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"GIK" Gewerbeinitiative Kirner Land startet nach Neuwahl durch

KIRN. Neuwahlen, Rückblick und Ausblick standen bei der Mitgliederversammlung der Gewerbeinitiative Kirner Land „GiK“ im Braustübchen der Kirner Privatbrauerei auf der Tagesordnung. Am 7. März 2006 mit 74 Betrieben gegründet, zählt heute die „GiK“ konstant 87 Mitgliedsfirmen. Die Hälfte kommt aus Kirn, ein Drittel aus Kirn-Land: Bauen, Dienstleistung und Handel sind dominant. Man sei bei null gestartet und habe viel erreicht, resümierte der erste Vorsitzende Rolf Lagrange, zudem habe man gut gewirtschaftet und gebe selbst jährlich über 4000 Euro für Marketing aus. Brüderle, Bauckhage und Bullermann, alle seien schon bei der „GiK“ in Kirn zu Gast gewesen. „Wir brauchen junge und gute Leute in der Ausbildung“, rief  Rolf Lagrange aus, es werde immer schwieriger, Auszubildende im gewerblichen Bereich zu finden. Daher soll das bewährte Konzept „Erfolgreich bewerben“ in der Hauptschule fortgeführt werden. Unternehmen zusammenzuführen, überregional präsent zu sein, den Wirtschaftsraum behaupten und attraktiver zu gestalten, sowie die gute „Verzahnung“ zwischen Kommunen und Privatwirtschaft seien nach wie vor hehre Ziele, so Lagrange. Am 10. Oktober 2010 steht die dritte Gewerbeschau in Folge auf dem Parkplatz Amthofstraße in Zusammenarbeit mit dem Kunsthandwerker- und Bauernmarkt der Stadt und verkaufsoffenen Geschäften auf der Agenda. Hier gelte es, an Vorjahreserfolge anzuknüpfen. Noch sind Standplätze frei. Die Kapazität im Zelt wurde erneut erhöht, so dass nun 37 Aussteller im Zelt mit Holzboden Platz finden werden.

Geheime Wahl wurde beantragt: Vorsitzender Rolf Lagrange erhielt bei zwei Enthaltungen 24 Jastimmen. Neuer Stellvertreter ist Manfred Kuhn, Werner Nau wurde ebenfalls mit weit über 90 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. Arndt von der Burg, Cornelia Dhonau, Peter Dietz, Joachim Fey, Marcel Römer, Gabriele Theis und Tanja Wellstein heißen die sieben Beisitzer. Willi Heipp und Helmut Hein sind Kassenprüfer. 

2633: Der neue Vorstand mit Vorsitzenden Rolf-Uwe Langrange, mitte hinten 

Der neue Vorstand: Siehe oben!

Bild 2634: Fritz Wagner, Rolf-Uwe Lagrange und VG-OB Werner Müller

Ausblick: Was ist geplant? Was hat „GiK“ vor?

>> Alle bisherigen Projekte werden fortgeführt und intensiviert. Besonders mit der starken Regionalinitiative „Milder Westen“ und deren 270 Mitgliedern zwischen Birkenfeld und Mainz soll eine erfolgreiche Zusammenarbeit weiter forciert werden.

>> Eine „GiK“-Box soll kommen. Hier stand die Soo-Nahe-Beziehungskiste Pate. Die Box soll besondere „Schätze“ und attraktive Angebote der Mitgliedsfirmen enthalten, und bei offiziellen Anlässen, bei Hochzeiten und Jubiläen eingesetzt werden.

>>Auf Schloß Dhaun soll es 2011 ein gemeinsames Sommerfest geben.

>>Stichwort Beratungsangebot: Weil viele Neugründungen von Unternehmern scheitern, soll hier ganz speziell das Beratungsangebot mit steuerlichen Tipps, Analysen und Know-how-Beratung samt  Business-Plan unter dem Motto „Aus der Praxis- für die Praxis“ erweitert werden. 

>>Ein Präsentations- und Versammlungsraum der „GiK“ soll es auf Schloss Wartenstein geben. In Eigenleistung werde zeitlich über Jahre hinweg schrittweise ein Tagungsraum in Kooperation mit der VG-Kirn-Land umgesetzt.

Nach der Wahl wurde eine 3 D-Visualisierung der geplanten B 41 Ortsumgehung Hochstetten-Dhaun präsentiert, erste geschätzte Kosten 16.8 Millionen Euro: Baubeginn, geplant 2011. Im Anschluss informierten die beiden Bürgermeister Fritz Wagner und Werner Müller über den Sachstand Fusion und sprachen sich in schärfster Form erstmals öffentlich gegen das Verhalten der Kirner Realschule aus, die den Schulstandort Kirn insgesamt gefährde. „Die Realschule in Kirn ist Auslaufmodell und bereitet größte Sorge“, sagten beide. 



"KIRNER Radler" ist neu

Im Sudhaus der Kirner Privatbrauerei wurde gemeinsam mit dem Getränkehersteller Schwollener Sprudel das neueste Produkt „KIRNER Radler“ vorgestellt: „Die Mannschaft ist komplett“, strahlte Geschäftsführer Peter Dietz im Beisein von Firmenchef Eberhard Andres. Es ist die elfte Bierspezialität aus der Privatbrauerei als einmaliges Gemeinschaftsprodukt zweier starker Partner „aus der Region- für die Region“. Diese Zusammenarbeit der Brauerei mit Schwollener Sprudel sei etwas Einzigartiges in der deutschen Braubranche, sagte Peter Dietz. Ab Montag ist Verkaufsstart des neuen Biermischgetränkes.

 2441: Andreas Reichardt, Peter Dietz, Friedrich Wilhelm und Ulrich Lamberth

Bild 2442: Ob Michael Schuf einmal "KIRNER Radler"-`Fan werden wird?

Bild 2443: Die Kirner Privatbrauerei braute erstmals 1798. Heute gibt's dies

  18. Juni 2010: Beide Unternehmen erzielten ihren Hauptumsatz in der Region und sicherten hier Arbeitsplätze. Zwei ganz starke und regional tief verwurzelte Unternehmen hätten Kernkompetenzen gebündelt und gemeinsam dieses neue und am Markt fehlende Produkt ganz gezielt kreiert, erklärte Marketingstratege Friedrich Wilhelm: „Jeder hat das beigesteuert, was er am besten kann“, sagte er.  Beim „KIRNER Radler“ handelt es sich um das nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraute Vollbier Kirner pur, das filtriert wurde, und mit dem original zuckergesüßten Schwollener Zitronenlimonade zum neuen, erfrischenden Biermischgetränk mit einem Alkoholgehalt von 2,4 Volumenprozent wird. Verkaufsstart und Markteinführung ist am kommenden Montag, Zeitungs- und Plakatanzeigen sollen helfen, das neue Mixgetränk optimal am heimischen Markt zu etablieren. Schon an diesem Sonntag wird der neue Radler in manchen Stationen anlässlich des Nahe-Raderlebnis-Tages, beispielsweise auf der Kirner Schülerkiesel und am Bad Sobernheimer Barfußpfad, erhältlich sein. Ganz wichtig: Es bleibt beim berühmten und geschützten Logo „KIRNER- Das Gesicht in der Menge“. Erhältlich ist „KIRNER Radler“ in den Gebinden 0,33 Stubbi- Flaschen sowie in der 0,5 „NRW“- Flasche. Lange habe man betriebsintern damit „gekämpft“, etwas anderes als Pils in die Stubbi- Fläschchen abzufüllen. Aber die Marketingstrategen sahen diese „Steinie“- Flaschen als Vereins- und Kundenfreundlich und ideale Ergänzung in der bestehenden Produktpalette an. Zudem sei die Etikettengestaltung und der bedruckte Kronkorken in zitronengelb überaus gelungen. Die Kirner Brauerei als traditionsreiches Familienunternehmen beschäftigt rund 60 Mitarbeiter und sieht nach Angaben der Geschäftsleitung der Zukunft optimistisch entgegen: In einem zunehmend globalen Wettbewerbsumfeld sei man gut gerüstet und gut aufgestellt. Gerade erst wurde mit dem Bundesligisten FSV Mainz 05 in der Coface-Arena der Vertrag um zehn Jahre verlängert. Das 1929 gegründete Unternehmen Schwollener Sprudel in Schwollen beschäftigt derzeit 90 Mitarbeiter. Der geschäftsführende Gesellschafter Frühauf hat einst in der Kirner Brauerei gelernt. Die „Chemie“ stimmt also, und das wurde bei der Präsentation des „KIRNER Radlers“ deutlich. Jährlich werden in Schwollen rund 100 Millionen Flaschen abgefüllt, die Produktpalette umfasst mehr als 80 Artikel vom Fruchtsaft-Schorlen über Brausen bis hin zu Szene-Getränken wie dem Energizer „Sonic“.



Holzhauser Team- ....und läuft, und läuft, und läuft.... 

KIRN-LAND. „Ja wo laufen sie denn? Ja wo laufen sie denn hin?!“- frei nach Loriots genialem Sketch weiß das Laufteam Holzhauser seit über fünf Jahren, wohin sie laufen und wofür sie die Laufschuhe schnüren: Um sich fit und geistig rege zu halten, um Land und Leute kennen zu lernen, und, nicht zuletzt, um die Geselligkeit zu pflegen. Eine lustige und nette Clique sind sie geblieben.   

Bild 2438: Den Präsi auf dem Arm...

NR 2439: ..Dieter Baumann ebenfalls!

Bild 2440: Laufen geht aber auch!

   Zeit für einem Rückblick: Angefangen haben die „Road-Runner“ mit elf LäuferInnen am 14. Mai 2005 beim knapp zehn Kilometer Mitternachtslauf in Kröv an der Mosel im Team „…just for Fun“. Die eingestaubten Fußballtrikots der ehemaligen Firmenkicker „Holzhauser“ dienten anfangs quasi als einheitliches Outfit und Namensgeber. Seit Jahren ist das Team beim Brotpfenniglauf nicht mehr wegzudenken, auch wenn ihre „froschgrün und giftgelben Shirts“ oft für Gesprächsstoff sorgten, der Zweck heiligt die Mittel und der Erfolg gibt ihnen Recht: „Manch einsame, hinterherhinkende Laufschnecke hat sich bis heute zu einer echten Speedy-Maus entwickelt“, schmunzelt Annette Wöllstein aus Heimweiler. Mindestens einmal im Monat geht’s zum Trainingslauf. Jeder aus dem Team kann dann in seinem Ort der ganzen Clique die schönste Laufstrecke präsentieren, natürlich mit Fingerfood- Snacks oder Grillfest danach. In jedem Fall darf die Geselligkeit nicht zu kurz kommen, und so haben die Lauffreunde schon die Region um Fischbach und Georg-Weierbach bis nach Hammerstein, das ganze Kirner-Land bis ins kleine und beschauliche Otzweiler in Gottesfreier Natur „erlaufen“. Zum festen Holzhauser-Stammlaufteam zählen Gudrun und Marc Bergmann, Bärbel und Werner Berwian, Dagmar und Günter Hinkelmann, Monika Hoffmann, Andrea Lapus, Achim Flohr, Thomas Ruppenthal, Annette Wöllstein, Kerstin und Harry Zahn sowie Erwin Holzhauser und Heike Kartarius-Holzhauser, letztere hält organisatorisch „den Laden“ zusammen. Mittlerweile tragen die Damen Shirts mit ihrem Namen. Mit den  „ollen“ Fußballtrikots werden willkommene Gastläufer/Innen eingekleidet. Sie sind beim Mitternachtslauf in Kröv, beim Brotpfenniglauf der Bäcker-Innung entlang der Nahe oder beim Silvesterlauf in Waldböckelheim gerne willkommen.

BEACHTLICHE LEISTUNGEN: Werner Berwian wurde vom anfeuernden Zuschauer zum Laufanfänger. Gudrun Bergmann und Monika Hoffmann sind Marathonläuferinnen, die in Hamburg, in St. Ingbert, beim Mittelrhein-Marathon oder Berlin (4:25 Std.) die Fahne der Region hoch halten. Letztere ging jüngst beim Rennsteig-Ultra-Marathon in Thüringen an den Start und absolvierte die 72,5 Kilometer in zehn Stunden. Als Halbmarathonexperte haben sich Achim Flohr und Harry Zahn entpuppt. Bei den beiden ist ein Frischgezapftes Kirner Pils „danach“ einfach das Größte. Aber auch ein Fass Kölsch für die weiteste Anreise in Köln Porz wurde von der Truppe gerne mitgenommen….. Beim Marathon in Freiburg lief Bärbel Berwian ihren ersten Halbmarathon: Hier war Olympiasieger Dieter Baumann „Hahn im Korb“ der quicklebendigen Damen. Er gab Tipps und ließ sich sogar in die Horizontale legen und auf den Arm nehmen. Mit einem Olympiasieger gemeinsam am Start in der ersten Reihe stehen, das sind die wahren Geschichten, die das Leben schreibt, und das Laufteam stets aus Neue motivieren und begeistern. Spaß am Laufen, an der Bewegung in Gottesfreier Natur haben, und etwas für die Gesundheit tun, das haben sie sich und ihren Familien ins Stammbuch geschrieben. Sehr oft werden sie zu Firmenläufen eingeladen: „Doch da müssen wir dann enttäuschen“, sinniert Heike Kartarius- Holzhauser nachdenklich. Einziger Firmenläufer ist der Chef selbst, die Anfangstrikots gaben dem Team „nur“ beiläufig ihren Namen. Die Akteure selbst haben ihren größten Spaß daran, Land und Leute kennen zu lernen: „Ohne Stress, schön locker bleiben“, das ist seit fünf Jahren ihre Philosophie geworden…



KIRN. Großer Feiertag in der ev. Kirche: Am ersten Sonntag nach Trinitatis feierten 83 Jubiläumskonfirmanden in Kirn ihren großen Ehrentag. Jubiläen der Goldenen, Diamantenen und Eisernen Konfirmation wurden gefeiert. Dazu gab es noch zehn Jubilare, die ihren 70-jährigen Ehrentag feierten. Lilli Holler geb. Barth feierte gar nach 75 Jahren das Fest ihrer Konfirmation. Pfarrer Michael Zeh ging in der Predigt auf das Speisungswunder mit fünf Broten und zwei Fischen ein. Die Jubilare hätten in ihrem Leben selber erlebt, wie sich der Mangel in Überfluss gewandelt habe. Diese Erfahrung brauchen wir auch heute, sagte er: „Wo Glaube und Miteinander lebendig ist, da reicht es für alle“, rief Zeh aus, nachdem der Chor mit dem Lied „Morgenlicht leuchtet“ den Gottesdienst eröffnete.

Bild 2506: Goldene Konfi-Jubilare Bild 2507: Über 80 kamen  Bild 2508- Juni 2010 -Kirn-

Das Fest ihrer Goldenen Konfirmation begingen: Udo Barth, Rüdiger Barth, Wolfgang Clausen, Peter Wilhelm Dröscher, Werner Dubravsky, Manfred Endres, Ellen Fleischer geb. Martin, Helmut Fuchs, Heidi Gutheil geb. Schäfer, Dr. Ulrich Hauth, Ernst Burkhard Horbach, Ralph  Keller, Christa  Krämer geb. Altwein, Jürgen Korn, Ingrid Kupperian geb. Reidenbach, Waltraud Onnen geb. Schäfer, Friedhelm Pies, Rudi Quint, Harry Martin, Heidemarie Menebröcker geb. Dillenberger, Hans-Werner Müller, Edeltraut  Scheer  geb. Schmidt, Traudel  Schenz, Hannelore Stauch geb. Karkowski. Margot Verbücheln  geb. Korn und Elke Weinel geb. Nickweiler. Ihre Diamantene Konfirmation feierten: Ursula Altherr geb. Kuntz, Albert Barth, Dieter Barth, Karl-Willi Barth, Inge Bechthold geb. Baumhardt, Gisela Beck geb. Lube, Doris Bernhard geb. Conrad, Walter Brodnicki, Achim von der Burg, Christel Christ geb. Müller, Karl Georg Diehm, Ria Diesterhöft geb. Holler, Karl-Heinz Dillmann, Lieselotte Fey  geb. Gewehr, Hans Fritz, Rita Gerber geb. Fuhr, Hildegard Heinze geb. Kreuscher, Renate Jensen geb. Weck, Gisela Jurk geb. Baus, Anna Maria Kaiser geb. Pfister, Helga Koch geb. Fuchs, Lieselotte Klotz geb. Tasch, Hugo Lanz, Ilse Lanz geb. Klein, Willi Mack, Gisela Peitz geb. Zang, Helmut Peitz, Elfriede Petry geb. Gehres, Else Polenske geb. Wagner, Hella Porth geb. Betz, Lieselotte Ridder geb. Mildenberger, Sieglinde Römer geb. Pfrengle, Anni Schneeberger geb. Kellermann, Marlene Schweig geb.  Christian, Ursel Wagner geb. Klein, Jost Dietrich Wenzel, Hans Werner, Hella Wingender geb. Jost und Therese Zerfaß geb. Kebrich.Ihre Eiserne Konfirmation feierten: Gisela Gillmann geb. Hahn, Arthur Hunsinger, Hannelore Lorenz, Rosemarie Maudantz geb. Korn, Erich Niebergall, Amalie Reichard geb. Maaß, Gisela Schoul geb. Schmitt sowie Brigitte Wenzel geb. Hoffmann. Vor 70 Jahren konfirmiert wurden Ella Becking geb. Reichard, Hilde Buß geb. Trabach, Ursula Doerr-Schmidt, Anneliese Fickert geb. Winter, Elfriede Fromme geb. Keller, Else Groß geb. Christ , Lieselotte Jung geb. Göltzer, Irmgard Kaufmann geb. Schweig, Günter Kreitzer, Gertrud Laifa geb. Peitz und Lina Quint geb. Felgenhauer.



3. Pferdenacht in der Kirner Nägelspitz

   KIRN. Mehrere hundert Zuschauer verfolgten am Samstagabend auf der Reitanlage des Kirner Reit-, Fahr- und Zuchtvereins in der Nägelspitz die dritte „Nacht der Pferde“ und sorgten für einen Rekordbesuch. Jessica Pesi als Pächterin der Anlage und Trainerin ritt mit ihren Reitschülern mehrere Pas de Deux mit schönen Seitwärtsgängen und sehenswerten Einlagen mit hohen Schwierigkeitsgraden. Das Westernreiten ist ihr eigentliches Genre, und so durfte eingangs auch ein Kinder-Cowboytanz zu den Klängen des „Cotton Eye Joe“ oder eine pathetische Flaggenparade „Stars and Stripes“ aus dem Land der Countrymusik und Westernreiterei nicht fehlen.

Bild2379: Die "Wickinger" kommen!

Bild 2380: Herrliche Choreografien

Bild 2381: Tolle Inszenierungen

   „Steigen sie ein in unsere Zeitmaschine und erleben sie in England ein Ritterturnier. Gehen sie mit uns auf große Fahrt mit den Wickingern, erleben sie Katharina die Große und weitere Weltkulturen“, war klare Ansage. Aber auch Länder wie Island mit Feuer oder Wasser sowie China mit seinen bunten Drachentänzen und Fabelwesen hatte einiges zu bieten. Das farbenfrohe Show-Spektakel in herrlichen Kostümen bot die ganze Palette wunderschöner Choreografien mit prächtigen Pferden aus Filmen, Musicals oder Fantasierollen. Englische Ritter in schweren Rüstungen mit Lanzen mussten sich dem listigen Robin Hood geschlagen geben. Die Zuschauer erlebten ein Programm mit teils spektakulären Szenen. Lichteffekte, Nebel und Musik waren punktgenau inszeniert. Ein großes Wickingerschiff mit martialisch anmutenden Wickingern wurde in die Halle geschoben. Drumherum im wilden Galopp sorgten spannende Reiterkämpfe rivalisierender Horden für einen scharfen Kontrast zu den zuvor gezeigten andalusischen Flamencotänzen mit seiner anmutig-graziösen Schönheit. Der prachtvolle schwarze Hengst „Peseato“ aus der spanischen Sierra Nevada fühlte sich in seiner neuen Heimat an der Nahe sichtlich wohl und genoss es, wenn „die Mädels“ ihn genau beäugten. „Die Effekte sitzen, die Pferde machen mit. Ich bin überglücklich“, strahlte Jessica Pesi. Die große Reithalle wurde zur Manege, die stoische Ruhe und das Leistungsspektrum der Pferde in teils dunkler Halle mit Disco-Effekten, Musik und Spots waren bewundernswert. Stephan Glenk aus Mörschied, der bei den dortigen Karl-May Festspielen mitmacht, zollte höchsten Respekt und bescheinigte der Kirner Truppe Professionalität in Richtung Apassionata. Unter den Darstellern auch die Reitergilde um Anja Halberstadt und Thomas Furtwängler von der „Little-Rock-Ranch“ aus Oberhosenbach mit ihren prächtigen Appaloosa-Pferden. Die Truppe gestaltet im Oktober bei den Aachener Europameisterschaften der Westernreiter das Rahmenprogramm und erzählt die Geschichte dieser gepunkteten amerikanischen Rasse, die ursprünglich aus Europa stammt.


Alte Bauernregeln: Regen im Mai- April vorbei!---Erst in der Mitte des Mai ist der Winter vorbei!---- Ist der Mai kühl und naß, füllt er dem Bauer Scheun`und Faß!

KIRN. Ingo Insterburg ist zeitlebens Musikkomödiant par Exzellent. Der Mann ist am 6. April 2010 - 76 geworden. Mit jedem Atemzug kitzelte er im Kirner Gesellschaftshaus das „Kind im Manne“ heraus. Er schwelgt in nostalgischen Erinnerungen und lebt auf!

Ganz stark erinnert der spitzbübisch verschmitzt lächelnde Barde an den Erfinder „Daniel Düsentrieb“ oder den „Wahren Jakob“ mit seinem großen Bauchladen: So kam Ingo Insterburg mit vielen Utensilien und 25 extravaganten Musikinstrumenten im Gepäck nach Kirn gereist. Er zählt als Vorreiter zur Avantgarde der heutigen Sketch- und Comedyszene, seit 1967 sein kometenhafter Aufstieg mit Karl Dall als Frontmann im Quartett bei „Insterburg & Co“ begann. Es war die Zeit der jungen Wilden, der 68-er, „schon Pille- noch nicht Aids“ sagt einer, der nie Witze auf Kosten anderer machte, und noch immer den Kulthit „Ich liebte ein Mädchen“ zelebriert und davon zehrt. 1999 gastierte er mit dem 2003 verstorbenen Ulrich Roski in Kirn und hat im Untergrund des Gesellschaftshauses das Tourneeplakat entdeckt. Das erfüllte ihn mit Stolz. Die Offenheit des verschrobenen Blödel-Barden kommt beim Kirner Publikum an. In der Pause loben sie ihn als „genial“ und müssen um Autogramme nicht betteln. Zeitlebens ist Insterburg Lebenskünstler, Musiker und Dichter, Entertainer und als Instrumentenbauer Erfinder.

  Extrovertiert tritt er auf, lässt beim Perpetuum Mobile-Blödelei das Publikum teilhaben an seinen oft verqueren skurrilen Gedankengängen. Er schöpft aus einem reichen Lebensfundus, wenn er sich die Jacke mit allen 21 Marathonmedaillen umwirft, oder heitere Episoden aus seinem dicken Schmöker liest. Alleinunterhalter ist er mit allen Sinnen, dieses Metier ist sein Lebenselixier: Er singt und spielt alle möglichen Instrumente, quält das Schlagzeug, zupft mit den Zehen Gitarresaiten an oder entlockt Perkussionsinstrumenten seltene Laute. Alles gleichzeitig wohlgemerkt. Die „Brillenharfe“ aus einem Kloschüsseldeckel, "Nasen-Fagott" oder eine Mini-Geige in einer Kokosnuss sind wie ein singender Fuchsschwanz, eine „Wimmergeige“ oder ein Tenorsaxofon aus einem Waschmaschinenabflussschlauch in der Vielzahl der Musikunikate absolute Knaller. Letzterem Teil ringt er in Dudelsackvariante ein makelloses „Amazing Grace“ ab. Keine Tabus macht er bei seinen Liebschaften...

Erklärte Feindbilder sind Säufer und Raucher, die er mit sarkastischer Lyrik abstraft: „Im Krematorium zum Finale- da raucht er dann zum letzten Male!“. Zweizeiler sind prägnant und aktuell. Kostproben: „Zölibat ist Wurstsalat“- „Mixa ist ein Trick`sa“- Und er mag kein Fleisch, „keine Leichen im Kühlschrank“. Spötter würden ihm entgegnen, dass gerade etwas mehr „Fleischeslust“ und Leibesfülle dem hageren und bekennenden Vegetarier gut stehen würde. Sein bekanntester Hit kommt noch vor der Pause, und diese beliebte Melodie steht mehrfach Pate für beliebte Gassenhauer und abgewandelte Versionen. 1934 ist er als Ingo Wetzker in Insterburg geboren, das Publikum sei stets sein Regisseur gewesen, sagt er. Der Berliner mit ostpreußischem Charme kann Menschen faszinieren. Er wirkt vital, geistig  rege und ist als fröhlicher Zeitgenosse und  lebensbejahender Mensch ohne Starallüren bodenständig geblieben. Bilder 2286-2287-2288- April 2010 



KIRN. Die Gemeinschaft leistungsfähiger Firmen „Kirn aktiv“ ist auf 81 Mitglieder gewachsen und geht voller Zuversicht und Tatendrang ins neue Jahrzehnt, Motto: „Feste feiern mit Kirn Aktiv“. Die Shopping-Card feiert dieses Jahr zehnten Geburtstag. 14 Aktionen, Bewährtes und Neues, stehen im Terminkalender. Während der überaus harmonischen Generalversammlung, Aydin Özdemir am Marktplatz war exzellenter Gastgeber, wurde der amtierende Vorstand einmütig von fast drei Dutzend Mitgliedern im Amt bestätigt.

VORMERKEN: AUSSCHAU: Die weiteren Termine: Autofrühling mit verkaufsoffenem Sonntag: 8.und 9. Mai; Beachparty ist am 10.und 11. Juli; Entenrallye (Hanhenbach) mit Losverkauf in den Mitgliedsgeschäften 24. Juli; Schnäppchentag am Hahnenbach: 7. August; Modenschau 3. September; Kunsthandwerker-und Bauernmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag: 10. Oktober; Verkaufsoffener Sonntag beim Andreasmarkt: 28. November; Kaufen bei Nacht und Kerzenschein: 17. Dezember; Silvesterumtrunk mit Auslosung 31. Dezember. Kindersuchspiel und Weihnachtsgewinnspiel mit Markenverkauf beginnen am 8. November. Die Weihnachtsbeleuchtung wird ab 28. November brennen.  (Bild 2227- März 2010)    

   Wirtschaftlich kerngesund trage die engagierte Arbeit Früchte. Dankbar und stolz sei der Vorstand deshalb, weil „die starke Gemeinschaft auf einem sehr guten Weg ist, Kunden das Angebot tolerieren und Kaufkraft in der Stadt bleibt“, resümierte Vorsitzender Hans Jürgen Dinig. Er ließ die Aktivitäten Revue passieren, alle Veranstaltungen werden wiederholt. Absolutes Highlight 2009: Die erste Marktplatz- Beachparty. Handwerker- und Bauernmarkt hätten so viele Kunden wie nie zuvor ins „Kaufhaus Kirn“ gebracht. Erfolgreich auch der Autofrühling; Hier warb Dinig erneut, samstags bis 16 Uhr alle Geschäfte offen zu halten. Auf der Marktplatzbühne wird erstmals eine Art Wohnzimmer eingerichtet, wo illustere und geladene Gäste Neues, Innovatives und Informatives präsentieren. Ins neue Jahrzehnt sei man am 14. Januar 2010 gemeinsam mit der Gewerbeinitiative Kirner Land („GiK“), Stadt und VG Kirn-Land beim Neujahrsempfang optimal gestartet, die Hochzeitsausstellung im Januar habe eine gute Resonanz gehabt, freute sich der Vorstand. Zusätzlich lockt dieses Jahr eine „Openair“ Modenschau am 3. September zu mehreren Laufstegen ins Stadtgebiet. Als Dankeschön an die Kunden soll es am 17. Dezember ebenfalls erstmals bei Kerzenschein, Glühwein und Plätzchenduft Einkaufen bei Nacht („Candlelight Shopping“) geben. Kassenprüfer Willi Heipp signalisierte „alles okay“, VHS-Chef Fritz Bischof hatte mit der Neuwahl keine Probleme. 1953 wurde die Gemeinschaft im Gasthaus Krone (heutige Fundgrube/ gegenüber Stadtverwaltung) von 20 Einzelhändlern gegründet. Heiner Langlotz von Culmann & Stroh, Modehaus Gümbel, Drogerie Trageser und die Textilhäuser Matzenbach, Jungbluth, Mettel und Franz übernahmen die Leitung, Theo Lagrange war von 1953 bis 1976 Vorsitzender. Dann wurde „Kirn aktiv“ mit 56 Mitgliedern ins Vereinsregister eingetragen. 22 Jahre lang bis 1998 lenkte Albert Spielmann die Geschicke, von 1998 bis 2007 war Karl-Peter Venter Vorsitzender. Nach dessen plötzlichem Tod übernahm kommissarisch Schwiegersohn Hans Jürgen Dinig und wurde vor einem Jahr offiziell gewählt. Nun wurde er einstimmig für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Ebenfalls gewählt als Stellvertreter: Friedrich Anthes. Schatzmeisterin ist Brigitte Schäfer, Doris Hub fungiert als Schriftführerin. Kassenprüfer sind Jutta Zepezauer und Willi Heipp. Die Beisitzer werden ernannt, derzeit sind Kurt Herrmann, Bernd Mildenberger, Gerhard Loch, Gunnar Venter, Jutta Richter, Steffen Franzmann, Stephanie Krämer und Brigitte Ries im Amt. Solidarität und jedwede Hilfe bot „Kirn-aktiv“ Familie Spielmann an, deren Wohnhaus Samstagnacht komplett nieder brannte. 



Rückblick: 3.Juni 1893-Fünf Pulverfässer explodierten in Kirn

Abb 2167: Kirn am 3. Juni 1893: Am Marktplatz ereignete sich ein flammendes Inferno mit deutlichen Schäden an den Gebäuden Maurer, Lagrange, dem Haus Herold und dem "Goldenen Lamm"! Im  Umkreis blieb kein Fenster mehr heil.  

An einem heißen Junitag auf dem Weg in die "Laienkaul" nach Bundenbach war ein Pferdefuhrwerk mit fünf Pulverfässern aus dem Besemüller`schen Steinbruch unterwegs. Der Kutscher "schmerchte" genüßlich sein Pfeifchen, als am Marktplatz Richtung Steinweg die Ladung explodierte. Der Fuhrmann wurde im "Schläpp" vom Pferdegespann durch den ganzen Steinweg mitgeschleift, sein Beifahrer fand man tot hinter Königs-Haus. Es gab viele Verletzte und einen mächtigen Knall: "Jedes Haus hat gewackelt" heißt es in Überlieferungen. Die Pferde wurden mit brennender Mähne an der Kirner Brauerei eingefangen und überlebten schwer verletzt das innerstädtische Inferno. 



Am 16. Januar 1918 passierte das größte Zugunglück der Region!

Die Nahe heißt seit jeher "Die Wilde"! Bis dato galt die Kirner Nahe-Hahnenbach-Hochwasserkatastrophe von 1875 nach schweren Wolkenbrüchen als das schlimmste Ereignis der Region. 26 Opfer aus Kirn und weitere fünf Bürger in Hahnenbach wurden 1875 Opfer. Infolge einer Dammunterspülung zwischen dem Kirner Steinbruch und dem Hellberg entgleiste morgens um 7 Uhr am 16. Januar 1918 ein Urlauberzug, und stürzte in die Nahe. Erneut läuteten die Sturmglocken. Tage später waren 23 Leichen geborgen, darunter elf Soldaten. Mindestens zwei Personen blieben vermisst. 19 Schwer-und weitere zwölf Leichtverletzte wurden in Bad Kreuznacher Lazaretten und Krankenhäuser der Region behandelt. Drei Soldaten und zwei Zivilpersonen sind auf dem Kirner Ehrenfriedhof beigesetzt. 

Abb.2168 /2169: Am Fuße des Kirner Hellbergs entgleiste im Ersten Weltkrieg der Urlauberzug Nr. 243. Heute erinnert an dieser Stelle (Einfahrt Deponie) noch ein Denkmal an das Unglück. Es wurde verursacht durch plötzliche Schneeschmelze und Hochwasser.



KIRN. „Sauber eingeparkt, da passt kein Zeitungsblatt mehr dazwischen“, meinten Passanten. Kurz nach sieben Uhr kam auf der vereisten Straße ein Lieferfahrzeug an der Ecke Robert-Koch-Straße / Jahnstraße Ende Februar quer ins Rutschen. „Ich bin froh, dass niemand verletzt wurde und ich hier zum Stehen kam, nicht die steile Straße runtergerutscht bin!“, sagte der 22-jährige Fahrer aus Mainz. Verletzt wurde niemand und die Zufahrt zum Krankenhaus für Rettungsfahrzeuge war dadurch nicht behindert. Die Männer der Stadtwerke streuten und sperrten ab. Bis der Lieferwagen frei geschleppt wurde, dauerte bis mittags. Die Abschlepp-und Bergefahrzeuge hatten im Februar  Hochbetrieb, zwischen Waldböckelheim und Bad Kreuznach standen auf der spiegelglatten B 41 öfters mehrere Lkws quer…..(Bild 2163- Februar 2010)
Kreitzers feiern "Goldene"

 KIRN. Heute feiern die Eheleute Julius Kreitzer und seine Frau Inge, geborene Mintert, in der Tilsiter Straße 11 im Kreise ihrer Familie das Fest der Goldenen Hochzeit.

Bild Nummer 2176 / Februar 2010

 

Die beiden sind echte Kirner, Inge (68) wuchs im Casinoweg auf, Julius Kreitzer wohnte im Schlösschen in der Sulzbacher Straße 18, in das 1958 auch Mintert`s einzogen. Im „Schlosshüttchen“ oberhalb im Wald unter der Kyrburg spielte damals „Joste Erwin“ zum Tanz auf, und dabei lernte sich das Paar näher kennen. 1971 brannte das Schloss im Eigentum von Kommerzienrat Simon nieder. Als „es Herzche“ ist der 72-jährige in der Stadt besser bekannt, als unter seinem Namen: Julius Kreitzer lernte den Beruf des Lederfacharbeiters, Portefeuiller, und arbeitete danach auf dem Bau. Jahrzehnte engagierte er sich aktiv im Kirner Hundesportverein. Er gehörte dem Kirner Athletenverein an und brachte es als aktiver Ringer zu Südwestdeutschen Meisterschaftsehren im Fliegengewicht. Mit 34 Jahren wurde er Frührentner, frönte dann aber seinem größten Hobby und half in der Metzgerei und Gaststätte bei Hans Wagner aus. „Damals existierte noch der Kirner Schlachthof und florierte das innerstädtische Geschäftsleben“, denkt Julius Kreitzer gerne zurück! Ehefrau Inge war Stepperin bei der Firma Pelzer. Sie ging Turnen in den TuS 1862 und zog die fünf Kinder groß. Jahrzehnte trug sie die Zeitung aus: „Wir haben überall geholfen, immer geschafft und zusammengehalten!“, sagt sie nicht ohne stolz, und freut sich über die sehr gute Nachbarschaft am Meckenbacher Weg.Immer samstags kommen die fünf Kinder, vier Buben und ein Mädchen, mit ihren sieben Enkelkindern und einem Urenkelsohn nach Hause in die Tilsiter Straße 11, wo heute das Jubelfest groß gefeiert und gegrillt wird: „Da können alle Futtern, wie bei Muttern!“ lacht Inge Kreitzer verschmitzt, obwohl ihr „Herzje“ seit Jahrzehnten fürs Fleisch und die Grillspezialitäten verantwortlich ist.


KIRN. Günter Weber tritt ab: Die Kirner Ortsgruppe des Hunsrückvereins hat eine neue Ära eingeläutet. Fast drei Dutzend Mitglieder im Kirner Ratskeller sprachen aus und machten mit lautem Applaus während der Jahreshauptversammlung überdeutlich, dass mit dem Kirner Wanderwart Rudolf Fuchs (68) einer der ihren erster Wunschkandidat als neuer Vorsitzender war. Damit endete eine bemerkenswert lange Amtszeit: Nach 57 Jahren Vorstandsarbeit und 42 Jahre als erster Vorsitzender sagte der 78-jährige frühere Gymnasiallehrer Günter Weber leise Servus.

Mit exquisitem Weinpräsent wurden Günter Weber und Kassenwartin Luise Braun geehrt. Die Wanderführerin hatte 1989 die Kasse übernommen Beste Genesungswünsche für den in „Reha“ weilenden Werner Ebertz, der über 55 Jahre Mitglied ist und ab 1974 Vorstandsarbeit als Stellvertreter leistete, Schriftleiter und Schriftführer war. Die Wanderwarte Rudolf Fuchs und Inge Röpper erhielten die Goldene Ehrennadel. Ab 2006 ging Inge Röpper 225 mal auf Tour, weitere 22 Mitglieder erhielten stattliche Einkaufsgutscheine für 75 Wanderungen und mehr, die weitere Liste der „Top-Ten“: Karin Anton, Gertrud Büscher, Gretel und Rudolf Fuchs, Gisela Haus, Walter Hey, Werner Jost, Otto Schwenk und Herbert Wöllstein. Wanderkönigin Inge Röpper nahm 2009 an 63 Wanderungen teil, Gertrud Müller (55), Gisela Haus und Otto Schwenk (je 54), Rudolf Fuchs (53), Gretel Fuchs (52), Karin Anton (50), Herbert Wöllstein (44), Helga Jost (43), Marianne Bücher, Walter Hey und Werner Jost (je 42). Im Verein führen Gertrud Müller und Helmut Bertram mit über 9200 Gesamtkilometer die Statistik an, seit 1974 stehen über 260.000 Kilometer zu Buche. (Bild 2162- März 2010)

Zum Bild oben: Günter Weber und Luise Braun (sitzend) wurden mit Präsenten geehrt nach Jahrzehnten im Vorstand verabschiedet. Die neue Kassiererin Renate Petry (hinten von links), Vorsitzender Rudolf Fuchs, Stellvertreterin Rosemarie Brunner, Wolfgang Jochum und Inge Röpper wurden alle einstimmig gewählt. Der 1922 gegründete Verein zählt noch 140 Mitglieder. Sechs Jahre lang habe er diesen Rückzug forciert und geplant, sagte Weber. Er stand für Kontinuität und galt als Institution.  1953 wurde er in den Vorstand gewählt, er war ab 1968 über 42 Jahre lang Vorsitzender. Weber ließ noch einmal genüsslich „Highlights“ in der Stadt und im Vereinsleben Revue passieren: „MoHoHu“- Bälle des damaligen Vereins (Mosel-Hochwald-Hunsrück) in Mecking`s Saal waren meist Monate zuvor ausverkauft, und „immer war gepflegte Geselligkeit Trumpf“. Finanziell konnte man aus dem Vollen schöpfen. Mit drei Omnibussen fuhr man zu Wanderungen in den Taunus. „Bämbelwirt“ Heinz Schenk und Emerich Smola waren da, 1972 zum 50. Geburtstag spielte das Landespolizeiorchester. 1967 feierte man im alten evangelischen Gemeindehaus, danach in der Hellberghalle weiter. Erst vor drei Jahren wurde die „Oase der Ruhe“ auf Halmen der Stadt Kirn geschenkt. Mit 1010 Euro in den Miesen schloss der letzte Kassenbericht von Luise Braun. „Kein Problem“, dies sei so vorprogrammiert gewesen: Die Kassenlage sei sehr gut und man zehre noch von diesen fetten Jahren, machte Weber abschließend deutlich. 2009 nahmen 1326 Teilnehmer an 116 Wanderungen teil. Größter Beliebtheit erfreute sich die Gemeinschaftswanderung  mit den Ortsgruppen Monzingen und Meddersheim, die Orgelwanderung rund um Simmern und die Orchideenwanderung bei Sargenroth. Fahrten zum Rheinsteig und nach Trier waren gut besucht. „Wir sind auf einem sehr guten Weg“ konstatierte Wanderwart Rudolf Fuchs, was Mittwochswanderungen mit über 30 Teilnehmern belegten. „Vorsicht: Von März bis Oktober ist Zeckenzeit!“, warnte der Experte. Fuchs warb für den neu angebotenen „Fitness-Pass“ des Hauptverbandes, eine Art Sportabzeichen für Wanderer. Der Deutsche Wandertag in Freiburg soll besucht werden, am 23. Juni geht’s mit dem Bus nach Vianden und ins Hallerbachtal.  Der Vorstand: Neuer Vorsitzender ist Rudolf Fuchs, Stellvertreterin, Schriftleiterin für besondere Publikationen und Schriftführerin in Personalunion ist Rosemarie Brunner. Wander- und Wegewarte bleiben Rudolf Fuchs und Inge Röpper. Kultur- und Naturschutzwart ist Wolfgang Jochum, neue Kassenwartin wurde Renate Petry. Zu neuen Revisoren wurden Walter Hey und Doris Zahn nominiert. 



KIRN. Dynamisch lebendig wie selten zuvor, voller Esprit geistreich mit Lokalkolorit gewürzt und tänzerisch auf einem ganz hohem Niveau, so starteten die „Rappelköpp“ in ihre 114. Kampagne. Die Akteure brachten mit dem begeistert und rasant mitfeiernden Auditorium das vollbesetzte „Narrenschiff“ Kirner Gesellschaftshaus zum brodeln. Über vier Stunden lang ging auf der Bühne „volle Kanne die Post ab“. 

2098:  Ein prächtiges Bild zur Eröffnung u.zum Schluß ist garantiert Bild 2099: Hier ist BOB-der Baumeister voll in seinem Element: die Majoretten Bild 2100: 2010 auf ein Neues und am Rosenmontag zum eigenen Umzug!

(Febr.2010- Nr.2101- 2102)

li. Kirns Urgestein Reinhold Eckart, re. Michael Kettern in der Bütt: „Rappelköpp“ schöpfte aus einem reichen Fundus, baute auf viel Jugend und treues Publikum: Vorsitzende Petra Bunn-Beyer war überglücklich. Sehr engagiert und dynamisch waren alle Beiträge. Auffallend: Über 95 Prozent der Besucher kamen frohgelaunt und meist sehr aufwändig kostümiert! Nach der Eröffnungszeremonie mit Begrüßung aller befreundeten Korporationen, Uniformierten, Majoretten und Funken und dem gesungenem Ohrwurm „Kire Helau“ von Sylvia Eckart“ sprang von der ersten Minute an jener sprichwörtliche Funke über. 

Sitzungspräsident M. Kettern

   „Schwarze kommen nicht zu uns“, bedauerte Sitzungspräsident Michael Kettern, auch habe man einen leeren Säckel und keine „Schwarze Kasse“ und sei einzig auf den Applaus als verdienten Lohn angewiesen. Und den gab es wie nie zuvor. „Wir feiern bis die Schwarte kracht und warten, bis morgen früh um Sechs das erste Streuauto gefahren ist!“, gab er lauthals die Devise aus und traf als Protokoller provokant beim närrischen Auditorium voll ins Schwarze: Wie steht´s um die Nation, wenn „Müntes“ Sexleben das Interessanteste ist- und einen „ehrlichen Schaffer wie Kurt Beck- den schickt man weg?“ Ein Schelm wer Böses bei Lobbyismus und FDP-Millionen denkt: „Die Schulden kann niemand mehr stemmen, die könnt ich während der Sitzung garnet ganz nennen“. Und wer besetzt die Posten? „Ein schwuler Anwalt und eine Physikerin aus dem Osten! Und auch den Rest kännste verbrennen, es hätt` net schlimmer kommen können“ lautete sein Refrain. Nacktscanner, Michael Jackson und die Schweinegrippe, wo der Staat von der Pharmaindustrie mit Panikmache verarscht wurde, zog Michael Kettern hart aber heiter genüsslich durch den Kakao. „Kein Bürgermeisterkandidat zu nenne- ist vorher schon den Schwanz einklemme!“ ließ er rhetorisch brillant das Fallbeil auf die Stadt-CDU hernieder sausen. Bei der SPD stand „niemand auf der Karriereleiter, do saaht de Fritz, ich mache weiter“. Nur Frank Ensminger konnte dem alten Fritz Paroli bieten: „Bei der FDP hat man schnell erkannt, gegen den Fritz braucht ma net viel Verstand. Egal was für Aura, egal was für Klasse, der Kandidat braucht nur gleich viel Masse!“, warf er süffisant durch die Narrenbrille Leibesfülle in die Waagschale. Zum Hingucker entpuppte sich ein Voyeur am Kirner Friedhof, und den ewigen Kirner Nörglern schrieb er ins Stammbuch: „...die hon doch alle einen Spleen, die solle doch nach Sowwerum ziehn. Dann könne die dort weiter schenne- es hätt` für Kirn net besser komme könne!“ Rock´n Roll Tanz und Gesang vom Allerfeinsten mit Rakete als Belohnung durch Milena und Ivana Kettern, die (fast) überall Regie Führten und den „Rappelköpp“- Hausorden erhielten, sowie der beiden brillant- und professionell agierenden Showtanzgruppen aus Kirn Sulzbach (Leitung Bianca Fey-Mühl) und mit 14 Damen aus Bingen- Büdesheim (Leitung: Svenja Petry und Simone Walter) mit atemberaubenden Choreografien verliehen der Prunksitzung klasse und Glamour auf höchstem Niveau. Weitere Gruppen wie die jungen Majoretten im Bauarbeiter-Outfit, die Eltern der Funken als „Olle Funken“ im Kuhkostüm, die Roten Funken zu Trommelklängen oder der als Enten kostümierte Elferrat bei einem Techno-Tanz  und Stimmungslieder der Hennweilerer Humpensänger („Young Humbs“) waren allesamt eine Augenweide:„Das war nicht 08/15!“ sagten viele und auch was Hans Blatz vortrug, ließ Kirns „gut Stubb“ erbeben, wie selten zuvor: „Super, Extraklasse“ nahm er Huldigungen als Bürgermeisterin Kirns entgegen und blickte auf Wohlstandsjahre zurück. Er entführte das närrische Auditorium auf eine nostalgische Reise zu Fürste, Schätzels und Matzenbachs, ins Kaisers Kaffee-Geschäft, in die Fundgrube und kaufte bei Hepp`e den besten Grantsplitter: „So muss es wieder werden!“ rief der Entertainer aus und entfesselte bei Tänzen das Publikum. „Liewwer e Bauch, wie dass die Wangenknoche hervorsteh´n“, machte Urgestein Reinhold Eckart in einer Glanzvorstellung seiner Diät den Garaus. In Profimanier zeigte Michaela Ullrich als „die letzte Jungfrau von Kirn“ rote Strapse. Es war mucksmäuschenstill und entlud sich in einer markerschütternden Rakete, als „Rappelköpp-Exportschlager-Apollonia“ Sylvia Eckart mit den Stimmen aus den Bandansagen mächtig in den Clinch geriet. Traditionell durfte „Petronella Knorzel“(alias Vorsitzende Petra Bunn-Beyer) mit einem klasse Beitrag aus dem Stehgreif nicht fehlen, unglaublich was sie alles in der Handtasche fand.  Beifallsstürme und Raketen waren verdienter Lohn, den Pegasusorden unserer Zeitung erhielt die Aktive vor und hinter den Kulissen Ute Bickler.  



KIRN. An der schonungslos aufgedeckten Politikglosse kommt im Kirner Land in der fünften Jahreszeit niemand vorbei, dies war Tenor bei der KfK- Sitzung im Katholischen Pfarrzentrum St. Pankratius: Was da der Bass-Bariton Stefan Marx und Tenor Frank Heilmann vom Stapel ließen, strotzte geradezu vor Insiderwissen, hatte Stil und Format und sich gewaschen, dass den Adressaten Hören und Sehen verging.

Bild 2095: Frank Heilmann u. Stefan Marx läuteten die "Glocke von Kirn" Tolles Bild 2096: Die Funken auf der Kolpingbühne / St. Pankratius 2010 Bild 2097: Die Altdusseligen Funken kamen 2010 pechrabenschwarz...

    Die Nachfolger der Kirner Bänkelsänger nahmen kein Blatt vor den Mund, eroberten als gestandene Hallodri singend zum vierten Male in Folge die Bütt: Als „Walker“ waren sie querbeet unterwegs und glossierten mit spitzer Feder: Nix habe sich geändert: Hartz IV, Finanz-, Banken- und Opelkrise, Managerboni, Lobbypolitik, Spendenskandale, Discounterbespitzelungen und Abzocke war ein Füllhorn an Themen; - „das Merkel ist immer noch Kanzler und de Borjemeester häeßt Fritz“, schwadronierten sie. Ein Schande sei, wenn Bundeswehrsoldaten am Hindukusch von ihrem Sold bei den Amis Schutzwesten kaufen müssten. Dies war musikalisch brillant zu den Klängen „Es steht ein Soldat am Wolgastrand..“ umgetextet. Das Duo kartete nach bei Riesenpandemie Schweinegrippe, „Bakschisch“ für Schäuble und die Mövenpick-FDP, dem Niedergang der SPD wegen dem Mauerfall und karikierte exzellent den Saar-Napoleon. Sitzungspräsident Friedhelm I. wurde harsch und schonungslos attackiert und fühlte sich anschließend „gekränkt“, weil die beiden ihm nachsagten, er habe Peter Wilhelm links liegen lassen und stattdessen „seine morsche Knochen zu Julia hingeschleppt und gefragt: „Wann darf ich wieder deine Füße küssen, Julia?“. Klar, wurde FDP-Chef Thomas Bursian als klagender „BBS-Chef“ ins Visier genommen, vier Bürgermeisterkandidaten in Kirn-Land samt der Auszählpanne als Super-Gau wurde messerscharf zessiert. Und: Schiebung gab es „lange vor der Wahl, als die SPD Hans Helmut verarschte“. Den Hochstetter (Hans Helmut Döbell) sahen das Duett schon wie ein „Rodtländer Hinkel mit den Füßen scharren“, wenn ein „Fusions-Gesamt-OB“ gekürt werde. Wagnersch Fritz habe in Kirn mehr als eine Watsche bekommen, „Emsi“ (Frank Ensminger) habe ihn schwer „angenockt“. Übrigens seien beide gemeinsam nach der Wahl, Werner Müller und Fritz Wagner mit Weinpräsent, Blumenstrauß und Fresskorb zu Harald Beuscher (Ex-VG-OB) nach Seesbach gepilgert und hätten ihm gedankt! Die „Glocken von Kirn“ läuteten sie beim Wagner-Denkmal „Überflieger“ und mussten selbst nach 45 Minuten Zugabe geben! Funkenmariechen Marie-Theres Preßnick verlas den Prolog, bevor die Kolping Minis (Leitung Karen Littkowski und Nicole Wermann), die Funken unter der Choreografie von Doris Hub, die KfK-Teenies unter Marie-Theres Preßnick und Melanie Barth, die ADF´s (die Alt-Dusseligen Funken), Luna Mia, sowie zum krönenden Finale das Männerballett nacheinander in einer vierstündigen Sitzung die Bühne eroberten. Da ging so richtig die Post ab, als Rico de la Cruz, Marvin Nürenberg, Andi Ferchland, Raphael Doll, Dieter Wermann, Theresa Salzsäuler und Katharina Samtleben das närrische Auditorium in ihren Bann zogen. Rebecca Oehm (11 Jahre) kam zuvor als Hannah Montana, ihre Mutter Martina Oehm heimste Beifallsstürme als „Männerkennerin“ ein und die Familientradition komplettierte 74-jährig deren Mutter Gertrud Herrmann in einer Paraderolle mit einem gesungenen Vortrag „Die Schnüss“. Nicht fehlen durfte KfK-Urgestein Conny Spranger-Nürenberg als „Madonna von de Noh`“. Michael Busch erzählte aus seinen Erfahrungen als Kurgast aus Bad Sobernheim. 



Kirn: 309. Andreasmarkt muss Wetter Tribut zollen!

 2060: Maria und Josef mit Esel auf dem Weg zur Krippe. "Stadthalter FritzWagner" folgt in sicherer Entfernung Bild 2061- Der CVJM backt immer lange vor Weihnachten zum Andreasmarkt den leckeren "ANDREASSTOLLEN"   Bild 2062: Man trifft trotz widriger Witterungsumstände Land und Leute. Rechts Horbachs aus Schmidthachenbach

 Vereinzelte Sturmböen und teils nasskaltes Schmuddelwetter trübte die Einkaufsfreude nicht: Der 309. Andreasmarkt begann schon am Freitag und war zum Auftakt mit dem Budenzauber und der Krippenausstellung im Rathaussitzungssaal gut besucht. Neben einer 15 Quadratmeter großen Krippenlandschaft gab es auch ganz wertvolle Unikate und Figuren  aus dem Hunsrück, der Provence, aus Afrika, den Anden oder Oberammergau zu bestaunen. Zweifellos war die zusätzliche Budenstadt mit abwechselungsreichem Programm und überdachten Bühnen vor dem Wilhelm-Dröscher-Haus in der Übergasse eine eine attraktive Bereicherung. Die Bemühungen von Marktmeister Timo Munstein und Stadtmarketingstratege Dietmar Klein wurden überall gelobt, versteckte Detailarbeit „guter Geister“ hinter den Kulissen wurden  sichtbar. Gegenüber früherer Jahre lockte der Andreasmarkt am 1.Advent gezielt mit vorweihnachtlichem Lichterglanz, verbreitete eine heimelige Gemütlichkeit. 

So standen schon die ganze Woche über die Tiere von mehreren Besitzern in Heimweiler im Stall von Jens Bender, wurden gepflegt, herausgeputzt, gut gefüttert, und, ganz wichtig: Sie sollten sich aneinander gewöhnen, und das taten sie dann auch als „lebendige Krippe“. Viele Kinder vermissten das Jesuskind: „Das wird doch erst in vier Wochen geboren“, klärten die Initiatoren verschmitzt auf. Dennoch: Kinderaugen glänzten, Karussells drehten ihre Runden und das Suchspiel der Werbegemeinschaft von „kirn akiv“ von „Patrick dem Seestern“ lockte. Gestern Abend zogen Maria und Josef (Sebastian Weinz und Lea Schindler) auf ihrer Stippvisite in Kirn nach dem Weihnachtsliederpotpourri von Schlagerstar Stefan Persch zu den Klängen einer Blechbläsergruppe des Symphonischen Blasorchesters Obere Nahe weiter gen Bethlehem. Sicher ist: Sie kommen nächstes Jahr wieder! 

Letztmals in diesem Jahr luden die Geschäfte im „Kaufhaus Kirn“ zum verkaufsoffenen Sonntag ein und präsentierten ihre breit gefächerte Angebotspalette mit Sonderangeboten und Rabatten. Bei einer kleinen Umfrage meckerte vor und hinter dem Tresen niemand wirklich: „Der Andreasmarkt steht und fällt mit dem Wetter, ist und bleibt ein Publikumsmagnet“, sagte Achim Teske aus „Hambuchen“ Weierbach, Shoppen, Bummeln, Bekannte treffen und Geschenke kaufen war angesagt. „Der Andreasmarkt dieses Jahr ist lebhafter und farbenfroher geworden“, hat Friedhelm Pieroth aus Otzweiler Komplimente verteilt. „Früher auf der Kiesel  war alles Lodengrün“, sagte er, wobei der Lodenmantel Wohlstand symbolisierte. (Bild links oben Nr.2063 die neue lebendige Krippe +Nr.2064)

 Vielfach wurden Elektrogeräte, Waffeleisen und neueste Technik vorgeführt, Fabrikverkauf und Sonderaktionen lockten. Bei den Standbetreibern hatte Weihnachtliches, Gestecke, Dekowaren und Handwerkliches Hochkonjunktur, warme Socken, Schals und dicke Überzieher waren der Renner, auch wenn die Hälfte der Standbetreiber mit Stoffen, Wollen und Nähgarnen eher von Kaufzurückhaltung sprach. Fördervereine und Schulen machten mit, 90 Stände hatten zugesagt. Und natürlich lockte Glühwein-und Waffelduft. In den Holzhäuschen und liebevoll dekorierten und einladenden Ständen hatten die Helfer beim Zubereiten von Schales, Waffeln Pfannkuchen oder allen möglichen Spezialitäten alle Hände voll zu tun. Der CVJM um Peter Dominick hatte wieder seinen traditionellen „Andreasstollen“ gebacken, und auf dem Marktplatz entpuppte sich Übungsleiterin Ursula Reimers geradezu als unüberhörbare Marktschreierin und brachte Bibelbrot oder frisches Backwerk „alles für die Aktion Herzenssache, für „Augenlicht“ oder die „Soonwaldstiftung“ unters Volk.  Überhaupt war in vielen Ständen der gute Verwendungszweck des „Reibachs“ zu lesen und stand  im Vordergrund. Das romantischen Lichtermeer abends in der Stadt war nicht nur für die Kinder deutliches Signal: Der erste Advent gestern war Startsignal für viele Weihnachtslieder, festliche  Vorfreunde für die schönste Zeit des Jahres. Jeden Tag ein Türchen öffnen –immer lieb und brav sein, und ab heute nur noch 25-mal schlafen gehen…   



KIRN. Taggenau nach 20 Jahren, als die ersten Übersiedler am Kirner Bahnhof eintrafen,  feierte der Deutsch-Russische Chor aus Merxheim um Chorleiterin Elena Georg im Kirner Gesellschaftshaus mit vielen Kindern und Gästen, einer bunten Dekoration und einem mehr als zwei Dutzend zählendem Programmpunkten ein großes Fest. 

Dez. 2009: Bild 2040. Ein schönes Fest wurde im Gesellschaftshaus gefeiert! Bild 2041: Tänze waren vom Feinsten, erzählten Storys, Mythen + Heimatliches Bild 2042. Unter den Zuhörern war Integrationsdefizit überdeutlich!

Die Integration lässt nach wie vor zu wünschen übrig. Vorsitzender Artur Bayer und Jakob Gudi dankten ausdrücklich der anwesenden Gerlinde Wittko-Sckär und Elisabeth Linnik für all die Hilfestellungen und Begleitungen. Nicht nur weihnachtliche Weisen wurden gesungen, auch Volkslieder, russische sakrale Kompositionen, Rockpop, Hip- Hop oder asiatische Musicals mit orientalisch- anmutenden Showeinlagen sowie eine Puppenshow für Erwachsene und Kinder waren im sehenswerten Programm integriert. Nicht fehlen durften spontane und mitten aus dem Leben gegriffene Auftritte. Neben dem weltbekannten und bei Studenten sehr beliebten „Gaudeamus“, was übersetzt etwa soviel heißt wie „Laßt uns fröhlich sein“, erfreuten auch ein Holzschuhtanz, mehrere Frauenensembles. Die Kindertanzgruppe „Sonnenschein“ um Svetlana Bergmann trat auf, Zauberer und ein Maskentanz sowie der Nikolaus bereicherten das Fest in ihrer neuen Heimat an der Nahe. Bekanntlich ist der Gregorianische Kalender 13 Tage voraus. An Silvester, dem Jolkafest, bringt in Russland, Ukraine und Weißrussland Väterchen Frost („Deduschka Moros“) den Kindern die Geschenke. Er wird von einem kleinen Schneemädchen, seiner Enkelin („Snegurotschka“) begleitet. Der Martinsteiner Rentner Emil Geisler, der in mehreren Chören in Kirn, Merxheim und Kirschroth singt, gründete den Deutsch-Russischen-Chor, der im kommenden Jahr seinen zehnten Geburtstag feiert. Geprobt wird sonntags von 17 bis 19 Uhr in der alten Schule, der früheren Sparkasse, in Merxheim. Jederzeit sind Sängerinnen und Mitstreiter herzlich willkommen, warb Vladimir Adam.



Rückblick 2006: Ingolf Deubel feuerte spektakulär den Startschuss ab

Bilder Nummern: 1951-1952-1953

Rückblick November 2006- Kirn /Nahe

(Nov.2009)Auf dem Kirner Marktplatz feuerte der rheinland-pfälzische Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) den Startschuss zum traditionellen Brotpfenniglauf der Bäcker-Innung des Kreises ab und schickte die Läufer über Merxheim, Bad Sobernheim, die Nahe entlang Richtung Bad Kreuznach auf die Strecke. Mitte 2009 musste der sympathische Bad Kreuznacher in einer Nacht-und Nebelaktion seinen Hut nehmen, nachdem Unstimmigkeiten, Abzocke, Versäumnisse und nichttransparente Finanzierungsmodelle über die Nürburgring-Finanzierung bekannt wurden. (Wir berichten in der Sparte Politik+Wirtschaft).



Dank Wetterglück kamen viele zu St. Martin

(November 2009: Bilder 1944-1945-1946) KIRN. Witterungsbedingt kamen deutlich mehr Kinder mit ihren bunten Lampions zum traditionellen St. Martinsumzug in die Kallenfelser Straße und pilgerten mit ihren Eltern, Großeltern und Geschwistern zum Martinsfeuer auf Kyrau. Am Edeka-Parkplatz Bergerweg formierte sich der lange Zug, vorneweg ritt erneut Jessica Pesi vom Kirner Reiterverein auf ihrem elfjährigen Wallach „Bandit“, einem Friesen-Pinto-Mix. Vorneweg marschierte ebenfalls zum zweiten Male der starke Oberhauser Musikverein. Auf der kleinen Holzbühne auf Kyrau saß als Bettler der 17-jährige Feuerwehrmann Daniel Skrotzki, während Pfarrer Volker Dressel die Geschichte und das Wirken des Heiligen Mannes kindgerecht spannend erzählte und Revue passieren ließ. Er appellierte an das Teilen und bat darum, dass „dieses Beispiel auch für uns in der heutigen Zeit genau so wichtig ist, wie damals!“. Zwischendurch spielte der Musikverein bekannte Weisen wie „Ich geh` mit meiner Laterne..., ein Lichtermeer zu Martins Ehr, Rabimmel-rabammel-rabumm... “ Länger als sonst knisterte das hohe Martinsfeuer auf Kyrau und verbreitete eine heimelige Atmosphäre: „Feuer Löschen ist unser Metier, mit anzünden haben wir so unsere Schwierigkeiten“, meinte Michael Römer von der Wehrleitung schmunzelnd, weil die Paletten nass waren und das Feuer seine Zeit brauchte. Zum dritten Male hatte Feuerwehrfrau Natascha Ahrens die Organisation übernommen. Zwölf  Mitglieder der Jugendfeuerwehr begleiteten mit Fackeln die Musiker des Musikvereins Oberhausen, weitere 26 Feuerwehrmänner und -frauen sorgten routiniert für einen reibungslosen Ablauf, es gab heiße Würstchen und Kakao und wärmende Getränke . 900 Rosinen- und überwiegend Schokobrötchen für den St. Martinsumzug waren am morgen von den Feuerwehrmännern in der Kallenfelser Bäckerei Friedrichs gebacken worden. Diese Aktion wird durch die Spenden der alljährlichen Aktion „Tannenbaum“ finanziert, wenn die Wehr ausgediente Weihnachtsbäume entsorgt.



   KIRN. Die Stadtverwaltung Kirn veranstaltete in Verbindung mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge anlässlich des Volkstrauertages eine zentrale ökumenische Gedenkfeier in der Aussegnungshalle und auf dem Städtischen Friedhof. Pfarrer Michael Zeh und Heinz-Erhardt Griethe sagten, Trauer brauche Zeit. Frieden und friedlicher Wandel in Europa und in der Welt seien möglich, dies habe man erfahren dürfen. Viele Plätze blieben leer, die zeitgleiche Trauerfeier für Nationaltorwart Robert Enke war in aller Munde. Die Seelsorger gedachten allen Opfern von Krieg und Gewalt, den Hinterbliebenen, Vertriebenen und allen Menschen, die wegen ihrer Herkunft oder ihres Glaubens verfolgt wurden. Als Mahnung zum Frieden und für mehr Fürsorge, Herzenswärme und Mitmenschlichkeit war die Gedenkfeier gewidmet. Musikalisch umrahmte der MGV Edelweiss um Gerd Kirsch mit „Beati Mortui“ von Felix Mendelssohn Bartholdy und Franz Schuberts „Wohin soll ich mich wenden“. Eine Ehernformation der Feuerwehr legte zu den Klängen „Ich hatt` einen Kameraden…“ des Kirner Musikverein 1878 unter Michael Helmes am Ehrenmal Kränze nieder.

Bild 1929: Mehrere Kränze wurden am Mahnmal niedergelegt 1930: Die Feuerwehr um Wehrleiter Mario Wagner (vo.) trugen die Kränze Bild 1931: November 2009, Kirn Der MGV Edelweiss sang in der F.-Halle


KIRN.Mit Marie-Theres Preßnick kürte der höchste närrische Rat der Kolpingfamilie Kirn („KfK“) im Pfarrzentrum St. Pankratius  ein echt Kirner Mädchen zum Funkenmariechen der Session. In Abwesenheit wurde aus der emsigen „ADF-Garde“, den Alt-Dusseligen-Funken, Bärbel Oepen als Gegenpart dazu gewählt.

   Zwar kam beim obligatorischen Auftakt das dreifachhohe „Kirn-Helau“ und „Kolping-Helau“ noch etwas schwach und zaghaft über die Brust, dennoch: Akteure, Jecken und Tanzmariechen deuten dies eher als „Ruhe vor dem Sturm“, denn die Kampagne mit großem Kirner Rosenmontagsumzug am 15. Februar als Krönung werde „mit viel Muff-Tata, Glanz und Glamour sehr arbeitsintensiv und heftig“, wie dies Friedhelm I. Littkowski  umschrieb. Seit über 25 Jahren pflegt er heimisches Brauchtum und geht in seine 18. Regentschaft als KfK-Sitzungspräsident. Voller Begeisterung und Enthusiasmus will die KfK anknüpfen an großartige Kampagnen. Und natürlich darf man gespannt sein, was die Politpatrioten und Lokalschwadronieren Stefan Marx und Frank Heilmann wieder ausbaldowert haben und wer genüsslich durch den Kakao gezogen wird, die Proben laufen und Kalamitäten gibt’s zur genüge. Von Beginn an sind die Altdusseligen Funken um Karen Littkowski und Silke Baus mit viel Esprit und funkensprühenden Ideen treibende Kraft und verlässliche Stütze bei der KfK auf der Bühne und in der Bütt. Karen Littkowski und Nicole Wermann betreuen die „Minis“, die „Teenies“ haben mit Melanie Barth und Marie-Theres Preßnick ein neues Trainerinnengespann. Funken und die Formation „Lunamia“ werden von Doris Hub, das Männerballett von Dieter Wermann betreut. Am 30 Januar 2010 um 15.11 bei Kaffee und Kuchen wird das Pfarrzentrum zur Narhalla, am 6. Februar ist große Prunksitzung im Kirner Gesellschaftshaus. Am 13. Februar um 15.11 Uhr ist die Kolpingfamilie bei den Senioren im Dhauner Wald im Altenheim der Dominikanerinnen zu Gast. Am 14. Februar um 14.11 Uhr ist im „Pfarreiennest“ St. Pankratius Kindermaskenball mit Verlosung. Montags geht’s um 10.11 Uhr auf dem Marktplatz mit Lifemusik los, und um 13.11 Uhr startet ab der Brauerei der Rosenmontagsumzug aller drei Kirner Korporationen Rappelköpp, Kallenfelser Eulen und Kirner Kolpingfamilie. (Bild 1919- November 2009.



HERBST 2009 - Originale und Originelle!

Bild 1718: Erna Berg und Dr. Ulrich Hauth bei der Beachparty  vor dem Stadthaus im  Rheinsand auf dem Kirner Marktplatz im Plausch! 

Bild 1719: Künstler Karlheinz Brust (79 Jahre) hat die Form des Sulzbacher Schellenmannes fertig! Siehe dazu auch KULTUR /EXTRA!

Nr 1720: Drei Handwerksmeister halten Balance und bewahren altes überliefertes Handwerk siehe: Leute nebenan / Beruf+Handwerk 



Rückblick 2004: Glühende Sohlen auf der Kyrburgbühne!

Bild 1854: Tolle Choreografien dank... Bild 1855:...durchtrainierter Körper 1856: Lachen + pure Lebensfreude!

KIRN im Juli 2004: Wer die Möglichkeit hat, "Magic of the Dance" life zu besuchen, sollte dies tun. Irische und Schottische Tänze erzählen meist ganze Story, auch amerikanische Formationen (-wie oben-) sind sehenswert. Nach der Jahrtausendwende gastierten auf der Kirner Kyrburg oder im Gesellschaftshaus  mehrere Ensembles, eine besser und brillanter besetzt als die andere. Alle erhielten aufgrund ihrer körperlichen Fitness und ansteckender, mitreißender Tänze und Darbietungen stehende Ovationen. Man kann die jungen Leute nur zu ihrer synchronen Leistung beglückwünschen. Nach mehrjähriger Abstinenz heißt es im November 2009 wieder in Kirn: "The Lord of the Dance"



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TOBIAS MANN in Kirn (Okt.2009) Nach seinem mehrfach preisgekrönten Erstlingswerk "Man(n) sieht sich!" gastierte Tobias Mann zum zweiten Mal auf Einladung der Kultur-Initiative Kirn im Gesellschaftshaus und  präsentierte vor 300 begeisterten Besuchern mit „Man(n)tra - der Sinn des Lebens in zwei Stunden“ sein zweites Bühnenprogramm. Der Mainzer Kabarettist, Comedian und Musiker hat es faustdick hinter den Ohren und ließ es mächtig krachen: Er nahm sein Publikum mit, stürzte sich auf das Hier und Jetzt, um dem alltäglichen Wahnsinn einen Sinn abzuringen - und sei es auch nur Unsinn.

   Wie Schwiegermamas Liebling stürmte da ein knuffig-pfiffiges Kerlchen auf die Bühne und begeisterte sein Publikum von der ersten Minute an mit Wortwitz und gebetsmühlenartigen Phrasen vollends: „Das war Champions-League, da war jeder Satz ein Brüller: Ohne Hänger und ohne Schwäche, geistig topfit, von einer Baustelle zur nächsten“, lobten schon zur Pause wie „Kirn-aktiv“- Vorsitzender Hans-Jürgen Dinig oder Sandra Reichard aus Oberhausen viele Gäste. Gekonnt geht er auf Tuchfühlung zum Kirner Publikum, schleimt sich ein und beherrscht die Situationskomik im Zwiegespräch par Exzellent. Zwar ist die Toilette im Gesellschaftshauskeller nur 3 Quadratmeter groß, dafür gibt’s zum Glück jede Menge Notausgangsschilder. Mit den Hunsrückern hat er es sich verscherzt: „Wo kommen sie her“, fragt er ins Publikum, „aus Schwarzerden? Ich wollt net wisse, wie´s dort aussieht!“. Schon bei seiner ersten Rockn´Roll-Version nach der Sinnfrage lässt der Entertainer durchblicken, dass er Musik lebt und zelebriert und erhält mehrfach spontan Szenenapplaus. Anders als beim Stones-Konzert: „Sind das noch die Stones- oder war das schon Lebenswelten?“  

Bild 1812: Attacke!!!. Tobi singt, kalauert, spielt, lacht, tobt... Bild 1813: Für Fritz Bischof (VHS) signiert der Mainzer gerne Bild 1814: Er kann mit der Kamera spielen, er mag Blitzlichtgewitter!

Mit viel Elan und Esprit startete der vielfache Kleinkunstpreisträger und Tausendsassa in „Schlappschniss-Marnier“ ohne Punkt und Komma und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, voll durch. Zotenreißerisch holt der in Deutsch studierte, 33-Jährige, extrovertiert und metaphorisch gekonnt weit aus zum Rundumschlag: Gegen Philosophen, Literaten, biblische Propheten, gegen Gott und die Welt, kontra Internet und Komasaufen, „Googelitis“ und Highsociety, PIN, PUK und TAN,Tratsch und Klatsch der „Fensterbankstasi“ und Dummschwätzer. Natürlich landete er gegen Politiker einen Volltreffer nach dem anderen. Er hat die Gabe, Situationskomik mit kreativer Spontaneität und Geistesblitzen zu paaren, grübelt über Sinn und Unsinn und die banal-komische Sicht der Dinge. Gibt es ein „zwischen den Jahren“? Pointen sitzen wie Nadelstiche und neben Philosophen als gescheiterte Existenzen muss er als Kabarettist und Comedian standesgemäß Politiker mögen. Aber das ist gewöhnungsbedürftig für einen, der 16 Jahre unter „Kaiser Kohls Knute“ aufwuchs: Abwählen? Geht denn so was überhaupt? Es geht. Je beliebter der Politiker, desto angriffslustiger sein schnelles Mundwerk, scharf wie ein Schwert oder Seziermesser. Mann kann brillant polemisieren, polarisieren und politisieren. Das tut er. Als echter Meenzer kann es keinen zweiten Gutenberg geben. Ihn wurmt der smarte, geschmeidige Wirtschaftsminister, „der immer einen druckfähigen Satz `raushaut“, avanciert zum Feindbild und Lieblingsgegner. Dessen Worte wie „geordnete Opel Insolvenz“ oder „nach allen Seiten offen“ setzt er ein entlarvendes Kurt Tucholsky-Zitat entgegen: Wer nach allen Seiten offen ist, ist nicht dicht! Was darf Mann „vom alten Brüderle“, der auf Wahlkampfplakaten gestylt frisch wirkte, erwarten? „Angie“, Westerwelle, Pofalla, alle bekommen ihr Fett ab. Und in Hessen Koch und Schäfer-Gümbel: „Ach Gott, schlimmer kann sich personelle Genossennot net ausdrigge“. Zwischen den manchmal atemlosen assoziativen Tiraden beweist Mann sein Können und musikalisches Talent. Mal greift der „Aca+Pella“- Frontmann beim Blues zur Gitarre, mal sitzt er flitzeschnell klimpernd und mit Tiefgang singend am Flügel. Dass er genüsslich über ältere VHS-Abokunden in den ersten drei Reihen lästert, die eben nicht in jene „werberelevante Zielgruppe zwischen 14 und 49“ passen, freut und ehrt ihn doch, dass ihn Ältere mögen. Trotz Abo. Das darf er sich als Kompliment anheften, schließlich ist die Kaufkraft der „Hahn-Air-Kaffeeflügler“ nicht zu unterschätzen und „Das letzte Hemd hat keine Taschen“, singt er als Hommage. Als Zugabe rappt er „so richtig geil den Goethe Schitt“ in 5:20 Minuten über Faust und Mephisto voll ab: Vom ersten, noch depressiv überlagerten Beschwörungsversuch in des Magiers Labor über Mephistos Auftritt bis hin zum liebestollen Alten. Wie Gretchen stellt auch Tobi Mann in Kirn die alles entscheidende Gretchenfrage nach Sein oder Nichtsein, nach Sinn oder Unsinn, Recht oder Unrecht und wie ist das mit dem Leben nach dem Tod abgeht. Das Schöne an Mann: Er gibt Antworten- ob sie passen oder nicht!     


OFFENE GESCHÄFTE,  BAUERNMARKT + GEWERBESCHAU LOCKTEN 2009 TAUSENDE Schnäppchenmentalität den Kampf angesagt- kontra Geiz ist Geil!

 KIRN. 11. Oktober 2009 --SIEHE AUCH Rubrik -heylive-: WIRTSCHAFT- Der historische Kunsthandwerker-und Bauernmarkt mit über 80 Ständen, offenen Läden von „Kirn aktiv“ und die Leistungsschau der Gewerbeinitiative Kirner Land („GiK“) lockten  Tausende Besucher ins „Kaufhaus Kirn“.

1772:Bei der Eröffnung der Gewerbeschau gabs kontra gegen "Geiz ist geil" und Co. Bild 1773: Die neue Volksbank im neuen Outfit kleckerte nicht, sie klotzte! Bild 1774: Biene Summi musste sich bei Künstlerschmied W. Ax erstmal wärmen!

    „Wahrnehmen mit allen Sinnen. In unseren Handwerks-und Familienbetrieben zählt Qualität und Leistung zu einem fairen Preis!“, mit dieser Tageslosung zur Eröffnung warb gestern Morgen im gut gefüllten Zelt der Gewerbeschau „GiK“-Vize Frank Schuler um Zuspruch. Es war die zwölfte Leistungsschau heimischer Firmen, die vierte unter der Regie der Gewerbeinitiative Kirner Land, zum zweiten Male am neuen Standort: Im vergangenen zählten die Organisatoren weit über 4000 Besucher, man habe eine ideale Plattform geschaffen, wo direkte Kontakte und Beziehungen zum Kunden möglich sind, wo Innovation geweckt und wo Neues und Neuigkeiten transportiert werde. Die Region und einheimische Firmen hätten ein ganz starkes „Wir-Gefühl“ entwickelt: „Wir bieten ihnen  den bestmöglichen Service“ warben die 86 Mitgliedsfirmen aus Handel, Handwerk, Gastronomie und Dienstleistung von „GiK“, über die Hälfte war im Zelt und drum herum auf dem großen Tengelmann Parkplatz zwischen Amthof- und Hahnenbachstraße präsent. Man sei sehr erfolgreich und auf dem richtigen Weg, Zeichen zu setzen gegen die „Geiz ist geil“ und „Ich bin doch nicht blöd“ Schnäppchenmentalität, rief Frank Schuler aus. Bürgermeister Fritz Wagner freute sich, dass Tradition und Moderne mitten in der Stadt da treffen, wo das urbane Leben pulsiert und sich täglich manifestiert. Er nannte zahlreiche Schlagworte, Kirn habe sich sehr zum positiven gewandelt, Stadt und VG hätten größtes gemeinsames Interesse. Auch VG- Beigeordneter Hans Helmut Döbell wünschte den Veranstaltern „als ganz starkem Netzwerk am Ende des Tages prall gefüllte Auftragsbücher“ und appellierte, dass die Besucher in Kirn-Land zum wählen gehen. Auf der Freifläche vor dem Zelt stand der Verkehrssimulator der Polizei und auch das Verkehrssicherheitsmobil war vor Ort; -die Kindersicherheit lag den Beamten am Herzen. Marketingleiter Dietmar Klein mit Team freute sich, dass erstmals der „Überflieger“ (die Gleisüberbauung) und die Schülerkiesel visuell in Bild und Ton präsentiert wurden. Ansprechbar sein, präsent sein und Fragen beantworten, war erklärtes Ziel. Bauen im Kirner Land und Energieeinsparen waren im Zelt Topthemen, Handwerksgewerke wie Zimmerer, Holzkünstler oder Schieferdachdecker zogen magisch an, denn überall da, wo gehämmert und gewerkelt wird, blieben Besucher stehen und ließen sich gerne von Experten und Spezialisten beraten.

Bild 1775: Die Schmiedefreunde trotzten Regenschauer,  kommen gerne nach Kirn  Bild 1776: Schornsteinfeger sind seit jeher besondere "Glücksbringer" 1777: So manch Attraktion gabs für die beiden "Fritz" Wagner + Bischof zu sehen

„Grüne Damen“ gingen durch die Stadt und verteilten Gutscheine für Cocktails, das Rahmenprogramm bereicherten eine Kinder-Hüpfburg, Livemusik mit Marco Fritz, Motorsägen-Holzschnitzer, sowie ein geöffneter Biergarten der Kirner Brauerei. Man sah in der Gerbergasse eine Traktorenschau, mehrere Musikvereine und -kapellen spielten in der ganzen Stadt. Die Schmiedefreunde 1989 aus Weltersburg standen auf dem Marktplatz, die im Hammerschlagtakt am Amboss funkenspeiend glühendes Eisen aus der Esse schmiedeten. Am frühen Nachmittag landete unser Bienchen Summi im Steinweg. „Die sieht aber süß aus, ganz toll!“ lobten wie Gerda und Hermann Köhler aus Heimweiler viele Senioren, während sich die Kiner gerne mit dem Bienchen „abklopften“ und fotografieren ließen. In Feierlaune im „Kaufhaus Kirn“ waren zahlreiche Mitglieder von „Kirn-aktiv“ und der Gewerbeinitiative Kirner Land („GiK“). Sie lockten mit Rabatten, viele feierten Jubiläum: Einst als Betonwerk in Rudolfhaus gegründet, feiert das Baucenter Fey in der Binger Landstraße heuer seinen 50.Geburtstag, Venter im Halmerweg sein 70-jähriges Firmenjubiläum und alle hatten die Spendierhosen an, warben mit „Jubiläumsverkauf und gigantischen Jubiläumsrabatten“ und begrüßten ihre Kunden noch mit einem Gläschen Sekt. „Wer heute nicht in der Stadt ist, ist selber schuld“, hörte man Otzweilerer und Hochstetter Cliquen und Grüppchen sagen, Feierlaune war angesagt.

Bild 1793:Gastronomie Krämer beköstigte mit einem KochTeam die Besucher 1794: Nette Menschen um Dietmar Klein: Hand in Hand vor dem eigenen Stand! Bild 1795: "Grüne", nette Damen sorgten für coole Drinks und heiße Cocktails!

Bilder 1799 und 1800: Ende Sept. 2009

KIRN TATÜTATA: Einsatz am Kirner Steinbruch: Anrufer hatten Mysteriöses gesehen, beobachtet und der Polizei berichtet, die daraufhin den Dingen auf den Grund gehen musste: So sausten jede Menge Einsatzfahrzeuge, DRK- Bereitschaft und Polizei in die Binger Landstraße, wo am Steinbruch Lagezentrum war. Auch ein Hubschrauber überflog die Region. Fazit: Falscher Alarm: Letztlich hatten alle eine "Metzjerfahrt" gemacht.


Exquisite Ausstellung: "Blicke von hier und anderswo" 

KIRN. Oktober 2009 Die Kunstausstellung „Blicke von hier und anderswo“ der Künstlervereinigung Fontaine-les-Dijon im Kirner Gesellschaftshaus erfüllte schon bei der Vernissage alle hochgesteckten Erwartungen, was das Interesse der Kirner und der Gäste an Kunst und Kultur betrifft. Die Stadt und ihre Mitarbeiter war guter und aufmerksamer Gastgeber während der Feierstunde, Routine wurde sichtbar.

Bild 1760: Ute Wagner, Laudatorin Nicole Lamaille und aus Burgund der Maitre von Fontaine-les-Dijon, Patrick Chapuis.   Bild 1761: Patrick Chapuis freute sich, in Kirns "Gutt Stubb`" Impressionen und Exponate in Kirn  präsentieren zu können. 1762: Groß war die Schar des illusteren Publikums bei der Vernissage. Fast den ganzen Oktober ist sie in Kirn geöffnet

   Ein Besuch der Kunstausstellung lohnt sich in jedem Falle: „Blicke von hier und anderswo“ ist ein wahres Kaleidoskop, reich an Farben, Formen und Themen: Denkmale, Sehenswürdigkeiten, Dächer oder stille Gassen in Burgund, sind ebenso zu finden, wie verstohlene und vergängliche Momente, abstrakte Kompositionen, schöne Frauen, stilisierte Tiere.....Nicole Lamaille aus Burgund hielt die Laudatio und nahm die Besucher der Vernissage mit auf einen kleinen Spaziergang durch die Ausstellung, in der alle Variationen und ausgefeilte Techniken, alle Stile und Trends präsentiert werden. Namentlich erwähnte sie, wo die zwölf Ausstellenden ihre Künste erwarben, ihre Inspiration und kreative Schaffenskraft her hatten. Selbst stellt die sehr gut deutsch sprechende Vorsitzende der Künstlergruppe Fontaine-les Dijon ebenfalls Exponate aus: „Die Aufgabe der Künstler ist es, uns anzuleiten, uns die Augen zu öffnen, uns das Sehen zu lehren, so wie wir das Lesen gelernt haben“, sagte sie. Alle zehn Grafiker und Maler sowie die beiden Bildhauer und Skulpteure Emmanuel Couqueberg und Aline Floch-Gagne` seien weltoffene Europäer, die oft außerhalb Frankreichs ausgestellt hätten. Zuvor begrüßte Kirns Bürgermeister Fritz Wagner die Gäste, Ehefrau Ute fungierte als charmante und wortgewandte „Dolmetscherin“. Er sei von den Exponaten fasziniert und begeistert. Neben der Karlheinz Brust-Stiftung habe Kirn seit Mitte der 1970-er Jahre der Kunst breiten Raum gewidmet: 74 Ausstellungen habe es seitdem gegeben, elf waren der Partnerstadt und „Jumelage“ gewidmet. Die Feierstunde umrahmte Eva Rexigel aus Bergen am Flügel. Sie ist Schülerin der Musikschule Kirn- Meisenheim-Bad Sobernheim, die 2010 ebenso wie die Freundschaft mit Fontaine-les-Dijon im kommenden Jahr seit 25 Jahren besteht und gefeiert wird. Auch für seinen Amtskollegen Patrick Chapuis sei es eine große Pläsier die positiven Veränderungen in Kirn erleben zu dürfen. Für alle sei es eine stolze Ehre, in Kirn dabei sein zu können, „und ein Glück, Stunden der Jumelage in der Partnerstadt pflegen zu dürfen“, sagte Patrick Chapuis. Malerin und Autorin Christiane Bruley beschreibt sich als Autodidaktin und war schon einmal mit ihren großformatigen Bildern in kräftigen Farben in Kirn. Schwarz und weiß dagegen ist der Kontrast als persönlicher Pinselstrich von Vally Brun, die mit dem Blick der Frau Frauen malt. Auf  Aktmalerei hat der in Belgien gebürtige Lehrer für Zeichnen und Ölmalerei, Christophe Castiaux, seinen Schwerpunkt gelegt. Robert Hezard malt seit 1979 vor allem in Öl auf Leinwand in Spachteltechnik. Nicole Lamaille und Informatik-Ingenieurin Marie-Annick Macke sind mit dabei, ebenso die Kunsthochschul-Absolventinnen Nadine Morel und Veronique Poulleau sowie die Burgunder Atelierbetreiberin Micheline Reboulleau. Der Kunstrichtung dekorativer Plakatstilistik hat sich Dimitri Koulaguine verschrieben, was mit Charme an großformatige ostdeutsche Werbebanner oder Portraits über Trabbi und Honecker erinnert. Wie der sprichwörtliche rote Faden lassen sich die 105 Werke thematisch jedem Künstler zuordnen, der „Betrachter kann sich dem Künstler nähern und ihn verstehen“, schwärmte als Besonderheit Petra Ruznicki von der Kirner Künstlergruppe beim Rundgang mit Karlheinz Brust.  



September 2009 KIRN. Die vom ADAC- Mittelrhein durchgeführte „Classic“ erfreut sich seit Jahren größter Beliebtheit und machte Station in Kirn. Das Kirner Sportfahrerteam (SFT) und der MSC Nahetal Bad Kreuznach waren mit über 50 Helfern Ausrichter, mehrere Motorsportclubs an der Nahe stellten lizenzierte Zeitnehmer. Start und Ziel war Welgesheim. Durchs Alsenztal ging es an Glan und Nahe entlang durch Kirn über den Hunsrück zum Binger Rheinufer. Zwischen Steinweg und Marktplatz wurden die Autos und Fahrer vorgestellt, zahlreiche Enthusiasten und Fans, darunter Fachjournalisten und die Deutsche Edelsteinkönigin Carina Leyser kamen, sahen und staunten, und wünschten unfallfreie Fahrt. 

Bild 1700: Fahrtleiter-Sekretär Jürgen Sponheimer (Nußbaum li.)am Porsche mit Edelsteinkönigin Carina Leyser  1701: History: Winker und Wischer an: Mercedes 170 Va- kostete einst 3825 Reichsmark + wurde 140.000 mal gebaut! Bild 1702:Chrom blitzte in der Sonne, die Stimmung war okay. Hier im Bild fährt ein schwerer BMW 3.0 CS A mit 180 PS 

   Über jeden Fahrzeugtyp wusste Moderator Klaus Lambert Anekdoten und Bände zu erzählen: Etwa, dass das BMW Modell 1602 als Verkaufsschlager Mitte der 1960-er Jahre die Bayrischen Motorenwerke vor dem Konkurs bewahrte, ein Ford Capri oder der Opel GT über ein Jahrzehnt lang Jugendtraum einer ganzen Generation war. Beide legendäre Boliden kamen majestätisch schön hintereinander den Kirner Steinweg herunter gefahren vor einem Porsche Targa 911, der ursprünglich mit Überrollbügel ausschließlich für den amerikanischen Markt konzipiert worden war. Mit fundiertem Wissen faszinierte Klaus Lambert seine Zuhörer, philosophierte und schwadronierte über „Schätzchen“, „Sahnehäubchen“ und „Cremeschnittchen“ und jene Traumautos wie den Mercedes 190 SL, den der jüngst verstorbene Toni Sailer steuerte, und die Film- und Firmengeschichte schrieben. Spontaner Applaus war fällig, als ein Oldie mit Vorkriegskarosse, Baujahr 1951 mit 38 PS, ein Mercedes 170 Va mit massiven Trittbrettern vorfuhr, und seine kleinen Winker (ausklappbare Richtungsanzeiger), die Mini-Scheibenwischer im Schneckentempo, sowie die nach hinten aufgehenden Türen dem Publikum präsentierte. Auf führender Position in der FIA- Oldtimer-Rangliste kam nach einem Porsche 911 mit Startnummer 2 ein unrestaurierter feuriger englischer Roadster MG  B und zog alle Blicke magisch auf sich. Weiteres Highlight aus den „Top-Ten“ war ein vielfacher Klassensieger, ein Alfa Romeo „Super Giulia“: „Wenn wir früher mit Giulia auf die Musik zum Tanz fuhren, meinten wir mit Sicherheit nicht unsere Freundin Julia, sondern vergötterten den Alfa Romeo, der wie kein anderer italienische Automobilgeschichte schrieb“. Jenes Modell war die südländische Antwort auf den erfolgreichen VW Käfer. Mehrere Modelle, vom „Herbi“ Salzburgmodell 1303 über die Sondermodelle Karmann Ghia oder gleiches Modell als Caprio, gesteuert von den Bad Kreuznachern Heinz Rehm und Viktor Seewald nahmen unter den knapp 40 Fahrzeugen teil. Sehenswerte und beliebte Fotomotive waren ein Chevrolet Corvette mit 7,4 Liter Hubraum, ein 1928-er Ford A Modell oder eine englische Triumph-Spitfire mit den dreimaligen Nahetal-Classic-Gesamtsiegern Wolfgang Smuda und Norbert Lehmann (Idar-Oberstein). Mit von der Partie als „Lokalmatadore“ auch Elke und Dieter Landau aus Bad Sobernheim mit einem 1956-er Fiat 1400 B und  aus Bad Kreuznach Heidrun und Harald Kleinz mit einem BMW 2002. Aliona und Uwe Hilt aus Kirn mit einem 1958-er Mercedes 190 SL wurden als Sieger gekürt!    



Wie sehen die Perspektiven des neuen Vorstandes aus, was hat Priorität und wie geht es weiter im Kirner Reiterverein auf der Nägelspitz? Schließlich ist die Mitgliederzahl von einst 230 heute 80 geschrumpft: „Das war lange vor unserer Zeit. Ganz wichtig ist Kontinuität. Das Vereinsleben muss bei Grillabenden gestärkt und das Angebot für Kinder und Jugendliche verbessert werden. Wir sind mit der Familie Pesi da auf einem sehr guten Weg!“.Neuer Vorsitzender ist Markus Schwan, Stellvertreterin ist Marie-Luise Derr. Zur Schriftführerin und Tierschutzbeauftragten wurde Linda Spaeing gewählt, Kassenwartin ist Gabriele Bender. (Bild1657- Mitte September 2009. Der Vorsitzende Markus Schwan drei Tage vor der Hochzeit mit Linda Spaing in Monzingen und einem blinden Pferd))

   KIRN /MONZINGEN. KIRN /MONZINGEN. (Mitte September 2009) Markus Schwan aus Monzingen ist neuer Vorsitzender des Reit-Fahr-und Zuchtverein Kirn und Umgebung. Seit sechs Jahren lebt der in St. Wendel gebürtige 45-Jährige Textilreinigungsexperte mit seiner zukünftigen Frau Linda Spaeing in der Monzinger Nahemühle. Die beiden halten und pflegen mehrere Pferde mit Handicaps und  haben sich auch eigene Hippolino-Ponys zugelegt. Mit ihnen ist bereits ab dem vierten Lebensjahr problemlos und spielerisch Reiten lernen möglich. Linda Spaeing ist gelernte Arzthelferin und neuerdings diplomierte Lehrkraft für das Hippolino-Programm. Es basiert auf einem Gruppenkonzept mit zahlreichen, anerkannten und ausgefeilten reformpädagogischen Grundsätzen. Hippolini-Ponys mit ihrer stoischen Gelassenheit seien geradezu prädestiniert für die Kleinsten, das reitende Kind erlernt spielerisch die korrekte Einwirkung auf das Pferd. So sind auf der Monzinger Nahemühle während den Ferien Abenteuererlebnisse wie Karl-May-Spiele von Eltern und Kindern für Kinder seit Jahren sehr beliebt. Markus Schwan und seine Lebensgefährtin kamen durch das Westernreiten zum Kirner Reitverein in die Nägelspitz. Sie haben gemeinsam mit der dortigen Pächterin Jessica Pesi in diesem Jahr schon mehrere Veranstaltungen wie etwa die „Musikalische Pferdenacht“ mit spektakulären Choreografien vor Hunderten begeisterten Zuschauern auf die Beine gestellt, wo auch Kinder und Reitschüler das Programm mit gestalteten. „Diese Zusammenarbeit im Team macht Spaß und trägt Früchte, beim Angebot sind wir quasi eine funktionierende Symbiose eingegangen!“. So soll es in diesem Jahr noch einen Hippolini-Mini-Club geben, am 11. Oktober ist dazu nachmittags ein Schnupperkurs auf der Kirner Reitanlage terminiert. Erneut wird es am 31. Oktober eine „Halloween-Party mit den schönsten Aufführungen des Jahres geben“, verspricht Vorsitzender Markus Schwan. Linda Spaeing (feiert Samstag 40. Geburtstag und mit Markus Schwan Hochzeit!)) und der neue Vorsitzende des Kirner Reitvereins Markus Schwan haben ein großes Herz für benachteiligte Pferde, hier mit der 21-Jährigen blinden Stute, einer Tigerschecke namens „Chocolat“, die sogar geritten werden kann! Neu soll ein Hippolini-Club auf der Reitanlage in der Nägelspitz etabliert werden, Reiten für die Kleinsten liege voll im Trend.


KIRN. Zum fünften Male gastierte das Herxheimer Chawwerusch- Theater in Kirn. Das neunköpfige Profi-Ensemble sprühte geistreich voll realem Wortwitz und Esprit und kam mit ihrer deutsch-deutschen Sommerkomödie „Trabi auf Touren“ im Gesellschaftshaus ganz schön in fahrt und auf Touren. Und wann fährt der Trabi am schnellsten? Richtig: „Wenn er am Abschlepphaken hängt“; -so geschehen in Kirn!  

Bilder 1982  Kirn  -Okt 2009-

 Im Rahmen des rhlpf. Kultursommers begann am 25. Juni im Festsaal des Hambacher Schlosses ein langes Premierenwochenende, 38 Auftritte stehen auf dem Spielplan des Ensembles. 60 Jahre RLP, 20 Jahre Mauerfall und 25 Jahre Chawwerusch- Theater, wenn das kein Grund zum Feiern ist?   Das Bühnenbild mit Sandsteinfassade und Weinkisten,  ist eher spartanisch eingerichtet und gibt Mauerfallkulisse + Weinbergsblick frei. 

Bild 1983  -Kirn  -Oktober 2009

 Als Freilichtkomödie mit durchgehender Lifemusik zweier DDR-Uniformierter war das Stück inszeniert. Nach dem Mauerfall wechselt am 1. Juli 1990, dem Tag der Währungsumstellung, Familie Lemke ihr altes DDR-Geld in D-Mark und bricht mit dem Trabi Richtung Costa Brava auf. In der Pfalz besuchen die „Ossis“ eine Winzerfamilie, die sie vor Jahren am Balatonstrand näher kennen gelernt hatten. Am nächsten Morgen streikt der „Plastebomber“. Jenes treue Stück, die geliebte Hutschachtel, auf die man elf Jahre lang hat warten mussten. Welche Blamage!  (Wir berichteten bereits über den Inhalt und die brillante Besetzung). Die „Ossis“ sind zum Bleiben verdammt, bis das Ersatzteil da ist und werden ähnlich hofiert wie die ungeliebte Verwandtschaft, die man gern von hinten sieht! In Zwiegesprächen mit Stasispitzel, Planwirtschaft und „Ossi“-Einheitsküche auf der einen,  „Wessi“- Komfort mit topaktueller Mode, Konsumüberfluss in freier Marktwirtschaft prallen Klischees und Plattitüden gnadenlos aufeinander, muss Völkerverständig und Annäherung erst gelernt und justiert, und in Balance gebracht werden. Die Zuschauer lernen „Bückware“, Mauerspechte und Menschenrechte in allen Facetten ebenso wie etwas „Mitleid mit der Stasi“ kennen. Hierzulande wächst die im Osten kaum gekannte Arbeitslosigkeit, Nachbarschaftshilfe wird zum Klassenkampf und gelbe Gerichts-Mahnbescheide offenbaren schonungslos „die Fratze des Kapitalismus“, wie dies die in einer Paraderolle als jugendhaft-wirkende Ossi-Punkgöre spielende Birte Hebold schon immer eingetrichtert bekam. Ebenso wie der Hasslocher Schauspielschüler Stefan Deege als „Wessi“- Pontom dazu boten die beiden Chawwerusch-Neulinge herzerfrischend und komödiantisch realer Anschauungsunterricht deutsch-deutscher Zeitgeschichte par excellent und ohne Filter. „Wessi“-Arroganz kontra friedlichen Revoluzzer!  Renate Regitz aus Becherbach hatte eine Karte bei unserer Zeitung gewonnen, Sohn Florian ist stolzer Trabi- Besitzer, für sie war der Besuch Pflicht: „Alle fanden sich wieder, die deutsch-deutsche Geschichte ist eine Erfolgsstory, inspirativ-interessant. Wir gegen uns selbst. Ein Volk im Zwiespalt zwischen Solidarität mit dem Klassenfeind!“. Viele Besucher sehen bis heute in der unblutigen Wiedervereinigung das interessanteste Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte: „Dieses Datum bleibt ein Grund zum feiern, worauf alle Deutschen stolz sein können!“, schwärmten Ilse und Paul Conrad aus Feilbingert. Vier Trabis stehen in ihrer Garage und auch sie verfolgten wie elektrisiert das Spektakel: „Witzig und voller Klischees hüben wie drüben und genau so, wie es sich zugetragen hat“ sagten die beiden, die zwischen 1975 und 1978 in Hennweiler wohnten und einst Pakete zu einer Brieffreundin in „die Zone“ schickten. Ob der „Soli“ schuld war, dass weniger als 100 Zuschauer kamen? „Wir hätten uns mehr gewünscht“, sagten VHS-Leiter Fritz Bischof und Elke Fröba.



Erste Fohlen-und Stutenschau mit zahlreichen Prüfungen 

KIRN. Die erste Fohlen- und Stutenschau mit Leistungsprüfung und Westernturnier für Freizeitreiter lockte die Pferdefreunde aus dem gesamten Südwesten des Landes wieder in Scharen in die Kirner Nägelspitz. Ausrichter an beiden Tagen war der „Paint Horse Club Germany“ (PHCG) und deren Regionalgruppe Rheinland-Pfalz/Saar, die auch Punkte für die „American Paint Horse Association“ (APHA) vergab. Reiter, Züchter und Halter führten am Halfter ihre prächtig gepflegten Vierbeiner den Wertungsrichtern um dem Vorsitzenden Reinhard Schmitz vor, die das Pferd nach seinem Exterieur, der Korrektheit der Gliedmaßen, dem Wuchs und Körperbau bewerteten. Paradevorführungen waren ordnungsgemäß nach dem APHA /PHCG- Regelwerk und nach Teilnehmerklassen sowie dem Alter der Fohlen, Stuten, Hengste und Wallache unterteilt: „Super- prächtig gepflegte Quarter Horses präsentieren sich von ihrer schönsten Seite“, gerieten Besucher wie Pächterin Jessica Pesi gestern Abend regelrecht ins Schwärmen.  Beim „Showmanship at Halter“ musste nicht das Pferd, sondern der Vorführende seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Die Teilnehmer hatten dabei knifflige Aufgaben wie 360-Grad-Wendungen, Rückwärtsrichten, promptes Antraben oder abruptes Anhalten zu lösen. 

Bild 1790- September 2009: „Pleasure“ bedeutet Vergnügen und dies wurde oft beim Western Pleasure sichtbar, wo die Pferde in den Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp den spontanen Kommandos des Richters folgen mussten.



ORGEL gibt den Geist auf! Nicht nur Dietrich Buxtehude (1637- 1707), der „Meister des Nordens“ und Joh.S. Bach standen im Programm, vielmehr lag im Kontrast dazu der Schwerpunkt unter dem Stichwort „Gebrauchsmusik“ in der Orgelmusik der Romantik. Weitere Komponisten waren Gustav Merkel, Johann Frech und Joseph Rheinberger. Peter Jansen begrüßte „aufgrund eines reichen Alternativangebotes in der Umgebung“ weniger als 20 Zuhörer, darunter „Kollege“ und Kirchenmusiker Jürgen Huppert und von der Schwestergemeinde Pfarrer Michael Zeh.

 

KIRN. Dekanatskantor Peter Jansen eröffnete in der Pfarrkirche St. Pankratius auf Halmen den „Kirner Orgelherbst 2009“. Am Ausgang wurde um eine Spende zur Unterstützung der ökumenischen Kirchenmusik in Kirn gebeten und die scheint wichtiger den je, denn der Orgel geht die Luft aus, sie pfeift aus dem letzten Loch!Die Oberlinger Orgel aus den 1950-er Jahren scheint den Geist aufzugeben und sich in seine Einzelteile zu zerlegen. Dem Dekanatskantor blieb nichts anderes übrig, darauf hinzuweisen und sich vorab über die unüberhörbaren Misstöne zu entschuldigen: „Sie sind ausschließlich dem desolaten Zustand des Instrumentariums geschuldet“, sagte er. Feuchtigkeit, der Holzwurm, Dreck und minderwertiges Material sind die Ursachen dafür, das Gebläse ist lauter als ein billiger Staubsauger und das Innenleben „rottet vor sich hin“. Gestern Morgen war dazu ein Mitarbeiter der Orgelbaufirma Mayer zur jährlichen Wartung vor Ort. Im Pfarrbrief war die Gemeinde eingeladen, der Inspektion auf der Orgelempore beizuwohnen. Das Interesse war mehr als gering, Gedränge gab es nicht! Wie es weitergeht wusste niemand zu sagen. Finanzielle Mittel sind klamm, „die Schuldentilgung habe oberste Priorität“, teilte Klaus Käthler, Mitglied des Verwaltungsrates, auf Anfrage unserer Zeitung mit. Man sei  Vergangenheit seien Undichtigkeiten am Dach beseitigt worden. Man sei finanziell „ausgebrannt“, da könne man so schön reden wie man wolle. Überlegungen bis hin zur Gründung eines Fördervereins zur Orgelrestaurierung gab es schon vor Jahresfrist, die Problematik gehe erfolglos in alle Richtungen. „Allen ernstes will niemand an Heiligabend in der Kirche sitzen, und die Orgel geht nicht!“, sagten Zuhörer. Jürgen Huppert wird in der Evangelischen Kirche am 18. Oktober ab 18 Uhr die Orgelkonzertreihe fortsetzen. Zum Abschluss der Konzertreihe am 15. November steht vierhändige Orgelmusik mit Charlotte und Peter Jansen im Kalender. Fraglich bleibt indes, ob dies das marode Instrument überleben wird, und nicht Beistand von höherer Ebene und von ganz Oben  braucht!  (Bild 1617- Ende September 2009)



ERSTER PFERDE-PLAYDAY in KIRN 09-2009:  Mit 18 Teilnehmern war der erste „Playday“ des Kirner Reit-Fahr-und Zuchtvereins gut besucht: „Zum Glück haben wir die Halle“, meinte die Breitensportbeauftragte Sandra Allmacher (Foto m. Siegerpokal)  zu den Wetterkapriolen. In den Disziplinen Trail, Jux-Trail und Ringe Stechen wurden die Sieger ermittelt. Es gab Pokale, Medaillen und Sachpreise zu gewinnen, im kommenden Jahr sollen die Spiele erweitert und zu einer festen Veranstaltung auch für den Nachwuchs werden. Am 3. Oktober wird eine Appaloosa-Pferde-Schau auf der Reitanlage in der Nägelspitz zu sehen sein, am 31. Oktober gibt es eine Halloween-Nacht der Pferde. (Bild 1605, Kirn Ende Sept. 2009)



TOLLE SOMMEREVENTS  DER KIRNER MARKTPLATZWIRTE in der City

  KIRN.(Juli2009) Die erste Beachparty auf dem Kirner Marktplatz war super: „Schön gemacht haben die das!“, hörte man ständig. Sehr viele Komplimente und Zuspruch durften die Macher von „Kirn aktiv“ für dieses erste Spektakel „Beachparty“ mitten in der Stadt entgegen nehmen. Zahlreiche Helfer fanden sich am Samstag ein, sie verteilten tonnenweise Rheinsand von einem Vierachs-Lkw, und verwandelten den Kirner  Marktplatz in ein Strandambiente mit südlich-mediterranem Flair. 

1715: Geschwooooft wurde, herrlich.....! Bild 1716: Das Beste fehlte nicht- "Gelati" Bild 1717: Beachparty auf dem Marktplatz

Über ein Dutzend einheitliche Pagodenzelte gaben ein ansprechendes Bild ab. Liegestühle und Planschbecken, Kanus und weiteres modisches Accessoires von der Badetasche über Strohhüte, Muscheln und aufblasbare Gummibälle oder Liegematten sorgten für das rechte Ambiente. Strandbar und Buggy durften nicht fehlen. Kindern bauten Sandburgen und waren rund um den Marktplatzbrunnen ganz in ihrem Element. Mit einem uralten und wunderschönen „Carretto dei Gelati“, einem nostalgischen Eiswagen, zog Seniorchefin Luciana Ceol alle Blicke magisch auf sich und verteilte mehr Bällchen, als sie verkaufte. Insgesamt ein Dutzend Ausrichter und Standbetreiber von „kirn-aktiv“ boten Scampi-Spieße. Exotische Früchte, Cocktails, Barbeque, Paella oder Kulinarisches vom Feinsten. „Kirn-aktiv“ Vorsitzender Hans-Jürgen Dinig begrüßte und sagte, man wolle mit diesem gemütlichen Abend und dem Familiensonntag gestern, Kundentreue belohnen. Am Plattenteller legten Dietmar Horbach und Michael Kettern auf und versprachen für alle Altersgruppen von Popdiva Lady Gaga bis Rudi Schuricke („Caprifischer, Florentinische Nächte) „Strandfeeling und Beach-Party-Sound a la Mallorca pur“. Wegen dicker Wolken sahen die Besucher Schurickes „Rote Capri-Sonne“ auf dem Kirner Marktplatz nicht untergehen, und auch Sterne zählen war vergebens, dennoch: Derlei Hits und Musikmix kam beim Publikum, viele kamen im Hawaiihemd und im entsprechenden Outfit und Urlaubslaune, 100-prozentig an. Frühere Schlagersternchen wie Conny Froboess nahmen die Besucher mit ihrem Schellackgepressten Hit „Zwei kleine Italiener“ gerne auf eine Reise in den Süden mit, es wurde sogar im Sand geschwoft. Zusehends wurde es „rappelvoll“, die Letzten verließen die Party erst nach zwei Uhr in der `früh. Wie Bernd Mildenberger von „Kirn-aktiv“ vermuteten daher die Organisatoren gestern Mittag noch einen Kater, weshalb die Beachparty erst am Nachmittag wieder so langsam in die Gänge kam.... 



   KIRN. Oktober 2009: Nach einem Jahr Abstinenz ziehen die Bühnenbretter die Akteure der Kolping-Laienspielschar magisch an. Wegen Beruf und Krankheit pausierte Kolping 2008, aber schnell kamen Entzugserscheinungen: „Wir können ohne Theater nicht leben!“ sagen Regisseurin Monika Unrath und Conny Spranger Nürenberg unisono, die völlig vom Laienspiel-Virus infiziert sind, und von Beginn an vor 19 Jahren dabei sind.

 

Bilder 1614 und 1615-Oktober 2009

„Wenn der Hahn kräht auf dem Mist...“ heißt der neue Dreiakter, der einstudiert wird. Es ist ein frivoler und turbulenter Bauernschwank aus der Feder von Erich Koch aus Pfullendorf, der am 25. Oktober die Einladung der KfK-Akteure nach Kirn angenommen hat.  Monika Unrath und Conny Spranger-Nürenberg  sind seit der ersten Stunde dabei und können sich noch an ihren ersten Krimithriller „...wohin mit der Leiche?“ erinnern. Nun folgt ein uriger Bauernschwank.

   „Kräht der Hahn auf der Mist, ändert sich`s Wetter- oder es bleibt wie es ist!“ solch uralte Bauernweisheiten sind wie Weissagungen aus dem 100-Jährigen Kalender: „Regen im Mai-April vorbei!“ ironisch pointiert versteckt. Denn wie der sprichwörtliche rote Faden ziehen sich die zweideutigen Prophezeiungen und Horoskopdeutungen der abergläubischen Magd Hanna durch das turbulente Geschehen und werden bei jedem Kickerikiiie-Gekrähe noch je nach Gemütslage gewertet. Übrigens ist das mit dem Krähen gar nicht so einfach, bereitet noch Sorgen, und hat sich bei der überaus perfektionistisch-agierenden KfK-Truppe als schwierigste Herausforderung erwiesen. Ergo sind Lachsalven vorprogrammiert. Es geht um einen beim Kartenspiel verzockten Hof. Und um eine Erbschaft anzutreten, tauchen ständig neue Väter, Mütter und Kinder auf. Da sind Turbulenzen vorprogrammiert, da fliegen die Fetzen und da braucht ´s bis zum Happyend geraume Zeit, bis der mutterlose Notar Hähnlein mit dem letzten Hahnenschrei der Hanna samt ihren verbrannten Spiegeleiern restlos dahin schmilzt....Wieder mit von der Partie: Der Merxheimer Thomas Kistner und Jürgen Tatzke (Simmertal), in Mimik und Gestik in zahllosen Auftritten zwei bühnenerprobte Garanten par exzellent, ohne die Teamleistung schmälern zu wollen. Aber gutes Laienschauspiel lebt von solchen Typen, die ihre Rolle leidenschaftlich ausleben, auskosten und voll darin aufblühen.„Wir haben ein sehr treues, anspruchsvolles Publikum und sind darauf stolz“, sagt Regisseurin Monika Unrath. In der Stadt seien KfK-Auftritte fest integriert und 2008 gar vermisst worden. Getreue kommen sogar aus dem Westerwald. Teamarbeit wird seit Probenbeginn im Juni groß geschrieben. Martin Schmittfall im Schottenrock aus Rehborn macht mit, Rafael Gutierrez-Stiemert kommt aus Burgsponheim zum proben ins frühere Lokal „Zur Sonne“ im Kirner Steinweg. Das Ensemble ist außerordentlich froh, hier bei Frau Stephan üben zu dürfen und hat sich häuslich eingerichtet. Das Bühnenbild wird detailverliebt mit größter Professionalität und Hingabe zweckdienlich gestaltet, Albert Schug aus Martinstein und Christel Schwandt aus Becherbach sind künstlerisch tätig und tragen alle möglichen Utensilien eines urigen Bauernhofes samt Hühnerstall zusammen. Für die Zuschauer ist Einblick auf den Misthaufen garantiert, wirbt die Clique. Weitere Mitwirkende sind Anna- Carina Becker, Marvin Nürenberg, Michael Schug, Sabine Rogaischus und Rolf Ponzellar. Souffleuse ist Susanne Schwandt-Zajone, weitere Akteure wirken vor und hinter den Kulissen.>>>Aufführungen sind im Kirner Gesellschaftshaus am Samstag, 24. Oktober, 20 Uhr und Sonntag 25. Oktober um 18 Uhr. Am Samstag, 31.Oktober um 20 Uhr. 


Viel los im Stadtteil „Über Nahe“: „Rosinenbomber“  als Lebensmittelgeschäft eröffnete sein Angebot. 

Bilder 1634 / 1635 September 2009

Erst vor wenigen Monaten machte vis-a-vis der Berufsschule der Schlecker-Markt „in einer Nacht-und-Nebel-Aktion zu. Ich bin froh, dass uns diese Neueröffnung so schnell gelungen ist!“, freute sich Bürgermeister Fritz Wagner nun beim Sektumtrunk und der Geschäftseröffnung. Der Stadt seien die Sorgen und Nöten der Bevölkerung bewusst gewesen. Viele Kunden äußerten spontan ihre Zufriedenheit, sie seien überglücklich: „Es fehlt an nichts, ständig gibt´s frisches Backwerk. Herz, was will man mehr!“, äußerten Senioren ebenso wie die jüngere Generation, etwa um den 54-jährigen Wolfgang Fuchs. Kunden und Käufer strömten jedenfalls in Scharen herbei: 

PROST auf die Eröffnung! „Wir alle brauchen eine optimale Grundversorgung vor Ort und sind froh mit dem „Rosinenbomber“. Eine Busfahrt in die Stadt und zurück ist eine Tortur und kostet 3,20 Euro“, beklagten Rentnerinnen ihre Mobilität.


KIRN. Bei der dritten „Entenrallye“ der Kirner Werbegemeinschaft „Kirn-aktiv“ auf dem Hahnenbach hatten es die 3000 knallgelben Entchen mächtig eilig: In weniger als 20 Minuten waren die Sieger gekürt und das Spektakel vorbei. Kurz nach 11 Uhr kippte Ronny Müller mit einem JCB- Radlader von der oberen Hahnenbachbrücke an der Übergasse aus der ein Kubikmeter fassenden Schaufel die Wettkampfteilnehmer übers Brückengeländer in den Bach; - die Zuschauer zählten rückwärts den „Countdown“.  Als um 11.30 Uhr die Hochzeitsglocken in der Evangelischen Kirche für Rita und Artur läuteten, waren bereits die Sieger gekürt. Hunderte Kunden, Kinder und Eltern standen auf den beiden Hahnenbachbrücken und in der Linden- und Kirchstraße dicht an dicht und verfolgten das dritte Kirner Entenrennen von „Kirn-aktiv“.

BILDER Nr: 1658/1659/1660 Juli 2009, Kirn

3000 Entchen watschelten los....

  „Kirn-aktiv“- Vorsitzender Hans-Jürgen Dinig dankte den Kunden, die mit ihrem Einkauf dieses dritte Sommerferien-Spektakel zwischen den beiden innerstädtischen Hahnenbachbrücken erst zu „diesem Riesenerfolg gemacht“ hätten. Logenplätze genossen die Besucher der Eisdiele, die direkt über dem Schauplatz das „Kampfgetümmel“ auf dem gut 100 Meter-Hahnenbach-Parcours verfolgten. „Hellauf von der Aktion begeistert“ waren die Zuschauer und die zahlreichen Kinder, Langeweile kam keine auf, freuten sich Helfer von „Kirn-aktiv“ oder Andreas Zerfaß von der Kirner Feuerwehr. Sie hatten die Rennstrecke präpariert und über die Sperren kleine Rutschen gebaut, damit sich die Entchen nicht verhedderten. Am Mikrofon kommentierte Michael Kettern das Rennen und sah die Übergänge eher als eingebaute Schikanen: Schneller als bisher machte er eine Sechserformation in der „Pole-Position“ aus, die zwar forsch in Führung ging, aber ganz offensichtlich den „gewaltigen Vorsprung von mehreren Zentimetern“ letztendlich nicht ins Ziel retten konnte. Sein gelbes Lieblingsentchen mit der Nummer 2011 war ganz vorne mit dabei, hatte sich aber zu früh verausgabt und musste Tribut zollen: „Womöglich hatte es eine falsche Taktik gewählt und die optimale Strömung verpasst“, mutmaßte Kettern. Im Zielbereich gab es dichtes Gedränge, wurde es noch einmal richtig spannend. Insgesamt begrüßten auch die Wochenmarktbetreiber dieses gelungene Spektakel und zeigten sich sehr zufrieden: Alle in der Stadt hätten von diesem Spektakel als Gewinner partizipiert, daran herrsche kein Zweifel. „Es war richtig was los im Kaufhaus Kirn und rund um den Marktplatz“, resümierte „Kirn-aktiv“ Geschäftsführer Kurt Herrmann sichtlich zufrieden. Nächste Veranstaltung ist am 8. August der erste „Schnäppchen Tag“. Im vergangenen Jahr gab es den ersten „Schnäppchen- Markt“. Ganz wichtig: Diese jüngste Veranstaltung von „kirn-aktiv“ musste auf städtische Empfehlung nun zu einem Schnäppchen- „Tag“ (nicht Markt- davon gebe es genug!) umfirmiert werden.


Von 1 bis 300 Pferdestärken!

Bild Nr. 1593 Juni 2009 Kirn.

Die Philosophie unter dem Motto „Im Wandel der Zeit- von 1 PS bis heute“ mit 300 „Pferdestärken“ unter der Haube wollte der Kirner Reiterverein einmal optisch präsentieren und war bei dieser ersten Veranstaltung mit der Resonanz zufrieden. Es war ein Kommen und Gehen, im Tagesverlauf  kamen viele Oldtimer mit ihren Karossen in die Nägelspitz. Aushängeschild am Sonntagmorgen war ein 70 Jahres alte Schmuckstück aus Winzenheim, ein DKW F 8, Baujahr 1939. Aber auch andere betagte „Schätzchen“ tuckerten Richtung Loh, darunter mehrere betagte, aber blitzblank polierte Traktoren der Limbacher „Schlepper-Chaoten“ um Gerhard Preßnick. VW Käfer waren ebenfalls dabei, viele namhafte deutsche Automarken, ein Heinkel Kabinenroller aus Winzenheim, ein 40 Jahre alter BMW 1600 Touring aus Bockenau oder ein schmucker Ford 17 m. Ulrich Lauterbach aus Boos stand Rede und Antwort und wusste  Bescheid. Er selbst hat sich einen 300 PS starken Pontiac TransAm zu einem Cabriolet Marke Eigenbau, weltweit einmalig, umgebaut. Zahlreiche Stände mit modischen Accessoires für Pferd und Auto und deren Besitzer rundeten das Angebot ab.   


Pfarrfestresonanz  litt unter starker Konkurrenz

KIRN. Mit einem Familiengottesdienst und der eher seltenen Aufnahme getaufter Erwachsener in die Katholische Kirche begann das Pfarrfamilienfest St.Pankratius auf Halmen. Die Feier umrahmten Kirchenchor, Jugendchor sowie die beiden Flötengruppen A und B. Während der Predigt durften die Kleinsten im Rahmen der Kinderkirche Bilder malen. Am Nachmittag fand ein Taufgottesdienst statt, während rund ums Pfarrzentrum auf der Kolpingwiese schattige Plätzchen unter den mächtigen Linden und Ahornbäumen gefragt waren. Mehrere Gruppen bereicherten das Pfarrfest, die Kleinsten der Kolpingfamilie traten als Piraten auf. Zehn Kinder spielten und sangen im vollbesetzten Saal das Musical „Zachäus“ von Margret Birkenfeld. Wie im Rahmenprogramm in der Kirche führten auch hier Dekanatskantor Peter Jansen und Gemeindereferentin Monique Frey Regie. Sie ernteten mit der kostümierten Laienspielschar reichlich Applaus und mussten Zugabe geben. „So vielfältig soll ein Gemeindefest sein, das Miteinander feiern steht im Vordergrund“, freute sich Klaus Käthler und Dr. Christoph Buck hinterm Tresen im Bierstand ergänzte: „Die rege Beteiligung der evangelischen Schwestergemeinde heute ist gelebtes Zeichen der Ökumene“. Zahlreiche Helfer waren im Einsatz, das Mittagessen war ausverkauft und die Kuchentheke um die Helferschar um Sieghilde Heinen fand dankbare Abnehmer. 

Bild 1589: Kleine Piraten demonstrierten gekonnt, was sie gelernt haben Bild 1590: Apfelfischen mit dem Mund machte großen Spaß! Bild 1591: Das Mini-Musical „Zachäus“ wurde in St. Pankratius aufgeführt 

„Gesund und fit- wer fischt den Apfel aus dem Wasser“ hieß ein beliebtes Spiel, aber auch beim Malen, Basteln, Platzdeckchen gestalten, Staffellauf oder Buchstaben aus dem Sand sieben waren nicht nur die Kleinsten in ihrem Element. Carmen Teschner und Susanne Ebertz sowie vom katholischen Kindergarten Olga Hohenberg und Leiterin Michaela Zapp koordinierten die Spiele, bei denen es Preise zu gewinnen gab. Jugendliche funktionierten die Dominikstube zum Heimkino um, Tombolaausgabe war nebenan in der Kolpingstube. Claus Offermann ging tingeln und brachte die Lose „unters Volk“. Der Erlös des Festes fließt größtenteils in den Schuldendienst sowie in Projekte zur Ausbildung Jugendlicher in Südosteuropa. Fester Bestandteil und mit von der Partie war auch Inge Anton aus Kirn, die fair gehandelte Waren und Produkte aller Art anbot und auch mit ihrem Obolus Projekte unterstützt.   



Juli 2009 KIRN. Die erste „Nacht der Pferde“ auf der Reitanlage in der Nägelspitz lockte Hunderte Besucher und machte ihrem Namen alle Ehre: Prächtige Pferde und wunderschöne Choreografien aus Filmen, Musicals oder Fantasierollen bekamen die Zuschauer in einem bunten und teils spektakulären Showprogramm zu sehen: „Wunderschön, einfach klasse“, schwärmte schon im ersten Teil die neunjährige stolze Reiterin Selina Jakobs aus Kirn. Das 18-Punkte-Programm begann mit „Van Helsing“ und dem „König der Löwen“. Westernklänge vom „Cotton-Eye-Joe“ bei einem Indianertanz kamen ebenso beim Publikum an wie die Story mit der Indianerhäuptlingstochter „Pocahonta“ und Anja Halberstadt aus Oberhosenbach in der Hauptrolle. Mit ihren gepunkteten Appaloosa Pferden und ritt sie freihändig durch brennende Feuerbögen und dies kam beim Publikum bestens an.

Foto Nr.1568 mit freundl. Genehmigung v. Jürgen Seyler, F-57720 Volmunster weitere Infos : WWW.Seyler.de Profifotografie ! Bild Nr 1569: Clowns in der Manege lockerten zur Freude der zahlreichen Kinder das bunte Programm auf  Bild Nr. 1570: Der Aufwand und das ganze Glamour-Ambiente drum herum passte. Prächtige Pferde machten mit! 

   Zur Titelmelodie von Enya „May it be“ aus dem Filmepos „Herr der Ringe“ ritten der 16-jährige Gymnasiast Peter Pinheiro aus Nußbaum und Jessica Pesi ein Pas de Deux mit schönen Seitwärtsgängen und Einlagen mit hohen Schwierigkeitsgraden. Cowboytänze und Clownseinlagen sorgten für viel Spaß und Heiterkeit. Da hatte im Clownskostüm die zweite Vorsitzende im Kirner Reit-, Fahr- und Zuchtvereins, Marie-Luise Derr, beim Aufsitzen auf einen prächtigen Haflinger so ihre Probleme. Selbst mit einem Leiterchen klappte dies nicht und „drehbuchgerecht“ zur Freude der Zuschauer wich „Pablo“ auch dann aus, als der Clown von der Decke abgeseilt auf den Sattel und des Pferdes Rücken wollte. Die große Reithalle wurde zur Manege, die stoische Ruhe und das Leistungsspektrum der Pferde waren bewundernswert. Durchs Programm führte Linda Spaeing aus Monzingen. Nach den „Chroniken von Narnia“ und „Die Feuervögel“ mit einem brennenden Parcours in der Halle ging es in eine weitere kurze Pause und ins Freie, damit sich der Qualm verflüchtigen konnte. Noch einmal liefen die Akteure, unter ihnen auch mehr als 15 Jugendliche Reitschüler, mit reiterlichen Choreografien zu Klängen grandioser Filmmelodien wie etwa „Fluch der Karibik“, „Das letzte Einhorn“, „Lozen-Kriegerin der Apachen“ oder „Star Wars“ zur Höchstform auf. Jessica Pesi ritt mit ihrem schwarzen Wallach und Friesenmix „Bandit“ atemberaubend den bekannten Part „Pegasus“ aus dem Pferdemusical „Zauberwald“. Dieses Schauspiel der Extraklasse war vor Jahresfrist bei der Musikalischen Pferdenacht in Bärenbach ein glanzvoller Höhepunkt und erfuhr in der Kirner Nägelspitz eine Neuauflage mit anderen Akteuren. Eine phantastische Meisterleistung, traumwandlerisch sicher ohne die Zügel zu berühren, gelang mit Bravour: Arme und Hände steuerten nach Pegasus-Art das Flügelbild. Beifallsstürme waren verdienter Lohn.



2010 wird Musikschule als Erfolgsmodell 25 Jahre alt! KIRN. Die Musikschule KMS e.V. mit fast 900 Schülern zählt mit 1120 Belegungen zu den größten musikalischen Bildungseinrichtungen im Naheraum. Derzeit unterrichten 30 Lehrkräfte in allen Instrumentengruppen und Fachbereichen. Vom Musikgarten (Ramona Wöllstein) bis zum ältesten Teilnehmer mit 66 Jahren wird das pädagogische Angebot angenommen. Die größte Anzahl der Belegungen stellen die Kinder der musikalischen Früherziehung, bei den Instrumentalfächern ist nach wie vor der Fachbereich Klavier am stärksten nachgefragt. „Mehrfachbelegungen zeugen von der kontinuierlichen Qualität des gesamten Lehrkörpers. Über 200 Schülerinnen und Schüler belegen mehr als ein Fach und haben mehr als ein Instrument“, informierte während der Mitgliederversammlung der Musikalische Leiter Jochen Lorenz, das Gesellschaftshaus werde rege genutzt.Sehr „kollegial und konstruktiv“ agiere die Musikschule und sei im kommenden Jahr seit 25 Jahren ein „einzigartiges Erfolgsmodell“, sagte Vorsitzender Fritz Wagner. Finanziell stehe die Musikschule dank Rücklagen auf solidem Fundament. Im Berichtszeitraum lagen die Einnahmen bei 504.000 Euro. Um 4000 Euro waren aufgrund von Investitionen die Ausgaben höher und wurden aus der Betriebsmittelreserve ausgeglichen. Lediglich 20.000 Euro werden für Büro- und Verwaltungszwecke aufgewendet. Ab Januar 2010 werden die Trägergemeinden Stadt Kirn, VG Kirn-Land, VG Meisenheim und VG Bad Sobernheim die Zuschüsse für Schüler unter 18 Jahren mit Wohnsitz in den Trägergemeinden um 5 Euro pro Jahr und Schüler anheben, um so auch weiterhin eine solide finanzielle Grundausstattung der Musikschule zu gewährleisten, beschloss es die Versammlung. Der Jahresetat 2009/2010 wurde mit 495.400 Euro genehmigt. 162 Schülerinnen und Schüler kommen außerhalb der Trägerkommunen, 106 Erwachsene lernen Instrumente, und auch darauf sei Jochen Lorenz mächtig stolz. 2010 soll übers ganze Jahr das Jubiläum musikalisch gebührend gefeiert, und verstärkt die Arbeit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Erster Vorsitzender Fritz Wagner und VHS-Chef Fritz Bischof sind seit der ersten Stunde dabei. Letzterer erinnerte an die Anfänge fünf Jahre lang in den VHS-Räumen im Wilhelm-Dröscher-Haus. Der erste Jahresetat 1985 lag bei 79.000 D-Mark. Musikalischer Leiter damals war Gerd Vormfelde. Seit November 2001 ist der Schmidthachenbacher Diplom-Musiklehrer und Dirigent Jochen Lorenz Leiter der Musikschule.  


Bella Italia rund um den Kirner Marktplatz

KIRN. Pünktlich um 19 Uhr freitagabends am letzten Juni-Wochenende 2009 füllte sich die Kirner Innenstadt. Wetterglück beflügelte die erste von drei Veranstaltungen während der Sommermonate, für die alle sieben Gastronomen rund um den Marktplatz von Asia Wok, Café Blum, Döner King, Eiscafé Venezia. Galerie am Markt, Leos Marktgrill und Pumpe verantwortlich zeichnen. Möglich gemacht hätten dieses kurzweilige Spektakel die Wirte selbst, hob Mitorganisator Dietmar Klein vom Kirner Stadtmarketing lobend hervor, die Stadt habe für die Infrastruktur gesorgt und sei Begleiter gewesen. 

Bild 1583: Mediterranes Flair am Markt, die Wirte kamen zum Teil nicht nach!!! 1584:Bekannte Gesichter aus Heimweiler, Limbach, Meddersheim und Kirn! Bild 1585: Die Eisdiele saß voll besetzt und hatte noch viel Betrieb nach Mitternacht!

 „So sieht eine gelungene Einstimmung aufs Wochenende aus: Leckere Speisen, erfrischende Getränke und Cocktails, nette Gespräche und Wiedersehensfreude mit alten Bekannten, dazu gute Musik bei italienischem Flair. Was will man mehr?“, brachte es Sigrid Koop am einladenden Stehtisch mit Kerzen- und bunter Beleuchtung beim Leo auf den Punkt und plauderte mit Limbachern. In  Kirn spielte wieder die Musik, die Marktplatzperipherie mit über 500 Außenplätzen war dicht besetzt. Internationale Küche, vom kleinen Snack über den exotischen Cocktail bis zum mediterranen Sommernachtsmenü, das Angebot war riesig. Immerhin konnte der umworbene Gast allein im Asia-Bistro aus 140! Chinesischen und Thailändischen Spezialitäten wählen. Der "Italienische Abend" mit der saarländischen Band "i Ragazzi" bildete den Auftakt der dreiteiligen musikalischen Reihe im Herzen der Stadt. Nicht allein Gianni Nannini und Eros Ramazotti waren angesagt, auch Oldies und Hits aus den aktuellen Charts spielte die siebenköpfige Band. „Einfach klasse, alles super hier heute Abend!“ strahlte Raffaela Ceol um Mitternacht hinterm Tresen der Eisdiele hervor und Aydin Özdemir von der Galerie am Markt versprach voller Euphorie: „Das war nicht das letzte Mal, wir werden den Kirner Marktplatz beleben! Dankeschön allen fürs Kommen“.   

Die weiteren Termine von "In Kirn spielt die Musik" stehen schon fest: Am 31. Juli ist eine "Blue Oldie Night" mit der Band "Condor". Und eine "Südamerikanische Nacht" mit "Camino" steht am 28. August auf dem Programm. Beginn : 19 Uhr.



  KIRN. Juni 2009: Für Rechtsanspruch 2010 ist Stadt für "U3-Kids" gerüstet!

Landesweit ist die Stadt Kirn mit über 60 Prozent bereitgehaltener Plätze für zweijährige Kinder schon jetzt absoluter Vorreiter. Dem Rechtsanspruch ab 1. August 2010 werde die Stadt Rechnung tragen und frühzeitig genügend Plätze schaffen, sagte der städtische Sachbearbeiter Hans Günter Heß vor über 40 Eltern und Erzieherinnen in der Kindertagestätte Ohlmannstraße, wo das räumliche Angebot und die geplanten Neuerungen samt Personalschlüssel im Betreuungsangebot mit einer weiteren vierten, altersgemischten Gruppe für 15 Kinder bei einem Elternabend erläutert wurde.

Bild 1534: links Bärbel Barth und Angela Endres-Helfenstein 2.te v.li. im Gespräch  Bild 1535: Leiterin Melanie Muhlack (li.) im Gespräch mit den Seiberts-Eltern!  Bild 1536: Pädagog. Beraterin Hanna Reschke (2.v.r) im Work-shop-Gespräch 

Damit werden zusätzlich sieben Plätze für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung stehen, Fachpersonal ist zum 1. August eingestellt. Die mit 35 Jahren älteste Kirner Einrichtung in der Ohlmannstraße bietet dann neben 24 Ganztagsplätzen auch Platz für 18 „U3“ Kinder und unterhält zwei 25er und zwei 15er Gruppen. Angeknüpft wird so an die Zeit vor 2003, als mangels zurückgehender Kinderzahl die vierte Gruppe geschlossen werden musste. Ein Jahrgang bedeutet für die Stadt 80 Kindergartenplätze, die bereitzustellen sind. „Kinder brauchen Platz!“- da waren sich Hans Günter Heß, KiTa-Leiterin Melanie Muhlack und die pädagogische Fachberaterin Hanna Reschke einig. Nach der Behebung baulicher Mängel und Risse im Erdreich vor zwei Jahren gehen nun die Umbauarbeiten hin zu einer kreativen und vorbildlichen „Lernwerkstatt“ konzentriert weiter. Die beiden Appartements auf dem Gelände werden grundlegend saniert, entkernt und in den täglichen Betrieb integriert und nutzbar gemacht. Der bisherige Werkraum wird für Zweijährige zum Ruheraum umgebaut, der Turnraum im Untergeschoss grundlegend renoviert. Heß informierte, dass die Bedürfnisse den „U3“ Kindern mit kindgerechten Geländern, eigenem Bereich, Spielgeräten und Außenspielgelände Rechnung getragen werden müsse. Über die Umsetzung des Rechtsanspruchs, die Umstrukturierung der pädagogischen Arbeit, die gesetzlichen Rahmenbedingungen und den Förderauftrag mit seinen drei Kernbereichen, Erziehung, Bildung und Betreuung, klärte Hanna Reschke auf; - sie begleitet beratend die KiTa-Ohlmannstraße seit acht Jahren. An fünf Tischen informierte das Personal über fünf Themen: Raumgestaltung, Rolle der Erzieherin, Spielen als Lernform, Bewegungserziehung oder Gruppenarbeit, alle 15 Minuten nahmen die Eltern an einem anderen Tisch Platz, stellten Fragen und ließen sich informieren. Ferien sind vom 13. bis 31. Juli, ab 3. August ist die KiTa dann wieder mit einer Gruppe mehr geöffnet.  



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Klein aber oho - smart-Werke arbeiten "just in Time" 

Kirner Handwerksgesellenverein besichtigte "Smartville" im franz. Hambach

1510: Was für ein Bus! Groß, stark und voller Tücken!!! Bild 1511: Die Mitglieder der knapp 5o-köpfigen Reisegruppe am 26 Mai 2009 Bild 1512: 28 kleine Smarts wie in einem Matchbox-Würfel...
 Bild links (Nr:1513) durch Flugrost natürlich verrostete Eisen als Blickfang aus dem französischen Vorzeigegarten: "Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen...", dies bewahrheitete sich bei der Tagestour in die smart- Werke des Kirner Handwerksgesellenverein. Die Reisegruppe teilte sich. Während zwei Dutzend den Garten besuchten und Tipps und Tricks, Wundermittel und Hausrezepte notierten, war die andere Gruppe im Smart-Werk. Gemeinsam wurde zu Mittag gegessen: Es gab Nudeln mit Geschnetzeltem und einen süßen Nachtisch mit karamellisierten Walnüssen und Vanilleeis. 

SMART: Das S steht für dessen Erfinder, den Schweizer Swatch-Uhrenhersteller, M für Mercedes und Art steht in Frankreich für Kunst- für alles, was proper ist, elegant, edel, auch funktionell und schön anzusehen. Die Erfolgsstory von smart begann 1993. Im Oktober 1997 eröffneten der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl und der französische Premier Jacques Chirac das 70 Hektar große Werksgelände für 450 Millionen Euro, wo Ende Mai 2009 täglich 562 Autos "just in Time" von 180 Robotern und gut 1.600 smart-Mitarbeitern das Band verlassen, und dann bereits verkauft sind. 2008 kam Mercedes-Benz-Chef Dieter Zetsche und fuhr den millionsten smart vom Band, mit den Zulieferern sichert eine der weltweit modernsten Automobilfabriken 5000 Arbeitsplätze. Weltweit alle Autos kommen aus dem Werk in Hambach. Warum aus der kleinen und unscheinbaren französischen Hambach kurz hinter der deutschen Grenze?  Die Empfangsdame erklärt: "Weil die Erlaubnis schneller da war als Deutschland, weil die Arbeitsplätze billiger sind, die Motivation höher ist als in Deutschland, der Bahn- und Autobahnanschluss da war und die Zweisprachigkeit der Produktion dienlich ist...." und noch vieles mehr erklärt die sehr sympathische und nette Dame dem verdutzten Besucher. Aber Hallo?!  Und jeder kann es sehen:  Die Kirner Reisegruppe äußert später, dass das Betriebsklima äußerst freundlich und sichtlich zuvorkommend war. Ast nennt man eine Produktionsstraße, die wie ein großes +-Zeichen mitten im Zentrum des Werkes, auf den Marktplatz führt, wo Nacharbeiten vorgenommen werden. Kaum ein Fahrzeug gleicht aufgrund der Baukastenmodule in sechs Farbnuancen und wegen den Exportaufträgen mit seinen vielen technischen Wünschen und Auflagen dem anderen.  Beispielsweise Diesel oder Benziner, Rechts oder Linkslenker und so weiter. Über 27.000 Stück im Jahr gehen nach Amerika, wo die individuellen Auflagen besonders extrem sind. Im April 2009 kam China als Abnehmer hinzu, im Mai Brasilien und Juni 2009 Dänemark. Sieben große Firmen wie Thyssen-Krupp, Magna-Motors, Continental oder Plastal mit weiteren Dutzenden externen Zulieferern sind direkt im Werk ansässig und bauen alle smart-Reihen wie das Modell "fortwo" oder den Spider bis zur Endmontage komplett zusammen. Natürlich war die Reisegruppe um einen allseits präsenten und sich kümmernden Rudolf Hammen nebst Gattin bestens aufgehoben. Die Kirner kehrten noch zum Einkaufsbummel im französischen Saregemünd und zum Abschluss im Hotel Rieth in Weierbach ein. 



Jubilare feierten in Kirn

Bild Nummer 1506 Ende Mai 2009

KIRN. Ihren großen Ehrentag der Jubelkommunion feierten in der Katholischen Kirche St. Pankratiuskirche auf Halmen 40 angemeldete Jubilare gemeinsam mit Pastor Heinz-Erhardt Griethe. Vor 50 Jahren waren zum Tisch des Herrn geladen: Hans-Peter Götz, Winfried Götz, Karl-Heinz Konrad, Roswitha Konrad, Johanna Loyal, Ingrid Morck, Hans-Günther Neuhaus, Paul Nikodemus, Hiltrud Raskopf, Ursula Schmitt, Marlene Schneider, Alice Sünder, Elke Süßenberger und Gerlinde Würthen. Vor 60 Jahren: Egon Josef Andre, Wolfgang Herrmann, Edelgard Keller, Monika Mildenberger, Erhard Römer und Ursula Schmidt. Ihr 65-jähriges Kommunionjubiläum feierten: Maria Böres, Agnes Fey-Lerch, Hildegard Fritzsche, Werner Götz, Edeltrud Greber, Gertrud Herrmann, Günter Morck, Maria Schütz und Hildegard Wagner. 70 Jahre: Erika Gass und Christel Götz aus Hennweiler, Irmgard Jarowyi, und Helmut Nachtigall aus Kirn sowie Peter Stiltz (Meckenbach). Vor 75 Jahre gingen Hans Götz aus Hennweiler und Felicitas Mandel, Paul Schlich, Anni Schulte und Hilde Stelzer (alle Kirn). 90-jährige feierte Maria Wenglarczyk, geborene Wagner, aus Bruschied das höchste Jubiläum; sie wurde vor 80 Jahren zum Tisch des Herrn geladen. Im Anschluss an die Eucharistiefeier war  zu einem Empfang und netten Erinnerungen ins Pfarrzentrum St. Pankratius geladen.


Ende Mai 2009: KIRN. Der Kirner Traditionsverein VfR 07 setzt weiter auf wirtschaftliche Konsolidierung und die „kreisweit vorbildliche sportliche Nachwuchsarbeit mit über 160 Jugendlichen“ in zehn Mannschaften um das Trainer- und Betreuerteam mit Rüdiger Ermel an der Spitze. Komplett wurde von drei Dutzend der insgesamt 421 Mitglieder der amtierende Vorstand bei der Jahreshauptversammlung im Amt bestätigt. Sportlich geht der VfR in die „Verlängerung“ und muss um den Klassenerhalt zittern. „Entschuldung und Fußball spielen ist nicht einfach“, bekannte Vorsitzender Horst Dietz und dennoch: Von den 1996 übernommenen Schulden in Höhe von 162.000 Euro seien 78 Prozent = 126.000 Euro getilgt. Zudem habe man das Vereinsheim angebaut und so eine enorme Wertsteigerung erzielt. Über die Stadt hat der VfR im vergangenen Jahr das Vereinsheim und Gelände der SG 09 Borussia übernommen, hier soll der Jugendbetrieb eine Belebung und neue Heimat finden. Der 100. Geburtstag des VfR 2007 war im Geschäftsbericht positiver Ausreißer mit stattlichem Gewinn, 2008 schloss mit 444 Euro gering im minus, erläuterte detailliert Steuerberater Michael Kettern.   

Mai 2009: Bild Nr 1494:  Vom Kreisehrenamtsbeauftragten Rainer Peitz (v. li.) wurde der Meckenbacher Karl-Heinz Kistner vom DFB mit Ehrenurkunde und DFB-Uhr für jahrzehntelange Verdienste geehrt. Silbernes VfR 07 Jubiläum feierten Alfred Franzmann und  Stephan Fülber, die Vorsitzenden Horst Dietz und Peter W. Dröscher (v.li.) dankten mit Ehrenurkunde.  Bildmitte Nr 1495::Ö Die dicke Broschüre des VfR zum 100. Rechts Nr 1496: Mitglieder um Harald Schätzel und Klaus Krämer bei der 100-Jahrfeier am Hahnenbach im VfR-Zelt vor der großen Fotowand mit über 600 Bildern aus glorreichen Zeiten.

Aufgrund der „besonderen Wertschätzung gegenüber dem Nachwuchs, Trainern, Eltern und Betreuern“ stellte der neue Leiter Rüdiger Ermel aus Heimweiler im Detail die Jugendabteilung und jede der zehn Mannschaften mit über 160 fußballbegeisterten Jugendlichen vor, und erntete dafür reichlich Applaus. Sie sei auf Dauer Fundament und Zukunft des Kirner Traditionsvereins. Einstimmig und ohne Enthaltung wurde der amtierende Vorstand entlastet, mit den Vorsitzenden Horst Dietz, Peter Wilhelm Dröscher und Uwe Bauer en block gewählt. Stefan Staudt bleibt Schatzmeister, Geschäftsführer Wolfgang Deimer. Für den Jugendausschusses zeichnet  Rüdiger Ermel verantwortlich, für Rechtsangelegenheiten und die beschlossenen Satzungsänderungen wurde Bastian Haslinger, beruflich Justiziar beim DFB, gewählt. Michael Kettern ist mit der Buchführung beauftragt, und auch die Wahl des Finanzvorstandes mit Dirk Möller, Eberhard Andres, Stephan Fülber und Horst Dietz war einstimmig, in Windeseile reine Formsache. VfR muss zittern und geht in die Verlängerung : Das war die eine Seite der Medaille. Aber „altgediehnte“ Mitglieder verschafften sich angesichts des drohenden sportlichen Absturzes Luft: „Warum steht der Trainer hier nicht Rede und Anwort?“, „Dass wir hinten stehen geht klar auf Trainerfehlverhalten zurück“ war Tenor, sportlich hätte sich der VfR trotz spielerischem Potential nicht weiterentwickelt, wurden Klagen und Stimmungen gegen Trainer Thorsten Effgen laut. Vorsitzender Horst Dietz versuchte sprichwörtlich, den Ball flach zu halten, die Wogen zu glätten und in der Tat hatten Insider im Vorfeld mit mehr „Knatsch“ gerechnet. Er selbst, Horst Dietz, habe  den Trainer nicht zum Besuch der Jahreshauptversammlung geraten.  Geschäftsführer Wolfgang Deimer erläuterte zuvor in seinem aktiven Spielbetriebsbericht das Dilemma: Die TSG Kaiserslautern und der SV Hermersberg spielte zeitgleich, als der VfR auf Loh seine Jahreshauptversammlung abhielt, vor 1350 Zuschauern in Hohenecken mit der TSG als Sieger den Meister der Landesliga West aus. Hermersberg als Verlierer dieses Spiels geht nun in die Aufstiegs-Relegation zur Verbandsliga Südwest. Sollte sich der Vertreter der Landesliga West gegen den Ost-Vertreter TSG Worms-Pfeddersheim durchsetzen, wäre der VfR 07 gerettet und weiter Landesligist. Im Falle eines Scheiterns müssen die Kirner in die Bezirksliga Nahe absteigen. Mit Hin- und Rückspiel muss der VfR Kirn quasi noch bis nächsten Sonntag zittern. „Ein Trainer ist immer angreifbar, egal wie er entscheidet. Der Vorstand ist geschlossen. Wir werden den eingeschlagenen Weg der Konsolidierung, Fußball ohne Schuldenmache, konsequent weiter gehen, egal in welcher Liga!“, sagte Deimer.

(Nachtrag Ende Mai 2009: Der VfR ist abgestiegen)



Hat Wagner Kehrtwende vollzogen oder gibt´s  Zoff? 

10. Mai 2009 KIRN. Es besteht weiter Klärungsbedarf bei der künftigen Kirner Realschule plus. Nachdem sich die Schullandschaft rund um Kirn neu formierte, hat die Kirner Realschule plötzlich eine erhebliche Steigerung bei den Anmeldungen zu verzeichnen: „105 liegen vor allem aus dem Bad Sobernheimer Raum vor“, sagte bei einer Info-Veranstaltung im Steinweg die Vorsitzende des Schulelternbeirats, Helga Pies. Ebenfalls mit von der Partie deren Vorgänger Hans-Hermann Fuchs sowie Petra Felwor aus Weiler vom Elternbeirat.

Bilder 1390 und 1391- Mai 2009: Ganz schön was los am Stand der Realschule und am meisten waren die Aktivisten selbst über Wagners Aussagen überrascht und irritiert. Auch starke Schüler müssten gefördert werden, so die Realschul- Aufklärer!

   Es habe „Gespräche aber keine Einigung bei den Schulleitungen im pädagogischen Bereich gegeben“, bestätigte Bürgermeister Fritz Wagner, und nun sei der Schulträger gefragt.  Am 14. Mai tagt der Schulverband. Die Aktion im Steinweg war Lehrern, Kollegium und dem Schulelternbeirat der Realschule bekannt. Darauf legte Helga Pies großen Wert, es wurden über die Woche 1.400 Flyer verteilt. Per Akklamation sprach sich die Realschule eindeutig für eine kooperative Form aus, wo nach einer gemeinsamen Orientierungsstufe die Schüler ab der siebten Klasse getrennt werden und ihren weiteren Förder- und Bildungsweg entweder als Realschulbildungsgang oder den Bildungsgang zur Berufsreife einschlagen können. Bei der integrativen Realschule plus bleiben die Schüler bis zur neunten Klasse zusammen. Diese Form will die Klientel der jetzigen Kirner Realschule ausdrücklich nicht, was nicht zuletzt die Anmeldungen aus dem Bad Sobernheimer Raum zeigten. Helga Pies befürchtete, dass diese Schüler vom Bildungsstand her nicht den hohen Anforderungen auf weiterführende Schulen, beispielsweise des Gymnasiums, gewachsen sind. „Bei der von uns geforderten kooperativen Realschule gibt es nur Gewinner, bei der integrativen Realschule gibt es nur Verlierer“. Die Wogen schlugen hoch am Infostand: „Man muss den Schulsystemen ausreichend Zeit geben, sich beschnuppern zu können“, sagte Bürgermeisterkandidat Frank Ensminger. Bürgermeister Fritz Wagner befürwortete am Stand gegenüber den irritierten Infoaktivisten eine teilintegrative Schulform als Kompromiss:„Es darf keine Sieger und keine Verlierer geben. Wir sind alles erwachsene Menschen und sollten da eine gemeinsame Lösung finden“, sagte er am Infostand und sorgte bei den Organisatoren der Realschule für Verwirrung und eine „mehr als angenehme Überraschung, hatte sich dies doch im Vorfeld ganz anders angehört“, bestätigte Helga Pies unserer Zeitung auf Nachfrage ausdrücklich diese Kehrtwende, dies habe bisher anders geklungen und daher wollte man mit diesem Infostand Zeichen setzen. Sechs Schülervertreter und Elternbeirat waren sehr engagiert und erklärten genau, worum es geht. 65:1 lautete das Unterschriftenergebnis im Steinweg pro kooperative Realschule plus ab 2010 in Kirn, ab 2013 wird die Realschule per Gesetz verbindlich.



 Kirner Autofrühling ist Publikumsmagnet- Radiosender moderierte

 Am Sonntagnachmittag ab  13 Uhr füllte sich die Stadt zusehends, strömten Tausende ins viel gepriesene „Auto-Kaufhaus Kirn“: Der Kirner Autofrühling mit verkaufsoffenen Geschäften ist seit Jahrzehnten Publikumsmagnet, und auch in diesem Jahr scheute „Kirn-aktiv“ weder Kosten noch Mühen, damit Kunden kaufen!

BILD 1413: Birgit Schmitt (geb. Ritter) wohnt in Merxheim, war 10.000 Kirnerin Bild 1414: Heimweilerer und Deslocher- potentielle Abwrack-Autokäufer-Gucker... Bild 1415: Die Aussteller um Fritz Wagner und seinen Vorgänger, Gerd Danco 

Mai 2009: Attraktionen und Angebote in der Stadt ließen keine Wünsche offen, eine „Funny-Brass-Street-Band“ hatte sich angesagt: 14 Autohändler stellten insgesamt 22 Automobilmarken und weit über 200 Fahrzeuge aus. Die neuesten Messeangebote, Fahrzeugtechnologien, Service, Finanzierung, Leasing oder die optimale Versicherung wurden unter die Lupe genommen und thematisiert, überall sah man kleine Grüppchen fachsimpeln. Aber auch über die wirtschaftliche Lage und die Abwrackprämie wurde gesprochen. Ein Quadhändler, ein Rechtsanwalt für Kfz Unfallschäden, Kfz-Unfallsachverständige waren präsent,  professionelle Fahrzeugaufbereiter oder Dienstleister rund ums Design rundeten ein komplettes Angebot ab. Lose waren kostenlos, 15-mal wurde fast im Stundentakt ein Wochenende mit einem „Traumwagen“ gezogen. Gestern Nachmittag wurden zum Auftakt auf der Markplatzbühne im Beisein des ehemaligen Kirner Bürgermeisters Gerd Danco und aller Organisatoren gleich drei Autos für Wochenendtouren verlost.Auch an die Kleinsten war gedacht: An der Fundgrube lockten Fliegerkarussell und der Gokart-Parcours des MSC Soonwald, die Kirner Jugendfeuerwehr um Jugendwart Markus Späth lockte erstmals nach Jahren wieder mit Quiz und zahlreichen Mitmachspielen, die sehr gut frequentiert waren.

Nr: 1416: Die Kirner Jugendfeuerwehr war präsent und hat Groß + Klein an teil gefährlichen Übungen teilnehmen lassen, informierte über Gefahren am + im Haus.  Bild 1417: Na, wenn das mal gut geht: Stachelige Rosen im Luftballon! Emily (6) hält sich schon mal die Ohren zu und die Luft an. Tolle innovative Ideen gab es. Bild 1418: v.l.: Kirn-aktiv-Vorsitzender Hans-Jürgen Dinig, Stadtmarketingexperte Dietmar Klein aus Bärenbach, Gerd Danco und sein Nachfolger im Amt, F.Wagner

   Bereits am Samstag begann der Kirner Autofrühling: „Sehr viele Leute waren da, aber viele Geschäfte hatten auch zu“, zogen Kunden am späten Samstagnachmittag ein Fazit und kritisierten uneinheitliche Öffnungszeiten. Derlei Kritik wollte Hans-Jürgen Dinig überhaupt nicht hören: „Wir brauchen positive Gedanken, Ideen, und wir geben uns alle Mühe!“. Man habe den Auftakt am Samstag enorm belebt, Kunden und Käufer hätten das Angebot angenommen. Die Marktplatzgastronomie hatte alle Hände voll zu tun, der ganze Stadtkern sei dank der optimalen Beschallung und Akustik ein einzigartiges „neues Kaufhaus Kirn“ geworden, lobte Dinig und gleichen Zuspruch habe er von all seinen Händlerkollegen erfahren. Nie zuvor sei der Werbeetat für den Autofrühling und den Familieneinkaufstag so hoch gewesen. Auch Mitglieder von „Kirn-aktiv“ an der Peripherie, etwa in der Binger Landstraße, lockten an beiden Tagen mit attraktiven Modenschauen, Sonderangeboten und einer großen Auto-Ausstellung.



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    KIRN. Im März ließ die FDP im Kirner Ratskeller die Katze aus dem Sack und präsentierte mit Frank Ensminger einen Bürgermeisterkandidat gegen den amtierenden Fritz Wagner (SPD). Dies sei ausdrücklich „keine Hauruck-Entscheidung gewesen, sondern lange gereift und auch mit dem Arbeitgeber abgestimmt. Man lege schließlich Wert auf eine kostengünstige Lösung“, erläuterte der FDP-Vorsitzende des Amtsverbandes Kirn und Kirn-Land, Thomas Bursian, in weiser Voraussicht, sollten mit der geplanten Fusion Neuwahlen einhergehen. Gerade jetzt bei den Fusionsverhandlungen brauche man neue Leute und frischen Wind, die alte Strukturen aufbrechen und Visionen für künftige Generationen aufzeigen. „Wir brauchen neue Kräfte, Moderatoren von außen, die einen anderen Blickwinkel haben, Transparenz schaffen und damit Schärfe aus der Problematik nehmen“ sagte Thomas Bursian. Dem Wähler Alternativen bieten im Wettbewerb um die besten Lösungen gehöre zum Wesen einer Demokratie: „Eine Wiederwahl des bisherigen Amtsinhabers drängt sich nicht auf, was die Erfolge betrifft“, sagte Bursian. Man wolle nicht alles Schlechtreden, aber in Kirn hätten sich die Strukturen verfestigt und sei Transparenz gleich null, seit 30 Jahren stehe die Fusion und Bahnüberbauung auf der Agenda. „Es wird auch ein Leben nach der Fusion geben“, ist sich der 46-Jährige sicher. Verwaltungs- und Fachleute mit all ihrem Know-how seien in enger Zusammenarbeit gefragt, Vor-und Nachteile müssten klar aufgezeigt und im Team thematisiert werden, sonst wendeten sich die Wähler ab. Ensminger betreut in der TuS 1862 die C-Handball-Jugend mit 20 Buben im Training. Vor fünf Jahren erzielte er ein sehr gutes Ergebnis und zog für Hans Faber in den Stadtrat ein. Eng mit dem Vorstand der Liberalen sei seine Kandidatur abgestimmt. Am 30. März sollen die beiden Listen für die Stadt Kirn und Kirn-Land in Simmertal aufgestellt und das Wahlprogramm erörtert werden. Hauptthemen: Nach dem enormen Aderlass in der Lederwarenbranche und der Wirtschafts- und Finanzkrise den bürgerlichen Mittelstand vor dem Hintergrund des demographischen Wandels in Kirn stabilisieren und weiterentwickeln. Die Liberalen setzen auf die Bahnüberbauung und damit verbesserte Mobilität, eine bessere Infrastruktur und wollen Tourismuspotentiale stärker bündeln.Die Stadt brauche einen Bürgermeister, der für alle Bürger da ist. Ensminger sei eine „überzeugende Alternative und Sympathieträger mit demokratischem Führungsstil. Er strahlt  Vertrauen und Glaubwürdigkeit in die Politik aus, ist motiviert und kann anpacken, er ist ein Quer- und Freidenker“, lobte Bursian den Kandidaten in höchsten Tönen.

Frank Ensminger kandidiert!

Bild 1423: Frank Ensmminger März 2009 Frank Ensminger ist gelernter Groß- und Außenhandelskaufmann und wuchs im elterlichen Betrieb in der Sulzbacher Straße auf. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von 13 und fünf Jahren. Mit seinem Bruder Christof übernahm er den elterlichen Landhandel, baute die Stadtmühle um und gründete ein „Grünes Warenhaus“, bis die Brüder ihre eigenen Wege gingen und den Betrieb aus Rentabilitätsgründen schlossen. Seit neun Jahren ist der gebürtiger Kirner bei der evangelischen Kirchengemeinde Kirn tätig, dort Küster und in verschiedenen Ausschüssen tätig. Sowohl die Selbständigkeit wie die Tätigkeit im Angestelltenverhältnis habe er erfahren, und wie „bitter es ist, wenn man sein Geschäft hinter sich schließen muss!“. Das Elternhaus habe ihn geprägt, sein verstorbener Vater Ludwig war Stadt-Beigeordneter und liberales Urgestein.


KIRN. Der Weltgebetstag von Frauen aller Konfessionen findet an jedem ersten Freitag im März statt und wird in über 170 Ländern begangen. Im Pfarrzentrum St. Pankratius trafen sich in gemütlicher Atmosphäre um den Ökum. Vorbereitungskreis um Sieghilde Heinen und Irene Deveaux rund 80 Frauen schon am Nachmittag, die Feierstunde fand dann anschließend in der katholischen Kirche auf Halmen statt.

Bild 1311: WGT 2009 in Kirn

Partnerland des Weltgebetstages 2010 ist Kamerun.

  Die Weltgebetstagsliturgie kam aus dem diesjährigen Partnerland Papua-Neuguinea. Ursula Spottock kam zum Altar mit einem gefüllten „Bilum“: Diese schwere Netztasche war um die Stirn gebunden und gefüllt mit landestypischen Erzeugnissen wie Ananas, Mango, Avocados, Kakao, Kaffee, Gemüse und Bananen. Als das Bilum leer war, wurde es symbolisch ans Kreuz Christi gehängt, wo alle Sorgen und Nöte abgeladen werden können. Ebenfalls klassische Frauenarbeit in dem Inselsaat im Pazifischen Ozean: Kindererziehung und Gartenarbeit, Feuerholz und Wasser holen, das Kochen und der Verkauf der Erzeugnisse sowie Schweinezucht und Fischfang... und vieles mehr. Lektorinnen beider Konfessionen trugen Dankgebete, Schuldbekenntnisse und Fürbitten vor, ein Fötenkreis und Dekanatskantor Peter Jansen umrahmten den Weltgebetstag. „Viele sind wir, doch eins in Christus“- hieß das diesjährige Weltgebetstagsthema. „Wenn ich so über die Kirchenbänke gucke, denke ich, wir könnten ruhig ein paar mehr sein!“, meinte Irene Deveaux bei der kreativen Schriftauslegung. Frauen aus Papua-Neuguinea hatten die Apostelgeschichte 4, Vers 32 bis 35 gewählt, wo die Geschichte der ersten Christen niedergeschrieben steht. Wo in gelebter Solidarität wie im Garten Eden, „wie im Himmel auf Erden“ keiner einen Mangel hatte. Dies war zentrale Kernaussage. Innerhalb der Familie oder des Clans, „Wantoks“ (One Talk- zu Deutsch: eine Sprache, eine Stimme) genannt, sei ebenso wie bei uns hier im Geiste von Liebe und Fürsorge ein Soziales Netz gespannt. „Aber wir entfernen uns von den ersten Christen immer mehr!“, mahnte Irene Deveaux eindringlich. Wir liebten unser Privatleben, Besitz und Wohlstand: „Geld beherrscht bei uns alles. Je mehr Geld desto mehr Einfluss. Bei der Gewinnmaximierung geht uns langsam aber sicher die Luft aus. Wir vergessen dabei Werte und Würde, die wir von Gott haben, und auch, dass wir zur Freiheit und zum Teilen berufen sind!“. Die Frauen aus Papua- Neuguinea hätten damit den Brüdern und Schwestern weltweit das Bild der Geschwisterlichkeit vorgehalten und die Augen geöffnet: „Seht her, bei gelebter Solidarität könnte es so schön sein, wie im Himmel, so auf Erden, oder wie im Reich Gottes, wie es in der Bibel heißt“. 


"RAPPELKÖPP" KINDERFASENACHT  IN  DER  HELLBERGHALLE: Wir haben ein tolles Mitmach-Programm und eine Verlosung für die Kinder geboten und hätten uns über mehr Zuspruch gefreut“, sagte „Rappelköpp“- Sitzungspräsident Michael Kettern beim Kindermaskenball in der Hellberghalle. Es gab Polonaisen und jede Menge Musik und Tänze, Mitmachspiele, bei denen von den Kleinsten niemand leer ausging. Beim Eierlaufen gingen die Mädchen als klarer Sieger hervor, während beim Luftballonspiel und beim Mohrenkopfwettessen eher die Buben gewannen. Werbung in eigener Sache für die Blauen Funken und Mädchen zwischen 12 und 15 Jahren machte Michael Kettern, nachdem die Roten Funken ihren Gardetanz der Saison präsentierten. Übrigens waren alle „Ketterns Mäd´“ und die Vorsitzende Petra Beyer sowie Michael Velzen als kostümierter Clown in die Kinderbetreuung eingebunden. Bilder unten Nummer 1313, 1314, 1315 (Febr. 2009)



Kirner Kyrburg Impressionen: Pips,Drums+mehr 

Bild 1270: Original kopiert, perfekt: Irish Dance auf der Kyrburg ! 2005 Bild 1269: Pipes+Drums, Peter Thut (li.) von den St. Gangolf Dudelsackpfeifern Bild 1271: ...Schotten- Kyrburgwirt Horst Kroll im Kilt liebt auch Kirner...

Bild 1272: Eine Augenweide für leidenschaftliche Schottenfans! 2005 Bild 1273: von oben oder vom Loh gleicht die Kyrburg einem Adlernest... Bild 1274: Stolz und Majestätisch


Bürger "Über Nahe" wollen nicht an  Kallenfelser Straße laufen.... 

1220- März 2009:  Niederberg / Hülsbacher Weg: Aldi Süd zieht um

Die Spatzen pfeifen es längst von Kirner Dächern: Bald ist Baubeginn und dann zieht auch Aldi Süd von der Auffahrt zum Niederberg um an die Kallenfelser Straße. Beginnend an der "Alten Kellerei" sind dort sind schon Edeka, Neukauf, Lidl, Rewe, Rossmann und Kohl, Apotheke und andere Filialisten konzentriert. Die Bürger von "Über Nahe" sehen es nicht so gern. Für sie war Aldi Süd über die neue Niederbergbrücke sehr gut zu erreichen. Nun fürchten sie ein weiteres "Ausbluten" und Leerstände  

1221: Fachmarktzentrum- Am Kreisel Bergerweg - Kallenfelser Straße 

Bei der Mitgliederversammlung der Gemeinnützigen Baugenossenschaft im Stadtteil Über Nahe wurden Proteste laut: Der Stadtteil sei mit Geschäften unterversorgt, obwohl dort jüngst ein "Tante-Emma-Laden" eröffnet wurde. Aldi sei über die neue Niederbergbrücke einigermaßen gut zu erreichen gewesen, nicht jedoch die Kallenfelser Straße am anderen Ende der Stadt. Wagner sagte, er könne nichts daran ändern: Im Lebensmitteleinzelhandel seien wie überall Konzentrationsprozesse in vollem Gange. Im Grunde sei die Stadt froh darüber, dass die Ansiedlungen in Kirn blieben und nicht noch mehr Kaufkraft auf die "Drüne Wiese" Richtung Weierbach abwandert. In diesem Zusammenhang wurde auch der Stadtbus angesprochen, der nur mäßig genutzt werde. Dennoch, versicherte Wagner, versuche man, die Verbindungen in der Stadt und den Bus zu erhalten. 



Zwei Dutzend Aussteller warben bei erster Hochzeitsmesse `09 um Verliebte!

 662: Süße Sachen sind natürlich gefragt zum schönsten Tag des Lebens! (Cafe Schläger) Bild 663: Models, Kids und Dressman auf dem Laufsteg! Bild 664: Ein Traum von einem Kleid+passendem Accessoires 

Bild 665: Marco Fritz (li.) aus Hennweiler mit Partner 

KIRN. Hochzeitsmessen erfreuen sich in Kirn größter Beliebtheit. "Nie zuvor kamen mehr Paare nach Kirn als 2008", resümierte für "Kirn-aktiv" deren Sprecher Hans-Jürgen Dinig. Zwei Dutzend Aussteller präsentierten sich im Kirner Gesellschaftshaus. Schon am zweiten Sonntag im neuen Jahr lud die Kaufmannschaft nach dem Motto "wer zu spät kommt,..." zur Messe ein und so standen im weiten Rund wieder viele Paare, deren Eltern, Trauzeugen, Freunde und Hochzeitsgäste. Alle ließen sich inspirieren von Samt und Seide, von der schönsten Hochzeitstafel, vom schärfsten Foto, dem süßesten Nachtisch oder dem stimmungsvollsten Ambiente.Ob nostalgische Kutsche oder sportlicher Flitzer, zum vierten Mal bot "Kirn-aktiv" Interessantes. "Pusteblume" war dabei, Cafe Schläger, Hair + Beauty Olschock, die Goldschmiede Staudt, Festtische von Harald Krämer, das Duett Facette oder Eventmanager Dietmar Horbach aus Berschweiler. Das Modehaus Venter warb beispielsweise, dass Hochzeitskleider heute "kein Vermögen mehr kosten sollten und dürften!". Zwei Hochzeitsmodenschauen und eine große Tombola mit attraktiven Gewinnen rundeten das Messegeschehen ab.  (Jan.-2009)



Kirn bei Nacht startet frostig ins Jahr 2009 

Bild 636: Die "Alte Kellerei" erstrahlt in neuem Glanz und erwartet als ein wahres Schmuckstück auch 2009 zahlreich Gäste  

Bild 637: Jugendliche am "Bündelschestag" aus der ganzen VG Kirn-Land am Brunnen, rechts, z.B., Jochen Steffens aus Limbach

Bild 638: Markante und altehrwürdige Gebäude prägen Marktplatz + Innenstadt hier kehrte schon der Schinderhannes ein

639:Blick hinter die Tresen. Nirgendwo gibt es mehr Whiskysorten als rund um Kirn!

Bild 640: Kirn strahlt auch bei Nacht. Mehr  Kaufkraft wäre 2009 wünschenswert !

Bild 641: Alles neu für 2009 um St. Georg: Eisdiele, Galerie am Markt, Cafe Blum !!!



 Kyrburg Kirn startet ins neue Jahr mit vollem Programm! 

Vor genau 25 Jahren liefen die seit 1981 über Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) begonnen Sanierungsarbeiten rund um die Ruine Kyrburg aus. Im Februar 1984 begann die Stadt mit der Renovierung und dem Umbau des Wirtschaftsgebäudes zu einem Restaurationsbetrieb eine weitere Investition in die Zukunft, um das Wahrzeichen der Stadt wieder verstärkt ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu bringen. Die Gesamtmaßnahme kostete seinerzeit rund 500.000 D-Mark. 

Bild 589: Wirt Horst Kroll hinterm Tresen Bild 590: Das Wahrzeichen hoch über der Stadt wird nachts extrem angestrahlt! Bild 591: Die Damen könnten über 3300 verschiedene Whiskys probieren!

Grundvoraussetzung dafür war zu Beginn er 1980-er Jahre ein abgeschlossener Pachtvertrag über 3o Jahre mit dem damaligen Besitzer Fürst Nikolaus zu Salm-Salm. Nach dessen Tod erwarb die Stadt 1988 die gesamte Anlage vom Vermögensverwalter und noch heute ist Bürgermeister Fritz Wagner stolz auf diesen gelungenen Coup. Der Kirner Architekt Klaus Käthler entkernte das Gebäude, legte Fachwerkgebälk frei und Kellerräume trocken, ließ neue Rundbögen mauern und sanierte das Bruchsteingewölbe. Kanal- und Wasseranschluss wurden neu verlegt, das Wirtschaftsgebäude dem gesamten Areal angepasst und als Wahrzeichen angestrahlt. Nach der Sanierung wurde der heutige Kyrburgwirt Horst Kroll im April 1985 aus neun Bewerbern als Betreiber verpflichtet. Seitdem haben die altehrwürdigen Mauern vieles gesehen, seit dort ein Whisky- Museum eingerichtet wurde. Es gibt jede Menge Whisky-Tastings, allein im Jahre 2009 hat Wirt und Museumspatron Horst Kroll zu maximal 160 Treffs im Terminplan eingeladen, wo Hochprozentiges ausgeschenkt wird. Für Kenner schottischer Lebenselixiere gibt’s die Donnerstagsrunde, der deutsche Whisky-Papst, Professor Walter Schober, hat im Januar und im Oktober sein Kommen zugesagt. Im Februar gibt’s Brände Irlands zu kosten, der „Masterkeeper of the Quaich“ Bernd Schäfer besucht im März die Kyrburg und entlockt dem Glenlivet seine Geheimnisse. Schotten Experte Bruce McLean ist mit Alex Bruce zu Gast. Fast schon zum Inventar zählt der Blues-, Balladen- und Pop-Gitarristenbarde John Kirkbride, der im August zusammen mit Ferdl Eichner zu hören sein wird. Im Juli steht die Oper „Carmen“ auf dem Spielplan, ebenso wird zur „Nacht der fünf Tenöre“ erneut eingeladen. Mit großen Opernabenden hat sich die Kyrburg dank seiner atemberaubenden Kulisse einen Namen gemacht. Zweimal gab es das „Singende Kirner Land der Chöre“ auf der Burg zu hören. Der Motorradclub beispielsweise fährt jedes Jahr im August auf die Burg und startet von hier mit seinen "Schätzchen" eine Orientierungsfahrt, unzählige Bands traten schon auf: Blues Legende „Louisiana Red“ ebenso mehrfach wie die Gangloffer „St Gangolf Pipes & Drums“ um Peter Thut. „Beatles“-Revival-Bands gaben grandiose Konzerte und Irisch Dance oder „Magic of the Dance“ waren kulturelle Highlights oft vor vollbesetzten Reihen, an die angeknüpft werden soll.          



KIRN. Beim Neujahrsumtrunk 2008 / 2009 herrschte Zuversicht! Der Marktplatz um den St. Georgs- Brunnen füllte sich zusehends und war voller Menschen: Bei Glühwein, Kakao und Brezeln lassen die Kirner seit ´77 auf ihren Silvesterumtrunk mit der Gewinnauslosung von „Kirn-aktiv“ nichts kommen! 

Bild 516: Die Kolpingkapelle spielte flotte Weisen und stimmte ein auf 2009! Bild 517: Kirn-aktiv verabschiedete 2008 und zog die Sieger von 2 Gewinnspielen Bild 518: Von "Miesepetern" keine Spur: Es kann doch nur noch besser werden!

„Heute passt alles. Es ist trocken-kalt und es ist schön, viele alte Bekannte zu treffen!“, standen die Kirner zusammen und stießen wie Marion Deimer, Claudia Wenderoth und Petra Deyer sichtlich frohgelaunt an: „Wir lassen uns nicht unterkriegen, Miesmachen gilt nicht, die Stimmung ist super!“, gaben sie ihre Devise aus und tatsächlich hörte man niemand klagen. „Wer den Karren in den Dreck gefahren hat, soll ihn gefälligst auch wieder herausziehen“ war allenfalls überall ausgesprochener Tenor gegen die „Ackermänner, Zocker und Abzocker“. Auch zu Blitzeis gefrierender Regen war angekündigt und erschreckte nicht wirklich. Er setzte erst nach 18 Uhr ein und erfüllte spontan alle ausgesprochenen Glückwünsche zum Jahresbeginn nach einem „Guten Rutsch“: So „wörtlich genommen müsste es ja nicht sein“, meinte der Kirner Historiker Dr. Ulrich Hauth durch die Stadt schlitternd, während die Feuerwehr zu einem Gasalarm in die Sulzbacher Straße eilte. Querbeet spielte die Kolpingkapelle um Norbert Fuhr Walzer, Märsche, Tangos und Polkas und alle möglichen Stimmungsmacher und flotten Weisen. Pavillons waren verbannt, erstmals Holzhütten aufgebaut. Bedienstete der Stadt und die Mitarbeiter vom Bauhof  hingen dampfende Kupferkessel übers offene Feuer, hatten 300 Liter Glühwein, 60 Liter Kakao und 800 Brezeln geordert. Dieser 31. Silvesterumtrunk hat seine Wurzeln Mitte der 1970-er Jahre, als die Geschäftsleute „Jupp“ Tröschel und Helmut Jakobi aus der Nahegasse noch flaschenweise Getränke einsammelten und am Altjahresabend ein gemütliches Umtrunkfest organisierten.Für die Geschäftswelt ließ auf dem Marktplatz Hans-Jürgen Dinig ein insgesamt zufriedenes Jahr Revue passieren. Der Finanz- und Automobilkrise habe man getrotzt und sich in Kirn „dank positiver Verkaufszahlen mit Bravour gegen diesen Trend gestellt“, sagte Dinig und daran werde man anknüpfen. Das Kindersuchspiel mit „Rabe Rudi“ erfreute sich größter Beliebtheit, aus über 6.000 Einsendungen mit über 170.000 Weihnachtsmärkchen wurden die Gewinner gezogen. Dinig dankte namens der Geschäftswelt noch einmal ganz herzlich für diese Unterstützung in der Einkaufsstadt „Kaufhaus Kirn“ und den Besuch beim Silvesterumtrunk. Nie zuvor habe man in Kirn Zuspruch von so vielen Brautpaaren bekommen und die nächste Hochzeitsmesse steht schon am 11. Januar ab 13 Uhr im Gesellschaftshaus von „Kirn-aktiv“ im Terminplan. Der Autofrühling habe sich auf hohem Niveau etabliert, die neueste Aktion „Schnäppchenmarkt“, wo Besucher tatsächlich ein umfangreiches Warenangebot zu traumhaften Preisen erwerben konnten, werde wiederholt. 3000 Enten bei der Entenrallye auf dem Hahnenbach reichten nicht mehr aus, viele gelbe  „Rennschnecken“ mussten nachgeordert werden. Letztlich sei der Kunsthandwerker- und Bauernmarkt mit offenen Geschäften und einer leistungsfähigen Gewerbeschau der Gewerbeinitiative Kirner Land  eine einzige Erfolgsstory gewesen, und an all das gelte es anzuknüpfen. Bürgermeister Fritz Wagner sprach von neun Monaten Aufschwung und dankte all den Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren. Bei allen Höhen und Tiefen sei der Blick trotz Steuermindereinnahmen optimistisch ins neue Jahr 2009 gerichtet: „Wir haben schon öfters schwierige Zeiten überwunden!“, sagte Wagner trotzig und begrüßte namentlich frühere Kirner aus Mühlheim an der Ruhr, Berlin und Marburg. Philipp Agaisse (9) kam aus NRW angereist und durfte mit Alina Maul (4) aus Kirn die Gewinner ziehen, deren Lose sich zuvor im Betonmischer drehten.



KIRN. Bei Kirchenmusikerin Mechthild Meyer erlernte Ralph Wanninger das Musizieren und spielte 13 Jahre lang als Organist in der Kirchengemeinde Hundsbach vornehmlich die Orgel in der Limbacher Kirche. In seiner Heimatgemeinde Niederhosenbach bläst der 39-jährige im Musikverein ins Tenorhorn. Im kommenden Jahr (2010) feiert das Vokalensemble „Männer“ 20.Geburtstag, es nennt sich kurz und knapp so nach dem gleichnamigen Lied „Männer“. Im Gottesdienst in der evangelischen Kirche am „Altjahrsabend“ wurde der Liturgische Teil mit einem Kyrieeleison ( Bittgesang als Anrufung Gottes) aus dem späten Mittelalter „Maria durch ein Dornwald ging“ umrahmt, weiter kamen festliche Weihnachtslieder wie  etwa „Es ist ein Ros` entsprungen“ zu Gehör. Die sieben Musiker standen im Halbrund hinter dem Altar im spätgotischen Chorraum und diese ganz besondere Akustik verlieh dem Gesang zusätzlichen Nachhall, Glanz und Fülle. „The Gift“ (Das Geschenk) sangen die „Männer“ in englischer Sprache, es ist ein alter Satz als Loblied auf das Geschenk Gottes in der Geburt Jesu Christi. Pfarrer Michael Zeh dankte für dieses besondere Geschenk und erinnerte daran, dass man nicht nur in diesen Stunden vor dem Jahreswechsel, sondern das ganze Jahr über wachsam sehend und für den Glauben und Gottes Güte empfänglich sein müsse. Die Bankenkrise habe lange Schatten auf das neue Jahr geworfen, Pfarrer Zeh band in seine Fürbitten auch das Ende des Krieges und den erschütternden Kampfhandlungen im Nahen Osten ein. Die Gemeinde in der gut gefüllten Kirche sang Dietrich Bonhoeffers „Von guten Mächten“ und diesem musikalischen Gottesdienst zum Jahresausklang auf ganz hohem Niveau passte sich Kirchenmusiker Jürgen Huppert mit ganz eigenen, verjazzten Orgelpartituren an.

Sieben „Männer“ aus der Region um Niederhosenbach sangen am "Altjahrsabend" im Gottesdienst: Die Solisten um Ralph Wanniger können große Erfolge verbuchen und sind in der Region bekannt!

Bild 541: Ev. Kirche Kirn: Silvester 2008


KIRN: "Cafe Jahnstraße" mit  Betreiberin Sonja Ollech öffnet Pforten im DiakonieKrankenhaus 

Bild 152: Feierliche Eröffnung Bild 153: Vorstand und Honoratioren Bild 154: Pfr Müller + Grüne Damen

 KIRN. –heylive-. Feiertag gestern morgen im Kirner Krankenhaus der „kreuznacher Diakonie“, wo 14 Tage vor Weihnachten 2008 das „Cafe Jahnstraße“ offiziell eröffnet wurde. Namens des anwesenden Vorstandes (Pfarrer Dietrich Humrich und Dr. Frank Rippel) begrüßte Berthold Sommer als Geschäftsführer der Integrationsbetriebe der „kreuznacher diakonie“ zahlreiche Gäste und Förderer im „Cafe Jahnstraße“. Der kürze wegen hatte die für Jedermann geöffnete Cafeteria diesen Namen erhalten. Das Cafe ist seit Jahresmitte in Betrieb, es hat mit der literarischen Kostprobe von Wolfgang Scherer seine „Feuertaufe“ als ein kommunikativer Ort mit Platz für Kunst und Kultur bestanden. Es ist das vierte Cafe unter dem Dach der Integrationsbetriebe, Berthold Sommer führte aus, dass Langzeitpatienten ein Cafe als wichtige Begegnungsstätte bräuchten. Unter den Fittichen der Diakonie als Integrationsprojekt nach dem Sozialgesetzbuch R IX (Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen) müsse sich das Cafe wie jeder „andere Betrieb rechnen und sei grundsätzlich dem Existenzrisiko ausgesetzt“. 2002 habe die „kreuznacher diakonie“ den Grundstein der Integrationsbetriebe gelegt, das Projekt biete bewusst Menschen mit Handicaps eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Sommer lobte das freundlich- einladende Interieur, der Wintergarten in der Parkanlage mit Blick auf die Kyrburg, dankte namentlich dem ständigen Vertreter der Geschäftsführung am Kirner Haus, Uwe Meister, und wünschte Betreiberin Sonja Ollech viel Erfolg. Die Feierstunde umrahmten Doris und Helmut Kickton mit Klavier und Geige und taktvoll-liebreizender Tangomusik im Stile von Kaffeehausmusik aus dem vergangenen Jahrhundert. Geschäftsführer Winfried Mottweiler erinnerte an das 100-jährige Jubiläum des Krankenhauses 2012. Er dankte dem Land und Zuschussgebern, und ließ die Planungen des im April 2007 begonnenen fünften Bauabschnittes Revue passieren: „Wir haben uns da einiges vorgenommen!“. Mit der Erteilung der Konzession dürfe man auch alkoholische Getränke ausschenken, Mottweiler dankte der Stadt Kirn. Anscheinend hatte diese Überprüfung länger gedauert. Jedoch ohne die Genehmigung von einem Glas Kirner Bier könne ein für Besucher geöffnetes Cafe nicht funktionieren, sagte Mottweiler. „Lieber Herr Wagner, wir wollen doch auch Patienten in der Inneren Abteilung und im OP versorgen“, drückte sich Pfarrer Humrich dazu sehr humorvoll und spontan aus und erntete Applaus. Bürgermeister Fritz Wagner sagte in seinem Grußwort, ein „lange gehegter Wunsch sei in Erfüllung gegangen. Er könne sich noch gut erinnern, als Mitte der 1970-er Jahre mit „Rettet das Kirner-Krankenhaus“ Transparenten auf der Straße für den Erhalt „unseres“ Krankenhauses demonstriert worden sei und ein Cafe in 80-er Jahre-Planungen integriert war. Wagner dankte der Diakonie, den Grünen Damen und dem sehr starken Förderverein für ihr besonderes Engagement.


KIRN: Nach Pfingsten 2008 in Kirn heißt es im neuen Jahr: "Fontaine-wir kommen!" 

Bild 279: Fritz Wagner, Catherine Löhr  u. Enza Creve`nat(v.li.)verteilen Geschenke Bild 280: Rundgang Galerie im Rathaus Kaiserwetter mit Freunden war angesagt  Bild 281: Bei den Gästen sehr beliebt: Der Hennweilere "Luff" alias Rolf Henn 

   KIRN. „Das Kaiserwetter beflügelte die diesjährigen Partnerschaftstage“, so war es bei der diesjährigen „Jumelage“ über Pfingsten allerorten zu hören. Knapp 50 Gäste aus der Partnergemeinde Fontaine-les-Dijon folgten der Einladung zum Frühschoppen in den Rathaus-Innenhof, wo die Tische festlich gedeckt waren und bei einem kulturellen Rahmenprogramm herzliche Freundschaft sichtbar, vertieft und gefestigt wurde. Sperrangelweit hatte das Trauzimmer oder die „Galerie Rathaus“ geöffnet, und im Sitzungssaal war ein exquisites und großes Kaltes Bufett aufgebaut. Neueste Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen wurden von Karlheinz Brust erläutert. Das Besprechungszimmer 3.11 „Bauen und Finanzen“ war viel zu klein, als Bauabteilungsleiter Martin Kilian anhand Computeranimationen die neueste „städtische Umfeldintegration“ im Teichweg samt Bahnüberbauung erläuterte: „Alle halbe Stunde das gleiche Bild langer Staus, die Bevölkerung ist verärgert“ untermauerte er mit Fotos und bitterbösen Zuschriften. Bürgermeister Wagner hielt mit seiner Kritik nicht zurück:„Zwischen der Bahn und dem Landesbetrieb Mobilität hakt`s“. Über 80 Züge würden täglich die Stadt „zerschneiden“ und zudem passierten mehr als 9000 Fahrzeuge die parallel verlaufende L 182. Im Innenhof waren lauschige Plätzchen gefragt, die Tische festlich gedeckt und alle Plätze besetzt, Fred Leich stellte weitere Tische auf. Karikaturist „Luff“ (Rolf Henn) aus Hennweiler, der sonst für 15 Zeitungen mit spitzer Feder den Nagel auf den Kopf trifft, war dicht umlagert und porträtierte frohgelaunte Gäste.Organisatorisch liefen die Fäden bei Bettina Maas und dem Geschäftsleitenden Beamten Fritz Wittko zusammen, die Musikschule und deren Leiter Jochen Lorenz sowie Marcus Gabriel am Klavier und Katharina und Lisa- Marie Bender umrahmten die „Jumelage“ musikalisch.„Fragile“ (zerbrechlich) stand auf mehreren wertvollen Gastgeschenken, die keinesfalls stocksteif, sondern eher mit pathetischem Wortwitz ausgetauscht wurden. Fritz Wagner und die Beigeordnete der Partnergemeinde Fontaine-les-Dijon, Enza Crèvenat“, unterhielten mit Übersetzerin Catherine Löhr spontan-humorvoll und vergaßen die „Motoren und Antriebsfedern“ der Jumelage, unter ihnen der vor wenigen Wochen zu Grabe getragene Paul Morelon, nicht. Zerbrechlich und kostbar wie die Geschenke sei die Partnerschaft, die beschworen, beklatscht und in Kirn zementiert wurde: In 22 Jahren sei das gemeinsame Fundament und die Freude Miteinander gewachsen. „Die Zuneigung wächst langsam aber innig“ rief Fritz Wagner aus, als er eine Porzellanfigur zweier Schnecken enthüllte. „Solche Partnerschaftstreffen haben dafür gesorgt, dass über die Jumelage hinaus viele private und familiäre Kontakte gepflegt werden“, lobte Enza Crèvenat, während Stadtchef Fritz Wagner von einer „fantastischen und herzlichen Begegnung“ in höchsten Tönen schwärmte.  Familientag war am Samstag angesagt. Am Sonntag wurde der Flughafen Hahn besucht. Von dieser rasanten Entwicklung seien die Gäste angetan gewesen, erklärte Paul-Georg Löhr. Weiter stand die Wildenburg und in Schwollen ein kulinarischer Ausklang auf dem Programm. Gastfamilien und Gäste rückten im Kirner Rathaus eng zusammen, bevor sich die Gäste mit „Au revoir“ zur Heimreise verabschiedete. Offiziell heißt es dann an Pfingsten 2009 für die Kirner Delegation „Bien Venu in Fontaine-les-Dijon.“   



KIRN. Starke Ökumene: Pfarrer+Nikolaus Furch erinnern an Verbrechen des NS-Regimes  

Bild 250(v.l.): Pfarrer Griethe, "OB" Fritz Wagner, Pfarrer Zeh und Nikolaus Furch  251: Die Gedenktafel im Kirner Steinweg  war ebenfalls Ziel des Gedenkens Bild 252: Brennende Kerzen gegen das Verbrechen und gegen Vergessen!  

   KIRN. Nov. 2008.Über 150 Besucher nahmen teil am Ökumenischen Gottesdienst zum Gedenken an die Reichspogromnacht in Kirn: Vor 70 Jahren wurden in Deutschland am 9./10. November über 1000 Synagogen und jüdische Betstuben in Brand gesetzt, geplündert, entweiht, zerstört. (1283 hat man bis heute gezählt, sagte Pfarrer Zeh).Unzählige Geschäfte und Wohnungen von Juden wurden am nächsten Tag aufgebrochen und geplündert. Wahllos wurden Deutsche jüdischen Glaubens oder jüdischer Herkunft gedemütigt, geschlagen, verhaftet, daran erinnerten die Pfarrer Michael Zeh, Heinz-Erhardt Griethe und Emil Cauer. „Es waren getaufte Christen, die so wüteten. Es waren tausende, die zuschauten, zustimmten oder schwiegen, viele waren verschreckt u. verstört. Fast alle, die an den Gewalttaten mitwirkten, fast alle, die zuschauten, waren getaufte Christen. Das bleibt für uns unbegreiflich und das bewegt uns bis heute!“, hieß es originalgetreu im Predigttext. Auch dass man das Heiligste, die Thora, mit Füßen trat und anzündete, daran erinnerte Pfarrer Emil Cauer. Der erschütternde Bericht von Leo Jehuda Schornstein aus Dresden war durch Beamer auf eine Leinwand eingeblendet: Nachts gegen zwei Uhr kam das Gefängnisauto, die „Grüne Mina“, ihn abzuholen. Lektorinnen beider Konfessionen lasen. Der Psalm 74, ein Gebet der Juden und Christen, hätte treffender nicht sein können: „Gott, deine Widersacher lärmten an deiner heiligen Stätte, stellten ihre Banner auf als Zeichen des Sieges. Wie einer die Axt schwingt im Dickicht des Waldes, so zerschlugen sie all das Schnitzwerk mit Beil und Hammer. Sie legten an dein Heiligtum Feuer, entweihten die Wohnung deines Namens bis auf den Grund. Sie sagten in ihrem Herzen: `Wir zerstören alles!` Und sie verbrannten alle Gottesstätten ringsum im Land...“Auch in Kirn wurden 13 jüdische Häuser, Geschäfte und die Synagoge verwüstet, Geschirr, Möbel Einmachgläser zerschlagen, Fenster eingeworfen, Bettkissen aufgeschlitzt. (Wir berichteten). In einem liturgischen Rahmen mit Lesungen, Liedern und Gebeten aus der jüdischen und christlichen Tradition wurde gedacht, Pfarrer Griethe betete aus dem „Achtzehnbittengebet“, gemeinsam wurde „Dona nobis pacem“ gesungen. Im Anschluss begaben sich die Teilnehmer mit brennenden Kerzen gemeinsam auf einen Gang des Gedenkens.Erste Station war am Marktplatz, wo Nikolaus Furch mit Mikrofon an die Namen der Familien, die hier im Stadtkern, in der Rader- und in der Levkojengasse wohnten, erinnerte:„Solche armen Leute, die von den Braunen Machthabern nicht als Menschen sondern als Nummern behandelt wurden, dürfen nicht in Vergessenheit geraten!“. Weiter ging es zur Übergasse und durch die Linke Hahnenbachstraße zur Amthofstraße, wo im heutigen Kino die Synagoge war. Diese wurde am 13. April 1939 „arisiert“, sie wurde für 5358 Reichsmark an einen Kirner Privatmann verkauft. „In Kirn gab es keine Konfessionsunterschiede. Jüdische Familien nahmen Anteil am christlichen Leben. Es ist schrecklich, wenn ein Gotteshaus oder Grabsteine geschändet werden!“, rief Furch empört aus. Der Steinweg sei voller Geschichte, erläuterte er und stellte die Tätigkeit von Bernhard Weil, Kantor und Lehrer der israelitischen Religionsgemeinschaft vor. In der Neuen Straße /Ecke Steinweg gegenüber dem früheren Eissalon wohnten die Familien Peter Römer und Moses Rothschild, im unteren Steinweg 14 und 12, wo die Kirner Zeitung ist, die Familien Max Gottschalk und Jakob Gottschalk. An der Gedenktafel verlasen die beiden Pfarrer Michel Zeh und Heinz-Erhardt Griethe die Namen von 46 Deportierten, die bekannt sind und dem Naziterror zum Opfer fielen: „Noch gibt es keinen öffentlichen Ort, wo diese Namen bleibend präsent sind, aber es gibt die Bereitschaft und die Zusage, dem namentlichen Gedenken einen angemessenen Ort zu schaffen!“, sagte Zeh. Das Abschlussgebet „el male rachamim“ (Gott voller Erbarmen)  wurde schon im Mittelalter zum Gedenken an die Opfer der Kreuzzüge gebetet, heute wird es gebetet, um den Opfern der Judenvernichtung fürbittend zu gedenken. „Gott sei ihr Erbbesitz, und im Garten Eden ihre Ruhestätte, und sie mögen ruhen an ihrer Lagerstätte in Frieden“, so Zeh.


 Bahn AG: Grünes Licht für Millionenbauwerk - Spatenstich 09? - Täglich über 80 Züge!

Bild 247: Das Stadtbild wird sich  "An der Großen Brücke" -li- gravierend verändern.  Bild 248: Lange Autoschlangen sind oft ein großes Ärgernis und sollen passe´sein.  Bild 249: Verkündeten schon im Juli 2008 die frohe Botschaft der DB AG 

 KIRN. Februar 2009: Die gefahrlose Querung „An der Großen Brücke“ über die Bahngleise ab der Kirner Kiesel zum Loh hin ist nun in greifbare Nähe gerückt. Grundlage dafür ist das so genannte Eisenbahnkreuzungsgesetz, das bereits im Sommer 2008 durch den Rehborner MdB Fritz Rudolf Körper und Bürgermeister Fritz Wagner in Kirn mit Donnerhall vorgestellt wurde. Über drei Jahrzehnte war die Verkehrsentlastung in allen Stadtratsfraktionen im Gespräch und regelmäßig vor Wahlen gab es einen Schub. So auch diesmal. Bei der Stadtratssitzung am 30. 10 wurde der Brückenschlag im D-Zugtempo durchgewinkt, und direkt zur Kommunalwahl soll werbe- und pressewirksam Spatenstich sein. Schließlich geht es um ein neun Millionen Projekt. Damit wird das Innenstadtbild entscheiden verändert. Die „Große Bücke“ soll reine Fußgängerbrücke werden und über die Kiesel führt eine Trasse über die Nahe zum Lohweg. Über 60 Millionen Euro habe die Bahn in weniger als drei Jahren in die Naheschiene investiert, sagte Körper bei der Verkündigung der freudigen Mitteilung. Einerseits sei die Region sehr gut angebunden, erfahre die Nahestrecke eine starke Frequenz und Belebung, andererseits würden über 80 Zugbewegungen „täglich die Stadt Kirn zerschneiden, Handel und Gewerbe empfindlich stören“, kritisierte Wagner. Zudem passieren auf der parallelen L 182 über 9000 Autos täglich die Innenstadt und sorgen seit Jahrzehnten für lange Staus. 8,972 Millionen Euro teilen sich der Bund, die DB Netz AG, das Land RLP und die Stadt, dessen Anteil mit rund 700.000 Euro den Stadtsäckel belasten. Hier ist für Bürgersteigausbau etc. mit Zuschüssen zu rechnen, so dass tatsächlich 300.000 Kosten im 2009-er Haushalt der Stadt eingestellt werden.



Kirner Ortsgruppe des HV kämpft gegen das Älter werden - Dennoch erstaunlich fit!

Bild 304: Werner Ebertz, ein Kirner Urgestein im 80.ten, (re.)  leitet als Vize!

678: Sehr begehrt sind die Jahreshefte des HV mit Wanderplan 

Bild 679: Hier im Kirner Ratskeller tagten die Mitglieder der Ortsgruppe Kirn.

   KIRN. Nov. 2008: Die Ortsgruppe des Kirner Hunsrückvereins stellte im Ratskeller bei reger Beteiligung ihren Wanderplan vor. Die gut 140 Mitglieder sind rundum zufrieden, auch wenn seit Jahren eine personelle Verjüngung weit und breit nicht in Sicht ist. Genesungswünsche gingen an Vorsitzenden Günter Weber, sein 80jähriger Stellvertreter Werner Ebertz hielt die Stellung, Rückblick und Ausschau.Die Versammlung gedachte den jüngst verstorbenen Mitgliedern und „Stützen“ Karl Georg Fuchs, Hans Vath und Ilse Bertram. Gemeinschafts- und Wimpelwanderung, die Orgelwanderung nach Ravensbeuren, Lötzbeuren und Starkenburg sowie der deutsche Wandertag in Fulda wurden besucht. Am 15.Juni fuhren über 50 Mitglieder zur Landesgartenschau nach Bingen. Beim „Wanderspaß“ eines Radiosenders auf der Wildenburg, sowie rund um den Heimberg bei Waldböckelheim mit 21 Wanderfreunden und in Burgen an der Mosel oder in der Region um Echternach habe man viel Freude gehabt. Anstelle der jährlichen Nikolauswanderung, die nächste findet erst wieder 2009 statt, soll in diesem Jahr am 6. Dezember durchs Antestal zwischen Sienhachenbach und Schmidthachenbach gewandert werden. Derzeit werde durch die Projekt-Entwicklungsgesellschaft Rheinland-Pfalz (PER) an einer länderübergreifenden Wanderroute gearbeitet. Das Wandergebiet soll Lothringen, das Saarland, Luxemburg, Wallonien (Belgien) aber auch Rheinland-Pfalz und die Kirner Region tangieren und folgt den Spuren, Burgen und Schlössern des Erzbischofs Balduin von Luxemburg. Nach Worten von Hauptwanderwart Rudolf Fuchs hätten sich im Herbst dank Beteiligung der Mittwochswanderer die Sonntagswanderungen stark verbessert, Wanderwünsche über die Route werden erfüllt. Rudolf Fuchs stellte den Wanderplan 2009 vor. Auch mehrtägige Fahrten in die VW-Stadt Wolfsburg oder in den Bundestag nach Berlin seien möglich. Für die Kirner Ortsgruppe des Hunsrückvereins warb Fuchs für Wanderungen mit kleinen Steigungen: „Diese Art des Wanderns verbrennt doppelt so viele Kalorien, stärkt den Herzmuskel, fördert die Durchblutung der Lunge und stärkt das Immunsystem. Wandern ist ohne Vorgaben oder besondere Sportgeräte Wellness-pur“, sagte Fuchs. Die Termine: Am 18. Januar 2009 gibt es eine geführte Winterwanderung rund um Kirn, am 8. Februar gibt’s  eine Fährtensuche „im Schnee“ im Lützelsoon. Jahreshauptversammlung ist am 7. März 2009, am 29. März ist Meddersheim Ausrichter der Gemeinschaftswanderung mit Bad Sobernheim und Monzingen. Am 19. April geht es aus Richtung Hochstetten / Meckenbach zu „Küchenschellen“ auf den Kirner Hellberg. Die Orgelwanderung findet in der Region um Simmern am 25. April statt. Der Hauptverein hat am 16. Mai in Eckenroth Jahreshauptversammlung, am 17.Mai führt die Orchideenwanderung nach Sargenroth. Am 6. Juni ist eine Abendwanderung, am 24. Juni wird zwischen Lorch und Konz der Rheinsteig und die Loreley erwandert und eine Rheinschifffahrt unternommen. Im August wird der Deutsche Wandertag in Willingen im Sauerland besucht. Lemberg und Disibodenberg sowie unter anderem eine Federweißer-Wanderung in hiesige Gefilde werden im Herbst angegangen.


Bild 157: Jäger aus Kurpfalz bei Meisterschaften rund um Kirn 

KIRN. Mit einen 22 Kilometer langen Geländeritt und anschließendem Trail-Parcours wurden die Breitensportmeisterschaften im Bezirksverband Nahe-Hunsrück auf der Anlage des Kirner Reit-Fahr-und Zuchtvereins in der Nägelspitz ausgetragen. Knapp 20 Reiterinnen und Reiter nahmen an diesem zusätzlich als vereinsintern gewerteten Herbst-Orientierungsritt `08 bei idealen Bedingungen durch die bunte Natur teil. Knifflige Aufgaben mussten unterwegs gelöst, sieben Tierbilder als „stille Wächter“ dokumentiert werden. Nach dem mehrstündigen Ausritt über die Meckenbacher Höhe und durchs Krebsweiler Tal wartete auf der Nägelspitz noch ein Trail-Parcours mit weiteren sieben Hindernissen. Wippe und Engpass oder das Durchreiten von Flatterbändern meisterten Pferd und Reiter mit Bravour, Claudia Gross und die Pächterfamilie um Jessica Pesi übernahmen Siegerehrung und organisatorischen Ablauf. Teilnehmer kamen aus Löllbach, Rehbach, Kusel, Jeckenbach und Krottelbach angereist. Die Abordnungen vom „Jäger aus Kurpfalz“ aus Rehbach und die Reiterfreunde „Perlbach“ aus Löllbach machten die Mannschaftsmeisterschaften unter sich aus.

Bild 156:                        

 Neue "Piepser" für DRK - Kirn Stadt und -Land . Die Truppe ist schlagkräftig wie nie!

   KIRN. Als wichtigen Baustein ihrer Ausrüstung nahmen die neuen neun geprüften Sanitäter aus Kirn und Umgebung 2008 freudig ihre Funkmeldeempfänger, so genannte „Piepser“, in den DRK- Schulungsräumlichkeiten auf der Kiesel entgegen. „Es geht aufwärts beim Ortsverein,  derzeit haben wir 20 Leute im Einsatz, soviel wie seit Jahrzehnten nicht mehr“, freute sich der Bereitschaftsleiter Frank Weger. Die theoretische und praktische Prüfung am Sonntag haben aus Kirner Sicht alle bestanden. Seit Jahresbeginn haben sie viel Freizeit geopfert, „darüber hinaus zusätzlich mächtig gepaukt“ und seien mit Elan und Begeisterung bei der Sache, strahlte die Kirner Einsatzleitung. DRK-Vorsitzender Peter Wilhelm Dröscher gratulierte bereits. Von „Frust oder Mitgliederschwund keine Spur“, freut man sich. Jugendliche kamen aus dem Schulsanitätsdienst aus eigenem Antrieb und freuten sich über die weitere Ausbildung. Vom Fingerkuppenverband über die Herz-Lungen-Wiederbelebung und dem Einsatz des Frühdefibrilators reichte die Ausbildung des Sanitäter ABC´s. Die neuen „können, dürfen und müssen eigenständig arbeiten, aber ins kalte Wasser geworfen werden sie deshalb noch lange nicht!“, beschreibt Frank Weger künftige Lehrjahre. Daher machen die Jüngeren neben erfahrenen Ehrenamtlichen Dienst, werden im Sanitätsdienst bei Festen und Kerwe eingeteilt oder bei Großbränden und größeren Schadensfällen zur Unterstützung des Rettungsdienstes auf Anforderung der Leitstelle eingesetzt. Transporte werden keine durchgeführt. Der Kirner DRK Ortsverein hat nun zwei Fahrzeuge. Ein älterer VW Bus hat 25 Jahre auf dem Buckel, ein neuerer dient dem sanitätsdienstlichen Einsatzdienst (KEIN Rettungsdienst). Restarbeiten daran sollen bis zum 1.Juli 2008 fertig sein und dann wird das Auto für den Erstangriff und die Erstversorgung (mit Sichtschutz und als Rückzugsmöglichkeit, etc.) zur Verfügung stehen.



Bild 211: Mitten durch die Innenstadt ging die Kutschfahrt - nur Schnee fehlte! Bild 221: Kirn-aktiv war Veranstalter:   Die Kutschen waren stets gut besetzt! Bild 212: Eine tolle Aktion von "Kirn-aktiv" am 13.Dez.08 - samt Nikolaus!

"KIRN-aktiv" lud mit prächtigen Gespannen zur Kutschfahrt ein:„Das Kindersuchspiel mit „Rabe Rudi“ lief sehr gut an. Auch die Shopping-Card erfreut sich größter Beliebtheit und die Aktion Weihnachtsmärkchen brummt“, zogen übereinstimmend Hans-Jürgen Dinig und Gunnar Venter von „Kirn-aktiv“ zufrieden Halbzeitbilanz. Zwei Kutschgespanne mit prächtigen Friesenrappen und Alt-Oldenburger Pferden hatte die Werbegemeinschaft am Nikolaussamstag gechartert. Ewald Adams aus Sien-Hoppstädten und Andre´ Setz aus Sonnschied auf dem Kutschbock waren zum zweiten Male in Kirn, ihre Kutschen waren ständig voll besetzt und nicht nur für die Kleinsten ein Erlebnis. Stilecht verkörperte Rolf Ponzelar mit Rauschebart die Person des „Santa Claus“ und gesellte sich zu den Gästen, die in der Stadt kostenlos ihre Runden drehten. Einige Geschäfte hatten bis 16 Uhr geöffnet und auf dem Markplatz betrieb die Kolpingfamilie einen Stand. Selbst gebackene Weihnachtsplätzchen, eingeweckte Marmelade, heißer Glühwein, Kinderpunsch und Schoko- Nikoläuse von „Kirn-aktiv“ hatten Karen und Friedhelm Littkowski, Doris Hub und Yvonne Krämer im Angebot. Am Samstag bereichern sie erneut auf dem Marktplatz den so genannten „Christkindchesmarkt“ (Thomasmarkt). Nächster Termin von „Kirn-aktiv“ ist der Silvesterumtrunk auf dem Marktplatz, wo die Gewinner des Suchspiels „Rabe Rudi“ und des Weihnachtsgewinnspiels ermittelt werden.


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KfK KIRN: Vanessa Klein aus Oberhausen Funkenmariechen der Session 2009 gekürt! 

Bild60: Funkenmariechen Vanessa Klein

   KIRN. Die Kirner Kolpingfamilie kürte im Pfarrzentrum auf Halmen mit Vanessa Klein aus Oberhausen ihr Funkenmariechen und wählte aus der „ADF-Garde“, den Alten-Dusseligen-Funken, mit Petra Skubski den Gegenpart dazu. Von Beginn an sind die Altdusseligen Funken um Karen Littkowski und Silke Baus mit viel Esprit und funkensprühenden Ideen treibende Kraft und  verlässliche Stütze bei der KfK auf der Bühne und in der Bütt. „Pünktlich am 11. 11. konnten wir mit viel Muff-Tata den Auftakt nicht feiern, wir haben viele Auswärtige und Berufstätige“, sagte Friedhelm I. Littkowski, seit 24 Jahren der heimischen Kirner Fasenacht verbunden und im 17. Jahr Sitzungspräsident der Kolpingfamilie Kirn. Zugegeben, ein kräftigeres „Helau“ müsse man noch üben, bekannte Friedhelm I., aber die Jecken probten schon mal ihre Begeisterung und Enthusiasmus und wollen anknüpfen an die zurückliegenden, tollen Kampagnen. 2010 ist schon wieder der nächste Umzug in Kirn. Der närrische Fahrplan beginnt  im Pfarrzentrum: „Kreppelkaffeekuchen“ gibts erstmals am 7. Februar um 15.11 Uhr. Die große Prunksitzung beginnt im Gesellschaftshaus am Valentinstag, 14. Februar, um 20.11 Uhr. Mit einer etwas kleineren Sitzung werden eine Woche später am 21. traditionell die Senioren im Dhauner Wald erfreut. Am Fastnachtssonntag ist ab 14.11 Uhr Kindermaskenball in St. Pankratius und mit allen Kooperationen ist am Rosenmontag (23. Februar) buntes Narrentreiben rund um den Kirner Marktplatz angesagt.



Mosaikfest zum Ferienstart!

Bild 303: KiTa Steinenberg in Kirn

    KIRN. Einen Tag vor Sommerferienbeginn 2008 feierten die Kinder der KiTa Steinenbergstraße ein „Mosaikfest“ und weihten nach dreijähriger Bauzeit das fertige Namensymbol „Sonnenschein“ mit Hunderten Mosaiksplittern im Eingangsbereich ein. Vor über drei Jahren entschieden sich die Kinder auf einer Kinderkonferenz selbst für diesen Namen und feierten mit einem nichtalltäglichen „Tauffest“ die Namensgebung. Symbolisch goss Leiterin Sandra Reemen Wasser über das gläserne Vordach. Begleitet von Gitarren, Triangel und Orff`schen Instrumenten wurden Lieder gesungen und gefeiert. Aufgrund der lichtdurchfluteten Architektur wurde man mit diesem Namen der 1993 eröffneten Kindertagesstätte mit den drei Gruppen „Milchzahnbande“, „Kleine Strolche“ und „Plappermäulchen“ vollends gerecht, so die einhellige Meinung der Jury bei überwältigender Mehrheit. Bei diesem Fest 2005 wurde auch der Grundstein für ein Mosaik im Eingangsbereich gelegt, an dem seither Kinder, Eltern und Erzieherinnen werkelten und ganz spezielle Symbole einzementierten, um die kahle Wand freundlicher zu gestalten. Und dies sei optimal gelungen, waren neben Eltern auch das Personal wie Gaby Ostermann oder Sandra Engelmann vom „Festkomitee“ und Hausmeister Stefan Theis bei frisch gebackenen Waffeln, allerlei leckeren Köstlichkeiten und Kindersekt beim „Mosaikfest“ begeistert. Dabei wurden die Sprachförderkraft Olga Hohenberg und Ann Catrin Schweig (Hauswirtschaft) verabschiedet. 17 Vorschulkinder gehen zur Schule. Nach wie vor werden nach den Ferien drei Gruppen (auch Zweijährige) betreut.

KIRN: Gewerbeinitiative "GiK" mit Schau, verkaufsoffenen Geschäften,

Kunsthandwerker & Bauernmarkt zogen die Massen magisch an

18: Meister Rolf Stumm aus Bergen bei Kunden 19: Schneider- Bau mit Traumhaus-Ideen ! 20: Spezialisten über die Schulter geschaut. 21:Sandra + Elisa bei Bernd beim Shopping! 22: Neueröffnung Hien war Hingucker
Bild 23:Meddersheimer Kunden lassen sich von Berater Friedrich Kreutzer beraten! 24: Natürlich wurden die Kleinsten umworben und ihr Interesse geweckt! Bild 25: Alles rund ums Eigenheim  im Baucenter Fey in der Binger Landstraße! 

    KIRN. –heylive-.Oktober 2008. Mit dem goldenen Oktobersonnenschein strömten auch die Menschenmassen schon recht früh am Sonntag ins sperrangelweit geöffnete „Kaufhaus Kirn“: Kunsthandwerker- und Bauernmarkt, die Gewerbeinitiative Kirn und verkaufsoffene Geschäfte lockten. Insbesondere die kurzen Wege vom Marktgeschehen in der Stadt zur Gewerbeschau „werden diesen Sonntag noch attraktiver für Besucher machen“, glaubte Bürgermeister Fritz Wagner im Vorfeld und sollte dank Wetterglück recht behalten. Erstmals nach Jahren rund um die VG-Kirn-Land war auf dem ehemaligen Tengelmann-Parkplatz zwischen oberem Steinweg und Hahnenbach zwei Messezelte mit über 30 Firmen präsent und die räumliche Nähe erleichterte es Besuchern, sich überall einmal umzusehen. „Stadt und Kirner Land veranstalten diesen Tag gemeinsam und präsentieren ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit!", so der einhellige Tenor um den Vorsitzenden der Gewerbeinitiative, Rolf Lagrange. Am Vorabend ließ es sich FDP- Bundesvize Rainer Brüderle nicht nehmen, die Gewerbeschau zu besuchen und für Handel und Mittelstand zu werben. Vor 21 Jahren war Brüderle frisch gekürter rheinland-pfälzischer Wirtschaftsminister. Im Braustübchen warb er für weltweit faire Wettbewerbsbedingungen bei einer erträglichen Steuerlast und Bürokratieabbau, schließlich bilde der Mittelstand das „Rückgrat der Volkswirtschaft“.„GiK“ und „Kirn-aktiv“ zogen an einem Strang, Messe, Markt und offene Geschäfte präsentierten die geballte Leistungsbereitschaft und Vielfalt wie ein eindrucksvolles Schaufenster der Region. In Straßen und Gassen gab es vieles zu schauen, zu entdecken und zu staunen, das neue Radio Idar-Oberstein berichtete aktuell. Mehr als 30 der 87 Firmen der Gewerbeinitiative stellten im Messezelt aus, die Stimmung war ausgelassen und super: Freundliche Dienstleister informierten zwanglos an einladenden Ständen, sogar gutscheinverteilende Hostessen waren erstmals in der Stadt unterwegs. Ansprechbar sein, präsent sein und Fragen beantworten, war erklärtes Ziel. Energiesparen war Topthema, Handwerksgewerke wie Zimmerer, Holzkünstler oder Schieferdachdecker zogen magisch an, denn überall da, wo gehämmert und gewerkelt wird, bleiben Besucher stehen. Die Polizei informierte über sichere Kindersitze und lud in den Fahrsimulator ein. Über 70 Marktstände in der Stadt lockten zum ausgiebigen Einkaufsbummel. Traktoren, Kutschenausstellung und die Pferde waren dicht umlagert, das Rahmenprogramm mit Folkloretanzgruppe und Musik konnte sich sehen lassen. Im zweijährigen Turnus mit Neustadt war der Schmiedeclub 1989 Weltersburg mit Transmissionsriemen an Bulldogs auf dem Marktplatz Publikumsmagnet und getreu ihrem Motto „De Pälzer Schmied- bei de Ärwett“. Glühendes Eisen in der Esse wurde mit schwerem Vorschlaghammer funkenspeiend auf dem Amboss geschmiedet und „getrieben“. Rabatte und Prozente lockten, Preise purzelten. Joachim Fey vom gleichnamigen Baucenter in der Binger Landstraße strahlte und war sichtlich zufrieden. „20 Prozent auf Alles“ sei zum 3. Geburtstag am Platze von den Kunden angenommen worden. Dort am Stadtausgang mit Tankstelle und reaktiviertem Opel-Autohaus Wittmann gesellte sich auch Mode Hien mit seiner Geschäfts- Neueröffnung zu dem bestehenden Möbel-Hien und sorgte für eine wahre Gewerbekonzentration mit Modenschau, Events und zahlreichen Attraktivitäten. 


KIRN: Jessica Pesi hoch zu Roß als St. Martin - Zug zur Kyrau kam bei den Kleinsten an

Bild 14: Jessica Pesi ritt bei stürmisch- nassem Novemberwetter" AliBaba"

 15: Ein haushohes Martinsfeuer brannte auf Kyrau -Kinder waren gut eingepackt 

Bild 16: Pastor Heinz-Erhardt Griethe und Alexander Tietze, der schon öfters spielte

   KIRN. November 2008.  Heftige Regenschauer gingen noch kurz vor dem Martinsumzug über Kirn nieder. Die Kinder aus Kirn und Umgebung waren in wetterfester Kleidung gut „eingepackt“ und kamen dennoch mit ihren Eltern, Großeltern und Geschwistern sehr zahlreich: Pünktlich als sich der Zug im traditionellen Lampions- Lichterglanz und Fackelschein vom Parkplatz des Einkaufszentrums am Berger Weg in Richtung Kyrau in Bewegung setzte, hatte Petrus ein einsehen und reduzierte den Regen etwas.Hoch zu Ross auf einem prächtigen elfjährigem Ardenner- Haflingerpferd mit geflochtener Mähne und dem klangvollen Namen „AliBaba“ saß als Heiliger St.Martin mit Jessica Pesi die Pächterin der Kirner Reitanlage des Reit-Fahr-und Zuchtvereins in der Nägelspitz. Die Kirner Jugendfeuerwehr begleitete mit Fackeln die 18 Mitglieder des Musikvereins Oberhausen, die musikalisch den Martinszug über die Kallenfelser Straße bis zur Kyrau begleitete. 29 Feuerwehrmänner und-frauen waren als fleißige Helfer im Einsatz, servierten heiße Würstchen, Getränke und warmen Kakao. Schon frühmorgens herrschte in der Kallenfelser Schloßstraße rege Betriebsamkeit, als die Feuerwehrmänner bei Thorsten Friedrichs traditionell den Ofen anheizten. Was einst die Martinsbrezel war, sind heute die bei den Kindern die sehr beliebten Schoko- und Rosinenbrötchen. An die 900 wurden gebacken und kostenlos auf Kyrau verteilt. Die Aktion wird durch den Spendenerlös aus dem Einsammeln der ausgedienten Weihnachtsbäume finanziert, bei Natascha Ahrens liefen organisatorisch die Fäden zusammen. Im Ökumenischen Wechsel hielt in diesem Jahr Heinz-Erhardt Griethe am haushoch lodernden Martinsfeuer die kindgerechte Andacht und erzählte die Martinsgeschichte. Neben ihm „kauerte“ auf der kleinen Bühne im Schein des Martinsfeuers Alexander Tietze, der den Bettler spielte. Akustisch für den guten Ton sorgte der Förderverein um Fred Leich. Der Heilige St. Martin hatte einst als Soldat und dritter Bischof von Tours das Frankenreich geprägt. Er lebte vor, was er predigte und verkörperte modellhaft und als asketischer Mönch noch Jahrhunderte über seinen Tod am 8. November 397 hinaus, das spätantike Priester- und Bischofsideal. Gemeinsam wurde gebetet, an die Nächstenliebe appelliert und im Lichterschein mehrere Lieder gesungen. „Wir müssen das Teilen lernen. Von dem was wir wegwerfen, könnten viele satt werden!“, mahnte Pastor Griethe und zitierte die Heilige Schrift: „Wer von euch dem hilft, der in Not ist, der hilft mir“.     



Aus dem Fundus von WWW.Heylive.de: Modenschau fürs Auge 

von "Kirn-aktiv" im Kirner Gesellschaftshaus im Jahre 2003  

Traumhafte Präsentation, fast 400 begeisterte Besucher: Bilder Nr. 1345 1346  1347



1000 Schoko-und Rosinenbrötchen für den St.Martinsumzug der Kirner Feuerwehr werden seit Jahren- alle Jahre wieder- in der Kallenfelser Bäckerei Friedrichs gebacken: Drei Stunden lang waren die Feuerwehrmänner um Seniorchef Wolfgang Friedrichs, Manuel Kaiser, Manfred Heinrich und Joachim Kloos in der Backstube tätig. Handarbeit ist großgeschrieben, jedes einzelne Brötchen gerollt, geknetet und so in Form gebracht. Es wurden schon mal weniger Brötchen gebacken, meinten die Wehrmänner, die Resonanz sei nach wie vor gut. Die Aktion wird durch die „Tannenbaumaktion“ der Kirner Wehr finanziert.

Bild 1125: Treue Feuerwehrmänner und ebenso leidenschaftliche Bäcker !



Nikolaus Furch und Dr. Ulrich Haut: Schreckliche Erinnerungen an NS-Zeit von 1933-1945

Bild 12: Nikolaus Furch und Dr. Ulrich Hauth  Bild 13: Erschütternde Erinnerungen an NS Zeit

    KIRN. November 2008: 70 Jahre nach der Reichspogromnacht ist im katholischen Pfarrzentrum auf Halmen auf sieben Tafeln eine Dokumentation zu sehen. Dabei sind Umfeld und Alltag der jüdischen Mitbürger während brauner NSDAP-Diktatur dokumentiert. 49 Häuser waren in Kirn bewohnt, vor über 70 Jahren dürften um die 130 Mitbürger jüdischen Glaubens unter den 6.500 Kirner Einwohnern gelebt haben. Schicksalsspuren von 46 Deportierten ging Nikolaus Furch nach. Didaktisch und rhetorisch brillant nahm er über 70 Zuhörer mit auf eine beklemmende Zeitreise dunkelster Vergangenheit, nicht ohne den deportierten Juden ihr Gesicht, ihre Vita und Würde in heimatlicher Umgebung zurückzugeben. „Das Buch des Lebens belässt es nicht bei 70 Jahren!“, war sein Credo. Provokant fragte der 79jährige, ob denn nicht endlich Schluss mit dem Gedenken sei: „Macht sich nicht klammheimlich dagegen Widerwillen breit? Soll man denn eine ganze Ewigkeit büßen? Unsägliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind seitdem geschehen...!“. Nein! Hier stecke mit „Adolf“ der Teufel wahrhaftig im Detail, das schreckliche Geschehnis des Holocaust sei die Geschichte des Verrats und müsse wach gehalten werden. Die Recherchen vor Ort ergaben, dass sich die Verfolgten immer wieder als heimatliebende Deutsche und Landsleute bekannt hatten. Sie wurden im Stich gelassen, von vielen „fanatisierten und indifferenten Mitbürgern `auf Transport` geschickt“, listete Furch auf. Er nannte Namen und Fakten, berichtete ergriffen von Familien in den Hedwigsgärten, der Übergasse oder der Linken Hahnenbachstraße, von netten Leuten nebenan aus normalen Verhältnissen: „Es tut einem weh, wie diese Nachbarn verraten und ihre Leben ausgelöscht wurden. Wie hätte man selbst reagiert?“, fragte Nikolaus Furch und antwortete selbst: „Ich hoffe, nicht so unmenschlich wie damals!“. Furch dankte Historiker Hans-Werner Ziemer und dem VG-Mitarbeiter Dennis Winter für tätige Mithilfe. Anwesende Zeitzeugen berichteten darüber, wie Schulbuben der damals streng konfessionell getrennten Dominikschule während des Unterrichts zum Haus von Julius und Hertha Greve gingen und Scheiben einwarfen.Zuvor fasste der Kirner Historiker Dr. Ulrich Hauth das Verhältnis der Kirner Juden in der Christlichen Mehrheitsbevölkerung vor 1933, das Pogrom, Reaktionen dieser Ereignisse und die gerichtliche Aufarbeitung und nachträgliche Sühne und Bestrafung der Hauptverantwortlichen nach 1945 zusammen. Vor 1933 seien die Lebensverhältnisse unbelastet gewesen. Als Hauptbeleg dafür nannte Hauth die Feier zum 40-jährigen Bestehen der Synagoge 1928 in der Amthofstraße. Das Kirner Pogrom habe nicht am 9., sondern erst am 10. November 1938 nach erneuter telefonischer Aufforderung des Kreuznacher Kreisleiters Ernst Schmitt an den Kirner Ortsgruppenleiter Rudi Wildt begonnen. 13 jüdische Häuser und Wohnungen wurden verwüstet und zerstört. Zu den sensationshungrigen „Mitläufern“ des SA-Trupps hätte auch jener Kirner Heimatforscher Michael Ohlmann gezählt, nach dem eine Straße benannt ist. Nur wegen der Nachbarschaft zur Schreinerei sei die Synagoge im heutigen Kino nicht in Flammen aufgegangen. Die große Mehrheit der Kirner „stand den Ereignissen offensichtlich hilf- und fassungslos gegenüber: Was hätten wir denn tun können?“, war die mehrfach gestellte und zentrale Frage von Ulrich Hauth. Namentlich nannte er Bäckermeister Franz Ebertz oder Altwarenhändler Anton Rölle, die in gefährlicher Zeit Zivilcourage zeigten und den bedrängten und denunzierten Juden nach dem Pogrom hilfreich zur Seite standen. 14 Verbrecher wurden angeklagt, erst 1949 / 50 gerichtlich verfolgt. Aufgrund ausgestellter „Persilscheine“ sei die Strafverfolgung schwierig gewesen. Nur acht wurden, teils auf Bewährung, verurteilt.  Pastor Heinz-Erhardt Griethe begrüßte, Dekanatskantor Peter Jansen spielte zwei Klavierstücke. Pfarrerin Elfi Decker-Huppert dankte den beiden für ihre über Jahre währende, überzeugende Erinnerungsarbeit und wünschte, dass die jüngere Generation zur Ausstellung Zugang findet.



KIRN. Die Arbeiterwohlfahrt war erstmals beim 7. Fußballturnier der AWO-Rheinland Ausrichter im Rahmen ihrer Stadtranderholung. Über 400 Kinder und Eltern kamen auf Kyrau und spornten die Schüler bei einem packenden Fußballturnier an, oder nutzten das breite Rahmenprogramm!

Bild 762: Alle Teilnehmer erhielten von Sponsoren kleine + große Anerkennungen Bild 763: Fürs Fußballspielen war es zu heiß -11-Meterschießen verkürzte Spiele  764: Willi Heipp von der BiLaBa brachte einen Scheck aus dem "PS" mit: 3000€

   Vorsitzende Ute Wagner selbst feiert in diesen Tagen ein kleines Jubiläum: Sie steht seit 30 Jahren der 1947 gegründeten Kirner AWO mit ihren fast 200 Mitgliedern vor. Die Stadtranderholung gibt es seit 1954, Ute Wagner dankte besonders der Stadt Kirn, weil zum Turnier die intensive Rasenpflege mit Platzsperre auf Kyrau verschoben wurde: „Auf dem Loh wäre dies alles nicht so zu Händeln gewesen. Wir haben hier auf Kyrau alles beisammen, kurze Wege, ein optimales Gelände und phantastische Bedingungen“, sagte sie. 120 Kinder werden in zwölf Gruppen  von AWO-Helfern, Vorstand, 12 Gruppenleitern und weiteren Projektteams eine Woche lang mit täglichem Rahmenprogramm betreut: „Alle haben Spaß, können sich frei entfalten. Leider mussten wir wieder einige vertrösten“, bedauerte Ute Wagner die enorme Nachfrage. Morgens geht’s in Schwimmbad, Minigolf, Stadtrallye, Bilderrallye stehen auf dem Programm. „AWO sucht das nächste Topmodell“ war ebenso wie eine Druckerwerkstatt oder das Schminken „absolute Renner“, berichtete Hauptschul-Sozialpädagogin Bärbel Appleby. Feuerwehr, Jugendverkehrsschule und DRK waren da. Ute Wagner dankte zahlreichen Sponsoren, gestern überreichte Willi Heipp von der Kreissparkasse Birkenfeld 3000 Euro. Kommende Woche kommen ältere Schüler, teils als Selbstversorger, zur Stadtranderholung auf Kyrau. Hitzerekorde forderten am Mittwoch ihren Tribut, der Hüpfburg wurde die Luft abgestellt, zu heiß wurde der Kunststoff. Beim Fußballturnier einigten sich Mannschaftsbetreuer auf Soccer-Feldern am Nachmittag auch aus zeitlichen Gründen auf Neun-Meter-Schießen statt Spiele, lediglich die Finalspiele wurden noch ausgetragen. Es ging teils sehr spannend und turbulent zu, viele Spieler schimpften wie die Rohrspatzen, waren mit den Schirileistungen keinesfalls einverstanden. Die Kirner waren topfit, von Ricardo May mental sehr gut eingestellt: Über die Kyrau hörte man die Gastgeber anfänglich noch laut jubeln. Zunehmend haderten sie jedoch beim Neunmeterschießen mit sich selbst, hatten viel Pech, trafen Latte und Pfosten und waren nicht unter den Erstplatzierten. Dennoch: Für alle gab es dasselbe: Kleine Souvenirs von AWO und Sponsoren, Fußbälle und Pokale. Jeweils zwei Teams kamen aus Kirn, Koblenz, Bendorf, Neuwied, Lahnstein, Bad Ems und Idar-Oberstein. Sowohl bei den unter Neunjährigen (U 9) wie bei den U12- Mannschaften siegten die Nachbarn von der Nahe und nahmen mit lautem Fangesang die größten „Pötte“ mit in die Edelsteinstadt.



Kirn - Nov. 2008: Bestand pflegen Gebot der Stunde!

KIRN. Die Gemeinnützige Baugenossenschaft hat die „Reißleine“ gezogen und geplante Bauvorhaben zurückgestellt. Die Risiken für millionenteure Investitionen in „Betreutes Wohnen“ seien derzeit zu groß, man wolle nicht „blauäugig“ solche Projekte forcieren. Barrierefreie Erdgeschosswohnungen gebe es jetzt schon im Bestand und auch eine Betreuung sei problemlos möglich und jederzeit gewährleistet, teilten unmissverständlich Aufsichtsratsvorsitzender Fritz Wagner und Geschäftsführer Lutz Mühlig bei der Vollversammlung ihren Mitgliedern mit.

Bild 1097: Ehrung im Jahr 2007 bei Eugen, Geschäftsführer Lutz Mühlig (mitte, vo.) 

   Die Baugenossenschaft habe keine „Blasen im Keller“, auch keine versteckten Risiken und stehe auf grundsolidem Grund und Boden und festen Anlagen, sagte Wagner. Zug um Zug habe man alle Wohnungen modernisiert und genieße einen guten Ruf. Man habe „das Ohr direkt am Markt“, doch steigende Energiekosten erforderten ein Höchstmaß an Energieeffizienz und dadurch erhebliche weitere Investitionen, führte Lutz Mühlig aus. 2007 setzte sich der Wirtschaftsaufschwung fort, die Modernisierung der 24 Wohneinheiten in der Danziger Straße 69 bis 71 ist abgeschlossen. Das Geschäftsjahr 2006 mit einem Jahresüberschuss von 90.000 Euro wurde einstimmig abgesegnet. Nutzungsgebühren in einigen Objekten wurden zum 1. März 2007 moderat angehoben, so dass sich der Geschäftsverlauf positiv entwickelte. Mit 243 Wohneinheiten in 49 Mehrfamilienhäusern, einer gewerblichen Einheit sowie 67 Garagen ist der eigene Wohnungsbestand unverändert. Im Rahmen des Verwaltervertrages mit der Stadt Kirn werden weitere 156 Wohn- und Nutzungseinheiten, sowie 16 Garagen betreut. Ebenso vier Wohnungen und sechs Garagen für die Stadtwerke und für die VG Bad Sobernheim weitere 80 Wohnungen, drei gewerbliche Einheiten und sechs Garagen. Die Verwaltungskosten sind um 12.000 Euro auf 185.500 Euro gestiegen, insgesamt werden dafür 488 Wohneinheiten mit weit über 1000 Bewohnern und 95 Garagen betreut. Der Mitgliederbestand erhöhte sich um drei auf 421 mit 3.404 Anteilen und einem gezeichneten Kapital in Höhe von 533.600 Euro. Instandhaltungskosten durch Sondermaßnahmen wie Wegebau oder Fluktuation im Wohnungswechsel stiegen um 16 Prozent auf 203.800 Euro und beeinflussten das Ergebnis. Der Jahresabschluss 2007 weist bei einer Bilanzsumme von 9, 068 Millionen Euro einen Jahresüberschuss von 79.384 Euro aus. 8.000 Euro fließen in die gesetzliche Rücklage, mit 20.000 Euro wird das Eigenkapital gestärkt. Der Bilanzgewinn weist danach 51.384 Euro aus. Vier Prozent Dividende (= 20.243 Euro) werden auf die gezeichneten Anteile in Höhe von 506.000 Euro „ausgeschüttet“, der Rest in Ergebnisrücklagen (31.141 Euro) eingestellt. Der „Cash-Flow“ stabilisierte sich bei 272.000 Euro, „flüssige Mittel“ (Bankguthaben) sanken von 25.000 auf 9.600 Euro. Lutz Mühlig sah „dunkle Wolken“ aufziehen: Eine steigende Fluktuationsquote, zwei Wohnungen Leerstand aufgrund Mieterwechsel im Jahresschnitt, merkbare Mietausfälle könnten Vorboten für Schwierigkeiten auf dem Kirner Wohnungsmarkt sein. Vorsorglich habe man ab 1. Januar 2009 den Gaspreis um 20 Prozent erhöht. Elektromeister Manfred Heinrich und Verwaltungsangestellter Bernd Krukowski wurden als Mitglieder des Aufsichtsrates nach 15 Jahren auch weiterhin im Amt bestätigt. Fünf Mitgliedern wurde mit einem Präsent für 25Jährige Mitgliedschaft gedankt.



KIRN. Feierliche Baustellenfreigabe am 19.Juni 2008 in Kirn: Mehrfach habe ihm Stadtbürgermeister Fritz Wagner die Freundschaft aufkündigen wollen, bekannte Norbert Olk bei der feierlichen B 41 Tunnelfreigabe und der Einweihung der Niederbergbrücke. Dabei soll doch mit Hilfe des Landes schnellstmöglich Spatenstich an der Bahnüberführung sein. Für Wagner hat die Bahnüberbauung 2009 höchste Priorität: 82 Zugverbindungen täglich würden Handel und Gewerbe schädigen und die Stadt teilen. Beim innerstädtischen 7,6 Millionen Bauwerk hänge es nur an zwei Buchstaben: „DB“, sagte Olk. Weiter hat Norbert Olk mit Bundesmitteln danach die Sanierung der B 41 Brücke kurz vor Hochstetten in der mittelfristigen Planung. Zweieinhalb Jahre zogen sich die beiden Baumaßnahmen hin, erst mit Abschluss des Niederberges konnte am Tunnel begonnen werden. Die Niederbergbrücke wurde 1969 /1970 neu gelegt. Bürgermeister Fritz Wagner blickte auf die jüngste Bauphase mit drei beteiligten Verkehrsministern zurück. Wegen schwerer Pfeilerschäden, (Stahl genügte den Materialanforderungen nicht!), Stützmauerbau für DB-Gleiskörper und großer Hohlräume hinter der Stützmauer verlängerte sich die Bauzeit. Brückenanbindungsradien wurden verbreitert, ebenso die Fahrbahn um einen Meter auf nun 6,50 Meter und der östliche Gehweg im Bereich der Brücke (stadtauswärts) auf 1,75 Meter umgebaut. Von den Gesamtkosten  von 2.271.000 Euro für Brücke und Straße wurden 80 Prozent vom Land bezuschusst. Dafür dankte Wagner der Landesregierung und der Straßenbauverwaltung sowie den ausführenden Firmen und dem städtischen Ingenieur Peter Gleßner ausdrücklich. 

Bildx731: Bürgermeister Fritz Wagner nannte Zahlen und dankte den  Anliegern Bild 732:Gerne hätte er alle Kirner auf die Wiese am Meckenbacher Weg eingeladen Bild 733: Norbert Olk, Fritz Wagner und 1. Kreisbeigeordneter Hans Dirk Nies (v.l.)

Anwohner Günter Burger könne ruhigeren Zeiten entgegen sehen. Dem Niederberg- Bewohner krachten mehrmals im Monat schwere Lkw-Auflieger gegen sein Hauseck. Er wollte schon auswandern: „Auch der ständige Baggerlärm nervte, ich war reif für die Klapsmühle“, freute er sich nun. Einige Anwesende monierten eine fehlende Einladung zu diesem Umtrunk, schließlich seien auch Bürger vom Lohweg und Obersteiner Straße betroffen gewesen. „Natürlich waren alle Betroffenen eingeladen, für ein Stadtfest hat es aber nicht gereicht!“ sagte Wagner schon jetzt für die Anwohner im Westen der Stadt ein Einweihungsfest nach der Bahnüberbauung zu! Minustemperaturen waren bei der zwei Millionen Euro Sanierung des B41 Tunnels für Verzögerungen der Grund und den Arbeiten mit Kunststoff nicht förderlich: „Uns fehlten vor Weihnachten sechs Wochen“, so Olk. Schnellstmöglich habe er den Tunnel für den Verkehr freigegeben und auf Ausspachteln und Farbanstrich verzichtet. „So wurden 400.000 Euro eingespart, der Tunnel dunkelt eh nach!“ informierte der Straßenbauer.



KIRN:1. Mitternachtsturnier lockte

1. Mitternachtsturnier 2007 war ein voller Erfolg, ein weiteres wurde im Jahr 2008 von der Polizei und dem Veranstalter abgesagt.

Ein überregionales erstes Mitternachtsturnier am letzten Schultag vor den Ferien war  krönender Abschluss der regelmäßigen Abendsporte in der Kyrauhalle am 6. Juli 2007  Hauptorganisator war der Schulverband unter der Schirmherrschaft von Stadtbürgermeister Fritz Wagner mit Beteiligung zahlreicher Institutionen. So fördert die Sportjugend Rheinland-Pfalz diese Sportnacht, alle örtlichen Banken und Sparkassen, das DRK, der Jugendtreff, der VfR 07 und die örtliche Polizei um Jugendsachbearbeiter Werner Speh sind mit von der Partie. Alle freuten sich 2007 mit HS-Lehrer Hans-Dieter Siegel und Rubin Kujat vom "JugendTreff"  über diese „fabelhafte und vorbildliche Unterstützung“. Teams kommen aus der ganzen Region bis Kirchberg oder Bad Kreuznach, am Rahmenprogramm mit Musik wurde lange „gefeilt“ und dementsprechend der Erfolg garantiert. Bekanntlich feiern die Jugendlichen gerne den Ferienbeginn feucht-fröhlich, diese Veranstaltung soll eine Alternative sein unter dem landesweiten Motto „Integration durch Sport- gegen Alkohol und Drogen!“, so die Veranstalter. Ein späteres Turnier im Jahr 2008 wurde wegen Alkohol und Ausschreitungen von der Polizei abgebrochen. (Bild 939)



Kirner Pfarrfamilienfeste sind immer gut besucht und organisiert!

Bild 585:Erwin Lindemann von „Loriot“ und der Lottogewinn war Thema beim Pfarrfest. Messdiener ernteten Applaus! 586: Dr Buck sammelt fleißig Spenden ein, gebraucht wird der Obolus immer! 587: Carmen Teschner beim Auswerten von Spielen. Preise gab es jede Menge, niemand von den Kindern ging leer aus.

   KIRN. Sehr gut besucht war das Pfarrfest St. Pankratius auf der Kolpingwiese auf Halmen, die Organisatoren waren mit dem Besuch vor allem aus den umliegenden Gemeinden sehr zufrieden. Hausherr Heinz-Erhardt Griethe strahlte und spielte unentwegt seine Drehorgel, während andere Helfer wie etwa Dr. Christoph Buck mit der Spendendose ihre Runden drehten, oder wie Richard Wagner ständig kühle Getränke nachorderten. Mineralwasser war der Renner, Schattenplätze gefragt und auch das kellnernde Bedienungspersonal wie etwa Yvonne Krämer  waren vom gemütlichen Ambiente unter Holundersträuchern, Linden, Akazien und alten Ahornbäumen zum zweiten Male auf der Kolpingwiese hinter dem Pfarrzentrum St. Pankratius angetan und hatten alle Hände voll zu tun. An die 30 Kuchen schnitt das Dutzend Frauen um Sieghilde Heinen auf: „Unsere Teamarbeit klappt wie am Schnürchen wir machen alles gemeinsam“. Die Hüpfburg war vor dem Kindergarten aufgebaut, zahlreiche Mitmachspiele lockten und die beiden KfK-Jazztanzformationen „Luna Mia“ (Leitung: Doris Hub) und die Teenies um Natascha Loch und Julia Zenner traten auf. Messdiener hatten Loriots Lottogewinn von Erwin Lindemann inszeniert, Uwe Bronn, Maria Ebertz, Axel Isabane, Kamerafrau Jasmin Jyejuru und Anna-Theresa Ebertz erhielten viel Beifall. „Rechnet man alles zusammen, sind weit über 100 Helfer und Aktive im Einsatz“, bilanzierten „Klaus & Claus“, Klaus Käthler und Claus Offermann, bei denen die Fäden zusammenliefen. Höchst erfreulich seien die gute eigene Zusammenarbeit in der Pfarreiengemeinschaft und die brüderliche Gemeinsamkeit, das Öffnen der beiden Glaubensgemeinschaften. Schließlich habe man in Kirn als Ökumene einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, der sichtbar Früchte trage, freute sich Klaus Käthler. In Erinnerung an den Katholikentag im Mai in Osnabrück hieß das diesjährige Motto „Du führst mich hinaus ins weite“, die Eucharistiefeier umrahmten der Katholische Kirchenchor unter Dekanatskantor Peter Jansen, der Kinder- und der Jugendchor sowie die Flötengruppe. Im Pfarrzentrum war an Bildwänden auf die angespannte Finanzlage hingewiesen: Die Pfarrgemeinde hat enorme Schulden, hieß es dort. 75 Prozent des Festerlöses werden für die Tilgung verwendet, der Rest soll für das Kloster der Schwestern vom Orden „Mägde Mariens“ im westukrainischen Krysowice gespendet werden, für dessen Projekt sich Pfarrer Manfred Vogt, Hausgeistlicher i.R. im Hause Maria Königin engagiert. Wertvolle Preise konnten bei einem Schätzspiel gewonnen werden. Die 16 richtigen Antworten ergaben die abgekürzte Tageslosung: „Du führst ins weite“. In diesem Quiz erfuhren die Teilnehmer erstaunliches über Heizungskosten oder Kollektenerträge aus der Pfarrgemeinde: Dass es in Kirn 27 und in der ganzen Pfarrei 74 Messdiener gibt, die Darlehenstilgung 2007 mit 34.400 Euro zu Buche steht, 111.500 der aktuelle Schuldenstand ist, und die Personalkosten des Kindergartens 2007 mit gut 195.000 Euro im Etat stehen. 23.290 Kilogramm betrug das Gewicht der Bolivien-Kleidersammlung in Kirn und im Schnitt besuchen 250 Menschen Gottesdienste in St.Pankratius und Maria Königin.



KIRN. Die Kirchengemeinde Kirn mit den „Zweigstellen“ Meckenbach und Kallenfels führte im Festgottesdienst das neue Presbyterium ein!  

Komplett ist das Gremium noch nicht. Grund: Irene Deveaux wechselt vermutlich in den hauptamtlichen Mitarbeiterdienst der Kirchengemeinde. Bild 614 - Das neue Presbyterium 2008 

Gemäß Presbyterwahlgesetz ist ihr daher die Ausübung als Presbyterin nicht möglich. „Dies war so nicht vorhersehbar und planbar. Wir werden eine Person nachberufen“.  So erläuterte es Vorsitzender Michael Heck der Gemeinde und dankte allen Kandidaten für ihre Bereitschaft zur Kandidatur und Mitarbeit in der Gemeinde. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 20 Prozent. Den Festgottesdienst umrahmte der evangelische Kirchenchor um Jürgen Huppert. „Nee; -  der Schuh ist mir zu groß!“ habe Pfarrer Volker Dressel oft im Vorfeld zu den Wahlen gehört. Aber man wachse mit der Aufgabe und der Dienst in einer starken Gemeinschaft mache Mut. „Wir dürfen sicher sein, dass der Geist Gottes uns führt“ sagte der Seelsorger und gab ein ermutigendes Segenswort aus der Bibel dem Mitarbeiterkreis mit auf den Weg: „Der Gott des Friedens aber mache euch fähig zu allem Guten“. Der zweite Sonntag nach Ostern wird oft „Hirtensonntag“ genannt, symbolisch übertragen wurde dieses Bild zum Leitfaden des Tages. Michael Heck, Pfarrer Volker Dressel und Regine Schlicht vom Gemeindeamt dankten Jürgen Deveaux, Peter Germann, Isolde Kreitzer, Monika Trump, Doris Zahn und Manfred Pomhoff mit bewegenden und sehr persönlichen Worten. Sie wurden mit Blumen, Geschenken und dem Applaus der Gemeinde verabschiedet. Über drei Jahrzehnte war Jürgen Deveaux im Presbyterium, die Dienstjahre der Jubilare addierten sich auf über 105 Jahre. Neu eingesegnet und einführt wurden Dr. Andrea Brandenburg, Margret Bubinger, Christian Fritz und Dr. Bernd Zerfaß. An ihr Versprechen erinnert wurden Karl- Heinz Buss, Kirchmeister Peter Domnick, Heike Hartmann, Michael Heck, Claus Schulz, sowie aus dem Wahlbezirk Kirn- Kallenfels Uwe Holler, aus Meckenbach Jürgen Reichert und Gerlinde Stiltz, sowie die beiden Mitarbeiter Frank Ensminger und Regine Schlicht.   



KIRN. 13 prächtige Deckhengste kamen zur Präsentation für die Decksaison 2008 der Deutschen Quarter Horse Association („DQHA“) Regionalgruppe Rheinland Pfalz /Saarland nach Kirn. Schon beim freien Abreiten in der Reithalle galt den stolzen Hengsten das ganze Augenmerk zahlreicher namhafter Züchter und pferdesportbegeisterter Zuschauer weit über die Region hinaus.

Bild 842: Prächtige Kulisse: "Atmosphäre" ist es, was Pferd und Reiter beflügeln!  843: Alle waren mächtig stolz, wahrten Contenance bei der 1.Deckhengste-Schau Bild 844: ...so dichtgedrängt standen die Zuschauer seit 10 Jahren nicht mehr!

Birgit Schmitt-Paeslack aus Nußbaum, selbst begeisterte Turnierreiterin und zweite Vorsitzende der Regionalgruppe, war vom Zuspruch überwältigt: „Absolut toll diese hochkarätige Präsentation", sagte sie und auch die Besucher waren begeistert. „Wie in alten Zeiten, wieder einmal eine Rekordkulisse jedenfalls seit der letzten zehn Jahre mit weit über 500 Besuchern“ auf der Reitanlage, resümierten zufrieden viele Kirner, die mit Kind und Kegel in die Nägelspitz pilgerten. Anhand des Hengstbuches („Stallions“) konnten sich die Besucher über das Stockmass und vor allem über die Nachzucht, den Stammbaum, sowie errungene Erfolge und gewonnene Preisgelder, oft sogar in Amerika oder aus Übersee erkämpft, und die Decktaxe genau informieren. Anlagenbetreiberin Jessica Pesi konnte Topreiter wie Maike Bartmann mit „Spooks Cow Smart“ oder mit Emmanuel Ernst den Deutschen Meister in der „Reining“- Disziplin begrüßen. Dabei demonstrierten Pferd und Reiter im Western-Turnieroutfit mit Stetsons fliegende Galoppwechsel, spektakuläre Manöver wie „Sliding Stops oder „Roll Back“, Speed Control und Rückwärtsrichten sowie weitere vorgeschriebene Aufgaben jener im Galopp gerittenen Westerndressur. Emmanuel Ernst stellte den Hengst „Little Yellow Spirit“ vor, eingetragene Lokalmatadore kamen von der Ranch „Winterhauch“, dem Fuchshof in Bad Sobernheim Pferdsfeld sowie vom  Hüttenbachhof aus Rehborn. Besitzer Harald Pfizenmaier lobte die „sehr gut organisierte“ Veranstaltung.  Die „DQHA“ hält auf sich, schließlich zählen Quarter Horse- Pferde zum vielseitig eingesetzten Pferd der Welt: „In der modernen Quarter Horse Zucht geht es nicht darum irgendeinen Hengst einzusetzen, sondern den richtigen Hengst für seine Stute auszuwählen und somit die Nachzucht stetig zu verbessern“, schrieb der erste Vorsitzende Manfred Kröll der Regionalgruppe Rheinland-Pfalz /Saarland in seinem Grußwort, in Kirn wurde dabei der Grundstein für eine erfolgreiche Fohlen- und Decksaison gelegt. Die „DQHA“- Landesmeisterschaften waren gut besucht, aufgrund optimaler Bedingungen finden sie auch 2008 und 2009 auf der Kirner Reitanlage statt. 



Bild 861: Jubelkonfirmation 2008 in Kirn Bild 862: Mehrere Jubeljahrgänge kamen 863: Groß war die Wiedersehensfreude!

KIRN. Großer Feiertag 2008 in der Katholischen Kirche St. Pankratius auf Halmen und im Pfarrzentrum, wo zum Empfang nach der Eucharistiefeier mit der Feier der Jubelkommunion für die Pfarreingemeinschaft geladen war. Hier waren die Tische festlich gedeckt und es war proppenvoll. Bilder wurden angeschaut, alte Bekanntschaften aufgefrischt und Erinnerungen und Anekdoten ausgetauscht. Vor 70 Jahren wurden zum Tisch des Herrn geladen: Erika Hamm (geb.Loch), Margarete Lörsch (geb. Jung), Lucia Schlich (geb. Hartmann), Hedwig Weiser (geb. Schulte), und Irene Wolframm (geb. Heinen), alle aus Kirn. Ebenfalls nahmen Peter Staudt aus Schneppenbach sowie Hermann Frey und Margot Theis (geb. Böres) aus Hennweiler an der Feier teil. 65-jähriges Jubiläum feierten Anneliese Bellgardt (geb. Gregorius), Aloysia Braun (geb. Schulte), Josefine Bronn (geb. Kost),  Maria Elisabeth Ebertz (geb. Braun), und Marianne Kau (geb. Werner) aus Kirn, Günter Lörsch aus Meckenbach, Anna Maria Müller (geb. Gass) aus Kallenfels, Gertrud Posner (geb. Collet) aus Offenbach, Christel Schneider (geb. Collet) aus Nahbollenbach und Ruth Staudt (geb. Götz ) aus Schneppenbach. 17 Jubilare  kamen zur Feierstunde, die vor 60 Jahren zum Tisch des Herrn geladen waren: Kurt Reuther, Lothar Anton, Edeltrud Fuhr (geb. Sauer) und Irma Rech (geb. Schäfer) aus Kirn, Heinz Böres, Hermann Römer und Heinrich Götz aus Hennweiler, Brigitte Fritz (geb. Fickinger) und Hildegard Herrmann (geb. Fix) aus Kallenfels, Magdalene Kerver (geb. Menebröcker) Bad Sobernheim, Adolf Preßnick (Limbach), Gisela Marx (geb. Kantel) aus Kirn- Sulzbach und Karl- Heinz Mildenberger, Engelbert Stilz, Gertrud Klein (geb. Schulmerich), Elisabeth Staudt (geb. Wahl) und Marianne Wahl (geb. Barth), alle aus Oberhausen.



Entenrallye auf dem Hahnenbach ist festes Event! 

KIRN. Es war richtig was los in der Stadt: Hunderte Kunden, Kinder und Eltern standen auf den beiden Hahnenbachbrücken, in der Linden- und Kirchstraße dicht an dicht und verfolgten das erste Kirner Entenrennen von „Kirn-aktiv“. Logenplätze genossen die Besucher der Eisdiele, die direkt über dem Schauplatz und „Kampfgetümmel“ auf dem Hahnenbach saßen. Es war genau 11.11h , als Ewald Ries mit einem JCB-Radlader von der Hahnenbachbrücke an der Übergasse aus seiner ein Kubikmeter fassenden Schaufel 2990 Entchen übers Brückengeländer auf die Reise schickte. (Bild 1168- Kirn 1. Rallye-2006)

Aus der Nähe sahen die echten Hahnenbach- Flugenten dem munteren Treiben eher gelassen zu, während kapitale Fische zur Freude der Kinder an die Wasseroberfläche kamen und auf Tuchfühlung mit der eher seltsam anmutenden neuen Hahnenbach-Tierart ging. Für „Kirn-aktiv“ dankte Hans-Jürgen Dinig  den Kunden, die mit ihrem Einkauf dieses Spektakel erst zu „einem Riesenerfolg gemacht“ hätten und er versprach, dass diese erste Kirner Entenrallye keine Eintagsfliege bleiben und eventuell mit Angeboten und Getränkeständen ausgebaut werden soll. „Hellauf von der Aktion begeistert“ war auch Bernd Mildenberger vom Vorstand, der frühmorgens ab acht Uhr mit Andreas Zerfaß, Wolfgang Pretsch, Bastian Schlicht und Steffi Zerfaß von der Kirner Feuerwehr ebenfalls im Hahnenbach stand und den Enten über die Sperren kleine Furten bauten, damit sie sich nicht verhedderten. Am Mikrofon kommentierte Michael Kettern das Rennen und sah die Übergänge eher als eingebaute Schikanen: Nach dem Start machte er ganz deutlich eine davon sausende Dreiergruppe in der „Pole-Position“ aus, die zwar forsch in Führung ging, aber ganz offensichtlich den „gewaltigen Vorsprung von mehreren Zentimetern“ letztendlich nicht ins Ziel retten konnte. Im Gegenteil: Das Führungstrio hatte sich zu früh verausgabt, eine falsche Taktik gewählt und die optimale Strömung verpasst. Sie landeten wie fast Dreiviertel der Starter unter Fernerliefen und kamen nicht recht in die Pötte. Im Zielbereich wurde es noch einmal richtig spannend, als die Führende Ente unter dem Netz hindurch das Terrain verlassen wollte, einige im Publikum lauthals vis-a-vis vom neuen Rathaus eine „Schiebung“ ausmachten. Aber alles ging mit rechten Dingen zu: Die Jury und Notar Felix Welker sorgten für klare Verhältnisse im Zielbereich: „So sehen Siegerenten aus!“, rief Michael Kettern nach gut 35 Minuten unter lautem Applaus ins Mikrofon. Insgesamt begrüßten auch die Wochenmarktbetreiber dieses gelungene Spektakel und zeigten sich sehr zufrieden: Alle in der Stadt hätten als Gewinner partizipiert, wenngleich der „Erfolg viele Väter hat“ und die Marktbeschicker vielfältige Ursachen ausmachten: Für Horst Berg mit seinem Honigstand waren es die zahlreich erschienene Stammkundschaft, für Blumenhändler Wolfgang Reuß die Superidee von „Kirn-aktiv“, während Obst- und Gemüsebauer Helmut Schwarz das „breite bunte Obst- und Gemüseangebot und tolles Wetter“ als gutes Omen ausmachte und Frau Märker vom gleichnamigen Obst- und Gemüsestand eher den Monats- Ersten und damit „Geld im Portemonnaie“ der Kunden im Kaufhaus Kirn für den regen Publikumsansturm verantwortlich machte.  

Bilder 1169-1170-1171- 2006



Rückblick: Reaktiviertes Innenstadtfest 2006 dank vieler Vereinsjubiläen belebt

2007 fuhren Radfahrer nur am Fest vorbei und Kirner kamen nicht - 2008 fiel das Innenstadtfest aus!

Bild 375: Luna mia (KfK) tanzte mitten auf dem Marktplatz zwischen Vereinsständen Bild 376:fruchtig-frische exotische Mix-+ Erfrischungsgetränke in der Kirchstraße Bild 377: Der VfRo7 feierte 100 Jahre im Festzelt an der Birkenfelder Landesbank 

   KIRN. Juni 2006.Nach dem Festakt "150 Jahre Stadt" gab`s samstags auf dem Marktplatz Musik und Tanz und einen Fassbieranstich. Die vier Kolpingfrauen Andrea Bertram, Bärbel Barth, Silke Baus und Karen Littkowski in der ersten Schicht waren vom ersten Andrang positiv überrascht. Kolping betrieb im Weiß-blau-bajuwarischem Ambiente Stehtische, bot Fleischkäse und Nürnberger, Brezeln und O`bazder sowie Blasmusik der Kolpingkapelle und Tanzeinlagen ihrer Formation „Luna Mia“ um Doris Hub. Regen am Samstag gegen 22.30 Uhr war dem Innenstadtfest und einem Besucherrekord nicht förderlich: „Die Kirner fehlen heute Abend!“, hörte man allerorten. Auch wenn vielfach und überall die B 41-Tunnelsanierung und Umleitung über den Niederberg Thema war und kontrovers erörtert wurde (Klaus Adam: „Wir haben auf dem Niederberg schon viel mitgemacht!“), sparten die Gäste und Besucher wie etwa Axel Klein aus Oberhausen nicht mit Komplimenten: „Alle Stände haben viel Aufwand betrieben, sich Mühe gemacht, das Angebot stimmt!“. Die Fördervereine Hauptschule und Gymnasium standen schiedlich-friedlich in der Kirchstraße nebeneinander und hatten wie alle Stände einiges zu bieten: Das Gymnasium einen Großkicker für acht Personen und die gut frequentierte Cocktailbar mit exotischen Mixgetränken wie „Caipirinha“, „Green Carribean“ oder „Papalapap“, die Hauptschule bot Gyros und Gegrilltes. Zudem spielte die beliebte Lehrerband um Manfred Büttner, Petra Franzmann und Harald Brandt und unterhielt ihr Publikum mit Ohrwürmern wie„Sommer of 69“, „Let it be“ oder klassischen Oldies. Blaskapellen wechselten sich ab, am Samstag legte „DJ“ Andreas Gerlach mitten auf dem Marktplatz auf, wählte aus über 1000 Hits. Rappelköpps großer „Herkules“- Imbiss stand am Eingang zum Steinweg, im 111. Jahr bot die Korporation um Petra Beyer ein ganz exquisit-rustikales Ambiente und Ausstellung historischer Stadtmotive, hatte sich Nostalgie pur auf die Fahne geschrieben. Dimitri Loupas von der TuS 1862 Tennisabteilung erinnerte an Wimbledon, der Bärenbacher Grieche mit Team arrangierte gestern Gaudi-Rundläufe und Spiele für alle Altersgruppen. Gastronomisch waren Erdbeeren, Waffeln, Cocktails und Sekt im Angebot und vom Feinsten. Der VfR 07 Kirn lud ins Festzelt vor der Landesbank Ecke Gerbergasse/ Lindenstraße zur Bilderschau 100 Jahre VfR, servierte Rippchen mit Kraut und Kartoffelwurst. Am Samstag stellte der Traditionsverein auf der unteren Hahnenbachbrücke eine Hüpfburg auf und bot Torwandschießen an. Gestern wurde der Platz für die RWE „Fun-und Erlebniswelt“ gebraucht. Auf der oberen Brücke bot gestern die VHS Straßenmalerei und den Kinderzirkus „Piccolino“, präsentierte sich die Kirner DRK-Bereitschaft um Monika Spreier. Am Samstag warb dort der DRK- Blutspendedienst um Ruth Zervos und Jimmy Duane aus der Kreisstadt. Die Sozialdemokraten pflegten vorm „Fuchsbau“ die französische Jumelage mit französischem Rotwein oder erlesenen Meddersheimer Weißwein, boten Flammkuchen und Verlosung. Der Fischerei Sportverein 1938 um Peter Zerfaß hatte bis zu 60 Helfer im Einsatz: Angelspiele erfreuten den Nachwuchs, für hungrige Gäste wurde jede Menge frischer Fisch zubereitet. Kirner Spießbraten drehten in der Lindenstraße die Kirn-Sulzbacher „Vivace“ und der MGV und gaben ebenfalls ein tadelloses Bild ab. Sie betrieben einen Biergarten und machten zu später Stunde singend ihrem Namen „Frohsinn“ alle Ehre. Im Jubiläumsjahr bot der FC Ecke neben DJ-Sound Fassbier und Schaschlik an. Folienkartoffeln und Aschenbraten hatte das DRK mit der Kirner Tafel auf dem lukullischen Speisenplan. Die Behindertensportgruppe um Otto Essling aus Kellenbach und Helmut Klein aus Schmidthachenbach hatte Schmalzbrote und feinste Kuchen, informiert über die Gesundheit. Kirner Philatelisten um Wolfgang Glitsch verkaufen Schmuckbriefe, die mit Sonderstempel „150 Jahre Stadtrechte“ versehen werden. Gestern „bewachte“ die AWO im Innenhof des Rathauses die Fahrräder,  MGV Edelweiß und Musikverein Kirn betrieben in der Kirchstraße einen Gemeinschaftsstand, boten Musik, Fassbier und Glückrad und boten Kulinarisches.       



 

Ehrenvorsitzender Ludwig Zirbes (vorne, von links), MGV-Vorsitzender Bernd Nickweiler, Hans Steitz, Reinhard Muser und Wolfgang Zaretzky erhielten Ehrungen durch den Vorsitzenden des Kreis- Chorverbandes KH, Gerhard Bachmann (3. von li. Hintergrund).

KIRN /  KALLENFELS. Es sei ein „Musterbeispiel zwischen Kirn und Kirn- Land und es ist eine feine Sache, wenn man sich gegenseitig unterstützt“ lobte Kirn Bürgermeister Fritz Wagner in seinem Grußwort im vollbesetzten Kirner Gesellschaftshaus beim Jubiläumskonzert 130 Jahre MGV 1878 Kallenfels. Dabei lobte Wagner das besondere Engagement der beiden über 80-jährigen Hans Steitz und Ludwig Zirbes. Letzterer ist Ehrenvorsitzender des MGV und wurde für 70 jähriges Singen mit der goldenen Nadel und Urkunde des deutschen Chorverbandes geehrt. Gleiche Auszeichnung für Hans Steitz, der seit 60 Jahren singt. Reinhard Muser wurde mit der goldenen Nadel des Chorverbandes Rheinland-Pfalz und Urkunde des Kreis-Chorverbandes für 40-jährigen Gesang geehrt, die Silberne Nadel und Urkunde erhielt für sein 25-jähriges Jubiläum Wolfgang Zaretzky. Der Vorsitzende des Kreis-Chorverbandes, Gerhard Bachmann aus Bockenau, nahm die Ehrungen vor, und er überreichte dem MGV eine Urkunde. (Bild 507 -2008 Ehrungen im MGV Kallenfels)


130 Jahre alt - aber keinesfalls schwach über die Brust!

Bild 864: Der MGV Kallenfels gab dank Verstärkung ein tadelloses Bild ab  Bild 865: Hier singen die Männer mit dem Mandolinenchor Hennweiler zusammen!

   KIRN / KALLENFELS. Vor fünf Jahren noch hatte es zum Feiern mit neun aktiven Sangesbrüdern nicht gereicht. Nun lud sich einer der betagtesten Vereine der Stadt und der älteste Kallenfelser Verein überhaupt Gäste und Freunde ein und feierte Dank der Unterstützung der Humpensänger im vollbesetzten Kirner Gesellschaftshaus zum 130. Geburtstag ein Jubelfest, das seinem Namen alle Ehre machte. „Hurra, wir leben noch!“- aus vollstem Herzen rief Bernd Nickweiler diese frohe Kunde den Gästen zu. Oft sei er im Vorfeld gefragt worden: „Ja, singt ihr dann noch?“, „...wie viel seid ihr denn?“, und dass man Heuzutags 130. Geburtstag feiern könne, sei keineswegs eine Selbstverständlichkeit und nur den Humpensängern zu verdanken, so der Vorsitzende. Mit 20 standen sie auf der Bühne und rahmten mit Ludwig van Beethovens Hymnus „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre“ und dem „Frohem Sängermarsch“ Ehrungen und Grußworte ein. Diese waren erfrischend kurz und knapp gehalten, es gab eine bunte Festschrift.  Gesang und Feiern mit Freunden war angesagt. Für den MGV Kallenfels gilt noch immer, was der Ehrenvorsitzende und beim Festakt für 70 jähriges Singen geehrte, Ludwig Zirbes, dem MGV ins Stammbuch schrieb: „ Nach wie vor ist in unserem Dorf und dem heutigen Stadtteil das deutsche Lied als wichtiges Kulturgut gepflegt worden“. Auch direkt nach der Pause gab das Geburtsagkind ein gutes Bild ab, als der MGV 1878 Kallenfels mit den Humpensängern und dem Hennweiler Mandolinen- und Gitarrenorchester die Bühne füllte und vereint die Legende von den zwölf Räubern im Satz von Otto Fischer vortrugen.  Musikalisch und mit einen Geschenkcouvert gratulierten die beiden Kirner Chöre MGV Edelweiß unter Gerd Kirsch und MGV Olympia um Thomas Setz. Mit neun Mannen und Trommlerin Aline Kaiser erfreuten die Simmertaler „Singphoniker“ um Karl- Eugen Kaiser, die zwei Dutzend Männer des  MGV Hochstädten folgten bei beliebten Melodien ihrer Dirigentin Ramona Wöllstein. Else Müller und das Hennweilere Mandolinen- und Gitarrenorchester animierten bei beliebten italienischen Serenaden oder spanischen Gitarrenklängen die Gäste zum mitsummen und mitklatschen, bevor die Chorgemeinschaft „Vivace“ aus Kirn- Sulzbach unter Gerold Schulz am Klavier Akzente setzte und das ausgewogene Repertoire mit erhabenem geistlichem Chorklang „Lobet den Herren“ oder aus dem Chor der Landsleute, „Die verkaufte Braut“, bereicherte. Bei den 14 Humpensängern um Alfred Wendling durfte natürlich im Trinkliederpotpourri ein frisch gezapftes „kühles blondes Kirner Bier“ nicht fehlen, das Geburtstagskind selbst überzeugte mit „Griechischer Wein“ und dem „Ave Maria no Morro“ mit Klavierbegleitung von Simone Schwindt. Als „einzig wahre Girlgroup“ und musikalische Alternative zum Landfrauenverein hatten sich die Männer sechs Frauen vom Glan und dem Nordpfälzer Bergland eingeladen. Sie treten seit Jahren als „A Capälzer“ auf und begeisterten in Kirn ihre Zuhörerschar mit viel Esprit, geistreich-schrägem Hintersinn und tadellosem Gesang.



KALLENFELS. Mit einer Prunksitzung und Ehrungen am 2.2.08 ab 20.11h im Kirner Gesellschaftshaus feiern die Kallenfelser Eulen ihr 55-jähriges Bestehen. Mit dem traditionellen Eiersammeln ab der „Geesegass“, dem Alten Kirner Weg, wird im Stadtteil am Rosenmontag und im Schützenhaus das bunte Treiben weiter gefeiert. Die Proben zur Jubiläumsveranstaltung in der kürzesten Kampagne des Jahrhunderts begannen schon im Oktober: Derzeit zählen die Kallenfelser Eulen 88 Mitglieder von 11 bis 88 Jahre, von denen zwischen 55 bis 66 aktiv sind. Die heutigen Eulen halten nach kurzer schöpferischer Pause wie Pech und Schwefel seit 22 Jahren zusammen. 111 Orden mit der Silhouette von Stein-Kallenfels und der Eule als Ortswappentier wurden geordert und damit werden Mitglieder, Freunde und verdiente Helfer geehrt. Brillante Vorträge mit viel Feinschliff und Tiefgang, Kokolores und Frohsinn werden zu Papier gebracht, schließlich habe man „mit den Familien Scholz, Muser und Schmidt wahre „Fastnachtsdynastien und aktive Mitstreiter“, freuten sich Sitzungspräsident Bernd Nickweiler und der Vorsitzende Werner Scholz. Jährlich gabs ein Motto: „Ist das Leben oft zum Heulen, geh zu den Kallenfelser Eulen“, hieß es 1973 beim 20.Geburtstag, 1997 „44 Jahre jung, sind die Eulen toll in Schwung!“. Der aktuelle „Schlachtruf“ ist dem abgekupfert: „Wir feiern mit vollem Schwung und werden 55 Jahre jung!“ und dies macht seinem Namen alle Ehre: Christine Boy konnte zum Jubiläum die „Mini-Eulen“ reaktivieren. Doris Scholz und Marianne Henn als „Es Waltraud und es Mariechen“ treten auf,  die Pagen, die „Scharfe Hüpfer“, „Kleine Feiglinge“, die „Pfunds-Girls“ und traditionell und von Anfang an dabei sind „die Spatzen“, bevor zum krönenden Abschluss eine „Playback- Show“ im Gesellschaftshaus das närrische Auditorium  zum Brodeln bringen wird. Alle Befürchtungen, Heiterkeit und Frohsinn, Esprit und Spitzigkeit gingen beim Umzug vom „Eulennest zur Linde“ ins Gesellschaftshaus verlustigt und verloren, bewahrheiteten sich nicht: Reibungslos und ohne Komplikationen legten die Eulen eine Punktlandung seit 1998 in Kirns „Gut Stubb“ hin: 

„Die Eulen waren munter wie eh und je und toll in Form“, so Chronisten mehrfach. 55 Jahre und kein bisschen leise: Rein aus Jux und Tollerei kamen im Jahre 1953 Mitglieder des Turnvereins und der freiwilligen Feuerwehr zusammen, klopften Sprüche und feierten feste Fasenacht. Gründungsmitglieder und Zeitzeugen sind Ludwig Zirbes und Hans Steitz. Später gesellten sich Mitglieder des GV und  MGV hinzu, und so wurde mit Elferrat zünftig im Saale Roth, dann in der Narhalla „Walgenbach“ an der Evangelischen Kirche und später jahrzehntelang bis 1997 im „Eulennest- Zur Linde“ turbulente und brillante Prunksitzungen gefeiert. Übrigens: Der Verein „Kallenfelser Eulen“ wurde erst 1995 gegründet.

Bild 799- 2008- 55 Jahre



KIRN. „Freiwillig“ heißt eine Bilderausstellung mit Schnappschüssen des Kirner Fotografen Gerd Deichmeier, die lange im Schalterraum der Kreissparkasse Birkenfeld in der Lindenstraße /Ecke Gerbergasse im Jahr 2008 zu sehen war. Ein ganzes Jahr lang begleitete Deichmeier die Kirner Feuerwehr. Aus über 600 Bildern entstand eine Dokumentation. 9 Aufnahmen mit extremer Tiefenschärfe wurden für die Ausstellung ausgewählt.

Bild 576 - 2008:v.links: Michael Wildberger und Michael Römer. Filialdirektor Karl-Jürgen Ganns, Fördervereins- Vorsitzender Fred Leich und Fotograf Gerd Deichmeier bei der Eröffnung. 

   Bilder sind reine Ansichtssache. Ich bin aufgewachsen im Rotlicht-Milieu und erblich vorbelastet“, sagte Gerd Deichmeier bei der Ausstellungseröffnung und meinte damit seine Kinderzeit in Essen, wo sein Vater Hobbyfotograf und die Wohnung oft abgedunkelt war. Deichmeier, Jahrgang 1955, lebt seit sieben Jahren in Kirn, ist immer gerne „Nahe-`dran“, und begleitete nach wie vor die Kirner Feuerwehr. Effekthascherei ist fehl am Platz, Kunst sieht Deichmeier in den ausgesuchten Exponaten weniger: Vielmehr spiegeln die Schnappschüsse allesamt die schwierige Arbeit mit gefährlichen Situationen wieder, dem sich die Feuerwehrfrauen und -männer in ihrem schwierigen Ehrenamt konfrontiert sehen: „Wie oft sind wir Nachts für eine Mülltonne aufgestanden!“, erinnerten sich von der Kirner Wehrleitung bei der Vernissage Michael Wildberger und Michael Römer mit dem Fotografen, der auch unter dem Kürzel -dei- für Zeitungen und Magazine fotografierte. Portraits und Fotoserien, so genannte animierte Fotostrecken, wo stehende Bilder vertont und lebendig werden, sind zunehmend das Metier des Kirner Fotografen Deichmeier. Mit aktuellen Fotos der Kirner Feuerwehr soll ein Kalender für 2009 entstehen. Gastgeber und Filialdirektor Karl-Jürgen Ganns von der Birkenfelder Landesbank fördere und begrüße von Haus aus alles, was „gemeinnützig und ehrenamtlich“ passiert. Als Bankmitarbeiter und Betroffener erinnerte er an die beiden Kirner Hochwasser 1993 und ´95, und lobte im Beisein des früheren Wehrleiters und Vorsitzenden des 1000 Mitglieder starken Fördervereins, Fred Leich, das ganz besondere Engagement rund ums Feuerwehrwesen. „Neben starkem Wasserdruck im Schlauch ist die Wehr auch auf kräftige Finanzspritzen angewiesen“, warb Deichmeier. 2007 gab es neben offiziellen Verpflichtungen 61 „brenzlige“ Einsätze, die Liste sei lang. April und November seien die einsatzstärksten Monate, am häufigsten werde zwischen 21 und 22 Uhr ausgerückt: „Alles freiwillig, ehrenamtlich, unentgeltlich. 24 Stunden am Tag einsatzbereit, 365 Tage im Jahr“. Ein Themenkomplex ist der Jugendfeuerwehr bei Übungen auf dem Kellenbacher Sportplatz zum Erreichen der Leistungsspanne gewidmet, ein anderer stellt die Atemschutzgeräteträger in den Fokus.



Kirn hat viel ins neue Rathaus investiert

 KIRN. Fürs historisch wertvolle Treppenhaus hats Geld nicht mehr gereicht, dies bleibt eine Folgebaustelle, eine so genannte „Anschlussmaßnahme“ und auch Malerarbeiten dauern noch an. Aber ansonsten strahlt nach gut zweieinhalb jähriger Ausführung das für 1,6 Millionen Euro sanierte Rathaus in neuem Glanz: Einmalig dürfte dabei die ständig geöffnete „Galerie Rathaus“ sein und auch das neue „Info-Center“ im Eingangsbereich am Hahnenbach ist hypermodern.

Bild 1006: Bauamtsleiter Martin Kilian, OB Wagner + Hochbauleiter Markus Neubrech  Bild 1007: Viel Geld + Arbeit floss in die Außenfassade +ins restaurierte Wappen Bild 1008: Hier ist der neu "Info-Point!" und Eingang

  (2006) Sehr viel Sandsteinarbeiten fielen an. Das von den Franzosen 1793 zerstörte Wappen wurde erneuert, der Dachstuhl, Turmaufbauten, die Fassade und die Sanierung der Holzgesimse waren Schwerpunkt. 162 neue Holzfenster wurden eingebaut. Die öffentliche Toilettenanlage im Rathaushof wurde völlig erneuert und zum ersten Advent soll mit der Weihnachtsbeleuchtung die gesamte Fassade in weihnachtlichem Glanz erstrahlen. Dieser Kostenrahmen von 1,2 Millionen Euro konnte eingehalten werden. Aber wo gehobelt wird, fallen auch Späne: Gestern überfluteten Handwerker noch einmal den ganzen Sitzungssaal, bohrten eine Wasserleitung an. Komplett erneuert und verlegt wurde die Elektroversorgung mit Hauptanschluss, Unterverteilung, Blitzschutz und zukunftsgerechter EDV- Versorgung, nachdem zu Beginn der Bauarbeiten in der Zwischendecke des Sitzungssaales durch Überlastung buchstäblich in letzter Minute und durch glückliche Umstände „nur knapp ein flammendes Inferno“, so Bürgermeister Fritz Wagner,  verhindert werden konnte. Seit 1937, damals noch mit dem Pro-Gymnasium als Nachbar, ist hier die Stadtverwaltung untergebracht. 

NEUE GALERIE  ENTSTAND Nach dem Auszug der Stadtbücherei wurden Wände entfernt und Fenster sichtbar, eine direkte Verbindung im ersten Obergeschoss von einem zum anderen Ende des Gebäudes ist nun möglich, Umwege der 30 Mitarbeiter über das zweite Obergeschoss entfallen. Es entstand mit Einbindung der Flure und Besucherzonen eine 145 Quadratmeter große, Lichtdurchflutete Galerie, wo im Wesentlichen das Lebenswerk des Sulzbacher Künstlers Karlheinz Brust platziert und präsentiert wird. Wechselnde Gemäldeausstellungen sind geplant. Die Stadt kann aus einem breiten Fundus von über 400 Kunstwerken und Gemälden schöpfen, die in Büros und Fluren der Bevölkerung zugänglich, „für den Bürger erlebbar werden sollen“, so Stadtchef Fritz Wagner voller Stolz. In Ecken und Nischen werden Symbole, Utensilien und städtische Gastgeschenke präsentiert, sowie an die Französische „Jumelage“ erinnert. NEUES  INFO- CENTER:  Komplett neu gestaltet mit „Info- Punkt“ wurde der Haupteingang auf der Hahnenbachseite, wo die ehemalige Stadtkasse war. Anfang der 60-er Jahre war hier die Polizei und die Arrestzelle untergebracht, heute haben hier die Mitarbeiter Joachim Groß, Bernd Spielmann und Eckhardt Goldschmidt sofort Blickkontakt zu den Besuchern und sollen in transparenten und offenen Räumen den Bürgern die Kommunikation mit der Verwaltung erleichtern, halten Prospekte, Formulare oder Infos bereit. Einwohnermelde- und Ordnungsamt nebenan wurde entkernt und neu geordnet. Hier wurde eine neue Besucherzone mit Sitzgelegenheit eingerichtet, niemand muss mehr im Treppenhaus stehen. Eine Aufrufanlage ist installiert, dem Datenschutz wurde Rechnung getragen. 360.000 Euro betrugen diese Kosten, für die Elektroversorgung bewilligte das Land 50 Prozent aus dem Investitionsstock. Auf die 1,2 Millionen Euro teure Fassadensanierung flossen 75 Prozent Städtebauförderungsmittel.



KIRN. Rekordbeteiligung 2008 bei den Deutschen Ouarter-Horse Association („DQHA“)- Meisterschaften  drei Tage lang auf der Reitanlage in der Nägelspitz, wo in mehreren Disziplinen und Altersklassen die Landesmeisterschaften stattfanden. Starts waren am Samstag bis nach 22 Uhr, beim separat gewerteten Turnier, einem „Special Event der amerikanischen QHA“, mussten direkt die Ergebnisse in die USA übermittelt werden, das Kirner Event wurde auch für die „Hightpoint-Trophy“ gewertet.

Bild 759: Viel los in der Halle beim Einreiten zu den Landesmeisterschaften 760: Da strahlen aber zwei! Mit Nr 26: Vanessa Klein aus Oberhausen b. Kirn  Bild 761: Die Lokalmatadorin vor dem gestrengen Wertungsrichter- Duo

Über 400 Starts (2007 waren es 255) gab’s in 42 verschiedenen Klassen, 120 Pferd-Reiter-Kombinationen bedeuteten eine Steigerung von über 30 Prozent. Wie Bürgermeister Fritz Wagner in seinem Grußwort lobten viele Teilnehmer die junge Pächterin Jessica Pesi und ihre engagierte Arbeit auf der Kirner Reitanlage auf der Nägelspitz. Das Familienunternehmen hatte 27 Helfer, Großeltern, Mamas und Papas von Reitschülern im Einsatz. 22 Pferde stehen in den Ställen und elf davon starteten im Wettbewerb, hatten sich in wochenlangen Proben auf das Turnier vorbereitet. Neun kamen teils mehrfach auf`s Siegertreppen. Kleine Anekdote am Rande: Jungreiterin Gloria Gerhardt aus Meckenbach startete in der Disziplin Pleasure /Jugend am sonntagfrüh: Ihr „Pablo“ stibitzte das Brötchen eines Zuschauers und dennoch reichte es am Ende dank einer souveränen Leistung von Pablo und Gloria Gerhardt für eine Auszeichnung. Einbahnstraßenregelung ab der Danziger Straße übers Loh war eingerichtet. „Diese Regelung, Wetterglück und Rekordteilnahme beflügelten die Landesmeisterschaften, wir sahen nur strahlende Gesichter!“, freute sich Jessica Pesi gestern in einem Resümee. Mit mehr als vier Millionen Tieren bildet das „American Quarter Horse“ die größte Pferderasse der Welt. Der Vorsitzende der DQHA Regionalgruppe Rheinland/ Pfalz/ Saarland, Manfred Kröll aus Jugenheim, will auch 2009 zum dritten Male in Folge nach Kirn kommen und dankte ausdrücklich der Stadt für deren Unterstützung. Auffallend gepflegt waren die Pferde, alle meist frisch gestriegelt und mit lang geflochtener Mähne oder Schweif, die Reiter legten viel Wert auf Stil und äußeres Outfit, schließlich habe diese Landesmeisterschaft höchsten Stellenwert. Starfotografen setzten die Kombinationen für internationale Publikationen ins rechte Licht. Beim „Junior Trail“, „Western Riding“, „Horsemanship“ oder in der Disziplin „Trail“, wo Geschicklichkeit an Brücken-, Toren- oder Stangenkombinationen gefragt war, sahen nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Wertungsrichter genau hin: Den Richtern („Jugde“) Susanne V. Zahner und Hubertus Jagfeld mit Tochter Alexandra als Ringstuart entging nichts. Viel Aktion für  Zuschaueraugen zu sehen gab es beim „Reining“, einer Königsdisziplin im Westernreiten, die am langen Zügel und mit zahlreichen Manövern geritten wird. Schneller Galopp zählt dazu, auch so genannte „Spins“ (Drehungen) oder „Sliding-Stops“ (Rutschen), bei der das Pferd auf der Hinterhand weiterrutscht, bis es zum Stehen kommt. „Alle Achtung: Ohne Übung würde man da glatt vom Pferd fallen“, kommentierten Zuschauer begeistert die Leistung. In der großen Halle bereiteten sich die Reiterpaare auf ihren Auftritt vor, Westernreiten sei sehr beliebt und habe sich gefestigt, sagte Stephan Glenk aus Mörschied, der sich als Helfer und Teilnehmer mit seinem Team um die stilechte Country- und Westernmusik im Nashvillesound von Dolly Parton, Garce Brooks, Face Hill, Kenny Rogers, Willy Nelson oder Tim Mc Crow kümmerte.


Hand in Hand ist immer wichtig - Schnelle Hilfe will gelernt sein!

Bild 776: RückblicK: Ständig muss geübt werden. Hier am Feuerwehrhaus / Kiesel  Bild 777: Fachgerecht wird ein Auto zerlegt, die Situation genau erklärt! Bild 778: Vor einigen Jahren koordinierte Frank Weger diese gemeinsame Übung!

Wehrmänner müssen schnell+ortskundig sein - Übungen+Gerätekunde sehr wichtig

Bild 781: Übung im August 2006 in der stark befahrenen Binger Landstraße  Bild 782: Ortskenntnisse sind wichtig. Links das "Arbeitstier" der Wehr, ein TLF Bild 783: Die in Kirn stationierte Drehleiter des Kreises muss ebenfalls 

Kirner Wehr probt regelmäßig in Firmen, Großbetrieben, Schulen und Kindergärten 


Steinbruch: Wasser aus Baggersee + Rettung aus Silos  geübt

Bild 893: Alle Zügen waren bei den Hartsteinwerken am Stadtrand im Einsatz  Bild 894: Hoch hinaus ging es mit der Drehleiter Bild 895: Interessant: Das Wasser kam aus den Baggerseen auf dem Gelände!

KIRN. 2005 wurde am Rathaus von der kompletten Stadtspitze und Sponsoren das neue Stadtreinigungsmobil vorgestellt. Möglich war die Anschaffung nur durch 20 Werbepartner, die damit „einen großen Beitrag dazu leisteten, dass das Erscheinungsbild unserer Innenstadt sauberer und ansprechender aussieht“, lobten sowohl Beigeordneter Claus Offermann wie Fritz Wittko von der Stadtverwaltung bei der Präsentation in der Kirchstraße und rund ums Rathaus. Noch gewöhnungsbedürftig ist der laute Piep-Signalton beim Rückwärtsfahren, auch erinnert das kleine Fahrzeug an eine wandelnde Litfasssäule. Dennoch, die Freude überwog: „Der Kleine ist einfach riesig, wir hatten bisher noch kein Kehrfahrzeug“, freuten sich der Städtische Bauhofleiter Heiko Kaiser sowie der Fahrer  des „Kärcher ICC 1“, Michael Wildberger. Er wird künftig in den Straßen der Stadt morgens schon vor sechs Uhr mit dem immerhin 17 Pferdestärke starken und knapp einen Kubikmeter fassenden Kehrfahrzeug im wahrsten Sinne des Wortes durch die Stadt düsen und „fegen“....

Bauhofleiter Heiko Kaiser (li.) und der Fahrer der neuen Kehrmaschine Michael Wildberger. Bild 1040-2005

Einfach riesig der Kleine 



Bild 1222 +1223 Kirner Kerb 2003

Kirner Kerb2003: Im Discozelt ist schon Freitagsnachmittags jede Menge los. Die Kids und der Nachwuchs treffen sich zur Disco und suchen in einem Wettbewerb die beste Nachwuchsband. Das Publikum hat Stimmrecht und  Kirns Marktmeister Timo Munstein kürt die Sieger, immerhin mit 500 €. 

So sehen Sieger aus!




 

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