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Wo geht die Reise hin: Windräder oder Solarenergie?

  BAD SOBERNHEIM. Auf dem früheren NATO-Flugplatz Pferdsfeld trafen sich CDU-Landes-und Kommunalpolitiker mit Ortsbürgermeistern angrenzender Dörfer zum Ortstermin. Regenerative Energie war Thema. Hintergrund und erklärtes politisches Ziel: Bis 2020 soll 30 Prozent Strom aus regenerativen Energien kommen. Im bundesweiten Vergleich hinkt der Kreis Bad Kreuznach mit weniger als fünf Prozent weit hinterher. Hier auf Soonwaldhöhen sind seit Jahren Windräder ebenso im Gespräch, wie eine Photovoltaikanlage auf einer Fläche von elf Hektar mit Investitionsvolumen von 35 Millionen Euro. Solaranlagen sollen hier in jeden Fall realisiert werden, wissen Insider.

Völlig offen ist, ob sich hier jemals Windkraftenergieanlagen (WEA) drehen. Alles hängt vom Vogelflug ab, Anfang April liegen Gutachten vor. 900 Hektar (davon 320 Hektar ehemaliger Flugplatz) umfasst der Flächennutzungsplan in der nördlichen Verbandsgemeinde (VG) Bad Sobernheim. Dass hier ein Windpark mit bis zu 50 WEA entstehen könne, sei „völliger Unsinn und unrealistisch“, zerstreute Kehl kolportierte Meinungen. Bislang gebe es eine Vorhaltefläche für fünf Windräder südlich der K 20 auf dem Höhenzug, da, wo einst der Ort Pferdsfeld lag. Wegen dem bestehenden Industriepark auf dem Konversationsgelände  und dem verbrieften Mindestabstand zu Orten und Gehöften reduzierte Kehl anhand von Kartenmaterial WEA-Flächen drastisch. Platzbetreiber TriWo (Trierer Wohnungsbaugesellschaft) besitzt zudem noch eine Genehmigung für die fliegerische Nutzung des Areals. Über den VG-Flächennutzungsplan und den Planungsverband (Rehbach /Ippenschied/Bad Sobernheim) hält die VG das Heft des Handelns fest in Händen.

„Ergebnisoffen, ohne Polemik und für die Region verantwortungsvoll“ müsse man hier  Einnahmequellen erschließen, war Kehls klare Ansage. Ein Vogelflugkorridor und Vier-Kilometer-Abstand könne „für WEA ein Totschlagsargument“ sein und das Aus bedeuten. Stadtratsmitglied Peter Öhler, der zwölf Jahre auf dem NATO-Flugplatz Dienst versah, berichtete von „vielfach extrem eingeschränktem Flugbetrieb“ durch die Flugsicherung wegen Vogel-Fluglinie. Ippenschieds Bürgermeister Reinhard Koch bekannte: „Zwei Herzen schlagen in meiner Brust“. Er sei für erneuerbare Energien. Aber die überwältigende Mehrheit der Bürger in den betroffenen und angrenzenden Orten Rehbach, Daubach und Ippenschied wolle keine Schlagschatten und keine 198 Meter hohe, wie „auf einem Servierteller thronende  Kolosse“....so Koch. 

Mit dem Flugplatz habe man sich „Jahrzehnte als ein Segen arrangiert“. Reinhard Koch kritisierte dennoch eine völlig andere und „unfaire Denk-und Sichtweise“, dass bisher alles Mögliche „zu uns in den Norden abgeschoben werden soll“. Einwohner wollten schon mehrfach Bürger-Initiativen gründen, aber die Gemeinderäte in den drei Orten sprechen mit einer Stimme gegen Windräder. Koch hatte sich zuvor in Lauschied und in Laubach/ Hunsrück kundig gemacht und widersprach in Sachen WEA Rolf Kehls finanziellen Einnahmeerwartungen in punkto Gewerbesteuereinnahmen aufs Schärfste: „Aufgrund der hohen Investitionskosten fließt da jahrelang gar nix“, wetterte Koch. (Bilder 2304 / 2305 im März 2010)



ALT-ECKWEILER. Bei einem feierlichen Ostermontagsgottesdienst 2008 schmückten die Besucher in der vollbesetzten Passantenkirche in der Wüstung Eckweiler das Kreuz zu einem grünen Lebensbaum als sichtbares Symbol für Hoffnung und Zuversicht. Pfarrerin Heike Faustmann- Braun von der Kirchengemeinde Gebroth- Winterburg hielt den Festgottesdienst mit Abendmahl, die Oberlinger Orgel spielte Brigitte Dörr aus Roxheim. 

Bild 598: Langsam wuchs der Osterbaum.. Bild 599: ...alle schmückten das Kreuz und   Bild 600: feierten danach Abendmahl!

Der alte Osterhymnus „Christ ist erstanden“ (EG 99) durfte dabei nicht fehlen: An die Lust der Menschen seit ewigen Zeiten, anderen Menschen Leid zuzufügen, an die triumphierende, auslöschende Gewalt mit all ihrer zerstörerischen Kraft erinnerte die Pfarrerin in ihrer Predigt. Jenes sinnlose Leiden und Sterben ende nicht am Karfreitag. Deshalb sei man in die Kirche gekommen, um „gemeinsam das Kreuz zum lebendigen Lebensbaum werden zu lassen“. Die von Karin Klotz eingangs verteilten Palmzweige (Buxbaum) trugen die Besucher zum Altar und schmückten das Eckweilerer Kirchenkreuz. Das Rad der Geschichte und die Zeit könne nicht zurückgedreht werden, aber jenes „Grüne Kreuz“ stehe an dieser historischen Stätte als „alle Lebensgeister weckendes Samenkorn der Hoffnung“ für die Überwindung, die dem Tod standhalten kann, „sowie unser aller Hoffnung und Zuversicht auf gute Bildung und Ausbildung, auf Arbeit und den Frieden in der Welt“, so die Pfarrerin. Eingebunden in Gesang und Liturgie war eine Lesung von Ursula Berger (früher „Platze Ursel“) mit Erinnerungen aus den 1960-er Jahren aus unveröffentlichten Schulaufsätzen unter Lehrer Kurt Wichter und eine Ostergeschichte in Mundart von Elfriede Karsch. Zu Gründonnerstag wurde „grün` Gemüs`“ gekocht und durch die Flotte Lotte gedreht: Dass es ausgerechnet Brennnesseln waren, die dank viel Eisen zur Blutreinigung alle Lebensgeister im Frühjahr weckten, wurde nicht unbedingt an die große Glocke gehängt. Gemeinsam wurde das Eckweilerer Osterlied gesungen, das Jörg Rehmann komponierte und im Jahre 2006 anlässlich des ersten Ostergottesdienstes nach über 20 Jahren gesungen wurde, und den Bürgern der entsiedelten Orte Pferdsfeld, Eckweiler und Rehbach widmete. „Viele sind hier, andre sind fort; -  sein Geist der bleibet an diesem Ort“, heißt es im Refrain. Die Besucher konnten für acht Euro einen Aluguss des Gotteshauses erwerben, die Hans Peter Kissling (Simmertaler Simmerhammer) hergestellte. Ruckzuck hatte der Freundeskreis „Eckweilerer Kirche“ um Albert Schauß und die Initiative Soonwald um Monika Kirschner Bänke vor den Altar und das Grüne Kreuz gestellt. Fleißige Helfer deckten eine reiche Kuchentafel und schufen so traditionell die Grundlage für gute Gespräche, für Erinnerungen und Anekdoten über ihre frühere Heimat am Soonwald.


Kleinkunst am Soonwaldrand - Ihre Heimat vergessen sie nicht!

Bild 1073: Kleinkunst rund um die Eckweilerer Kirche erfreute 2006 Bild 1074: Hotte Schneider trat auf Bild 1075: Die Alt-Eckweilerer, Rehbacher und Pferdsfelder applaudierten kräftig

 


BAD SOBERNHEIM. (Rückblick: 2007) Das Konversionsgelände Flugplatz Pferdsfeld wurde umgewidmet, künftig ist die Rede vom „Industriepark Pferdsfeld“: VG-Bürgermeister Rolf Kehl verpflichtete mit Christian Kessel aus Rehbach und Gernot Fett (Seesbach) zwei neue Ausschussmitglieder. Peter Adrian vom Vorstand der Triwo AG erläuterte den Sachstand der zweigeteilten Liegenschaften auf dem 320 Hektar großen Areal. 

Bild 963: Der VG Rat vor Ort Bild 964: Das ehemalige Flugplatzareal 965: 3.ter.v.li. Peter Adrian von TRIWO

Das Test- und Entwicklungszentrum von General- Motors auf dem als Sonder- Nutzungsgebiet ausgewiesenen südlicheren Teil erfuhr von den Rüsselsheimer Autobauern eine enorme Aufwertung. Nach dem Bau einer Tankstelle sind weitere Anbauten in der Planung, auch weil Saab-Autos getestet und hier weiter entwickelt werden.  Auf dem Industrie- und Gewerbegelände haben sich mittlerweile 22 Firmen angesiedelt, die Zahl der Arbeitsplätze stieg auf 133. Erschließungsmaßnahmen für den Ausbau einer mit 400.000 Euro veranschlagten Straße ab der K 20 auf das Gelände mit Kreisel vor den Sheltern in der Nähe des Dino-Schiesskinos sind fast abgeschlossen. Zweidrittel der bewilligten 3,6 Millionen Euro für Abbruch- und aufwändige Entsorgungsmaßnahmen sind ausgegeben, bis zum Schlussnachweis am 30. März 2008 sollen die Gelder ausgegeben, sprich weitere Gebäude entkernt und Eternitverkleidungen entsorgt sein. Unberührt davon bleiben die drei großen Tanklager. Die Energieversorgung war Thema: Derzeit drei Megawatt sind ausgeschöpft. 1,6 Millionen Euro kostet die 7,5 Kilometer lange Stromzuführung ab Monzingen mit einer Maximalleistung bis 15 Megawatt. Ein früherer Bewilligungsbescheid soll in Anspruch genommen werden, Rolf Kehl hofft auf 60 Prozent Zuschuss. Die restlichen 40 Prozent müssten dann VG und Triwo tragen. Weiteres Problem: Kein Handyempfang, nur das Festnetz funktioniert und daher sollen Gespräche mit Anbietern wie e-plus geführt werden, weil die in Seesbach nachfragten. „Inwieweit sind regenerative Energien oder Windräder relevant?“ fragten Rainer Lauf, Elke Kiltz, Rolf Trimpel oder Robert Nicolay nach, Betreiber Peter Adrian und VG-Bürgermeister Rolf Kehl wollen jedwede Art Energiemix fördern und trafen klare Aussagen: „Was machbar ist, wird unterstützt!“. Fotovoltaik- und Solarenergie mit BP habe sich zerschlagen, Windräder sehe der Bebauungsplan nicht vor, zudem waren Windmessungen wegen eines südlichen Geländekammes nicht vom Erfolg gekrönt. Der Standortvorteil Biomasse (Holz) mache Sinn, hier sei man „bisher nicht entscheidend weitergekommen“, bedauerte Adrian.  Im Nichtöffentlichen Teil der Sitzung wurden die weitere Verwendung der abschließend  vor Ort besichtigten Mannschaftsunterkünfte und die ehemalige Kantine festgezurrt. Hier haben Dentalfirmen, Labore, oder namhafte Forschungszentren Interesse bekundet. Auch eine bessere Ausschilderung mahnte Rainer Lauf an. Bei einer Rundfahrt des VG-Ausschusses wurde sichtbar, dass ehemalige Feldbaracken der Amerikaner oder Versorgungsbauten wie vom Erdboden verschwunden sind und wie sich die Natur nach dem selektiven Rückbau Terrain zurückerobert. In die Landschaft integriert und mit Gras überwachsen sind ein gutes Dutzend der einst 28 Shelter, die ebenfalls aufgrund ihrer Bauweise mit Lärmschutz als Mietobjekt stark nachgefragt sind. Einzelne Mieten mit fein säuberlich getrenntem Recycling- oder Baumaterial sind zu sehen, dezimiert haben sich die Hanfballen. Was einst für horrende, sechsstellige Eurobeträge hätte geschreddert und entsorgt werden müssen, ist nur noch auf zwei Stellen sichtbar, löst sich auf und holt sich die Natur zurück, wunderten sich die Ausschussmitglieder.   


2005: Großbrand von Hanfballen auf Ex-Flugplatz Pferdsfeld und in Shelter!

Bild696: Wehren und TLF aus dem ganzen Kreis + schweres Gerät waren im Einsatz, hier ist die Kirner Feuerwehr zu sehen.    Bild 697: Shelter brennen kontrolliert aus- Wasser wurde knapp! Großer Sachschaden entstand, das ganze Areal war betroffen.  Bild 698: Feuer so weit das Auge reichte! Wehren aus Kirn, Bad Sob, Rüdesheim etc.


 

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