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Meddersheimer Floriansjünger stehen auf verlorenem Posten!

Tag der offenen Tür ohne Resonanz- Nachwuchsprobleme- Wehrmänner unter sich

Wehrführer Jan Hey und Benjamin Bleich hatten die 73-jährige Geschichte der Meddersheimer Wehr auf Stellwänden zusammengetragen und dokumentiert. Sie warben vergeblich mit Handzetteln und Hochglanz- Flyer im Amtsblatt. Sogar ein Pavillon war aufgestellt, die Uniformierten wären gerne gute Gastgeber gewesen! (Nr. 2658 -2659)  

25.Sept. 2010: Weil die VG-Wehrleitung diesen Termin nicht anberaumt hatte, sah sich auch niemand von dort oder dem Ortsgemeinderat genötigt, einmal im Meddersheimer Feuerwehrhaus vorbeizuschauen. Tiptop gepflegt waren  alle Gerätschaften anschaulich ausgestellt. Schade, eigentlich für die ehrenamtlich Engagierten, dass ihnen so wenig Zuspruch zuteil wird: "Ihr hättet  Freiwein ausschenken müssen, dann wären mehr Leute gekommen", suchten zwei Nachbarn Ausreden. Kurzum: Schon im vergangenen Jahr wurde mangels Helfer und Interesse ein "runder" Geburtstag der "Freiwilligen Feuerwehr" Meddersheim abgesagt. Hintergrund dieser Veranstaltung war es, neue Kameradinnen und Kameraden anzusprechen, die ehrenamtlich etwas für die Allgemeinheit tun. "Dies kam leider nicht so zum Ausdruck, weil das Publikum gänzlich fehlte", bedauerte Jan Hey. Die Feuerwehr Meddersheim bekommt in den nächsten Jahren Probleme mit dem Nachwuchs. „Die Einsatzzahlen nehmen ständig zu“, so der Wehrführer. „Deshalb ist immer mehr Arbeit von immer weniger Kameraden zu leisten. Die Schmerz- und Leistungsgrenze der Einsatzkräfte ist längst erreicht. Dies darf gerade hier in Meddersheim kein dauerhafter Zustand bleiben", appellierte Hey.



"Pförtnerhäuschen" soll touristische Attraktion werden!

Viele ehrenamtliche Handwerker spucken n die Hände und wollen das Pförtnerhäuschen zur touristischen Attraktion machen. Hier sind Jörg und Florian Groß aus Meddersheim tätig und kümmern sich um die Ortgänge und das Dach. Am 13.September 2010 überreichte der Sohn von Rudolf Desch dem Sobernheimer Wolfgang Heimer 1000 Euro: Hier im Pförtnerhaus sollen einmal wertvolle Erinnerungen des bekannten Komponisten ausgestellt werden, der 2011 100 Jahre alt geworden wäre! 

Bilder 2624 -2625- September 2010

Bad Sobernheim. In vollem Gange ist derzeit die Renovierung des früheren Pförtnerhäuschens in der Wilhelmstraße, Ecke Ringstraße. Das kleine Gebäude erweckt allergrößtes öffentliches Interesse, Fernsehkameras filmen ständig den Fortgang der Arbeiten. Am Wochenende war aus Meddersheim die Zimmerei von Jörg Groß mit Sohn Florian damit beschäftigt, die Ortgänge zu erneuern und mit Naturschiefer wetterfest zu machen. Ehrenamtlich natürlich. Der Erhalt des historischen Gebäudes aus dem späten 16. Jahrhundert in seinem Ursprung hat für den nimmermüden Wolfgang Heimer (69) höchste Priorität. Es soll versucht werden, soviel Fachwerk wie möglich optisch herauszuarbeiten. Das Untergeschoß ist mit Sandsteinen gemauert. Das kleine Pförtnerhäuschen soll zu einer touristischen Attraktion der Felkestadt, und schon im Frühjahr eingeweiht werden. Auf der Rückseite ist die einstige massive Stadtmauer angebaut. Neben dem Obertor und dem Untertor war hier in Sobernheims Norden ein kleinerer Zugang offen, daher stammt der Name „Pförtnerhäuschen“. Nach dem Krieg haben hier drei Familien gewohnt. Vor Jahrzehnten wurde ein Wirtschaftsgebäude abgerissen, und bis ins Frühjahr war das Pförtnerhäuschen noch von Frau Küstner bewohnt. Als diese auszog, haben die beiden Eigentümer das Gebäude Wolfgang Heimer geschenkt. Der sieht es fortan als Teil des Priorhofes und bindet es als eine Art Museum ein. All diese momentanen Sanierungsarbeiten werden ausschließlich über Sponsorengelder finanziert und durch ehrenamtliche Tätigkeit erledigt, und wären ohne den unermüdlichen Wolfgang Heimer nicht möglich, schwärmt Heinz Lörsch, der ebenfalls im Heimatmuseum Priorhof ehrenamtlich tätig ist und mit anpackt. 



RWE spendet 2000 Euro - und erhöht bundesweit Energiepreise!

Bild 2621: "Ob" Renate Weingarth- Schenk brachte sogar Kuchen mit! 

Bild 2622: An der Rutsche auf ganz weichem Rindenmulch...

Bild 2623: Glückliche Kinder und glückliche Eltern feierten Einweihung

  MEDDERSHEIM. Mit Luftballons und kleinen Snacks nahmen Kinder, Eltern und Gemeinderatsmitglieder  den neuen Spielplatz „Am Großen Stein - Bei den Birken“ in Besitz. Im Rahmen der Aktion „Mitarbeiter vor Ort“ hatte das RWE mit 2000 Euro die Anschaffung neuer Geräte finanziert, Pate ist Dirk Gilsdorf. Die Rutsche wurde komplett erneuert und gestrichen, neu sind ein Holzspielhaus und ein großes Klettergerüst. Ortsbürgermeisterin Renate Weingarth-Schenk hatte Kuchen gebacken und Süßigkeiten für die kleine Feier mitgebracht. Beigeordneter Karl-Kurt Bamberger warb darum, dass alle drei Plätze in der Gemeinde auch angenommen und genutzt werden. Der große Spielplatz am Kindergarten wurde ebenfalls in diesem Jahr erneuert und ist zugänglich, auch wenn dort ein Zaun das Areal einfasst. Mehrere intensive Arbeitseinsätze mit freiwilligen Helfern fanden bereits auf dem Naturnahem Spielplatz im Wiesengrund statt, wo Hölzer und ganze Baumstämme erneut werden müssen. Hier sind weitere Maßnahmen geplant, dass dieser dritte Spielplatz ebenfalls im kommenden Jahr offiziell wieder eingeweiht wird.



OCHS AM SPIEß- Kein Zuckerschlecken - Kostenintensiv-!

Nix für Weicheier und Warmduscher-  Aber: Lukullische Köstlichkeit

"Man muss schon ein Ochse sein, um Ochs am Spieß zu machen!", wissen die Meddersheimer, seit sie 1995 den ersten "Ochs am Spieß" noch im alten Kühlhaus auf eine massive Welle mit starken VA- Edelstahlbänder und -verstrebungen anschraubten und festzurrten. Das allein erfordert Erfahrung, weil das Rückgrat und das Knochengerüst mit einem langen Bohrer fixiert werden muss. Das Grillgut darf nicht "eiern" oder unrund laufen. Der 2010-er Bulle, den Salvatore Tedesco aufhing, wog geschlachtet stolze 269 Kilogramm. Das Fleisch muss über offenem Feuer garen, Teile dürfen nicht ins Feuer fallen, wenn`s schmort und brutzelt. Dann wären alle Mühen umsonst. Am heißen Feuer kann nicht so einfach nachkorrigiert werden. 

Bild 2599: Der Meddersheimer Heiko Grabosch (re.) zeigt im Jahr 2000 die Ohrmarke am tierischen "Korpus". Jan Hey (mi.) und Harald Mohr sehen "abgekämpft", aber sehr zufrieden  aus.  

Vor den Erfolg haben bekanntlich die Götter den Schweiß gesetzt: Solche Tortour "Ochs am Spieß" ist immer ein optischer Hingucker, etwas wo das Auge ankert, und etwas absolut Besonderes. Es gibt natürlich viele Zubereitungsarten, und die Geschmäcker sind verschieden. Diese Weisheit allein würde  Bände füllen. Wenn man zum Beispiel den Kunden fragt, ob er denn ein Endstück begehrt, ob es ein "Enddutzel" sein darf, ruft dieser laut "ja". Gleicher mäkelt und mosert, wenn er es ungefragt auf den Teller bekommt. Verkaufspsychologie ist so alt wie die Menschheit und das A+O.....Heute ist das korrekte und rechtliche "Inverkehrbringen" die größte Hürde beim "Ochs am Spieß". 

Nr. 2600 (August-2010): 269 Kg Ochs am Spieß müssen am offenen Feuer "gehändelt" und gedreht werden... 

Nr 2601 (2000): Abschneiden und in Soße, damit es nicht austrocknet und zart bleibt, dies wusste Oma schon...

Nr. 2602 (anno 1996): Der 2010 verstorbene Alt-OB von Meddersheim, Werner Hilkene, war Rindfleisch-Fan!

Zubereitung- ExklusivRezept Heylive.de: Noch vor dem Aufspießen wird der Ochs mit einer Lakespritze und (max. 7 Grad) KOCHsalz- Lake, und Gewürzen gespritzt. Achtung: Nnicht zu scharf, weil das Fleisch ein Drittel verliert! Während dem Garen wird der Ochs mit Öl und Gewürzen (event. Rotwein) überpinselt. Nach einigen Stunden wird die erste gegarte Schicht abgeschnitten und in Bratensoße (viel Zwiebeln, Gewürze, Soßenpulver, Kräuterknoblauchbuttergewürz) weitergegart. Wenn der zweite Abschnitt erfolgt, wird mit der Ausgabe begonnen. Die Zubereiter von WWW.Heylive.de hatten am  meisten Erfolg damit, wenn sie den Kunden ein Stück direkt vom "Ochs am Spieß" abschnitten und zu einem anderen mit Sud und Soße legten. Brot und Salat gehören dazu. Wie erwähnt, muss auf die Kunden eingegangen werden. -- Bild li. 2603: Morgens um halb Neun auf der Meddersheimer Brücke beim Weinfest! 

Tücken: Erfolg und Misserfolg liegen dicht beieinander. Achtung: Hitze geht nach oben. Der Ochs muss überm Feuer, am besten über der Glut, hängen. Andere Versuche, beispielsweise das Feuer seitlich, gingen schief. Anders als bei gepökeltem Grillgut (z.B. Rinds- oder Käsewürstchen- Grillschinken) besteht beim "Ochs am Spieß" keine Gefahr bezüglich der chemischen Bildung von Nitrosamine. Auch die Umgebungs- und Außentemperatur ist für die Garzeit ein entscheidender Faktor!  Rentabilität: Bei Vereinsfesten partizipieren alle Stände und Vereine von dieser nicht alltäglichen Attraktion. Daher sollte "Ochs am Spieß" separat abgerechnet werden. Ein Gewinn damit ist NICHT bis "ÜBERHAUPT NICHT" zu erzielen, rechnet man Holz, Helfer, Zeit, Vorbereitungen und Nacharbeiten ein.   



MEDDERSHEIM. Wenn lange nach Mitternacht noch Zig-Tausende im alten Ortskern zwischen Martinskirche und Feuerwehrhaus mitten auf der Gaß` gesellig sitzen, tanzen und friedlich abfeiern, dann ist in der Weinbaugemeinde der höchste Feiertag im Jahr proklamiert und Weinfest. Weinliebhaber verabreden sich im Internet zu einem „Wiedersehen bei Freunden in Meddersheim“ und bringen Bekannte mit. Das Weinfest ist ein „Selbstläufer“ geworden. 

Die Organisatoren setzen aber auch alles daran, dass sich Gäste auf der „Weinfestmeile“ wohl fühlen und sorgen für gepflegte Gastlichkeit und optimales Ambiente: Liebevoll einladend sind die Stände dekoriert, Küchen und Schatzkästlein geöffnet. Das sieht man, das schmeckt man, das honorieren die Gäste, und das wissen die Gastgeber aus Erfahrung. Es war das 32.Weinfest neuerer Zeitrechnung nach der Wahl von Karina I. zur Naheweinkönigin 1979.Auftakt bildete die 39. Weinprobe in Folge: 13 der 18 Weine waren Jahrgang 2009, hoch prämiert und ausgezeichnet. Hier wurde teils die Finesse aus dem Vorjahr den reiferen Rotweinen gegenüber gestellt. Jeweils zwei Gattungen und Sorten wurden nebeneinander ausgeschenkt und probiert, dabei wurden der Ausbau, die Charakteristik und die Anforderungen des Winzermeisters an das Ergebnis im Glas humorvoll besprochen. Harmonie und das Bouquet überraschten vielfach und kitzelten Gaumenfreuden.

Foto li-Nr.2591-Aug 2010 : Andreas Hahn hatte keine Kosten und Mühen gescheut, Lose gekauft und war mehrfach Gewinner. Heimlichster Wunsch: Auf die Weinwaage!

  Die vier Selbstvermarkter Heiko Bamberger, Walter Hehner, Harald Hexamer und Eckhard Schlarb sowie Rainer Schönheim von der Genossenschaft Rheingrafenberg schenkten reinen Wein ein, beschrieben anschaulich, wie die Farbe in Rosee-Weinen gewonnen wird, was ein Cuvee ist, und wie eine Selektion die klasse positiv beeinflusst. Eine 2007-er Riesling Auslese vom Sektgut Bamberger sowie ein Riesling Eiswein aus dem Meddersheimer Altenberg von Eckhard Schlarb waren vom Allerfeinsten. Seit einigen Jahren wird die klassische Weinprobe mit einer Art Entertainment attraktiver gestaltet. Viel Jugend kam, und die war bei dem Hüffelsheimer Autor und Comedian Matthias Jung an der richtigen Adresse gut aufgehoben. 

Mit Freiwein am „Original Meddersheimer Weinfass“ eröffneten Bürgermeisterin Renate Weingarth-Schenk, Walter Hehner von der Winzerschaft und Conferencier Wolfhart Dhonau den Samstagabend. Sie hießen Gäste aus Alsdorf, die zum 30.ten Male nach Meddersheim kommen und einen Bus mit Tagestouristen aus Saarhölzbach willkommen. Es ist das 17. Weinfest, das im Ortskern gefeiert wird. Zig-Tausende Besucher flanierten über die „Weinfestmeile“. Zwei Cliquen, die Junggesellenabschied feierten, äußerten ins Mikro des Frontmanns Christian Lott von der Weimarer Band „Borderline“: „Die „Stimmung ist weltklasse und bombastisch“. Über 30 lukullische Spezialitäten hielten fünf Anbieter parat. Da gab es Winzersteaks mit frischen Champignons, Nudelpfanne, Winzergluasch-Topf, Chiporones und  Rabas Enpanadas

 Beim Apollochor gabs den Dippegucker 2009: Nudel-Hackfleisch-Topf. Das diesjährige Dippegucker-Rezept von Tanja Müller aus Otzweiler, Rinder Rouladen vom Glanrind, sei nicht zuletzt wegen dem Aufwand der Zubereitung „auf einem Dorfplatz nicht machbar“, sagte Apollochefin Hilde Bens, die über 40 Mitglieder im Einsatz hatte. Der 2001`er Dippegucker Klassiker - „Räucherforellenfilets mit Sahnemeerrettich“ – blieb als Dauerrenner all die Jahre im Angebot. Kurz vor drei Uhr gestern Morgen tanzten und feierten noch Zig-Tausende Besucher friedlich und wurden Augenzeuge, als auf der Brücke der 269 Kilo (Schlachtgewicht) wiegende „Ochs am Spieß“ von Pizzawirt Salvatore Tedesco und seinem kräftigen Team übers Feuer gehängt wurde. Und was wünschten sich die geschlauchten Meddersheimer nach dem Weinfest? „Trockenheit und viel viel Sonne!“, meinten alle unisono: Potential sei im Wingert vorhanden und Winzer berufsbedingt Optimisten, sagte Harald Hexamer. Sonntags kam die scheidende Naheweinkönigin Carolyn Spyra und Landrat Diel zum Weinfest. (Heylive berichtet mehrfach)

Bild Nr 2592 +2593 oben: "Ob" Renate Weingarth-Schenk und Walter Hehner- darunter die begehrte Weinwaage

2594 v.li.: Winzer Heiko Bamberger, Eckhard Schlarb, Rainer Schönheim, Harald Hexamer und Walter Hehner

Bild 2595: Meddersheimer beim Weine mitten auf der Gaß` eine dicke Handbreit nach Mitternacht  



DIE BANK MUSSTE WEG!!! Ein Stück gelebte Tradition, Geselligkeit + ein Stück Kulturgut muss weg !

MEDDERSHEIM. Wie schon seit Wochen bekannt ist, wird es diese Woche ernst. Die "Rübeniche Privatbank" mit Ihren Alleinbesitzern Anneliese und Erwin Rübenich, hatt zwar bislang jeden getragen, niemanden fallen gelassen, muss aber zum Ende Juli (31.07.2010) Ihren Platz räumen! Die Bank zieht nach Jahrzehnten um und zwar um die Ecke (Einfahrt Reidenbach). Diese Maßnahme wurde notwendig, da ansonsten eine Anzeige droht (ab 01.08.2010). Bis auf ein paar Spießer hatt die Bank und Ihre Besitzer wie diejenige, die gerne Ihre Zeit auf, sowie vor ihr verbracht haben, niemanden gestört. Völlig unverständlich, dass sich Leute an was stören, mit dem sie ja garnix zu tun haben! Die Bank, deren Saison immer am 01.05 eines jeden Jahres beginnt und bis in den Herbst hinein dauert, ist schon lange ein Anlauf für jung und alt gewesen. Dort wurde schon immer gern mal ein Gläschen Wein getrunken an warmen Sommerabenden, aber nie gesoffen! Auch von stetiger Lärmbelästigung kann und konnte keine Rede sein. Lachen ist kein Lärm! Die Bank ist ein Stück Meddersheim, ein Treffpunkt, ein Symbol für Geselligkeit, Gemütlichkeit und Unterhaltung jenseits von TV und Internet. Text und Fotos freundlicherweise  von  Andreas Hahn aus den Jahren 2004 +2008 (juli 2010 Nr.2564-2565)



MEDDERSHEIM. „Welse fangen zur Bestandsregulierung“, dies war zum dritten Male klare Ansage beim ASV Meddersheim

 

Die Meddersheimer Angler um Eberhard Weingarth (sitzend mitte) hatten sich gemütlich am Naheufer eingerichtet und stellten „Fressgiganten“ nach. 

 „Mittlerweile machen Nachbarvereine mit, was die Notwendigkeit nur untermauert“, sagte Vorsitzender Eberhard Weingarth. Vor zwei Jahren war die Aktion mit 14 Raubfischen und Beifang vom Erfolg gekrönt, im vergangenen Jahr ging ein Wels an den Angelhaken. Trotzdem riefen Eberhard Weingarth und sein Stellvertreter Rolf Wienand erneut zu dieser „Nachtaktion“ auf, 15 der über 80 ASV-Mitglieder legten Tinten- und Köderfisch oder Tauwurmbündel aus. „Petri Heil“ hatte allein Jonathan Geib, der den einzigen Wels von 65 Zentimeter Länge aus der Nahe fischte. Welse seien in unserer Region keine gebietstypischen Fische, sondern eher nachtaktive Raubfische und wahre „Fressgiganten, die allmählich über den Rhein-Main-Donaukanal zugewandert sind und sich im Gewässersystem der Nahe ausgebreitet haben“, erklärte Eberhard Weingarth, seit 2000 ASV-Vorsitzender. Welse betreiben Brutpflege, ihr eigener Nachwuchs werde gehegt, gepflegt und beschützt, daher sei die Besatzdichte großer Exemplare an Welsen zu hoch. Der ASV will „einer Plage vorbeugen“, verhindern, dass vom Besatz her der Fischbestand ins Ungleichgewicht abdriftet, und war sich der Zustimmung des Fischereiverbandes gewiss. Die drei Kilometer lange Strecke des ASV Meddersheim reicht vom Bad Sobernheimer Gefach entlang der Meddersheimer Fischerbänke naheaufwärts bis nach Monzingen. Sie hatten sich mehr „Petri Heil“ von der Nachtaktion erhofft. (Bild 2530-August 2010)



Krippe, 400 Euro für die „Rasselbande“ und 500 Euro für die Martinskirche

Wolfgang Riek (v.links), Wolfhart Dhonau, Heinz Zinnecker, Anne Weck und Pfarrer Hansjörg Biegel strahlten und hatten allen Grund zur Freude. Sie sagten dabei den zahlreichen Helfern und guten Geistern ein „dickes Dankeschön“. (Bild 2529)

   MEDDERSHEIM. Nach einer Idee von Wolfgang Riek und Wolfhart Dhonau wurde 2008 ein Weihnachtsmarkt veranstaltet, von dessen Erlös die Anschaffung einer Weihnachtskrippe für die Meddersheimer Martinskirche finanziert werden sollte. Heinz Zinnecker zimmerte die Krippe mitsamt ihrer filigranen Umgebung. Nachdem auch die Krippenfiguren und die Tiere aufwändig hergestellt worden waren, konnte das gelungene Werk Weihnachten 2009 präsentiert werden. Eine Abschlussrechnung wurde nun erstellt, die bei allen Beteiligten große Freude und Genugtuung auslöste: „Durch das positive Zusammenwirken vieler Personen schmückt jetzt nicht nur eine herrliche Krippe mit Vollausstattung in der Weihnachtszeit die Martinskirche, sondern darüber hinaus wurden die restlichen Erlöse gespendet!“, freute sich Wolfhart Dhonau vom Presbyterium. „Rasselbande“- Kindergartenleiterin Anne Weck nahm für den Förderverein Kindergarten 400 Euro für den nächsten Martinszug entgegen. Pfarrer Hansjörg Biegel vom Förderverein Martinskirche freute sich, dass für die weitere Kirchensanierung stolze 500 Euro übrig blieben: „Eine rundum gelungene Sache“, sagte Biegel, während die Initiatoren um den Nimmermüden Wolfgang Riek schon Pläne für den kommenden Weihnachtsmarkt schmiedeten.



MSC feierte 25. Internationalen-Motorradtreff und 25 Jahre

MEDDERSHEIM. Hunderte Biker kamen auf das Clubheimgelände „Im Brühl“ und auf die Meddersheimer Nahewiesen. „Dies ist nur möglich, weil wir auch zahlreiche Gegenbesuche übers Jahr machen und die gewachsene Freundschaft pflegen“, sagte Vorsitzender Peter Anton. Dieser familiäre Charakter wurde beim kleinen Kommers mit Vereinsehrungen überdeutlich, wo mehrere weit gereiste Clubs Präsente überreichten: „Was hier in Meddersheim in 25 Jahren abgelaufen ist, war klasse und geil“, riefen die Motorradfreunde „Laschkorken“ aus Lohfelden / Söhre in der Nähe von Kassel aus.

Bild 2579: So sehen Gründungsmitglieder und verdiente Geehrte aus!

Bild 2580: Geselligkeit und Fröhlichkeit waren Trumpf, die Tische voll besetzt

Bild 2581: Die "Wanderfelge" nahmen Meenzer mit an de Rhoi! 

 Sie waren (wie schon seit Jahren) zahlenmäßig am stärksten vertreten und nahmen den neuen Wanderpokal der Meddersheimer Gastgeber mit. Große Pokale auch für die Motorradfreunde aus Wiesbaden und Ellwangen, das Unikum „Wanderfelge“ ging nach Mainz. Ältester Teilnehmer war 77-jährig Nikolaus Rosmanitz. „Jeder ist für den anderen da“ lobte Ortsbürgermeisterin Renate Weingarth-Schenk und überreichte ein Geldpräsent. Meddersheimer MSC Mitglieder seien „nicht nur rauhe Kerle, sondern Familienmenschen, die ihren Traum von Sonne und Wind, Freiheit und Kameradschaft leben“, sagte sie und lobte das „Schmuckstück“ Vereinsheim. Wolfgang Schüßler gratulierte für die doppelt so alt gewordenen Schützen, Gisela Mohr für die Landfrauen und Hilde Bens für den Apollo-Chor: „Eure Alterstruktur würde absolut in unseren Apollochor zur Verstärkung und Bereicherung passen“, warb sie um neue Stimmen. 1985 wurde der MSC Meddersheim gegründet. Graupnersch Felsenkeller am Ortsausgang Richtung Kirschroth war erstes Domizil. Danach war die „Winzerstube“ und eine große Halle Vereinslokal. 2000 wurde mit dem Neubau eines Clubheims auf dem Freizeitgelände im Meddersheimer Brühl begonnen, und in kürzester Zeit dank viel Eigenleistung vollendet. Seit 2004 finden hier auf dem großen Areal des Vereinsgeländes die Motorradtreffen statt. Am Freitag heizten „Tres Hombres“, eigentlich vier Musiker um Steffen und Wolfgang Marx, Jörg Herbert und „Drummer“ Hermann Kochendörfer mächtig ein. Auch am Samstag füllte sich das große Areal zusehends, als die Gruppe „Faltenrock“ loslegte. Die Band gastierte zum dritten Male beim MSC und hat längst ihre Fangemeinde. Alle Tische waren voll besetzt. Dutzende Campingzelte waren auf den Nahewiesen aufgebaut. 40 der 50 MSC Mitglieder waren im großen Festzelt, der Cocktail-Bar und an den Grillständen im Einsatz und gute Gastgeber.

Mit einem Pin, Jubiläumsschoppen und Urkunde wurden die Gründungsmitglieder Stefan und Susanne Ebert, Waldemar Zietek, Peter Müller, Nina Gaulke-Gillmann, Monika und Jochen Geib, Stefan Veldenzer, Klaus Becker sowie Martina und Peter Anton (Vorsitzender) geehrt.  15 Jahre sind Rudolf Kutscher, Anke Zentellini und Jörg Groß MSC Mitglied, seit zehn Jahren Ute und Hermann Zauner, Inge und Uwe Matthies, Klaudia Jungblut und Peggy Spengler. 


6 jetten ins WM-Epizentrum nach Südafrika!

 MEDDERSHEIM. „Hoffentlich fällt kein Schnee oder es wird so kalt, dass wir Handschuhe brauchen!“, das ist die größte Sorge von Renate Riek (58) aus Meddersheim. Schließlich soll es kommende Woche zur großen WM-Party nach Südafrika gehen. Am Sonntagabend fliegen Renate und Wolfgang Riek von Frankfurt aus direkt nach Johannisburg, am Montag fliegen Christian Wiesner, Stephan Weck, Simone und Heiko Riek ebenfalls nonstop 8000 Kilometer und zehn Stunden lang nach Südafrika. TuS-Fußballer Christian Wiesner hat die Reise eines Getränkeherstellers mit exquisitem Rahmenprogramm im Internet gewonnen, bei weiteren Kartenrückgaben griffen die Meddersheimer zu. (Bild 2493- Juni 2010)

  So ergab es sich, dass Simone und Heiko Riek vom kommenden Montag bis Samstag mitjetten, um dann nur vier Tage später vom 30. Juni bis 19. Juli den lange gebuchten Urlaub antreten und zum zweiten Male ans Cup der guten Hoffnung und zur FIFA-WM fliegen. Die sechs Meddersheimer hat längst das Fußballfieber und Fernweh gepackt: Sie werden gemeinsam beim dritten Vorrundenspiel, quasi dem Entscheidungsspiel im Endspielstadion Soccer City in Johannesburg am kommenden Mittwoch, 23. Juni - 20.30 Uhr, live dabei sein. Dann dreht sich alles um den Einzug in die nächste Runde: Jogi Löws Truppe um die selbst bei Kindergartenkindern hierzulande beliebten Kicker „Poldi“ und „Schweini“ werden gegen die Ballkünstler aus Ghana um den Gruppensieg antreten. Ihre Tickets im „Match 39“ versprechen in der „Category 1“ beste Plätze. Die Meddersheimer haben sich extra Transparente drucken lassen, sind ausgestattet mit der südafrikanischen Flagge mit dem liegenden Ypsilon, deutschen Fahnen, WM-Trikots, Vuvuzelas und allen möglichen Utensilien in Schwarz-Rot-Gold. Alle haben seit Jahren viele Qualifikationsspiele der Fußball-Nationalmannschaft in Dortmund, München oder im europäischen Ausland besucht, und sind nicht erst seit dem „Sommermärchen“ 2006 WM erfahrene und fußballbegeisterte „alte Hasen“. Renate und Wolfgang Riek haben 2006 Tickets unserer Zeitung zum WM-Endspiel in Berlin gewonnen, wo Italien gegen Frankreich in einem packenden Finale erst im Elfmeterschießen siegte. „Traumhaft, ein einmaliges Erlebnis!“, schwärmt das Ehepaar noch heute, und deshalb geht´s auch nach Südafrika. Land und Leute, Flora und die einzigartige Tierwelt sollen bei einer Safari erkundet werden. Eine Stadtrundfahrt durch Soweto als das bekannteste Township Südafrikas mit einem Besuch des Apartheid Museums stehen im Besuchsprogramm. Ein Beach-Soccer-Turnier ist gebucht, die Teilnahme an Fußball-Partys, afrikanischen und internationalen Büfetts sowie spannenden Gesprächsrunden mit prominenten TV-Promis sei garantiert. Dass Deutschland am Ende Weltmeister wird, steht für die Meddersheimer außer Frage: Mitte dieser Woche strauchelte Europameister Spanien gegen Trainerfuchs Ottmar Hitzfeld und seine Schweizer Eidgenossen: „Die wollen uns nur im Halbfinale aus dem Weg gehen“, flachste süffisant Experte Heiko Riek über die Taktik hinter der Blamage der Iberer. „Südafrika- wir kommen!“, freuen sich die Meddersheimer...


Ganz seltener Anblick: Die schönsten Salatköpfe Meddersheims wachsen direkt an der Nahweinstraße in Ortslage zwischen Blumen und gehören Andreas Hahn. Er hat den sprichwörtlichen "grünen Daumen", ihm gelingt alles. Andreas Hahn ist ein Mann für alle Fälle!

Bilder 2513-2514- Ende Juni 2010 


MEDDERSHEIM. 20 Schüler der Klasse 9c des Bad Sobernheimer Gymnasiums waren gestern Morgen in mehreren Gruppen in der Gemeinde im Rahmen der Aktion „Tagwerk“ unter dem Motto „Dein Tag für Afrika“ im Arbeitseinsatz. Die Unrat- und Müllsammlung entlang des Radfahrwegs hielt sich zwar in Grenzen, aber die Schüler strichen auch dicke Bohlen mehrerer Brücken über den Altenberger Bach, brachten Hinweisschilder auf Vordermann, säuberten viele Plätze rund um Rathaus, Kirche und Gemeindesaal. 

„Nächstes Jahr kommen wir wieder, es war jedenfalls besser als Schule“, schwärmten Marie Leyendecker aus Bad Sobernheim, Peter Pinheiro aus Nussbaum, Jan-Lucca Deveaux aus Ippenschied mit dem Martinsteiner Mehmet Yalic im Chor: „Besser“ deshalb, weil es zur Belohnung beim Meddersheimer Lehrer Heinrich Fußmann zum Abschluss noch ein gemeinsames Grillfest gab. Er hatte schon vor Jahren diese Idee und packte auch mit Referendar Christian Krieger mit an. "Ob" Renate Weingarth-Schenk war von der Aktion begeistert, lobte die fleißigen Schüler und spendete eine „Brotzeit“.

Bilder 2504- 2505- Juni 2010



MEDDERSHEIM. „Wow- wunderbar, volles Haus!“-

so schwärmte Apollo-Vorsitzende Hilde Bens beim Jahreskonzert unter frühlingshaft blühenden Bäumen als Dekoration im Meddersheimer Gemeindesaal. Mit herzlichem Applaus wurde Chorleiter Jürgen Frank mit Gattin empfangen: „Er ist da. Und das ist eine Riesenfreude, die wir mit Worten nicht beschreiben können!“, war die eigentlich frohe Botschaft des Abends der Apollochefin. Sie hegte den Wunsch, dass der beliebte Musikdirektor bald wieder vor dem Chor steht und den Taktstock schwingt. Nach Sandra Weiss und Markus Ullman hatte vor Jahresfrist Marco Stallmann die Vertretung des Apollochores übernommen.„Hits, Schlager und Evergreens von 17 bis 66“ lautete das Motto.

  Während Konterfeis bekannter Stars von den Wänden lächelten oder von ganz Oben herab schauten, waren die Hauptrollen des Abends an den gastgebenden Chor, Solistin Sandra Weiss, Klaus Winter am Klavier, an Oliver Schneiß und Stefan Zentellini als „Westernhagen“ Coverduo sowie an Wolfhart Dhonau als sonoren Conferencier vergeben. 

Bild 2459: Ein gutes Bild gab Apollo unter Marco Stallmann ab!

Bild oben: 2458: Ein klasse-Duo- zwei original Meddersheimer "Buben"...

Bild Nr. 2460: Die Laterne brannte beim Schlager von Lilli Marleen...

 Die Zuhörer beim Stuhlkonzert waren allesamt begeistert und lobten wie Ursula Hummel aus Simmertal oder Horst Ponert aus Meddersheim dieses „gewagte, etwas andere Konzert voll Pep und Power mit beliebten Klassikern, die ins Ohr gehen“.  Apollo eröffnete das bunte Repertoire mit dem Beatles-Klassiker „Yesterday“ und einem so genannten Kettenlied: Das Antikriegslied „Sag mir wo die Blumen sind“ des amerikanischen Pete Seeger waren zwei jener fünf Premierenlieder, die der Chor leidenschaftlich engagiert und höchst diszipliniert einstudierte und vortrug. Klar, dass viel Applaus verdienter Lohn war. Danach sangen sich zwei Meddersheimer in die Herzen der Zuhörer und heizten mit „MMW“- Hits dem Publikum mächtig sein. Oli Schneiß begleitete die ganze Palette astreiner Westernhagen Coversongs von Stefan „Zeppi“ Zentellini mit einer Ukulele, Gitarren, Rhythmusinstrumenten, Blues-Harp und einer „Stomp-Box“, und brachte von Beginn an Stimmung in den Saal. Da wurde mitgeklatscht und von der Fangemeinde begeistert Zugabe gefordert. Ob, die „einsame Insel“, „Weil ich dich brauche“ „Willenlos“ „Freiheit“ oder „Johnny Walker“- beliebte Kultklassiker des eingespielten Duos aus der breiten Schlagerpalette wurden frenetisch bejubelt. Bezaubernd schön und brillant sang Sopranistin Sandra Weiss im Kontrast dazu beliebte Melodien aus Andrew Lloyd Webbers „Phantom der Oper“ oder von Elton John „Can you feel the love tonight“. Die charmante Chorleiterin und Solistin erntete ebenfalls Beifallsstürme bei drei beliebten deutschen Evergreens. Wolfhart Dhonau stimmte auf die Partituren ein, erzählte Hintergründiges, zitierte poetisch kurzweilig-amüsantes, wobei lyrisches von Eugen Roth natürlich keinesfalls fehlen durfte. Apollo überraschte mit dem „Halleluja“ von Leonhard Cohen und im Stile der Comedian Harmonists „Du passt so gut zu mir“. Willi Spinger senior spielte das Trompetensolo des Soldatenliedes Lilly Marleen. Auch hier passte das gesamte Bühnenbild bis hin zur brennenden Laterne. Nach den zurückliegenden „Schlagercafes“ ist längst über Ortsgrenzen hinaus bekannt, dass sich der Apollochor von Oldies ebenso wie von modernen Gassenhauern inspirieren lässt: Udo Jürgens stand Pate „Mit 66 Jahren“ und bei „17 Jahr, blondes Haar“. Mit dem ans Herz und Gemüt gehenden Volkslied „Neigen sich die Stunden“ beendete der Chor den musikalischen Part, um mit den Gästen feiern und plaudern zu können, und ausgiebig die Geselligkeit zu pflegen. 



MEDDERSHEIM. Naturnaher Spielplatz: Es gibt viel zu tun: Arbeiten im Gange!

 

Sofort nach ihrem Amtsantritt erhielt Ortsbürgermeisterin Renate Weingarth-Schenk Post von den zwölfjährigen Schülerinnen Lena Krutten, Leonie Hammer, Nicole Feist und Sarah Dieter mit der Bitte, den naturnahen Spielraum wieder zu einem attraktiven Freizeitgelände zu machen. Doch dies scheint leichter gesagt als getan. Die Kreisverwaltung besteht auf naturnaher Holzerneuerung ohne Imprägnierung. Nach Fertigstellung des Neubaugebietes Wiesengrund wurde vor knapp zehn Jahren das gut 5000 Quadratmeter große Areal feierlich eingeweiht. Sprudelfels, Kletterbäume, Kletterpalisaden, Aussichtsplattform, Sonnensegel-Pergola und zahlreichen Trockenmauern sind als Besonderheiten integriert, als „Treffpunkt der Generationen“ wurde der naturnahe Spielraum eingeweiht. Mit über 120.000 D-Mark wurde der Platz einst bezuschusst, zusätzlich Gemeindeanteil und Eigenleistung. Nun müssen Hölzer erneuert werden. Dicke Eichenstämme wurden im Gemeindewald geschlagen. Insgesamt zeigte sich die Ortsbürgermeisterin mit der Resonanz zufrieden. Die beiden Gemeindearbeiter, Waldarbeiter, Mitglieder der Jugendgruppe sowie „Pensionär“ Joachim Bernstorff und einige Anwohner „malochten“ auf dem großen Areal und erneuerten zahlreiche Sitzecken, Umrandungen und den fast 40 Quadratmeter großen Natursandkasten. Weitere Arbeitseinsätze sind geplant.  (Bild 2457- Juni 2010)



Bild 2456- Juni 2010

MEDDERSHEIM: Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen…., sagt ein Sprichwort. So ging es am Fronleichnam den 24 Kindern zwischen fünf und 12 Jahren und wieder eine Abschlussfahrt buchten. Es ging nach Saarbrücken in die Jugendherberge, Zoo, Schwimmbad und Erlebniswelt. Aber in vollem Karacho donnerte der Zug in die Saarmetropole pünktlich gegen 8.45 Uhr direkt vor ihrer Nase vorbei und hinterließ Staunen und fragende Blicke überall: Niemand hatte die Durchsage gehört, weil die Lautsprecher krächzen und aufgrund Wackelkontakt stumm blieben. „Der Abenteuerurlaub fängt ja schon gut an!“, meinte „Turnmutter“ Ingrid Kehl, und trug es mit Humor. 

Hatte sie etwas übersehen? Ihr Mann und TuS-Chef Klaus-Dieter Kehl hatte von einem kaputten Zug erfahren. Hoffentlich ist der Ersatzzug nicht überfüllt, schließlich hatte man doch Sitzplätze reserviert, machten sich Eltern ihre Gedanken. Sie waren mindestens genau so aufgeregt wie die Kinder, die erstmals mehrere Tage verreisten. Ein weiterer Regio- Bummelzug fuhr nur bis Türkismühle, auch da durften die Kinder nicht ´rein. Weitere drei Züge passierten in Gegenrichtung, die Kleinsten wünschten sich in diesem Moment eine „JuHe“ in Richtung Kreuznach oder am Rhein. „Man muss bei der Bahn Abstriche machen und relativieren“, so Steinhardter Vielfahrer, während sich Eltern schon Hoffnung auf Fahrpreisermäßigung machten. Viele hatten nur Hohn und Spott übrig: „Lachhaft. Das ist die Bahn. Infos Mangelhaft!“, und „Hier auf der Nahestrecke fährt nur Schrott. Mit der Zentralisierung schafft sich die Bahn keine Freunde“ waren noch die nettesten Formulierungen und Statements von „Insidern“.  



MEDDERSHEIM. Urkunden und Malbücher erhielten 19 Vorschulkinder im Meddersheimer KiGa „Rasselbande“. In mehreren Doppelstunden war der DRK-Erste-Hilfe-Ausbilder Robert Kappel (72) mit der Handpuppe „Paula“ bei den Kindern „Auf der Hohl“ zu Gast. Kindergartenleiterin Anne Weck dankte dem beliebten Meddersheimer Senior und „DRK-Urgestein“, der 1954 bei der Bad Kreuznacher Feuerwehr seine ehrenamtliche Tätigkeit begann, und seit 1966 in DRK-Diensten steht.

 (Ende Mai 2010- Bilder 2392-2393)

 „Vorschulkinder lernen helfen“, lautete das Motto. Die kleinen Racker waren mit Feuereifer bei der Sache und lernten, wie unter Nummer 112 ein Notruf abgesetzt und schnell Hilfe herbeigeholt werden kann. Von Bad Sobernheim kamen Rüdiger Gemmel und Frank Schwickert mit dem Rettungswagen „RTW-683“. Sie hatten schnell das Interesse geweckt, stellten ihr Auto und Geräte vor, und erzählten aus der Praxis. 



Nr:2382 + 2383 --Medd-L232 OD

Zuviel malocht uff de Arbeit?  So lauteten erste Vermutungen und Gerüchte, als dieser Pkw kurz nach 6 Uhr morgens am 27. Mai 2010 in der OD der L 232 mitten im Weindorf Meddersheim auf die Gegenfahrbahn kam und verunfallte.  Die Polizei regelte den starken Berufsverkehr wenige Meter vor dem Engpass. Glücklicherweise gings glimpflich aus...

Müde nach der Nachtschicht? Allzuviel soll ungesund sein!



Ehrenbürger Werner Hilkene †

Meddersheimer, Freunde und Weggefährte trauern mit der Familie um Werner Hilkene, der am 9. Mai im Alter von 82 Jahren plötzlich in der Meddersheimer Kirche unerwartet verstarb. Mit Altbürgermeister Werner Hilkene verliert die Weinbaugemeinde einen Bürger, der sich über Jahrzehnte für den Ort und vor allem für die Menschen engagiert eingesetzt hat. 

Bild 2358: Werner Hilkene beim 80. mit seinen Enkelkindern (im Bild). Er war zeitlebens beliebter Mittelpunkt 

Die Familie und die Meddersheimer waren sein Ein und Alles.

Bild 2359: So strahlend war er. Und so werden ihn Freunde + Meddersheimer in dankbarer Erinnerung behalten!

 Eine ganze Reihe von Ehrenämtern hatte er inne. 35 Jahre lang prägte Hilkene als Bürgermeister den Ort. Unter seiner Führung wuchs das Dorf von 700 Einwohnern auf fast 1500. Während seiner Amtszeit als Bürgermeister wurden sechs Neubaugebiete im Ort mit über 32o Bauplätzen ausgewiesen. Hilkene war ein Bürgermeister, der zu jeder Tages- und Nachtzeit für seine Bürger da war, der sein Amt in großer Bescheidenheit ausübte und keinen großen Dank erwartete. Das führte zu einer hohen Wertschätzung des Verstorbenen, dem die Ehrenbürgerwürde des Ortes verliehen wurde. Ab 1956 war Hilkene Mitglied des Gemeinderates, insgesamt war er 43 Jahre ehrenamtlich für seinen Heimatort tätig. Die außerordentlichen hohen Stimmenanteile, mit denen Hilkene in den Gemeinderat und in den Verbandsgemeinderat gewählt wurde, zeugen von der großen Beliebtheit. Neben der Tätigkeit als Bürgermeister war er seit 1941 Mitglied der örtlichen Feuerwehr, acht Jahre war er Wehrführer. Bereits 1946 wurde er Mitglied im Gesangverein Apollo, der Verstorbene gehörte auch zu den Gründungsmitgliedern des TuS Meddersheim. Über zwei Jahrzehnte war er Vorsitzender des Weinfestausschusses, auch als Schiedsmann im Ort kennen ihn noch viele. Dem VG-Rat gehörte Hilkene 15 Jahre an. „Es ist mir eine große Ehre, was ich erfahren darf“, sagte Werner Hilkene dankbar und tief bewegt bei einer Feierstunde zu seinem 80. Geburtstag am 29. Mai  2007. Stets habe er die Bürger bei wichtigen Projekten, mehreren Kanal-, Straßen- und Neubaugebieten mit einbezogen, den „schärfsten Kritikern dadurch schon im Vorfeld die Munition genommen. Dankbar bin ich auch, dass stets die Bürger mitzogen!“, gab das gebürtige und in der Weinbaugemeinde Meddersheim tief verwurzelte Urgestein, Vater dreier Kinder (Reinhard, Klaus und Annelie) und achtfache Opa Komplimente zurück. Nur so habe der zur FWG zählende Bürgermeister 1998 ein „gesundes Polster“ seinem Nachfolger Tilo Krauß (FWG) hinterlassen können. Für seine Verdienste wurde Werner Hilkene mit der Verdienstmedaille des Gemeinde- und Städtebundes und des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet, er ist Träger der Verdienstplakette der Verbandsgemeinde in Bronze, Silber und Gold.



Schiri-Obmann Wolfgang Lauer verabschiedet.

  MEDDERSHEIM. Bei der turnusmäßigen Schiedsrichtersitzung im Vereinsheim des TuS Meddersheim wurde vor vollbesetzten Reihen Der komplette Vorstand hat ihm „den Bart gepinselt“, wie der in Oberhausen bei Kirn wohnende 63-jährige süffisant bemerkte. Der FC Hennweiler ist sein Heimatverein, seit 1992 war Wolfgang Lauer im Vorstand der Schiedsrichtervereinigung tätig und hat ab 1994 die Jugend eingeteilt, bevor er 2004 zum Schiedsrichter Obmann gewählt wurde. Abendfüllende Themen waren ein Regeltest und die Erstellung des Spielberichtes online. Zum Foto: Fußballkreis- und Bezirksvorsitzender Karl-Heinz Weyand (von links), Jugendbeauftragter Thomas Kunz, Schriftführer Christian Wendel, Lehrwart Patrick Abrante-Perez, der scheidende Schiri-Obmann Wolfgang Lauer aus Oberhausen bei Kirn, Verbandslehrwart Erhard Blaesy und Wolfgang Lauers Nachfolger ab dem 1. Juli, Ralf Daubenberger aus Seesbach, verabschiedeten Lauer und überreichten Präsente. (Bild 2362- Mai 2010) 



Das schlägt dem Faß den Boden raus`: Kommunalaufsicht streicht Buswartehäuschen!

 Unmöglich, klagten Eltern über einen Bericht in der Tageszeitung über eine Ortsgemeinderatssitzung, wo die Kommunalaufsicht ein geplantes Buswartehäuschen im Haushalt der Weinbaugemeinde aufgrund der Finanzlage versagte. Die Eltern waren empört und verschickten daraufhin ihre ganz persönlichen Stellungnahmen. Bilder 2326- 2327

LESERBRIEFMEINUNG an WWW.HEYLIVE.de": "Am Montagmittag -3.Mai 2010- regnete es, was vom Himmel kam. Dicht wie Schnee lag Hagel auf der Straße. Die Meddersheimer Schulkinder verließen den Bus, ohne am „Großen Stein“ (Bei den Birken) oder am Gemeindesaal eine Schutz- oder Unterstellmöglichkeit zu haben. Nun haben die Großkopferten „hohen“ Herren bei der „Kommunalaufsicht“ aufgrund der Finanzlage ein Buswartehäuschen nicht genehmigt. Beschämend hoch drei! Armes Meddersheim. Zur Erinnerung: Die VG-Bäderlandschaft in der Felkestadt erwirtschaftet im Jahr über 800.000 Euro. Minus, wohlgemerkt! Nur in den Haushalten, wo man Streichen und Kürzen kann, tut man das auch. Wer am lautesten schreit und eine Lobby hat, bekommt zuerst. Vermutlich würden in Meddersheim Wander- und Wingertshäuschen eher bezuschusst, als Buswartehäuschen für Kinder. Kinder haben keine Lobby, stehen im Regen. Und der Gemeinderat? Alles wird gern glatt gebügelt, die Außendarstellung zählt. Straßenbau wird vorgeschoben, Prioritäten ganz anders gewichtet. Sind Eltern nicht genug mit Abgaben belastet? Sollen sie tatsächlich für Buswartehäuschen sammeln gehen? Oder muss die RWE wieder ran? Was funktioniert noch ohne Fördervereine? Wenn nun die Frau Bürgermeisterin tatsächlich einen „Unabdingbarkeitsnachweis“ erbringt, und doch noch „Peanuts“ für ein einziges Buswartehäuschen als Daseinsfürsorge erhält, dann muss sicher diese Errungenschaft mit einem Einweihungsfest samt Weinprobe und dem Pressebild gebührend gefeiert werden. So macht man Politik heute."



MEDDERSHEIM. Weinorden tagte: Der Geist des Weines schwebte in besonderer Weise beim Frühjahrsordenstag 2010 des Weinordens an der Nahe durch den Meddersheimer Gemeindesaal. Im Weindorf wird seit dem Jahre 800 und womöglich noch viel früher Weinbau betrieben. Weingott Bacchus und der heilige St. Urban, Schutzheiliger der Winzer, wurden angerufen, als fünf neue Mitglieder in den Weinorden Aufnahme fanden. Eine Abordnung der Planiger „Schuppesser“ umrahmte die Feierstunde während den Regularien und der Aufnahmezeremonie. Paten stellten die Vita und besonderen Verdienste der Neumitglieder vor. Dann folgten ein kräftiger Schluck aus dem Weinpokal und ein mitunter unsanfter Schulterschlag mit knorrigem Wingertsknorzen sowie die Überreichung des Ordensbandes. Die Weinbruderschaft ist eine nichtkommerzielle, jedoch weinkulturelle Vereinigung ideeller Art, die sich die Bewahrung und Förderung der Weinkultur ins Stammbuch geschrieben hat. Um die 220 Mitglieder zählt der 1969 gegründete Weinorden an der Nahe. Gleichwohl sei dieser keine elitäre und schon gar keine reine Männergesellschaft, sondern für alle Weinfreude und Förderer offen, betonten Ordensmeister Uwe Closhen und Ordenskanzlerin Ursula Emrich-Montigny. Sie leitete das Prozedere im Beisein von Meddersheims Alt-Ob Tilo Krauß, Reinhard Beck und Dr.Peter Bohr, die alle Mitglied im Weinorden sind .

Naheweinprinzessin Christiane Koepernik (mitte)

Neu aufgenommen wurden Franz Xaver Bürkle aus Bad Münster am Stein-Ebernburg, Rainer Fernis (KH), Franz-Josef Jost (Wallhausen), Dieter Matzen ( Hackenheim) und Arno Mohr aus Unkenbach. Neues Kapitelmitglied ist Eric Christmann. Außer den „christlichen Allerweltstugenden“ wie Armut, Keuschheit und Gehorsam legten die „Neuen“ das Weinordensgelübde ab, an allen Veranstaltungen „des Ordens teilzunehmen, die Weinkultur an der Nahe zu pflegen und zu fördern, Unwissende in die Kunst des Weingenießens einzuführen - und vor allem pünktlich die Beiträge zu zahlen“. Weiter auf der Tagesordnung: Ein Drei-Gänge-Menu vom Restaurant Lohmühle und eine begleitende Weinprobe mit dem Meddersheimer Kapitelmitglied Udo Bamberger. Vom Luxusgut zur Massenware hieß ein kulturgeschichtliches Referat von Degenhard May über den Werdegang der Weinflasche im 19. Jahrhundert. (Bild 2291- April 2010)


Die Wirtschaft floriert, es brummt: Jedenfalls komplettierten gestern die Kinder des Meddersheimer Kindergartens „Rasselbande“ ihren Fuhrpark und holten neue John-Deere-Schlepper samt Hänger, ein modernes Dreirad und einen Bagger beim Bad Sobernheimer Landmaschinenhändler Erwin Christian in der Breitler Straße ab. Sofort wurden die Schlepper genau „inspiziert“, die Motorhauben geöffnet und die Geländegängigkeit getestet. Alle Anhänger wurden voll gepackt mit Frühstücksdosen, Puzzlespielen und Malbücher, weitere kleinere Bulldogs und Utensilien gab es gratis dazu. Die „Rasselbande“ Fördervereinsvorsitzenden Ute Werle und Bianca Schlarb sowie Kassenwartin Alexandra Erbeldinger und Dr.Gudrun Herzel vom Vorstand freuten sich mit den Eltern riesig über die neue Schlepperparade. (Bild 2290- April 2010)


Corporate-Design-Preis des DWI an K.K: Bamberger & Sohn in Meddersheim verliehen! 

Wie sieht die gute Form einer Flasche samt Etikett aus? Für den weltbekannten Gestalter Max Bill muss sie vor allem funktional, sachlich, ansprechend und trotzdem ästhetisch sein. Das Ergebnis des Corporate-Design-Wettbewerbes 2010 des Deutschen Weininstituts (DWI) und des deutschen weinmagazins belegen, dass dieser Wille zur gestalterischen Einfachheit und Klarheit querbeet in der gesamten deutschen Weinwirtschaft vorhanden ist. Eine Experten-Jury beurteilte die eingereichten Ausstattungen und kürte das Meddersheimer Weingut Karl Kurt Bamberger & Sohn Heiko in der Römerstraße mit dem 2. Preis. Grafische Elemente sind klar angeordnet, die typografische Aufteilung des gewachsenen Namens sowie seine teilweise Prägung in Gold auf dem Etikett hätten "aufgrund der visuellen Präsenz" den Ausschlag für diesen hohen Preis gegeben, so die Jury!   

Auch die Optik muss stimmen:

2010 bekommt Ute Bamberger (li.) die hohe Auszeichnung verliehen!



NASSÜBUNG ohne Helm sorgte für Gesprächsstoff !

Ende März 2010 mussten die Meddersheimer Wehrmänner sogar zwei Mal am Gemeindehaus so richtig ´ran. „Einheiten im Löscheinsatz“ nach der Feuerwehr-Dienstvorschrift (FwDv 3) war angesagt und beim zweiten Mal lief sogar die Uhr mit. Eigentlich war in der Ortslage an der Winzergenossenschaft eine Schaumübung geplant, jedoch war dort mit der Jungweinprobe eine Veranstaltung. 2009 war die letzte Übung mit Wasser. Wegen Wasserknappheit im trockenen Sommer 2009 wie in der kalten Jahreszeit am Kindergarten „überwog die Vernunft“, sagten die Wehrmänner. Sie verzichteten daher auf das nasse Element  und machten Trockenübungen. Vor der ersten Übung 2010 stand theoretischer Unterricht über Unfallverhütungsvorschriften im Feuerwehrhaus im Dienstplan. Wehrführer Jan Hey war mit dem Verlauf und der Beteiligung von neun Wehrmännern sehr zufrieden. Ganz schnell hieß es aus drei Rohren „Wasser Marsch!“ In diesem Jahr hat die Mitgliederwerbung auch bei den Aktiven höchste Priorität. Einziger Wehrmutstropfen: Die fehlenden Helme. Dafür mussten die fleißigen Wehrmänner einen ganz schönen "Anschiss" hinnehmen. 

Bild 2251: "Anschiss" gabs im März 2010 wg. fehlender Helme....

Nr. 2252: Gut gemeint war´s,  sogar zweifach geübt wurde am Gem-Saal

Bild Nr: 2253: super gemacht, jungs!



Über 50 Bürger und Mitglieder des Meddersheimer Angelsportvereins, darunter viel Jugend, beteiligte sich gestern am traditionellen Umweltschutztag und war schon früh auf den Beinen. Während ASV-Mitglieder die Nahe zwischen dem Gefach bis zur Monzinger Grenze säuberten, nahm sich eine weitere kleine Gruppe um Ortsbürgermeisterin Renate Weingarth-Schenk den Altenberger Bach und den Radfahrweg zwischen Gemeindesaal und Nahebrücke vor. Hier waren Helfer wie Toni Zentgraf von der riesigen Ausbeute von Wodkaflaschen überrascht. Der ASV Meddersheim zählt 92 Mitglieder. Auf der vereinseigenen Fischerwiese „Am Tingel“ an einem Nahe-Altarm wartete nach getaner Arbeit eine deftige Erbsensuppe mit Eisbeineinlage auf die fleißigen Umweltschützer, die der neue „Chefkoch“ Konrad Büchel zubereitete. (Bild 2219-März 2010)



 Wolfgang Schüssler aus Monzingen ist neuer Vorsitzender des 85 Mitglieder zählenden Meddersheimer Schützenverein.

Solz auf „ihren SSV“: Mit neuem Vorstand wird das 50.Bestehen gefeiert: Siegfried Emrich (von links) ist neuer Jugend-und Sportwart. Uwe Gebhardt, Josef Michelberger und Karl Heinz Neußer wollen den Monzinger Fleischermeister Wolfgang Schüssler als neuen Vorsitzenden unterstützen. Bild 2215 -2010.

 Ebenfalls neu gewählt wurde während der Jahreshauptversammlung Siegfried Emrich zum Sport-und Jugendwart. Zweiter Vorsitzender ist Uwe Gebhardt, Kassierer Karl Heinz Neußer und Schriftführer Josef Michelberger. Waffenwart bleibt Leonard Modica-Amore, neue Kassenprüfer sind Robert Kappel und der bisherige Vorsitzende Ralf Bachmann. Das 50-jährige Jubiläum soll während des Schützenfestes am ersten Juliwochenende gebührend gefeiert werden, soviel steht fest. Dann werden Freunde eingeladen, beim Königsschießen der neue Schützenkönig gekürt, es soll eine Festschrift und eine große Tombola geben. Während der Generalversammlung wurden vorab die Gründungsmitglieder Herbert Schlarb, Helmut Schwarz, Harry Weber, Klaus Wiechert und Erhard Dorn für fünf Jahrzehnte Treue geehrt. 40 Jahre ist Wilfried Hexamer Mitglied, seit 25 Jahren Harald Hexamer, Klaus Krille, Günter Menschel, Wolfgang Ellrich, Peter Kost, Wolfgang Schüssler, Heinrich Herz und Robert Kappel. Amtierende Schützenkönige sind Waldemar Kille und bei der Jugend Levin Schramm. Der neue Vorstand will die Aktivitäten beleben. Dienstags ab 18.30 Uhr treffen sich die Würfler, mittwochs trainieren die Mitglieder im Luftgewehrschießen, sonntags ab 11 Uhr die Pistolenschützen. Acht Jugendliche trainieren im Schützenhaus freitags ab 16.30 Uhr, auf den Nachwuchs ist der Vorstand besonders stolz



KIDS ZUFRIEDEN!

 MEDDERSHEIM. Gründungsmitglied Ilse Bauer (links) regelt das Finanzielle. Sie unterstützt die Jugendlichen und schaut im Jugendraum nach dem Rechten. Vorsitzender ist Michael Göbbel (zweiter von links vorn).

  Seit es den Wohncontainer am Gemeindesaal als Jugendraum gibt, ist ruhiger geworden um die Jugendlichen in Meddersheim. Nachwuchs ist rar. Nicht zuletzt macht sich aber auch der Geburtenrückgang bemerkbar, war in der Versammlung zu hören. 24 Mitglieder zählt der 2005 gegründete Jugendclub als eingetragener Verein: „Der Raum steht allen Meddersheimer Jugendlichen zur Verfügung“, warb Initiatorin und Antriebsfeder Ilse Bauer bei der jüngsten Jahreshauptversammlung. Sie appellierte an den Nachwuchs, neue Ideen einzubringen, sich an dörflichen Aktionen zu beteiligen und mitzumachen. Eher sporadisch werde der Jugendraum von einer Gruppe unter 18-jährigen frequentiert. Dank sagte der Vorstand Spendern: Nach einem Inserat wurde kostenlos eine gut erhaltene Couchgarnitur samt Tisch in Besitz genommen. Zwecks Fernsehempfang wurde auf dem Gemeindesaal eine SAT-Anlage installiert, ebenso ein Kühlschrank angeschafft. Der Wohncontainer bekam jüngst eine Außenpergola. Sie soll wie das ganze Umfeld nach den Wünschen von Ortsbürgermeisterin Renate Weingarth-Schenk gestaltet und neu bepflanzt werden. Einziger Wermutstropfen: Im Winter ist der Container ein „Eiskeller“ und treibt die Energiekosten in die Höhe. Renate Weingarth-Schenk fungierte als Versammlungsleiterin. Der neue Vorstand kommt in die Jahre, nutzt eher selten die Räumlichkeiten. Vorsitzender ist Michael Göbbel, Vize Tim Simonis. Pascal Kehrein und Patrick Pees sind Schriftführer, Irene Ilse Bauer und Andrej Derschug regeln die Finanzen. Als Beisitzer sind Dennis Fuchs, Patrick Gillmann, Mathias Mundstock und Jörg Steinecker nominiert, Revisoren sind Andreas Rübenich und Dominik Tomschin. (Bild 2214- Ende März 2010)



Verbandstagung in Meddersheim: Eine umfangreiche Tagesordnung absolvierte der Bezirksfischereiverband Nahe-Glan-Hunsrück bei seiner Jahreshauptversammlung im Meddersheimer Gemeindesaal. 118 Teilnehmer aus 79 Mitgliedsvereinen nahmen teil. Nach seiner Genesung war Vorsitzender Heinz Günster aus Bad Kreuznach wieder obenauf und ganz der Alte. 2009 titulierte er als das Jahr der verpassten Chancen, und wetterte gegen die EU-Wasserrahmenrichtlinie in Sachen funktionstüchtige Fischauf- und abstiegsmöglichkeiten in den heimischen Gewässern. 

Wasserkraft ist Tierquälerei“- mit diesem Slogan untermauerten martialisch aufgemachte Aufkleber die Problematik und warben für eine Durchlässigkeit von heimischen Bächen und Flüssen. Der Stellvertretende Bezirksvorsitzende Jürgen Heß (von links), Jessica Spira (ASV Niederhausen), Jugendwart Bodo Bach, sein Sohn Christian Bach als Deutscher Jugendmeister mit Pokal (SFV Idar-Oberstein), Sandra Lang (VdS Idar-Oberstein), Gerhard Faller (ASV Wiesweiler), Patricia Spira (ASV Niederhausen) und der Vorsitzende des Bezirksfischereiverbandes Nahe-Glan-Hunsrück Heinz Günster, der die Ehrungen vornahm. (Bild Nummer 2157- März 2010)

 Nach zwölf Jahren stünde die Überarbeitung der „Roten Liste“ in diesem Frühjahr auf der Agenda, auch die Kormoranverordnung und die strittige Sach-und Rechtslage der Oberen Naturschutzbehörde in der SGD Nord mit Mitgliedsvereinen wurde thematisiert. In diesem Zusammenhang sei der Kormoran als „Vogel des Jahres 2010“ durch den NABU und den Landesverband für Vogelschutz Bayern „nicht nur politisch motiviert, sondern ein Affront gegenüber Millionen Fischern in Deutschland“. Heinz Günster informierte die Versammlung über Gespräche im Mainzer Ministerium bei Umweltministerin Margit Conrad. In diesem Jahr soll der Aalbesatz in Absprache mit dem Landesfischereiverband weiter durchgeführt werden. Als „Sommertheater“ wiegelte Günster Meldungen über die Kontamination von Fischen mit Dioxinen, Furanen oder ähnlich toxischen Stoffen für das Gebiet Mosel-Saar ab, im Gegenteil: Es bestehe absolut kein Grund zu Aufregung der Mitglieder, sogar im Rhein reduzierten sich die Belastungen deutlich und sichtbar. Positiv auch: Der Verband deutscher Sportfischer (VDSF) und der Deutsche Angler Verband (DAV) wollen sich 2011 zu einem Verband und zum Wohle der Fischerei zusammenschließen, warb Heinz Günster. Alle Berichte waren überaus positiv: Jugendliche nahmen am Stillwasserfischen in Birkenfeld, am Fließwasserfischen in Bad Sobernheim und beim Zeltlager in Hammerstein teil. Mit Jessica und Patricia Spira, Sandra und Benjamin Lang, Tobias Morgenroth, Michael Sexton, Rene Schmitz und Christian Bach nahmen acht Jugendliche erfolgreich bei den Deutschen Castingmeisterschaften in Bad Kreuznach teil. Geehrt wurden zahlreiche Jugendliche, die es zu Meisterehren in den verschiedenen Disziplinen brachten. Mit dem LFV Ehrenzeichen Vollkranz Gold wurde Rudi Eggert vom AF Veitsrodt für 20-jährige Tätigkeit als Kassierer geehrt, die LFV Ehrenmedaille in Silber erhielt Gerhard Faller vom ASV Wiesweiler für 38-jährige Vorstandstätigkeit.



MEDDERSHEIM: Nach vielen Jahren fasenachtlicher Abstinenz lud erstmals wieder der TuS Meddersheim zu einem Fasenachtsnachmittag für die Kinder ein. Zusehends füllte sich der Gemeindesaal.Nach dem Mittagsschlaf gesellten sich die Mutter-und Kind-Abteilung und auch viele Kindergartenkinder mit ihrem Begleitpersonal hinzu.

 Alle Turnabteilungen werden von Ingrid Kehl betreut, die Mütter der Leistungsturnerinnen stellten Getränke, Kuchen und Gebäck bereit, heiße Waffeln wurden gebacken. Wer in den Muffins oder den kleinen Törtchen eine Nuss fand, wurde zusätzlich belohnt. Angela Schumacher, Sarah Dieter, Jutta Buch und Katja Hexamer hatten alle Hände voll zu tun, Melanie Gravius kümmerte sich um die Spiele und Betreuung. Das Trampolinturnen stand bei den kleinen Racker ganz hoch im Kurs. Bilder Februar 2010 Nr:2155+2156  


 MEDDERSHEIM. „Unsere Kinder haben keine Lobby“, beklagen Eltern und Passanten, wenn sie ihre Kinder im Regen stehen sehen. In jedem kleineren Nachbardorf sind längst mithilfe der RWE, von Spenden und Spendern, Banken, Firmen, Lieferanten oder mit Unterstützung von Vereinen und Rentnern kleine Buswartehäuschen gebaut worden. „Nur bei uns in Meddersheim funktioniert das nicht, in einem Weindorf werden die Prioritäten ganz anders gesetzt“, sind viele Eltern sauer und hätten wiederholt Unterstände gefordert, sagen sie. Egal ob am Kindergarten, am Gemeindesaal oder am „großen Stein“, wie die Kinder selbst die Haltestelle Unterm Flecken nennen, stehen jeweils zwischen zehn bis 15 Kinder bei Wind und Wetter im Freien und warten auf den Bus. Und wenn er dann einmal etwas später kommt, sind die Kinder durchnässt. Einige Eltern fahren sogar ihre Eltern in die Schule.

Vor zehn Jahren stand die Problematik schon einmal im Gemeinderat auf der Agenda, damals wurde der einfache Wetterschutz als Häuschen zu aufwändig und monströs mit schwerer Holzkonstruktion geplant. Nach dem Motto „….wenn schon, denn schon!...“ wurde er zu teuer, Infrage gestellt und nach Ortsterminen der Standort zerredet. 2010 dürfte es nicht einfacher sein, laut VG-Kämmerer Fritz Baus hat die Ortsgemeinde im Haushalt Verschlechterungen über 120.000 €, -wohlgemerkt zusätzliche Kosten oder Mindereinnahmen obendrauf-, zu bewältigen. (Bild 2128 - Am großen Stein- Februar 2010)



Weiße Winterpracht: Ein herrlicher SchneeJänner 2010!

Über dem Weg "Taubenhöhle" in der Wiese im vorderen Schellenklippel optimale Möglichkeiten

War das ein herrlicher Januar: Mehrmals Schnee in Hülle und Fülle wie seit vielen Jahren nicht mehr! Streusalz war aus.., Hamsterkäufe angesagt!... Überall besuchten die begeisterten Wintersportler Schnee-+ Wintersportparadiese, wo diese auch immer meist mit Eisbars und Cocktails, Würstchen und Glühwein angeboten wurden. Unsere Bilder sind vom Altenberger Bach und von der Stoppeler- Veranstaltung in Meddersheim, Anfang Jan. 2010. 

Bild 2115: Eine echte Schneeballschlacht am Alten Feuerwehrhaus vor den Gärten!

Rechtes Bild Nr 2116: Auf dem Wehr über dem Altenberger Bach

Hannah und Magnus Hexamer, Florian Hilt+Frauke Wingender
Nr:2117: Apres Ski: Ein unvergessliches Erlebnis für Hunderte v. Besuchern mit weitem Blick übers weite, weiße Nahetal

Bild 2118: Dominique Hey und Mareike Weber auf der Piste. Der nostalgische, alte Schlitten ging leider kaputt!

Bild 2119: Mareike + Elisabeth Weber sausten wie in Kindertagen den Hang hinunter- einfach klasse!


250 € Erlös: „Wir freuen uns!“ – so riefen gestern Morgen die Kinder im Meddersheimer Kindergarten „Rasselbande“ auf der Hohl:

250 Euro Erlös vom Weihnachtsbasar am dritten Advent in der Meddersheimer Hohlgasse überreichten nun Doris Lümmen von der Winzerstube und Walter Hehner vom gleichnamigen Weingut. Trotz großer Konkurrenz sei das Wagnis mit acht Ständen dank der Besuchern und Nachbarn sowie des Bäckers, die unentgeltlich halfen, spendeten, und kostenlos Strom zur Verfügung stellten, zu einem großen Erfolg geworden. Die Folgeveranstaltung in der Hohlgasse wurde schon fest terminiert. Kindergartenleiterin Anne Weck will mit der Spende einen großen Bollerwagen für Ausflüge der Kleinsten, aber auch „Afrika-Drums“ und Congas für die gruppenübergreifende Musikalische Früherziehung mit Carolin Müller anschaffen. Die Kinder freuten sich riesig. Bekanntlich wird die nächste Theateraufführung als eine Exkursion zu den Tieren in den afrikanischen Urwald führen, zudem komme das Trommeln bei allen Kindern gut an. Bild 2094- Febr. 2010



 In Meddersheims Hohlgasse 1 feierte Erna Michel ihren 99. Geburtstag, Ehemann Hugo Michel wurde am 11. Dezember 2009 101. Gemeinsam ist das Paar 200 Jahre alt.

Sicher haben die Jahre gelebte Furchen und Falten ins Antlitz gezeichnet, aber das macht das Paar noch liebenswerter und charmant. Das Geburtstagkind ist überglücklich, dass es so lange beisammen sein darf: „Ja, wir haben das ganz große Los gezogen und sind bei unseren Kindern und ihren Partnern sehr gut aufgehoben!“, sagte die 99-Jährige zufrieden und führt nach wie vor, zeitlebens, die Telefonkorrespondenz, auch an ihrem Ehrentag. „Wenn Doktor Bohr lauter solche Patienten hätte, wäre er arm dran“, lacht Sohn Manfred verschmitzt, nicht mal eine Kopfschmerztablette nehme der greise Vater: „Auch die Mutter war in 99 Jahren nur 14 Tage im Krankenhaus“, ergänzt Tochter Lieselotte. 

   Bürgermeisterin Renate Weingarth-Schenk gratulierte namens der Weinbaugemeinde und brachte einen guten Tropfen mit. Das freute das Paar, das jahrzehntelang auf dem Welschröther Hof Landwirtschaft und Obstanbau betrieb, bevor sie zu Sohn Manfred nach Meddersheim zogen und hier bereits 1986 ihre Goldene Hochzeit feierten. „Mann, was war die Nacht so kalt, mein Leintuch war ganz weiß gefroren“, brachte Hugo Michel im höchsten Sommer die Kinder zum Staunen und Nachdenken, und hatte bei ihnen immer ein Stein im Brett.„Ich habe noch eine junge Frau“, lächelte Hugo Michel. „Ja, wir ergänzen uns sehr gut. Ich sehe schlecht und höre gut, bei ihm ist gerade umgekehrt. Er sieht alles, nur er hört mir nicht!“, plauderte sie aus dem Nähkästchen. Erna Else Michel stammt aus Bärenbach und ist eine geborene Bickler. Sie arbeitete im elterlichen Textilgeschäft als Verkäuferin, bis es 1934 zwischen ihr und Hugo bei einem Ball in Schmidthachenbach mächtig funkte. Hugo Michel lebte auf dem zur Ortgemeinde Limbach zählenden Welschrötherhof zwischen Otzweiler und Hundsbach. Als Hugo Michel ausgezehrt und abgemagert aus dem Krieg auf den „Hof“ heimkam, war das Haus ausgeraubt, die Eltern tot und seine Frau allein. 

Jene Jahre schweißten das junge Paar mit den beiden kleinen Kindern Lieselotte und Manfred zusammen: „Wir haben immer an einem Strang gezogen und unser Soll erfüllt“, resümiert sie und legt die gezeichneten Hände in den Schoß. Wie Pech und Schwefel hätten sie zusammengestanden. Die Michels waren Vorreiter heutiger Ökoideen, bewirtschafteten ganze Obstplantagen, belieferten mit Käse, Milch und Brot feste Kunden und den Kirner Markt. Bienenhonig steht täglich auf dem Frühstückstisch bei den Michels, darauf schwören sie. Im Bäume beschneiden, im so genannten „Possen“ besaß Hugo den sprichwörtlichen „grünen Daumen“ und war ein As. Seine Frau Erna nennt er liebevoll nur Mama. „Daumen drücken!“ ruft der älteste Einwohner spitzbübisch der Ortsbürgermeisterin und allen Gratulanten, die sich in der Hohlgasse die Türkklinke in die Hand geben, hinterher und meint etwas anderes: Im November 2011 will das Paar die Kronjuwelenhochzeit erleben, davor soll allerdings noch der 100.Geburtstag von Erna Michel in knapp einem Jahr gebührend gefeiert werden. (Bilder 2129- 2130- Januar 2010)



MEDDERSHEIM: "DIE SCHÖNE UND DAS BIEST"- Nov-2009 der KiGa-Theater AG lesen Sie BITTE links auf  dem Buttom -kunst + kultur EXTRA- und LOKALES

Kurz vor Heiligabend wurde in liebevoll-aufwändiger Handarbeit unter fachkundiger Anleitung des Mainzer Paters Thomas Kroiß OMI ein komplettes Krippenensemble mit wertvollen Figuren fertig! 

Pia Ermel (v. li.), Krippenbauer Heinz Zinnecker, Ute Reidenbach-Dönnhoff, Nadja Kehrein, Sabine Biegel, Nicole Dönnhoff, Initiator Wolfgang Riek und Anne Weck.

  Der Erlös des Weihnachtsmarktes 2008 in der Dorfmitte unter der Initiative von Wolfgang Riek und vieler Helfer bildete dazu den Grundstock. Heinz Zinnecker gestaltete in einem angemessenen Maßstab den Stall und die ganze Umgebung: Die Figuren sollten nicht „von der Stange“, sondern etwas aufwändiger gestaltet sein. Also wurde der im Bereich Bibliodrama und Biblische Figuren ausgebildete Exerzitienleiter Pater Thomas Kroiß zu Rate gezogen. Alle Figuren haben einen Bleifuß und sind aus Samt und Seide mit hochwertigen Stoffen und Brokatapplikationen einzigartige Unikate. Zwei ganze Tage lang wurde im evangelischen Gemeindehaus neben der Martinskirche gewerkelt, genäht und die Anordnung des ganzen Ensembles im Team besprochen. Die Figuren sind robust und standhaft nach einem religiös-pädagogischen Konzept hergestellt. Ihre Hartschaumköpfe wurden individuell geformt: „Es ist kein Zufall, dass die menschlichen Gestalten kein Gesicht haben“, erläuterte Pfarrer Hansjörg Biegel. Dies ist wie die Körperhaltung und Gebärden der Figuren angedeutet, lässt für jeden Betrachter individuellen Interpretationsspielraum zu und soll einen ungewöhnlich leichten Zugang zu den biblischen Geschichten ermöglichen. „Man kann sich selbst mühelos darin hinein versetzen“, sagte der Pfarrer und dazu zählt auch, dass die Heiligen Drei Könige samt Karawane noch auf dem Taufbecken im Vordergrund ihren Platz haben und erst im neuen Jahr zur Krippe kommen. Die passenden Tiere dazu konnten ebenfalls erstanden werden. „Voller Stolz und Dankbarkeit wollen Pfarrer Biegel und das Presbyterium der Gemeinde am Heiligabend in der Meddersheimer Martinskirche dieses Gemeinschaftswerk  präsentieren“, freute sich Wolfhart Dhonau. (Dez.2009 Bild Nr.2035)



Eisweinlese der Rheingrafenberg-Winzer bei Minus 16 Grad

MEDDERSHEIM: Prall gefrorene Trauben kullerten in die Leseeimer

Txt-WGM: Das Warten hat sich gelohnt. Am Samstag den 19. Dezember konnten die Winzer vom Rheingrafenberg endlich die für die Eisweinernte vorgesehenen Trauben einbringen. Eisweine können erst bei Temperaturen von wenigstens 8 Grad Minus geerntet werden. Erst bei solch niedrigen Temperaturen ist das Wasser in den Trauben so tief gefroren, dass beim späteren Pressvorgang von der Kelter nur der konzentrierte Traubenmost abfließt und der Wasseranteil als Eis auf der Kelter verbleibt. Um den Bestand an Eisweinen durch eine entsprechende Ernte des Jahrgangs 2009 wieder aufzustocken, hatten die Mitglieder der Winzergenossenschaft Rheingrafenberg in einer Meddersheimer Weinbergslage Trauben im Herbst hängen lassen, um entsprechende Frosttemperaturen abzuwarten.

Bilder 2019-2020- Dez. 2009:  Um die vollreifen aber noch gesunden Rieslingtrauben vor der Witterung zu schützen, hatten die Winzer die Traubenzone mit Folie geschützt. Es verging aber Woche um Woche, ohne dass die erforderlichen Frosttemperaturen eintraten. Dann endlich meldeten die Meteorologen für die 51. Woche des Jahres  tiefere Frosttemperaturen, dies ließ die Winzer hoffen. Am frühen Morgen des 19. Dezember war es endlich soweit. Das Thermometer zeigte nicht nur die erforderlichen Minuswerte von 8 Grad, vielmehr wies das Thermometer unter 16 Grad Minus auf.

Selbst als über den Rebhügeln die Sonne aufging, blieb es bei diesen Tiefsttemperaturen. Gemeinsam machten sich die Mitglieder der Winzergenossenschaft an die Arbeit , entfernten die Schutzfolie und ernteten die verbliebenen Trauben. Diese waren so stark gefroren, dass sie wie Glasmurmeln in die Lesebehälter kullerten. Nach drei Stunden war das Werk Dank zahlreicher fleißiger Hände vollbracht und die Eisweintrauben konnten zum Kelterhaus transportiert werden, wo bereits eine der Traubenpressen vorbereitet war. Es dauerte Stunden, bis endlich die ersten konzentrierten Tropfen von der Kelter flossen. Der Pressvorgang wurde die ganze Nacht über fortgesetzt, bis endlich rund 240 Liter konzentrierter Traubenmost gewonnen waren. Die Mostwaage zeigte hochkonzentrierte Fruchtzucker- und Extraktwerte von ca. 164 Grad Öchsle auf. Daraus – so Kellermeister Otmar Loch zu den stolzen Winzern - werden wir einen hervorragenden Riesling-Eiswein Jahrgang 2009 gewinnen können. Natürlich wird es Wochen dauern, bis der Most, der nicht nur hohe Fruchtzuckerwerte, dichte Rieslingaromen, sondern auch entsprechend hohe aber reife Weinsäurewerte aufweist, die dem Eiswein eine besondere Frische und Eleganz verleiht, vergoren ist und nach einer entsprechenden Ausbau- und Lagerphase endlich auf kleine 0,375 ltr-Flaschen gefüllt werden kann. Damit findet ein hervorragender Weinjahrgang 2009 bei der Winzergenossenschaft Rheingrafenberg seinen krönenden Abschluss.



MEDDERSHEIM. Wie schon seit vielen Jahren kurz vor Weihnachten besucht die Meddersheimer Feuerwehr im Rahmen der jährlichen Brandschutzaufklärung den Kindergarten „Auf der Hohl“. Anhand von Bildern und Versuchen wurde es den Kindern dabei nie langweilig. Wie gefährlich brennende Gegenstände wie etwa Wunderkerzen in der Wohnung sind, und wie schnell gerade vor Weihnachten der Adventskranz oder der Tannenbaum Feuer fangen können, blieb nicht unerwähnt. Aber auch Einsatzfotos über Waldbrände, Tierrettung und Technische Hilfeleistungen ließen die Kinder hellhörig aufhorchen.

 Vorschulkinder wurden speziell unterrichtet, etwa, wie man unter der Feuerwehr-Nummer 112 einen Notruf meldet. Nacheinander wurden die drei Gruppen zuerst im Turnraum und später im praktischen Teil am Feuerwehrauto informiert. Dabei wurde deutlich, dass die Kinder schon genau wissen, worauf es ankommt. Wehrführer Jan Hey „macht das immer sehr schön und hat zu den Kindern ein gutes Verhältnis aufgebaut“, lobte Kindergartenleiterin Anne Weck diese vorbildliche Präventionsarbeit. (Bilder 2014 / 2015 -Dezember 2009).



Bild 1989: Lose werden verkauft für eine Tombola mit über 200 Preisen. Bild 1990: Premiere: Die "Rabbits" - Meddersheimer Häschen tanzten Bild 1991: Waren dankbar über die dargebotenen Beiträge der Gruppen

Beim 30. Seniorennachmittag des CDU-Ortsverbandes  Meddersheim am 1.Advent 2009 wurde viel gesungen, getanzt und musiziert. Wie seit Jahrzehnten durfte eine traditionelle Weihnachtsgeschichte von Horst Ponert als fester Bestandteil nicht fehlen, sie kam dieses Jahr aus Amerika. Vorsitzende und Bürgermeisterin Renate Weingarth-Schenk begrüßte. In einer Gemeinde „müsse das Miteinander wichtig sein, Werte und Traditionen gepflegt werden“, sagte sie. Sie hatte mit zahlreichen Helfern und „guten Geistern“ die Tische festlich gedeckt und eine große Tombola zusammen getragen. Dieses Jahr unterhielt und begleitete die Akkordeongruppe Wagner den weihnachtlichen Gesang. Die Tanzgruppe der Landfrauen Waldböckelheim und Meddersheim unter Leitung von Silvia Brächer zeigte Tänze und die Annen-Polka. Ihre Premiere hatte die neu formierte Meddersheimer Kindertanzgruppe um Katja Bamberger und zeigte einen Fliegertanz. „Dancing Rabbits“ in Anlehnung an die seit altersher bekannten „Meddersheimer Hasen“ wollen sie sich nennen. Die Mädels tanzten zu sechst, die Hälfte fehlte krankheitsbedingt. 1980 hatten Bernd Höll und der allzu früh verstorbene Wolfgang Schmidt diese Veranstaltung aus der Taufe gehoben, beim 30.ten  Seniorenkaffee am Sonntag, dem 1. Advent, wurde jedoch kein Besucherrekord vermeldet. Kleine Gedichte und Geschichtchen trugen die Anwesenden vor, gemeinsam wurden viele weihnachtliche Weisen gesungen.  



 MEDDERSHEIM. WARTEN auf den EISWEIN! Während die letzten Weißweine im Keller hörbar blubberten und ihre Gärung zu Ende bringen, herrschte gestern beim Weihnachtsmarkt in der proppenvollen Winzergenossenschaft Rheingrafenberg nicht nur Parkplatznot, sondern auch angespannte weihnachtliche Vorfreude: Die Mitglieder stehen in den Starlöchern, erwarten in diesen Tagen sehnlich Frost und klirrende Kälte. Genau wird der Wetterbericht verfolgt, denn es hängt erstmals nach sieben Jahren wieder Eiswein als Rarität am Rebstock.  Im Meddersheimer Rheingrafenberg hängen mit Folie und hermetisch eingezäunt auf über 1.200 Quadratmeter noch hochwertige Rieslingauslese- Trauben am Stock. 

„Zwar ist Eiswein bei uns nur Renommierwein, eine Prestigeprodukt zur Sortimentsergänzung, aber in diesem Jahr sollte uns erstmals wieder nach 2002 ein wertvoller Tropfen gelingen“, schätzt der Nußbaumer Vorstandsvorsitzende Jürgen Sponheimer. Eisweinernten gab es nur wenige: Bekanntlich blieben infolge Übermenge 2002 viele Trauben hängen, damals konnte bereits im November die Eisweinernte eingefahren werden. 1998 wurde am „Bündelchestag- zwischen den Jahren“ gelesen, und 2003 wurden die Trauben im Rheingrafenberg geklaut, die Diebe bisher nicht ermittelt. Kreisweit ist die 1928 gegründete Meddersheimer Winzergenossenschaft mit 20 Familienbetrieben auf weniger als 70 Hektar Rebfläche als „Vollablieferer“ im Anbaugebiet Nahe noch als einzige verblieben. Am Wochenende war traditioneller Weihnachtsmarkt mit über 20 Ausstellern auf zwei Etagen und im Hof. Zudem herrschte im Keller Hochbetrieb, wo die neuen Weiß-, Spät-und Grauburgunder aus der „S“- Klasse und ein exquisiter 2008-er Rotwein als „Highlights“ präsentiert wurden und absoluter Renner waren. Sicher saßen fröhliche Zecher zu allen Zeiten im Keller, nippten und tranken Wein. Aber diese „urigen Proben im Holzfass-Weinkeller“ mit extremen Sonderrabatten zählen zu einer 2001 begonnenen und groß angelegten Qualitäts-, Vermarktungs- und Modernisierungsstrategie unter Kellermeister Otmar Loch-Binz.

Bilder Oben: Im Keller 2021 und 2022: Dezember 2009

Bild 2023: Zur Weinprobe in den Holzfass- Keller lädt die WG öfters im Jahr ein!

Bild 2024: Frau Tedesco und zwei "Menschels-Kinder" im Verkaufsraum

   Mit der Anschaffung neun kleinerer Edelstahltanks in diesem Jahr, die ans Kühlsystem angeschlossen sind und dem individuellen Ausbau spezieller Lagen dienen, wurden in diesem Jahrzehnt „750.000 Euro investiert- kein Pappenstiel, auch nicht für die Mitglieder“, nannte die Geschäftsleitung Zahlen. Wie erfolgreich diese Strategie mit dem runden Meddersheimer Schutzheiligen St. Martin als Logo auf blauem Grund war, erläuterte Marketingstratege Peter Cech, einst Chefredakteur und Verleger der Fachzeitschrift „Selection“, bei der auch die amtierende Deutsche Weinkönigin mitarbeitet: „Plagiatpiraterie“ prangert Cech an und erläuterte dies gestern Nachmittag im Keller: „Wenn die Meddersheimer lieblichen Altenberg aus dieser Lage anbieten und Mitbewerber täuschend echt in der fast gleich aussehenden Liter-Flasche Nahe-Qualitätswein anbieten, zeigt uns das, dass wir auf den richtigen Weg sind“. Glücklich sei er darüber nicht, es gehe um Marktanteile im LEH und Supermärkten, und um Rebsortenweine; - Literwein ist Volumengeschäft! Trotzdem: Man sei gut aufgestellt und „alle Jahrgänge, die mit einer Zwei beginnen, mussten von der Qualität her mit immer neuen Attributen nach oben korrigiert werden“, informierte der Kellermeister, auch wenn dieses Jahr aufgrund der Qualität das Mengenziel nicht erreicht wurde.



November 2009: Nach Jahren für Feuerwehr neue Heizung!

Bild 1977: Das Feuerwehrhaus mitten im Ort am Altenberger Bach/ Rathaus

Nr. 1978: Wehrführer Jan Hey ist stolz wie ein Schneekönig über die Heizung

Bild 1979: Eine Bad Sobernheimer Firma sorgte für heimelige Wärme 



Klaut man den Meddersheimern "ihren" Heiligen St. Martin? 

(November 2009- Bild 1965)

 Nichts ist so begehrt, nichts zieht mehr an, als der Erfolg. Davon kann auch die Meddersheimer Winzergenossenschaft ein Lied singen: Plagiatmissbrauch und Täuschungsabsicht vermutet deren Marketingstratege Peter Czech: Sie  befürchten, dass man ihre Etiketten mit dem runden St.Martin-Logo auf blauem Grund  kopiert und nachmacht. Ja mehr noch, die Optik samt EtikettenLayout sei der grünen Meddersheimer Erfolgsflasche nachgeahmt, sozusagen "abgekupfert". Da werden dann von Mitbewerbern Flaschenweine mit billigererem Rebensaft angeboten. Es geht um Markanteile in Supermärkten, Discountern und Großabnehmer. Es geht um Rebsortenweine. Es geht um Literwein als Volumengeschäft. Rechts im Bild das Original mit lieblichem Altenberg, ein Lagenwein aus der Meddersheimer Erzeugergemeinschaft Rheingrafenberg aus einer Lage. Links ein trockener einfacher Riesling,  Nahe-Qualitätswein. Von überall an der Nahe her. Täuschend ähnlich. Die Konkurrenz ist hellwach, schlitzäugig wie Chinesen, so die Meddersheimer. 



St.Martin reitet und teilt seinen Mantel -Hunderte ging mit!    

Meddersheim Bild 1962 -November 2009: Meddersheimer, Bärweiler und Kirschrother Kinder, viele aus Nachbargemeinden + Eltern gingen mit.  

Bild 1963: Die drei Damen von der "Glühwein-Tankstelle", ganz rechts 1.Vorsitzende des KiGa-Fördervereins Ute Werle aus Meddersheim

Bild 1964: Nach der Kirche begleitete die Feuerwehr den Umzug wie jedes Jahr an den Rasselbande Ki-Garten "Auf der Hohl", wo das Martinsfeuer loderte.


2009-er Qualitat super- Menge geringer- Zahlen/Daten/Fakten

Nahe im Dornröschenschlaf? Regionalität stößt an Grenzen.

Bild 1966-November 2009- Das Quartett tellte den 2009 ´er vor: superqualität! 1967: Kleinere gekühlte Tanks wurden angeschafft Bild 1968: Das unverwechselbare Symbol  der WG Meddersheim- der Hl. St Martin

Kellermeister Otmar Loch-Binz sagte "allen Jahrgängen, die mit einer 2 beginnen", beste Qualität nach. Nach dem 2003-er Jahrgang habe man ständig steigende Attribute wählen müssen. 1928 wurde die WG Meddersheim gegründet, heute ist sie noch die einzige selbstständige Winzergenossenschaft des Anbaugebietes "Nahe". Im Namen der Erzeugergemeinschaft "Rheingrafenberg" kommt die lange Tradition und das Qualitätsstreben  hochwertiger Weine aus besten Lagen zum Ausdruck. 20 Familienbetriebe bewirtschaften rund 80 Hektar und sind "Vollablieferer"- sie liefern ihre gesamte Traubenernte ab. Damit wird gewährleistet, dass die Mitglieder der WG wie ein großes Weingut seine Rebfläche mit besonderer Liebe und persönlichem Engagement bewirtschaftet. Um die Jahrtausendwende habe man mit einem Fünf-Jahres-Plan die WG modernisiert, wettbewerbsfähig und zukunftsfit gemacht, schon früh sei von Masse auf klasse und Selektion umgestellt worden. Peter Czech ist Projekt- und Eventmanager, zuständig fürs Marketing. Den Vorstand bilden Vorsitzender Jürgen Sponheimer (geb.1959, Nußbaum, 8 ha Rebfläche) sowie die Meddersheimer Rainer Schönheim (geb.1964, 9 ha Rebfläche) und Helmut Weck, (geb.1950, 2 ha Rebfläche). Geschäftsführer und verantwortlicher Kellermeister ist Otmar Loch-Binz, Aufsichtsratsvorsitzender Wilfried Jetter (geb.1943, Bad Sobernheim, 5 ha Rebfläche) sowie Mario Venter (Weiler, geb.1979, 5 ha Rebfläche), Freimuth Horstmann (geb.1971, 2 ha Rebfläche) und Frank Mohr (geb.1971, 8 ha Rebfläche). Die Lagen der 15 angebauten Rebsorten liegen in Meddersheim, Kirschroth, Bad Sobernheim, Weiler, Nussbaum, und Hargesheim bei KH.

Bild li. Nr: 1969- November 2009: Ernteerträge 2008 /2009 im Vergleich:

Das Ernteergebnis schrumpfte von über 600.000 Liter auf 510.000 Liter in diesem Jahr. Die durchschnittlichen Mostgewichte lagen zwischen 85 und 96 Grad und damit im Schnitt mehr als zehn Grad höher wie im Vorjahr. Die Konsumenten dürfen sich auf eine tolle Qualität des Weinjahrgangs 2009 freuen, sagte Kellermeister und Dipl.Ing.Önologe Otmar Loch-Binz. 2008 kamen 230.000 Liter Riesling ins Fass- 2009 nur 215.000 Liter- Weißer Burgunder 16.000 ltr, gegenüber 39.000 ltr. im Vorjahr. Grauburgunder 15.000 Liter (2008: 21.000 ltr.), Müller-Thurgau 60.000 ltr, (80.000). 



„Natur pur“ pries dieses Team Adventskränze an: Individuell mit Engelshaar, kleinen Zieräpfeln, Dekoband, Nüssen, Tannenzapfen, trockenen Orangenscheiben auf handgewickelten nadelfesten Nobilistannenzweigen künden die duftenden Kränze als wahre Hingucker die Adventszeit  an…

 MEDDERSHEIM. Viele helfende Hände und Förderer: Vor den Erfolg haben die Götter bekanntlich den Schweiß gesetzt: „Der November gehört ganz dem Kindergarten“ sagt „Tante“ Anne Weck, die Kindergartenleiterin, und freut sich auf viele Mitstreiter, Eltern und Helfer vor und hinter den Kulissen. Angefangen beim Martinszug über die Kuchenspenden bis hin zur aufwändigen Bühnendekoration. Da wird in allen Räumen des Kindergartens in mehreren kleinen Gruppen handwerklich gebastelt und liebevoll gewerkelt, während jeden Abend im Gemeindesaal die Proben zu den drei Aufführungen „Die Schöne und das Biest“ auf Hochtouren laufen. Es ist das 20.Stück in Folge, das am Freitag und Samstag drei Mal aufgeführt wird, nebenan im kleinen Saal erwartet die Besucher ein großer weihnachtlicher Basar.  Der November ist für den über 50 Mitglieder zählenden Förderverein Haupteinnahmequelle. So wurden neues Inventar und Spielgeräte im Außenbereich in fünfstelliger Höhe angeschafft, nun steht weiteres Mobiliar und eine Puppenecke auf der Weihnachtswunschliste. Vorsitzende Ute Werle und des Fördervereinsvorstands größter Wunsch war es, einmal allen Gönnern und Helfern ausdrücklich zu danken, die namentlich nicht genannt werden wollen, und es so dem Förderverein ermöglichen, dass viele Dinge zum Wohle der Kinder und für den reibungslosen Ablauf angeschafft werden können. (Bild 1955-November 2009) 



Meddersheim November 2009: Kein Jagdglück: Von wegen „Dumme Sau“: Schwarzwild sucht keine Plätze „unter dem Wind“, wie dies im Jagdjargon heißt, sondern bevorzugt mit Vorliebe Plätze, wo es Trocken ist. Anscheinend haben im Freilichtmuseum auch die „Buschtrommeln“ unter den Rotten funktioniert, jedenfalls seien Wildschweine in der Nacht zuvor noch da gewesen, wussten Einheimische. 

BILD 1932: Hegeringleiter Klaus Nieding mit Frau Petra, einer Falknerin Bild 1933: Vorm Schul-und Backhaus im malerischen Freilichtmuseum Bad Sob! Bild 1934: Halali der Bläsergruppe signalisiert: "Jagd aus!".

Dennoch: Alles lamentieren und noch soviel Jägerlatein konnte nicht darüber hinwegtrösten, dass sich die Säue aus dem Staub gemacht hatten und die Jäger das Nachsehen hatten. Wild reagiert sensibel, auch die Kommunikation stimmt, und so war der Jagdgesellschaft um Hegeringleiter Klaus Nieding aus 85 Jägerinnen und Jägern, Treibern, Hundeführern und Jagdhornbläsern im Revier Bad Sobernheim I rund ums Freilichtmuseum im Nachtigallental wenig „waidmannsheil“ beschert. Lediglich Erich Heiser erlegte ein Bockkitz. „Das Wetter war lausig“, entschuldigte sich der Meddersheimer Klaus Nieding bei seiner Jagdgesellschaft noch vor dem imposanten Halali-Blasen „Jagd vorbei“ beim Strecke legen zwischen den Schwedenfeuern. Dafür ging es beim anschließenden „Schüsseltreiben“ in der Museumsgaststätte feucht fröhlicher zu, als hernach das hohe Jagdgericht tagte und augenzwinkernd „ganz schwere Jagdverfehlungen“ ahndete. Beispielsweise wurde der Erlegerbruch auf die falsche Hutseite gesteckt! So etwas zog natürlich zur Freude der Teilnehmer Konsequenzen nach sich. Nieding dankte ausdrücklich den Jagdaufsehern Oliver Dorn und Hans Nolden. Diese große Bewegungs-Treibjagd findet im Rahmen eines dreitägigen Bad Sobernheimer Jagdwochenendes statt, und so waren viele Gäste und Touristen aus der ganzen Bundesrepublik, aus dem westfälischen Aurich, aus Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und Brandenburg in der Naheregion zu Gast und bekamen ein volles Programm geboten. Die Damen erwartete ein Extraprogramm in Sekt-und Weingütern. Alle Teilnehmer seien begeistert gewesen, teilte sichtlich zufrieden Klaus Nieding mit. Am Sonntagmorgen lud Jägerin und Falknerin Petra Nieding gemeinsam mit Falkner Dieter Schiele zur Beizjagd auf Rabenkrähen und Elstern, den Abschluss bildete am Sonntagnachmittag die Hubertusmesse an der Kapelle Linz-Ockenfels. Am Freitag dem 13. November heißt es ab 15 Uhr „mit dem Jäger auf der Pirsch“, wo Wildschweinsuhlen besichtigt werden können, besonders schöne Naturflecken oder die Ökologie des Waldes von Experten erklärt werden. Anmeldungen über die KTI Bad Sobernheim.



Rückblick: 2006 wurde "Das Kleine Gespenst" gespielt...

Bild 1915- November 2006: Eine große, begeisterte Laienspielschar ist aktiv. Bild 1916: Strahlende Kinderaugen im vollbesetzten Meddersheimer Gem-saal! Bild 1917: Das Kleine Gespenst bei "Tante" Anne Weck verkörperte Katja Bamberger
HEYLIVE KOMMENTAR

Kommentar Woche Nr. 47-48 -2009 Regional

ZWISCHENRUF lesen

 

 NAHAUFNAHME- NACHGEDACHT: Ob bei diesen Bildern oben oder bei anderen Bildern wie Konzerten, Theateraufführungen, Sport-und Vereinsfesten, Konzerten, der Fotograf steht oft zwischen den Fronten. Nicht selten fühlen sich Gäste, Zuhörer und Zuseher, wie auch immer, gestört, genervt oder unpässlich eingeschränkt, und lassen den Chronisten und Reporter dies gerne wissen. Anders ist es bei Vorankündigungen und Werbung, das können ein-und dieselben Zeitgenossen nicht genug bekommen. Es passiert oft, dass bei feierlichen kirchlichen Anlässen nicht fotografiert werden darf, und der Herr Pastor dies im Vorfeld regelt. Wenn aber dann in den ersten Reihen mit Handys geblitzt und fotografiert wird, stellt man doch schnell fest, dass nicht alles auf der Höhe seiner Zeit ist und "Picture-Networks", Internet, "wer kennt wen" oder Privatvideos auf YouTube das Maß aller Dinge und das Salz in der Suppe sind. "Crossmedia", alles schnell in Bild und Ton- jetzt gleich und sofort- kostenlos. Das ist die Zukunftsmusik....!?  



Kids proben mit Katja moderne Tänze ein!

Die sechs- bis achtjährigen Celine Bamberger, Selina Buch, Julia Frank, Jennifer Gräff, Jule Hayer, Chiara Hey, Emily Hey, Hannah Jahnke, Anna Menschel und Lara Treukann beliebte Choreografien wie „Fluch der Karibik“ ein. So wiegen und wippen sie hin und her, die eine Hand lässig auf das Knie gestützt, die andere altgescheit zum Ausguck über den Augen, und geben synchron schon ein gutes Bild ab. Am Schlussbild muss noch gefeilt werden.

 MEDDERSHEIM. Erstmals nach Jahrzehnten probt wieder eine klassische Kindertanz-Formation. Seit Monaten wird geprobt. Zum diesjährigen Weinfest hatte es mit einem Auftritt noch nicht geklappt, gingen die Kinder beim Empfang der neuen Naheweinprinzessin noch mit Blumen vorneweg. Nun haben sich weitere Schülerinnen hinzugesellt und proben jede Woche donnerstags. Meddersheimer Eltern sind sehr erfreut über „dieses zarte Pflänzchen“, ihr erster Auftritt ist beim 30. Seniorenadvent der CDU im Gemeindesaal vor großem Publikum mit dem „Fliegerlied“ geplant. Auftritte zur Kerb und am Weinfest sind jetzt schon fest terminiert.  Als weiteres themenbezogenes Metier kommt 2010 „Afrika“ hinzu. Sie seien mit „Freude und Eifer dabei und mögen alles, was in dem Alter `in` und modern ist“ weiß Katja Bamberger. Die 28-jährige gelernte Steuerfachangestellte und Buchhalterin stammt aus Baumholder, stand dort in der Bütt und tanzte in der Karnevalsgesellschaft (BKG) Gardetanz. Katja Bamberger kann Kinder begeistern, sie wohnt seit Jahren in Meddersheim, wo sie wiederholt durchgängige Rollen wie das kleine Gespenst, Meerjungfrau Arielle oder Blondschopf Michel aus Lönneberga in der Theater-AG des „Rasselbande“- Kindergartenfördervereins spielte Auch in der aktuellen Aufführung „Die Schöne und das Biest“ ist sie in einer Hauptrolle zu sehen.  (Bild 1910- November 2009)   



Mein Freund der Baum gehört nicht hierher.....

Der Altenberger Bach bei Hochwasser

Hier unzumutbar - so Anwohner

Bilder 2007 + November 2009- 1906-1907-1908-1909

....ohne die Ökologie und Ökonomie fundamental in ihren Grundfesten ins wanken bringen zu wollen, und bei allem Umweltgehabe, gesetzlichen Belehrungen und Bevormundungen: Dieser Baum steht an der falschen Stelle!  Anwohner kehren und fegen bis in den Februar hinein faulende Blätter nicht nur von ihrem Eigentum und Bürgersteigen. Gullys sind verstopft. Die Straße mitten im Ort wird glitschig, quietschende Autoreifen an der gefährlichen Kreuzung sind gang und gäbe. Armdicke Äste fallen im Frühjahr und Sommer ab, wenn der Baum voll im Saft steht und die große Angriffsfläche dem Wind Tribut zollt. Tauben thronen und lachen. Aber: "Die Verkehrssicherheit sei nicht gefährdet, der Baum kerngesund", so die lapidare Antwort des verrenteten Försters Bernstorff. Nur: Kann solch ein Moloch nicht besser am Ortsrand oder im Wald stehen?    



Der Raserei Einhalt gebieten ist seit Jahren Thema: Probleme sind der Durchgangsverkehr in Nachbarorte, erhöhtes Verkehrsaufkommen wegen Umleitungen (z.B.Rehborn ) und zunehmend Schwerlastverkehr. Erneut waren Friebert Lohner vom Landesbetrieb Mobilität und Ralf Hey vom VG-Ordnungsamt vor Ort um alle Möglichkeiten auszuloten. Ergebnis: Nach umfangreichen Messungen im Frühjahr sollen in jedem Falle Straßenverengungen und seitens des Rates weitere zukunftsweisende Entscheidungen getroffen werden. 

Bild 1912: Viel Verkehr an der WG Meddersheim- ein neuer Kreisel soll hin 

Bild 1913: Bürgermeisterin, Rat und vom LBM Friedbert Lohner diskutierten

Bild 1914- November 2009: Sogar eine Ortsumgehung wurde erörtert....

Die Kosten eines Kreisels an der Winzergenossenschaft, der vor den Wahlen auch als Zuwegung ins dort geplante Wohn-und Mischgebiet schon vorgestellt wurde, bezifferte Lohner auf rund 300.000 Euro, deren Baukosten „ausdrücklich nicht zu Lasten des Landesbetriebes Mobilität gehe“, sprich an der Gemeinde hängen bleiben wird. Auf der Wunschliste stand auch ein Kreisel ins Neubaugebiet „Im Wiesengrund“. Erster Beigeordneter Karl Curt Bamberger brachte „lang-und mittelfristig“ eine Variante Ortsumfahrung am nördlich gelegenen Friedhof vorbei auf die Sobernheimer Straße, quasi von Kreisel zu Kreisel, ins Gespräch. Vordergründig sei jedoch eine zwingende Verkehrsberuhigung mittels Leitschwellen oder aufgeschraubter Fahrbahnverengung nötig, etwa wie am Ortseingang Odernheim.„Tut etwas, macht mehr Kontrollen!“, fordern seit Jahren Anwohner, nur dadurch seien Raser effektiv zu bremsen. Alle Maßnahmen müssen einen sinnvollen Effekt haben, dürfen aber „juristisch keine Verkehrsbehinderung sein“, erklärte der Experte des LBM den Spagat. Ralf Hey vom Ordnungsamt informierte, dass die Verkehrsüberwachung mit Radarkontrollen auf die Kommune übertragen werde und kommt. Die Raserei an allen Ortseingängen hat Bürgermeisterin Renate Weingarth-Schenk von ihrem Vorgänger Tilo Krauß geerbt. Auf den Asphalt aufgemalte Piktogramme „50“ zeigten keine Wirkung. Mehrfach schon stand der Gemeinderat an gleicher Stelle. Viel zu schnell fahren nach Meinung des Rates und der Anwohner die Autos von Meisenheim kommend die abschüssige L 376 in den Ort, auch an der Winzergenossenschaft auf der L 232 aus Richtung Merxheim in der Ortsdurchfahrt („OD“) werde gerast. Hier steht oft eine Geschwindigkeitsmessanlage, mit der man in Meddersheim gute Erfahrungen gemacht habe, auch wenn Jugendliche kurioserweise rückwärts fuhren um ihre Geschwindigkeit zu messen und dort auf ein parkendes Auto krachten. Eine zweite Messanlage soll 2010 angeschafft werden, versprach die Bürgermeisterin. Die Akkus seien zu schnell leer, nun sollen die Dorflampen angezapft werden:„Autos abstellen und Parken“ wurden erneut Stimmen laut. Matthias Menschel vom Kurhaus beklagte sich ebenfalls über zu schnelles Fahren: „Dem Lieferservice einer Merxheimer Fleischerei wurde vor Jahresfrist die Vorfahrt genommen, die Platten schlugen Purzelbaum. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dort ein schwerer Unfall passiert“, warnte Menschel. Neuralgischer Punkt auch der Engpass „OD“ An der Traube / Weingut Harald Hexamer, wo Tempo 30 gilt, und eine Einbahnregelung bis hin zur Verbannung des Schwerlastverkehrs und die Zuständigkeiten der Baulastträger (Gemeinde/Kreis/Land) diskutiert wurde. Hier sind die Anwohner nach wie vor sehr unzufrieden, sehen Handlungsbedarf und fordern mehr Sicherheit.



Vor 10 Jahren: RÜCKBLICK: MILLENNIUM 1999 /2000 - Viel Lärm um nix!

MEDDERSHEIM: Der GROßE KNALL mit WELTUNTERGANG blieb aus: Was war das im Vorfeld ein Gedöns: Biblische Propheten ("Einmal 1000 und nie wieder 1000") und selbsternannte nebulöse Wahrsager sahen in dieser Nacht den "Bigbäng" voraus: "Flugzeuge fallen vom Himmel, die Kommunikation und der Datentransfer brechen mit all seinen Folgen zusammen. Und in der Tat wurden im ganzen Land Krisenstäbe gebildet, Feuerwehrleute standen in Montur Einsatzbereit. Notstromaggregate wurden angeworfen, Batterien aufgekauft, Lebensmittelvorräte gebunkert,..... nix passierte. Auch der Millenniumssekt versauerte in den Regalen. Nur vereinzelt wurde auf den Marktplätzen gefeiert. In Bad Sobernheim lud der HSV zur Party, in Meddersheim arrangierte die Fleischerei Hey mit 140 Gästen eine große Silvesterparty mit 55 benannten Speisen+Gerichten, Lifemusik, buntem Programm, Feuerwerk und Wunderkerzen. Nach Mitternacht gab`s Pellkartoffeln mit Hering. Es war ein stimmungsvolles Fest, von dem alle, die dabei waren, noch heute schwärmen. Fünf Gebäude der Weinbaugemeinde als Deko hingen auf, sogar ein eisenbereifter Ährenwagen wurde in den Saal geschafft. Wann sieht man so etwas schon? (Bilder einer Jahrtausendfeier: Nummer 1842-1843-1844-1845)



Rückblick 2005: Herrlicher Bauchtanz beim Kindergarten-Theater im Meddersheimer Gemeindesaal. Da schauten Groß und Klein gerne zweimal bei diesem Bauchtanz und den tollen Kostümen bei "Aladin mit seiner Wunderlampe" hin. Jedes Jahr führt der Ki-Ga-Förderverein um "Tante" Anne Weck ein sehenswertes Stück drei Mal im Gemeindesaal auf"- (Bilder von 2005 Nr.1828-1829-1830)



IMPRESSIONEN IM HERBST 2009 RUND UM MEDDERSHEIM

1784: Blick gen Norden, Meisenheimer Straße aus. Das große blaue Silo zwischen Hintergasse + Neugasse wurden per Kran abgebaut. Im Hintergrund Nußbaum.  Bild 1785: Blick zur Schliffges-Mühle vom Meddersheimer Sportplatz aus. Die Nahe führte hier im Oktober viel Wasser. Bild 1786: Ein paradiesisches Kleinod mit Hühnern und Gänsen, Enten und Ziegen, Eseln und Streuobstwiesen: Blick von der Römerstraße Richtung Hohl
Bild 1787: Peter Orloff singt: "Zwischen Kirche und Kneipe, fängt das Leben.... 1788: ....erst an". Tolles Ensemble im Ortskern, das Weinfass schließt 10/2009 Bild 1789: Blick Richtung Bad Sobernheim Der Kirchturm überragt die Dächer...


Meddersheim/BadSob: (oktober 2009) 17 Kinder, darunter viele Meddersheimer, nahmen gestern im Freilichtmuseum im Rahmen des Herbstferienprogramms an einer historischen Schulstunde im Schul- und Backhaus Neuwied-Heddesdorf teil.

Bild 1819: Fräulein Lehrerin war aus Staudernheim, Studentin Marina Zahn 1820: Emily Hey (7)aus Meddersheim grübelt mit Griffel vor  Laientafel Bild 1821: Der Rohrstock war immer griffbereit- aber die Schüler waren lieb

Eigentlich stand das Thema „Wasser, Wäsche waschen, und mit allen Wassern gewaschen“ im Stundenplan, doch aufgrund der kühlen Temperaturen musste der gesamte „Ferienfahrplan“ umdisponiert werden. Viele Jugendliche nahmen daher nicht zum ersten Mal an einer historischen Schulstunde teil und kannten bereits Zucht und Ordnung, die Gepflogenheiten, strenge Sitten und Bräuche vor gut 100 Jahren. Der alte gusseiserne Holzofen verbreitete in dem tiefen Klassenzimmer heimelige Wärme. „Fräulein Lehrerin“ war aus Staudernheim Marina Zahn (24), eine Geschichts-, Politik- und Buchwissenschaftsstudentin an der Mainzer Johannes-Gutenberg Universität.  Es war eher selten, dass früher (unverheiratete!) Lehrerinnen Unterricht hielten, auch, dass die Schüler Holzscheide zum Heizen selbst mitbringen mussten, erfuhren viele Kinder erstaunt. Meist stand der Lehrer neben dem Abakus, einem großen Rechenschieber, und hatte vom erhöhten Katheder (Stehpult) die ganze Klasse im Blickfeld. Dass die Schüler aufschauen mussten, hatte mehr noch eine symbolische Bedeutung. Zucht und Ordnung war angesagt: „Sprechen, Albern, Flüstern, Hin-und Herrücken“ waren nach der Schulordnung nicht erlaubt. Der Rohrstock lag immer griffbereit. Und was war früher noch anders als heute? In die zahlreichen Zurufe wie Schiefertafeln oder großformatige Erdkundekarten und ABC-Tafeln in Sütterlinschrift fielen den Kindern auch „viele Spinnweben“ oder „die unbequemen Sitzbänke“ auf. Lesen, Schreiben, Rechnen und Religion waren Hauptfächer, meist stand die Schule auch unter der „Fuchtel“ eines Pfarrers und so waren Kirchenlieder und Psalme aufsagen an der Tagesordnung. Berufsvorbereitungen wie heute gab es nicht. Der Weg sei vorprogrammiert gewesen: „Mädchen wurden Mütter und Hausfrauen, die Jungs halfen in der Landwirtschaft, in Feld und Wald mit und traten meist in die Fußstapfen und den Beruf des Vaters“, erklärte Marina Zahn. Die Schüler gestern im Freilichtmuseum machten sich einen Spaß daraus, mit Griffeln auf der Schiefertafel zu schreiben und bekamen schon nach einer Stunde ein ansehnliches Zeugnis dazu.Wie wird aus Korn Mehl? Wie viele Eimer Wasser wurden früher am Tag aus dem Brunnen geholt? Wie sah früher die Kindheit auf dem Lande aus und warum ist der Stall neben der Küche? - all diese Fragen werden über die Woche beantwortet. Die Kinder dürfen in gemeinsamen Führungen selbst dreschen und Waffeln backen, sie erfahren viel Wissenswertes darüber, wie sich der Tagesablauf in der Landwirtschaft und das Zusammenleben von Mensch und Tier in früherer Zeit gestalten. Museumstiere dürfen gefüttert und den Handwerkern beim Schmieden, Spinnen und Weben über die Schultern geschaut, und es darf auch viel selbst gewerkelt werden. Neue Museumspädagogin für die im Juli verabschiedete Patricia Altherr ist aus Hargesheim Monika Ebers, die noch in der Bad Kreuznacher Realschule An der Heidenmauer unterrichtet. „Interessant und sehr spannend seien die Ferientage“ freuten sich die Meddersheimer Erstklässler Yanik Fischer und Jule Hayer und dem könne sie sich nur anschließen, sagte Monika Ebers, die während ihrem Studium schon ins Museale hineinschnupperte. Nach der Hubertusmesse am 8.November schließt das Museum. Am 29. November und am 6. Dezember sind zwei Vorweihnachten (wir berichteten), mit etwas Glück könne in diesem Jahr noch an der magischen Besucherzahl von 60.000 „gekratzt“ werden. 2008 konnte diese Zahl wegen der Landesgartenschau in Bingen nicht erreicht werden. 



Rückblick Okt/Nov. 2004: GASALARM IM "IM WIESENGRUND"

Bilder 2004-Nr. 1864-1865-1866

Bild 1864: Eile und höchste Vorsicht war bei einem Gasalarm "Im Wiesengrund" geboten. Die Feuerwehr war schnell da! Bild 1865: Samstagsmorgens bei Erdarbeiten von Privatleuten wurde eine Versorgungsleitung "angebaggert".  Bild 1866: Der Gefahrstoffzug des Kreises sowie die Pfalzgaswerke waren vor Ort und hatten die Situation schnell im Griff!


RÜCKBLICK 2004: Jugendraum war lange Thema und schlug hohe Wellen

Bilder Meddersheim:  Dez. 2004 Nr: --1875-1876-1877 (Text folgt hier im Anhang demnächst in kürze!) 

BILD 1875: Ein Kamerateam fing so genannte "O-Töne" ein und hakte nach.  Bild1876: Fast vollzählig angetreten, machten sie ihren Standpunkt deutlich Bild 1877: Im vierten Quartal 2004 wurden alle Seiten zufrieden gestellt. 


KEIN "PETRI HEIL" vergönnt!

Kein „Petri Heil“ war dem Meddersheimer Angelsportverein beim Raubfischangeln vergönnt. Zwar waren Vorsitzender Eberhard Weingarth und Vize Rolf Wienand über die Resonanz der Mitglieder beim Abangeln erfreut, aber bis auf wenige kleine Rotaugen als Köderfische zappelte kein Raubfisch wie Hecht oder Wels am Anglerhaken. Schon Anfang August beim Nachtangeln wurde nur ein Wels gefangen. Die Bedingungen im trüben Nahewasser am Sonntag seien eben nicht optimal gewesen. Es sei eher „ein erfolgloser“ Tag der Petrijünger gewesen, sagte Rolf Wienand, umso gütlicher ließen es sich die Teilnehmer am Grill auf dem Vereinsgelände an den Fischerbänken beim Jahresabschluss südlich des Naheufers auf der 3-Kilometer-Strecke Richtung Monzingen gehen.

Bild 1765 -11.10.2009 -v. li.: Adrian Stilgenbauer (8), Vater Arnd, Matthias Bamberger und Christoph Klatt 



Weinfest mit Stubbi-Bier sorgt für Nachhall - Polizeikontrollen - Ochs am Spieß! 

Bild Nr 1680: Vollbesetzte Ränge vor der Bühne: "Shup up +Dance" gabs zu sehen!  Bild 1681: Sali Tedesco und Werner Fett  auf der Brücke mit einem Ochs am Spieß  Bild 1682: "Tres Hombres" Marxe Buwe hatten in Meddersheim Heimspiel! 

Viel Trubel herrschte wieder beim weit über Meddersheims Grenzen hinaus bekannten  Weinfest. Die Gäste frönten schon zu Beginn des dreitägigen Events im Gemeindesaal der Großen Weinprobe, wo Entertainer Ramon Chormann als "De Pälzer" humorvoll fungierte: „Bei so viel Weck dacht` ich, ich wär doo bei de Bäckerinnung“ staunte der Shooting-Star aus der Mainzer Fastnachtsbütt und erklärte auch gleich, warum es bei so kleinen Gläschen "wein" Prob`haast: In de Palz werde halbe Schoppe getrunk un` keen so kleene Gläscher ausgeb- do muss ma joo Trääne in die Aach kriesche und weine!". Schlappmauls Elvira bekam ihr Fett aus seinem Programm "Hausmacher" ab, wo er die Woorscht salonfähig macht. Es war wohl die seit langem unterhaltsamste Weinprobe der Meddersheimer. 18 Proben kosteten 13 Euro plus zwei Euro Glaspfand.  Der Anstich des Original Meddersheimer Weinfasses im Ortsmittelpunkt erstmals durch die neue Ortsbürgermeisterin Renate Weingarth-Schenk und Beigeordneten war wegen dem „Freiwein“ ein gelungener Auftakt am Samstag, der Abend wurde empfindlich kühl. Trotzdem besuchten wie immer Tausende das Fest. Die Band "Borderline" aus Weimar sorgte wiederholt für die musikalische Umrahmung und spielte Hits für Jung und Alt. Die Polizei mit Jugend- und Ordnungsamt führte ab 21 Uhr bis nach 2 Uhr Kontrollen durch. Pizzawirt Sali Tedesco hatte in der Nacht Ochs am Spieß aufgehängt. Zum Frühschoppen am Sonntag spielte der MV Nahbollenbach. Für die Kinder war rund um die Kirche ein tolles Programm organisiert. So wartete der Förderverein Martinskirche mit einem Luftballonwettbewerb auf. Ein "Quiz für alle" hatte Meddersheimer Türen zum Thema. Der Auftritt der neu gewählten Naheweinprinzessin Christiane Koebernick aus Waldböckelheim am Nachmittag  war ein Besuchermagnet. Am Vorabend wurden erstmals im Bad Kreuznacher Kurhaus mit Koebernick, Eva Hirsch aus Laubenheim und Iris Graffe aus Münster-Sarmsheim drei Prinzessinnen gewählt, Carolin Spyra aus Niederhausen bei einer spannenden Wahlgala zur Naheweinkönigin gekürt. Der Weinschmeckerwettbewerb wurde durchgeführt, auf der Meddersheimer Weinwaage  die Tombola-Hauptgewinner in Wein aufgewogen. Die Bärenbacher Tanzgruppe "Shut up and dance" gab eine Einlage, "Tres Hombres" aus Meddersheim spielten unplugged. Neben den fünf Weinerzeugerbetrieben Bamberger, Hehner-Kiltz, Hexamer, Schlarb und der Winzergenossenschaft Rheingrafenberg waren weitere Festbeschicker bei der Ausrichtung des Weinfestes wie etwa der Apollo-Chor, der TuS Meddersheim, der Angelsportverein, Pizzeria Tedesco und die Landfrauen beteiligt. Ein Novum war, dass es erstmals Bier gab: Ausgerechnet das „Weinfass“ am Platze im früheren Kühlhaus mitten auf der „Weinfestmeile“ sorgte für den edlen Gerstensaft. Stubbis fanden neben Elsässer-Flammkuchen reißenden Absatz. Öffentlich beklagte sich Wirt Uli Ebbinghaus und kündigte nach dem Weinfest an, seine gastronomisches Engagement in Meddersheim zu beenden.



   MEDDERSHEIM- juli 2009-. Das 24. Internationale MSC- Treffen lockte Hunderte Biker auf das Clubheimgelände „Im Brühl“ und auf die Meddersheimer Nahewiesen. „Dies ist nur möglich, weil wir auch zahlreiche Gegenbesuche machen und die gewachsene Freundschaft pflegen“, sagte Vorsitzender Peter Anton. Das Augenmerk und die Vorbereitungen sind schon auf das 25. MSC-Treffen im kommenden Jahr gerichtet, dann soll es abgehen wie das berühmte "Rot-Mopedche!".......

Bild 1662: schlucken, schlucken, schluck... Bild 1663: So sehen Sieger+ Kumpels aus Bild 1664: Gaudispiele sind "in"

.....dann soll groß gefeiert und sonntags auch ein Programm angeboten werden. Peter Anton könne sich auch ein Ständchen des GV Apollo vorstellen. Es war mit der Resonanz aus dem Ort sehr zufrieden. Weitgereiste Motorradfreunde aus ganz Deutschland, aus Polen und die Rollerfreunde aus Karlsruhe ließen es bei den Meddersheimer Gastgebern bei schwül-heißer Witterung eher gemächlich angehen und suchten meist das Schwimmbad auf, oder unternahmen gezielt private Ausfahrten. Hoch im Kurs der Barfußpfad, die Kyrburg und die Felsenkirche in Idar-Oberstein, deutlich weniger gefragt dieses Jahr waren Wett- und Gaudispiele, selbst Dauersieger Werner Dell von den MF Wiesbaden „patzte“. Als am Samstag die Gruppe „Faltenrock“ Livemusik spielte, füllte sich das große Areal zusehends, die Band gastierte vor zwei Jahren schon einmal beim MSC, hat ihre Fangemeinde und wurde spontan für 2010 verpflichtet. Dutzende Campingzelte waren auf den Nahewiesen aufgebaut, auf den abgeernteten Feldern standen zahlreiche Wohnmobile. Erstmals wurde in feinen Gläsern Meterbier angeboten, was zum „Renner“ wurde. 40 der 50 Mitglieder waren im großen Festzelt, der Cocktail-Bar und den Grillständen im Einsatz und gute Gastgeber. Als größter Club war „Laschkorken“ aus Lohfelden in der Nähe von Kassel angereist. Sie legten mit den 29 Teilnehmern 8.900 Kilometer zurück und nahmen den Wanderpokal in Empfang. Schon am 21. August steht der Gegenbesuch der Meddersheimer dorthin im Terminkalender. Mit 20 Mitgliedern waren die Motorradfreunde Wiesbaden da, drittstärkste Gruppe war der MC „Lion“ aus Frankfurt. Die weiteste Anfahrt unter den Männern hatte Uwe Rude, bei den Frauen Bettina Jonson. Ältester Teilnehmer war Nikolaus Rosmanitz (76). Zu Ehrenmitgliedern des MSC Meddersheim wurde die Bad Sobernheimer Familie Langguth, Günter, Andrea und Tina Langguth, ernannt.   



"Jungwelse fangen zur Bestandsregulierung“- war bereits zum vierten Male klare Ansage seit Samstagabend beim ASV Meddersheim. „Mittlerweile machen Nachbarvereine mit, was die Notwendigkeit nur untermauert“, sagte Klaus Becker. Im vergangenen Jahr schon war die Aktion mit 14 Raubfischen und Beifang vom Erfolg gekrönt. Also riefen Eberhard Weingarth und sein neuer Stellvertreter Rolf Wienand erneut zu dieser „Nachtaktion“ auf, bis gestern Morgen um 7 Uhr lagen die Köder aus. Welse seien in unserer Region keine gebietstypischen Fische sondern eher nachtaktive Raubfische und wahre „Fressgiganten“, die vor Jahren „über den Rhein-Main-Donaukanal zugewandert sind und sich im Gewässersystem der Nahe ausgebreitet haben“, erklärte Eberhard Weingarth, seit 2000 ASV-Vorsitzender und war sich der Zustimmung des Fischereiverbandes gewiss. Er will „einer Plage vorbeugen“, verhindern, dass vom Besatz her der Fischbestand ins Ungleichgewicht abdriftet. Welse betreiben Brutpflege, ihr eigener Nachwuchs werde gehegt, gepflegt und beschützt und deshalb sei die Besatzdichte an Welsen auch von großen Exemplaren zu hoch. (Bildnr.1661-August 2009) 

Rolf Wienand (links), Vize des ASV Meddersheim saß mit Jungfischern an den Meddersheimer Fischerbänken und lauerte den „Fressgiganten“ auf.... Über 80 Mitglieder zählt mittlerweile der ASV Meddersheim, auch viele Jungfischer beteiligten sich an der gut drei Kilometer langen Strecke vom Bad Sobernheimer Gefach entlang der  Fischerbänke bis nach Monzingen. Die Köderfische stellte der ASV.



„Jäger meets` Harley- Wild things....“ unter diesem Motto verbrachten Mitglieder vom Harley- Davidson-Club Würzburg auf Einladung der Familie Klaus Nieding 2 Tage in Meddersheim.

 Für Harley- Fahrer geht es in erster Linie darum, die Welt zu erleben, und zu erfahren. Die Naheregion als viel gepriesene „deutsche Toscana“ mit all ihren touristischen Besonderheiten sowie die ganze Bandbreite und Wertschöpfung der noch relativ jungen Regionalmarke „SooNahe“ den Gästen näher zu bringen, das liegt dem sehr rührigen Meddersheimer Jagdpächter und bundesweit hoch dekorierten Wertpapier-Anlegerschützer und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, Klaus Nieding, besonders am Herzen. Natürlich wurden die Gäste nach einer Betriebsbesichtigung im Wein- und Sektgut Bamberger in der Römerstraße durchs heimische Jagdrevier mit einer lehrreichen und mit viel Hintergrundwissen voll gepackten Exkursion durch Flora und Fauna geführt. Dabei stand die Nachhaltigkeit des Ökosystems Wald, die Wildbretverwertung und –veredelung, eine anschauliche Demonstration samt Einsatz brauchbarer Jagdhunde im Fokus. Ein weiter Blick übers idyllische Naheland war dabei garantiert. Das deftige, jagdliche „Schüsseltreiben“ in der historischen Gaststätte Leister im Bad Sobernheimer Freilichtmuseum umrahmten stilecht Mitglieder der Jagdhornbläsergruppe Bad Kreuznach. Die Gäste aus dem Frankenland waren fasziniert von der herzlichen Gastfreundschaft an der Nahe, sie wollen schon bald wieder kommen....  (Bild 1567- Juli 2009)



von Bernd Hey Meddersheim: Nicht alles Gold was glänzt!

Exakt 400 Nichtwähler bei der Bürgermeisterwahl, 53 ungültige Stimmen und vier hämische und spöttische Anrufe gegen mich als unterlegenen! Kandidaten am Wahlabend sind keine nette Gesten. Was für ein Mob! Niemandem bin ich etwas schuldig!? Wiederholt wird mit meinen Unterstützungsunterschriften im negativsten Sinne hausiert. Unbescholtene Bürger werden damit konfrontiert, ihnen wird übel nachgeredet. Einige Bürger haben sich genau aus diesem Grund in schärfster Form mit Hängen und Würgen, mit Händen und Füßen gesträubt, mir eine Unterstützungsunterschrift zu geben. Wird so mit vertraulichen Daten und Namen umgegangen? Eine Unterstützungsunterschrift ist völlig unabhängig vom geheimen Kreuzchen in der Wahlkabine!

Sieht so die künftige Dorfpolitik und Integration der Neubaugebiete aus? Wurde etwa „nur“ jemand aufs Schild gehoben, der, so viele Zitate im Vorfeld: „..des Lesens und Schreibens mächtig ist...“, den Schreibkram erledigt und zentral Weinabsatz und –umsatz koordiniert, so wie dies viele Bürger vor der Wahl befürchteten?

Über 14 Tage sind seit der Wahl vergangen, erneut werden Bürger mit ihrer Unterstützungsunterschrift für mich konfrontiert und denunziert: Pizzeriainhaber Salvatore Tedescos traf es diesmal. Gäste feierten im neuen Biergarten mit etwas lauterer Musik, so, wie es in lauen Sommernächten sehr oft am nächsten Tag in der Zeitung steht. Dann spielte sich wie eine Art Gesetzeshüter und „Nachtwächter“ der Nachbar auf, und steckte dem Gastronom die Grenzen ab: „Du kannst nicht alles machen was du willst, nur weil Du auf der Liste des Bürgermeisterkandidaten unterschrieben hast....Dir werden die Grenzen schon noch aufgezeigt!“. So etwas 14 Tage nach der Wahl ist Nachkarten und ein übles Foul! Vielleicht sollte irgendjemand dem Ehemann einmal sagen, dass seine Frau die Wahl gewonnen hat und ausschließlich und nur aufgrund einer Gegenkandidatur selbst kein „Schiffbruch“ und Desaster erlitt! Sieht so das neu gepriesene Miteinander und Tourismusförderung aus, und was darf man alles noch erwarten in Meddersheim? Die Problematik, dass manche Sicht der Dinge und die Hemmschwelle bei manch einem Gläschen Wein die Zunge löst und die Sinne benebelt, ist seit Methusalem bekannt. Vielleicht haben gerade deshalb über ein Dutzend Meddersheimer Bürger aus Vereinen  Selbstständigen, etc. mich zu einer erneuten Bürgermeisterkandidatur animiert.

Als einer der ersten habe ich am Wahlabend der neu gewählten Bürgermeisterin anstandshalber gratuliert. Ich wünsche, dass die „endlich am Ziel angelangte Regierungskoalition aus CDU und ???“ nun zum Wohle aller Meddersheimer über den Tellerrand hinaus blickt, „selbsternannte Sheriffs“ an die kurze Leine legt, und das Mindestmaß an Seriosität gegenüber jedermann gewahrt bleibt. Gemeindearbeit besteht für mich aus mehr als Kirchtumdenken, als Wein und Wandern.  Bernd M.Hey 


In EIGENER SACHE! Ich habe mich erneut um das Amt des Bürgermeisters in Meddersheim beworben. Ich kandidiere als freier und parteiloser Einzelbewerber!

Ausdrücklich sehe ich darin keine Nachteile: Schon einmal habe ich mich vor zehn Jahren  beworben u Ain der "falschen" Partei sei, oder in meiner Wurstküche bleiben sollte. Im Gegenteil: Mit "OB" Tilo Krauß hören weitere verdiente Ratsmitglieder auf, andere rücken nach. So ist die Lage vor den Kommunalwahlen am 7. Juni 2009. Die Karten werden völlig neu gemischt!

Bernd M.Hey   Juni  2009   Nr:1333

Zur Person: 53 Jahre, vh, drei Kinder. Handwerksmeister mit gültiger Reisegewerbekarte, 34,1 Jahre im Beruf, davon 26 Jahre Selbstständig, 20 Jugendliche ausgebildet oder ihnen allen eine erfolgreich abgeschlossene Prüfung ermöglicht. 100 % BU- verrentet. Journalistisch seit 1976 für viele Publikationen tätig, ich kenne Hintergründe, Zusammenhänge, Land und Leute. Und die Leute und die Meddersheimer kennen mich! Aufgrund dieser zweitaufwändigen Tätigkeit konnte ich über den berühmten Tellerrand und Kirchturmdenken hinausblicken. Im Falle einer Wahl werde ich mich zudem vor Ort aus erster Hand informieren lassen.  

Weitere Vorlieben sind Musik hören, Fotografie, Eis essen, und die Familie mit Tochter Emily (6), sowie 2008 / 2009 der Aufbau mehrerer Präsenzen im Internet,    Beispiel ist die Top-Adresse:  

 www.Heylive.de 

Ich habe Zeit rund um die Uhr. Ich bin bereit und kann mich einbringen. 

In unserer Gemeinde gibt es immer viel zu tun, und es geht um unsere Zukunft!

Es wäre mir eine Herzensangelegenheit, eine vertrauensvolle, seriöse und ehrenvolle Aufgabe. Ich traue mir verantwortlich dieses Amt zu! Die Unterstützungsunterschriften der Bürger im Wiesengrund, aber auch im ganzen Ort, haben mir Mut gemacht, Tipps mit gegeben. Beispielweise die Kinder und Schüler nicht zu vergessen. Die Bürger wollen mitgenommen und informiert werden! Grenzbegehungen mit Kind und Kegel wie an Ostern in Kirschroth mit über 90 Teilnehmern oder 4x an Pfingsten in Limbach mit bis zu 115 Teilnehmern zeigen deren Beliebtheit, fördern über Vereinsgrenzen den Meinungsaustausch untereinander und stärken das Wir-Gefühl in einem Dorf. Lebensqualität, Infrastruktur und Gemeinwohl stärken haben wie die Schaffung und der Erhalt von Wohn- und Arbeitsplätzen für mich höchste Priorität. Vereine im Ort halten ein breites Angebot vor, im Rat geht ohne die starke FWG und ohne Gemeinsamkeit mit allen Fraktionen nichts, das SPD Programm ist geprägt von größtem urbanem Miteinander. Straßenerneuerung/ Verkehrsberuhigung, Ausbau der Internetpräsenz und verstärkt die Tourismusförderung sind wichtig. Der Naturnahe Spielplatz, aber auch eine Photovoltaikanlage (oder Blockheizkraftwerk) als privilegierte energetische Maßnahme auf dem Gemeindesaal, dessen Heizung noch nie funktionierte, müssen zwingend angegangen  werden! 

Ganz wichtig sind die Zukunftsperspektiven: Wer Stehen bleibt kommt nicht weiter. Die Gemeinde selbst hat keinen Bauplatz mehr!  Die Einwohnerzahlen sind im freien Fall! Dies kann nicht im Interesse der Bürger liegen, weil es sich mit zeitlicher Verzögerung negativ auf den Gemeindeanteil an der Lohn- und Einkommensteuer auswirkt. Geht die Einwohnerzahl stärker zurück als im Landesdurchschnitt, ergeben sich daraus weitere Verschlechterungen im Rahmen des kommunalen Finanzausgleiches bei den Schlüsselzuweisungen. Vor dem kommenden Landesentwicklungsplan (LEP IV) ist daher zwingend zukunftsorientiertes HANDELN JETZT!!! sehr wichtig! 

Trauen Sie sich!  Wählen Sie mit mir einen neutralen Einzelbewerber!  WWW.heylive.de weiteres über Meddersheim: WWW.heylive.de

Kommentar und WAHLRESÜMEE des Verlierers- von Bernd Hey: Aus der Meddersheimer Kommunalwahl am 7. Juni 2009 ging Renate Weingarth-Schenk (58, CDU) mit 388:257 Stimmen bei 53 Ungültigen Stimmen als  Bürgermeisterin hervor. von 1098 Wahlberechtigten gingen 400 nicht zur Wahl! Ich habe als einer der ersten gratuliert! 

"Solch eine Niederlage ist selten persönlicher Natur und muss mehr politisch bewertet werden", sagte mir tags darauf der neue Simmertaler Bürgermeister und "Überflieger" -jedenfalls was die meisten Stimmen in Simmertal und Kirn-Land angeht-, Werner Speh (53, SPD).  "Du hättest dich  einer politischen Gruppierung anschließen müssen", sagte mir 1.Mai  Merxheims Bürgermeister Egon Eckhardt. Kirschroths Ex-Bürgermeister Kurt Kistner fragte: "Warum bist du nicht in eine Partei gegangen?"  "Du hast zu wenig Werbung gemacht, keine Hausmacht und viel zu gutmütig!", meinte Harry Weber aus Meddersheim,  "...als Otzweilerer hattest du keine Chance hier, da muss man Wein trinken können!", andere.  Dennoch: Nix kann so schlecht sein, dass es nicht für irgendetwas anderes gut ist- selbst eine verlorene Wahl! Es bleiben unangenehme, anonyme Anrufe voller Schadenfreude, die Dummheit und der Pöbel stirbt nicht aus! Aber auch mehr als ein Dutzend Anfragen, freundliche Grußkarten und nette E-Mails. Etwa von Alexander Verheyen, von Liedermacher Gerhard Engbarth, des Forstmannes und Prädikanten Michael Veeck, der schreibt, ich sei, solange er mich kenne, "immer ein sehr sympathischer und anständiger Mensch gewesen". Balsam für die Seele, dankeschön!  Übrigens: Dankeschön allen Meddersheimern, die mich gewählt haben. Gegen solch gewachsene Strukturen im Ort 39,8 % zu holen, war mehr als nur ein Achtungserfolg!   





...Kinder wie die Zeit vergeht: Im Fotoalbum geblättert

1499: Millenniumfeier 1999 /2000: Mit Feuerwerk, viel Tamtam und Getöse in die Nacht der Nächte ! Bild 1500: Seriös und mit viel Liebe! Kann es ein schöneres Kompliment geben?  Ochs am Spieß -Weinfest im Ort!
Bild 1501: Kandidatur zum Bürgermeister 2009  Bild 1502: Kandidatur zum Bürgermeister 1999

Die diesjährigen Meddersheimer Konfirmandinnen und Konfirmanden im Mai 2009...

... mit Margret Bamberger (links) und Carolin Müller (re.) vom Konfi-Team (es fehlen Sabine Hehmann, Ute Reidenbach-Dönnhoff und Pfarrer Hansjörg Biegel)

Bild links Nummer 1596 Mai- 2009 mit freundlicher Genehmigung von  Familie Thomas Werking, Marumstraße,  55566 Bad Sobernheim

 



Mai 09: VogelstimmenExkursion in Gottesfreie Natur 

Zu früher Morgenstunde(6.00 Uhr) bei strahlendem Sonnenaufgang machten sich 16 Landfrauen und 4 Männer auf einen Weg in und um Meddersheim. Unter fachlicher Leitung von Frau Schuhmacher wurden uns die heimischen Vögel  durch Gesang und Optik nahegebracht. An diesem Morgen konnten auch eher seltene Vogelarten wie Girlitz, Langschwanzmeise, Feldschwirl und Braunkehlchen gehört und gesichtet werden, was die Teilnehmer und besonders ebenfalls Frau Schuhmacher begeisterte. Nach 2 1/2-stündiger Exkursion in gottesfreie Natur gab`s zum Abschluss ein reichhaltiges Frühstücksbüfett beim Leo im Weingarten der Winzergenossenschaft Rheingrafenberg. Bericht und Bild (Nr.1396): Heidi Weck 


IMPRESSIONEN Mitte MAI 2009 - alles wächst und gedeiht

1369: Am Alten Feuerwehrhaus, Gärten am Altenberger Bach / Sobernheimer Straße. Bild 1370: Blick gen Osten über blühende rapsgelbe Felder an den Nahewiesen Bild 1371: Blick Richtung Lauschied in die Meisenheimer Straße.


MEDDERSHEIM. Das Alte Rathaus in der Ortsmitte mit seinem Atelier unterm Dach ist geradezu prädestiniert für Kreativ-Kunstschaffende. Seit 2003 bietet Rinaldo Greco aus Bärweiler und das Volksbildungswerk Meddersheim hier spezielle und facettenreiche Kurse an. Beim Wintersemester war „die Bude voll“, kamen sechs Fortgeschrittene und sechs neue Kursteilnehmer. Alle waren begeistert. Beim Frühjahrskurs macht viel Jugend mit, weil hier offensichtlich das schulische Kunstangebot in den mittleren Klassenstufen zu wünschen übrig lässt.....  ( Bild Nummer 1334-  Frühjahr 2009

 Rinaldo Greco stammt aus Italiens südlichstem Süden „Kalabrien“, wo ihm seine musische Ader, Bildhauerei und Malerei, in die Wiege gelegt wurden. Er ist Künstler durch und durch und lebt sehr gerne in Bärweiler. Hier betreibt er ein Atelier, unterrichtet an der Kreuznacher Ringschule und gibt Kurse in der Region: „Wir hatten schon Schüler hier in Meddersheim, die haben auf solch einen Kursnachweis ihr Studium aufgebaut“, sagt Rinaldo Greco voller stolz. Sein Credo: „Die natürliche Begabung frühzeitig fördern. Kunst muss wachsen, gepflegt werden und sich frei entfalten können“. Die ganze schöpferische Vielfalt, Tipps und Tricks vermittelt er den wissbegierigen Hobbykünstlern ganz individuell und er bietet Orientierung bei den Proportionen an, erklärt Struktur und Bildaufbau: „Wir sind froh und sehr stolz, dass solch ein Profi und beliebter Künstler sein kompaktes Wissen weitervermittelt, die Nachfrage steigt kontinuierlich“, rühmt Meddersheims VBW-Leiterin Renate Weingarth-Schenk und hat mit vier Kursen das Angebot erneut aufgestockt. Lebensgroße Statuen von der Landesgartenschau bleiben in Bingen, Wandgestaltungen, Glasreliefs oder Bronzeplastiken stehen landesweit in Schulen und bei Behörden. Vorruheständlerin Elke Matz übt dieses kreative Hobby seit fast zwei Jahren aus und dies sei „mehr als nur ein musischer Ausgleich für die Seele“. Sie malt großformatigen Portraits für die Küche, das Schlafzimmer und das Wohnzimmer, Nachbarin Hilde Andrae hat sich ebenfalls großformatige Blumen-Aquarelle vorgeknöpft. Angelika Schneiß ist seit 15 Jahren nach Seesbach verheiratet und kommt gerne in ihre frühere Heimatgemeinde zurück. „Entspannung pur“ schwärmt sie und hat schon Bilder für die Nachbarschaft gemalt, nachdem sie ihr Gatte aufforderte, ihr Talent auszuleben. Nun hat sie nach Fotovorlage eine Bleistiftzeichnung von ihrem dreijährigen Sohn Collin gemalt, wo man wirklich zweimal hinschauen muss, was Foto oder Unikat ist, Originale sind jedenfalls beide. Ähnlich wie bei der Gipsskulptur „Venus von Milo“ als Modell vermittelt Rinaldo Greco den Kursteilnehmern durch spezielle Beleuchtungstechnik mit Licht und Schatten dreidimensionale Blickwinkel. Die Jüngsten im Frühjahrssemester sind Sophia Köhler aus Hundsbach und ihre Kusine Kristina sowie die 13-Jährige Anne Geiß aus Bärweiler: „Ich komme sehr gerne hier her, es macht Spaß und man lernt sehr viel dazu!“, sagt die Realschülerin. Auch sie hat mit Bleistift von einem Foto ihr Konterfei samt ihrer Freundin portraitiert.  In der Schule werde diese gehobene Kunstsparte nicht so individuell oder intensiv angeboten: „Hier kann man echt viel dazu lernen“, sagt sie. Hermine Fell wohnt seit zwei Jahren in Kirschroth und sie malt ganz professionell bei Rinaldo Greco ein besonderes Geschenk. Mehr wollte sie nicht verraten, denn dann wäre es ja kein Überraschungsgeschenk mehr...



MEDDERSHEIM. Der SPD- Ortsverein konnte während seiner Generalversammlung mit Aufstellung der Bewerber  noch keinen Bürgermeisterkandidaten küren. 13 Stimmberechtigte der 24 Mitglieder waren anwesend und nominierten Jörg Vetter, Gerhard Reidenbach, Heinrich Schneider und Kathrin Schneider für die VG-Ratsliste der SPD. Auf der Liste für den Ortsgemeinderat kandidieren: 1. Heinrich Schneider, 2. Gerhard Reidenbach, 3. Nina Gaulke-Gillmann, 4. Jörg Vetter, 5. Lothar Iseke, 6. Kathrin Schneider, 7. Simone Renne, 8. Diethard Kurzendörfer, 9. Ute Werle, 10. Wolfgang Heß, 11. Karin Weber, 12. Heinrich Fußmann, 13. Günter Weinel, 14. Helmut Gilsdorf, 15. Silke Siegl und 16. Else Reidenbach.

Bild 1310 -Ehrungen - im März 2009

Bekanntlich hört Tilo Krauß (FWG) nach zwei Legislaturperioden auf. Derzeit hat nur die CDU mit Renate Weingarth-Schenk eine Kandidatin nominiert. Potentielle Bewerber in der knapp 1500-Seelen-Gemeinde zieren sich noch abwartend, Bewerbungsschluss ist am 27. April. Die verlorene Landratswahl sei durch die Nichtwähler entschieden worden, SPD-Ortsvereins-Vize Jörg Vetter bedauerte, dass SPD Landratskandidat Hans Dirk Nies „aufgrund seiner Vita und enormen Fachkompetenz“ nicht gewählt wurde und der politische Gegner siegte. Vetter nannte jede Menge lokaler Themen, die es zu beackern gelte. Nach der Sperrung der L 234 in Rehborn sei der ganze Schwerlastverkehr durch Meddersheim gelaufen und hätte sichtbare Schäden hinterlassen. Die Verkehrssicherheit müsse dringend wieder hergestellt werden, gleichzeitig müsse der innerörtliche Verkehr so wie in Odernheim mit mobilen Elementen beruhigt werden. Dringender Handlungsbedarf bei den Schulkindern: Sie hätten keine Lobby, müssten an Raser vorbei zur Bushaltestelle und würden bei Wind und Wetter im Regen stehen gelassen. Der Radfahrweg Richtung Bad Sobernheim sollte beleuchtet werden: „Aufpassen“ warnte Verwaltungsexperte Jörg Vetter nicht nur bei der Gebiets- sondern auch bei der Verwaltungsreform und will Kindergarten samt Personal in der Gemeinde belassen. Die Heizung im Gemeindehaus müsse saniert werden, der Vorsitzende plädierte für ein Blockheizkraftwerk samt Photovoltaikanlage, sprach wegen dem demographischen Faktor die Leerstandsproblematik und Ortskernsanierung an. Aus dem Englischen Hof in Meddersheim sei durch die SPD-Landtagsfraktion vor zwei Wochen mit Hendrik Hering ein landesweites Signal und Akzente in Sachen Kur- und Tourismusförderung, Wellness und Wein mit einer Aufwertung der Region gesetzt worden, sagte Vetter. HEYLIVE.de berichtete darüber an anderer Stelle. Im Gemeinderat hat die SPD drei Sitze, die FWG sieben, CDU zwei und UWG vier Mandate. Noch nicht endgültig ad acta gelegt wurde die Bürgermeisterkandidatur, am 27. April ist Bewerbungsschluss.Während der Jahreshauptversammlung wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Geehrt für zehnjährige Mitgliedschaft wurden Nina Gaulke-Gillmann und Hiltrud Holzem-Vetter. Gerade wegen solch schmerzlicher Entscheidungen wie Hartz IV, das Hessen- Hickhack oder die wirtschaftliche Lage dürfe man nicht das Handtuch werfen, sondern „überzeugend für die Grundwerte werben und kämpfen“, lobte der Vize und freute sich über viele Damen und erfahrene Genossen auf der Liste für den Ortsgemeinderat.



  Bild 1383- April 2004:„Fischgewässer, Teiche oder Weiher in der Region dürfen nicht zur Eislaufarena werden, da kenne ich keinen Spaß“, verdeutlichte Heinz Günster die klare Stellungnahme des Verbandes und daher habe er die Pfingstwiese in Bad Kreuznach als sinnvolle Eislaufbahn für die Bevölkerung vorgeschlagen.   „Absahner“ aus der Region  Nahe-Glan-Hunsrück war die Jugend vom ASV Niederhausen (links) sowie Hartmut Gräber (3.von Rechts) aus Hahnenbach, der sowohl vom Vorsitzenden Heinz Günster selbst geehrt wurde, wie auch die Ehrung für den ASV Hahnenbachtal zu dessen 50.Geburtstag entgegen nahm.

   MEDDERSHEIM. Fisch des Jahres 2009 ist der Aal, und für diesen guten Besatz in jüngster Vergangenheit in den Gewässern der Region dankte während der Jahreshauptversammlung des Bezirksfischereiverbandes Nahe-Glan-Hunsrück im Meddersheimer Gemeindesaal Vorsitzender Heinz Günster den 125 anwesenden Mitgliedern ausdrücklich. Aber dann war Schluss mit Lustig: Günster wetterte in schärfster Form für gleiche und einheitliche Verhältnisse in Rheinland-Pfalz: „Mehr als erbärmlich“ sei es, dass man ein weiteres Jahr hingehalten wurde und die Kormoranverordnung vom Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz nicht verabschiedet wurde. In der Struktur-und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord werden, anders als im Süden des Landes, seit drei Jahren Abschussgenehmigungen für Kormorane erteilt, und daher sprach Günster gar von einer „Vogel-Mafia bei der SGD-Süd“. Weitere Themen: Die Wiedereinbürgerung von Lachs und Meerforelle. Von der Landesregierung wollen die Angler wissen, inwieweit der Wels genießbar ist. Der Bezirksfischereiverband Nahe-Glan-Hunsrück forderte von der Landesregierung eine aktualisierte Rote Liste, die letzte stamme aus dem Jahr 1988. Die Nahe sei eines der bedeutendsten Gewässer im Land, nach der Richtlinien des „EU-Verschlechterungsverbotes“ müsse man mit Argusaugen Pläne der Landesregierung verfolgen, die einen begrenzten Zu-und Ausbau von Wasserkraftwerken zur Stromgewinnung zulasse. Klare Worte auch hier: „Solche subventionierte Anlagen sind eine Häckselmaschine“. Es dürfe nicht sein, dass sich Kleinbetreiber und die RWE am Wehr Niederhausen auf Kosten der Umwelt bereicherten und sich nicht an der Wiedergutmachung des von ihnen verursachten Schaden an der Gewässerökologie beteilige. Dies sei kein Akt guten Willens, sondern Pflicht nach den europäischen Wasserrahmenrichtlinien (WRRL).



MEDDERSHEIM. Weiter mit Karl-Curt Bamberger an der Spitze der Unabhängigen Wählergemeinschaft „UWG“. Während der Generalversammlung wurde der Winzermeister als Listenführer im 25. Jahr des Bestehens bestätigt, zum zweiten Vorsitzenden der UWG wurde Frank Mohr nominiert, Schriftführerin ist Heidi Weck.

Bild 1301- März /April 2009

Im Jubiläumsjahr erfülle es ihn voller Stolz, dass die UWG sich über solch großen Zuspruch erfreut, sagte Listenführer Karl-Curt Bamberger, und so erhofft man sich bei den Kommunalwahlen am 7. Juni einen enormen Zugewinn im Gemeindeparlament. Bisher zählt die UWG vier Mandate. Zwar konnte die UWG bei der Aufstellung der Bewerberliste bisher noch keinen Vorschlag für den scheidenden Ortsbürgermeister Tilo Krauß (FWG) benennen, aber die UWG vermeldet mit „drei jungen und engagierten Frauen und vier ebenso motivierten Männern enormen Zulauf, um die Ortspolitik konstruktiv mitgestalten und prägen zu können“, freute sich der bisherige Beigeordnete Karl-Curt Bamberger. Einzig die CDU stellt mit Renate Weingarth-Schenk die Bürgermeisterkandidatin. Am 27. April läuft die Bewerberfrist ab. Die UWG habe ein offenes Ohr für die Probleme der Menschen im Ort, die Heizung im Gemeindesaal sowie die Dorfbeleuchtung stehen ganz oben auf der Agenda. Zudem will sich die UWG für die Pflege der Wander-, Wald- und Wingertswege und die optimale Ausstattung und den Erhalt des Kindergartens im Ort einsetzen. Karl-Curt Bamberger führt wie bisher die UWG-Liste an. Die weitere Reihenfolge: Frank Mohr, Detlef Bamberger, Holger Stangenberg, Alexandra Konrath, Stephan Weck, Mathias Bamberger, Markus Hexamer, Karl Mohr, Martina Hoseus, Freimuth Horstmann, Silke Stroh, Christoph Klatt, Frank Edinger, Jörg Groß und Frank Steines.



Dialekt als "Moddersprooch" für die Martinskirche vorgetragen

MEDDERSHEIM. Stickelcher und Anekdoten, Heiteres, Besinnliches, Derbes und Witziges, der Mundartnachmittag im Meddersheimer Gemeindesaal brachte die ganze gelebte Vielfalt und den multikulturellen Charme in der Muttersprache von Bürgern aus dem Weindorf auf die Bühnenbretter. Kurz und prägnant bringt allein der Dialekt Dinge auf den Punkt: „Schisser“ steht sogar als Angsthase im Duden. Teils entertainartig blühten die Akteure auf, kurze Klaviereinlagen von Carolin Müller und Stücke von Ilse Schmidt auf der Zither waren kontrastreich ausgewogen, griffig und stimmig.

Bild 1062: Alle elf Mitwirkende hatten redlichen Applaus+ Gotteswein verdient Bild 1063: Wolfhart Dhonau sang det Lied vunn de Krumme Lanke oos Berlin Bild 1064: Ilse Schmidt spielte Zither und lässt "uff die Noh" nix komme! 

   Mundart und der regional gefärbte Dialekt seien „Muttersprache“ womit man aufwächst, und was man auslebt. Sein ganzes Leben lang erinnere man sich gerne an Wärme und Nähe und die Geborgenheit zur Heimat, was die Muttersprache in besonderer Weise ausdrückt. Mit diesen Worten begrüßte Heide Dhonau als Vorsitzende des Fördervereins Martinskirche die Zuhörer dieser Benefizveranstaltung. Eine gut dreistündige poetische Mundartreise verging wie im Fluge. „Die Noh´ im Wandel der Zeit“ trug Marga Gottfriedt in Meddersheimer Platt vor und erinnerte an 1427, als der Strom sein Bett verlies, an Fische fangen und Wäsche waschen, an den Ruderboot-Verleih und die „Samba-Höhl`“ Schliffgesmühle: „Do war oft ein Gaudi – die Luft roch nach St.Pauli!“. Früher kam es öfters vor, dass die Noh´war zugefroor. Und Hochwasser habe man Kommen und Gehen sehen, erinnerte sie und hob mahnend den Zeigefinger: Das Tal sauber zu halten und kein Polderbau, schrieb sie den Oberen ins Stammbuch. Vom Heimatdichter Peter Josef Rottmann und Elfriede Karsch las Edith Kappel im Hunsrücker Platt ganz heitere Anekdoten. Gemeinsam wurde das Lied Nahetal- Soonwaldhöhen von Hans Stassen (Text) und Rudolf Desch, der die Melodie dazu komponierte, gesungen. Pfarrer Hansjörg Biegel trug mehrere preisgekrönte „Stückelcher“ über die geliebte Lyoner und den „Dippelappes“ vor. Seit 26 Jahren an der Nahe lebt er „länger hie, als ich dehemm war!“. Bekanntlich sind für die Saarländer alle Nicht-Saarländer automatisch Pfälzer und diese einfache Logik mache eben aus den Nachbarn, die Jahrhunderte Prellbock und Zankapfel zwischen Deutschland und Frankreich waren. „kee so üwwerzwersche Dummbabbeler“, wie es oft den Anschein habe. Die Fahnen für die Südpfalz hielt, ebenso rhetorisch brillant wie alle Vortragenden, Heide Dhonau hoch. Eine Handkäs´- Reise mit „G´schmäckle“ und die Fahneweih` ließen in der Region um Bellheim /Bad Dürkheim tief blicken und die Menschen noch herzlicher und sympathischer werden. Badisch aus der Residenzstadt Karlsruhe und dem Kraichgau ist die „Muttersprooch“ von Gudrun Huber, der einstigen Schullehrerin, die Heiteres zum schmunzeln vortrug. Wolfhart Dhonau gab sein gesangliches Debüt und sang mit Klavierbegleitung von Carolin Müller „Das Lied von der Krummen Lanke“. Die Krumme Lanke ist ein Badeparadies, wo eine echt Berliner Schnauze sein Klagelied und Stationen einer jungen Liebe, „seiner Emma uff de Banke“, besingt. Mit schwäbischem Dialekt, aus Schule und Kindheit begeisterte Margarethe Schmidt, die „aach emol gerne wierrer a´ Lousbuueb sei` möcht´!“. Waltraud Schitteck lieferte sich im Zwiegespräch mit Gerichtsrat Wolfhart Dhonau eine Szene aus dem Königlich Bayerischen Amtsgericht: Es ging in allerbestem Niederbayrisch (Region Straubing) um den Gamsbart und das Wildern und um „mildernde Umständ“. Noch südlicher, im tiefsten Oberbayern, stampfte Horst („Cinc“) Ponert auf einer tiefreligiösen und beeindruckenden Pilger-Wallfahrt nach Santiago de Campostela hinter Rindviehchern und Kuhfladen her und nahm die Zuhörer auf Tagesetappen mit. „Passiere eem net oft so dumme Sache, mir hätte nur halb soviel se lache!“, setzte Ilse Schmidt einen trefflichen Schlusspunkt, als sie über eine wahre Apollo-Chorkonzertstunde Gereimtes zum Besten gab. Sie nahm die Zuhörer in einem Wortgemälde aus geografischer Schönheit auf eine Reise die Nahe aufwärts mit: „Mir sin´von de Noh`“ und sollten zu Recht stolz darauf sein, hieß ihre zentrale Botschaft!



MEDDERSHEIM: Sirenengeheul alarmierte Feuerwehrleute

Die Wehrmänner kamen gerne zu diesem Einsatz in den Ortskern....

Bild 943: Direkt neben der Kirche im alten Ortskern liegt das Gebäude  944: Es ging nicht auf die warme Couch, sondern hinab in die Katakomben.... Bild 945: Der Keller musste leergepumpt und trocken gelegt werden....

Mit Sirenengeheul am 27.Januar 2009 um 17.55 Uhr trommelten Meddersheims Floriansjünger zu einem Einsatz Helfer zusammen. Wasserrohr- oder -einbruch im Gebäude der ehemaligen Sparkasse neben der Kirche hatte die Öltanks hochgedrückt, und die Männer auf den Plan gerufen. Der Keller musste schleunigst leer gepumpt werden. Viele Schaulustige kamen und die hatten jede Menge Gesprächsstoff. In dem Gebäude neben der Kirche gibt es nämlich etwas Besonderes zu kaufen, nämlich Liebesdienste. "Nur deshalb sind die Wehrleute so schnell und zahlreich gekommen, die haben Ortskenntnisse und deshalb klappte alles reibungslos und wie am Schnürchen!" zogen die Passanten ein erstes Fazit. Wie dem auch sei, die örtliche Wehrleitung gab nach dem Einsatz keine Vermisstenmeldung aus, alle rückten vollzählig ab, der Einsatz verlief planmäßig!



Ortsbild im Wandel: Meddersheim - Meisenheimer Straße 

Bild links: 885 -Mai 1989  -rechts 886- Februar 2009



Joachim Bernstorff nach 36 Jahren Revierleitung in Meddersheim verabschiedet 

MEDDERSHEIM. Nach über 46 Jahren im Forstdienst wurde der 63-jährige Forstoberamtsrat Joachim Bernstorff während einer Feierstunde in den vorgezogenen Ruhestand verabschiedet. Sieben Forstamtsleiter habe er „erlebt und überstanden“, vier davon, die gesamte Belegschaft, Weggefährte und Freunde kamen und erwiesen dem seit zwölf Jahren in Meddersheim Lebenden große Ehre:

Bild 666: Gegen Lob kann man sich nicht wehren, so lobten alle Laudatoren!

667: Joachim Bernstorff + Armin Schick

668: Schick, Bernstorff, Forstamt-Büroleiter Manfred Stumm, OB Tilo Krauß + Frank Steines (von links). 

„36 Jahre lang, da muss einfach alles fachlich und menschlich gepasst haben. So etwas wird es wohl in Zukunft nie wieder geben“, lobte Gebietsbeauftragter Armin Schick. Detailliert ließ der Gebietsreferent den beruflichen Werdegang noch einmal Revue passieren: Geboren in der „Stadt zwischen den Wäldern“, in Haldensleben nahe Magdeburg, kam Bernstorff als junger Bub in den Hunsrück und wuchs in Belg auf. Er besuchte in Zell die Schule, begann bei der Stadt Cochem eine Ausbildung, war in Kusel und Idar-Oberstein beim Bund und begann als Revierförster in Ippenschied. 1973 übernahm er nach Lehr- und Wanderjahren die Leitung im Forstamt Meddersheim, das erst jüngst, 2008, aufgelöst wurde. Krauß hieß den Nachfolger Bernstorffs, Stefan Gesse, willkommen. Kommunen seien von Joachim Bernstorff „sehr gut“ betreut worden, hörte oft der Büroleiter des Forstamtes Bad Sobernheim, Manfred Stumm, und gleiches Lob formulierte Meddersheims Ortsbürgermeister Tilo Krauß folgend: „Er verstand es prächtig, das Defizit dem Rat begründet schmackhaft und Abstimmungsreif zu machen!“. In seiner sehr persönlichen und äußerst humorvollen Laudatio sprach Krauß „namens aller Ortsbürgermeister“ von einem „Vollblutförster und Urgestein mit einer vorbildlichen Einstellung und beruflicher Leidenschaft aus Überzeugung und sagte der Person Zurückhaltung, Bescheidenheit und Zuverlässigkeit nach. Beruf sei für Bernstorff Berufung gewesen. Krauß überreichte ihm einen Fahrradhelm mit amtlichem Forstemblem. Für die Mitarbeiter nannte Frank Steines ihn ein „seriöses Vorbild in jeder Hinsicht, das Wort `Nein` kanntest du nicht!“ Er und die Waldarbeiter dankten mit einem filigran gesägten Adler aus Lärchenholz. Den Abschied nutzte Bernstorff, um den Rückefirmen und „seiner Privatsekretärin“ (Ehefrau Ingrid), und den zahlreichen Mitarbeitern persönlich zu danken. Anekdoten und Erinnerungen wurden wach, als Joachim Bernstorff noch 14 Mitarbeiter hatte und das Forstrevier Meddersheim einen eigenen Pflanzgarten in der Hottenbach betrieb. Er erinnerte an Windwurfkatastrophen, den Nasslagerplatz Schliffgesmühle und an die Nahehochwasser, als alle Mitarbeiter sonntags Holz gesichert hatten, bis nur noch zehn Zentimeter das Wasser unter den Luftfiltern der Maschinen stand. Ohne „Schaden an Bäumen und Boden hinterlassen zu haben“ wolle er gehen, frei nach Gorbatschow, nicht wenn es schon zu spät ist. Schon sehr früh habe er sich als Dienstleister und Vorreiter des heutigen Technischen Betriebleiter Konzeptes (TBL) gesehen. Für sieben Waldbesitzer habe man über 500.000 D-Mark Manöverschäden geltend gemacht, 100 Hektar Neuwald angelegt, ohne einen Hektar abgegeben zu haben.  



 WG "Rheingrafenberg" lud Gäste und Kunden in Holzfasskeller zur Verkostung alter "Schätzchen"

Bild 225: Die WG füllte sich zusehends Bild 226: Kinder am Stand beim Ki-Garten  227: Zum Wohl, riefen Kirner und kosteten !

MEDDERSHEIM: (14.12.08)„Mit dieser Form, in vorweihnachtlicher Atmosphäre unsere gesamte Produktpalette zur Verkostung anbieten zu können, Raritäten wie Schnäppchen gleichermaßen anzubieten, konnten wir vor fünf Jahren unseren Weihnachtsmarkt neu beleben“, strahlte Otmar Loch-Binz von der Winzergenossenschaft Rheingrafenberg. Dadurch werde der Schwerpunkt etwas verlagert und auf ureigenste Interessen gelenkt, aber der Erfolg gebe ihm Recht, strahlte der Kellermeister sichtlich zufrieden. Es war ein Kommen und Gehen. Schon samstags waren Küche und Keller, Schatzkästlein mit lange gelagerten Raritäten beim Sonderverkauf geöffnet, am Sonntagnachmittag war es bei den offenen Proben im alten Holzfaß-Weinkeller proppenvoll. Ein gutes Dutzend regionaler Aussteller boten Töpferwaren und Wollartikel, Schmuck, Wildwurst, hausgemachte Marmeladen, Olivenöl, Lampen, Liköre, Stoffe und alles mögliche an, das Weingartenteam hatte voll zu tun. Der Meddersheimer Ki-Ga bot Bastelsachen an, Blasmusik war zu hören und der örtliche Musikinstrumentebauer Gregor Dieter zeigte sein Metier und stand Rede und Antwort. Vor der Winzergenossenschaft luden Pferde von der Monzinger Nahemühle die Kleinsten zum Reiten ein. 


 Reaktivierter Weihnachtsmark ganz stark!  1.500 € Erlös werden gespendet

Bild 218: Zahlreiche Stände im Ortskern Bild 219: Der Posaunenchor um MM spielte Bild 220: KiGa-Kinder sangen "auswendig!"

Vier Jahre lang hatte es in Meddersheim keinen Weihnachtsmarkt gegeben. Am zweiten Advent 2008 luden 15 Standbetreiber und zahlreiche Helfer um Wolfgang Rieck ein, und die Besucher strömten in Scharen: „Rehgulasch war in Windeseile ausverkauft, alle Töpfe wurden leer“, freuten sich die Organisatoren. Der Erlös soll für Krippenfiguren in der Martinskirche verwendet werden, Jagdhornbläser der Kreisgruppe Bad Kreuznach  eröffnete den Markt in der eigens dafür gesperrten Dorfmitte rund um Kirche und Weinfass. „Auswendig haben die Kinder gesungen!“, lobte Conferencier Wolfhart Dhonau schmunzelnd die Lieder der Kindergartenkinder um Anne Weck. Im Rathaus gab es Zinneckers Weihnachtskrippen zu sehen und kaufen, mit Zimtwaffelbacken am offenen Feuer kam Willi Faber aus der Felkestadt kaum nach. Kinder konnten in einem „Kreativzelt“ selbst Plätzchen backen oder eine eigene Schatzkiste basteln. Es gab Kinderpunsch oder Crepes. Neben zahlreichen Spielen war auch eine Modelleisenbahn aufgebaut. Besonderen Wert wurde auf handwerklich selbst hergestellte Holz-, Heu-, Stroh- oder Spielsachen gelegt, auch handgeschmiedete Kerzenständer, Bären, Marmeladen, Liköre, Schmuck oder Gestecke wurden feilgeboten; - es blieben kaum Wünsche offen. Nach der Bescherung durch den Nikolaus spielte der Posaunenchor um Manfred Müller vor dem Evangelischen Gemeindehaus festliche, weihnachtliche Klänge. 1.500 Euro war am Ende der stolze Erlös.


Bild 210:  29.CDU-Seniorenfeier am dritten Adventssonntag im Gemeindesaal

  MEDDERSHEIM. Die CDU-Seniorenadventsfeier gibt es seit fast 30 Jahren. Trotz zahlreicher Veranstaltungen folgten auch dieses Jahr über 60 Senioren aus dem Ort der Einladung. Vorsitzende Renate Weingarth-Schenk wünschte sich dennoch kein „Konkurrenzgerangel. In einer Gemeinde muss das Miteinander wichtig sein und gepflegt werden“, sagte sie, zumal die viel zitierte Globalisierung nicht unbedingt ein Segen sei! Sie hatte mit zahlreichen Helfern die Tische festlich gedeckt und eine große Tombola zusammen getragen, Bürgermeister Tilo Krauß sprach ein Grußwort. Zwei sehenswerte Tänze führte die DRK-Tanzgruppe um Anne Hemschenherm auf, der Musiker Albrecht Müller umrahmte musikalisch. Gemeinsam wurden viele weihnachtliche Weisen gesungen, 16 Programmpunkte waren vorbereitet und wie immer kamen kleinere Beiträge, Geschichtchen und Anekdoten aus den anwesenden Besucherreihen. Fester Bestandteil ist die Weihnachtsgeschichte von Horst („Cinc“) Ponert, ebenso wie tadellos gekonnter alpenländischer Sologesang von Luise Rist, beispielsweise „Heidschi-Bumbeitschi“ oder „Es wird scho glei dumpa“.

Bild 171Nov. 2008 KiGa Kinder in der Hölle!   

   MEDDERSHEIM. Kinder aus der „Käfer“- Gruppe des Meddersheimer Kindergartens „Rasselbande“ brachen bei Kaiserwetter zu einem Ausflug mitten durch die Weinberge zu den „Salamander-Sonnenbänken“ oberhalb den letzten Häusern Richtung Kirschroth direkt hinter dem ehemaligen Wirtshauskeller Graupner auf. „Die Hölle“ heißt dieser Teil der Gemarkung bei den Meddersheimern, wo Landwirt und Winzer Alfred Hahn mit Erntehelfern bei der handverlesenen Riesling-Weinlese für Sekt-Grundwein im steilen Wingert stand. Natürlich durften die Kinder um Maritta Helmes und Inge Kistner von den süßen Früchtchen naschen.



Gegen Neues Neubaugebiet formiert sich Widerstand!

Nr.321: Anlieger Ernst Oldhaber wehrt sich Bild 322: Blick vom Ki-Garten gen Norden  Bild 323: Die Problematik liegt im Detail!

   MEDDERSHEIM. Nach einer nichtöffentlichen Informationsveranstaltung zur Ausweisung eines Neubaugebietes hinter der Winzergenossenschaft schlagen die Wellen hoch: Widerstand macht sich breit, längst nicht überall stößt die Bebauung in der knapp 1500-Seelengemeinde auf Gegenliebe. Hintergrund war, dass eine Grundstückeigentümerin auf einer landwirtschaftlichen Fläche einen Änderungsantrag des Flächennutzungsplanes auf Wohnbebauung stellte, um diesen Grund lukrativer als Bauplätze zu veräußern. Daraufhin überprüfte die Ortsgemeinde mit Kreisplaner Schäfer die mögliche Ausweisung eines Wohn- und Mischgebietes zwischen der Naheweinstraße hinter der Winzergenossenschaft bis zur Straße Auf der Hohl. Die dortige Straße ist kein so genannter „Dienstbarkeitsweg“ mehr, sondern seit 1978 eine gewidmete Straße der Gemeinde. Sollte dort also ein Bürger einen Antrag auf Wohnbebauung stellen, muss die Gemeinde für die nötige Infrastruktur sorgen. Mittlerweile lud die VG Eigentümer und indirekt Beteiligte im Rahmen einer Anliegerversammlung ein. Über drei Dutzend kamen, Vertreter des Vermessungs- und Katasteramtes Bad Kreuznach informierten über „eine dann eventuell erforderliche Baulandumlegung“, das geplante Mischgebiet tangiert auch Stilllegungsflächen. 

Drei Varianten wurden vorgestellt, ein Kreisel an der Winzergenossenschaft für die Zuwegung ist geplant. Eine mögliche Alternative sieht vor, vorhandenes Gartengelände in Bauland umzuwidmen und bestehende Scheunen und alter Baumbestand zu beseitigen. „Hiergegen erhob sich scharfer Widerstand der Eigentümer und auch der Anlieger, fast alle waren dagegen“, berichtete Ernst Oldhaber aus der Anhörung und geht auf die Barrikaden. Er kündigte an, gegen das Vorhaben zu kämpfen. Der diplomierte Betriebswirt kam 1974 aus dem Ruhrpott ins Weindorf, besitzt Pferde und über 1700 Quadratmeter Grünfläche. Oldhaber befürchtet langfristig „Landflucht“ und führt stagnierende Nachfrage in unmittelbarer Nachbarschaft (Merxheim-Ost und Leinenborn II) ins Feld. Gewerbebauten könnten nicht als dauerhafte Investitionen angesehen werden, Leerstände verursachten Gewerbebrachen. Zudem müsse die Charakteristik und Kulturlandschaft des alten Ortskern erhalten bleiben und der „Zersiedelung der Landschaft Einhalt geboten werden“, empörte sich Oldhaber. Dieser „rein egoistischen Argumentation“ will Ortsbürgermeister Tilo Krauß nicht folgen, die Ortsgemeinde müsse gerade dort die Interessen aller Bürger wahren und habe selbst keine Flächen mehr anzubieten. Für mehr als ein Dutzend Bauplätze und zwei Handwerksbetriebe liegen explizit Anfragen vor, informierte Krauß auf Nachfrage. Nun soll es jedoch im Gemeinderat öffentlich weitergehen, Planungen und Änderungen erörtert werden. Die Winzergenossenschaft Rheingrafenberg hegt derzeit „extreme Bedenken, dass dort in unmittelbarer Nähe ein Wohngebiet geplant ist“, wie Helmut Weck vom Vorstand erläuterte und will dies schriftlich äußern. Oft beschwerten sich jetzt schon Anwohner, wenn Pumpen laufen, Feste gefeiert oder Trauben angeliefert werden. „Für uns als WG nur Probleme“ denkt Weck über Anliegerkosten, Wohn- und Mischgebiet direkt neben der Winzergenossenschaft laut nach.  Mischgebiet ist im deutschen Bauplanungsrecht nach § 6 der Baunutzungsverordnung als ein Baugebiet mit breiter Auslegung geregelt. Wohnen und die Unterbringung von Gewerbebetrieben, die das Wohnen nicht wesentlich stören, sind gleichberechtigt nebeneinander erlaubt. Dazu gehören Wohn- und Verwaltungsgebäude, Geschäfts-, Büro-, Einzelhandels- und Gewerbebetriebe, Schank-und Speisewirtschaften,  Anlagen für kirchliche, soziale und sportliche Zwecke, Gartenbetriebe. Auch Tankstellen und sonstige Vergnügungsstätten sind erlaubt.  


Impressionen von einem "Goldenen" Oktober 2008 aus dem Weindorf Meddersheim

 

oben: Impressionen aus Meddersheim. Bilder Nr. 163, 164, 165, 166, 167, 168, 169, 170.

BUSWENDEPLATZ problematisch:   Bild: 162.  Kirschrother KiGa-Kinder werden von Georg Korn abgeholt

MEDDERSHEIM. „Bus- Wendeplatz“ malten in großen Lettern die Gemeindearbeiter Reinhard Hexamer und Willi Seibert auf den Kindergarten-Vorplatz. Aber es nützt nichts: „Ist denn die ein Meter große Schrift „Bus-Wendeplatz“ noch nicht groß genug?“, schimpfte Busfahrer Helmut einmal mehr an der Haltestelle vor dem Meddersheimer Kindergarten. „Die Leute würden am liebsten in den Kindergarten hinein fahren und das geht nicht!“, kommentierten andere die ständig wiederkehrende Problematik. Der Schulbus fährt Schüler- und Kindergartenkinder aus Kirschroth in den Meddersheimer Kindergarten „Rasselbande“ und lädt dort morgens 14 Kinder Richtung Monzinger Grundschule ein: Die reguläre Haltestelle „KiGa- Auf der Hohl“ ist sehr beliebt, weil dort vor allem Erstklässler mit ihrem schweren Ranzen gefahrlos einsteigen können. Einziges Problem: Immer wieder blockieren Autos den Wendekreis. „Die Situation hat sich schon gebessert. Trotzdem: Es gilt ein absolutes Halteverbot und alle sind dazu gefordert, dies einzuhalten!“ sagte KiGa-Leiterin Anne Weck. Über 60 Kinder in drei Gruppen besuchen den Hort. Weil ständig ein anderer Personenkreis, Opas und Omas oder Geschwister, die Kindergartenkinder bringen oder abholen, warb Anne Weck eindringlich um Verständnis den Wendeplatz freizuhalten, da andernfalls die Haltestelle nicht mehr angefahren werde, was ein ganz großes Handicap wäre.

 Das Apollo-Schlagercafe im vollbesetzten Saal faszinierte und war Straßenfeger! 

Bild 88: Der starke Apollochor  Bild 89: Kabarett vom Feinsten!  Bild 90: Gäste waren begeistert 

    MEDDERSHEIM. Erstmals lud der 1851 gegründete Gesangverein Apollo Ende Oktober 2008 zum Schlager-Cafe in den Gemeindesaal und lag goldrichtig: Vorsitzende Hilde Bens stand schon vor Eröffnung bei vier Dutzend Kuchen und „vollem Haus“ die Freude ins Gesicht geschrieben, und an diesen musikalisch-bunten Nachmittag in festlichem Ambiente voller Höhepunkte mit Schlagern und Kabarett vom Feinsten, werden sich die Besucher nach lange und gerne erinnern. Chordirektor Jürgen Frank schritt galant mit einer Roten Rose durch die vollbesetzten Reihen und plauderte auf der Suche nach seiner „Janett`“ entertainmäßig aus dem Nähkästchen. „Rein zufällig“ habe sich der gelernte Gärtner vor 30 Jahren aus dem Saarländischen in die Naheregion aufgemacht: „Mehr so als Entwicklungshelfer“, und damit waren  Pfiffe und Buhrufe im Meddersheimer Gemeindesaal eingeplant. Und dort putzte, ebenfalls rein zufällig, „es Meschthild“. Eher ein pfälzisches Urgestein, deren Wurzeln bis zu Steinhardter Erbsen zurückreichen, mit Kittelschürz` und ihrem markant altfränkisch gebundenen Kopftuch. Fräulein „Putzwunder“ stellte zur Freude des begeistert mitgehenden Publikums dem „kleen Chorleiter“ nach. Passend dazu sang sie träumend Marianne Rosenbergs Melodie „Der gehört zu mir“: Sabine Schossig-Roevenich faszinierte ihr Publikum von der ersten Minute an und ließ die Gäste teilhaben an innersten Frauenträumen und Phantasien. Das Publikum machte mit, ließ sich von einem lachartigen Mitmachvirus infizieren und sang lautstark voller Esprit und Leidenschaft „Aber bitte mit Sahne“, „Ein Bett im Kornfeld“ oder „Eine neue Liebe“ von Winnie Markus, das Schlagercafe machte seinem Namen alle Ehre. Das 1.60 große felkestädtische Energiebündel und anerkannte Wohlfühlexpertin wusste, was zwischen Anti-Ätsching und Rock-und-Rosen ankommt. Mit allen Genres vertraut, offenbarte sie beim femininen „Fever“- Gesang oder Zarah Leanders Rosenregnenden Evergreen auch eine brillante Hommage an ihren Brotaufstrich, verlas Winzer-Kontaktanzeigen und „verrapte“ Weinlieder in schräger „Hanglage“. Gemeinsam mit dem „kleenen Chorleiter als heimlichem Schwarm“ gaben beide auf der Bühne bei einem Glas Rotwein ein tolles Bild ab. Die Chemie stimmte von Anfang an, auch zwischen Sabine Schossig-Roevenich und dem glänzend aufgelegten Gitarrist Olli Schneiß. Apollo sang natürlich auch, hier begleitete souverän Klaus Winter: „Aber dich gibt´s nur einmal für mich“, „Heimweh“, „Rote Lippen soll man küssen“, Bette Midlers „The Rose“, oder Elton John preisgekröntes „Can you feel the love tonight“ kamen zu Gehör. Ein im Vorfeld ganz starker Projektchor mit drei Dutzend Stimmen begeisterte mit den Beatles-Oldies „Yesterday“ und „Obladi, Oblada“ sowie „Hallelujah“ von Leonhard Cohen und erntete Sonderapplaus. Ganz ohne Noten und keinesfalls stocksteif sang ein glänzend und konzentriert agierender Chor „Marina“, ein Gassenhauer, den Rocco Granata schon vor 49Jahren sang. „Amigos para siempre“ erntete ebenfalls Beifallsstürme. Drafi Deutschers Hit „Marmor Stein und Eisen bricht“, war gefeierte Zugabe. Chordirektor Jürgen Frank lobte diese für Apollo maßgeschneiderte und bravourös intonierte „leichte Muse“ aus dem Unterhaltungsmetier, seit 1995 dirigiert er den Chor. „Atmosphäre bekommt ein Konzert, wenn der Funke überspringt“, resümierte und dankte die Vorsitzende: Chormusik müsse stets auf Neue und im neuen Gewandt zum Publikum gebrachte werden, sagte die Apollo-Chefin Hilde Bens, und wünschte sich zwingend mehr mitmachende Männer.  „Toller Nachmittag, die Mischung stimmte, die Präsentation war perfekt“, lobten wie Diethelm Stallmann aus Langenthal, Günter Germann aus Bärweiler oder Hanfried Lantz aus Kirschroth alle Besucher.



Brückenbauwerk erregte die Gemüter - Notwendige Maßnahme

Bild 1134: Links das neue Geländer, monatelange Arbeiten gehen zu Ende 1135: Nadelöhr für Fußgänger, Skater, Radfahrer war es sehr gefährlich. Bild 1136: Es wird eng: Die Nahebrücke bei Meddersheim ist stark frequentiert. 

   MEDDERSHEIM. Im Juli 2007 wurde der Verkehr auf der Meddersheimer Brücke umgelegt, der zweite Bauabschnitt ist in vollem Gange. Es geht recht eng zu, Vorsicht ist geboten. Das Land Rheinland-Pfalz ist alleiniger Baulastträger, die Kosten belaufen sich auf  250.000 Euro. Rechtsseitig in Fahrtrichtung Bad Sobernheim wird durch eine so genannte Betonkappe ein Rad- und Gehweg integriert, damit die Fahrräder und Fußgänger die Brücke „Verkehrssicher passieren können. Das war vorher nicht so, weil die Verkehrswege bisher nicht getrennt waren!“, informierte auf Anfrage der Hauptsachgebietsleiter Robert Kämpf, zuständig beim Landesbetrieb Mobilität, Straßen und Verkehr in Bad Kreuznach für Brückenbauten. Dass die Informationspolitik im Vorfeld nicht optimal gelaufen ist, bestätigte und bedauerte Robert Kämpf. Viele Bürger fragten nach, monierten und drückten auch gegenüber den Behörden offen ihren Unmut darüber aus, dass die alten Sandsteinmauern ersatzlos einem Metallgeländer weichen: „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht“, erklärt Kämpf dazu. Durch eine so genante Betonkappe, die 15 Zentimeter höher als die eigentliche Fahrbahn der Landesstraße ist, wurde der Verkehrsweg getrennt. Die zusätzliche 50 Zentimeter Querschnittsbreite für den Rad- und Gehweg wurde gewonnen, indem die Natursteinbrüstung abgenommen und durch ein gestaltetes Geländer ersetzt wird. Der Landesbetrieb sei davon überzeugt, dass  Passanten und Bürger die objektiv sehr gut aussehende Neugestaltung des Geländers, wie übrigens andernorts auch, annehmen werde, nicht zuletzt, weil Platz gewonnen wurde. Die Brücke selbst werde nicht breiter. Sie wird mit einer konstruktiven Platte über die alten Stahlbetonbogen abgedichtet. Weiter wird eine Fahrbahnabdichtung gemacht, damit kein Wasser von oben in die Konstruktion eindringen und, anders als bisher, nun Korrosionsschäden am Bau verhindert. Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger sollen von der neuen Brücke partizipieren, trotz Urlaubszeit liege man „voll im Zeitplan“. Die Brücke steht zu dreiviertel auf Meddersheimer Gemarkung, war im zweiten Weltkrieg gesprengt worden und wurde im August 1948 mit Genehmigung der Franzosen von Landrat Philipp Gräf wieder eröffnet. Sie war baugleich mit der Naheüberquerung in Staudernheim, die ebenfalls aus Sandsteinen besteht. Zwei schwere Jahrhundert-Hochwasserkatastrophen im Januar 1918 und am 21. Dezember 1993 beschädigten die stark frequentierte Brücke. Im Jahre 1427 suchte sich die Nahe gar ein anderes Bett. Aber das ist eine andere Geschichte!


Förderer der Martinskirche beim Sommercafe: Was kann es schöneres geben? Sich bei Kaiserwetter an eine Kuchentafel setzen und „Gott den lieben guten Mann“ sein zu lassen!

Bild 522: Kaiserwetter, vollbesetzte Tische und eine sehr gute Stimmung herrschte Bild 523: Es war ein reges Kommen und Gehen, schattige Plätzchen waren gefragt Bild524: Es gab eis und Eiscafe, viele Kaffeesorten, Kuchen und Torten u.v.m. 

 Nachdem die Meddersheimer einen „Förderverein Martinskirche“ gründeten und in einem ersten Bauabschnitt 2006 das Langschiff ihres Gotteshauses samt neuer Elektrokabel und moderner Heizung sanierten, steht bereits die Sanierung des Gotischen Altarraumes mit der Kanzel in einem weiteren Bauabschnitt ab 2010 im Fokus. Natürlich hatte der rührige Vorstand um Vorsitzende Heide Dhonau und fleißige Helferhände alles vorbereitet, es gab sogar Eiscafe! Und auch der Reinerlös um die 500 Euro kann sich blicken lassen. In diesem Zusammenhang darf eine weitere gute Tat nicht unerwähnt bleiben: Frau Anneliese Kiehl gewann beim Weinfest 2008 den Hauptpreis der Tombola und wurde auf der Weinwaage aufgewogen. Pardon, stimmt nicht ganz: Die Seniorin ließ in ihrem 86. Lebensjahr stattdessen Tochter Gisela Mohr Platz nehmen, und die nahm noch spaßeshalber den zweieinhalbjährigen Enkelsohn Simon auf ihren Schoß. Der Wert von über 70 Flaschen dürfte leicht über 250 Euro im Ausschank "einbringen" und in der Kasse des Fördervereins als „Reibbach“ klingeln: Siegerwein wurde quasi zu „Gotteswein“. Ute Reidenbach-Dönnhoff und Organistin Melanie Petersen betreuten beim Weinfest neben Kinderspielen auch „Speed Stacking“ (Becher-Schnellstapeln). Erlös: 57 Euro. Zudem wurde noch ein erster Wandkalender in Farbe für 2009 aufgelegt und nach dem Erntedankfest am 5. Oktober verkauft. Die Motive im Jahreszyklus rund um die Kirche fotografierten Ingrid Gräff und Pfarrer Hansjörg Biegel. Alles in allem also ist der sehr rührige Meddersheimer Förderverein Martinskirche höchst aktiv, zählt im Januar 2009 über 75 Mitglieder.



25. Blumenschmuck-Wettbewerb

des FFVM in der Weinbaugemeinde -Hört die beliebte Veranstaltung das Sterbeglöcklein läuten???

Bild 302- JubiläumsVA-2008

MEDDERSHEIM. Zum 25.ten Male führte der Fremdenverkehrsverein (FVVM) 2008 seinen Blumenschmuckwettbewerb durch. Ob ein Fortbestand über dieses Jubiläum hinaus gewährleistet ist, scheint derzeit mehr als fraglich. Das Durchschnittsalter des 1980 gegründeten und noch sehr regen FVVM um den dienstältesten Vereinsvorsitzenden Erwin Biller, liegt bei 67 Jahren: „Der Elan lässt nach, Nachwuchs mit frischen Ideen zur Belebung des Vereins sind für den Fortbestand gefragt“, sagte Erwin Biller und dankte Mitgliedern des Bad Sobernheimer Obst- und Gartenbauvereins für die Durchführung der Prämiierung. Selbst „hartgesottene“ frühere Soldaten und Vereinsmitglieder hätten Muskelkater bei der über 15 Kilometer langen Besichtigungstour  verspürt, scherzte Biller. Namens der gut 1500-Seelen-Weinbaugemeinde dankte Beigeordneter Karl-Kurt Bamberger. Vor Wochenfrist erst hätten Griechen aus der Partnergemeinde „uns bewusst gemacht, wie schön unser Dorf Meddersheim ist. Sie haben jede Menge Bilder gemacht, positive Eindrücke mitgenommen und Komplimente verteilt“, freute sich Bamberger. Jeweils drei Anwesen wurden in vier Gruppen prämiert. In der Sparte Fensterfront erzielte Familie Eckhard Schlarb (Sobernheimer Str. 1) die meisten Punkte. Marga Gottfriedt aus der Hintergasse 13 nahm Siegerorchideen für den schönsten Vorgarten in Empfang. Familie Ströhmann (Kirschrother Str. 47) hatte die schönste Gesamtansicht, Familie Gräff (Kirschrother Str. 26b) den schönsten Balkon. Auch die zweit- und drittplazierten erhielten Urkunden und Blumen als kleines Dankeschön (wir berichteten bereits). Bei Kaffee und Kuchen saßen Jury, Preisträger und Vereinsmitglieder lange zusammen.

MEDDERSHEIM: Winzergenossenschaft Rheingrafenberg  ist noch die einzige im Kreis - Teamarbeit und Qualität sind gefragt!      Kellermeister Otmar Loch-Binz:  "Die Qualität muss man herauskitzeln!"

77:Probieren ist doch im Keller am schönsten! Bild 78: Auch der neue Verkaufsraum mit Raritäten ist gelungen, eine Augenweide

Logo und ein optisch gelungenes  Erscheinungsbild sind wichtig! 

79:Schonende Anlieferung an der  Traubenwaage !

   MEDDERSHEIM. Die Halbzeitpause bei der Weinlese 2008 nutzte die Meddersheimer Winzergenossenschaft Rheingrafenberg zu einem Infogespräch mit Standortbestimmung und Rundgang durch modernste Betriebsanlagen. Frühe Traubensorten wie Optima, Bacchus, Ehrenfelser und Müller-Thurgau bei den Weißweinen sowie Portugieser und Dornfelder bei den Rotweinen sind eingebracht. Die Ernte begann früher als erwartet, weil die Winzer angesichts der feuchten Witterung im September befürchteten, dass ähnlich wie vor zwei Jahren die Traubenfäule um sich greifen würde. Mit Argusaugen wurde die Entwicklung verfolgt, Fäulnisherde herausgeschnitten, um das gesunde Traubengut weiter reifen zu lassen. Intensiver als sonst haben die Winzer die Traubenzone von Blättern befreit, damit die Luft zirkulieren konnte und Sonnenstrahlen das Lesegut bis zu einem optimalen Mostgewicht weiter reifen ließ. „Aufwändige Arbeit im Weinberg trägt Früchte, man muss die Qualität herauskitzeln“ zeigte sich Kellermeister Otmar Loch-Binz höchst zufrieden. Der überwiegende Teil der Spätburgunder Trauben sowie der Riesling werde erst noch geerntet. Diese Weißwein Spitzensorten seien robust und gesund, sie verzeichnen eine wöchentliche Mostgewichtszunahme von sieben bis acht Grad Oechsle, obwohl der Zeitpunkt des physiologischen Reifeprozesses überschritten sei. Weil die Säurewerte sehr hoch liegen, bleiben die Trauben zum natürlichen Säureabbau möglichst lange am Stock hängen. So die momentane Situation. Nach Jahren der „Superlativen“ gehe man „von sauberen, sortentypischen Qualitätsweinen und zu einem geringeren Teil auch von leichten und hochkarätigen Weinen“ aus, wobei der Riesling einmal mehr für Überraschung sorgen werde, prophezeite der Kellermeister.

    Betriebsbesichtigung: Beim Rundgang durch die 1929 gegründete Meddersheimer Winzergenossenschaft stellte der diplomierte Ingenieur der Önologie und Vize der Naheweinwerbung sein vor acht Jahren begonnenes längerfristig angelegtes und als überaus erfolgreich bewertetes Konzept in der kreisweit noch einzig verbliebenen Winzergenossenschaft vor. Ende der 1990er Jahre habe man Probleme gehabt, hätte sich wegen „nicht zeitgemäßer Techniken und Know-how“ dauerhaft am Markt nicht behaupten können: „Wir haben ab dem Jahr 2000 in einem längeren Zeitraum konsequent die `Neue Winzergenossenschaft` aufgebaut, schon sehr früh die Angebotspalette erweitert und mit der Etablierung des Classic-Segmentes als Senkrechtstarter am Markt goldrichtig gelegen. Auf weniger als 70 Hektar Rebfläche wachsen in den Lagen Rheingrafenberg (Riesling) und Altenberg mit jeweils 30 Prozent Anteil typische Rebsorten. „Wir haben über eine Million Euro in die Hand genommen, modernisiert, und sind heute zukunftsfit und behaupten uns sehr erfolgreich“, resümierte Vorstandsmitglied Helmut Weck. In erster Linie sei die Genossenschaft dazu verpflichtet, ihren 20 Mitgliedsbetrieben ein ordentliches „einkömmliches Auskommen“ zu garantieren, von dem man Leben könne. Schon im Wingert sei konsequent höchsten Qualitätsansprüchen Rechnung getragen,  verbessert, „selektiert“, und so auf höchste Marktansprüche reagiert worden. Für die Mitglieder wurde der Hektarerlös von 4000 auf 7000 Euro plus Mehrwertsteuer (trotz Mengenregulierung!) gesteigert. „Wir sind nahe bei unseren Mitgliedern und am Kunden“, so Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Sponheimer. Komplett wurde Traubenannahme und Kelterhaus modernisiert: Kippen statt pumpen lautet die Devise einer schonenden Annahme. Das Traubengut wird im Wingert in Anhänger geschüttet, die mit Spezialfolie ausgelegt sind und direkt in die acht Tonnen fassende Edelstahlmulde gekippt, wo die schonende Verarbeitung im Kelterhaus beginnt. Hier werden Gewicht und Mostgewicht zur späteren Auszahlung an die Mitglieder ermittelt. Sämtliche Trauben werden „entrappt“, nur die Beeren wandern zur Weiterverarbeitung und ohne jeglichen mechanischen Pressvorgang läuft zwei Drittel des Mostes von der Kelter und wird in Edelstahlbehälter weitergeleitet. Hier setzt sich ein großer Teil der Trubstoffe im unteren Bereich der Tanks ab. Der darüber befindliche schon klare Most wird in Edelstahl- Gärtanks mit computergesteuerter Kühlung geleitet. Aufgrund seines schwimmenden Deckels spricht man von so genannten „Immer-voll“ –Tanks. Längst weiß man, dass ein zu stürmischer Gärvorgang dazu beiträgt, empfindliche Aromen aus dem gärenden Most zu reißen, informierte der Kellermeister: Durch konstante Kühlung ist eine gezügelte Mostvergärung möglich und garantiert die Grundlage für sortentypische und klare Rebsortenweine. Nach dem Ende des Gärvorgangs belässt man die Weine noch eine gewisse Zeit auf der Hefe, um ihnen zusätzliche Aromen mitzugeben. Die Weine bleiben in den Edelstahltanks frisch, da jeglicher Sauerstoffzufuhr vermieden wird. 24.600 Liter fasst jeder der hohen Tanks mit Abstrichhilfen, Lagerkapazität in vier Reihen: 1,2 Millionen Liter. Auch hier habe die Genossenschaft ökonomisch-umweltgerecht investiert. Hinzu kommen weitere Tanks und der Holzfass-Weinkeller. 

Thema Events und Tourismus: Hier seien die Potentiale vor Ort längst nicht ausgeschöpft, man befinde sich nicht im Schlaraffenland, eher im windstillen „Auge des Orkans“, wenn man das Weltkulturerbe Mittelrhein, Saar, Ahr oder die Mosel mit ihren „Klettersteigen“ rundum beobachte. „Vier Busse unterbringen? Unmöglich“, schilderte Otmar Loch-Binz die Situation und plädierte wie Jürgen Sponheimer für einen „Tourismus-Macher“, auch die Politik sei gefordert. Selbst habe die Winzergenossenschaft Rheingrafenstein etwa bei Wohnmobilisten Einladungen ausgesprochen und Stellplätze angeboten. Mit dem Weingarten „Eden“ verfolge man direkt am sehr gut frequentierten Naheradweg ein weiteres Standbein, Produkte direkt zum Kunden zu bringen. Ein Drittel des Umsatzes geht an Privatkunden, ein Drittel an Geschäftskunden und der Rest kommt über den Lebensmittel-Einzelhandel in die Verkaufsregale.  Weiteres im Internet unter www.rheingrafenstein.de     



MEDDERSHEIM: Im Weinort machte die „Mittelrhein-Classic“ Station

 601:..überm fahren will sie keinen Sekt nicht trinken....  602: Ford V 8, ein Traum. So sehen wahre Gentlemans aus!  Bild 603: "Schätzchen"-Kulisse wie aus dem Bilderbuch... 604: + Kapitäne und Oldtimer  blitzen in der Sonne...

Acht Clubs von Idar-Oberstein bis Ingelheim, allesamt als so genannte Motorsportgemeinschaft (MSG) „Südring“ im ADAC Mittelrhein zusammengeschlossen, übernahm die Organisation. Start und Ziel der vierten Mittelrhein-Classic war Bacharach, 2007 war Meddersheim schon einmal Durchgangskontrollstation: „Eine sehr gute Veranstaltung“ lobten die Bolidenpiloten im Weinort, allen voran Ernst-Werner Scherer aus Simmern mit seinem 911-er Porsche, zufrieden war auch Organisationsleiter Frank Zimmermann aus Wöllstein vom MSC Bingen. In zwei Kategorien (120 Kilometer Bildersuchfahrt oder 240 Kilometer-Orientierungsfahrt) wurde die Classic auf „Deutschlands schönsten Straßen“ für drei ADAC-Läufe gewertet. Der erste Vorsitzende der Meddersheimer Winzergenossenschaft und Vize des Sportfahrerteams (SFT)„Brunkenstein“, Jürgen Sponheimer aus Nußbaum, geriet ins Schwärmen beim Anblick der 32 Oldtimer, von denen jedes Vehikel eine lange Story erzählen könnte. An einem 170-er Nachkriegs-Mercedes mit Vorkriegstechnik und der Startnummer 1 prangte neben dem aktuell gültigen TüV- Prüfsiegel aus Stolberg noch eine Originalplakette aus dem Jahre 1957. Mit von der Partie VW-Käfer, BMW´s, englische Triumph`s und Jaguars, ein kleiner Fiat Abarth ebenso wie ein schwerer Opel Admiral oder eine soundstarke „Stingray“ Corvette- Cabriolet mit 300 Pferdestärken unter der Haube und zwei dicken (und heißen!) Auspuffrohren („Sidepipers“) an den Einstiegen. „Die haben ja gar keine Airbags oder Sicherheitsgurte“ staunte Frau Eva Holler aus Meddersheim nicht schlecht, überall wurde gefachsimpelt. Ein Schnauferchen gab unterwegs den Geist auf, gestartet waren 33. Den so genannten „Re-Start“ nach der Mittagspause im Beisein vieler Zaungäste ab der Winzergenossenschaft führte das älteste Teilnehmerfahrzeug an, ein Ford V8, 3,6 Liter, 90 PS, Baujahr 1937 mit Blattfederung und dem besonderen Hinweis in der Kühlerfigur „Deutsche Wertarbeit, in Köln gebaut“. Nomen est omen: Gesteuert wurde das historische Schätzchen in stilvollem Outfit von Maria und Karl-Heinz Stolz aus Schalkenmehren (Vulkaneifel), der frühere Kanzler Helmut Kohl chauffierte einst damit Ehefrau Hannelore bei Kanzleramtsfesten durch den Park.



MEDDERSHEIM. Zu Ehren des 80. Geburtstages von Werner Hilkene

  lud  die Ortsgemeinde  zu einem Empfang in den kleinen Gemeindesaal ein. 

1187: Der Kindergarten brachte natürlich ein Ständchen. Dieser war dem Jubilar immer eine Herzensangelegenheit! Bild 1188: Rolf Kehl kam. Der Meddersheimer "OB" war immer sehr beliebt! Bild 1189: Mit dem Opa habens alle gern!

Zahlreiche Freunde, einstige Ratsmitglieder und kommunale Weggefährten, Vereinsvertreter und Bürger gratulierten dem Alt-OB und Ehrenbürger der heute über 1500 Seelen zählenden Weinbaugemeinde, wo Werner Hilkene 35 Jahre lang als Ortsbürgermeister wirkte und sichtbare Spuren hinterließ. Der Jubilar bedauerte sehr, dass seine Frau Erika der Feierstunde nicht beiwohnen konnte. Daher habe es im Vorfeld auch großer Überredungskünste bedurft: „Ich habe doch nur meine Pflicht getan!“, diese Bescheidenheit sei Werner Hilkene stets eigen gewesen. Tilo Krauß zitierte Siegmund Freud: Gegen Angriffe könne man sich wehren, „..gegen Lob ist man machtlos!“ und verlas weitere Glückwünsche auch der beiden Bundestagsabgeordneten Julia Klöckner und Fritz Rudolf Körper. Ausführlich lobte Bürgermeister Krauß das jahrzehntelange, ehrenamtliche Engagement, das „immer von großer Solidarität und Fürsorge getragen und in der auch viel Nächstenliebe enthalten ist!“. Für die Verbandsgemeinde gratulierte Bürgermeister Rolf Kehl mit großem Präsentkorb: Die „Liste ihrer Aktivitäten und Verdienste in der VG sind ebenso ellenlang wie in ihrer Ortsgemeinde“. Als Kehl 1966 als Lehrling bei der VG- Verwaltung begann, war Werner Hilkene als Bürgermeister im Amt. Der Kindergarten um Leiterin Anne Weck gratulierte mit Blumen und Rosen, mehreren Liedern und sang auch ein Geburtstagsständchen in englischer Sprache.„Es ist mir eine große Ehre, was ich erfahren darf“, sagte Werner Hilkene dankbar und tief bewegt. Stets habe er die Bürger bei wichtigen Projekten, mehreren Kanal-, Straßen- und Neubaugebieten mit einbezogen, mitgenommen, den „schärfsten Kritikern dadurch schon im Vorfeld die Munition genommen. Dankbar bin ich auch, dass stets die Bürger mitzogen!“, gab das gebürtige und in der Weinbaugemeinde Meddersheim tief verwurzelte Urgestein, Vater dreier Kinder und achtfache Opa Komplimente zurück. Nur so habe der zur FWG zählende Bürgermeister 1998 ein „gesundes Polster“ hinterlassen können, Hilkene kritisierte die heutigen hohen VG- und Kreisumlagen. 1956 begann er seine Tätigkeit im Gemeinderat, er war stets aktives Mitglied aller Ortsvereine und vielfach Gründungsmitglied. Die Gratulanten wünschen für das neue Lebensjahrzehnt „alles erdenklich Gute, frohen Mut, viel Optimismus und Gottvertrauen“.



Rückblick: 2006 jetette Nadine Henn nach Curacao

MEDDERSHEIM. Nadine Henn hat das Reisefieber gepackt: 2006 flog die damals 26-Jährige mit einem Jumbo-Jet ab Ffm über Amsterdam nach Willemstad/ Curacao. Liebgewonnene Freunde will sie im „Dolphin Therapy & Research Center“ auf den Niederländischen Antillen besuchen. Drei Monate lang arbeitete Nadine Henn Ende 2005 hart während einer Sechs- Tage- Woche, bis elf Stunden täglich und unentgeltlich mit Kindern in der Delphin- Therapie und hat jede Menge positiver Eindrücke gesammelt.

Bild 1174: Nadine Henn mit "mateo" Bild 1175: DophinTherapy Center Curacao Bild 1176: Nadine mit Delfin "tela"

 Nadine Henn stammt aus Meddersheim, wohnt derzeit in Meisenheim und sie besitzt ein taffes und aufgewecktes Naturell. In Rockenhausen lernte sie Erzieherin, arbeitet seit acht Jahren im Meisenheimer Bodelschwingh- Zentrum. Ein Fotoapparat ist ihr ständiger Begleiter, sie ist begeisterter DJ im Rockclub „Das Kult“ in Gundersweiler. Von ihrem Arbeitgeber wurde Nadine Henn für die dreimonatige Tätigkeit 2005 in der Südkaribik freigestellt. Sie arbeitete als Assistentin bei renommierten Therapeuten, hat alles aus eigener Tasche bezahlt: „Aber diese Erfahrungen und diese Eindrücke, möchte ich nicht missen. Sie haben mich geprägt und positiv verändert!“, sinniert sie. Logopädisch und Physiotherapeutisch habe sie viel dazu gelernt, Aufwind bekommen. Keineswegs euphorisch, eher reserviert und kritisch sei sie anfänglich gewesen. Aber im Wasser bei den Delphinen wich sofort alle Skepsis: „Das war Wahnsinn, was da in einem vorgeht. Faszinierend und unerklärlich!“. Und warum soll Nadine Henn etwas erklären, wo doch die Wissenschaft noch in Kinderschuhen steckt? Aber sie versucht es: „Das hochsensible Sonar tastet wie ein Scanner den Gegenüber ab. Delphine sind verspielt, haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Da gingen Menschen mit einer Kniearthrose ins Wasser und sofort war der Delphin genau an dieser Stelle, wollte helfen....“ Auf Empfehlung von Kai Molters Eltern aus Alsenz, der zur Freizeit im Bodelschwingh- Zentrum und bei den Delphinen auf Curacao war, bewarb sich Nadine Henn bei der „Dolphin Aid“- Zentrale in Düsseldorf und erhielt nach Monaten eine Zusage. Spontan entschied sie sich für Curacao in der Südlichen Karibik, nördlich von Venezuela, eine rein deutsch- holländische Einrichtung mit deutschsprachigem Therapeutenteam. Das Therapie und Forschungszentrum mit Meeresaquarium liegt traumhaft paradiesisch auf einem Naturriff. Echte Haifische können hinter einer dicken Glaswand gefüttert werden, Wassertiere und Fische in allen Arten fehlen nicht!  Als Tagespensum können die drei Delphine jeweils vier Einheiten, sogenannte „Sessions“, mit maximal zwölf Patienten bewältigen. Der Vorbereitung und Gymnastik folgt dann die Wasserzeit. Die Delphine sind eine Art „Verstärker“, ein Ansporn und Belohnung für alle Patienten und Kinder. Für jede Art von Klientel: Ob Unfall- oder Wachkoma- Patienten, Autisten, körper- oder geistig behinderte Kinder: „Selbst verhaltensauffällige Kinder machten mit und strengen sich an, besonders viel Zeit mit dem Delphin zu verbringen“. Ganz wichtig: Eltern und Geschwister oder Bezugspersonen sollten unbedingt dabei sein. Um die 10.000 Euro kosten 14 Tage für die Familie mit Unterbringung und Verpflegung. Empfehlenswert: Im Zeitraum von zwei Jahren sollte die Therapie wiederholt werden, umfangreiche Berichte dokumentieren individuell beim Patienten enorme Fortschritte. „Erfolge sind sichtbar und von Dauer. Es gab kein Kind, das in 14 Tagen Delphintherapie keine Fortschritte gemacht hatte. Aber Wunder darf man nicht erwarten, das wäre utopisch“, sagt Nadine Henn klipp und klar! Darauf legt sie wert. Im Juli sind mehrere Kinder aus der Naheregion wieder zur Therapie bei den „Flippern“ auf Curacao, darunter wieder Kai Molter und ein Kirner Kind.


30 Mitglieder der Meddersheimer Ortsgruppe des Hunsrückvereins hatten sich zur traditionellen Federweißenwanderung 2007 trotz ausgiebiger Regenschauer gemeldet und pilgerten zwei Stunden über sieben Kilometer auf Schusters Rappen durch die Hottenbach Richtung Lohmühle am Beilstein vorbei und zurück zur Friedenseiche. Wanderwart Rainer Fuchs hatte die Strecke ausgesucht, Vorsitzender Eberhard Weingarth war mit Resonanz sehr zufrieden. Bei Mitglied Eckhard Schlarb im Weingut waren die Tische mit gequellten Kartoffeln und kaltem Bufett festlich gedeckt. Unterwegs gab es natürlich Federweißen, es wurde aber auch „alter“ Wein, gebrannter Wein, Glühwein, Sekt oder auch Kaffee, Gebäck und Waffeln gereicht, die Wanderschar ließ es sich einen Tag lang richtig gut gehen. Natürlich wurde die Wanderung 2008 wiederholt!     Bild 463: Die OG des HV Meddersheim

Federweißer-Wanderung sehr beliebt!


MEDDERSHEIM. Herzlichen Glückwunsch: Hugo Michel feiert in Meddersheim seinen 100.Geburtstag!

Bild 74; Erna + Hugo Michel (100)  75: "OB"- Tilo Krauß gratulierte...  76:..und natürlich der ganze Kreis!

   MEDDERSHEIM. –heylive-. Große Gratulationscour am 11.12.2008 den ganzen Tag über in der Meddersheimer Hohlgasse 1, wo Hugo Michel als erster Einwohner in der Weinbaugemeinde seinen 100. Geburtstag feierte: „Hat sich das so weit herumgesprochen?“ entgegnete das Geburtstagskind mit spitzbübischem Charme dem Hennweiler Kreisbeigeordneten Hans-Jürgen Schmidt, der die Glückwünsche des Kreises übermittelte und eine Beziehungskiste von „SooNahe“ überreichte. „Weiterhin solch ein strahlendes Lächeln und Wohlergehen“ sprach VG-Bürgermeister Rolf Kehl aus und Ortschef Tilo Krauß wünschte sich insgeheim irgendwann einmal, ebenfalls wie Hugo Michel, diesen runden Geburtstag feiern zu können. Neben Hugo Michel auf der Couch saß seine „Mama“, die am 14. Januar 2009, so Gott will, 98 Jahre alt wird: „Ich habe noch eine junge Frau. Nur sie hört mir nicht mehr so!“, lächelte der Jubilar. „Ja, umgekehrt stimmt`s. Wir ergänzen uns sehr gut. Ich sehe schlecht und höre gut, bei ihm ist gerade umgekehrt. Er sieht alles, nur er hört mir nicht!“, plauderte seine gebürtige Bärenbacher Frau Erna aus dem Nähkästchen. Dem Paar war es vergönnt, vor zwei Jahren am 26. November Gnadenhochzeit feiern zu dürfen. „Im Juni werden es 75 Jahre, wo wir uns kennen, seit er mit dem Motorrad zu mir kam!“ unterhielt die Seniorin im Kreise ihrer beiden Kinder die Gratulanten. Den ganzen Tag über gaben sich Gratulanten die Türklinke in die Hand, Michels haben vier Enkelkinder und acht Urenkel. Hugo Michel wurde auf dem Welschröther-Hof geboren und ist Mitbegründer des SV Limbach. Als er nach Gefangenschaft in mehreren US-Staaten und England 1946 aus dem Bretzenheimer Lager ausgezehrt und abgemagert nach Hause kam, lag alles danieder: Der einzige Bruder, Julius, kämpfte bei Stalingrad und blieb mit 38 Jahren in Sibirien. Der Hof war ausgeraubt, die Eltern tot und seine Frau allein. Jene Jahre schweißten das junge Paar mit den beiden kleinen Kindern zusammen. Hugo Michel besaß den sprichwörtlichen „Grünen Daumen“, jahrzehntelang belieferte er mit seiner Frau als „Ökopioniere“ Stammkunden und Märkte mit selbst erzeugtem Butter und Käse sowie Obst aus seiner Plantage und eigenem Anbau. Die 70-jährige Tochter Lieselotte wohnt in Kirschroth. Sohn Manfred in Meddersheim. Die Kinder erinnerten sich „Ich kann mich nie an einen Streit oder an ein falsches Wort entsinnen. Die Ehe war geprägt voller Harmonie und Fürsorge, aber stets Weltoffen und Tolerant!“. 1982 zog es das Paar in die Weinbaugemeinde Meddersheim und hier verleben sie nach den Worten des 100Jährigen Jubilars „die schönste und sorgenloseste Zeit“. Jede Woche ein Glas Honig sowie Süßigkeiten sieht man Hugo Michel nicht an. „Ja, mein Mann ist ein Süßer!“, strahlt seine Frau Erna und macht Komplimente... Übrigens:  Die Menschen in Rheinland- Pfalz werden immer älter. 2008 feierten 658 ihren 100. Geburtstag, im Jahre 1959 waren es "nur" drei!



 Tolles, mediterranes Flair in schönem Ambiente spornte  „Trommelnde Drachenkinder“ ebenso wie die mit einer coolen  Performance auftretende Rock-Pop-Band „Long Tall Peter and the Shakers“ an. Letztere überzeugten mit Tanzmusik, beliebten Hits und wurden dank ihrer ausgefeilten Bühnenshow gefeiert. Sie trafen das „Feeling“ der weinfroh-„schwofenden“ Gästeschar punktgenau.

MEDDERSHEIM. (2008) Wenn die Winzergenossenschaft zum Hoffest einlädt, ist schönes Wetter abonniert: Vollbesetzten Tische sind garantiert, die Meddersheimer sind gute Gastgeber: Einmal mehr lobten die Gäste die Anstrengungen von Küche und Keller. Sonntags eröffneten die Simmertaler „Brunkensteiner“ um Jochen und Timo Dellweg, viele Radfahrer machten Station und kehrten zum Frühschoppen ein. Der Ortsausgang Richtung Merxheim wird alljährlich zum Großparkplatz, wenn die Gewinner der Tombola mit Wein aufgewogen werden. Hoffeste in der Meddersheimer Winzergenossenschaft haben Tradition bis ins Jahre 1979, als das 50-Jährige Jubiläum der Erzeugergemeinschaft gefeiert wurde. Erstmals war in diesem Jahr der neue Verkaufsraum komplett zugänglich, offenbarte und präsentierte die ganze Produktvielfalt der modernen Winzergenossenschaft Rheingrafenberg, die auch am optischen Erscheinungsbild mit völlig neuer Weingarten- Terrasse und einladender Fassade kaum wieder zu erkennen ist. 58 Weine für fünf Euro konnten bei einer offenen Weinprobe im urigen Holzfasskeller verkostet werden, darunter ein mit höchsten Ehren prämierter 2006 Weißburgunder trocken. Gisela Mohr sorgte im ganzen Haus für die passende Dekoration. Zudem wurden die neuesten Weine des Jahrgangs 2006 der „Premium“-Linie, erstmals mit Schraubverschluss, vorgestellt. Bei diesen selektierten Weinen wurden gezielt vor der Lese Trauben abgeschnitten, um die Qualität zu verbessern.  Geschäftsführer Otmar Loch-Binz und der Nußbaumer Vorsitzende Jürgen Sponheimer betonten, dass einzig und allein der Markt und der Kunde über den Verschluss entscheiden würden. Sehr gute Erfahrungen habe die WG auch mit Plastikkorken gemacht. In diesem Jahr wird die Lese vermutlich drei Wochen vor der Zeit, spätestens am 10. September und damit so früh wie nie zuvor beginnen, sagte Sponheimer, der mit einer sehr hohen Qualität rechnet. Bis dahin wird noch die Trauben-Annahmestelle mit neuester Technik versehen und eingerichtet. 

Bild 935: Trommelnde Drachenkinder 934 oben+ hier 936: Kai Schatto (re.)  Bild 937: Derlei Musikberührt +fasziniert


 MEDDERSHEIM: Im vergangenen Jahr schon war die Aktion vom Erfolg gekrönt. Also riefen Eberhard Weingarth und Vize Klaus Becker in diesem Jahr einige Wochen früher erneut zu dieser „Mitternachtsaktion“ auf. Welse seien in unserer Region keine gebietstypischen Fische sondern eher nachtaktive Raubfische und wahre „Fressgiganten“, die vor Jahren „über den Rhein-Main-Donau-Kanal zugewandert sind und sich im Gewässersystem der Nahe ausgebreitet haben“, erklärte Eberhard Weingarth, seit 2000 ASV-Vorsitzender und er ist sich der Zustimmung des Fischereiverbandes gewiss. Er will „einer Plage vorbeugen“, verhindern, dass vom Besatz her der Fischbestand ins Ungleichgewicht abdriftet. Welse betreiben Brutpflege, ihr eigener Nachwuchs werde gehegt, gepflegt und beschützt und deshalb sei die Besatzdichte an Welsen auch an großen Exemplaren zu hoch. Tauwürmer und Hühnerleber, aber auch Tintenfisch oder tote Rotaugen dienten als Köderfisch. 31 der 63 Mitglieder, darunter viele Jungfischer, beteiligten sich an den Fischerbänken. Knapp ein Dutzend Welse wurden gefischt, ein gut Dreipfünder Aal von 88 Zentimetern war Beifang von Marc Küstner. Petri Heil! 

„Jungwelse fangen zur Bestandsregulierung“, dies war klare Ansage beim ASV

Bild 588 - 2008  ASV Meddersheim



KIGA- MEDDERSHEIM:  Lausbub Michel aus Lönneberga überzeugte vollends!

 Bild 9: Michel aus Lönneberga faszinierte sein Publikum, vorne KiGa-Tante "Anne" 

 Bild 10:  Ist Michel nun  ein blonder Engel oder ein lausiger  Bengel ?

 Bild 11 Applaus war allen 3x sicher !

  MEDDERSHEIM. November 2008. Aus mehreren Filmen und über 300 Buchseiten wählte die Laienspielschar des Meddersheimer Kindergartens „Rasselbande“ sechs beliebte Szenen des blonden „Michel aus Lönneberga“ aus, und brachte bei drei Aufführungen im vollbesetzten Gemeindesaal ihr 19. Stück in Folge auf die Bühnenbretter. „Heij, schön dass ihr wieder alle da seid!“, begrüßte nach monatelangen und intensive Proben erleichtert Kindergarten- und Theaterchefin Anne Weck. Links der Bühne war ein kleines Häuschen mit dem berühmten Herzchen angebaut, rechts war der Schuppen des Katthult-Bauernhofes zu sehen. In dieses Asyl ging der kleine Lausejunge öfters „stiften“, bis Papa Antons Ärger verraucht war! Schon in der ersten Szene waren die Kinder nach dem Michellied („Sing dudeldei...“) hellhörig, als Michel nach der Schule ganz aufgeregt seiner Mama Alma freudestrahlend verriet, er habe die Lehrerin geküsst! Katja Bamberger (28) spielt zum dritten Male in Folge nach dem „Kleinen Gespenst“ und Meerjungfrau „Arielle“ die Hauptrolle und den quirligen Blondschopf, Annette Edel-Schmidt mimt seine Mutter und Jürgen Bromann spielt Vater Anton. Die Rollen sind ideal besetzt, seit Jahren glänzen die Akteure und viele Helfer um Anne Weck durch Spielfreude und mit immer neuen pfiffigen Ideen, werkeln am Bühnenbild und auch die Umsetzung mit raffinierten Tricks gelingt brillant. Noch bevor Michel mit dem Kopf in der Suppenschüssel stecken blieb, geht es turbulent zu. Magd Lina (Heike Schmid) im Karacho plumpst samt Feuerholz auf die Bühne, weil Michel ein Hickelseil in der Küche vom Stuhl zum Tisch für Schwester Ida (Conny Kroll) spannte. Nach dem Doktor (Martin Bens) wird geschickt, der Bub hat nur wenig später ein fünf Öre-Stück verschluckt, aber der Quacksalber nimmt fünf Kronen, welch ein Unglück!. Bei den Svensons auf dem Katthulthof ist immer was los, und zwischen dem „blonden Engel“ und einem „Bengel und Satansbraten“ liegt nur ein schmaler Grat. Doch „Michel aus Lönneberga“ hat seine Fangemeinde: „Der ist nie böse. Aber vieles läuft eben wie im richtigen Leben oft schief und.....Ausgang ungewiss!“, bringen wie Hubert Rist viele begeisterte Zuschauer die Dinge auf den Punkt. „Dumm gelaufen“ auch jene nächtliche Szene, wo Michel der Katze „frei“ gibt und die Rattenfalle ausgerechnet an Papa Antons  Platz unter den Küchentisch stellt, weil doch ringsum genügend Brotkrümel liegen, nur an Papas Platz nicht.....Und im Traum dachte sich der Racker doch nix dabei, als er zuckersüß-vergorene Kirschen naschte, oder nachts die Tür vom „Donnerbalken“ vorm Haus zumachte. Doch da saß noch Papa Anton im Nachthemd drauf und der ganze Saal schaute vergnügt zu und hielt sich den Bauch vor Lachen. Die gute Seele Alfred (Torsten Stroh) half einmal mehr und rettete die missliche Situation. Mehrfach gab die Laienspielschar ein tolles Bild ab und lief zur Höchstform auf: Etwa als die Magd Lina (Heike Schmid) Zahnweh hatte, auf einem Stuhl gefesselt und ein langer Faden zum Schleifstein gespannt wurde. Als alle Hausmittel nicht halfen kam der Hufschmied (Frank Mohr) und zog (sogar im Publikum) mit seiner großen Zange Zähne. Theatralische Hektik kam vor dem „Mittsommerfest“ auf, als Michel seine Schwester Ida blau anmalte und Klatsch-und Tratsch-Tante Krösa Maya (Susanne Treukann) überall herumposaunte, die kleine Göre habe „Tiflis“ (gemeint war natürlich Typhus). Weitere Mitwirkende vor und hinter den Kulissen: Andrea Kehrein, Silke Stroh, Irina Schmidt, Jeanny Schmidt, Bernd Schmidt, Angela Schumacher, Gregor und Lukas Dieter und Thomas Mähler, Pia Ermel nähte mit Eltern Kostüme, Peter Cloidt filmte. Mit dem Erlös und den Einnahmen des Fördervereins um Vorsitzende Katja Hilt aus einem riesigen Basar auf 18 voll beladenen Tischen im Saal nebenan wollen die Erzieherinnen Trommeln und musikalische Instrumente anschaffen und so lange gehegte „Herzenswünsche“ für den Kindergarten „Rasselbande“ erfüllen.



Die Meddersheimer Feuerwehr probte 2006/2007 unter ihrem Wehrführer Rainer Schönheim mehrfach am Kindergarten den Ernstfall. Auf vollstes Verständnis der Eltern und Bevölkerung stieß dabei eine abgesagte Übung in der kalten Jahreszeit, die natürlich nachgeholt wurde!

Bilder 1132-1133- April 2008



   MEDDERSHEIM: Nachgefragt bei einem Experten par Excellent: Klaus Nieding 

Bild: 39 Bei Niedings zu Hause: Besprechung für Benefizveranstaltung der Franzmanns/Merxheim 2007 Bild: 40 Klaus Nieding und sein Küchenteam mit Stefan Zentellini und vielen fleißigen Helferinnen

Meddersheimer Jagdpächter Klaus Nieding sieht man in diesen Tagen besonders oft über Fernsehkanäle und Nachrichtensendungen flimmern. Als Fachanwalt und Präsident des Deutschen Anlagenschutzbundes für Wertpapieranlieger hat er alle Hände voll zu tun, sein Rat und seine Einschätzung der weltweiten Finanzkrise ist gefragt. Er selbst habe „im rheinland-pfälzischen Meddersheim ein Haus gebaut und eine kostspielige Jagd gepachtet“ und so sein Geld neben einigen Aktien sicher angelegt, berichtete er im TV über seine „Kapitalanlage“. Keineswegs sei für ihn die viele Mehrarbeit „ein Segen“. Börsenzocker sind in Verruf geraten. Plötzlich wissen alle an den internationalen Finanzmärkten, dass endlich die Blase geplatzt ist. Trotz neuerlicher Zinssenkung rund um den Globus schlägt das Börsenbarometer nach unten durch: „Dax sinkt mit Leitzinsen“ lautete gestern unsere Finanz-Schlagzeile. Der an der Mittleren Nahe bekannte Hegeringleiter und Jagdpächter Klaus Nieding wirbt um Vertrauen. Anders als international agierende Finanzkonzerne und globalplayende Finanzjongleure handele es sich bei den hiesigen Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken überwiegend um wertkonservative Geldinstitute, die ihre Kundschaft kennen, und weniger „das große Rad“ gedreht haben. Dennoch: Der Anleger sei gut beraten, seine Depotauszüge sorgfältig auf die Risiken zu überprüfen. Natürlich könne es auch hier zu fehlerhafter Anlageberatung und Missverständnissen kommen. Die Finanzkrise ging durch ungesicherte Hypothekenkredite in den USA aus und war abzusehen, ist für Klaus Nieding klar. Im Vertrauen auf steigende Immobilienpreise habe man Hausbesitzern großzügige und billige Immobilienkredite verschafft. Durch die Immobilienblase in den USA brachen die Immobilienpreise ein, so dass die einzige Sicherheit für die Darlehen deutlich an Wert verlor. Dies führte zu einem Dominoeffekt weltweit bis zum letzten Geldinstitut, das diese verbrieften Kredite gekauft hatte. In der Folge gerieten zunächst amerikanische Banken in Geldnot. Im Gegensatz zum amerikanischen Spezialbakenprinzip refinanzieren sich deutsche Banken teils über Kundeneinlagen und stehen dadurch deutlich besser da. „Ein Sonderfall ist der Münchener Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate, der wohl vor allem mit hauseigenen Problemen zu kämpfen hat“, sagt Nieding.

  Und wie kam die Krise zu uns? „Durch die Insolvenz von Lehman Brothers schwappte die US-Krise zu uns: Davon sind nach unserem Kenntnisstand tausende deutscher Anleger betroffen. Unsere Kanzlei vertritt allein augenblicklich mehr als 1.000 geschädigte Kapitalanleger“, so der Anwalt über die Ausmaße so genannter "Lehman-Zertifikate". Ferner häuften sich die Anfragen, ob man jetzt sein Geld von der Bank holen  und unterm Kopfkissen verstecken sollte. Aber davon könne Klaus Nieding nur abraten, dies sei der unsicherste Ort und locke nur „böse Buben“ an!

Enorme Dimensionen: Weiter vertritt seine Kanzlei Großmandate, darunter 60 Kommunen, kommunale Gesellschaften und mittelständische Unternehmen, die über deutsche Großbanken so genannte CMS Spread Ladder Swaps in einem gesamten Nominalvolumen von rund 160 Millionen Euro gezeichnet haben und dort starke Verluste erlitten haben. Daneben laufen schon länger Massenverfahren in Sachen Phoenix Kapitaldienst GmbH i.I., der österreichischen AMIS, der deutschen DBVI und in Sachen AHBR, wo mit einem Kooperationspartner rund 7.500 Mandanten vertreten werden. Schließlich nehme ihn nach wie vor  vom Schadensvolumen her das größtes Verfahren für das amerikanische Öl- und Gasförderunternehmen Moncrief Oil International gegen Gazprom stark in Anspruch, wo vor dem Landgericht Berlin das russische Gasunternehmen Gazprom auf Schadenersatz in Höhe von neun Milliarden Euro verklagt wurde.

Und zu welchen Anlageformen rät der Experte? Nieding: Risikolose Anlagen wie Sparbuch, Termin- oder Festgeld, Fonds, Bundesschatzbriefe oder ähnliches. Das Risiko, dass die Bank oder Sparkasse, bei der ich mein Geld angelegt habe, Probleme bekommt, ist auch durch das politische Versprechen von Kanzlerin Merkel und des Finanzminister Steinbrück relativ gut abgesichert.

Wie lange dauert die Krise noch, und was muss zwingend auf den Prüfstand? „Die große Chance ist, dass wir in Zukunft uns wieder auf mehr werthaltiges Bankgeschäft konzentrieren“, so der Meddersheimer. Wir brauchen striktere Aufsichtsregeln, eine einheitliche europäische Finanzaufsicht als ersten Schritt hin zu einer einheitlichen globalen Finanzmarktaufsicht. Ferner müssen die Bilanzierungsregeln für Finanzinstitute und Banken geändert werden : Geschäfte außerhalb der Bilanz gehören untersagt, weitgehendere Eigenkapitalunterlegungspflichten für bestimmte Geschäfte sind notwendig und die Bilanzierung von Wertpapieren und Derivaten zu Anschaffungspreisen statt zu Marktpreisen sollte erlaubt werden, um in Zeiten der Krise die Abwärtsspirale zu durchbrechen, fordert Nieding. Auch sollte über ein dauerhaftes Verbot so genannter „ungedeckter Leerverkäufe" nachgedacht werden, um die grenzenlose Spekulation auf fallende Kurse einzudämmen.Und was sollten Anleger mit ihren Beratern besonders beachten? Tipp des Experten: Im Gespräch die Aussagen des Anlageberaters zu Risiken der Kapitalanlage mitschreiben und vom Berater gegenzeichnen lassen. „Zuckt der dann, dann weiß ich, woran ich mit seinen Anpreisungen bin!“. Nur was man Schwarz auf Weiß besitzt dürfe man getrost nach Hause tragen. Notfalls könne man sich auch von spezialisierten Anwälten beraten lassen, rät Klaus Nieding.



MEDDERSHEIM. Über 300 Bikerinnen und Biker kamen Ende Juli 2008 zum 23. Internationalen Meddersheimer Motorradtreffen: Röhrende heiße Öfen, aber auch fein herausgeputzte „Schätzchen“ steuerten den Mühlenweg und Nahewiesen an. 1985 wurde der heute 48 Mitglieder zählende MSC gegründet, seit Jahren wird das Treffen auf dem 2000 neu gebauten Clubgelände „Im Brühl“ gefeiert.

846: MSC- Chef Peter Anton moderiert Gaudi-Wettkämpfe + Fässchen trinken...  Bild 847: Stilechtes Outfit, die beliebte Rocker Weste ist wie eine Landkarte!  Bild 848: Wie in einer großen Familie: köstliche Champignonpfanne mit Peterlie 

 In Zelten und Wohnmobilen campierten die weit gereisten Freunde auf den Nahewiesen. „Fachsimpeln und in lockerer Atmosphäre Freundschaften auffrischen“, so charakterisierte MSC-Chef Peter Anton die Stimmung. Ausfahrten zu Sehenswürdigkeiten, am Samstag in Schwimmbäder der Region waren angesagt. Meddersheimer pilgerten erst abends in den „Brühl“ zum MSC. Eine kulinarische Köstlichkeit war die original Meddersheimer Champignonpfanne mit „viel Knobi und Peterlie“, deren Zutaten Ute und Hermann Zauner und Klaudia und Erik Jungblut frisch schnippelten und langsam sämig köchelten. Motorradfreunde vom MC „Laschkorken“ aus Lohfelden Soehre in der Nähe von Kassel bildeten mit 22 Teilnehmern die größte angereiste Clique. In vier Wochen „brettern“ ebenso viele MSC`ler aus dem Weindorf zum Gegenbesuch dort hin. Motorradfreunde („MF“) aus Wiesbaden und MF „Rose“ aus Ellwangen wurden ebenfalls geehrt. Zum 15.Male war der 75-jährige Nikolaus Rosmanitz aus Karlsruhe zu Gast, für die weiteste Anreise erhielten Toril und Andreas Aarsland ein Präsent. Sie kamen aus dem 1.400 Kilometer entfernten Norwegen an die Nahe. Gewinner der „Saufmaschine“, einer mit Scheibenwischermotor betriebenen Zapfanlage auf einem Fässchen, war aus Wiesbaden Werner Dell, der 6:43 Minuten durchhielt. Während der Gaudispiele herrschte prächtige Stimmung, sogar die Laola-Welle ging durch die Reihen. Im kommenden Jahr soll es Gaudispiele für die Kleinsten geben, die sehr zahlreich dies einforderten und bei der abschließenden „Manöverkritik“ Gehör fanden. Fetzige Musik der Band „EXCITE“ sorgte nach langem Soundcheck für gute Unterhaltung. Rockklassiker wie „We will Rock you“, „Born to be wild“, „Summer of 69“ waren ebenso im Repertoire wie groovige Interpretationen von Klaus Lage oder Herbert Grönemeyer. Die Bad Kreuznacher spielten schon einmal hier, der gebürtige Monzinger Andy Emmler lobte die lockere Atmosphäre, der Gitarrist sprach gar von einem „echten Heimspiel“.



Meddersheimer feierten 30. Weinfest neuerer Zeitrechnung

669:Rainer Schönheim von der WGMedd. (v.li.), H.Hexamer, Moderator Sauer, E.Schlarb, W.Hehner u. H.Bamberger.

Bild 670: Wolfhart Dhonau zum 30x als Conferencier dabei, OB Tilo Krauß und Erwin Biller v. F V V Medd.(v.li.)

Bild 671:Weilerer Mäd` strahlten wie  Sonnenschein bei der Weinprobe, örtliche "Eigengewächse" waren nette Gastgeber!

  Meddersheim feierte drei Tage lang sein 30. Weinfest, nachdem Karina I. 1979 zur Naheweinkönigin gekürt wurde. Zum 15. Male wird mitten im Ortskern gefeiert. Es war wieder so wie immer: "Die kommen plötzlich wie aus Kanaldeckeln" sagten Gäste, die sich im Internet verabredet hatten und das "feeling" samstags kennen. Die traditionelle Weinprobe tags zuvor in dem 1500-Seelen-Weindorf gibt es zum 37. Male in Folge. Mit Entertainer und Rezitator Christoph Sauer wurde erstmals ein Moderator engagiert: Man wollte „etwas Neues wagen, die klassische Weinprobe attraktiver machen“, wie es Harald Hexamer und Heiko Bamberger formulierten. Vorbei die Zeiten, als Altvordere von der „Weinbauschule“ mit gestreng prüfendem Blick und sensiblem Geruchssinn über die angestellten Proben schwadronierten und philosophierten, als es im Saal mucksmäuschenstille war und man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Genau wurde in den 1970-er Jahren hingehört, was der Experte zu sagen hatte und noch lange nach der Probe über all das geschlussfolgert wurde, was ungesagt blieb. Dies änderte sich mit den Jahren: „So ganz haben wir den Lärmpegel nie in den Griff bekommen. Ein Beweis dass Wein belebt“, sagte Ortsbeigeordneter Karl Kurt Bamberger am Rande. Probleme mit der Akustik im Gemeindesaal sind bekannt und nicht förderlich, und dennoch: Die Tische waren voll besetzt, viel Jugend kam und feierte mit, lauschte den Anekdoten und Darbietungen von Christoph Sauer. Ob Heinz Erhardts "Erlkönig", der "kleine grüne Kaktus", ein Ausflug mit "Tante Klara in die Sahara“ im Berlin der 1920-er Jahre sowie Ouizeinlagen ernteten viel Applaus. 14 der 18 Weine waren Jahrgang 2007. Rainer Schönheim von der örtlichen WG Rheingrafenberg sprach von einem Jahr der Superlative, vom frühesten Austrieb der Reben seit dem Jahre 1900!, dem frühesten Blütetermin und dem frühesten Reifebeginn Mitte des Jahres. Keinem anderen Jahrgang jemals zuvor sei es vergönnt gewesen, von der Blüte bis zur Ernte über 120 Tage am Rebstock zu reifen und „dies werden sie auch schmecken“, kitzelte Schönheim Gaumenfreuden. Zudem sei der Jahrgang lagerfähig. Paarweise wurde der unterschiedliche Ausbau und die Nuancen ein und derselben Rebsorte verkostet, etwa als die beiden Riesling- Charaktere Weißburgunder Kabinett halbtrocken aus dem Rheingrafenberg vom Weingut Hehner-Kiltz und ein Rivaner halbtrocken aus dem Altenberg vom Weingut Eckhard Schlarb im Glase funkelten. Rivaner feinherb sei als Allrounder knackig, frisch und spritzig, „für Menschen mit empfindlichen Magen fast Medizin und bei vernünftiger Dosierung mit durchaus beglückenden Nebenwirkungen“, meinte Eckhard Schlarb augenzwinkernd und prostete den anwesenden Doktoren Breinlinger und Bohr zu, die es auf Rezept verschreiben müssten..... 

672:Besucherrekord 2008 bei den Naheweinmajestäten früherer Jahre Bild 673: Wer wollte da nicht Bürgermeister sein?? Bild674:Swing, Evergreens, Glenn-Miller-Sound, u.v.m.   Bild 675: Albrecht Müller hat Majestäten im Schlepptau...

120 Hektar stehen derzeit in der gut 1500 Seelen zählenden Weinbaugemeinde im Ertrag, die Hälfte davon ist Riesling;  - die filigranste und am stärksten verbreitete Rebsorte der Nahe ist hoch prämiert und zählt zu den Besten Gewächsen auf der ganzen Welt. Rainer Schönheim von der Genossenschaft (Grauburgunder trocken) und Harald Hexamer kredenzten im Vergleich einen 2007-er Weissburgunder trocken:  „Dies sind wertvollste Weißweine überhaupt, beliebt und geschätzt und international längst kein unbeschriebenes Blatt mehr“. Einen Frühburgunder Rotwein trocken, Jahrgang 2004, jeweils zu 50 Prozent im Barriquefass und im Holzfass gereift, mit Bukett aus reifen Früchten und Kirschen auf dem Höhepunkt präsentierte Heiko Bamberger. Mit der Lese dieser Trauben aus der Burgunderfamilie wird in Kürze begonnen. Bacchus- und Gewürztraminer Spätlesen wurden von 20 hübschen und netten „Eigengewächsen“ ausgeschenkt. Saftig sonnig-süße Auslesen oder ein 2002-er Riesling- Eiswein der Winzergenossenschaft fanden Genießer. „Petrus muss ein Meddersheimer sein!“, gemeinsam mit Erwin Biller vom Fremdenverkehrsverein schenkte "OB" Tilo Krauß am Samstag Gratiswein aus. Krauß dankte den ausrichtenden Vereinen. Zig-Tausende feierten und tanzten auf der „Weinfestmeile“ zwischen Kirche und Feuerwehrhaus bis zum frühen Morgen, die Band „Borderline“ aus Weimar sorgte für weinselige Stimmung. Zehn Sorten Fisch hatte der ASV Meddersheim im Angebot, Ochs vom Spieß oder Pizzas lockten, gleich mehrere „Dippegucker“ gabs beim GV Apollo. Am Sonntagmittag trafen sich zahlreiche Weinmajestäten ab 1950, wurde zwischen Weinschmeckerwettbewerb und Tänzen Conferencier Wolfhart Dhonau für sein 30-jähriges Engagement mit Wein auf der Original Meddersheimer Weinwaage aufgewogen. Am Abend spielte die 76th U.S. Army Band aus Mannheim-Sandhofen.   



Beim Weinfest 2006 wurde Erwin Rübenich in Wein aufgewogen!

Bild 974: Erwin Rübenich nimmt gemütlich Platz 975: Otto Reich, einst Vizepräsident von American Express, Gattin + W. Dhonau Bild 976: Weinselige Stimmung mitten auf der Gaß` ,der L376, OD Meddersheim

Heiko Bamberger (links oben) vom Meddersheimer Weinfestausschuss tariert die „Original Meddersheimer Weinwaage“ aus, auf der Erwin Rübenich Platz nahm und als Sieger mit 86 Flaschen Nahewein aufgewogen wurde. Sowohl Moderator Wolfhart Dhonau wie OB Tilo Krauß gönnten dem gebürtigen Weilerer den Spaß und Spektakel. Schließlich wohnt Erwin Rübenich nur zehn Meter von der „Weinfestmeile“ entfernt und er „sei immer da, wenn Werkzeug und Material oder eine helfende Hand beim Aufbau des Festplatzes wie schon bei der Kirchenrenovierung gebraucht werde“. Wer wagt gewinnt, dachte sich Erwin Rübenich und kaufte Lose. Bereits zum vierten Male saß er auf der Waage, erstmals aber als 1.Sieger. Erwin Rübenich, der gerne wandert, im Garten und im Weinbau arbeitet, wurde im gleichen Jahr 70 Jahre alt. „Dann wird wieder feste gefeiert, der Wein ist schon da!“, strahlte er. Zeitlebens arbeitete er im Schichtdienst  bei Michelin in Bad Kreuznach, er fühlt sich seit vier Jahrzehnten mit seiner Frau Anneliese in Meddersheim wohl. Im Bild Mitte ist Otto Reich aus Schmidthachenbach zu sehen. Der beliebte Grandseigneur und Charmeur fing ganz klein an. Als er in Rente ging, war er Vizepräsident von "American Express", kannte viele US-Präsidenten in der Tat höchstpersönlich. Man kann sein Charisma, seine Menschenkenntnisse und seine Tierliebe kaum beschreiben, er begleitete viele Jahre US-Big-Bands in Baumholder, oder die damals in Bad Kreuznach stationierte "Old Ironside" oder auch Formationen aus Mannheim-Sandhausen. 



MEDDERSHEIM. Während einer Feierstunde wurde die neue Friedhofshalle vor mehr als 150 Bürgern, Firmenvertretern und ehrenamtlichen Helfern seiner Bestimmung übergeben.  Musikalisch umrahmte der Apollochor und dass die Lautsprecheranlage krächzte und stotterte, störte angesichts dem rundum gelungen Prachtbau eigentlich niemand. 

 (Bild 1019-1020- und Außenansicht Bild 1050- 2005) Nicht jeden Tag stehe die Einweihung einer neuen Friedhofshalle auf der Tagesordnung, meinte Ortsbürgermeister Tilo Krauß zu diesem besonderen Anlass. Seit Grundsteinlegung mitsamt zwingend notwendiger Friedhofserweiterung unter Alt-OB und Ehrenbürger Werner Hilkene beschäftigte diese Baumaßnahme drei Gemeinderäte. Zu keiner Zeit waren die Kosten ein Thema, vielmehr sollte es ein würdevoller Ort des Abschiednehmens werden. Ganz besonders dankte Krauß während der Feierstunde dem Raumbacher Künstlerpaar Radvak /Gaidos, deren drei Bleiglasfenster im lichtdurchfluteten Innenraum ein ganz besonders gelungener Blickfang ist. Von den Kosten über 10.000 Euro gingen  Dreiviertel als Spende ein. Dank enormer Eigenleistung seit Baubeginn am 29. März 2003 wurden die geplanten Gesamtkosten von 238.000 Euro deutlich unterschritten. Diese Bereitschaft sei für Krauß „ein eindrucksvolles und bleibendes Erlebnis“ und zu jeder Zeit würde er mit dem Lauschieder VG- Architekten Werner Buch als „kompetenten und jederzeit kümmernden“ Planer solchen einen Bau erneut beginnen. Das „Projekt Friedhofshalle“ mit zwei Kühlräumen und Toiletten rief gar den RWE- Konzern auf den Plan, der hier eine Ausbildungswerkstatt einrichtete. Neben Josef Munzlinger und Horst Schönheim, ABM- Kräften und Hartz IV Arbeitern dankte Tilo Krauß den beiden ehrenamtlichen Helfern Eberhard Diehn und Franz Koch mit Präsenten und vergaß die beiden Bediensteten Willi Seibert und Reinhard Hexamer nicht. Als „Juwelen“ bezeichnete der Ortschef die fleißigen Gemeindearbeiter, die aus freien Stücken und bei strömendem Regen an Samstagen gewerkelt und ihren Urlaub verschoben hätten. Gottesacker nannten die Vorfahren diesen Ort: Pfarrer Hansjörg Biegel predigte vom aufgehenden Samenkorn und vom Sieg über den Tod. Und auch wenn es von diesem Ort kein Entrinnen mehr gebe und der Anlass noch so traurig sei, bliebe Trost und der Glaube an die Hoffnung und Auferstehung. Sein Katholischer Amtsbruder Günter Hardt segnete ebenfalls die neue Friedhofshalle und „die Menschen, die ihren letzten Weg gehen und Angehörige, die hier trauern werden. Herr lehre uns, dass wir auf dieser Erde keine feste Bleibe haben werden!“. Hans Georg Janneck beglückwünschte die „dörfliche Gemeinschaft zu solch einem Prachtbau mitten im Dorf, weil sie zum Leben einfach dazugehört. Es geht weiter auch nach dem Tod“, so Janneck. Vorsitzende Hilde Bens dirigierte selbst den stimmgewaltigen Apollochor, dessen feierliches Liedgut von Dietrich Bonhoeffer „Von wunderbaren Mächten...“ und „Meine Zeit steht in Deinen Händen...“ nicht treffender hätte sein können. Im Anschluss lud der Gemeinderat ins Gemeindehaus zu Kaffee und Kuchen, wo detailliert der Werdegang bebildert dargestellt wurde.


   MEDDERSHEIM. Zwei Tage lang führte das weltweit renommierte Bildungswerk für Wellness und Gesundheit aus Bad Homburg eine Mitarbeiterschulung im Meddersheimer Vitalresort Menschel durch und verlieh den Teilnehmern „Gesundheits- Führerscheine“.

   Bilder Nr 1467 und 1468 im Kurhaus Menschel. Diese Schulung gilt in Fachkreisen als etwas ganz Besonderes. „Nur gesunde, motivierte und geschulte Mitarbeiter können wertvolle Tipps und Erfahrungen bei den täglichen Anwendungen und im Umgang mit Kurgästen überzeugend vermitteln“, fasste Birgit Franke zusammen. Sie ist im Management für die Ernährung und den Biobereich zuständig und mit Bruder Dr. Matthias Menschel in der „Nachrücker- Generation“ des traditionsreichen Kurhauses verantwortlich tätig, das derzeit 38 Mitarbeiter beschäftigt. Nicht Lehrmeisterhaft mit erhobenem Zeigefinger sondern mit System und Struktur anhand praxisorientierter Beispiele erläuterten die beiden Dozenten Maike Respondeck und Claus- Arwed Lauprecht, Präsident des Internationalen Spa- und Wellness- Bundes, detailliert komplexe Zusammenhänge in den verschiedensten Bereichen und Arbeitsabläufe: Wie funktioniert die einzelne Zelle, wie die Atmung und das Herz- Kreislaufsystem? Was bewirkt das Rauchen?, Warum ist gesunde Ernährung und Bewegung so wichtig?, dies waren zentrale Themen und wurden ebenso wie Stress und Stressmanagement sowie die Wirkungsweise zahlreicher Wellness- Anwendungen erörtert. 


Es ist ein Kommen und Gehen und ein Dankeschön sagen nach jeder Legislaturperiode. Unser Rückblick ins Wahljahr 2004 zeigt von links den ersten Beigeordneten Wolfhart Dhonau, Karl Mohr, Günther Menschel, Karl Kurt Bamberger, der im Amt bestätigte  Ortsbürgermeister Tilo Krauß (FWG), Paul Bens und Helmut Hexamer mit Urkunden.  (Bild 1036- 1037)


Bilder 757 -758  April / Mai 1994 

Maifeier frühzeitig angezündet! Was hatten sich die Meddersheimer Buben Andreas Hahn, Richard Schönheim und Marco Hey Arbeit gemacht und alles mögliche für ein großes Maifeuer (Hexenfeuer) zusammengetragen. Altes Holz, Weinkisten, Äste und Sträucher, nix verbotenes. Aber das Hexenfeuer wurde von Fremden aufgestockt und schon einen Tag eher angezündet! So mussten die Meddersheimer Buben wie viele andere vor ihnen, Lehrgeld zahlen. Oft wird in der Mainacht auch der Maibaum von Maihexen aus anderen Orten abgeschnitten, wenn man ihn zu früh aufstellt, oder nicht ausreichend "bewacht" ! 



Bild 790: Zwischen Meddersheim und Kirschroth wird in den Wingerten gelesen Bild 791: Spaß und Kameradschaft untereinander werden groß geschrieben Bild 792: Die WG Meddersheim ist auf der Seite der "Stoppeler" und behilflich 

Stoppeln die Meddersheimer, oder stobbeln sie?: Fakt ist, dass Jugendliche, Naturverbundene Naheländer, Mädels und Jungs, die sich in der heutigen Formation erstmals am 18. Oktober 2003 nach einer siebenjährigen "Abstinenz" ihrer "Vorgänger"- Generation zusammenfanden und die Wingerte nach Resttrauben durchforsteten. Aus diesem Lesegut kelterte der Kellermeister der Winzergenossenschaft Rheingrafenberg, Rainer Schönheim, einen Wein: "Die Sorte ist zwar undefinierbar, aber wir rechnen bei 102 Grad Öchsle schon mit einem trockenen Trinkwein, einer Art Weißherbst, ideal für Cola- oder Limoschoppen", sagte Stephan Weck bei der ersten Probe. Bevorzugte Lagen: Der Kirschrother Wildgrafenberg oder in Meddersheim rund um den Altenberg. Neben der Kameradschaftspflege wollen die Jugendlichen und jung gebliebenen auch Kulturgut pflegen und alte Traditionen wahren. Einst war die Leseaktion eine mühselige Arbeit, mittlerweile bleiben für die Stobbeler ganze Reihen stehen und hängen, und dann wird im Sommer auf den Nahewiesen meist eine Megafete, eine "Stoppel-Party" mit fetziger Hardrock-Musik gefeiert. Sturm, Blitz und Donner scheinen die Meddersheimer dabei abonniert zu haben. Auch wurde schon mehrmals zur Schlittenparty und Wintergaudi eingeladen.


GV Apollo wertete Schlagerparade "Wir bei euch" vom SWR auf! 

Bild 1052: Apollo sang Mey +Udo Jürgens  Bild 1053: Meddersheim auf dem Äther 1054. Apollochefin Hilde Bens am Mikro

Rückblick: Die beliebte Schlagersendung des SWR "Wir bei euch" gastierte mit Moderator Peter Jochen Degen am 28.März 2004 im Meddersheimer Gemeindesaal. Mittlerweile ist die Aufzeichnung über 22 Jahre auf Radio-Sendung und plant im Juni / Juli 2009 die 1000. Veranstaltung!  In die "gut Stubb" des Weindorfs damals, 2004, kamen nur 200 Gäste, es war kalt und es schneite. Ein Zugpferd fehlte gänzlich, und für die Meddersheimer als Veranstalter war kein Geschäft zu machen. Die Band "Rosenkavaliere" war zu Gast, der Mainzer Trompeter Martin Schworm, Axel Becker; Frank Petersen, und Leonie Berger sowie der Bad Sobernheimer Bluesikant und Künstler Gerhard Engbarth traten auf, Bürgermeister Tilo Krauß plauderte aus dem Nähkästchen und stellte den Weinort vor. Der GV "Apollo" sang als die beliebtesten Lieder Reinhard Meys "Über den Wolken" und Udo Jürgens Klassiker wie etwa "Ihr von Morgen" und rettete so die Ehre, jedenfalls was die musikalische Beliebtheitsskala betrifft: "Wenn man solchen Aufwand betreibt, dicke Strahler unter der Decke hat, dann sollte auch ein halbwegs bekannter Star im Rampenlicht stehen", war vielfacher Tenor und deshalb schwang doch etwas Enttäuschung mit. Moderator Peter Jochen Degen wollte dafür später einmal mit seiner Band im Weinort vorbeischauen und darauf warten die Meddersheimer bis heute noch immer....  



 

Juli 1990, Meddersheim Schützenfest: Kurz nach Mitternacht kommt ein Meddersheimer Pkw- Fahrer selbst nach 40 Metern Bremsspur im Ort nicht zum Stehen und prallt gegen diese Sandsteinmauer, die drei Jahre nach ihrem Bau zum 4.Male erneuert werden musste.

Bild 1004-1005- 1990



 

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