die Becherbacher Jugendlichen vor Jahren fast ins Guinness-Buch der Rekorde. Nur weil die Aufnahmeregeln geändert wurden, klappte dies nicht, der Erlös von mehreren Tausend Euro aus diesem Spektakel wurde jedoch wohltätigen Zwecken gespendet. „Wir freuen uns, dass wir so großen Zuspruch haben, Generationen von Eltern und Kinder begeistert sind“, sagte Frederik Fisher vom Vorstand und daher wird der Spieltag auch künftig das kulturelle Dorfgeschehen bereichern.
Ki-Ga- "Regenbogen" feierte 30. Geburtstag - Buntes Programm - Starker Förderverein!
BECHERBACH. (Juni 2008) Der Becherbacher Kindergarten „Regenbogen“ feierte mit großem Programm und kleinen Stars in der Manege sein 30-jähriges Jubiläum und machte seinem Namen alle Ehre. Sandkasten, Schaukeln und Spielgeräte waren dicht umlagert, die große Wiese hinter dem Becherbacher Kindergarten „Regenbogen“ verwandelte sich erneut zu einer großen Zirkusmanege mit allen möglichen Tieren, Artisten, Clowns und Akrobaten. Anlässlich des 30. Geburtstages war das ganze Gelände mit Bändern und Luftballons geschmückt, ein buntes Rahmenprogramm und eine große Tombola waren vom KiGa-Team um Maria Görner und dem sehr starken Förderverein um Vorsitzende Beate Jakoby (Heimweiler) vorbereitet. Dutzende Kuchen lockten in die Cafeteria und luden zum Verweilen ein. Diana Schneider und Steffi Pieroth hatten mit drei Schulkindern, "Ehemaligen" und den Kindergartenkindern einen sehenswerten Dschungeltanz einstudiert. Just vor der Aufführung setzte Regen und Gewitter ein. Erst später tanzten die „Melodie-Mania“-Kinder unter den großen Linden und Platanen vor dem Kindergarten. Die Zuschauerreihen waren dicht gesäumt und die Kinder hatten ihre Pläsier. Zwischenzeitlich wurde der Auftritt des Kinderliederautors Wolfgang Hering als Hauptprogrammpunkt in den Gemeindesaal verlegt und dank fleißiger Hände die Musikanlage dorthin transportiert. Auch hier war das Gemeindehaus voll besetzt, in Altersgruppen und –klassen durften die Kinder auf die Bühne und sich am Geschehen und den Mitmachliedern beteiligen. Alt-Ortsbürgermeister Walter Schätzel konnte sich noch gut an den Start des Kinderhorts in der 1910 erbauten Alten Schule neben dem Wasserschutzgebiet „Auf Sachsenhausen“ erinnern. Zwei Jahrzehnte zeichnete er verantwortlich. Von 1972 bis 1977 stand das Schulhaus leer. Die Bürgermeister der vier Zuordnungsgemeinden aus Otzweiler, Heimweiler, Limbach und Becherbach setzten sich mit der VG Kirn-Land zusammen und eröffneten am 2. Januar 1978 einen eingruppigen Ganztagskindergarten. Anfänglich warf der Hort für nur eine Gruppe „im Haushaltsetat ein sattes Minus ab“, so Walter Schätzel und es wurde nachgebessert. Erste Leiterinnen waren Petra Nisius und Christel Gebert. Diese Anfänge ließ auch Bürgermeister Werner Barth in einem Grußwort Revue passieren und dankte dem sehr starken Kindergarten-Förderverein, dem Elternbeirat, dem Kindergartenpersonal, freiwilligen Helfern und namentlich Friedhelm Borger. 1992 wurde ein fehlender Gymnastikraum angebaut und dieser Raum mit Sondergenehmigung als dritte Gruppe genutzt, im Gemeindehaus bis ins Jahr 2000 ein Ersatzgymnastikraum etabliert. Danach ging die Kinderzahl zurück. Mit Sondergenehmigung werden seitdem zwei Gruppen betreut. 2008 läuft ein Antrag auf Ganztagsbetreuung und "auch die Betreuung von zwei- oder einjährigen Kindern muss künftig im Rahmen der räumlichen Möglichkeiten ins Auge gefasst werden“, so Werner Barth.
Weiter mit von der Partie: Der Meisterchor aus Fohren-Linden unter Dirigent Gerd Sackenheim, der Grub´sche Männergesangverein 1843 Idar-Oberstein und die Sängervereinigung Nahbollenbach, beide unter dem begleitenden Pianisten und Solisten, Chordirektor Peter Nerschbach. Beim MGV Becherbach werden im 145. Jahr seines Bestehens schon jetzt die Weichen für das große Jubiläum 2013 gestellt, freier Gesang ohne Noten, Kontinuität im Vorstand und Geselligkeitspflege sind angesagt. Mit „Were you there“ von Rudolf Desch und dem afrikanischen „Uyingcwele baba“ von Lorenz Maierhofer eröffnete der Gastgeber den Melodienreigen. Als Premiere wurde das Stück „Swinging Anna Magdalena“ ein ursprüngliches Menuett mit so genannten „Scat“-Silben, das textlich ausschließlich aus „Dubadubadu“ bestand und trotz hoher Schwierigkeitsgrade vom MGV Becherbach gemeistert wurde. Schön gesungene Duette mit Soubrettengesang und solistische Einlagen waren oft zu hören, das Repertoire sehr ausgewogen. Mehrere Nerschbach-Sätze „Vater unser“ oder „Träume sind stärker“ kamen zu Gehör. Hochmodern und mit träumerischen Sequenzen war schon im ersten Teil das schwungvolle und eher selten gehörte Lied „Weit weit weg“ von Hubert von Goissen gefeierte Zugabe des Gemischten Meisterchores aus Fohren-Linden, der seinem vorauseilenden Ruf alle Ehre machte. Bei „The Rose“ und den Spirituals „Shenandoah“ oder Elijah Rock“ in piano-klangfarben hörte man sprichwörtlich die berühmte Nadel fallen, „The drunken sailor“ wurde beschwingt-heiter und mit „Hicks“, einem leicht angedeuteten Schwipps, tadellos vorgetragen. Obwohl die Mannen des MGV Becherbach unter Dirigent Thomas Setz überwiegend bei Stimmungs-und Trinkliedern wie „Du mein Schnäpslein“ oder „Humulus Lupulus“ (Hopfen zu Malz: Gott erhalt´s) von Hans Heun Bravo- und Zugaberufe einheimsten und spontan dieser Aufforderung nachkamen, bekannte deren Vorsitzender Gerhard Barth bei der obligatorischen Dankescour an die Gäste freimütig: „Ohne eine sportliche Bewertung vornehmen zu wollen: Aber wir kamen trotz Heimrecht auf eigenem Terrain unter vier Chören nicht aufs Siegertreppchen und in die Medaillenränge. Ihr ward einfach klasse!“....
Silberne Jubilare in Becherbach: Zum Einzug der Silbernen Jubilare 2006 in der Becherbacher Kirche erklang Bläsermusik, der Kirchenchor unter Mechthild Mayer sang, und auch sonst waren die Tische im Kirchgarten bei strahlendem Sonnenschein festlich gedeckt. Sowohl Pfarrer Horst Grothe wie auch sein Vorgänger Friedrich Mayer, dessen Tochter Heilswint zu den Jubilaren zählte, predigten beide von der Kanzel und gestalteten die Feierstunde mit. Jörg Baus, Tobias Bingold, Heilswint Hausmann, Frank Huck, Elke Huck, Claudia Müller, Guido Kleyer, Gerold Lang, Heiko Paulus, Petra Schmidt, Arnd Weichel, Ingo Weinz, Annette Wöllstein und Anja Würze wurden vor 25 Jahren konfirmiert und natürlich erinnerte nicht nur das Konfirmandenlied Nr.170 von 1982, sondern weitere viele schöne Anekdoten an die Jugendzeit zurück. Bildnummer 1104-1105-1106 -2007
Schwenkbrunnen und Taubenschlag-Attraktion macht viel Wirbel! Mit
dem Kanalbau durch die Gärten entlang des Großbaches am Gasser Weg ist
Becherbach zweifellos um die Attraktion eines riesigen „Schwenkbrunnens“
reicher geworden: „Einmalig aufgrund seiner Größe“, meinen
jedenfalls Anwohner und treffen sich „Im Rödel“
beim Plausch über den Gartenzaun.
Johann Ams türmte 1979 „schwarz“ über mehrere Grenzen, er stammt aus einem fruchtbaren Dreiländereck, dem östlichsten rumänischen Gebiet Banat rund um Temeschburg nördlich dem jugoslawischen Novisad und Belgrad und südlich dem ungarischen Szeged. „Ich bin doch Deutscher, Banater-Schwoab`“, schmunzelt der 68-jährige, gelernte Maschinen- und Bauschlosser, der einst in Heimweiler bei der Firma Horst Rothenberger und später in Simmertal arbeitete. Gemeinsam mit Tochter und Schwiegersohn baute er in Becherbach und wurde hier sesshaft: „Ein himmliches Fleckchen Erde“ habe er hier vorgefunden, ein wahres Kleinod mit allem möglichen Getier, auf einer kleinen Farm mit großem Garten: „Hans Ams Kleintierfarm“ haben ihm Freunde symbolhaft wie bei der TV- bekannten Shiloh-Ranch ein großes, hölzernes Einfahrtsschild gezimmert. Becherbacher Pflegen seit Jahrzehnten gute Kontakte in Richtung Balkan, Fußballspiele gab es und in jüngerer Vergangenheit ist eine Busfahrt jährliches „Highlight“. In direkter Nachbarschaft zu Hans Ams hält der Becherbacher Unternehmer Edwin Stein auf gut einem Hektar Terrain zwischen den Gärten und der L 182 Kamerun- Schafe. Und als bei den jüngsten Bauarbeiten vom Regenüberlaufbecken in die Ortslage Grundwasser sprudelte, war es für Hans Ams ein leichtes, solch einen großen „Schwenkbrunnen“ zu errichten. Grundwasser sickert durch artesischen Auftrieb in 70 Zentimeter breite und zwei Meter tiefe Betonrohre. Eine im Durchmesser 40 cm dicke Eiche mit einer starken Astgabel in gut acht Meter Höhe wurde in die Erde gerammt, auf der, sozusagen als Pendel, ein weiterer langer Stamm aufliegt: „Ist massive Deutsche Eiche, hält fast für die Ewigkeit, 50 Jahre mindestens!“, sagt Hans Ams schmunzelnd und mit rumänischem Akzent. Der Ledereimer als passendes Accessoire wurde sogar im Internet gesucht und gesteigert. Ein besonderer Blickfang ist der neue Taubenschlag in luftiger Höhe. „Jeder wollte bei uns immer einen Taubenschlag haben, das hat Tradition, und je höher, desto besser“, sinniert er zu seinen Ambitionen. Fünf solcher Brunnen hat Hans Ams schon auf dem Balkan gebaut, auf dieses Werk in Becherbach ist er besonders stolz und betont den hohen Symbolcharakter. Jedes Bauernhaus, Schaf- oder Pferdezüchter hatte in Ungarn oder Rumänien einen eigenen Brunnen. Natürlich ist das weitläufige Areal mit einem Tellerteich schon mit Grassamen eingesät, das Areal wird sicherheitshalber für den Auslauf der Kamerunschafe noch eingezäunt. Wer aber Johann Ams und Edwin Stein kennen, wissen, dass dort alle Türen sperrangelweit offen stehen.....
2002 wird Pfarrer Horst Grothe in Becherbach herzlich willkommen geheißen
Starke Jugendgruppe will ins Guinness-Buch - 2.600 € gespendet !
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